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83 von 91 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen gut recherchierte, spannende und leichte Kost zum Mitfühlen
Einmal etwas ganz anderes. Ein Buch gemixt aus gut recherchierter History und SciFi.
Einmal sind da die tapferen Tempelritter aus dem Mittelalter und auf der anderen Seite die Welt von heute mit der neuesten Technik und noch mehr.

Gut verwoben ist die Geschichte von Gero, der das Ende der Tempelritter miterleben muss und noch versucht zu retten was zu...
Veröffentlicht am 12. März 2008 von Alfa Fähe

versus
28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Frauenroman!?
Ich habe das Buch auf meinem weihnachtlichen Gabentisch vorgefunden und es aufgrund des Titels auch als durchaus passendes Geschenk empfunden. Das Rätsel der Templer klingt zunächst nach einem historischen Roman und trifft damit durchaus ein von mir favorisiertes Genre. Das phantastische Element der Zeitreise ist dabei als nette, wenn auch nicht gerade neue Idee...
Veröffentlicht am 30. Dezember 2010 von Gerald Herzberg


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83 von 91 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen gut recherchierte, spannende und leichte Kost zum Mitfühlen, 12. März 2008
Von 
Einmal etwas ganz anderes. Ein Buch gemixt aus gut recherchierter History und SciFi.
Einmal sind da die tapferen Tempelritter aus dem Mittelalter und auf der anderen Seite die Welt von heute mit der neuesten Technik und noch mehr.

Gut verwoben ist die Geschichte von Gero, der das Ende der Tempelritter miterleben muss und noch versucht zu retten was zu retten ist. Auf der anderen Seite der Zeit ist Hannah, eine junge emanzipierte Frau die mit beiden Beinen im Leben steht.
Durch einen vermeintlichen technischen Fehler, wird Gero mit seinem Knappen ins Jahr 2004 transferiert.
Und damit beginnt die Jagd nach dem Ritter, der Zeit, der Rettung der Tempelritter und dem "Haupt der Weisen".

Die Autorin hat es bravurös verstanden, den Spannungsbogen von Beginn bis zum Schluss des Buches durchzuhalten. Mit viel Liebe zum Detail haucht sie ihren Gestalten aus der fernen vergangenen Zeit Leben ein und erweckt damit beim Leser den Eindruck, mitten im Geschehen zu stehen. Man fühlt und fiebert mit den Protagonisten mit und entwickelt für jeden einzelnen nicht nur Sympathie, sondern lebt viele Szenen empathisch mit. Mit viel Feingefühl und einer Prise Humor führt einem die Autorin durch das Mittelalter und die Neuzeit. Nie wirken die Zeitsprünge unglaubwürdig oder kitschig. Natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz und beendet man das Buch, so fehlen einem die liebgewonnenen Figuren.

Liebhaber historischer Bücher die einmal etwas Abwechslung suchen, sind mit diesem Buch bestens bedient. Der Schluss ist vielleicht etwas "zu gut gemeint", so aller "Hollywood-Dramatik". Als buntes Lesevergüngen aber zu empfehlen!
Als sehr großes Manko allerdings empfinde ich (Vielleserin und Bücherliebhaberin), dass es dieses Buch nicht als Hard-Cover gibt......
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94 von 105 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Phantastische Geschichte, 31. Oktober 2008
Von 
timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
"Die Forschungsarbeiten der Raum-Zeit-Synchronisation basieren auf der Theorie, dass die Zeit nicht nacheinander ablaeuft, wie es uns unsere persoenliche Wahrnehmung vorgaukelt, sonder parallel zueinander und manchmal auch umgekehrt."
(Dr. Thomas Stevendahl vom "Center of Accelerate Particles in Universe and Time" - "CAPUT")

In den frühen Morgenstunden am Freitag, den 13. Oktober 1307 laesst der franzoesische Koenig Philipp IV., genannt der Schöne, alle Angehörigen des Templerordens festnehmen, denen seine "Gens Roi" habhaft werden können. Zu den Anklagepunkten, die gegen die Templer erhoben werden, gehört neben Blasphemie und Sodomie auch der Vorwurf der Idolatrie, die Verehrung eines geheimnisvollen Hauptes.....

In ihrem (nach "Die Gegenpäpstin") zweiten veröffentlichten Roman nimmt Martina Andre das Thema um die Verhaftung der Templer und Spekulationen darüber auf, dass ein engerer Kreis in der Fuehrung des Ordens bereits zuvor von den Absichten des französischen Monarchen Kenntnis hatte. Neben diesem bereits faszinierenden historischen Szenario, entwickelt sie in der Gegenwart des Jahres 2004 eine zweite Science-Fiction-Handlungsebene, um die geheimen Experimente des "Center of Accelerate Particles in Universe and Time", dessen abgekürzte Bezeichnung bereits einen Bezug zum legendären "Caput LVIII" herstellt. Im Laufe des auch in seinem Umfang gehaltvollen Romans (749 Seiten Handlung) gelingt es Andre beide Zeitebenen in einer Weise zu verweben, die einem "Timeline" in nichts nachstehen. Im Unterschied zu Michael Crichton sind ihre Charaktere jedoch plastischer, die Protagonisten lebendiger und damit überzeugender geraten.

Den historischen Passagen des Romans liegt eine umfangreiche Recherche zugrunde, was sich in einer Vielzahl geschichtlicher Fakten und filigraner Details, insbesondere im Hinblick auf die Tempelritter zeigt. Als kleine Schönheitsfehler fallen jedoch ein paar historische/-geographische Ungenauigkeiten auf. Bertrand de Blanchefort (1156 bis 1169) war nicht der vierte, sondern der sechste Großmeister des Templerordens. Seine Heimat befand sich nicht in Franzien, sondern im Languedoc, das damals den Grafen von Toulouse und deren Vizegrafen gehörte und erst nach den Albingenserkriegen dem Herrschaftsbereich des franzoesischen Koenigs eingegliedert werden sollte. Die Katakomben, in denen Blanchefort Grabungsarbeiten vornehmen ließ, lagen in der Nähe seines Familiensitzes und daher nicht in der Provence. Im Jahre 1307 plante der Deutsche Ritterorden keinen Kreuzzug mehr in die wendischen Gebiete. Alle Stämme der Westslawen waren zu dieser Zeit bereits katholisch christinanisiert worden, die militärischen Aktivitäten richteten sich nach der Bezwingung der Pruzzen vielmehr mit den "Litauerfahrten" gegen einen anderen heidnischen, baltischen Stamm.

Der Autorin ist es zudem gelungen einige Bonbons einzubauen, die jedoch nicht wie z. B. in den Filmen um "Die Zeitritter" zu bloßem Klamauk geraten, wenn sich der Tempelherr Gero von Breydenbach in mittelhochdeutsch artikuliert oder an einem Hubschrauber das achtspitzige Kreuz des konkurrierenden Hospitaliterordens ausmacht. Neu und damit einzigartig gegenueber anderen Templer-Romanen sind schlüssige Erklärungen der aussergewoehlichen Faehigkeiten und Mysterien der Templer, insbesondere der Eigenschaften des "Heiligen Grals", deren neuen Dimensionen sich Martina Andre aufgrund ihrer genialen Genre-Mixtur bedienen kann. Mit der im rheinischen Siebengebirge gelegenen ehemaligen Zisterzienserabtei Heisterbach gibt es zudem noch eine Portion Heimatkunde und nicht zuletzt die Mitwirkung US-amerikanischer Einrichtungen wie der "NSA" verleihen dem Roman Thrillerqualitäten. Zum Abschluss gibt es noch zwei historische Landkarten (Outremer und Mitteleuropa, sowie einen Lageplan der Abtei Heisterbach.

Für die Hörbuchumsetzung des 757seitigen Romans wäre im Hinblick auf den Tempelherrn Gero von Breydenbach zwar eine mehr sonore Stimme wünschenswert gewesen. Dennoch vermittelt die Lesung Siegfried Knechts dem Zuhörer auf 21 Audio-CDs insgesamt 25 Stunden und 41 Minuten die Hochspannung einer faszinierenden und packenden "phantastisch-historischen" Geschichte, die das Format zum Klassiker hat und besonders für, bzw. gegen lang(e)-weilige Autobahnfahrten empfohlen werden kann. Da auch das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, ist eine Bewertung mit 5 Amazonsternen angemessen.
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28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Frauenroman!?, 30. Dezember 2010
Von 
Gerald Herzberg (Bremen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Rätsel der Templer: Roman (Taschenbuch)
Ich habe das Buch auf meinem weihnachtlichen Gabentisch vorgefunden und es aufgrund des Titels auch als durchaus passendes Geschenk empfunden. Das Rätsel der Templer klingt zunächst nach einem historischen Roman und trifft damit durchaus ein von mir favorisiertes Genre. Das phantastische Element der Zeitreise ist dabei als nette, wenn auch nicht gerade neue Idee zu bewerten. Mir persönlich gefällt ein solches Konstrukt nicht.

Obwohl die Autorin durchaus angenehm schreibt und die Geschichte in vielen Teilen auch atmosphärisch verdichtet, bleibt für mich ein fataler Schwachpunkt. Sobald es um emotionale oder auch amoröse Elemente geht, besitze ich wohl eine geschlechtsspezifische Grundorientierung, die etwas differenzierter ausgerichtet ist und der Autorin wohl vollständig fremd zu sein scheint. Natürlich mag ich starke, interessante Frauen, die einen in großer Zahl durch den Roman begleiten. Wenn aber selbst die mittelalterlichen Tempelritter ungefähr alle 5 Seiten emotional überwältigt sind und ihnen Tränen über das Gesicht laufen, vergeht mir dann doch der Spaß an der Schilderung.

Meine 3 Sterne vergebe ich, weil Frauen diesen Roman mögen könnten, sofern sie sich einen strahlenden Helden wünschen, der als (hyper)-sensibler Traumprinz daherkommt. Männer sollten aber von diesem Roman verschont bleiben.
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43 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Phantastische Geschichte, 2. Oktober 2007
Von 
timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
"Die Forschungsarbeiten der Raum-Zeit-Synchronisation basieren auf der Theorie, dass die Zeit nicht nacheinander ablaeuft, wie es uns unsere persoenliche Wahrnehmung vorgaukelt, sonder parallel zueinander und manchmal auch umgekehrt."
(Dr. Thomas Stevendahl vom "Center of Accelerate Particles in Universe and Time" - "CAPUT", Seite 286)

In den fruehen Morgenstunden am Freitag, den 13. Oktober 1307 laesst der franzoesische Koenig Philipp IV., genannt der Schoene, alle Angehoerigen des Templerordens festnehmen, denen seine "Gens Roi" habhaft werden koennen. Zu den Anklagepunkten, die gegen die Templer erhoben werden, gehoert neben Blasphemie und Sodomie auch der Vorwurf der Idolatrie, die Verehrung eines geheimnivollen Hauptes.....

In ihrem (nach "Die Gegenpaepstin") zweiten veroeffentlichten Roman nimmt Martina Andre das Thema um die Vehaftung der Templer und Spekulationen darueber auf, dass ein engerer Kreis in der Fuehrung des Ordens bereits zuvor von den Absichten des franzoesischen Monarchen Kenntnis hatte. Neben diesem bereits faszinierenden historischen Szenario, entwickelt sie in der Gegenwart des Jahres 2004 eine zweite Science-Fiction-Handlungsebene, um die geheimen Experimente des "Center of Accelerate Particles in Universe and Time", dessen abgekuerzte Bezeichnung bereits einen Bezug zum legendaeren "Caput LVIII" herstellt. Im Laufe des auch in seinem Umfang gehaltvollen Romans (749 Seiten Handlung) gelingt es Andre beide Zeitebenen in einer Weise zu verweben, die einem "Timeline" in nichts nachstehen. Im Unterschied zu Michael Crichton sind ihre Charaktere jedoch plastischer, die Protagonisten lebendiger und damit ueberzeugender geraten.

Den historischen Passagen des Romans liegt eine umfangreiche Recherche zugrunde, was sich in einer Vielzahl geschichtlicher Fakten und und filigraner Details, insbesondere im Hinblick auf die Tempelritter zeigt. Als kleine Schoenheitsfehler fallen jedoch ein paar historische/-geographische Ungenauigkeiten auf. Bertrand de Blanchefort (1156 bis 1169) war nicht der vierte (Seiten 5, 195), sondern der sechste Grossmeister des Templerordens. Seine Heimat befand sich nicht in Franzien, sondern im Languedoc, das damals den Grafen von Toulouse und deren Vizegrafen gehoerte und erst nach den Albingenserkriegen dem Herrschaftsbereich des franzoesischen Koenigs eingeliedert werden sollte. Die Katakomben, in denen Blanchefort Grabungsarbeiten vornehmen liess, lagen in der Naehe seines Familiensitzes und daher nicht in der Provence (S. 699). Im Jahre 1307 plante der Deutsche Ritterorden keinen Kreuzzug mehr in die wendischen Gebiete (S. 577). Alle Staemme der Westslawen waren zu dieser Zeit bereits katholisch christinanisiert worden, die militaerischen Aktivitaeten richteten sich nach der Bezwingung der Pruzzen vielmehr mit den "Litauerfahrten" gegen einen anderen heidnischen, baltischen Stamm.

Der Autorin ist es zudem gelungen einige Bonbons einzubauen, die jedoch nicht wie z. B. in den Filmen um "Die Zeitritter" zu blossem Klamauk geraten, wenn sich der Tempelherr Gero von Breydenbach in mittelhochdeutsch artikuliert oder an einem Hubschrauber das achtspitzige Kreuz des konkurrierenden Hospitaliterordens ausmacht. Neu und damit einzigartig gegenueber anderen Templer-Romanen sind schlueesige Erklaerungen der aussergewoehlichen Faehigkeiten und Mysterien der Templer, insbesondere der Eigenschaften des "Heiligen Grals", deren neuen Dimensionen sich Martina Andre aufgrund ihrer genialen Genre-Mixtur bedienen kann. Mit der im rheinischen Siebengebirge gelegenen ehemaligen Zisterzienserabtei Heisterbach gibt es zudem noch eine Portion Heimatkunde und nicht zuletzt die Mitwirkung US-amerikanischer Einrichtungen wie der "NSA" verleihen dem Roman Thrillerqualitaeten. Zum Abschluss gibt es noch zwei historische Landkarten (Outremer und Mitteleuropa, sowie einen Lageplan der Abtei Heisterbach.

"Das Raetsel der Templer" ist eine faszinierende und packende "phantastische-historische" Geschichte, die das Format zum Klasssiker hat und die Hoechstbewertung von 5 Amazonsternen mehr als verdient hat!
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23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Viel Schönes und Neues..., 24. Juni 2009
Von 
S. B. (Münster, Westfalen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Rätsel der Templer, MP3 (MP3 CD)
Man sagt gemeinhin, will man ein Buch auf den Markt bringen, kennt Esprit und schriftstellerischen Witz aber ausschließlich aus dem Bildungsfernsehen, so wähle man sich als Thema die Tempelritter oder alternativ noch die bösen Machenschaften der Katholischen Kirche. Rätsel, Geheimnisse, Mysterien sind additive thematische Qualitäten des ambitionierten Literaturpraktikanten.

Martina André hat sich ersteren Komplex zum Gegenstand genommen, doch ganz so garstig wie oben nahe gelegt muss unser Urteil über ihr "Rätsel der Templer" nicht unbedingt ausfallen. Mitnichten möchte ich behaupten, dieses Buch sei "keine Literatur". Natürlich ist "Das Rätsel der Templer" Literatur. Allein: Leider keine gute. Doch zum Text:

Der Stoff ist bekannt, und wer ihn nicht kennt, weiß mit dem Titel des Buches eigentlich schon genug. Die Templer haben ein Geheimnis und dieses muss nun entweder a.) geschützt oder b.) gelüftet werden. André nimmt Option a.). Zu diesem Zweck wählt sie das Moment der Zeitreise, was, wie ich gestehe, nicht unkreativ ist. Die Reise der Ritter aus dem Mittelalter in das 21. Jahrhundert ist an sich gut beschrieben. Dieses Element gleitet nicht ins klamaukige ab, wie dies so oft bei Zeitreisegeschichten zu beobachten ist, sondern bleibt auch in seiner Konfliktgeladenheit nachvollziehbar. Leider werden die Konflikte nicht zwischen den Figuren ausgetragen, sondern durch die "invisible hand" der Autorin per Kommentar gelöst, allein: Anders ließen sich solcherlei Konflikte wohl auch nicht austragen. Wie will man einem Templer aus dem 14. Jahrhundert auch die Funktionsweise des elektrischen Lichtes erklären? Trotzdem, eine gute Idee und auch in der Umsetzung durchaus beachtlich.

Schade an dem Buch ist, dass André offenbar weder Interesse an den Charakteren ihres Romans hat, noch sich bemüht, die Handlung durch die Interaktion dieser Charaktere voranzubringen. Die Figuren sind ja auch viel zu sehr damit beschäftigt, immer wieder von Lust getrieben über einander herzufallen, als das sie auch viel Sinnvolles tun könnten. Aus diesem Dilemma hilft daher immer wieder Vater Zufall, der den Protagonisten ständig hilfreich zur Seite springt, wenn die Ideenlosigkeit der Autorin die Handlung mal wieder stagnieren lässt.

Im Vorbeigehen noch ein Hinweis: Ich bin der letzte - und jeder Mittelalterexperte wird mir hier zustimmen - der behaupten würde, dass im Mittelalter nicht gerne geschnachselt wurde. Wenn man aber nun einen Roman schreibt, dessen Hauptgegenstand mehr oder weniger die Anbahnung von Männer-Frauen-Beziehungen ist, eignet sich der Topos der Templer denkbar wenig. Sicherlich, auch die Templer waren nur Männer und dementsprechend ist sehr plausibel, dass auch sie gelegentlich sexuelle Gelüste hatten, aber nichtsdestotrotz waren die Templer Mönche. Ich persönlich bin ja der Ansicht, dass die Welt mehr Mittelalter-Geschnachsel-Romane BRAUCHT - aber wenn schon, dann ist doch kaum plausibel zu machen, warum ich dafür hünenhafte, gut gebaute Mönche nehmen muss, von denen JEDER EINZELNE natürlich eine wunderschöne Frau abbekommt, mit der er dann im ganzen Buch immer wieder, auch gerne direkt vor seinen geistlichen Vorgesetzen, herzhaft und ausgiebig rummacht. Solches Zeug zum Thema zu nehmen hat nichts mit Romantik oder Gefühl zu tun, dass ist einfach brunstdummer Unsinn.

Zuletzt: Das Ende des Romans muss eher scherzhaft gemeint sein, zumindest der Ernst der Autorin kann es nicht sein. Hier werden wieder jede Menge Fässer aufgemacht, aber kein Erzählstrang wird zu Ende geführt. Die Konflikte, die sich zuvor mühsam durch die Handlung schleppen, werden nicht gelöst, sondern - huch, wie einfach! - verschwinden plötzlich und unmotiviert. Das ist nicht nur literarisch schlecht, das ist unredlich.

Zusammengefasst: Das "Rätsel der Templer" enthält viel Schönes und Neues, nur leider ist das Neue nicht schön und das Schöne nicht neu. Den zweiten Stern gibt's für die durchaus gelungene Zeitreiseepisode und die absolut gelungene Lesung S. Knechts. Natürlich kann Knecht nicht an der Vorlage vorbei, aber die Lesung gelingt ihm in Tonlage und Modus äußerst gut.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Enttäuschend, 20. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem mir die Reihe "Das Geheimnis des Tempelritters" recht gut gefallen hat und ich schließlich wissen wollte, welchen ominösen Gegenstand nun Vater Breydenbach seinerzeit aus dem heiligen Land vor den bösen Heiden gerettet hatte, habe ich auch "Das Rätsel der Templer" gekauft (leider ohne groß die Inhaltsbeschreibung zu lesen).
Dass dieses Buch, das bei Amazon unter "Historischen Romanen" zu finden ist, ganz plötzlich in eine schlecht geschriebene und unglaubwürdige Sci-Fi-Story umschwenkt, war für mich echt enttäuschend. Ich verstehe ehrlich gesagt die vielen positiven Bewertungen nicht, da die Kombination von Rittergeschichte und Zeitreisefiktion sicher nur etwas für ausgesprochene Fans dieser Mischung ist.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Abseits ausgetretener Pfade, 29. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Das Rätsel der Templer: Roman (Taschenbuch)
Die Geschichte um den Templer Gerald von Breydenbach zog mich schnell in Ihren Bann.

Das lag an den glaubwürdig beschriebenen Protagonisten und der stimmigen Kulisse. Die Templer werden denn auch als teilweise "raue" Charaktere mit Ecken und Kanten, Tugenden und Schwächen beschrieben, die sich in einer feindlich gesinnten Umgebung im wahrsten Sinne des Wortes durchschlagen müssen.

Auch der Sprung in die Gegenwart erscheint glaubhaft und gibt der Geschichte eine 1. überraschende Wendung. Man fragt sich, wie man selbst unter solch extrem veränderten Bedingungen handeln würde. Auch die Probleme von Gerald in der Neuzeit und Hannah später im Mittelalter wirken anschaulich und weckten ständig mein Interesse mich in Sie hineinzuversetzen.

Durch immer neue Wendungen, die mir leider teilweise konstruiert vorkamen, werden Gero und seine Mitstreiter durch das frühe Frankreich und wieder zurück geführt. Dabei kommt die "Action" nicht zu kurz, muss aber mehr und mehr den verschiedenen Romanzen weichen.

So kommt es im zunehmenden Verlauf der Geschichte zu störenden Längen. Eine angedeutete Romanze ohne etliche Sex-Szenen wäre mir lieber gewesen. Die weibliche Leserschaft mag das anders. Von einem Mittelalter- oder Fantasy-Roman erwarte ich eher harte Kerle (durchaus mit Schwächen) als Schmuse-Kater.

Vielleicht ist mein Geschmack da etwas puristisch, aber wenn ich von Love-Stories lesen möchte, leihe ich mir ein Buch von meiner Frau.

So fand ich das Buch recht unterhaltsam mit ein paar Längen und unnötig viel "Nackt-Packen". Wie man es besser macht, kann man bei Geschichten von Cornwell und Brett sehen.
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47 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen es ist nicht alles Gold was glänzt, 12. April 2009
Von 
Llewellyn709 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Rätsel der Templer, MP3 (MP3 CD)
Als ich mir dieses Hörbuch auf gut Glück bestellte, wusste ich nicht, auf was ich mich einließ. Ich rechnete mit einem ganz normalen historischen Schmöker und bekam - huch - Zeitreise geboten. Nicht, daß mich das grundsätzlich stören würde, ich las schon Science Fiction mit entsprechender Thematik, lange bevor das Genre im Mainstream mit Diana Gabaldon quasi gesellschaftsfähig wurde.

Was dieses Buch dennoch einen Großteil meiner Symphatien kostet, ist die in weiten Bereichen sehr konstruierte Handlung mit ihren haarsträubenden "Zufällen". Dazu kommen noch etliche Logik-Schnitzer und unglaubwürdige Begebenheiten, die man nur mit viel gutem Willen ignorieren kann. Und natürlich: Klischees am laufenden Band.

Ein paar Beispiele gefällig? (Vorsicht, Spoiler)

- die Mittelalter-Party in der Gegenwart. Mal abgesehen davon, daß es schon recht seltsam ist, dass eine solche gerade "zufällig" zu diesem Zeitpunkt stattfindet, ist die Teilnahme mitsamt den beiden, vom Geheimdienst gesuchten zeitreisenden Flüchtlingen soetwas von - sorry - bescheuert, dass sich einem unweigerlich die Frage aufdrängt, ob die Protagonistin nicht vielleicht geistig behindert ist (ähnliche dämliche bis alberne Verhaltensweisen der betreffenden Person ziehen sich übrigens wie ein roter Faden durchs ganze Buch)

- man stelle sich vor, die US-Regierung hat ein streng geheimes, hochbrisantes, schweineteures Forschungsprojekt. Würde sie das ausserhalb von Amerika stationieren? Und dann noch unter die Leitung eines Ausländers stellen? Beide Fragen kann man wohl getrost mit mit einem klaren "nein" beantworten, keine Regierung geht gerne unnötige Risiken ein. Warum müssen hier trotzem auf Biegen und Brechen die Amis herhalten? Das Ganze als EU-Forschungsprojekt zu titulieren, hätte weniger Verrenkungen erfordert und wäre glaubwürdiger geblieben

- erwähnte ich schon die Klischees? Man nehme 3 tolle Frauen (eine schöner als die andere), außerdem 3 Super-Templer (einer muskelbepackter als der andere), gebe sie in einen Topf, rühre kurz um und voila - heraus kommen 3 Pärchen. Nein, kein Scherz. Das passiert wirklich.

- es geht noch besser: Auf Burg Breitendingsbums erhält mindestens einer der Templer mit seiner Tussi ein gemeinsames Zimmer. Man lasse sich das bitte auf der Zunge zergehen: Unverheiratet. Mittelalter. Mönchsritter. Frau. Ein strenger Burgherr. Doppelzimmer. Danke Frau André, das ist wirklich extrem glaubwürdig.

- das Verhalten der US-Regierung, wie es in diesem Roman beschrieben wird, ist schon fast auf peinliche Weise blauäugig. Leider ist keine Regierung so, die amerikanische am allerwenigsten.

Das ist nur eine kleine, zufällige Auswahl. Die Aufzählung liesse sich noch fortsetzen.

Fazit:
Dieses Buch ist jedem zu empfehlen, der sich gerne berieseln läßt ohne viel nachzudenken. Wer es schafft, beide Augen fest zuzudrücken, dürfte es genießen können. Alle anderen seien gewarnt: Das Werk bewegt sich auf Groschenroman-Niveau, was Klischees, Plausibilität der Handlung und Charakterzeichnungen betrifft.

2 Sterne gibts nur wegen der brauchbaren Recherche und ein paar origineller Ideen (z.B der Sache mit dem 22.Jahrhundert).
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Das Rätsel der Templer, 3. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch gefiel mir bis zu dem Punkt, als es einen Sprung ins Jahr 2004 macht. Das war für mich total irreal. Es war gerade so spannend, was aus Gero von Breydenbach mit seinem Knappen passierte und dann die "Wiederauferstehung" der Personen im 21. Jahrhundert. Furchtbar.
Das Buch kann ich nicht weiterempfehlen..
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16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolles Hörbuch - Toller Sprecher, 20. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Das Rätsel der Templer, MP3 (MP3 CD)
Ich hatte zunächst das Buch begonnen zu lesen, mußte dann aber aus Zeitgründen unterbrechen.
Später habe ich mir dann das Hörbuch schenken lassen und das war eine richtig gute Idee.
Ich war zunächst skeptisch wegen der "phantastischen" Zeitsprünge, die dort stattfinden sollten, aber ich muss sagen, die Autorin hat das prima hinbekommen.
Überhaupt macht die ganze Story einen gut recherchierten Eindruck und es ist eine spannende, gefühlvolle und kurzweilige Unterhaltung.
Eine separate Erwähnung soll hier der Sprecher erhalten. Ich findes das ist eine beeindruckend gute Leistung, die über die komplette Länge des Hörbuchs (immerhin über 25 Stunden) gehalten wird. Die ein oder andere leichte sprachliche Übertreibung führt, wenn überhaupt, nur zu einem hauchdünnen kleinen "Minus".
Wer ist überhaupt Sigfried Knecht? Kenn man den in der Hörbuchszene? Ich finde, der könnte öfter vors Mikro. (Vielleicht liest jemand vom Verlag diese Rezi)
Meint Fazit: Satte 5 von 5!
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Das Rätsel der Templer, MP3
Das Rätsel der Templer, MP3 von Martina André (Autor) (MP3 CD - 13. Oktober 2014)
EUR 14,95
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