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5.0 von 5 Sternen Ein sehr gutes Jugendbuch, das allerdings ein erhebliches Vorverständnis des Lesers für innerpsychische Vorgänge voraussetzt
Nach seinem erfolgreichen Jugendbuchdebüt "Das Schweigen der Eulen" legt der 1968 geborene niederländische Psychologe und Schriftsteller Jan de Leeuw mit "Nachtland" einen Nachfolger vor, der seinem ersten Buch in nichts nachsteht. Er beschreibt eine Reise in die eigene Geschichte, mitten hinein in ein Land zwischen Träumen und Wachen, spielt mit...
Veröffentlicht am 20. Dezember 2008 von Winfried Stanzick

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute 3,5 Sterne für ein spannendes, märchenhaftes und tiefgründiges Buch
Kurzbeschreibung:
Nach einem Streit mit seiner Mutter flüchtet Nils von zu Hause. Eine Blutspur führt ihn über den zugefrorenen See in das märchenhafte Land Katatonien. Nils hofft, hier endlich seinen Vater zu finden, der vor Jahren einfach verschwunden ist. Doch das Land wird zerrieben in einem erbarmungslosen Kampf um die Macht. Und ihm, dem...
Vor 6 Monaten von steffis-und-heikes-lesezauber ... veröffentlicht


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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute 3,5 Sterne für ein spannendes, märchenhaftes und tiefgründiges Buch, 10. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Nachtland (Broschiert)
Kurzbeschreibung:
Nach einem Streit mit seiner Mutter flüchtet Nils von zu Hause. Eine Blutspur führt ihn über den zugefrorenen See in das märchenhafte Land Katatonien. Nils hofft, hier endlich seinen Vater zu finden, der vor Jahren einfach verschwunden ist. Doch das Land wird zerrieben in einem erbarmungslosen Kampf um die Macht. Und ihm, dem Fremden aus dem Land jenseits des Sees, werden magische Kräfte zugeschrieben, die jeder für sich einzusetzen hofft. Seine Suche, die zugleich eine Flucht ist, führt ihn quer durch das ganze Land. Bis er schließlich allein in der Todeswüste strandet ... Seine Reise enthüllt ihm Stück für Stück das Geheimnis seiner Vergangenheit, die für Nils zu schmerzhaft zu sein scheint, um sie akzeptieren zu können. Während Nils im Nachtland unterwegs ist, sitzen seine Mutter und Schwester an seinem Bett – unterkühlt und ohne Bewusstsein hat man ihn am Tag nach seiner Flucht auf dem zugefrorenen See gefunden. Verzweifelt versuchen sie, ihn zu sich und in die Wirklichkeit zurückzuholen.

Meinung:
Mit Nachtland erschafft der Autor eine besondere Welt voller Fabel- und Märchenwesen. Dabei ist Nils Reise durch das Land Katatonien von der ersten Seite an spannend, aber zu Beginn auch leicht verwirrend. Die Kapitel werden nämlich abwechselnd aus der Sicht von Nils und seiner Schwester erzählt. Und während Nils in Katatonien die wildesten Abenteuer erlebt, liegt er in der realen Welt komatös im Krankenhaus. Dabei weiß man lange Zeit gar nicht, ob Nils nun in eine Paralellwelt gereist ist, oder einfach nur sehr anschaulich träumt. Außerdem sind die einzelnen Kapitel nur durch unterschiedliche Schriftarten, aber nicht durch eindeutige Überschriften ersichtlich. Das fand ich etwas schade, da für mich der Wechsel nicht immer gleich offensichtlich war.

Die Kapitel aus Katatonien sorgen von Anfang an für große Spannung und Faszination. Man bekommt Einblick in ein märchenhaftes Land, dessen Regeln und Geheimnisse man gerne kennenlernen möchte, weshalb man hier alle Informationen ganz genau aufnimmt. Dabei verbindet der Autor Bekanntes mit Unbekanntem und streut z. B. immer mal wieder Einschübe und Anlehnungen zu bekannten Märchen und Geschichten ein. Dies hat mir gut gefallen, da es Spaß macht, diese Paralellen zu bekannten Märchen zu suchen und zuzuordnen.

Die Anteile aus der realen Welt beschäftigen sich eher nüchtern mit dem Leben und den Problemen der vaterlosen Familie. Jedoch werden auch sie mit der Zeit immer spannender und wichtiger, da Nils Schwester langsam, aber sicher immer mehr über die Vergangenheit und das Geheimnis ihres Vaters erfährt und die Geschichte damit immer tiefgründiger und stimmiger wird.

Je weiter man dem Ende entgegenschreitet, desto mehr Hintergründe und Details werden bekannt und die wahre Tiefe der Geschichte ersichtlich. Nils muss sich bei seiner Reise mit der Sehnsucht nach seinem Vater, aber gleichzeitig auch mit schwerwiegenden Erfahrungen aus dem Unterbewusstsein auseinandersetzten. So verarbeitet er auf seiner Reise weit zurückreichende Ereignisse und findet sich dabei auch selbst.

Am Ende werden eigentlich alle offenen Fragen beantwortet und alles ergibt einen Sinn. Jedoch hatte ich mir die Auflösung doch ein bisschen märchenhafter vorgestellt und war nach Rückkehr in die Realität leicht desillusioniert. Mir ist zwar klar, dass dieses Ende für die Hintergründe, die der Autor mit diesem Werk verfolgt, genau richtig und passend ist, aber dennoch hätte sich mein Herz etwas anderes gewünscht.

Fazit:
Ein spannendes, märchenhaftes und faszinierendes Buch, das Bekanntes mit Unbekanntem verbindet und gleichzeitig auch noch eine tiefgründige Geschichte erzählt. Um die ganze Tragweite dieses Buches zu verstehen, muss man es jedoch schon aufmerksam lesen und ein gewisses Verständnis für unterschwellige Zusammenhänge haben. Deshalb würde ich es erst für Jugendliche ab 14 Jahren empfehlen. Von mir bekommt es am Ende gute 3, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
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5.0 von 5 Sternen Ein sehr gutes Jugendbuch, das allerdings ein erhebliches Vorverständnis des Lesers für innerpsychische Vorgänge voraussetzt, 20. Dezember 2008
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Nachtland (Gebundene Ausgabe)
Nach seinem erfolgreichen Jugendbuchdebüt "Das Schweigen der Eulen" legt der 1968 geborene niederländische Psychologe und Schriftsteller Jan de Leeuw mit "Nachtland" einen Nachfolger vor, der seinem ersten Buch in nichts nachsteht. Er beschreibt eine Reise in die eigene Geschichte, mitten hinein in ein Land zwischen Träumen und Wachen, spielt mit Fantasyelementen und immer wieder mit seinen Kenntnissen und Erfahrungen als Psychologe.

Niels, ein Junge, der mit seiner Mutter und seiner Schwester zusammenlebt, vermisst seinen Vater, seit der vor vielen Jahren spurlos von einem auf den anderen Tag verschwunden ist und die Familie verlassen hat. Er teilt somit ein vaterloses Schicksal mit vielen anderen Kindern und Jugendlichen seiner Generation, ein Zustand, der besonders für die Entwicklung der Jungenseelen nicht gerade förderlich ist. Eines Tages läuft Niels von zu Hause weg. Er wollte offenbar zum Ufer des Sees, wo er viel später fast erfroren auf dem winterlichen Eis gefunden wird. Seine Mutter und seine Schwester können sich nicht erklären, was geschehen ist, sie sehen nur, dass Niels im Koma liegt und vollkommen ohne Bewusstsein ist. Vom dem, was Niels in seinem komatösen Zustand erlebt, wissen und ahnen sie nichts.

Mit seinem Fallen ins Koma hat sich für Niels das Tor in eine Traumwelt geöffnet. In diesem Traum ist er auf der Suche nach seinem Vater, den er doch so sehr vermisst, was er sich aber im Wachzustand nie richtig einzugestehen wagte. Sein Weg führt ihn über den See, doch in der weißen, gefrorenen Einöde droht er die Orientierung zu verlieren. Da zeigt ihm die Blutspur eines Hasen, der sich aus seiner Falle befreien konnte, den Weg. Dieser Traumweg ist voller sagenhafter Gestalten. Er begegnet den Truppen der Königin und wird, nachdem er sich verlaufen hat, von Maja und Rolle, Mitgliedern einer Kirmesgruppe, die genau wissen, dass er weggelaufen ist, gefunden. Sie wollen ihn für ihre Truppe in Katatonien, dem märchenhaften Traumland behalten und obwohl er sich seine Texte kaum merken kann, findet das Publikum seine Vorstellung sehr amüsant.
Niels bleibt in Katatonien, weil er hier hofft, seinen Vater zu finden; jene Sehnsucht, die ihn seit langem treibt und umtreibt, will befriedigt werden.

Der schnelle Szenenwechsel zwischen Traum und Wirklichkeit macht das konzentrierte Lesen dieses Buches zeitweise schwer. Niels befindet sich in einer Welt zwischen Leben und Tod und die ganze Geschichte spielt sich nur in seinem Kopf ab, offenbar seine einzige seelische Möglichkeit mit einer schrecklichen Familientragödie fertig zu werden, eine Tragödie, die der Autor dem Leser nur sehr langsam offenbart, offensichtlich um die Spannung zu halten. Eine Tragödie, an die sich Niels nicht erinnern kann, die aber in seinem Unterbewusstsein arbeitet.

Für jugendliche Leser mit einem Vorverständnis für solche innerpsychischen Vorgänge ein sehr empfehlenswertes Buch.
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5.0 von 5 Sternen Ein Junge auf der Suche nach seinem verlorenen Vater, 10. Dezember 2007
Von 
Thorsten Wiedau (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Nachtland (Gebundene Ausgabe)
Ein Junge verschwindet, ebenso wie sein Vater vor ihm und die Mutter gibt sich alle Schuld, da es nach einem großen Streit geschah. Wohin ist Niels gegangen? Was hat es auf sich mit dem geheimnisvollen Reich Katatonien und warum ist man dort an ihm so interessiert? NACHTLAND erzählt eine sehr einfühlsame Geschichte, welche ins Herz eines kleinen Jungen führt und seine Gefühle und Ängste aufnimmt.

NACHTLAND von Jan de Leeuw ist nicht nur ein Reich voller Fabelwesen und eigenartiger Ereignisse, es ist eine Suche nach Identität und der Reise zu sich selbst. Niels sucht nicht nur seinen Vater, er verarbeitet in der Reise auch Ereignisse die weit in seiner Vergangenheit liegen.

Eine ganz wunderbare und teils auch bedrückende Geschichte. Die Wechselwirkung mit seiner Mutter, seiner eigenen Vergangenheit und die Geschichte an sich ist brillant und verwirrend zugleich. Dem Leser oder der Leserin offenbart sich wunderbares wie schreckliches, eine Reise ins ich eines kleinen Jungen auf der Suche nach seinem Vater. Doch was findet er, einen schrecklichen Wolf, eine böse Königin und intrigante Spieler in einem Reigen von Misstrauen und Verrat. Nur ein kleines Mädchen mag ihm helfen, Maja.

Als was sich Maja entpuppt und wer der böse Wolf ist, zeigt sich erst am Ende in einer bedrückenden Szene. Die Wahrheit ist schwer zu ertragen und für Mutter wie Sohn und Tochter wird es gleichermaßen eine Reise zur Erkenntnis und Wahrheit!

Sehr Empfehlenswert!
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4.0 von 5 Sternen Großartiges Jugendbuch voller Symbolik, 21. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Nachtland (Gebundene Ausgabe)
„Nachtland“ ist nach „Das Schweigen der Eulen“ der zweite Roman von Jan de Leeuw. Er mischt fantastische Elemente mit Mythen und Sagen und erzählt zugleich viel mehr.
Was sich zunächst liest wie ein etwas surreales Märchen, wie eine Fantasygeschichte in einem fremdartigen Land, komplett mit König, Königin und bösem Wolf, entpuppt sich immer mehr als psychologisches Gleichnis, als Traum, der gedeutet werden will. Schon der Name des fremden Landes “Katatonien“ bezieht sich auf Niels’ Zustand der Katatonie. Man wundert sich kein bisschen, dass Jan de Leeuw Psychologe ist.
Niels, der ins Nachtland Katatonien reist, unternimmt in Wahrheit eine Reise in sein Inneres und in seine Vergangenheit, während er unbeweglich im Krankenhaus liegt. Die Ereignisse und Personen, die ihm dabei begegnen, sind oft furchterregend, manchmal auch tröstlich – und allesamt Symbole für etwas ganz Bestimmtes, wie am Ende klar wird. Gleichzeitig gibt es eine Menge Anleihen an berühmte Bilder aus Sagen und Geschichten wie zum Beispiel Wilhelm Tell, Dornröschen, Shakespeares’ Sommernachtstraum und anderes mehr.

Während ein Erzählstrang von Niels’ Odyssee in dem fremdartigen Land berichtet, erzählt der andere von Niels’ Schwester und seiner Mutter, die im Krankenhaus am Bett des leblosen Jungen wachen – und sich schließlich die Wahrheit über ihr Leben eingestehen. Meisterhaft führt de Leeuw am Ende die beiden so unterschiedlichen Erzählstränge zusammen und entschlüsselt die verwirrenden Ereignisse. Für kleinere Kinder dürfte der tiefere Sinn hinter der Geschichte gänzlich unverständlich sein, auch wenn sie die Bedeutung der Figuren, wie zum Beispiel den Wolf, intuitiv zumindest teilweise erfassen können. Die gezeigten Erlebnisse könnten für Kinder aber verstörend oder eben einfach nicht zu begreifen sein. Der Roman ist daher für ältere Leser ab etwa vierzehn Jahren geeignet.
Am Ende könnten die Gleichnisse, die Bilder fast ein wenig zu viel sein – der Roman wirkt dann zunehmend wie eine perfekte Psychologiestunde und verwirrt dadurch, allerdings ist dies verpackt in ein solch atemberaubendes Märchen, das man die Augen nicht von Seiten abwenden kann.

Ein großartiges Jugendbuch voller Symbolik, das mehr ist, als es auf den ersten Seiten zu sein scheint – Fantasy- und Märchengeschichte, Nahtoderfahrung und Familiendrama zugleich. Mit einer sehr starken, bildreichen Sprache zieht der Autor den Leser in seinen Bann und lässt ihn nicht mehr los. Aufgrund der vielen Andeutungen und der manchmal verstörenden und grausamen Bilder ist „Nachtland“ nicht geeignet für Kinder, sondern für Jugendliche ab 14 und auch für Erwachsene. Der Verlag Gerstenberg hat sich schon durch andere intelligente Jugendbücher positiv hervorgetan und tut dies mit „Nachtland“ erneut.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Buch braucht jugendliche Leser mit einem erheblichen psychologischen Vorverständnis - gerade deswegen ist es zu empfehlen, 23. Januar 2009
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Nachtland (Broschiert)
Nach seinem erfolgreichen Jugendbuchdebüt "Das Schweigen der Eulen" legt der 1968 geborene niederländische Psychologe und Schriftsteller Jan de Leeuw mit "Nachtland" einen Nachfolger vor, der seinem ersten Buch in nichts nachsteht. Er beschreibt eine Reise in die eigene Geschichte, mitten hinein in ein Land zwischen Träumen und Wachen, spielt mit Fantasyelementen und immer wieder mit seinen Kenntnissen und Erfahrungen als Psychologe.

Niels, ein Junge, der mit seiner Mutter und seiner Schwester zusammenlebt, vermisst seinen Vater, seit der vor vielen Jahren spurlos von einem auf den anderen Tag verschwunden ist und die Familie verlassen hat. Er teilt somit ein vaterloses Schicksal mit vielen anderen Kindern und Jugendlichen seiner Generation, ein Zustand, der besonders für die Entwicklung der Jungenseelen nicht gerade förderlich ist. Eines Tages läuft Niels von zu Hause weg. Er wollte offenbar zum Ufer des Sees, wo er viel später fast erfroren auf dem winterlichen Eis gefunden wird. Seine Mutter und seine Schwester können sich nicht erklären, was geschehen ist, sie sehen nur, dass Niels im Koma liegt und vollkommen ohne Bewusstsein ist. Vom dem, was Niels in seinem komatösen Zustand erlebt, wissen und ahnen sie nichts.

Mit seinem Fallen ins Koma hat sich für Niels das Tor in eine Traumwelt geöffnet. In diesem Traum ist er auf der Suche nach seinem Vater, den er doch so sehr vermisst, was er sich aber im Wachzustand nie richtig einzugestehen wagte. Sein Weg führt ihn über den See, doch in der weißen, gefrorenen Einöde droht er die Orientierung zu verlieren. Da zeigt ihm die Blutspur eines Hasen, der sich aus seiner Falle befreien konnte, den Weg. Dieser Traumweg ist voller sagenhafter Gestalten. Er begegnet den Truppen der Königin und wird, nachdem er sich verlaufen hat, von Maja und Rolle, Mitgliedern einer Kirmesgruppe, die genau wissen, dass er weggelaufen ist, gefunden. Sie wollen ihn für ihre Truppe in Katatonien, dem märchenhaften Traumland behalten und obwohl er sich seine Texte kaum merken kann, findet das Publikum seine Vorstellung sehr amüsant.
Niels bleibt in Katatonien, weil er hier hofft, seinen Vater zu finden; jene Sehnsucht, die ihn seit langem treibt und umtreibt, will befriedigt werden.

Der schnelle Szenenwechsel zwischen Traum und Wirklichkeit macht das konzentrierte Lesen dieses Buches zeitweise schwer. Niels befindet sich in einer Welt zwischen Leben und Tod und die ganze Geschichte spielt sich nur in seinem Kopf ab, offenbar seine einzige seelische Möglichkeit mit einer schrecklichen Familientragödie fertig zu werden, eine Tragödie, die der Autor dem Leser nur sehr langsam offenbart, offensichtlich um die Spannung zu halten. Eine Tragödie, an die sich Niels nicht erinnern kann, die aber in seinem Unterbewusstsein arbeitet.

Für jugendliche Leser mit einem Vorverständnis für solche innerpsychischen Vorgänge ein sehr empfehlenswertes Buch.
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4.0 von 5 Sternen Tolles Buch, 21. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Nachtland (Gebundene Ausgabe)
Ich finde das Buch relativ interessant und empfehle es weiter. Das Buch passt auch perfekt im Regal, weil der Buchumschlag hart ist. Ich habe nur 4 Sterne gegeben, weil man am Anfang gar nicht wusste, worum es geht.
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Nachtland
Nachtland von Jan de Leeuw (Gebundene Ausgabe - August 2007)
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