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Im Jahr 1528 kommen die verarmten, ehemaligen Nonnen Binea und Susanna in Wittenberg an. Durch Zufall treffen sie auf den Gesellen des Malers Lucas Cranach dem Älteren. Jan Seman vermittelt den beiden Nonnen eine Stelle im Hause Martin Luthers. Susanna wie auch Binea leben sich schnell im schwarzen Kloster ein und unterstützen Katharina von Bora tatkräftig bei der täglichen Arbeit. Währenddessen erhält Lucas Cranach der Ältere von einem Unbekannten mit einer Maske einen Auftrag. Er soll ein Aktbild malen, welches die Töchter Zeus‘ Aglaia, Thalia und Euphrosyne darstellen sollen. Das Pikante daran: Modelle sollen drei Damen der Wittenberger Gesellschaft stehen. Dem Charmeur Jan gelingt es schnell, das erste Modell dazu zu überreden, ihm nackt Modell zu stehen. Doch kaum ist die erste Grazie gemalt, wird das Modell ermordet aufgefunden. Lucas Cranach und Jan denken anfangs noch an einen Zufall, bis das nächste Modell tot aufgefunden wird. Von den Wittenberger Ratsherrn wird Lucas Cranach mit der Klärung der Morde beauftragt, gleichzeitig erfährt er, wer das dritte Modell sein soll.

Brigitte Riebe entführt ihre Leser in das Lutherische Wittenberg. Der Reformator lebt dort mit seiner Frau Katharina von Bora und seinen beiden Kindern im schwarzen Kloster. Wittenberg ist bei den Studenten beliebt und viele der jungen Leute werden bei Luther beherbergt. Entsprechend froh ist Katharina als Jan ihr die beiden ehemaligen Nonnen Susanna und Binea bringt, die den Haushalt Luthers fortan tatkräftig unterstützen. Doch Susanna wie auch Binea haben ihre Geheimnisse. Während Binea am Elbufer einen rätselhaften Fremden kennenlernt, den sie nur den Raben nennt, kämpft Susanna mit ihren Ängsten. Ein schreckliches Ereignis aus ihrer Vergangenheit ist Schuld daran, dass die junge Frau sich nur unwillig auf den Straßen Wittenbergs oder gar auf dem Markt bewegt. Am liebsten flüchtet sie sich hinter die Mauern von Luthers Zuhause.

Sei mit diesen Ereignissen die Neugier nicht schon genug angeregt, kommt auch noch der Auftrag des rätselhaften Fremden mit der Maske hinzu. Und dieser Auftrag entwickelt sich bald schon zu einem wahren Krimi. Die Identität des Mannes mit der Maske bleibt sehr lange ungewiss, die Autorin gibt einem diesbezüglich kaum Hinweise an die Hand, sodass Rätselraten lange Zeit angesagt ist. Gebannt verfolgt man nun die fiktive Entstehungsgeschichte des Gemäldes, welches Brigitte Riebe fesselnd und äußerst spannend zu erzählen versteht. Aber nicht nur der Kriminalfall steht im Fokus, auch die Liebe kommt in dem Roman bei weitem nicht zu kurz, wodurch sich der Roman vielfältig entwickelt.

Hinzu kommt, dass die Autorin perfekt recherchiert einen fast sofort in das Leben Wittenbergs des 16. Jahrhunderts eintauchen lässt. Viele historische Persönlichkeiten, allen voran Martin Luther, seine Frau Katharina wie auch Lucas Cranach der Ältere, sind Hauptbestandteil der Geschichte und so lernt man einiges über das Leben des Reformators wie auch über den Renaissance-Maler Cranach kennen wie auch über deren Familien. Anschaulich und bildhaft verfolgt man fortan deren Alltagsleben, ist aber auch ständig bei den Ermittlungen und den rätselhaften Geschehnissen rund um das Gemälde dabei.

Und auch die weiteren Charaktere sind sehr detailreich beschrieben und überzeugen jederzeit in ihren Handlungen. Im Fokus stehen zumeist Susanna und Binea. Die jungen Frauen sind unabhängig voneinander bei der Entstehung des Bildnisses involviert und gerade die Wandlung, welche die anfangs verängstigte, schüchterne Susana im Verlauf der Geschichte macht, ist absolut glaubwürdig dargestellt. Und so vielschichtig die Charaktere angelegt sind, so unvorhersehbar und überraschend entwickelt sich ebenfalls die Geschichte um das Bildnis der drei Grazien.

Fazit: Ein wunderschöner, farbenfroher Roman zu Zeiten Luthers in Wittenberg, welcher sich im Verlauf zu einem äußerst spannenden Kriminalfall entwickelt und zudem Einblicke in die Arbeit Lucas Cranach des Älteren gibt.
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am 9. Dezember 2013
Wittenberg, im Jahr 1528. Die beiden ehemaligen Nonnen Susanna und Binea kommen bettelarm in der Stadt an und werden beinahe beim Stehlen erwischt. Der Mann erweist sich jedoch als nachsichtig und bringt die beiden als Mägde bei Katharina von Bora, der Ehefrau von Martin Luther, unter. Eine ungewohnte Umgebung für die beiden, aber immerhin ein Dach über dem Kopf und Nahrung.

Zur selben Zeit wird dem Maler Cranach von einem Unbekannten ein geheimnisvoller Auftrag erteilt. Für ein fürstliches Honorar soll er ein Bild der drei Grazien, der Töchter des Zeus, erstellen. Ungewöhnlich daran ist, dass der Auftraggeber ganz genaue Vorstellungen hat, wer für die nackten Grazien Modell stehen soll und dass er seinen Namen nicht kennt. Cranach kennt ihn auch nicht, denn sein Auftraggeber hält sich immer im Dunkeln und trägt zudem eine Maske. Cranach überlässt die Ausführung zuerst seinem Gehilfen Jan, eben jenem Mann, der Susanna und Binea bei ihrer Ankunft in Wittenberg aufgegriffen hat. Jan ist bei den Frauen gut angesehen und so gelingt es ihm auch bald, das erste Modell zu überreden, obwohl es sich um eine verheiratete Frau hat, der Anstand und Sitte eigentlich streng verbieten, sich nackt einem anderen Mann zu zeigen und dann auch noch malen zu lassen. Und es zeigt sich leider auch schnell, dass ihr dies wohl zum Verhängnis wurde, sie wird tot aufgefunden. Ein Zufall oder ist ihr Ehemann dahintergekommen und hat sie aus Eifersucht erdrosselt? Jan muss sich währenddessen um das zweite Modell kümmern. Und außerdem geht ihm Susanna nicht aus dem Kopf, obwohl ihre Begegnungen bisher meist nicht sehr harmonisch verlaufen sind.

Parallel hierzu lernt Binea am Flussufer einen geheimnisvollen maskierten Mann kennen, handelt es sich bei ihm um den Auftraggeber des Grazien-Gemäldes und ist sie in Gefahr?

Ein wunderschönes Cover hat der Verlag diesem schönen Buch hier gezaubert. Aber auch der Inhalt kann sich wahrlich sehen lassen. Geschickt verknüpft die Autorin Brigitte Riebe hier historische Fakten um Luther und die Stadt Wittenberg sowie ein reales Gemälde mit einer spannenden und unterhaltsamen fiktiven Geschichte rund um die beiden Hauptfiguren Susanna und Jan. Insbesondere in der zweiten Hälfte des Buches entwickelt sich der Kriminalfall immer mehr bis hin zum spannenden Finale!

Für Liebhaber gut recherchierter, spannender, historischer Unterhaltung ein absolutes Muss!
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Der neue Roman von Brigitte Riebe verschlägt den Leser ins Jahr 1527 nach Wittenberg.
Die beiden ehemaligen Nonnen Susanna und Binea haben nach einem Brand in ihrem Kloster das Glück, bei Martin Luther und seiner Frau als Mägde unterzukommen. Die Arbeit ist hart, aber sie sind froh, endlich ein Dach über dem Kopf zu haben.

Ein anderer Handlungsstrang führt uns in die Werkstatt des berühmten Malers Cranach und seines Gesellen Jan. Der Maler bekommt von einem Unbekannten, der nur mit einer Maske auftritt, die sein Gesicht verbirgt, ein wahnsinniges Angebot. Der Maskenmann ist bereit, eine Unsumme für ein Gemälde zu zahlen. Doch die drei Frauen, die Cranach malen soll, sind Frauen der gehobenen Gesellschaft und es ist noch eine Bedingung an den Auftrag geknüpft...Die Frauen müssen nackt sein !

Es handelt sich hierbei um das wirklich existierende Gemälde `Die drei Grazien`.

In einem weiteren Handlungsstrang wird aus dem Wittenberger Hurenhaus erzählt. Hier gibt es einen Chef, den Patron, ein Mann mit Maske, der einen widerlichen Geruch verströmt. Dieser unheimliche Mann hat ein schreckliches Geheimnis, das die Hurenwirtin Griet entdeckt hat. Doch zu viel Angst vor dem Patron lässt sie darüber schweigen.

Auch Susanna hat in ihrem früheren Wohnort schon schlimme Erfahrung mit dem Mann gemacht, doch auch sie traut sich nicht, irgendjemandem davon zu erzählen. Allerdings bleibt für den Leser ein wenig im Dunkeln, was damals genau passiert ist.

Als in Wittenberg zwei der gemalten Frauen ermordet werden, gerät jedoch Cranachs Geselle Jan unter Verdacht. Und das quasi in dem Moment, als Susanna und Jan sich ineinander verlieben. Jan wird verhaftet, doch Susanne möchte Jans Unschuld beweisen und bringt sich selbst dabei in tödliche Gefahr.

Brigitte Riebe schafft es, das tägliche Leben zur damaligen Zeit hervorragend zu beschreiben und dem Leser die Protagonisten nahe zu bringen. Ich hatte zu allen Personen ein Bild im Kopf, was natürlich auch daran liegen kann, dass das Gemälde im Buch abgebildet ist. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sie schafft es, den Leser ab der ersten Seite zu fesseln.

Gute Recherche und dann die wahren Begebenheiten perfekt in eine fiktive Story mit eingebunden, machen aus `Die geheime Braut`eine packende, mitreißende Geschichte. Ein Buch, das mich wunderbar unterhalten hat und das ich nur schlecht aus der Hand legen konnte.

Eine ganz klare Kaufempfehlung für diesen ausgezeichneten, historischen Krimi-Roman.
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Die beiden ehemaligen Nonnen Susanna und Binea suchen in dem Städtchen Wittenberg eine Zuflucht, doch zunächst sieht es alles andere als rosig für die beiden aus. Ausgerechnet der Mann jedoch, der beide zunächst für dreiste Diebe gehalten hat, wird dann aber zum Retter in der Not für die beiden jungen Frauen. Jan Seman, ein Maler, der beim berühmten Lucas Cranach in Diensten steht, bringt Susanna und Binea zum Haus des Reformators Martin Luthers, dessen Eheweib Katharina von Bora händeringend neue Haushaltskräfte benötigt. Dort leben sich die jungen Frauen schnell ein, doch Susannas dunkles Geheimnis, das sie mit sich herumträgt, und was sie sogar ihre glockenhelle Stimme kostete, lässt auch in Wittenberg nicht von ihr ab…

Ein geheimnisvoller Mann mit einer Maske, gibt bei Lucas Cranach ein sehr pikantes Bildnis in Auftrag. Lucas soll ein Aktbild anfertigen, das drei Frauen der gehobenen Gesellschaft zeigt. Nachdem es Lucas Gehilfen Jan tatsächlich gelingt, die erste Frau zu überzeugen, sich als Modell zur Verfügung zu stellen, wird ausgerechnet diese Frau wenig später ermordet aufgefunden. Zunächst halten Lucas Cranach und Jan es für Zufall, dass jemand ihr Modell tötete, doch nachdem auch die zweite Frau, eine Hofdame, die Modell für das Bild stand, ermordet aufgefunden wird, fürchtet Jan, dass mit ihrem Auftraggeber etwas nicht stimmen kann. Doch was soll er tun? Mittlerweile gehört er längst selbst zum Kreis der Verdächtigen, denn er ist in Wittenberg schon längst als Frauenheld verschrien. Würde ein Mann, das, was er so liebt und begehrt, jedoch so grausam töten?

Susanna hat da so ihre Zweifel, denn auch sie ist insgeheim in Jan verliebt. Auch wenn sie seine Vielweiberei nicht gutheißt, kann sie einfach nicht glauben, dass Jan ein Mörder ist. Zudem hat sie jemanden ganz anderen in Verdacht, der Frauenmörder zu sein, der in Wittenberg sein Unwesen treibt. Ein Mann, der auch sie einst zu ermorden versuchte…

Meine Einschätzung:

In „Die geheime Braut“ lässt die Autorin gleich mehrere bekannte Persönlichkeiten der (Wittenberger) Geschichte auftreten. Als Leser wird man auf sehr unterhaltsame und auch spannende Weise in den Alltag des Reformators und seiner Frau Katharina von Bora hineinkomplimentiert. So bekommt man in diesem Roman einen etwas anderen Blick auf Luthers Familie geboten, was ich als Leser zunächst einmal sehr interessant fand. Dazu strickt Brigitte Riebe eine sehr spannende Geschichte um Lucas Cranachs Bild „Die drei Grazien“ und versäumt es auch nicht, dem Leser kleine, informative Einblicke in die Welt der Malerei zu gewähren, ohne dass sie sich jedoch zu tief in dieser Materie verstrickt.

Im Grunde steht der Kriminalplot an erster Stelle. Sowohl Lucas Cranach, als auch etwas später Martin Luther, versuchen hier Licht ins Dunkel zu bringen und obwohl man als Leser recht schnell einen Verdacht entwickeln wird, wer die jungen Frauen ermordete, bleibt sein Motiv bis fast zuletzt im Dunklen, so dass die Spannung gewahrt bleibt.
Der sehr bildhafte Schreibstil der Autorin sorgt zudem dafür, dass man nebenbei sehr viel historisches Flair vermittelt bekommt und unbeschwert abtauchen kann, in das Wittenberg des Jahres 1528.

Auch Fans romantischer Lektüre kommen hier durchaus auf ihre Kosten, denn es entwickeln sich im Laufe der Zeit zwei kleine Liebesgeschichten, die diesen ansonsten sehr spannenden historischen Schmöker auf gelungene Art und Weise abrunden.
Zwar wäre es schön gewesen, wenn, die Romancharaktere von Jan, Susanna und Bini ein wenig tiefgründiger ausgelegt worden wären (Susannas Verzweifelung und Angst vor ihrem ehemaligen Peiniger und auch Jans innere Wandlung vom Frauenhelden zum Mann, der plötzlich nur noch eine Frau liebt, fand ich nicht glaubhaft genug umgesetzt) doch abgesehen von diesem kleinen Kritikpunkt habe ich mich von „Die geheime Braut“ sehr gut unterhalten gefühlt.

Fazit: Informativer und spannender Historienroman um Martin Luther und Lucas Cranach. 4.5 von 5 Punkten. Eine Rezension von Happy End Bücher.de (NG)
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am 10. Januar 2015
Wer sich für Krimi & Kunst interessiert, wird von diesem opulenten Roman von Brigitte Riebe begeistert sein. Darin ist die Entstehungeschichte des berühmten Lucas Cranach-Gemäldes „Die drei Grazien" als megaspannender Histo-Krimi zu lesen. Und die Beziehung von Martin Luther und Katharina von Bora wird aus einer ganz neuen Perspektive erzählt. Ich war überrascht und gefesselt, hab's in einem Rutsch gelesen und sehr genossen.
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am 6. Juni 2015
Brigitte Riebe ist von Haus aus Kunsthistorikerin und erzählt diesmal die Geschichte von Lucas Cranachs dem Älteren Bild "Drei Grazien". Sehr spannend liest man die Hintergründe zu dem Bild und den historischen Krimi, den die Autorin darum herum webt. Denn die "Grazien" werden nacheinander grausam gemeuchelt.

Zwei frühere Nonnen finden in das Schwarze Kloster zu Wittenberg, eine von ihnen ist Susanna, die sich verliebt und ihrem Idol helfen möchte, die Morde aufzuklären. Nebenbei kommen historische Prominente wie Luther, Melanchton und natürlich Cranach der Ältere und weitere im Roman vor, denn sie alle lebten zu dieser Zeit in Wittenberg.

Brigitte Riebe zeichnet nicht nur Typen sondern auch Charaktere und überzeugt mit weiteren Persönlichkeiten und vielen Perspektiven sowie Szenenwechseln überaus charmant. Sie liefert einen hervorragenden Einblick in die Gesellschaft und das langsam ausgehende Mittelalter. Hinzu kommt die Spannung, die sie mit der Kriminalgeschichte aufbaut und bis zum Schluss hält.
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am 9. Januar 2015
Ich habe dieses Buch in einem Rutsch gelesen und findet, das ist eine ideale Mischung von historischem Roman und Krimi. Genau das richtige Buch zum Chranachjahr 2015 – Brigitte Riebe, wie man sie liebt und kennt: Ich habe alle ihre Bücher gelesen, und alle sehr, sehr gern!
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am 9. Dezember 2013
Wittenberg zur Zeit der Reformation. Die beiden ehemaligen Nonnen Susanna und Nina verschlägt es ausgerechnet ins Haus des großen Martin Luther als sie nach der Schließung ihres Klosters auf der Flucht sind. Doch auch dort holt Susanna ihre Vergangenheit ein, als sie feststellen muss, dass sie ihren Peiniger nicht wie vermutet getötet hat. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, als ein geheimnisvoller Auftraggeber ein Bild der 3 Grazien beim großen Maler Lucas Cranach bestellt und die Frauen, die dafür Modell stehen nach und nach getötet werden. Dieser Roman ist nicht nur spannend verpackt, man erfährt auch viel interessantes Hintergrundwissen und kann sich so in eine Zeit zurückversetzen, die doch so ganz anders ist als die Zeit, die wir heute kennen. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, diesen Roman zu lesen. Ich habe die ganze Zeit mitgefiebert und -gelitten und doch mit meiner Vermutung, wer der Mörder ist, komplett falsch gelegen.
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am 29. November 2013
Die Geheime Braut von Brigitte Riebe.

Wittenberg 1528 : Bettelarm verschlägt es die ehemalige Nonne Susanna mit ihrer Weggefährtin Binea in die Lutherstadt. Dort trifft sie den Maler Jan der sie beim Diebstahl ertappt, doch anstatt sie der Gerichtsbarkeit zu übergeben, bringt er sie im Lutherhaus als Magd unter.
Jan ist Maler in der berühmten Werkstatt von Lucas Cranach, der drei junge Frauen nackt porträtieren soll. Auftraggeber ist ein geheimnisvoller Mann, der sich hinter einer eisernen Maske verbirgt.
Es sind nicht irgendwelche x-beliebigen Frauen die gemalt werden sollen, sondern sie werden persönlich benannt. Kaum ist die Erste gemalt, wird sie auch schon tot aufgefunden, auch die zweite bleibt nicht am Leben.
Susanna und Jan haben sich längst ineinander verliebt, ohne es sich eingestehen zu wollen, und als auch Jans Leben in Gefahr ist, bietet sich Susanna als Lockvogel an.

Wird das Bild fertiggestellt werden und wird es ein Happy End für Susanna und Jan geben?

Soweit zum Inhalt des historischen Krimis, ohne zu viel über den weiteren Verlauf und das Ende zu erzählen.

Das Bild der drei Grazien, das um 1530 entstand und das im Moment im Louvre von Paris hängt (und 4 Millionen Euro gekostet hat) ist der Aufhänger des Bildes. Es ist ganz wunderbar, dass das Bild im Innenteil abgebildet wird.
Beim Lesen habe ich immer wieder dorthin geblättert und das gelesene mit dem Bild in Einklang gebracht.

Das Buch ist sehr gut recherchiert und hervorragend mit historischen Details versehen.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und geläufig, so dass im Kopf sofort zu den Personen und der Umgebung Bilder entstehen. Ich sag immer, mein Kopfkino startet.
Die Personen sind sehr gut ausgearbeitet, jede hat ihren eigenen Charakter und entwickelt und zeigt seine eigene Persönlichkeit.
Gleich zu Beginn werden sehr viele Fragen aufgestellt, die das Ganze überaus spannend machen.
Zum Ende der Mitte kommt für mich ein leichter Durchhänger, da passt für mich die schriftstellerische Dramaturgie nicht mit der Wirklichkeit zusammen.
Z.B. schwer verprügelt und mit gebrochenen Rippen hat der Held heißen Sex??

Das Ende ist dann wieder total spannend und sehr gut aufgelöst.
Auch das Nachwort mit seinen Anmerkungen hat meine volle positive Beachtung gefunden.

Ein hervorragendes Buch, das ich gerne weiterempfehle. Der Punktabzug kommt durch den Hänger in der Mitte.
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am 7. November 2013
Vorweg sei gesagt, dass ich ein absoluter Riebe Fan bin und fast alle ihre Bücher gelesen habe, nicht immer befasst sich die Autorin mit historischen Persönlichkeiten meines Interesses, so auch dieses Mal in der Person von Martin Luther.
Frau Riebe ist es trotzdem wieder gelungen mich von Anfang an mit diesem Roman zu fesseln, denn die Handlung umfasst alles, was ein gutes Buch braucht, interessante Personen, eine spannende Story und vor allem auch gute Unterhaltung mit Tiefgang.
In der ersten Buchbewertung hier wird bereits sehr auf den Inhalt des Romans eingegangen, das erspare ich mir daher, was mir besonders gut gefallen hat, ist die Art, wie die Autorin den Leser in diese Zeit versetzt, eine Zeit des Umbruchs und eine Zeit, in der die Menschen trotz aller Aufklärung noch nicht wirklich aufgeklärt waren.
Noch immer herrscht die Kirche, eben eine andere und der jeweilige Landesfürst, die obersten der Stadt und die Gelehrten, am Ende des ganzen stehen die Armen bzw. die Huren. Es hat sich durch die Reformation also noch wirklich viel geändert.
Besonders mochte ich auch die Protagonisten und vor allem dabei Katharina, Luthers Frau, man kann sich wohl kaum vorstellen wie es gewesen sein muss, von einer Nonne zu einer fähigen Ehefrau mit allen Haushaltssorgen zu werden, diese Frau hat es offensichtlich gemeistert.
Der Verlust ihrer Tochter ist für sie mehr als nur der Verlust einer Mutter, sie gerät ins Zweifeln, ob ihr Weg, der Weg von Martin Luther der richtige ist, vor Gottes Strafe hatte man damals noch wirklichen Respekt.
Frau Riebe hat es wieder einmal gemeistert , einen anspruchsvollen historischen Roman (oder Krimi) zu schreiben, der unter die Haut geht und über dessen Inhalt man noch länger nachdenken muss.
Besonders schätze ich immer am Ende des Romans die Auflistung der geschichtlichen Details, in dem Fall sind die meisten Protagonisten nachweislich belegt, was dann einem Roman eine ganz besondere Note gibt.
Vor diesem Roman wurde offensichtlich umfangreiche Recherche betrieben, daher erfüllt dieser Roman die hohen Erwartungen der langjährigen Riebe Fans ganz bestimmt.
Vielen Dank Frau Riebe!
Abschließend möchte ich noch bemerken, dass ich diesen Roman (erstmalig) auf einem (geborgten) Kindle gelesen habe, was im Urlaub sehr praktisch ist, aber mir fehlt dabei doch die Besonderheit eines Buches, noch dazu wenn es einen derart schönen Einband hat.
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