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am 1. Oktober 2012
Anfang des 19. Jahrhunderts. Pauline Schmitz, ohne Familie und Anstellung versucht in Köln ihren Weg zu finden. Nachdem sie eine Anstellung als Magd gefunden hat, wird kurze Zeit später der Textilfabrikant Reuther auf sie aufmerksam und stellt sie bei sich als Gouvernannte ein. Nicht ohne Hintergedanken. Schon bald verlieben sie sich ineinander. Die Geschichte wäre schnell erzählt, würde seiner Firma nicht der Ruin drohen und nur eine Heirat mit der reichen Frieda Oppenheim sie retten.
Schon nach den ersten Seiten erfährt man, was Pauline für schreckliche Dinge durchmachen musste. Mit immer wiederkehrenden Rückblicken versteht man ihre Situation noch besser und erhält dadurch eine bildliche Vorstellung. Genauso anschaulich wurden die Schauplätze beschrieben und man fühlt sich sofort in die Zeit versetzt in der der Roman spielt.
Auch Julius hatte kein leichtes Leben und wurde dadurch zu einem schwierigen Charakter. Seine Wandlung durch Pauline wurde authentisch rübergebracht. Genauso wie jeder Protagonist seinem Charakter gemäß handelte.
Auch wenn es sich um eine Liebesgeschichte handelt sucht man den Kitsch vergeblich. Man muss eher zwischen den Zeilen lesen, was perfekt zu Julius Charakter passt. Nichtsdestotrotz kommt die LIebe nicht zu kurz. Es wurde einfach ein perfekter Weg gefunden die Liebe der beiden zu beschreiben.
Auch die Spannung kommt in "Das Haus der Löwengasse" nicht zu kurz.
Auch die Einblicke in das Leben einer Magd und Gouvernannte empfand ichals sehr interessant. Wobei auch ncihts beschönigt wurde. Allgemein kamen die gesellschaftlichen Gepflogenheiten nicht zu kurz.
Petra Schier hat es geschafft mich von der ersten Seite an zu fesseln. Etwas fürs Herz, ohne Kitsch, dafür aber mit vielen Einblicken in die Gesellschaft Anfang des 19.Jahrhunderts.
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TOP 1000 REZENSENTam 26. August 2012
Nach dem frühen Tod ihrer Eltern wächst Pauline im Haushalt ihres Onkels auf, der ihr als Arzt eine umfassende Bildung zukommen lässt. Als dieser überraschend verstirbt und ein Cousain sein Vermögen erbt, ist Pauline auf sich gestellt. In Bonn findet sie eine Anstellung als Gouvernante, wird jedoch gegen ihren Willen zur Geliebten des Hausherrn und verliert nach der Entdeckung durch seine Frau ihre Anstellung. Ohne Arbeitszeugnis und der Stadt verwiesen findet sie in Köln zunächst nur eine Anstellung als Magd. Bald jedoch wird der Textilfabrikant Julius Reuther auf sie aufmerksam. Er stellt sie erneut als Gouvernante für seine Kinder ein, jedoch nicht ganz ohne Hintergedanken…

Das Cover ist recht schlicht gehalten und passt sehr gut zur Geschichte. Entsprechend dem Titel zeigt es den Eingang zu einem Haus, das durch die Ausstattung mit einem Eingangstor und der auf einer Säule stehenden Figur ein Haus der Oberschicht des 19. Jahrhunderts gut repräsentiert. Vom Haus selbst sieht man nicht viel, durch den Bildrand abgeschnitten und vom Tor verborgen macht es einen geheimnisvollen Eindruck. Was Pauline hier wohl erleben wird?

Der Einstieg in die Geschichte hat mir gut gefallen. Für den Leser beginnt die Handlung mit Paulines Eintreffen in Köln, was davor geschah erfährt er recht schnell in Form kurzer Rückblenden. Man befindet sich daher von Anfang an mitten in der Geschichte, welche dementsprechend schnell an Tempo gewinnt und Pauline als Magd in den Haushalt Marius Steins, eines Kolonialwarenhändlers, führt. Nach nur zehn Seiten beginnt Paulines erster Tag als Magd und die Erzählung geht richtig los.

Als Magd unter der Aufsicht Ariane Steins tut sich Pauline zu Beginn schwer. Schnell erfährt der Leser, dass es zwischen der Anstellung einer Gouvernante und einer Magd sehr große Unterschiede gibt, nicht nur was die Aufgaben, sondern auch was die Behandlung angeht. So muss sie in einem Hängeboden über dem Hausflur schlafen, hat nur jeden zweiten Sonntag einen Nachmittag frei und muss in der restlichen Zeit sämtliche anfallenden Arbeiten erledigen. Während der Leser viele interessante Einblicke in das Leben einer Magd im 19. Jahrhundert erhält, mausert sich Pauline bald zur vorbildlichen Angestellten, da ihre Angst vor einem erneuten Verlust ihrer Anstellung groß ist. Wohl fühlt sie sich bei den Steins jedoch nicht, und ihre Bildung bleibt weitestgehend ungenutzt.

Durch einen Zufall lernt sie schließlich den verwitweten Julius Reuther kennen, der ihr Talent erkennt und sie erneut als Gouvernante anstellt. In seinem Haushalt kann Pauline endlich von ihrer Bildung profitieren. Wem Pauline bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht ans Herz gewachsen ist, den wird sie spätestens mit ihren Versuchen, Ordnung ins Hause Reuther zu bringen, ein Schmunzeln entlocken. Ihre Erziehungsanstrengungen gegenüber Ricarda und Peter, den Kindern des Hauses, sind interessant zu verfolgen. Auch Julius Reuther, der sich zunächst unnahbar gibt, zeigt bald, dass sich unter seiner harten Schale ein weicher Kern verbirgt, sodass Paulines Sympathie ihm gegenüber ebenso allmählich wächst wie die der Leser. Gefühlvoll beschreibt Petra Schier die vorsichtige Annäherung beider, die jedoch keine Zukunft zu haben scheint. Oder etwa doch?

„Das Haus in der Löwengasse“ konnte mich voll überzeugen. Spannend und gefühlvoll beschreibt Petra Schier die Ereignisse in der Löwengasse, die sich im Verlaufe des Buches zuspitzten und mich schließlich um Paulines und Julius‘ Schicksal haben bangen lassen. Durch humorvolle Szenen und Einblicke in das Leben der Oberschicht im 19. Jahrhundert wird die Handlung abgerundet. Ich gebe daher eine klare Kaufempfehlung!
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am 2. September 2012
Petra Schier steht für mich für gute historische Romane und so war ich von Anfang an gespannt auf diesen Roman. Das Cover ist sehr dezent und sehr stimmt gehalten, vermittelt aber nicht den Eindruck, das man einen historischen Roman vor sich hat. Es könnte auch ein Familienroman sein.
Die Geschichte ist, wie immer bei Petra Schier, sehr gut geschrieben. Locker-leicht, so dass sich die Seiten einfach nur so weglesen lassen. Die Charaktere sind gut gezeichnet, stimmig in sich und die Handlungen – egal von wessen Seite her – sehr gut nachvollziehbar.
Besonders gut gefallen haben mir die Kinder – sie waren so „echt“ das man sich in ihre Lage gut hineinversetzen konnte. Erst die Mutter verloren, dann wird ihnen eine Gouvernante „vorgesetzt“ und man soll ihr vertrauen. Es geht dann doch recht schnell – fast ein bisschen zu schnell – aber das nimmt man nicht übel. Pauline ist eine sehr starke Persönlichkeit, die für das kämpft was sie liebt. Julius war der gebeutelte, allerdings doch gestandene Mann, der eine herbe Enttäuschung hinter sich hat und erst wieder lernen muss, zu lieben.
Die Geschichte ist diesmal sehr vorhersehbar. Es war von Anfang an klar dass sich die beiden bekommen. Aber das wie ist gut beschrieben und lässt sich herrlich lesen.
Für mich war es dann doch eher eine Familiengeschichte und kein historischer Roman. Man bekommt zwar auch einige Einblicke in die damalige Zeit – aber hier hätte ich mir etwas mehr gewünscht.
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Die Geschichte:
Pauline Schmitz ist Waise und bei ihrem Onkel aufgewachsen. Dieser lässt ihr eine außerordentlich gute Erziehung und Bildung zukommen. Als er überraschend stirbt ist Pauline von jetzt auf gleich auf sich alleine gestellt. Doch sie findet schnell eine gute Anstellung als Gouvernante in Bonn. Doch der Hausherr nimmt sie gegen ihren Willen als ihre Geliebte. Als die Beiden von der Ehefrau entdeckt werden, sitzt Pauline erneut mittellos auf der Straße.
Ihr Weg führt sie weiter nach Köln, wo sie zuerst als Magd angestellt wird. Eines Tages wird der Textilfabrikant Julius Reuther auf sie aufmerksam und bietet ihr eine Stellung als Gouvernante für seine Kinder. Doch scheint mehr dahinter zu stecken, als nur eine Anstellung. So nimmt Paulines Schicksal ihren Lauf.

Die Geschichte beginnt mit Paulines Eintreffen in Köln und man erfährt nach und nach von ihrer schweren Vergangenheit. Der Einstieg ist gut gewählt und man findet sich als Leser direkt im 19. Jahrhundert wieder. Detailgetreue und authentische Beschreibungen machen das Buch zu einem wahren Lesegenuss.
Die Handlung ist ergreifend und hat mich immer mal wieder überrascht. Ich konnte gar nicht anders, als permanent mit Pauline mitzufiebern und zu hoffen, dass für sie alles gut wird.
Es wird sehr gut beschrieben, wie schwer es Frauen in der Zeit doch hatten, da sie quasi keinerlei Rechte hatten. Dabei wirken die Geschehnisse zu keiner Zeit überzogen und unglaubhaft. Die Entwicklung von Pauline von der Gouvernante zur einfachen Magd und durch großes Glück wieder zur Gouvernante, halte ich für durchaus vorstellbar.
Dazu wird sehr glaubhaft ihre jeweilige Arbeit geschildert und man bekommt als Leser ein sehr gutes Gefühl für das 19. Jahrhundert.
Die Liebesgeschichte, die in die Gesamthandlung perfekt eingegliedert ist, ist weder kitschig, noch übertrieben beschrieben. Die zarten Annährungsversuche von Pauline und Julius haben auf mich einen ganz besonderen Reiz ausgeübt und ich war beim Lesen sehr gefesselt, da alles sehr einfühlsam beschrieben ist.

Die Protagonisten:
Pauline ist eine wahnsinnig interessante Protagonistin. Sie ist für ihre Zeit schon überdurchschnittlich gebildet, scheut aber auch nicht vor schwerer Arbeit zurück, um über die Runden zu kommen. Das halte ich für sehr bewundernswert. Dazu weiß sie, wann sie lieber den Mund halten soll und wann sie jemandem die Meinung sagen kann. Ich musste des Öfteren schmunzeln, wenn sie Julius ins Gesicht sagt, was sie stört. Sie kümmert sich so liebevoll um seine Kinder und ist eine starke, intelligente und sympathische Frau.
Julius ist zuerst etwas undurchsichtig und gibt sich unnahbar und grimmig, entwickelt sich aber durch Pauline sehr und findet sogar wieder einen Draht zu seinen Kindern. Die Entwicklung zu verfolgen, hat mir viel Lesespaß bereitet.
Alle Protagonisten, allen voran Julius Kinder sind wunderbar und authentisch ausgearbeitet. Alle Handlungen halte ich für die damalige Zeit angebracht und die Protagonisten hinterlassen Eindruck bei dem Leser.
Der Schreibstil:
Der Schreibstil ist einfach gehalten, locker zu lesen und dabei einfühlsam und auch spannend. Dazu wird alles sehr detailliert, aber nicht übertrieben viel beschrieben.
Die Geschichte ist meistens aus der Sicht von Pauline beschrieben, aber es gibt auch Passagen aus der Sicht von Julius (personaler Erzähler). Das hat mir sehr gut gefallen, da ich so beide Protagonisten sehr gut verstehen und noch besser mit ihnen mitfühlen konnte.

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover ist recht einfach gehalten, passt aber zu einem historischen Roman und der ganzen Geschichte. Ich finde es sehr ansprechend.Der Titel passt auch sehr gut, da Julius Haus sich in der Löwengasse befindet und die Geschehnisse dort einen Großteil der Handlung einnehmen.

Fazit:
Ich habe zuvor schon lange keinen historischen Roman mehr gelesen, aber dieses Buch hat mich so überzeugt, dass es definitiv nicht mein Letztes war und auch zu Büchern von Petra Schier werde ich bestimmt noch öfters greifen.
Wer historische Bücher oder Bücher von Petra Schier mag, wird um dieses Buch lieben.

Kanya aus dem Team von Wir Lesen
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Die Vollwaise Pauline Schmitz findet bei ihrem Onkel Unterschlupf. Von ihm erhält sie eine um fassende Ausbildung, aber leider kein Erbe. Kurz nach dem Tod ihres Onkels muss sie sich daher auf Stellensuche begeben und landet in Bonn bei einer Familie als Gouvernante. Doch der Hausherr hat ganz andere Dinge mit ihr im Sinn und nach nicht mal drei Monaten steht Pauline ohne Arbeitszeugnis wieder auf der Straße. Ihr Weg führt sie nach Köln, vor die Tür der Familie Stein. Wie es der Zufall so will, sucht Familie Stein eine Magd. Pauline willigt überrascht ein, auch wenn ihre Kenntnisse als Magd eher dürftig sind.

Im Laden des Herrn Stein stolpert Pauline über den Witwer Julius. Für beide ist es ein prickelnder Moment, der schnell vergeht. Auf einer Feier der Familie Stein trifft sie ihn jedoch wieder und schon bald holt Julius sie als Gouvernante für seine beiden Kinder in sein Haus in der Löwengasse. Ehe sich Julius versieht, krempelt Pauline alles in seinem Leben um ...

Der neuste Roman der Autorin Petra Schier ist im 19. Jahrhundert angesiedelt und sticht daher aus der Reihe ihrer Werke heraus. Bisher immer im Mittelalter vertreten, wagte sich die Autorin auf ein ganz neues Gebiet und meistert diese Herausforderung mit Bravour. Das Buch beginnt mit dem Rauswurf von Pauline bei ihrer ersten Stellung als Gouvernante. Nach und nach erfährt der Leser, was alles davor in Paulines Leben vorgefallen war und was zu dem Rauswurf geführt hat. Sehr schnell ist der Leser gefesselt und lässt sich mitnehmen in das Leben von Pauline, ihr Leid und ihre Verzweiflung sind fühlbar und nachvollziehbar.
Dank ihrer Erziehung versucht Pauline immer vernünftig und überlegt zu handeln und steht sich dabei nicht nur einmal selbst im Weg.

Neben der eigentlichen Geschichte, erfährt der Leser auch viel über das Leben zu jener Zeit und den Umgang mit Mägden und Gouvernanten.
Viel zu schnell sind die rund 350 Seiten ausgelesen und man hofft, dass es eine Fortsetzung von Pauline und Julius geben wird.

Fazit:
Ein wundervolles Buch, das ich vor allem Lesern von Jane Austen und Emily Brontë ans Herz legen möchte.
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am 28. September 2012
Pauline Schmitz arbeitet als Gouvernante in einem Bonner Haushalt. Als der Hausherr zudringlich wird und Pauline das nicht dulden will, steht sie von jetzt auf gleich auf der Straße. Ohne Referenzen eine neue Stellung zu finden ist fast unmöglich. Mehr durch Zufall wird sie in einem Kölner Haushalt als Magd angestellt, eine schwere Arbeit, die Pauline nur mit äußerster Anstrengung erfüllen kann. Der Fabrikant Julius Reuther, ein Witwer mit zwei minderjährigen Kindern, der mit der Familie, bei der Pauline arbeitet, gesellschaftlich verkehrt, erkennt, dass in ihr viel mehr steckt und engagiert sie als Gouvernante für seinen Haushalt. Pauline fügt sich sehr gut dort ein und es entstehen romantische Gefühle zwischen ihr und Julius. Da Julius allerdings berufliche Probleme und Geldsorgen hat, wäre für ihn eine Verbindung mit einer hohen Mitgift vernünftiger.

Petra Schier, die sonst vor allem für ihre Romane aus dem Mittelalter bekannt ist, hat sich hier ins 19. Jahrhundert gewagt – und dieses Experiment ist wunderbar gelungen. Mit ihrer schönen, sehr bildhaften Sprache hat sie einen Liebesroman geschrieben, der in keinem Moment kitschig ist sondern sogar sehr spannend. Gleichzeitig und gut recherchiert zeigt sie auf, wie die Gesellschaft zu jener Zeit funktioniert hat und welchen Mutes es bedurfte, gesellschaftlichen Konventionen zu widerstehen.

Nicht nur die Örtlichkeiten, wie z. B. das Köln des 19. Jahrhunderts, auch die Charaktere werden, bis in die kleinste Nebenrolle, dermaßen plastisch beschrieben, dass man sie vor dem inneren Auge lebendig werden sieht, dazu trägt sicher auch bei, dass die Autorin sehr detailreich erzählt und auch die Gedanken und Emotionen immer nachvollziehbar formuliert.

Wunderschön fand ich auch, dass die Familie Burka auch im 19. Jahrhundert noch ihre Apotheke am Alter Markt hat – eine herrliche Anspielung auf Petra Schiers Adelina-Romane.

Diesen Roman kann ich uneingeschränkt empfehlen und hoffe auf weitere Romane aus Petra Schiers Feder, die im 19. Jahrhundert angesiedelt sind.
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am 17. Mai 2016
Das Haus in der Löwengasse hat mir sehr gut gefallen, ich finde den Erzählstil und die Sprache wunderbar. Die Geschichte ist spannend bis zum Schluß, ich konnte richtig eintauchen in das detailreich und äußerst lebendig geschilderte Leben der Menschen zu dieser Zeit. Sehr gerne werde ich weitere Bücher von Petra Schier lesen !
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am 8. Januar 2014
Pauline hat es nicht leicht in Ihrem jungen Leben:
von der Familie beim Erbe übergangen, sucht sie sich eine Stelle als Gouvernante. Doch wie so oft in dieser Zeit wird diese Stellung ausgenutzt und so landet sie als Magd in einer Kaufmannsfamilie.

Aufgrund ihrer Bildung, ihres guten Charakters und natürlich ihrer Schönheit fällt die kleine Magd jedoch einem Bekannten der Kaufmannsfamilie auf, dem verwitweten Textilfabrikanten Julius Reuther, der sie vom Fleck weg als Erzieherin für seine beiden Kinder engagiert. Doch bald stellt Pauline fest, dass auch Julius Reuther nicht der einfachste Arbeitgeber ist.
Seine unzugängliche Art hat ihre Gründe, und Pauline muss nicht nur ihrer eigenen, sondern auch Julius' Vergangenheit und der der ihr anvertrauten Kinder entgegentreten.
Zusätzlich kommen (nicht nur) geschäftliche Verwicklungen dazu...

Soweit, so gut.

Das Buch ist wunderbar fesselnd geschrieben, die Charaktere sind sympathisch trotz (oder wegen) all ihrer Ecken und Kanten. Der Leser fiebert mit und kann sich in jedem Satz gut in die handelnden Personen einfühlen.

Es gibt mehrere gut eingefügte Nebenhandlungen. Geschäftlich und privat sind die Handlungsstränge unauffällig und doch fesselnd und spannend miteinander verknüpft.

Bei aller Menschlichkeit siegen zum Schluß nicht "nur" die Liebe, sondern auch Familie und Freundschaft :). Ein rundum gelungenes Buch.

Die Zeiten sind gut recherchiert, das Leben als Magd genauso realistisch und gut dargestellt wie das Leben als Gouvernante oder das Leben der "oberen Gesellschaftsschichten". Auch die technische Seite der Textilverarbeitung ist detailliert recherchiert worden. (Das ist aber nur an Kleinigkeiten spürbar. Gott sei Dank gibt es keine zu detailreiche Beschreibung der Webstühle :D).

Die Rolle der Frauen "damals" ist ebenfalls realistisch und ohne Schönfärberei beschrieben. Hier ein echtes Kompliment.

Auch als Hörbuch (hier in der ungekürzten Download-Version) sehr zu empfehlen, einwandfrei und einfühlsam vorgelesen.

Trotzdem kommt mein "Ja, aber" - allerdings mit einem Augenzwinkern:
Manchmal kommen doch sehr bekannte Motive durch.
Eine Gouvernante, die selber ein schreckliches Schicksal hinter sich hat, findet eine Anstellung bei einem unzugänglichen, aber im Inneren edlen reichen Mann.
Schon mal gehört? Ich auch.

Das ist schon an sich kein neuer Stoff und dazu fallen mir mehr als ein Liebesroman ein.

Trotzdem erinnerte mich beim Lesen Julius Reuther in jedem Wort, jedem Satz und jeder Tat an Edward Rochester.

Es gibt auch in der Handlung noch mehr als eine weitere Parallele zu Charlotte Brontë, die ich jetzt aber nicht aufzähle um nicht zu spoilern.

Stört mich das jetzt?
Nein, nicht im Geringsten!
Denn erstens gibt es natürlich Unterschiede.
"Jane Eyre" bleibt ein unerreichbares Stück Literaturgeschichte voller Anspielungen und mit einer dichten Atmosphäre.

Zweitens ist der Stoff so schön umgesetzt und liebevoll beschrieben, dass mir jede Sekunde ein Genuss war.
Wer "Jane Eyre" wegen der Liebesgeschichte mag, wird auch am "Haus in der Löwengasse" seine Freude haben.

Trotz - oder wegen - der bekannten Motive von mir eine einwandfreie Kaufempfehlung.
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am 7. September 2013
Die junge Pauline findet zunächst nach dem Tod des sorgenden Onkels eine Anstellung als Gouvernante. Der Hausherr jedoch hat Hintergedanken und macht sie zu ihrer Mätresse. Als dies die Ehefrau erfährt, sitzt Pauline auf der Straße. Das Glück ist ihr jedoch hold und sie wird als Magd eingestellt. Die harte Arbeit setzt ihr zu, bis der junge Textilfabrikant Julius Reuther auf sie aufmerksam wird und sie als Kindermädchen bei sich einstellt. Schon bald scheint sich zwischen den beiden mehr zu entwickeln…
Das Buch hat mich zwar ganz gut unterhalten, konnte mich aber leider nicht so richtig fesseln. Ich hatte mich auf einen historischen Roman gefreut, leider bin ich da ein bisschen enttäuscht worden. Zwar wird die Problematik der dienenden Schicht im frühen 19. Jahrhundert angeschnitten, dennoch habe ich das Buch eher als Liebesroman empfunden. Die Handlung ist schlicht und das Ende vorhersehbar, der Spannungsbogen eher flach. Dabei ist der Schreibstil leicht und lässt sich flüssig lesen, obwohl ich mir weniger Dialoge und dafür ein paar mehr Beschreibungen gewünscht hätte.
Die Protagonistin Pauline war mir zwar nicht unsympathisch, war mir aber zu flach gezeichnet. Sie ist einfach nur gut, macht nie was falsch und hat keine Ecken und Kanten. Dadurch wirkt sie einfach nicht echt. Sympathischer war mir da Julius Reuther, den seine Erlebnisse gezeichnet haben und der durch seine Launen sehr menschlich wirkt. Die Kinder Ricarda und Peter waren dagegen sehr gut ausgearbeitet. Sie sind zwar frech und vorlaut, aber voller Energie und bringen Leben in die Geschichte. Ich hatte sie vor Augen, wie sie sich zanken und durchs Haus rennen – die beiden haben mir wirklich gut gefallen.
Wer einen unterhaltsamen Liebesroman für kurzweilige Stunden sucht, ist mit „Das Haus in der Löwengasse“ sicher gut beraten. Will man dagegen einen historischen Roman mit komplexer Thematik, ist man bei diesem Buch vielleicht etwas enttäuscht. Da ich doch vergnügliche Stunden hatte mit dem Buch, vergebe ich 3,5 Sterne.
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am 30. Juni 2013
Die junge Pauline Schmitz arbeitete als Gouvernante in einem Bonner Haushalt. Als dann der Hausherr langsam aber sicher immer zudringlich wird und Pauline das nicht länger dulden möchte, und die Ehegattin des Hausherren sie erwischt, steht Pauline quasi von jetzt auf gleich dann auf der Straße. Wo soll sie hin? Auf jeden Fall weit weg von Bonn und diesem Fiesling Buschner. Irgendwann findet sie sich in Köln wieder. Vor einem kleinen Laden. Aber ohne Referenzen eine neue Stellung zu finden ist fast unmöglich. Sie hat aber Glück und der neue Hausherr stellt sie als Magd ein, wo sie sehr schwer und sehr hart für wenig Geld arbeiten muss. Wenige Zeit später lernt sie durch diese Familie den jungen Witwer & Fabrikanten Julius Reuther kennen, der ihr ein sehr gutes Angebot macht. Sie darf bei ihm als Gouvernante für seine beiden minderjährigen Kinder anfangen. Wird die dieses Angebot annehmen? Das dürft ihr nun selber rausfinden in dem ihr das wunderbare Buch gleich mal lest.

Ich war am Anfang etwas skeptisch ob mir dieser historische Roman zusagen wird, da ich schon von 2 anderen Autoren was historisches las, was leider nicht meines war (viel zu trocken). ABER ich wurde hier durch Petra Schier eines besseren belehrt.

Ich konnte von Anfang an fließend in diese wunderbare Geschichte eintauchen. Die Protagonistin Pauline Schmitz war mir von Anfang an gleich sympatisch.

Der Schreibstil ist auch sehr angenehm und man ist schnell gefesselt von dem ganzen, denn die Autorin beschreibt sehr Gefühlvoll die Geschehnisse in der Kölner Löwengasse. (Das Haus von Julius Reuther).

Die Geschichte um den Witwer Julius Reuther & der jungen Gouvernante Pauline Schmitz spitz ich immer mehr zu. Man fiebert regelrecht mit den beiden mit und möchte am liebsten immer sofort wissen wie es weiter geht und für welche Dame er sich am Ende entscheiden wird.

Dieses Buch hat mich sehr überzeugt und es hat sich mehr als gelohnt dem Genre "Historisches" eine weitere Chance zu geben. Ich wurde nicht enttäuscht. Ich kann dieses Buch jedem ans Herz legen der historische Geschichten mag. Fans von der Autorin werden es eh lieben, da bin ich mir ziemlich sicher.

Dies war mein erstes Buch von Petra Schier und es wird nicht das letzte sein.
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