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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebesgeschichte ohne Kitsch
Anfang des 19. Jahrhunderts. Pauline Schmitz, ohne Familie und Anstellung versucht in Köln ihren Weg zu finden. Nachdem sie eine Anstellung als Magd gefunden hat, wird kurze Zeit später der Textilfabrikant Reuther auf sie aufmerksam und stellt sie bei sich als Gouvernannte ein. Nicht ohne Hintergedanken. Schon bald verlieben sie sich ineinander. Die Geschichte...
Vor 23 Monaten von Sophie veröffentlicht

versus
9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein guter Familienroman
Petra Schier steht für mich für gute historische Romane und so war ich von Anfang an gespannt auf diesen Roman. Das Cover ist sehr dezent und sehr stimmt gehalten, vermittelt aber nicht den Eindruck, das man einen historischen Roman vor sich hat. Es könnte auch ein Familienroman sein.
Die Geschichte ist, wie immer bei Petra Schier, sehr gut...
Veröffentlicht am 2. September 2012 von Katja


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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebesgeschichte ohne Kitsch, 1. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Haus in der Löwengasse (Taschenbuch)
Anfang des 19. Jahrhunderts. Pauline Schmitz, ohne Familie und Anstellung versucht in Köln ihren Weg zu finden. Nachdem sie eine Anstellung als Magd gefunden hat, wird kurze Zeit später der Textilfabrikant Reuther auf sie aufmerksam und stellt sie bei sich als Gouvernannte ein. Nicht ohne Hintergedanken. Schon bald verlieben sie sich ineinander. Die Geschichte wäre schnell erzählt, würde seiner Firma nicht der Ruin drohen und nur eine Heirat mit der reichen Frieda Oppenheim sie retten.
Schon nach den ersten Seiten erfährt man, was Pauline für schreckliche Dinge durchmachen musste. Mit immer wiederkehrenden Rückblicken versteht man ihre Situation noch besser und erhält dadurch eine bildliche Vorstellung. Genauso anschaulich wurden die Schauplätze beschrieben und man fühlt sich sofort in die Zeit versetzt in der der Roman spielt.
Auch Julius hatte kein leichtes Leben und wurde dadurch zu einem schwierigen Charakter. Seine Wandlung durch Pauline wurde authentisch rübergebracht. Genauso wie jeder Protagonist seinem Charakter gemäß handelte.
Auch wenn es sich um eine Liebesgeschichte handelt sucht man den Kitsch vergeblich. Man muss eher zwischen den Zeilen lesen, was perfekt zu Julius Charakter passt. Nichtsdestotrotz kommt die LIebe nicht zu kurz. Es wurde einfach ein perfekter Weg gefunden die Liebe der beiden zu beschreiben.
Auch die Spannung kommt in "Das Haus der Löwengasse" nicht zu kurz.
Auch die Einblicke in das Leben einer Magd und Gouvernannte empfand ichals sehr interessant. Wobei auch ncihts beschönigt wurde. Allgemein kamen die gesellschaftlichen Gepflogenheiten nicht zu kurz.
Petra Schier hat es geschafft mich von der ersten Seite an zu fesseln. Etwas fürs Herz, ohne Kitsch, dafür aber mit vielen Einblicken in die Gesellschaft Anfang des 19.Jahrhunderts.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schöner Liebesroman ohne jeglichen Kitsch, 28. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Haus in der Löwengasse (Taschenbuch)
Pauline Schmitz arbeitet als Gouvernante in einem Bonner Haushalt. Als der Hausherr zudringlich wird und Pauline das nicht dulden will, steht sie von jetzt auf gleich auf der Straße. Ohne Referenzen eine neue Stellung zu finden ist fast unmöglich. Mehr durch Zufall wird sie in einem Kölner Haushalt als Magd angestellt, eine schwere Arbeit, die Pauline nur mit äußerster Anstrengung erfüllen kann. Der Fabrikant Julius Reuther, ein Witwer mit zwei minderjährigen Kindern, der mit der Familie, bei der Pauline arbeitet, gesellschaftlich verkehrt, erkennt, dass in ihr viel mehr steckt und engagiert sie als Gouvernante für seinen Haushalt. Pauline fügt sich sehr gut dort ein und es entstehen romantische Gefühle zwischen ihr und Julius. Da Julius allerdings berufliche Probleme und Geldsorgen hat, wäre für ihn eine Verbindung mit einer hohen Mitgift vernünftiger.

Petra Schier, die sonst vor allem für ihre Romane aus dem Mittelalter bekannt ist, hat sich hier ins 19. Jahrhundert gewagt – und dieses Experiment ist wunderbar gelungen. Mit ihrer schönen, sehr bildhaften Sprache hat sie einen Liebesroman geschrieben, der in keinem Moment kitschig ist sondern sogar sehr spannend. Gleichzeitig und gut recherchiert zeigt sie auf, wie die Gesellschaft zu jener Zeit funktioniert hat und welchen Mutes es bedurfte, gesellschaftlichen Konventionen zu widerstehen.

Nicht nur die Örtlichkeiten, wie z. B. das Köln des 19. Jahrhunderts, auch die Charaktere werden, bis in die kleinste Nebenrolle, dermaßen plastisch beschrieben, dass man sie vor dem inneren Auge lebendig werden sieht, dazu trägt sicher auch bei, dass die Autorin sehr detailreich erzählt und auch die Gedanken und Emotionen immer nachvollziehbar formuliert.

Wunderschön fand ich auch, dass die Familie Burka auch im 19. Jahrhundert noch ihre Apotheke am Alter Markt hat – eine herrliche Anspielung auf Petra Schiers Adelina-Romane.

Diesen Roman kann ich uneingeschränkt empfehlen und hoffe auf weitere Romane aus Petra Schiers Feder, die im 19. Jahrhundert angesiedelt sind.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gouvernante im 19. Jahrhundert, 12. September 2012
Von 
Carmen Vicari "dg9tm" (Dossenheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Haus in der Löwengasse (Taschenbuch)
Die Vollwaise Pauline Schmitz findet bei ihrem Onkel Unterschlupf. Von ihm erhält sie eine um fassende Ausbildung, aber leider kein Erbe. Kurz nach dem Tod ihres Onkels muss sie sich daher auf Stellensuche begeben und landet in Bonn bei einer Familie als Gouvernante. Doch der Hausherr hat ganz andere Dinge mit ihr im Sinn und nach nicht mal drei Monaten steht Pauline ohne Arbeitszeugnis wieder auf der Straße. Ihr Weg führt sie nach Köln, vor die Tür der Familie Stein. Wie es der Zufall so will, sucht Familie Stein eine Magd. Pauline willigt überrascht ein, auch wenn ihre Kenntnisse als Magd eher dürftig sind.

Im Laden des Herrn Stein stolpert Pauline über den Witwer Julius. Für beide ist es ein prickelnder Moment, der schnell vergeht. Auf einer Feier der Familie Stein trifft sie ihn jedoch wieder und schon bald holt Julius sie als Gouvernante für seine beiden Kinder in sein Haus in der Löwengasse. Ehe sich Julius versieht, krempelt Pauline alles in seinem Leben um ...

Der neuste Roman der Autorin Petra Schier ist im 19. Jahrhundert angesiedelt und sticht daher aus der Reihe ihrer Werke heraus. Bisher immer im Mittelalter vertreten, wagte sich die Autorin auf ein ganz neues Gebiet und meistert diese Herausforderung mit Bravour. Das Buch beginnt mit dem Rauswurf von Pauline bei ihrer ersten Stellung als Gouvernante. Nach und nach erfährt der Leser, was alles davor in Paulines Leben vorgefallen war und was zu dem Rauswurf geführt hat. Sehr schnell ist der Leser gefesselt und lässt sich mitnehmen in das Leben von Pauline, ihr Leid und ihre Verzweiflung sind fühlbar und nachvollziehbar.
Dank ihrer Erziehung versucht Pauline immer vernünftig und überlegt zu handeln und steht sich dabei nicht nur einmal selbst im Weg.

Neben der eigentlichen Geschichte, erfährt der Leser auch viel über das Leben zu jener Zeit und den Umgang mit Mägden und Gouvernanten.
Viel zu schnell sind die rund 350 Seiten ausgelesen und man hofft, dass es eine Fortsetzung von Pauline und Julius geben wird.

Fazit:
Ein wundervolles Buch, das ich vor allem Lesern von Jane Austen und Emily Brontë ans Herz legen möchte.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannende und gefühlvolle Einblicke ins Leben einer Gouvernante, 26. August 2012
Von 
Hanna91 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Haus in der Löwengasse (Taschenbuch)
Nach dem frühen Tod ihrer Eltern wächst Pauline im Haushalt ihres Onkels auf, der ihr als Arzt eine umfassende Bildung zukommen lässt. Als dieser überraschend verstirbt und ein Cousain sein Vermögen erbt, ist Pauline auf sich gestellt. In Bonn findet sie eine Anstellung als Gouvernante, wird jedoch gegen ihren Willen zur Geliebten des Hausherrn und verliert nach der Entdeckung durch seine Frau ihre Anstellung. Ohne Arbeitszeugnis und der Stadt verwiesen findet sie in Köln zunächst nur eine Anstellung als Magd. Bald jedoch wird der Textilfabrikant Julius Reuther auf sie aufmerksam. Er stellt sie erneut als Gouvernante für seine Kinder ein, jedoch nicht ganz ohne Hintergedanken…

Das Cover ist recht schlicht gehalten und passt sehr gut zur Geschichte. Entsprechend dem Titel zeigt es den Eingang zu einem Haus, das durch die Ausstattung mit einem Eingangstor und der auf einer Säule stehenden Figur ein Haus der Oberschicht des 19. Jahrhunderts gut repräsentiert. Vom Haus selbst sieht man nicht viel, durch den Bildrand abgeschnitten und vom Tor verborgen macht es einen geheimnisvollen Eindruck. Was Pauline hier wohl erleben wird?

Der Einstieg in die Geschichte hat mir gut gefallen. Für den Leser beginnt die Handlung mit Paulines Eintreffen in Köln, was davor geschah erfährt er recht schnell in Form kurzer Rückblenden. Man befindet sich daher von Anfang an mitten in der Geschichte, welche dementsprechend schnell an Tempo gewinnt und Pauline als Magd in den Haushalt Marius Steins, eines Kolonialwarenhändlers, führt. Nach nur zehn Seiten beginnt Paulines erster Tag als Magd und die Erzählung geht richtig los.

Als Magd unter der Aufsicht Ariane Steins tut sich Pauline zu Beginn schwer. Schnell erfährt der Leser, dass es zwischen der Anstellung einer Gouvernante und einer Magd sehr große Unterschiede gibt, nicht nur was die Aufgaben, sondern auch was die Behandlung angeht. So muss sie in einem Hängeboden über dem Hausflur schlafen, hat nur jeden zweiten Sonntag einen Nachmittag frei und muss in der restlichen Zeit sämtliche anfallenden Arbeiten erledigen. Während der Leser viele interessante Einblicke in das Leben einer Magd im 19. Jahrhundert erhält, mausert sich Pauline bald zur vorbildlichen Angestellten, da ihre Angst vor einem erneuten Verlust ihrer Anstellung groß ist. Wohl fühlt sie sich bei den Steins jedoch nicht, und ihre Bildung bleibt weitestgehend ungenutzt.

Durch einen Zufall lernt sie schließlich den verwitweten Julius Reuther kennen, der ihr Talent erkennt und sie erneut als Gouvernante anstellt. In seinem Haushalt kann Pauline endlich von ihrer Bildung profitieren. Wem Pauline bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht ans Herz gewachsen ist, den wird sie spätestens mit ihren Versuchen, Ordnung ins Hause Reuther zu bringen, ein Schmunzeln entlocken. Ihre Erziehungsanstrengungen gegenüber Ricarda und Peter, den Kindern des Hauses, sind interessant zu verfolgen. Auch Julius Reuther, der sich zunächst unnahbar gibt, zeigt bald, dass sich unter seiner harten Schale ein weicher Kern verbirgt, sodass Paulines Sympathie ihm gegenüber ebenso allmählich wächst wie die der Leser. Gefühlvoll beschreibt Petra Schier die vorsichtige Annäherung beider, die jedoch keine Zukunft zu haben scheint. Oder etwa doch?

„Das Haus in der Löwengasse“ konnte mich voll überzeugen. Spannend und gefühlvoll beschreibt Petra Schier die Ereignisse in der Löwengasse, die sich im Verlaufe des Buches zuspitzten und mich schließlich um Paulines und Julius‘ Schicksal haben bangen lassen. Durch humorvolle Szenen und Einblicke in das Leben der Oberschicht im 19. Jahrhundert wird die Handlung abgerundet. Ich gebe daher eine klare Kaufempfehlung!
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein guter Familienroman, 2. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Haus in der Löwengasse (Taschenbuch)
Petra Schier steht für mich für gute historische Romane und so war ich von Anfang an gespannt auf diesen Roman. Das Cover ist sehr dezent und sehr stimmt gehalten, vermittelt aber nicht den Eindruck, das man einen historischen Roman vor sich hat. Es könnte auch ein Familienroman sein.
Die Geschichte ist, wie immer bei Petra Schier, sehr gut geschrieben. Locker-leicht, so dass sich die Seiten einfach nur so weglesen lassen. Die Charaktere sind gut gezeichnet, stimmig in sich und die Handlungen – egal von wessen Seite her – sehr gut nachvollziehbar.
Besonders gut gefallen haben mir die Kinder – sie waren so „echt“ das man sich in ihre Lage gut hineinversetzen konnte. Erst die Mutter verloren, dann wird ihnen eine Gouvernante „vorgesetzt“ und man soll ihr vertrauen. Es geht dann doch recht schnell – fast ein bisschen zu schnell – aber das nimmt man nicht übel. Pauline ist eine sehr starke Persönlichkeit, die für das kämpft was sie liebt. Julius war der gebeutelte, allerdings doch gestandene Mann, der eine herbe Enttäuschung hinter sich hat und erst wieder lernen muss, zu lieben.
Die Geschichte ist diesmal sehr vorhersehbar. Es war von Anfang an klar dass sich die beiden bekommen. Aber das wie ist gut beschrieben und lässt sich herrlich lesen.
Für mich war es dann doch eher eine Familiengeschichte und kein historischer Roman. Man bekommt zwar auch einige Einblicke in die damalige Zeit – aber hier hätte ich mir etwas mehr gewünscht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überzeugend, 4. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Haus in der Löwengasse (Taschenbuch)
Die Geschichte:
Pauline Schmitz ist Waise und bei ihrem Onkel aufgewachsen. Dieser lässt ihr eine außerordentlich gute Erziehung und Bildung zukommen. Als er überraschend stirbt ist Pauline von jetzt auf gleich auf sich alleine gestellt. Doch sie findet schnell eine gute Anstellung als Gouvernante in Bonn. Doch der Hausherr nimmt sie gegen ihren Willen als ihre Geliebte. Als die Beiden von der Ehefrau entdeckt werden, sitzt Pauline erneut mittellos auf der Straße.
Ihr Weg führt sie weiter nach Köln, wo sie zuerst als Magd angestellt wird. Eines Tages wird der Textilfabrikant Julius Reuther auf sie aufmerksam und bietet ihr eine Stellung als Gouvernante für seine Kinder. Doch scheint mehr dahinter zu stecken, als nur eine Anstellung. So nimmt Paulines Schicksal ihren Lauf.

Die Geschichte beginnt mit Paulines Eintreffen in Köln und man erfährt nach und nach von ihrer schweren Vergangenheit. Der Einstieg ist gut gewählt und man findet sich als Leser direkt im 19. Jahrhundert wieder. Detailgetreue und authentische Beschreibungen machen das Buch zu einem wahren Lesegenuss.
Die Handlung ist ergreifend und hat mich immer mal wieder überrascht. Ich konnte gar nicht anders, als permanent mit Pauline mitzufiebern und zu hoffen, dass für sie alles gut wird.
Es wird sehr gut beschrieben, wie schwer es Frauen in der Zeit doch hatten, da sie quasi keinerlei Rechte hatten. Dabei wirken die Geschehnisse zu keiner Zeit überzogen und unglaubhaft. Die Entwicklung von Pauline von der Gouvernante zur einfachen Magd und durch großes Glück wieder zur Gouvernante, halte ich für durchaus vorstellbar.
Dazu wird sehr glaubhaft ihre jeweilige Arbeit geschildert und man bekommt als Leser ein sehr gutes Gefühl für das 19. Jahrhundert.
Die Liebesgeschichte, die in die Gesamthandlung perfekt eingegliedert ist, ist weder kitschig, noch übertrieben beschrieben. Die zarten Annährungsversuche von Pauline und Julius haben auf mich einen ganz besonderen Reiz ausgeübt und ich war beim Lesen sehr gefesselt, da alles sehr einfühlsam beschrieben ist.

Die Protagonisten:
Pauline ist eine wahnsinnig interessante Protagonistin. Sie ist für ihre Zeit schon überdurchschnittlich gebildet, scheut aber auch nicht vor schwerer Arbeit zurück, um über die Runden zu kommen. Das halte ich für sehr bewundernswert. Dazu weiß sie, wann sie lieber den Mund halten soll und wann sie jemandem die Meinung sagen kann. Ich musste des Öfteren schmunzeln, wenn sie Julius ins Gesicht sagt, was sie stört. Sie kümmert sich so liebevoll um seine Kinder und ist eine starke, intelligente und sympathische Frau.
Julius ist zuerst etwas undurchsichtig und gibt sich unnahbar und grimmig, entwickelt sich aber durch Pauline sehr und findet sogar wieder einen Draht zu seinen Kindern. Die Entwicklung zu verfolgen, hat mir viel Lesespaß bereitet.
Alle Protagonisten, allen voran Julius Kinder sind wunderbar und authentisch ausgearbeitet. Alle Handlungen halte ich für die damalige Zeit angebracht und die Protagonisten hinterlassen Eindruck bei dem Leser.
Der Schreibstil:
Der Schreibstil ist einfach gehalten, locker zu lesen und dabei einfühlsam und auch spannend. Dazu wird alles sehr detailliert, aber nicht übertrieben viel beschrieben.
Die Geschichte ist meistens aus der Sicht von Pauline beschrieben, aber es gibt auch Passagen aus der Sicht von Julius (personaler Erzähler). Das hat mir sehr gut gefallen, da ich so beide Protagonisten sehr gut verstehen und noch besser mit ihnen mitfühlen konnte.

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover ist recht einfach gehalten, passt aber zu einem historischen Roman und der ganzen Geschichte. Ich finde es sehr ansprechend.Der Titel passt auch sehr gut, da Julius Haus sich in der Löwengasse befindet und die Geschehnisse dort einen Großteil der Handlung einnehmen.

Fazit:
Ich habe zuvor schon lange keinen historischen Roman mehr gelesen, aber dieses Buch hat mich so überzeugt, dass es definitiv nicht mein Letztes war und auch zu Büchern von Petra Schier werde ich bestimmt noch öfters greifen.
Wer historische Bücher oder Bücher von Petra Schier mag, wird um dieses Buch lieben.

Kanya aus dem Team von Wir Lesen
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Historischer Liebesroman mit sehr viel Spannung, 26. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Haus in der Löwengasse (Taschenbuch)
Die Autorin Petra Schier hat sich mit ihrem neuen Roman auf ein neues Terrain begeben: ein Frauenschicksal im 19.Jahrhundert.
Zum Inhalt:
Pauline Schmitz lebt bei ihrem Onkel, sie ist Waise. Bei ihm genießt sie eine ausserordentlich gute Erziehung, sie lernt alles, was für eine gute Haushaltsführung erforderlich ist, ausserdem Musik und Fremdsprachen.
Als der Onkelt stirbt, ist sie ganz allein auf sich gestellt, ohne Geld oder irgendwelche anderen Werte.
Sie findet aber eine Anstellung als Gouvernante in Bonn. Doch da Pauline eine gut aussehende junge Frau ist, stellt ihr der Hausherr nach. Als sie sich zur Wehr setzt und die Ehefrau sie in einer verfänglichen Situation antrifft, steht sie wieder auf der Straße , nur mit dem Nötigsten im Koffer und völlig mittellos.
Doch plötzlich ist das Glück auf ihrer Seite. Sie trifft in einem Kölner Laden den Textilfabrikanten Julius Reuther und stößt in ihrer Tollpatschigkeit plötzlich mit ihm zusammen. Doch Reuther findet Gefallen an ihr und bietet ihr eine Stelle als Gouvernante in seinem Haushalt an und bittet sie auch um die Erziehung seiner beiden Kinder, da seine Frau verstorben ist. Ausserdem verspricht er ihr, als er ihre frühere Geschichte erfährt, sie niemals zu belästigen.
Pauline vertraut ihm, nimmt die Stellung an und bewältigt alle Aufgaben mit Bravour.
Die Kinder lieben sie nach anfänglichen Schwierigkeiten sehr und es kommt wie es kommen mußte: Pauline und Julius verlieben sich ineinander.
Doch Julius muß, um sein Unternehmen zu retten, eine Frau mit Geld heiraten. Und ausgerechnet diese Frau ist inzwischen die beste Freundin von Pauline geworden.
Wie es nun weitergeht und wie Pauline sich entscheidet, muß nun jeder selber lesen.

Ich habe schon mehrere Bücher der Autorin gelesen, die mir alle sehr gut gefallen haben, aber dieser Roman hat mich total begeistert. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, da ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Die Geschichte ist mit so viel Herz und Spannung geschrieben, wie ich es selten bei einem historischen Roman erlebt habe. Man merkt, daß es der Autorin sehr viel Spaß gemacht hat, diesen Roman zu schreiben.Es gibt keine langatmigen Kapitel. Die Charaktere aller Personen sind hervorragend beschrieben und man fühlt sich besonders in Pauline, die ja die Hauptprotagonistin ist, hineinversetzt. Auch auf ein paar Sex-Szenen muß der Leser nicht verzichten, aber auch die hat die Autorin fein und verhalten erzählt.
Ich kann eine unbedingte Leseempfehlung geben.Das Haus in der Löwengasse
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Liebe im 19. Jahrhundert, 5. September 2012
Von 
Kleeblatt "Monika" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Haus in der Löwengasse (Taschenbuch)
All ihre gute Erziehung nützt Pauline nichts, als eines Tages ihr Onkel stirbt, bei dem sie seit dem Tod ihrer Eltern aufwuchs. Sie steht von einem auf den anderen Tag mittellos da und ist gezwungen, ihr Leben als Gouvernante zu fristen. Sie bekommt eine Anstellung in Bonn, muss diese aber nach Schimpf und Schande fluchtartig verlassen, da der Hausherr sich ihr unsittlich näherte und seine Frau Wind davon bekam.
Mit nur einem Koffer ausgestattet landet sie in Köln und durch Zufall bekommt sie eine Stelle als Magd bei der Familie Stein, bei der sie für einen Hungerlohn arbeiten muss. Sie ist eifrig bestrebt, alles zu tun, um nur ja nicht wieder auf der Straße zu landen.
Als Julius Reuther, ein Textilfabrikant und Witwer mit 2 Kindern, auf sie aufmerksam wird, bittet er sie, als Gouvernante für seine beiden Kinder zu arbeiten und gleichzeitig in seinem Haus die Aufgaben einer Hausherrin zu übernehmen. Nur zu gern übernimmt Pauline die Arbeit, auch wenn sie anfangs skeptisch gegenüber Julius ist. Er hatte Erkundigungen über Paulines Vorleben eingezogen und weiß, dass ihr voriger Arbeitgeber ihr gegenüber aufdringlich wurde. Er garantiert ihr in seinem Haus Sicherheit.
Er verliebt sich in Pauline, braucht aber zur Rettung seiner Firma eine finanzkräftige Frau. Hat diese Liebe eine Chance und wie reagiert Pauline auf die Liebeserklärung? ...

Petra Schier entführt den Leser mit diesem Roman ins deutsche 19. Jahrhundert. Es ist eine Zeit, in der Frauen als Ware betrachtet werden. Sind sie von niederem Stand, werden sie ausgenutzt und unterbezahlt, müssen ihren Herrschaften zu Diensten sein, was immer diese mögen. Weigern sie sich, sind sie selbst schuld, wenn sie mit Schimpf und Schande davon gejagt werden.
Begüterte Frauen werden von ihren Väter nutzbringend und reich verheiratet, denn schließlich wäscht ja eine Hand die andere. Keine angenehme Zeit für Frauen und schon gar keine, wenn sie allein und ohne Beistand sind, so wie Pauline.

Pauline ist eine sympathische junge Frau, die Dank ihres Onkels eine sehr gute Bildung erreichen konnte. Nach seinem Tod ist sie gezwungen, eine Stellung als Gouvernante anzunehmen. Als sie diese Stellung aufgeben muss, ist sie sich nicht zu fein und nimmt eine Stellung an, die fast niedriger nicht geht - als Magd.
Petra Schier ist es gelungen, den Leser mit in diese Zeit hineinzunehmen. Durch Pauline erfahren wir viel von den Lebensumständen, in der die Bediensteten lebten. Von früh bis spät werden ihnen Aufgaben aufgetragen, ohne groß die Möglichkeit zu haben, zwischendurch zu verschnaufen. Kein angenehmes Leben und schon gar keins, das gut bezahlt wird.

Als Pauline die Möglichkeit erhält, wieder als Gouvernante zu arbeiten, ergreift sie sofort die Gelegenheit.
Nun lernen wir eine Pauline kennen, die nicht mehr unterwürfig vor ihren Herrschaften kratzbuckelt, sondern die sich selbstbewusst behauptet. Sie hat es auch dort nicht leicht, hat sie doch anfänglich die beiden Kinder Ricarda und Peter gegen sich, die versuchen, ihr das Leben schwer zu machen. Jedoch mit fester Hand gelingt es ihr, nicht nur die Kinder für sich einzunehmen, dank ihrer Tatkraft wird auch die Ordnung im Haus spürbar verbessert.

Sehr einfühlsam erzählt die Autorin auch die Liebesgeschichte von Julius und Pauline. Beide haben mit alten Dämonen zu kämpfen und beide machen es sich nicht leicht. Im 19. Jahrhundert ist es auch nicht gerade üblich, aus Liebe zu heiraten. Da Julius' Firma gerade den Bach runtergeht, sieht er sich gezwungen, eine Heirat aus finanziellen Gründen in Betracht zu ziehen. Pauline rät ihm ebenfalls dazu.
Als Leser fühlt man mit den beiden mit. Das Für und Wider einer Vernunftehe wird genauso glaubhaft und nachvollziehbar dargelegt, wie ihre Liebe und ihre Gewissensbisse. Sie wissen nicht aus noch ein, bis Pauline eine Entscheidung fällt.

Von der ersten Seite an taucht der Leser in die Geschichte hinein und nimmt Anteil am Leben von Pauline. Man fühlt sich ihr nah und leidet mit ihr mit. Als Leser begleitet man sie durch alle Widrigkeiten, zum Teil auch durch Rückblicke. Hat man diese Geschichte begonnen, gibt es kein Halten mehr, man wird förmlich in sie hineingezogen, sie lässt einen nicht mehr los. Man möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Zumindest ging es mir so. Ich wurde regelrecht getrieben, wollte wissen, wie es weiter geht.

Der Erzählstil von Petra Schier ist wie gehabt leicht und flüssig und lässt sich sehr gut lesen.
Wer die Bücher von der Autorin kennt, dem brauche ich dieses Buch eigentlich nicht zu empfehlen, der sieht das eh als Pflichtlektüre an. Wer sie nicht kennt, für den ist es ein tolles Buch, um sie kennenzulernen.
Ich weiß nun, Petra Schier kann nicht nur historische Bücher und Krimis schreiben, sie kann auch Liebesgeschichten.

Ein Buch, das für sich selbst spricht, ohne Wenn und Aber.
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4.0 von 5 Sternen Buch so na ja, 16. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Haus in der Löwengasse (Taschenbuch)
Ich war von Petra Schier andere Bücher gewöhnt. Dieses hat mich nicht so begeistert.
Vielleicht beim nächsten Buch wieder Fünf-Sterne. -
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5.0 von 5 Sternen Das Haus in der Löwengasse, 11. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Haus in der Löwengasse (Taschenbuch)
Ein sehr interessanter Roman, hat mir sehr gut gefallen. Von der Autorin kaufe ich mir sicher noch weitere Romane.
Empfehlenswert.
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Das Haus in der Löwengasse: historischer Roman aus dem Rheinland
Das Haus in der Löwengasse: historischer Roman aus dem Rheinland von Petra Schier (MP3 CD - 20. September 2012)
EUR 19,95
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