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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toller Krimi aus Südafrika
Die als Autorin noch unbekannte Malla Nunn bringt mit -Ein schöner Ort zu sterben- einen Kriminalroman hervor, der mit diesen Detailbeschreibungen, nur von jemandem stammen kann, der dort geboren wurde bzw. sehr lange dort gelebt hat.

Um in der Geschichte zu versinken, muss man sich um ein gutes halbes Jahrhundert in die Vergangenheit versetzen.
Die...
Veröffentlicht am 3. Oktober 2009 von Dora

versus
3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht nur schön...
Richtig ist - es ist eine spannende Geschichte. Das Thema ist immer noch wichtig und bestimmt gut aufbereitet.
Aber: Es nervt, wenn mir als Leser in so vielen Dialogen nebenbei erklärt wird, was der jeweilige Sprecher wohl mit seinem Satz meint. Warum kann die Autoren ihre Leser nicht auch selbst denken lassen? Wir wären auch darauf gekommen.
Dieser...
Veröffentlicht am 5. Februar 2010 von S. Herberg


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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toller Krimi aus Südafrika, 3. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Ein schöner Ort zu sterben (13:56 Stunden, ungekürzte Lesung) (Audio CD)
Die als Autorin noch unbekannte Malla Nunn bringt mit -Ein schöner Ort zu sterben- einen Kriminalroman hervor, der mit diesen Detailbeschreibungen, nur von jemandem stammen kann, der dort geboren wurde bzw. sehr lange dort gelebt hat.

Um in der Geschichte zu versinken, muss man sich um ein gutes halbes Jahrhundert in die Vergangenheit versetzen.
Die Apartheidgesetze spalten ein Land ein zwei Hautfarben: Schwarz und Weiß!
Aber auf den ersten Blick, der ausschließlich tiefe Gräben zwischen schwarz und weiß vermuten lässt, folgt ein zweiter, der zeigt, dass es auch viele gute und vor allen Dingen zweckdienliche, Verbindungen gibt.

Als ein weißer Polizei-Captain von hinten erschossen im Fluss treibend gefunden wird, muss natürlich ein weißer Ermittler aus Johannesburg die Aufklärungsarbeit übernehmen. Und es kommt als Mörder natürlich nur ein Schwarzer in Frage. Oder?

Die Story hält viele überraschende Wendungen bereit und ist alles in allem eine sehr spannende und kurzweilige Unterhaltung.
Als Hörbuch ungekürzt von Bernd Hölscher gelesen, der über fast 14 Stunden Laufzeit eine sehr solide und überzeugende Sprecherleistung bringt.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Leben und Sterben im Apartheid-Staat, 25. April 2011
Von 
Ewald Judt (Vienna, Austria) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Die von den Buren bereits in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts in Südafrika in die Wege geleitete Trennung der Weißen von den Schwarzen wurde ab 1948, als die rechtskonservative Nationale Partei unter Daniel F. Malan die Wahlen gewann, massiv verschärft. Malan prägte den Begriff der ,Apartheid` und verwirklichte die Rassentrennung. Nach einer Reihe von Gesetzen wurde sie 1952 mit dem ,Native Laws Amendment Act` rechtlich vervollständigt. Und in diesem Jahr, 1952, spielt die Handlung des Romans Ein schöner Ort zu sterben" (Aufbau-Taschenbuch 2683 - "A Beautiful Place to Die", 2008) von Malla Nunn. Tief in der südafrikanischen Provinz an der Grenze zu Mozambique wird der lokale Polizeichef, Captain Willem Pretorius, ein Bure, erschossen aufgefunden. Detective Sergeant Emmanuel Cooper, ein ,Engländer`, wird von seinem Chef bei der Kriminalpolizei, Major van Niekerk (ein Bure), aus Johannesburg nach Jacob's Rest gesandt, um den Mord aufzuklären. Doch parallel dazu entsendet der Geheimdienst, die Security Branch, zwei Agenten (beide Buren), Lieutenant Piet Lapping und dessen Schläger Dickie, die als Täter einen Kommunisten (= einen Schwarzen) vermuten. Und so werden die Ermittlungen (so man bei den Agenten von ,Ermittlungen' sprechen kann, wenn der Täter schon vorweg ausgemacht ist) doppelgleisig geführt, was zu chaotischen Situationen führt. Durch dieses Gegeneinander kommt es bei der Mordermittlung - im Gegensatz zu den beiden Agenten glaubt Detective Sergeant Cooper aufgrund der Tatortanalyse und des Umfelds des Mordopfers an ein persönliches Motiv - kaum zu Fortschritten. Dazu hat die Familie des Toten - Frau und 5 Söhne - ihre eigenen Vorstellungen über den Mord an Mann und Vater. Doch bald stellt sich heraus, daß das Leben des ermordeten Polizei-Captains nicht so calvinistisch ablief, wie er es vorgab, und daß die Rassentrennung zwar am Papier besteht und rechtlich verfolgt wird, aber oft nicht mit den menschlichen Emotionen korrespondiert. Und so kommt Detective Sergeant Cooper, nur unterstützt von einem schwarzen Constable, Samuel Shabalala, der genaue Ortskenntnis, und Dr. Zweigman, der gute medizinische Kenntnisse, aufweist, mit seinen Ermittlungen nur langsam voran. Obzwar er jeder nur möglichen Spur nachgeht, stößt er bei den Vernehmungen der Familienmitglieder und der meisten Bewohner von Jacob's Rest auf eine Mauer des Schweigens. Erst bei einem Besuch im benachbarten Laurenco Marques in Mozambique kommt er dem Geheimnis von Captain Pretorius auf die Spur. In einem furiosen Finale, wo Cooper sich seiner eigenen Geschichte im Apartheid-Staat stellen muß, kann er den Fall - wenngleich mit Wunden geschlagen - lösen. Insgesamt ist Ein schöner Ort zu sterben" nicht nur ein spannender Kriminal-, sondern auch ein Gesellschaftsroman im Südafrika der Apartheid. Der Folgeroman mit Detective Sergeant Emmanuel Cooper Laß die Toten ruhen" ist hoffentlich auch so interessant und spannend.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochspannende Geschichtsstunde, 22. Juni 2012
Von 
Marius (Augsburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
"Ein schöner Ort zum Sterben" von Malla Nunn ist ein packendes, faszinierendes und überaus vielschichtiges Buch, bei dem ich mich richtig ärgere, es erst so spät zur Hand genommen zu haben.

Bereits vor einem Jahr erworben, fristete es lange ein Dasein in den unteren Bereichen meiner Bücherstapel, ehe ich es mir nun zur Hand nahm, um das Buch endlich auch einmal zu lesen. Und schon wenige Kapitel später ärgerte ich mich schon über mich selbst und fragte mich, warum ich das Buch nicht schon viel früher gelesen habe - denn es ist wirklich großartig.

Nicht erst seit der WM 2010 erfährt Südafrika einen großen Boom, der sich besonders in der Kriminalliteratur niederschlägt. Deon Meyer, Roger Smith und Mike Nicol stehen für extraordinäre Kriminalliteratur, die sich besonders durch ihre Härte und ihre Schnelligkeit auszeichnet. Malla Nunn geht hier andere Wege. Beinahe bedächtig lässt sie den englischstämmigen Constable Emmanuel Cooper in Jacob's Rest, einem kleinen Dorf an der Grenze zu Mosambik ermitteln. Der örtliche Dorfpolizist wurde erschossen und treibt tot in einer Furt ' und das im Jahr 1952, in dem die menschenfeindliche Apartheid-Politik gerade in Kraft tritt. Unbeirrt vertritt Cooper seine Auffassung von Gerechtigkeit und nimmt mit seinen Kollegen die Ermittlungen auf. Dabei muss er nicht nur zwischen der schwarzen und weißen Lebenswelt hin- und herwechseln, sondern kommt mit seiner Spurensuche schon bald dem mächtigen südafrikanischen Geheimdienst, genannt Security Branch, in die Quere.

Malla Nunn hat mit "Ein schöner Ort zum Sterben" ein Buch geschrieben, das noch lange über das Ende hinaus nachdenklich macht und den Leser fesselt. Gelungen gibt sie Einblick in eine Zeit und in ein rassistisch motiviertes Denken, dass wir uns heute weder vorstellen wollen, noch können. Dennoch schafft sie es, weder die Krimihandlung, noch ihre Protagonisten oder die geschichtliche Rahmenhandlung zu kurz geraten zu lassen. Man meint förmlich die aufgeladene Stimmung in Jacob's Rest zu spüren, wenn Cooper die Dorfgemeinschaft aufmischt und dann auch noch die sadistischen Schergen des Geheimdienstes die Südafrikaner quälen.

Für mich kommen bei diesem Buch zwei wichtige Aspekte zum Tragen: Zum einen schafft es Malla Nunn wirklich hervorragend, die Geschichte Südafrikas und seine wechselvollen Perioden und Einwohner glaubhaft zu schildern, und zum anderen ist dieses Buch ein ausgezeichneter Kriminalroman, der spannend ist, ohne je die Glaubwürdigkeit zu verlieren und der seine Spannung bis zum großartigen Finale halten kann. Müßig ist es zu erwähnen, dass die Autorin mit Emmanuel Cooper einen tollen Ermittler geschaffen hat, der mich in seiner unbeirrbaren Haltung zwecks Wahrheitsfindung stark an Leo Demidow aus den Büchern Tom Rob Smiths erinnert.

Wenn Sie mal wieder auf der Suche nach Lektüre für den Kopf und für spannende Stunden sind, greifen Sie zu diesem Buch ' intelligenter kann man Geschichte und Literatur nicht zusammenbringen!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die wahre VERBLENDUNG. (Hörbuch-Bewertung.), 15. Mai 2010
Von 
Apicula "Biene" (Apiculis) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ein schöner Ort zu sterben (13:56 Stunden, ungekürzte Lesung) (Audio CD)
Hörbuch-Rezension: EIN SCHÖNER ORT ZU STERBEN, von Malla Nunn, gelesen von Bernd Hölscher.
Ungekürzte Lesung | 11 Audio-CDs + 2 mp3-CDs im aufklappbaren Pappkarton (jede CD in einer Kunststoffhülle) | Laufzeit: ca. 836 Minuten (13h 56min) | erschienen bei RADIOROPA HÖRBUCH

Südafrika 1952. Es ist die Zeit, als das Rassentrennungsgesetz die Bevölkerung in schwarz und weiß trennt. In dem kleinen Dorf Jacobs Rest, im Grenzgebiet zu Mozambique wird in einem Fluss eine Leiche gefunden. Aus Johannisburg wird der Engländer Detective Emmanuel Cooper abkommandiert um den Mord zu klären. Der Tote im Fluss ist der Polizeichef des Dorfes, ein Bure namens Wilhelm Pretorius. Captain Pretorius. Seine Söhne, muskelbepackte Verfechter der Rassentrennung, sind aufgebracht, dass man nur einen einzigen Ermittler wegen des Mordes geschickt hat. Neben dem leider nicht mit feinem Spürsinn ausgestatteten jungen weißen Tollpatsch, Constable Hansi, ist einzig der schwarze Constable Shabalala eine Stütze für Emmanuel Cooper. Etwas undursichtig, die Rolle des jüdischen Arztes, der mit seinen Informationen nur zögerlich hervorkommt. - Nach und nach vernimmt Cooper die Bewohner des Dorfes, sowie Pretorius` Familie, geht jeder Spur nach, stößt jedoch auf eisernes Schweigen aller Beteiligten, bis er endlich auf einen Ladenbesitzer stößt, der mit pornografischen Bildern handelt. Langsam wird auch das Geheimnis, das Captain Pretorius gehütet hat, aufgedeckt. Doch gerade seinen Söhnen ist an dieser Aufdeckung gar nicht gelegen. Am liebsten würden die Söhne ja alleine ermitteln. Dann mischt sich die "Security Branch", der südafrikanischen Geheimdienst, in Coopers Ermittlungen ein und will einen "Spanner", der in der Gegend sein Unwesen treibt, als Täter entlarven: Einen Schwarzen.

Die eindrückliche Lesung - der Roman wird ungekürzt eingelesen - von Bernd Hölscher vergeht alles andere als wie im Flug - und das ist auch richtig angenehm so. Bernd Hölschers Gespür mit seiner Stimme dem Roman an den richtigen Stellen Tempo zu verleihen ist bemerkenswert, an der Betonung gibt es nichts zu mäkeln. Dialoge werden klar hervorgehoben, wirken jedoch nicht comic-artig. Sehr sauber!
Was den Kriminalroman betrifft, so steht hier gar nicht so sehr der Kriminalfall im Vordergrund, als eben mehr dieses unsägliche Apartheid-Gesetz, das wir zur heutigen Zeit kopfschüttelnd als Geschichte" abtun. EIN SCHÖNER ORT ZU STERBEN klärt den Zuhörer auf faszinierende Weise über die Auswirkungen auf, die das Gesetz auf Land und Leute hatte --- und das Bemerkenswerte ist für mich: Die Autorin wirkt dabei niemals belehrend, stets authentisch. Unaufdringlich wirkt dabei der Ermittler Emmanuel Cooper, der dieser nach außen hin wohlgeordneten Welt, dem kleinen Dorf Jacobs Rest, nach und nach dunkle Geheimnissen entlockt. Zum Helden wird er dennoch nicht stilisiert.
So wie Cooper tappe ich als Zuhörer lange im Dunkeln und bin am Ende nicht nur überrascht über die Aufklärung des Mordes, sondern auch über diese vielen Abgründe...

Ein wohldosiert spannend-atmosphärisches Hörvergnügen. Volle 5 Sterne und eine Empfehlung für alle Hörbuch-Fans die an ungekürzten Lesungen im Krimi-Genre interessiert sind. Außerdem eine unbedingte Empfehlung für Südafrika-Fans.

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Hörbuch-Bewertung:
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Inhalt: ***** | Sprecher: ***** | Hardware: ***** | Preis/ Leistung: *****

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auf meiner persönlichen Horchlatte: *****
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Ich bin schon gespannt auf den zweiten Roman von Malla Nunn mit dem Ermittler Emmanuel Cooper, der bereits im Original erschienen ist: Let the Dead Lie
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene Atmosphäre, aber ..., 1. Juni 2012
Von 
Buchdoktor - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Im nordöstlichen Südafrika nahe der Grenze zu Mozambique wird 1952 die Leiche des Polizeicaptains Pretorius im Fluss schwimmend gefunden. Aus Johannesburg erscheint zur polizeilichen Ermittlung allein Detective Sergeant Emmanuel Cooper in der abgelegenen Gegend. Außer Pretorius gab es nur zwei Hilfspolizisten im Ort. Pretorius herrschte hier wie ein kleiner Gott; die Peitsche aus Flusspferdhaut hängt nicht zur Dekoration an der Wand der kleinen Polizeistation. Die einflussreiche Familie Pretorius betreibt außer ihrer Farm den Landhandel und die Tankstelle im Ort. Für Emmanuel ist die geballte Präsenz der fünf erwachsenen Söhne Pretorius sofort zu spüren. Sie sind Nachkommen der ersten niederländischen Siedler in Südafrika, kräftig, selbstbewusst und vom religiös begründeten Glauben an die Weißen als auserwähltes Volk angetrieben. Hier nahe der Grenze kann nur ein Fremder der Täter gewesen sein, der nach der Tat über den Fluss nach Mozambik verschwunden ist, so die Überzeugung der Familie Pretorius. Captain Cooper, noch deutlich von seinen Kriegserlebnissen traumatisiert, steht auf verlorenem Posten; denn der Security Branch, der südafrikanische Geheimdienst, hat noch vor der Leichenschau einen Verdächtigen parat, dem ein Mord aus politischen Gründen angehängt werden soll. Emmanuel ermittelt, hört den Leuten zu und hat in kurzer Zeit ein ganzes Sortiment möglicher Motive gesammelt, warum jemand Pretorius beseitigt haben könnte. Doch Coopers Ermittlungen stören die Pläne des Geheimdienstes empfindlich.

1948 wurden in Südafrika unter Premierminister Malan die Rassengesetze verschärft, Ehen zwischen Weißen und Farbigen verboten und die Bevölkerung in die Gruppen Weiße, Farbige und Eingeborene eingeteilt. Die Rassenzugehörigkeit von Zeugen und Verdächtigen spielt auch für die Aufklärung des Mordfalls eine entscheidende Rolle. Den historischen Hintergrund dieser Zeit, als es Gesetze gab, einige sich für das Gesetz persönlich hielten und trotzdem gesetzlose Zustände herrschten, lässt Mala Nunn in Coopers Fall sehr lebendig werden. Mit Emmanuel, der zwischen den Fronten ermittelt und sich als Nicht-Bure nach mehreren Seiten rechtfertigen muss, ob er der geeignete Mann für diese Aufgabe sein kann, hat Nunn einen interessanten Ermittler in die Krimiszene eingeführt. Die ebenso interessante Nebenfigur des deutschen Juden Zweigmann kommt im ersten von Nunns bisher zwei Südafrika-Krimis nocht nicht so recht zur Geltung. Mit roher Gewalt geht es im Krimi zur Sache und es wird deutlich, dass schwarze Frauen wie eine Ware gehandelt und von den Weißen noch um eine Stufe geringer angesehen werden als schwarze Männer.

Die 50er Jahre in Südafrika bringt Mala Nunn auf spannende und unterhaltsame Weise ins Bewusstsein ihrer Krimileser. Ein paar zusätzliche Erläuterungen durch ihren deutschen Verlag hätten das Verständnis der Zeit erleichtert. Sechzig Jahre nach den geschilderten Ereignissen wird z. B. nicht jedem Leser die Bezeichnung Kriegsneurotiker vertraut sein. Von der Erzählerin der Geschichte hätte ich mir mehr Distanz zu den Ereignissen gewünscht, sie klingt in einigen Passagen wie ein Bure, ein männlicher Südafrikaner. (S. 145).
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rassentrennung in Südafrika 1952, 16. September 2010
Eine neue Autorin aus Südafrika stellt sich hier vor und legt in ihrem Roman eine Geschichte dar, die mehr als nur ein Krimi ist.
Südafrika im Jahre 1952 als das Rassentrennungsgesetz in Kraft getreten ist und die Grenze zwischen Weißen und Farbigen nicht übertreten werden durfte, wird ein weißer Polizeichef erschossen in einem Fluß treibend aufgefunden.
Aus der Hauptstadt Johannisburg wird ebenfalls ein "weißer" Ermittler zur Aufklärung des Falles in die Provinz geschickt und Detective Emmanuel Cooper beginnt zu ermitteln. Ihm zur Seite gestellt ein schwarzer Hilfspolizist namens Samuel Shabalala der auch schon an der Seite des Opfers gearbeitet hatte.
Alles in allem eine sehr kleine Ermittlungstruppe, doch Cooper läßt sich nicht davon beeindrucken und merkt sehr schnell, das dieser Fall es in sich hat.
Die meisten Bewohner des Dorfes Jacob`Rest sagen wenig und wenn dann nur Gutes über den ermordeten Polizeichef und doch wird schon sehr schnell klar, das dies nur die eine offizielle Seite des Toten und seiner Familie war...

Dieses Buch ist viel mehr als nur eine gute Kriminalgeschichte. Es ist eine Studie über eine Zeit in der die Rassen nur getrennt voneinander existieren durften und die Buren in Südafrika dachten, sie wären die neue reine Rasse Südafrikas. In der jede Begegnung zwischen Schwarz und Weiß oder Mischlingen mit Gefängnis, Folter und Ächtung bestraft wurde.

Malla Nunn schreibt nun genau über diese Trennung und was geschieht, wenn man diese nicht beachtet und hat daraus einen spannenden Krimi gemacht, von dem man so gefesselt ist, das man einfach immer weiter lesen muß. Mehr möchte ich aber jetzt zum Inhalt nicht schreiben, das haben ja schon einige Rezensenten vor mir getan. Ich kann nur sagen, das ist ein Buch das man lesen sollte mit dem Gedanken das sich solche Gesetze nicht wiederholen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Superspannender Krimi aus dem Südafrika während der Apartheidregierung, 22. Juli 2012
Von 
Marko Schlichting (München, Bayern Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Südafrika, 1952. Die Nationalpartei hat die Wahlen gewonnen. Rassengesetze sind in Kraft getreten. Beziehungen gleich welcher Art zwischen Rassen - Weißen, Farbigen und Schwarzen - sind verboten. Über die Einhaltung der Gesetze und über Ruhe und Ordnung für die weiße Bevölkerung wacht die Spezialeinheit, die einzige Polizeieinheit, die die Gesetze brechen darf. Emanuel Cooper, Kriegsveteran, arbeitet bei der Kripo in Johannesburg. Doch nun hat es den Detectiv-Inspector in ein kleines Kaff an der Grenze nach Swasiland und Mozambique verschlagen. Hier soll er den Mord an Praetorius aufklären, dem Polizeichef des Dorfes. Er ist Oberhaupt einer Voortrekkerfamilie, Buren, die auf die Einhaltung der Gesetze achten. Doch Cooper kann nicht lange seiner Arbeit nachgehen, denn schon bald mischt sich die Geheimpolizei ein. Die wittert einen politischen Hintergrund. Und während die Spezialeinheit Jagd auf Kommis macht, ermittelt Cooper im nahen Umfeld von Praetorius. Der hatte offenbar Angst, dass jemand gewisse Dinge über ihn erfahren hat. Tatsächlich findet Cooper in einer geheimen Hütte verdächtige Fotos, die er sich jedoch nicht anschauen kann - vorher wird er niedergeschlagen, die Bilder werden gestohlen. Doch er findet eine Spur, die ihn nach Laurenco Marques führt, in die Hauptstadt von Mozambique, und in ein zwielichtiges Fotolabor. Dort findet er die Originale der Bilder, und plötzlich nimmt die Sache eine ganz neue Wendung. Denn Praetorius hat sich eines fürchterlichen Verbrechens schuldig gemacht... Der Krimi ist spannend von der ersten bis zur letzten Zeile. Ich habe ihn in zwei Tagen gelesen, weil ich einfach nicht mehr aufhören konnte. Nicht nur die Handlung ist brillant beschrieben, Nunn hat es auch geschafft, den Leser glänzend in die Zeit der beginnenden Apartheid in Südafrika zu versetzen. Hier stimmt einfach alles. Ein glänzender, superspannender Krimi.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer meiner Lieblings-Kriminalromane. Als Hörbuch ein besonders ausgiebiger Leckerbissen, weil "ungekürzt" vorgelesen., 5. Februar 2011
Von 
Apicula "Biene" (Apiculis) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)   
Hörbuch-Rezension: EIN SCHÖNER ORT ZU STERBEN, von Malla Nunn, gelesen von Bernd Hölscher.
Ungekürzte Lesung | Laufzeit: ca. 836 Minuten (13h 56min) | erschienen auch als Audio CD+mp3-Ausgabe bei RADIOROPA HÖRBUCH

Südafrika 1952. Es ist die Zeit, als das Rassentrennungsgesetz die Bevölkerung in schwarz und weiß trennt. In dem kleinen Dorf Jacobs Rest, im Grenzgebiet zu Mozambique wird in einem Fluss eine Leiche gefunden. Aus Johannisburg wird der Engländer Detective Emmanuel Cooper abkommandiert um den Mord zu klären. Der Tote im Fluss ist der Polizeichef des Dorfes, ein Bure namens Wilhelm Pretorius. Captain Pretorius. Seine Söhne, muskelbepackte Verfechter der Rassentrennung, sind aufgebracht, dass man nur einen einzigen Ermittler wegen des Mordes geschickt hat. Neben dem leider nicht mit feinem Spürsinn ausgestatteten jungen weißen Tollpatsch, Constable Hansi, ist einzig der schwarze Constable Shabalala eine Stütze für Emmanuel Cooper. Etwas undursichtig, die Rolle des jüdischen Arztes, der mit seinen Informationen nur zögerlich hervorkommt. - Nach und nach vernimmt Cooper die Bewohner des Dorfes, sowie Pretorius' Familie, geht jeder Spur nach, stößt jedoch auf eisernes Schweigen aller Beteiligten, bis er endlich auf einen Ladenbesitzer stößt, der mit pornografischen Bildern handelt. Langsam wird auch das Geheimnis, das Captain Pretorius gehütet hat, aufgedeckt. Doch gerade seinen Söhnen ist an dieser Aufdeckung gar nicht gelegen. Am liebsten würden die Söhne ja alleine ermitteln. Dann mischt sich die "Security Branch", der südafrikanischen Geheimdienst, in Coopers Ermittlungen ein und will einen "Spanner", der in der Gegend sein Unwesen treibt, als Täter entlarven: Einen Schwarzen.

Die eindrückliche Lesung - der Roman wird ungekürzt eingelesen - von Bernd Hölscher vergeht alles andere als wie im Flug - und das ist auch richtig angenehm so. Selten habe ich ein Hörbuch als ungekürzte Lesung mit so viel Genuss und Muse angehört und hatte dabei die entsprechenden Bilder der Schauplätze und figuren so lebhaft vor Augen.
Bernd Hölschers Gespür mit seiner Stimme dem Roman an den richtigen Stellen Tempo zu verleihen ist bemerkenswert, an der Betonung gibt es nichts zu mäkeln. Dialoge werden klar hervorgehoben, wirken jedoch nicht comic-artig. Sehr sauber!
Was den Kriminalroman betrifft, so steht hier gar nicht so sehr der Kriminalfall im Vordergrund, als eben mehr dieses unsägliche Apartheid-Gesetz, das wir zur heutigen Zeit kopfschüttelnd als "Geschichte" abtun. Dabei ist dieses Kapitl unserer Geschichte erst 50 Jahre alt.
EIN SCHÖNER ORT ZU STERBEN klärt den Zuhörer auf faszinierende Weise über die Auswirkungen auf, die das Gesetz auf Land und Leute hatte --- und das Bemerkenswerte ist für mich: Die Autorin wirkt dabei niemals belehrend, stets authentisch. Unaufdringlich wirkt dabei der Ermittler Emmanuel Cooper, der dieser nach außen hin wohlgeordneten Welt, dem kleinen Dorf Jacobs Rest, nach und nach dunkle Geheimnissen entlockt. Zum Helden wird er dennoch nicht stilisiert.
So wie Cooper tappe ich als Zuhörer lange im Dunkeln und bin am Ende nicht nur überrascht über die Aufklärung des Mordes, sondern auch über diese vielen Abgründe...

Ein wohldosiert spannend-atmosphärisches Hörvergnügen. Volle 5 Sterne und eine Empfehlung für alle Hörbuch-Fans die an ungekürzten Lesungen im Krimi-Genre interessiert sind. Außerdem eine unbedingte Empfehlung für Südafrika-Fans.

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Hörbuch-Bewertung:
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Inhalt: ***** | Sprecher: ***** | Hardware: ***** | Preis/ Leistung: *****

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auf meiner persönlichen Horchlatte: *****
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Ich bin schon gespannt auf den zweiten Roman von Malla Nunn mit dem Ermittler Emmanuel Cooper, der bereits im Original erschienen ist: Let the Dead Lie. Demnächst erscheint der Roman auch auf Deutsch: Lass die Toten ruhen: Kriminalroman
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Empfehlenswert, 31. Juli 2011
Von 
N. Peters (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Als ein weißer Polizist in einem Burendorf in Südafrika ermordet aufgefunden wird, ist eigentlich schnell klar: es kann ja nur ein Schwarzer gewesen sein. Daher fragen sich alle auch, was Detective Sergeant Emmanuel Cooper dort eigentlich will. Aber Cooper ist Engländer und jemand, der hinter die Kulissen schaut. So deckt er nach und nach Schicht um Schicht auf und dabei tun sich immer tiefere Abgründe auf.
Ich fand das Buch weniger spannend, als viel mehr interessant. Interessant war vor allem das Leben im Südafrika der 50er Jahre. Da sind auf der einen Seite die burischen Farmer, die sich selbst als das von Gott auserwählte Volk betrachten und auf der anderen Seite die Schwarzen, die das nur scheinbar akzeptieren und in einer nahezu komplett anderen Welt leben. Und dann ist da noch Emmanuel, der von außen kommt und nicht nur die Geheimnisse in dem abgelegenen Kaff aufdeckt sondern auch zurück in die eigene Vergangenheit muss.

Malla Nunn werde ich mir auf jeden Fall merken und hoffe, dass wir noch mehr von ihr zu lesen bekommen, gern auch mit Sergeant Cooper, weil es da bestimmt noch mehr zu erzählen gibt.
Der Autorin ist es gelungen, eine in sich runde Geschichte mit vielen interessanten Figuren und einer hintergründigen Story zu präsentieren.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein schöner Ort zu sterben - spannende Impressionen aus Südafrika, 21. Dezember 2009
Von 
Detlef Knut "donkelmann" (Oberkassel) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Die im Swasiland geborene Autorin Malla Nunn führt den Leser in das Südafrika von 1952. Zu dieser Zeit greifen gerade die Rassengesetze und die Weißen dürfen keinen Kontakt zu den Nicht-Weißen haben. Der weiße englische Polizist Cooper wird von Johannisburg in einen kleinen Ort an der mosambikanischen Grenze geschickt, um nachzuschauen, was dort passiert sein könnte. Ein Telefonanruf zuvor hatte nicht gerade viel Informationen gebracht. Cooper trifft dort auf die Leiche des weißen Polizisten Pretorius, der bäuchlings im Wasser liegt. Schnell wird klar, dass es sich um einen Mord handelt. Von seinem Vorgesetzten wird Cooper beauftragt, den Mord aufzuklären. Doch dafür bleibt ihm nicht viel Zeit. Während er sich noch den Überblick über die Situation und die Afrikaander-Familie Pretorius verschafft, von denen er bereits drei Söhne des ermordeten "Dorfsheriffs" am Fundort der Leiche getroffen hatte und die ihm schnell einen Verdächtigen liefern, treffen zwei Bedienstete der Security Branch, der Staatssicherheit des Apartheitregimes, im Ort ein und übernehmen ganz offiziell die Ermittlungen. Cooper wird auf das Abstellgleis geschoben. Der jedoch lässt sich nicht ins Bockshorn jagen und ermittelt heimlich weiter, weil er vermutet, dass hier ein Mord vertuscht oder zumindest den Kommunisten in die Schuhe geschoben werden soll. Das Oberhaupt der Burenfamilie wäre ein willkommenes Opfer für die Politik des Apartheitregimes. Um ihn weiterhin kalt zu stellen, wird auch Cooper Zielscheibe der Geheimpolizei, trotzdem gelingt es ihm immer wieder, ihnen zu entgehen und heimlich weiter zu machen. Dabei erfährt er, dass der Chef der hiesigen Polizei, Captain Pretorius, gar keine so weiße Weste hat, wie allgemein angenommen und von seiner Familie behauptet wird. Als echter Bure war Pretorius mit dem schwarzen Stammespolizisten Shabalala zusammen aufgewachsen und stand den dunkelhäutigen Frauen nicht so ablehnend gegenüber, wie die Gesetze es von ihm als weißen Südafrikaner und als Polizist erwarteten. Nicht zuletzt, weil Cooper auch fähig ist, sich mit den Leuten auf Zulu zu unterhalten, hat er sehr gute Chancen, mehr über die Hintergründe des Mordes in Erfahrung zu bringen.

Malla Nunn, die auch als Filmemacherin schon internationale Auszeichnungen erhielt, hat mit ihrer Familie viele Jahre in diesem Südafrika gelebt und greift in ihrer spannenden Geschichte auf Erfahrungen und Erlebnisse ihrer Familie zurück, denn ihre Eltern haben sich etwa zu dem Zeitpunkt der Romanhandlung dort kennengelernt. In einer bildreichen Sprache führt sie in die Landschaft und das Umfeld der Handlung ein. Aussagekräftige und zutreffende Vergleiche und Metaphern erleichtern dem Leser das Eintauchen in diese Landstriche. Dabei werden die Charaktere so lebendig, als würden sie neben einem stehen.

Schnell wird klar, dass der Autorin nicht nur daran gelegen ist, einen spannenden Kriminalroman vorzulegen, sondern dass sie gewillt ist, die Menschen über die Taten und die Gesellschaft einer Zeit aufzuklären, die stets in Erinnerung bleiben sollte, damit sie sich nicht noch einmal wiederholen kann. Schon frühzeitig lässt sie in den Gesprächen und Gedanken von Cooper, und nicht zuletzt mit seiner Fähigkeit Zulu zu sprechen, durchblicken, dass er nicht immer mit dem herrschenden System einverstanden ist. Dass er sich wohl aber darin arrangiert hat, um unbehelligt leben zu können. Dadurch wird die Ermittlung nicht nur ein Kampf um die Aufklärung des Mordes sondern auch ein Kampf gegen die Rassengesetze und die Meinung einiger im System etablierter Nutznießer. Malla Nunn führt damit in eine Gesellschaft ein, die vielen Menschen gerade in Europa verborgen blieb. Sie zeigt in diesem Buch, dass es nicht nur schwarz/weiß, sondern in den unterschiedlichsten Varianten Grautöne gab. Sie informiert über die Bevölkerungsgruppen, die damals das Bild der südafrikanischen Gesellschaft ausmachten: den aus Europa eingereisten Weißen, den in Afrika geborenen Weißen, der Afrikaans spricht, den aus Asien eingereisten Farbigen, den in Afrika geborenen Farbigen und den in Afrika geborenen Schwarzen. So vielschichtig die Einwohner waren, so vielschichtig waren auch die Meinungen von ihnen gegenüber der Apartheit.

Das Buch fasziniert zunächst durch seine bildreiche Sprache und führt den Interessenten an einen Ort, der von Krimiautoren noch nicht so häufig als Ort von Verbrechen auserkoren worden ist, obwohl dort bereits kaum zählbare Verbrechen stattgefunden haben. Es fasziniert dann durch die detailreiche und akribische Beschreibung der Gesellschaft und den Umgang der unterschiedlichsten Bevölkerungsschichten untereinander im Südafrika der 1950er Jahre. Schließlich fasziniert es durch die Spannung der kriminalistischen Handlung, die den Leser mitfiebern lässt und ihn bis zum Schluss über den wahren Täter und die wahren Zusammenhänge des Mordes im Ungewissen hält.
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Malla Nunn
Ein schöner Ort zu sterben
Kriminalroman, aus dem Englischen von: Armin Gontermann
Gebunden, 407 Seiten,
Rütten und Loening, Berlin
ISBN: 978-3-352-00771-2
_______________________________
© Detlef Knut, Düsseldorf 2009
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Ein schöner Ort zu sterben (13:56 Stunden, ungekürzte Lesung)
Ein schöner Ort zu sterben (13:56 Stunden, ungekürzte Lesung) von Malla Nunn (Autor) (Audio CD - 4. September 2009)
EUR 22,95
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