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am 3. März 2013
Es hat sich wieder einmal gelohnt: Martina André hat mich in eine ganz fremde Welt entführt. Sie hat mich mitgenommen nach Jamaika, ins Jahr 1831, in eine Welt voller Extreme: brutale Herrscher und Unterdrückte, Liebe und Hass, Wohlstand und Elend. In der Mitte des Geschehens steht die junge Helena Huvstedt, eine behütete Hamburger Kaufmannstochter. Sie kommt nach Jamaika um Edward Blake zu heiraten, der mit seinem Vater eine Plantage führt. Sie, die naive Deutsche, die sich in den nach außen so galanten und edlen Edward verliebt hatte, fällt aus allen Wolken, als sie nach und nach erfährt, wie es auf den Plantagen wirklich zugeht, wie die Sklaven der Willkür ihrer Herren ausgeliefert sind und unter welchen Umständen sie schuften und hausen müssen. Sie lernt auch Edward schon bald von einer ganz anderen Seite kennen und sie sieht für sich nur eine Lösung, die Flucht zurück nach Hamburg zu ihrem Vater. Doch sie kommt nicht weit, die "Flamme von Jamaika", eine Rebellenorganisation fängt sie auf ihrer Flucht ein und entführt sie um sie als Druckmittel zu benutzen. Einer ihrer Anführer ist Jess, der Sohn einer Sklavin. Zwischen ihm und Helena gibt es eine starke Anziehungskraft und sie verlieben sich ineinander. Doch ihre Beziehung steht unter keinem guten Stern und bis zum Ende der Geschichte gibt es noch eine Menge dramatischer Ereignisse, in der Helena eine interessante Wandlung durchmacht.
Mein Fazit:
Martina André hat wieder einmal ein sprachlich sehr gutes Buch vor einem historischen Hintergrund (der Weihnachtsaufstand der Sklaven unter Samuel Sharpe) geschrieben, dass vor einer grandiosen Kulisse spielt und mit sehr lebendigen Figuren gefüllt ist. Die Spannung wird von Anfang bis Ende gehalten und wer eine Geschichte mit viel Leidenschaft und Dramatik sucht, der wird hier fündig!
Für dieses tolle Buch gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!
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Die Kaufmannstochter Helena Huvstedt reist im Jahr 1831 nach Jamaika, um dort den Sohn des Plantagenbesitzers Lord William Blake zu heiraten. Lena hatte Edward in London kennengelernt und war sehr angetan von dem jungen Mann. Doch kaum in Jamaika angekommen muss Lena erkennen, dass sie im Begriff steht, einen skrupellosen Mann zu ehelichen. An ihrem Hochzeitstag eskaliert die Lage und Lena flieht zusammen mit ihrer Freundin und Gesellschafterin Maggie von der Plantage. Doch aus ihrer Flucht wird nichts. Durch Zufall fällt sie Rebellen in die Hände, die gerade dabei sind, einen Sklavenaufstand zu organisieren. Diese sind zu allem entschlossen und sehen in Lena die Chance, im Austausch drei zum Tode verurteilte Sklaven zu befreien. Einer der Anführer der Rebellen ist der junge, charismatische Jess. Anfangs ist Lena wie gelähmt vor Angst, doch immer mehr fühlt sie sich zu dem Mulatten hingezogen und durch Jess erfährt Lena, wie grausam sich das Leben der Sklaven auf der Karibikinsel darstellt. Aus Liebe zu Jess trifft die junge Frau einen folgenschweren Entschluss.

Ihren Lesern war Martina André bisher durch ihre fantastischen Templerromane bekannt, nun entführt die Autorin einen in das exotische Jamaika des 19. Jahrhunderts mitten hinein in einen Sklavenaufstand. Wieder einmal hervorragend recherchiert bringt Martina André einem die grausamen, menschenunwürdigen Verhältnisse näher, unter denen die Jamaikaner bei den Plantagenbesitzern zu leiden haben. Für diese sind Sklaven nur billige Arbeitskräfte, nicht mehr wert als Tiere, die man schinden kann, bis sie nicht mehr einsetzbar sind und dann einfach sich selbst überlassen werden, meist zum Sterben.

Durch die Untersagung des Überseehandels mit Sklaven seit dem Jahr 1807 wird zudem wahllos von den Plantagenbesitzern und deren Aufseher selbst für „Nachschub“ gesorgt, Vergewaltigungen sind an der Tagesordnung. Besonders brutal herrschen Lord William Blake und sein Sohn Edward auf der Redfield Plantage, die nun auch das Zuhause der jungen Lena werden soll. Die Stimmung auf der Karibikinsel brodelt, viele Sklaven sind zur Rebellion bereit und den Weihnachtsaufstand im Jahr 1831 unter der Führung von Samuel Sharpe nimmt Martina André als Grundlage für ihren Roman.

Diese brodelnde Stimmung unter der schwülen Hitze Jamaikas, gespickt zusätzlich mit einigen Einzelschicksalen, die einem sehr anschaulich das Leben der Jamaikaner näher bringen, sorgen zusammen mit der fesselnden Liebesbeziehung von Lena und Jess zu einem von Anfang bis Ende sehr spannenden Roman. Nachdem Lena auf der Karibikinsel angekommen ist, legt die Story zudem ordentlich an Tempo zu und auch wenn man sich in etwa vorstellen kann, wie die Geschichte endet, hat Martina André sehr viele interessante und vor allem unvorhersehbare Wendungen mit eingebaut. Und gerade zum Ende hin überschlagen sich regelrecht die Ereignisse und man ist absolut nicht mehr fähig, das Buch aus der Hand zu legen.

Neben ihrem bildhaften, farbenprächtigen Schreibstil, der einem sofort die Redfield-Plantage mit seinem herrschaftlichen Haus und den armseligen Sklavenunterkünften oder auch das Rebellenlager mitten im Dschungel vor Augen führt, überzeugen wieder einmal die starken Charakterzeichnungen von Martina André. Durch die Bank weg entwickeln sich alle Figuren weiter, sind bis in die kleinste Nebenrolle detailliert und facettenreich beschrieben, nehmen sofort Konturen an und überzeugen in ihren Handlungen.

Fazit: Ein farbenprächtiger, praller und spannender Historienroman, der seinen Lesern auf äußerst unterhaltsame Art und Weise den Sklavenaufstand auf Jamaika im Jahr 1831 näher bringt.
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am 5. Mai 2013
Martina André zählt zu meinen Lieblingsautorinnen, weil ihre Bücher gut recherchiert und bildhaft geschrieben sind. Deshalb ist jedes neue Werk aus ihrer Feder ein absolutes Muss für mich. Und auch mit „Flamme von Jamaika“ konnte sie mich wieder in ihren Bann ziehen und in ferne Welten entführen.

Zum Glück habe ich mich nicht vom etwas kitschig anmutenden Cover und Titel abschrecken lassen. Aber ich weiß zum Glück, dass in Büchern, auf denen Martina André steht, auch Martina André drin ist. Hier hat sich der Verlag wohl vom momentanen Trend der Love-und-Landscape-Romane beeinflussen lassen. Bei der „Flamme von Jamaika“ handelt es sich übrigens um eine Blume, nach der sich im Roman eine Rebellengruppe benannt hat.

Die deutsche Kaufmannstochter Helena Huvstedt reist 1831 nach Jamaika, um den Plantagenbesitzer Edward Blake zu heiraten. Begleitet wird sie von ihrer Gesellschafterin Maggie. Obwohl sich Edward vor der Eheschließung noch charmant und zuvorkommend gibt, muss Lena schon bald erkennen, dass er im Grunde ein brutales Scheusal ist, der seine Sklaven wie Tiere behandelt und Lena nur heiratet, um Nachkommen zu zeugen. Zudem erscheint bei der Hochzeitsfeier eine Schwarze, die einen Fluch über Lena und die Familie Blake verhängt. Als Lena in der Nacht etwas Ungeheuerliches beobachtet, beschließt sie, zusammen mit Maggie zu fliehen und nach Deutschland zurückzukehren.

Als sie auf der Flucht einer Gruppe Rebellen begegnen, nimmt einer der Männer Lena gefangen, um sie gegen drei zum Tode verurteilte Kameraden auszutauschen. Während der Gefangenschaft kommen sich die beiden näher und Lena muss erkennen, dass die Situation der Sklaven in Jamaika viel dramatischer ist, als sie bisher angenommen hat. Außerdem erfährt sie Dinge über ihren Mann und ihren Schwiegervater, die sie diese hassen lehrt. Doch um den Rebellen zu helfen, muss sie zu Edward zurückkehren.

Martina Andrés einzigartiger Schreibstil hat mich sofort nach Jamaika versetzt. Die Beschreibungen der Landschaft, der Orte und der Figuren haben in meinem Kopf einen Film entstehen lassen, der spannender und farbenprächtiger nicht sein konnte. Zu den Charakteren habe ich sofort Verbindung gehabt, konnte mich z. B. in Lena hineinversetzen und ihre Ängste und Gefühle teilen. Aber auch die Situation der Sklaven und deren Beweggründe zur Rebellion konnte ich nachvollziehen.

Bei der Beschreibung der Liebesszenen geht die Autorin sehr gefühlvoll vor, nimmt aber dennoch kein Blatt vor den Mund. Die Schilderungen der Folterungen und Misshandlungen sind nicht geschönt, aber auch nicht übermäßig blutig. Martina André hat hier ein gesundes Mittelmaß gefunden, dem Leser die Zustände realistisch darzustellen.

Eine gründliche Recherchearbeit ist dem Roman anzumerken. Im Nachwort erklärt die Autorin einiges dazu. Ein Personenverzeichnis sowie ein ausführliches Glossar sind sehr nützlich und liefern weitere Hintergrundinformationen.

Fazit:
Ich bin vollkommen begeistert von dieser spannenden und authentischen Geschichte.
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Eine junge Deutsche (adelig, also aus gutem Haus!) verliebt sich - nicht so ganz freiwillig, wie sie zunächst vielleicht sogar selber denkt - in einen gutaussehenden jamaikanischen Plantagen-Besitzer, respektive in den Erben desselben. Doch schon Lenas Schiffsreise von Hamburg nach Jamaika entpuppt sich als brutales Unterfangen. In ihrer exotischen neuen Heimat angekommen spitzt sich die Lage dramatisch zu, denn hier lernt sie die bittere Realität kennen.

Das hübsche blonde Mädchen aus Hamburg, heißt Lena Huvstedt, als Tochter aus gutem Haus ist sie (wir schreiben übrigens das Jahr 1831) schon einigen Luxus gewöhnt - und nun lernt auf die harte Tour kennen, dass Zuckerschlecken seinen Preis hat; im Speziellen, erfährt man als Leser, warum Zucker überhaupt zu so erschwinglichen Preisen gehandelt wird. In diesem Zusammenhang muss ich - das hat mit diesem Roman freilich gar nichts zu tun - feststellen, dass es auch zu unseren modernen Zeiten noch eine Art Sklaverei (Kaffee, Tee, Kakao, Haselnüsse ...) gibt, vor der wir - wie damals vielleicht Lena - auch nur zu gerne die Augen verschließen.

Jedenfalls verhält es sich so:
Der (geringe) Preis (für Zucker) ist die Sklaverei.
In diesem Roman wird dies deutlich, zudem wird eine Entwicklung zum historische belegten Aufstand geschildert wird.
Jetzt ist dies natürlich kein Doku-Histo-Roman ... das Erwähnte sind Elemente, die mir als Leserin gefallen haben, auf die ich aufmerksam gemacht wurde.

Der Roman liest sich flott weg, behandelt - ich meine das so interpretieren zu können - ein Thema, das der Autorin am Herzen liegt und insofern recht gut recherchiert wurde. Wenn man von der oberflächlichen Handlung (->Tendenzen zur Sex-Szenen gespickten Schmonzette nicht zu verleugnen) absieht, ein interessantes Historical.
Ein wenig zu sehr auf Schienen kommt das Ende daher, aber zwischendrin gibt's doch noch die eine oder andere Überraschung.
Ein wenig untypisch ist der Roman im Vergleich mit den bisherigen Büchern der Autorin schon, doch dem Lese-Spaß und der Faszination dieser aufwühlenden Geschichte über Unterdrückung und unfaire Machtausüber-Methoden tut dies keinen Abbruch. Hie und da fühle ich mich ein klitzeklein wenig an andere Romane dieses Genre erinnert, so zum Beispiel an Jamie und Claire (Highlander Saga von Diana Gabaldon). Immerhin sollte dieser Vergleicht potentiellen Leserinnen interessieren oder vielleicht locken (können :-).

Ich habe mich sehr über das handsignierte Buch von Frau Andre gefreut (nachträglich Danke!) , man mag mir also gerne Befangenheit vorwerfen, doch ich behaupte glatt:
DIE FLAMME VON JAMAIKA habe ich gerne gelesen und mir dann noch dazu das gleichnamige, ungekürzt eingelesene Hörbuch gekauft und angehört: Spannend, aufwühlend, etwas prickelnd und gut gelesen - noch dazu als ungekürzte Fassung auf 2 mp3 CDs , also in epischer Breite, ein lange anhaltendes Hör-Vergnügen.
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am 26. April 2013
Flamme von Jamaika war für mich das siebte Werk der Autorin. Und ich wusste vorher das es wieder etwas ganz besonderes sein wird.

Helena Huvstedt lernt auf ihren Debütantinnenball den Sohn eines Plantagenbesitzer aus Jamaika kennen. Das dieses Kennenlernen von den Eltern der beiden arrangiert war, war für Lena wie sie allseits nur genannt wird nicht ersichtlich. Edward sieht umwerfend aus und zeigte Manieren. Nach der Verlobungszeit reist Lena nach Jamaika und muss sehr schnell erkennen aus welchen Holz Edward wirklich geschnitzt ist. Er ist ein Zügelloser, kaltherziger und auch rabiater Mensch. Der geht fast wörtlich über Leichen um seinen Willen durchzusetzen.

Am Tag ihrer Hochzeit gab es einen folgenschweren Zwischenfall, so schwerwiegend, dass Lena mit ihrer Gesellschafterin Meggie auf eigene Faust das Land verlassen wollte, um nach Hause zu reisen und ihren Vater zu bitten diese Ehe annullieren zu lassen. Doch beide schaffen es nicht einmal bis zum Hafen zu gelangen. Aber was sich dann abspielte, dass solltet ihr wirklich selber lesen. Es lohnt sich wirklich.

Martina André ist ihrem tollen und sehr flüssig zu lesenden Schreibstil treu geblieben. Ich glaube sie kann gar nicht anders schreiben als fesselnd. Auch hier war wieder zu erkennen wie viel Mühe sich die Autorin gemacht hat exakt zu Rechergieren. Die Werke haben wirklich alle Hand und Fuß und mit einem Vielleicht gibt sich Martina André nicht zufrieden.
Die Spannung wurde immer weiter ausgebaut und gehalten. Am Ende gab es noch eine Überraschung für den Leser die sich gewaschen hatte.
Ich musste immer weiter lesen und konnte dieses Werk nicht aus der Hand legen. Die letzten 500 Seiten habe ich in einem Rutsch regelrecht inhaliert.

Der Name Martina André bürgt in meinem Augen für kurzweilige, spannende Unterhaltung. Und ich warte ungeduldig auf 2014, wenn wieder ein neues Werk auf den Markt kommt.

Ich vergebe kristallklare fünf Sterne
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am 21. April 2013
Helena Huvstedt, eine reiche Hamburger Kaufmannstochter wird in die Londoner Gesellschaft eingeführt und kann ihr Glück kaum fassen, als sich Lord Edward Blake, Sohn eines reichen jamaikanischen Plantagenbesitzers für sie interessiert und ihr sogar einen Heiratsantrag macht. Sie reist mit ihrer Gesellschafterin und Freundin Maggie per Schiff nach Jamaika um dort Edwards Frau zu werden. Doch kaum auf der traumhaften Insel angekommen, muß Lena feststellen, dass Edward in keiner Weise der Mann ist, für den sie ihn gehalten hat. Die Blakes behandeln ihre Sklaven auf mehr als unwürdige Weise und auch sonst scheint Edward sehr skrupellos zu sein, wenn es um die Durchsetzung seiner Pläne geht. Lena kommen berechtigte Zweifel an ihrer Entscheidung. Als an ihrem Hochzeitstag die Lage eskaliert, beschließt Lena gemeinsam mit Maggie zu fliehen und zu ihrem Vater zurück zu kehren. Doch ihre Flucht misslingt und Lena gerät die die Hände von aufständischen Sklaven die sich in den Bergen verstecken und dort den Aufstand gegen die weißen Sklaventreiber vorbereiten.

Bisher haben mich alle Bücher der Autorin begeistert, so dass ich auch hier wieder bedenkenlos zu gegriffen habe. Vom Cover, das eher einen reinen Liebesroman suggeriert, sollte man sich nicht abschrecken lassen, wer schon Bücher der Autorin kennt, weiß dass sie weit davon entfernt ist, schmalzige Liebesromane zu schreiben und eher dem Genre actionreiche Abenteuergeschichten" zu zuordnen ist. So beginnt auch Flamme von Jamaika" mit einem spannenden Prolog der 17 Jahre vor der eigentlichen Story stattfindet. Dann wechselt das Geschehen zunächst ins London von 1831, wenig später geht es nach Jamaika und mit dem Moment, als Lena in Jamaika ankommt, erfolgen die Ereignisse Schlag auf Schlag. Wie immer versteht es die Autorin, die Leser mit spannenden und ereignisreichen Wendungen zu fesseln und zu überraschen und man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
Rings um die fiktive Geschichte von Lena, Jess und Edward bekommt man als Leser aber auch einen guten Einblick in die Problematik der Sklaverei. Die Autorin schildert einfühlsam und bewegend, unter welch unmenschlichen Bedingungen viele Sklaven leben mußten. Während es in England schon Bestrebungen gab, die Sklaverei abzuschaffen, hält die weiße Oberschicht in Jamaika eisern an diesem Prinzip fest, aus Angst ihre Ländereien nicht mehr gewinnbringend bestellen zu können. Parallel dazu schilder Martina Andre auch gekonnt die Situation unter den Rebellen, auch hier gibt es verschiedenen Lager, die einen die die Weißen gewaltsam und brutal vertreiben wollen und die andere Partei, die auf friedlichem Wege die Abschaffung der Sklaverei erreichen möchte. Die politischen Hintergründe sind wieder gekonnt mit der fiktiven Geschichte verknüpft und es gelingt der Autorin hervorragend, die brodelnde Stimmung auf der schwül-heißen Tropeninsel einzufangen und eine authentische Stimmung zu erzeugen, in die der Leser eintauchen und mitfiebern kann.
Die Charaktere sind detailreich und liebevoll geschildert, sicher kann man hier von Anfang an klar in gut und böse einteilen, so dass es hinsichtlich der Figuren keine Überraschungen gibt. Trotzdem machen einige Figuren, allen voran Lena, aber eine Entwicklung durch, die man gut mitverfolgen kann. Als Lena in Jamaika ankommt ist sie enthusiastisch und voller überschwänglicher Gefühle gegenüber Edward, das wandelt sich schnell als sie hinter Edwards wahren Charakter kommt und auch in Bezug auf die Sklaverei ändert sich Lenas Einstellung. Sie ist zwar von Anfang an mitfühlend und entsetzt über die Zustände auf der Plantage, aber erst als sie Jess kennen lernt, kommen andere Sichtweisen für sie in Betracht und auch Jess muß erkennen, dass nicht alle Weißen schlecht sind. Hier gibt es also auch einiges Konfliktpotential zwischen den Hauptfiguren, daß den Leser mitfiebern läßt.
Das Ende ist insgesamt eine runde Sache, mir war es einen Tick zu gut" um wirklich realistisch zu sein, aber natürlich ist es ein perfektes Happy End für die Hauptfiguren!
Martina Andres Schreibstil ist wie immer bildhaft, opulent und sehr farbenprächtig und man hat das Buch viel zu schnell zu Ende gelesen. Eine Inselkarte, ein Glossar und ein Personenverzeichnis runden das Buch perfekt ab.

FaziT: Martina Andre ist es wieder einmal gelungen, mich in eine andere Welt zu versetzen und mich mit ihrer spannenden und wendungsreichen Geschichte zu fesseln. Wer die anderen Bücher der Autorin mochte, wird auch hier viel Freude haben!
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am 10. April 2013
Meine Meinung:
Bücher von Martina André les ich richtig gern. Sie schafft es wie kaum eine andere mich mit in ihre Welt zu nehmen. Egal wohin die Reise geht. Diesmal ging es nach Jamaika ins 19 Jahrhundert. Es ist die Zeit der Sklavenaufstände als die junge Helena Sophie Huvstedt (Lena) beschließt den Erben der Plantage Redfield Hall Edward Blake auf Jamaika zu heiraten. Gemeinsam mit ihrer Gesellschaftsdame Maggie macht sie sich auf die gefahrvolle Reise in eine unbekannte Zukunft. Schnell muss sie feststellen, dass nicht unbedingt das Paradies auf sie wartet. Die Welt der Plantagenbesitzer unterscheidet sich doch sehr von ihrer Kaufmannswelt aus Hamburg. Der Erzählstil von Frau André ist hier so fesselnd und mitreisend, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Sie erstellt eine knisternde Atmosphäre der ich mich nicht entziehen konnte. Beim Lesen bekommt man schnell das Gefühl direkt vor Ort zu sein. Die Landschaft und Umgebung ist genauso bildhaft beschrieben, wie die Protagonisten Ecken und Kanten haben. Erscheint einem Lena am Anfang noch etwas naiv, so wächst sie doch mit der Geschichte. Ihre Wandlung von jungen, unbedarften Mädchen zur verantwortungsbewussten jungen Frau nimmt man ihr ab.

Allerdings schildert Frau André auch mit klaren Worten von den Sklavenaufständen, genauso wie von den Misshandlungen. Ihre Darstellung war jeder Zeit nachvollziehbar und glaubwürdig und vielleicht deshalb auch so mitreisend. Mir hat es gut gefallen und ich hab sehr mit Lena gezittert, als sie entführt wurde und mit ihr geliebt als sie ihrer großen Liebe begegnete. Die Liebesgeschichte die erzählt wird kommt sehr authentisch und glaubwürdig an und es hat großen Spaß gemacht sie zu lesen. Aber genauso interessant fand ich den historischen Teil mit den Sklavenaufständen. Die Mischung hier war gut und hat gepasst.

Cover/Gestaltung:
Das Cover gefällt mir leider nicht so gut. Es will für mich nicht so recht zum Inhalt passen, jedenfalls das obere Drittel mit dem Liebespaar. Das untere Drittel mit der Plantage hingegen finde ich wieder gut und auch die hauchfeine Zeichnung auf den ersten Seiten mit der Karte gefällt mir. Am Ende gibt es ein Personenregister, ein Glossar und ein ausführliches Nachwort. Diese Details gefallen mir gut, vor allem das Nachwort war Interessant.

Mein Fazit:
„Die Flamme von Jamaika“ ist ein toller historischer Liebesroman. Der sowohl historische Fakten mit einer mitreisenden Liebesgeschichte vereint. Er hat mich sehr gut unterhalten und ist ganz klar eine Leseempfehlung an alle die gern gute historische Bücher lesen. Lasst euch von dem Cover nicht abschrecken, das Buch ist ein Lesegenuss.
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am 9. April 2013
Liebesbeziehungen zwischen Angehörigen verschiedener Kulturen gehören heute (bestenfalls!) zum Alltag. Doch im 19. Jahrhundert waren Paare unterschiedlicher Hautfarbe eher eine Seltenheit - mehr noch: sie hatten mit zahlreichen Vorurteilen zu kämpfen und waren auch vor rassistischen Übergriffen nicht sicher. Dieses "heikle" Thema steht zu Zeiten der Sklavenaufstände in Jamaika im Mittelpunkt dieser Geschichte.

Dieser Roman ist etwas Besonderes. Er vereint auf sehr angenehme Weise einen gut recherchierten historischen Roman und eine Liebesgeschichte, die sich in den historischen Rahmen sehr gut einfügen und durch den geschichtlichen Hintergrund beeinflusst werden.

Durch die wechselnden Perspektiven beim Erzählen lenkt Martina André den Blick des Lesers immer wieder auf die Sichtweise anderer Personen, so dass nach und nach eine Art Vertrautheit zu allen Hauptfiguren aufkommt.
Die Charaktere sind alle wunderbar herausgearbeitet und überzeugend dargestellt. Und wie auch im realen Leben mochte ich den Einen mehr und den Anderen weniger.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und besticht mit einer angenehmen Sprache. Der Spannungsbogen ist perfekt ausgeführt, so dass ich das Buch gar nicht zur Seite legen wollte und es in Rekordzeit gelesen habe.

Obwohl das Buch "nur" ein Taschenbuch ist, überzeugt es doch durch seine Aufmachung. Zusätzlich sind ein Glossar und ein umfangreiches Personenverzeichnis in dem Roman enthalten.

"Flamme von Jamaika" ist ein gelungener historischer Roman, der sich sehr positiv von der Masse der Romane dieses Genres abhebt und eine sehr schöne Liebesgeschichte enthält. Er unterhält den Leser über fast 700 Seiten und wenn man das Buch aus der Hand gelegt hat, kann man zu Recht behaupten, einen Roman für Herz und Verstand gelesen zu haben.

Von mir eine 100%-ige Kaufempfehlung - und ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Roman von Martina André!!!
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VINE-PRODUKTTESTERam 9. April 2013
Die Geschichte beginnt in London, während der Regency-Ära, als die deutsche Kaufmannstochter Helena Huvstedt im Almack`s auf Edward Blake trifft. Die junge, aber auch sehr naive Frau, verfällt schnell dem Charme von Edward. Bald folgt die Verlobung, nach angemessener Zeit soll Lena dann Edward in seine Heimat folgen, um dann den Bund der Ehe zu schließen. Als Sohn eines wohlhabenden Plantagenbesitzers lebt er in Jamaika.

Doch als sie endlich voller Vorfreude in Jamaika eintrifft, muss sie sehr schnell feststellen, dass ihr Glück auf tönernen Füßen steht. Immer öfter sieht sie nun das wahre Gesicht von Edward. Auch der Umgang mit seinen Sklaven erschreckt Lena zutiefst. Daher reift in ihr der Plan, recht bald vor Edward und seinen Machenschaften zu flüchten.

Martina Andrè hat mit dieser Geschichte wieder voll ins Schwarze getroffen. Großartige Protagonisten wie Lena, die zwar anfangs etwas naiv ist, sich dann aber schnell zu einer couragierten Person entwickelt, oder Edward mit seinen düsteren Geheimnissen, geben der Story die richtige Würze. Auch alle Nebenfiguren wurden sehr detailliert dargestellt. Dazu kommt noch eine sehr realitätsnahe Beschreibung, unter welchen Umständen damals die Sklaven leben mussten. Da wundert es mich nicht, dass sie schließlich gegen ihre weißen Herren rebellierten und den Aufstand probten.
Sehr berührt hat mich auch die Liebesgeschichte zwischen Lena und Jess, die sich langsam entwickelte. Dazu kommt noch ein Schuss Exotik, die die Geschichte abrunden.

All denen, die befürchten hier handelt es sich um eine reine Liebesschnulze, kann ich nur raten, traut euch, denn dieses Buch hat soviel mehr zu bieten, neben Gefühlen auch sehr viel Spannung. Eine Story zum mitfühlen und mitfiebern.
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am 21. April 2013
Helena Huvstedt, genannt Lena, geht nach Jamaika, um den Plantagenbesitzer Edward Blake zu heiraten. Erst nach der Hochzeit bemerkt sie, daß Edward ein Blender ist und sie rücksichtslos hintergangen hat. Auf der Familie lastet ein Fluch und Lena versucht zu entkommen.

Das Buch ist locker und flüssig geschrieben. Wie auch die früheren Werke, so hat mich auch dieses Buch wieder in seinen Bann gezogen. Martina André schafft es, ihren Werken Leben einzuhauchen und den Leser in eine faszinierende Welt zu entführen. Die Sklaverei wird schonungslos beschrieben. Lena, die Hauptfigur, ist mir von Anfang an ans Herz gewachsen. Ganz im Gegenteil zu ihrem Bräutigam Edward, für den ich sofort eine gewaltige Abneigung hatte. Aus der schüchternen jungen Frau wurde eine Kämpferin. Und gemeinsam mit dem Rebellenführer Jess versucht sie, die Welt auf Jamaika zu ändern. Leider gelingt ihnen das nicht, vor allem nicht ohne Gegenwehr. Allen Widrigkeiten zum Trotz ist ihre Liebe unbesiegbar. Doch reicht das aus, um ihr Leben zu retten?

Das Ende hat mir gefallen. Spannung bis zum Schluß! Liebe überwindet Grenzen. Und wo Martina André drauf steht, da ist ein wundervolles Leseerlebnis drin!
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