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am 19. Dezember 2012
Spannend und ein echter Pageturner, dieser Thriller von Rosamund Lupton!

Die Wahl-New Yorkerin Bee reist überstürzt in ihre Heimat London, als sie vom Verschwinden ihrer jüngeren Schwester Tess erfährt. Die schwangere, in ärmlichen Verhältnissen lebende Tess ist in vielerlei Hinsicht das glatte Gegenteil der stets so kontrollierten Bee. Sie liebt das Leben, begegnet allem und jedem mit einem unverbesserlichen Optimismus und gibt nicht viel auf gesellschaftliche Konventionen. Trotz aller Unterschiede stehen sich beide Schwestern sehr nahe. Als kurze Zeit später Tess' Leiche im Hyde Park gefunden wird, glaubt Bee keine Sekunde der Version von Polizei, Gerichtsmedizin und Ärzten, Tess habe Selbstmord begangen. Auch dann nicht, als sie erfährt, dass Tess' Baby bei der Geburt gestorben ist und sie an einer postnatalen Psychose gelitten haben soll. Und dies soll bei weitem nicht die letzte böse Überraschung für Bee bleiben. War Tess nach dem Tod ihres Babys tatsächlich ein Opfer ihrer Wahnvorstellungen geworden? Was haben die Menschen in Tess` Umfeld zu verbergen? Im Strudel ihrer eigenen hartnäckigen Nachforschungen bringt sich Bee nicht nur in Gefahr, sondern lernt sich selbst auch von einer ganz neuen Seite kennen - vielleicht sind sie und Tess sich gar nicht so unähnlich.

In einem ungewöhnlichen erzählerischen Rahmen gibt uns die Autorin tröpfchenweise Informationen oder hält diese geschickt zurück und verdreht uns mit unerwarteten Wendungen den Kopf – unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen!

Punktabzug gibt es dafür, dass die persönlichen Geschichten und Umstände der Charaktere etwas überdramatisiert wirken und die Charaktere in ihrer Darstellung etwas zu sehr ins schwarz/weiße Schubladendenken hineingeraten sind.
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am 25. Oktober 2010
Der Kriminalroman "Liebste Tess" ist eine der besonderen Entdeckungen für mich.

Die Schwestern Beatrice und Tess sind nicht nur durch 5 Jahre Altersunterschied, sondern auch durch eine große räumliche Entfernung voneinander getrennt.
Beatrice, die Karrierefrau, lebt in New York, ihre "kleine" Schwester Tess ist Kunststudentin in London. Doch die beiden Frauen verbindet sehr viel, und sie sind ständig in Kontakt miteinander.
Dann wird Tess plötzlich vermisst und Beatrice reist nach London, um ihre Schwester zu suchen. Der schreckliche Verdacht bestätigt sich, Tess wird tot im Hyde Park aufgefunden.
Alles deutet auf einen Selbstmord hin. Doch Beatrice glaubt nicht daran - sie weiß, dass sich ihre Schwester niemals das Leben genommen hätte.
Keiner nimmt Beatrices Hinweise ernst und so beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln.
Dabei erfährt sie weder Unterstützung von ihrem Verlobten, noch von ihrer Mutter. Niemand hatte so engen Kontakt zu Tess wie Beatrice und kaum jemand wusste, dass Tess in wenigen Wochen ein Kind zur Welt bringen sollte.
Beatrice verdächtigt zunächst JEDEN, der irgendwie mit Tess zu tun hatte - den Vater ihres Kindes, den Kommilitonen, das Pflegepersonal der Klinik, in der sie behandelt wurde, Mitarbeiter eines Pharmakonzernes, einen Psychiater...sie alle geraten ins Visier der aufgewühlten Beatrice.
Dabei unterschätzt sie die Gefahr, in die sie sich selbst durch ihre Untersuchungen begibt...

Das Besondere an diesem Hörbuch ist die Briefform. Beatrice erzählt die Geschichte in einem langen Brief an ihre Schwester Tess. Dabei greift sie Erlebnisse aus der gemeinsamen Kindheit ebenso auf wie erst kürzlich zurückliegende Unterhaltungen der Schwestern per Email. Auf diese Art entwickelt sich nach und nach ein sehr gründliches Bild von Tess' Leben und ihrem Verhältnis zu Beatrice...
Gleichzeitig berichtet sie über den aktuellen Fortgang ihrer persönlichen Suche nach dem Mörder von Tess.
Auf eine sehr sensible - jedoch niemals kitschige - Art nimmt man als Hörer teil am Gefühlsleben der beiden Schwestern.
Mehr als einmal hatte ich beim Zuhören Tränen in den Augen und ich musste mich regelrecht zwingen, das Hörbuch zwischendurch abzuschalten.
Die Spannung bleibt bis zum Schluss...ich lag mit meinen Verdächtigungen immer falsch und das tatsächliche Ende war für mich sehr schockierend und kaum auszuhalten.
Das Hörbuch liegt hier in der ungekürzten Version vor, ich möchte auch keine der fast 11 Stunden missen.

Rosamund Lupton ist es mit ihrem Roman gelungen, Spannung und Nervenkitzel ohne große Brutalität und grässliche Details zu erzeugen. Die Ausarbeitung der Charaktere wirkt sehr überzeugend und es sind die zahllosen kleinen Details, die die Story so stimmig wirken lassen.
Das Hörbuch wird großartig gelesen von Daniela Wutte.
Sie hat die perfekte Stimmlage und spricht die Rolle der trauernden, verzweifelten und wütenden Beatrice sehr überzeugend.
Ihre Lesung wirkt niemals "gespielt", sondern sehr aufrichtig und emotional.
Man fühlt sich am Ende der Story, als hätte man eine gute Bekannte verloren, aber ich bin dankbar, dass ich diese Bekanntschaft machen durfte.

Das Hörbuch wird geliefert in einem sehr schönen Pappschuber, auf dem eine neblige, winterliche Parklandschaft zu sehen ist - sehr passend zum Inhalt.
Neben den 10 Audio-CDs ist auch eine Daisy-Mp3-CD enthalten, was ich als sehr angenehm empfinde, da ich fast ausschließlich über meinen Ipod Hörbücher höre.
Damit erspare ich mir mühsames Kopieren der einzelnen CDs.

Meine Wertung : 5 von 5 Sternen für dieses herausragende Hörbuch * * * * *
Absolut empfehlenswert!!!
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am 13. Januar 2011
Ja, das klingt eigentlich gegensätzlich, aber dieser Thriller schafft es tatsächlich, beides zu vereinen: einerseits ist ein Verbrechen (?) aufzuklären, andererseits geht es aber auch um Liebe. Ein ganz und gar ungewöhnlicher Thriller, der mich sofort in seinen Bann schlug. Zur Handlung: die in den USA lebende Beatrice reist zurück in ihre Heimat London, weil ihre kleine Schwester Tess spurlos verschwunden ist. Sie will ihrer Mutter beistehen, die mit der Situation überfordert ist, und sich Tess vorknöpfen, wenn sie wieder auftaucht. Die zwei Schwestern könnten nicht unterschiedlicher sein: während die vermisste Tess ein lebensbejahender, künstlerischer Freigeist ist, hat ihre ältere Schwester immer die Rolle des vernünftigen, erwachsenen" Gegenparts übernommen. Trotzdem hatten sie immer eine enge Bindung zueinander und waren ständig in Kontakt. Deshalb kommt es Beatrice sehr merkwürdig vor, dass ihre Schwester einfach ohne Kommentar verreist sein soll. Leider wird einige Tage später die Leiche von Tess gefunden. Der klare Befund der Polizei: Selbstmord. Beatrice glaubt von Anfang an nicht an diese Theorie und macht sich sofort auf die Suche nach Mörder und Motiv. Dabei lässt sie allen Widerständen zum Trotz nicht locker und scheut sich nicht, sich überall unbeliebt zu machen. Sie recherchiert akribisch die letzten Tage im Leben ihrer kleinen Schwester und taucht immer weiter in TessŽ Leben ein, lebt in ihrer Wohnung und trifft ihre Freunde. Dabei lernt sie ihre tote Schwester zum ersten Mal richtig kennen - und darüber auch sich selbst. Mit lebensgefährlichen Konsequenzen....

Rosamund Lupton hat sich eine ungewöhnliche Perspektive für diesen Thriller ausgesucht, nämlich die Briefform. So schreibt Beatrice die ganze Geschichte ihrer Recherchen ihre Gefühle in einem Brief an die tote Tess nieder. Da ein Brief ja etwas sehr persönliches ist, fließen immer wieder Kindheitserinnerungen der Schwestern ein. Beatrice hält so Zwiesprache mit Tess, und in den kleinen Anekdoten und Erinnerungen zeigt sich die tiefe Verbundenheit der beiden. Diese liebevollen Beobachtungen und Episoden, vermischt mit Beatrices Nachforschungen, ergeben eine faszinierende Kombination, die ich noch nie erlebt habe und die mich nicht mehr losließ.

Sprecherin Daniela Wutte war mir als Sprecherin bisher unbekannt. Sie hat eine ruhige und feste Stimme, die sehr gut zur beherrschten und disziplinierten Beatrice passt. Dialoge von Beatrice und Tess aus der Erinnerung der großen Schwester werden mit einem leichten Hall versehen, so dass man sie von der aktuellen Handlung unterscheiden kann. Dieser einfache Trick hebt die Einschübe deutlich ab - eine gute Idee, die das Zuhören erheblich erleichtert. Beatrices Wut oder Trauer kann Wutte glaubhaft übermitteln, ohne es zu übertreiben. Das ist mir bei der emotionalen Tiefe dieser Handlung sehr wichtig, damit sie authentisch bleibt. Sie hat genau die richtige Balance gefunden und die Besonderheiten dieser Geschichte wunderbar umgesetzt. Das für mich völlig überraschende Ende samt Aufklärung war übrigens ein Highlight. Diese ungewöhnliche und mitreißende Geschichte läßt mich auf weitere Werke von Rosamund Lupton hoffen. Hoffentlich werden die dann wieder umgesetzt von Daniela Wutte! Absolute Empfehlung für diesen genialen Thriller!
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am 14. September 2010
In Form eines langen Briefes von Bee an ihre verstorbene Schwester Tess wird in diesem Buch erzählt, wie Bee sich auf den Weg macht, um herauszufinden, was Tess passiert ist und warum sie sterben musste. Sie ist die einzige, die nicht daran glaubt, dass Tess Selbstmord begangen hat und daher das Leben ihrer Schwester aufrollt.

Die Story ist spannend und bleibt es bis zum Schluss, auch wenn ich relativ früh einen Täterverdacht hatte; umso überraschender war das Ende des Buches. Die Figuren sind "echt", sehr menschlich und könnten "nebenan" wohnen. Einfühlsam werden die Unterschiedlichkeiten der Schwestern und deren Leben, Freunde, Partner beschrieben, ganz feinsinnig ihre Verbundenheit miteinander aufgezeigt, die tief verwurzelt in der Kindheit liegt. Auch alle anderen Figuren sind glaubhaft und nicht überzogen dargestellt, ohne sich dabei in den Vordergrund zu drängen.

Mich hat dieses Buch nicht mehr losgelassen und ich finde es ist sehr besonders. Ein "Krimi" einmal ganz anders und so gut. Ich freue mich auf weitere Bücher von Rosamund Lupton.

Fazit: UNBEDINGT LESEN!!!
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am 21. Januar 2012
Eine Mördersuche in Briefform an das Opfer? Und dann auch noch in diesen Brief als weitere Handlungsebene hineinverschachtelt der Bericht der Briefschreiberin über die Suche nach dem Mörder an einen Staatsanwalt? - Das klingt kompliziert und hätte auch mehr als schief gehen können. Wie sollte die Autorin die zwangsläufig entstehenden Brüche wohl glätten und dem Leser seinen Überblick behalten lassen? - Erstaunlich, aber sie hat es tatsächlich hingekriegt, und dann bringt sie sogar zum Schluss noch mal einen überraschenden Schlenker zuwege.
Die Geschichte selbst ist äußerst spannend mit etlichen Verdächtigen und bis zum Ende gut durchkonstruiert, der Schreibstil ist überdurchschnittlich. Auch die innere Entwicklung der Briefschreiberin ist mit all ihren Gefühlen und dem Drang, den Mörder ihrer Schwester zu finden, absolut nachvollziehbar dargestellt. Die Beziehung zwischen den Schwestern, von denen die eine den Mörder der anderen sucht, ist so tief und innig, dass man fast neidisch werden könnte. (Können Schwestern einander so gut verstehen? Ich habe "nur" einen Bruder ... :-)).
Dennoch: für meinen Geschmack war es dann doch ein kleines bisschen zu viel des Komplizierten, deshalb ein kleiner Stern Abzug.
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TOP 1000 REZENSENTam 4. September 2013
Der Roman ist nicht schlecht. Nicht prickelnd spannend - dafür kommt er zu depressiv daher. Die Ich-Erzählerin, Beatrice, ist verständlicherweise traurig, denn sie hat zwei Geschwister verloren: Ihren Bruder Leo, als der 8 Jahre alt war und an Mukoviszidose starb - und jetzt auch noch ihre 21jährige Schwester Tess, die einem Mord zum Opfer fiel, von dem alle Welt glaubt, es sei ein Selbstmord gewesen.
Beatrice fliegt aus New York nach London, um die ungeklärten Umstände des Todes von Tess herauszufinden - und sie vertraut dabei den falschen Leuten. Ihre Schilderungen verfasst sie in einer Art "Gedankenbrief" an Tess - was aber erst ganz zum Schluss offenbar wird.
Zunächst fand ich den Roman ungemein fesselnd - weniger der Spannung wegen, sondern weil man sich gut in Beatrice hineinversetzen kann, weil gut nachempfunden werden kann, wie sie sich nach dem Tod der Schwester fühlt.
Ab der Mitte jedoch wurde mir das ganze zunehmend zu schwurbelig - dieses ständige Hin- und Herspringen der Gedanken, das am Anfang noch ein abwechslungsreiches Stilmittel darstellt, wurde mir ab der Mitte zu überstrapaziert, und ich empfand es zunehmend als nervig. Auch diese ewigen Abhandlungen über Genveränderungen und was diese insbesondere bei Mukoviszidose bewirken können - ich muss gestehen, dass der Roman ab diesem Punkt in meiner Gunst deutlich abfiel. Zum Schluss wollte ich eigentlich nur noch wissen: War es jetzt wirklich Mord? Und wenn ja: Wer war es? - Das mögliche Motiv war mir persönlich viel zu science-fiction-mäßig, das hat mich da schon längst nicht mehr interessiert.
Fazit: Grundsätzlich ein gutes Buch mit einer an sich auch guten Idee. Gut ist auch der Schluss, bei dem sich herausstellt, dass es den scheinbaren "Brief", in dem der Roman geschrieben steht, eigentlich gar nicht gibt, sondern dass dieser "Brief" Gedanken sind, die Beatrice an ihre tote Schwester richtet und als eine Art "Brief im Kopf" formuliert. Seltsam finde ich, dass im Roman nicht geklärt wird, was eigentlich mit Beatrice so richtig los ist, denn im letzten Drittel der Story wird sie immer wieder von eigenartigen körperlichen Zuständen heimgesucht, die sie mysteriös umschreibt, aber nie wirklich benennt. Und wie gesagt: 2 Sterne verliert der Roman, weil er ab einem gewissen Punkt zu ausufernd, zu genetisch-biologisch - und zu langweilig wird.
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TOP 500 REZENSENTam 7. Januar 2013
Rosamund Lupton hat mit Ihrem Debüt "Liebste Tess ", etwas erreicht, was nicht vielen gelingt. Über 380 Seiten schafft es die Autorin den Leser miträtsel zu lassen, wer Tess, Beatrice`s Schwester, umgebracht hat und dies durch so geschickte ,subtile Spannung und eine lebhafte und anschauliche Sprache,dass sich der Leser bestens unterhalten fühlt.

Beatrice und Tess sind ein sehr ungleiches Geschwisterpaar, Tess , sehr lebenshungrig,optimistisch und wenig ängstlich, lebt in London und studiert Kunst. Beatrice hat sich für Sicherheit entschieden und lebt in New York, ist verlobt mit einem zuverlässigen Mann und überlässt nichts dem Zufall. Eher verzichtet sie auf Spass, als dass sie Gefahr geht , ihren sicheren Lebensweg zu verlassen. Die beiden Schwestern sind sich sehr nahe,vielleicht auch deshalb, weil sie ihren Bruder früh durch Mucovizcidose verloren haben und die Ehe der Eltern dadurch zerbrach.Beatrice fühlte und fühlt sich immer noch für Tess verantwortlich.Um in ständigem Kontakt zu bleiben, mailen und telefonieren sie täglich. Als ihre Mutter eines Tages bei Beatrice anruft und ihr sagt, dass Tess verschwunden ist,fliegt Beatrice sofort nach London,um sich an der Suche nach Tess zu beteiligen. Als Tess nach Tagen tot in einem Toilettenhaus im Hyde Park gefunden wird und alle Zeichen auf Suizid hindeuten, will Beatrice dies nicht glauben. Sie macht sich selbst auf die Suche nach dem vermeintlichen Mörder.

Rosamund Lipton hat für ihren Roman die Briefform gewählt, den Beatrice an ihre Schwester schreibt, um ihr zu erzählen, was von ihrer Ankunft in London bis zu ihrem Ende ihrer Suche alles geschah. Und diese Art der Erzählweise ermöglicht es Beatrice, nicht nur dem Leben ihrer Schwester nachzuspüren, sie erfährt auch sehr viel über sich selbst und ist am Ende des Briefes Tess noch näher gekommen, als es alle Liebe, die schon immer zwischen den beiden vorhanden war, es möglich machte.
Die Briefform, die die Autorin für dieses Buch gewählt hat, hat es geschafft, die Geschichte noch lebendiger werden zu lassen und mit ihrem anrührenden und bildhaften, teilweise auch poetischen Schreibstil das Lesen zu einem Erlebnis zu machen.Man hat als Leser das Gefühl, immer mitten im Geschehen zu sein. Die Spannung in diesem Buch ist von Anfang an spürbar, obwohl man schnell weiß, dass Tess tot ist. Aber die Suche nach dem Mörder und seinem Motiv, die Beatrice nicht ruhen lässt, weil sie sich mit Aussage der Polizei, dass Tess Suizid begangen hat, nicht abfinden will, wird von Kapitel zu Kapitel größer und erreicht, dass das überraschende Ende noch mehr nachwirkt.

Rosamund Lupton hat mich mit ihrem Debüt überzeugt und ich werde ihr neues Buch "Außer sich" auf jeden Fall lesen.
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am 7. Dezember 2010
Dieser Roman ist für mich eine ganz besondere Entdeckung! Mit "Liebste Tess" ist Rosamund Lupton der große Wurf gelungen, den jeder Autor sich für den ersten Roman nur wünschen kann. Ihre Sprache ist so reich und bildhaft, jede einzelne Seite war ein sprachlicher Genuss. Und auch die Geschichte, die Lupton erzählt, ist außergewöhnlich und wartet immer wieder mit überraschenden Wendungen auf.
Liebste Tess, so beginnt der Roman und es ist gleichzeitig der Beginn eines Briefes, den Beatrice ihrer toten Schwester schreibt. Tess wurde mit aufgeschnittenen Pulsadern gefunden, die Polizei und alle Menschen, die sie kannten, denken, dass sie sich selbst das Leben genommen hat, weil sie ein paar Tage zuvor ihr Baby tot zur Welt gebracht hatte. Doch Beatrice kennt ihre Schwester besser: sie weiß, dass Tess das Leben zu sehr liebte und vor allem schätzte, um es durch eigene Hand gewaltsam zu beenden. Doch niemand will ihr glauben, die Beweislast ist zu erdrückend und je mehr Beatrice nachforscht, desto mehr fällt sie der Polizei zur Last und wird als uneinsichtiger Störenfried betrachtet. Und dass sie nicht aufgibt, wird ihr letztlich selbst zum Verhängnis...

Dadurch, dass der Roman ein einziger langer Brief an Tess ist, lernt man die beiden Schwestern besonders gut kennen. In ihrem Brief analysiert Beatrice nicht nur die Schwester, sondern auch ihr eigenes Verhalten. Sie stellt ihr Leben auf den Prüfstand und versteht dabei ihre Schwester und die Art, wie sie ihr Leben lebte, immer besser. Dieser Roman ist somit so viel mehr als nur ein einfacher Krimi, er ist ganz besonders wertvoll durch die tiefe Liebe, die diese beiden Schwestern verbindet. Eine Liebe, die durch Entfernung nicht zerstört werden konnte und die auch der Tod nicht wegwischen kann. Doch auch Krimifans kommen hier sicher nicht zu kurz, denn Luptons überraschende Wendungen halten die Spannung wirklich bis zur allerletzten Seite aufrecht und ich bin mir sicher, dass sich niemand diesem Sog widersetzen kann. Ein rundum gelungenes Debüt und eins meiner Lieblingsbücher des Jahres 2010!
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"Liebste Tess" ist ein Thriller, der unter die Haut geht. In Briefform geschrieben, beleuchtet er das Leben zweier ungleicher Schwestern, die trotz räumlicher Trennung, ständigen Kontakt miteinander pflegen. Während Beatrice in geordneten Verhältnissen lebt und schon bald ihrem Freund in New York das Ja-Wort geben wird, tingelt Tess als Kunststudentin durch London und erwartet ein Kind von einem verheirateten Mann. Doch plötzlich ist Tess tot und Beatrice Leben gerät aus den Fugen. Von Schuldgefühlen geplagt und um Antworten ringend, begibt sie sich auf die Suche nach der Wahrheit. Ein langer Weg, der nicht nur Beatrice an die Grenzen ihrer Belastbarkeit bringt, sondern auch die Menschen, die sie lieben.

Aber nicht nur die Auseinandersetzung einer jungen Frau mit dem Tod ihrer Schwester steht im Focus des Geschehens, auch die schrittweise Aufdeckung ungeheurer Machenschaften und skrupelloser Intrigen. So erlebt der Hörer eine Geschichte voller Grausamkeit und Liebe. Eine Erzählung, die erst ihr Ende findet, nachdem sie den Beweis angetreten hat, dass der Mensch in der Lage ist, sich selbst zu vernichten.

Gelesen wird das packende Erstlingswerk der Autorin Rosamund Lupton von der Film- und Theaterschauspielerin Daniela Wutte. Einer Sprecherin, die es wunderbar versteht, die Stimmungen und Gefühle der trauernden, aber auch wütenden Beatrice lebensecht zu verkörpern. Mit ihrer einfühlsamen und wandlungsfähigen Stimme lässt sie die grausamen Ereignisse Revue passieren, die zum Tode einer jungen Mutter und ihrem Kind führten.

Fazit:
"Liebste Tess" ist ein ungewöhnlich ergreifender Thriller, der als Kombination von Krimi und Drama gut funktioniert. Das Erstlingswerk einer Londoner Autorin, von der es hoffentlich bald mehr zu Hören gibt.

Hinweis:
Das Hörbuch liegt in Form von 10 Audio-CDs und einer DAISY-MP3-CD
vor.
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am 15. Juni 2012
Das war eines der schönsten Bücher, die ich bisher gelesen habe.
Bee, eine versnobte Wahl-New Yorkerin, kehrt in ihre Heimat London zurück, als ihre Schwester Tess vermisst wird. Nach kurzer Zeit wird Tess tot aufgefunden. Für die Polizei ist es ein klarer Fall von Selbstmord, aber Bee kennt ihre Schwester besser. Gegen den Willen der Polizei und ihrer Familie beginnt sie selbst den Fall zu klären.
Der Roman ist sehr schön und teilweise poetisch geschrieben. Bee schreibt, nachdem sie den Fall gelöst hat und der Mörder ihrer Schwester in Haft ist einen Brief an Tess um das Geschehene zu verarbeiten.
Dabei wechseln sich immer wieder Passagen des Briefes mit Gespräche mit einem Polizeibeamten ab, sodass man nicht einfach einen 400 Seiten langen Brief liest.
Vom ersten Moment an hat mich dieses Buch gefesselt und teilweise sehr berührt. Bee vollzieht eine wunderbare Wandlung und wird immer sympatischer.
Durch Bees Recherchen ist man permanent in der Überlegung wer der Mörder ihrer Schwester ist. Da die ganze Geschichte nur aus Bee's Sicht auf den Fall geschildert wird, kommt man sich in diesem Fall selbst ein wenig wie ein Dedektiv vor, was ich richtig spannend fand. Relativ schnell hatte ich einen Verdacht, doch durch die ständigen neuen Entdeckungen wurde ich immer wieder auf eine andere Fährte gelenkt. Deshalb blieb es bis zum Schluss interessant.
Mich hat dieses Buch stellenweise kleine Tränchen verdrücken lassen, da man emotional wirklich sehr nahe an der Hauptfigur ist und man sich auch immer mehr mit ihr identivizieren kann.
Wunderschön und sehr bewegend.
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