Kundenrezensionen


5 Rezensionen
5 Sterne:
 (4)
4 Sterne:
 (1)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Bildband, der eine besondere Aura versprüht, 5. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Erste Weltkrieg in Farbe (Gebundene Ausgabe)
Bereits beim Aufschlagen wird deutlich: Dieses Buch ist etwas Besonderes – ein Buch, das die Sinne anspricht, und zwar in zweifacher Weise. Da sind zunächst einmal natürlich die großformatigen Bildaufnahmen, welche zwischen beklemmenden Situationsaufnahmen und kameradschaftlich anmutenden Gruppenporträts schwanken. Viele dieser Bilder wirken dabei fast so, als ob diese von einem Schleier überzogen sind. Denn diese erscheinen oft grobkörnig gerastert und passen so gar nicht in unsere hochauflösende Digitalwelt. Aber gerade darin liegt der Reiz dieser Bilder, welche die Aura des Vergangenen bereits durch ihre Erscheinungsform konserviert haben. Auffällig ist, dass die Bildmotive in manchen Teilen doch sehr ähnlich sind. So finden sich immer wieder Gruppenporträts von Soldaten oder Bilder, welche die Zerstörungen dokumentieren. Trotz dieses Umstands eröffnet das Buch dennoch einen einzigartigen Blick auf den Ersten Weltkrieg, der so von Schwarz-Weiß-Bildern nicht erzeugt werden kann, da allein durch die Farbgebung der einzelnen Fotografien eine ganz eigene Atmosphäre transportiert wird.

Die zweite Sinnebene, welche das Buch anspricht, ist überraschenderweise die Geruchsebene, weil die Seiten einen seltsam modrigen Dachbodengeruch absondern. Dadurch hat der Leser bereits beim ersten Durchblättern das Gefühl, als ob das Buch direkt vom Speicher auf den Wohnzimmertisch gelandet ist. Würde dies bei anderen Büchern als unangenehm empfunden werden, so passt es hier gut zur Gesamterscheinung des Bandes.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist dagegen das Layout des Buches, da die einführenden Darstellungstexte mit einer fetten, serifenlosen Schrift gedruckt sind. Stilistisch wirkt das Werk daher der heutigen Zeit entrückt und versprüht auf diese Weise eben auch eine ganz besondere Aura.

FAZIT: Ein besonderer Bildband, der den Ersten Weltkrieg aufgrund der ambivalenten Präsentationsform (Farbfotografien versus antiquarisch wirkendes Layout in Kombination mit Dachbodengeruch) auf seltsame Weise zugleich nah und fern wirken lässt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein spannendes Buch...., 10. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Erste Weltkrieg in Farbe (Gebundene Ausgabe)
Mit vielen interessanten Bildern.
Ich hätte mir noch ein Kapitel zu den kriegerischen Auseinandersetzungen in den Alpen gewünscht. Aber vielleicht gibt es aus diesem Bereich nicht so viele Farbfotos.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Peter Walther - Der Erste Weltkrieg in Farbe, 7. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Erste Weltkrieg in Farbe (Gebundene Ausgabe)
Peter Walther - Der Erste Weltkrieg in Farbe

Vor genau 100 Jahren begann 1914 der erste Weltkrieg und eine nie dagewesene Kriegs- und Tötungsmaschinerie überzog weite Teile Europas. In zahlreichen Nationen der Welt forderte dieser hochtechnisierte Krieg von 1914 bis 1918 unermessliches Leid. Den historischen Hintergründen und vielen Opfern des I. Weltkrieges wird derzeit mit vielen Veranstaltungen und Publikationen gedacht. Auch der namhafte Taschen-Verlag hat 2014 einen umfangreichen Bildband von Peter Walther mit dem Titel „Der Erste Weltkrieg in Farbe" herausgebracht. In den zahlreichen und extrem seltenen frühen Farbfotografien zeigt sich überdeutlich, dass erste Weltkrieg vor 100 Jahren auch schon ein Krieg der Bilder und von allen beteiligten Seiten auch ein Krieg der Propaganda war. Für fotohistorisch Interessierte ist dieser hervorragende und kompetente Bildband ein Glücksfall, denn aufgezeigt werden darin die Anfänge der Farbfotografie ( von der Dreifarbfotografie des Adolf Miethe, sowie dessen Schüler Sergei Prokudin-Gorski über die Autochrome Farbfotografie der Brüder Lumiere). Die zahlreichen und eindrucksvollen frühen Farbfotografien in diesem Band sind keine Schnappschüsse vom unmittelbaren Kampfgeschehen an der Front in den Schützengräben. Die Fotografen arbeiteten bei der frühen Farbfotografie mit extrem langen Belichtungszeiten und im Kugelhagel des Frontgeschehens waren vor 100 Jahren Farbaufnahmen nicht zu realisieren. Die frühen Farbaufnahmen zeigen daher viele Soldatenporträts vieler Nationen und Waffengattungen, Stellungen während der Feuerpausen, Zerstörungen nach Angriffen sowie Bilder von der Heimatsfront. 320 Farbaufnahmen aus unterschiedlichen Archiven hat der Autor zusammengetragen und die Begleittexte machen diesen Fotobildband zu einem wichtigen Geschichtsbuch zur Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts.
Mit dem großformatigen Fotobildband von Peter Walther liegt nicht nur ein reich bebildertes Geschichtsbuch vor, sondern für fotohistorisch Interessierte auch eine hervorragende Übersicht der Entwicklung der frühen Farbfotografie.

Peter Walther: Der Erste Weltkrieg in Farbe. Taschen-Verlag, Köln 2014, 382 Seiten, 320 Farbabbildungen, gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag, Format 29 x 21,8 x 4 cm, Text in deutscher Sprache.

Rezension: © Willi Wilhelm, Bornheim, Oktober 2014.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Top !, 23. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Erste Weltkrieg in Farbe (Gebundene Ausgabe)
Ein wirklich sehens- und lesenwertes Buch, vor allem da Farbfotos aus der Zeit des 1. Weltkriegs doch recht selten sind. Als Weihnachtsgeschenk kam es sehr gut an. Kann ich uneingeschränkt empfehlen an Leute, die an dieser Epoche interessiert sind.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Farbe verändert die Wahrnehmung, 23. Juli 2014
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Erste Weltkrieg in Farbe (Gebundene Ausgabe)
Nach dem Attentat von Sarajewo erklärte Österreich-Ungarn am 28. Juli 1914 Serbien den Krieg. Und was als schnell endende Strafaktion propagiert wurde, weitete sich nach der ersten Euphorie zu einem schrecklichen Weltkrieg aus, der erst mit dem Waffenstillstand am 11. November 1918, Millionen Toten und unsäglichem Leid endete. Da der Beginn nun 100 Jahre zurückliegt, erscheinen viele interessante Publikationen, zu denen ich auch diesen Bildband zähle. Denn er macht zum ersten Mal seltene Farbaufnahmen zugänglich und wirft deshalb einen anderen Blick auf das verheerende Geschehen.

Herausgegeben hat diese Dokumentation Peter Walther, der nicht nur über Goethe, Fontane und Thomas Mann publizierte, sondern auch als Kurator verschiedener Ausstellungen wirkte. Zudem gilt er als ausgewiesener Spezialist für frühe Verfahren der Farbfotografie. Sein großes Wissen zu diesem Thema wird schon in seiner Einleitung ersichtlich, die dem Leser auf wenigen Seiten die Geschichte der Farbfotografie näherbringt. Und nachdem man erfahren hat, dass die Anfänge der Farbfotografie bis 1861 zurückreichen, wundert man sich, dass wir fast nur Schwarz-Weiss-Aufnahmen vom Ersten Weltkrieg kennen.

Wie so oft leistete das National Geographic Magazine einen wichtigen Beitrag zur Verbreitung neuer Aufnahmetechniken. Aber selbstverständlich erfahren wir auch, wie die Pioniere der Farbfotografie heißen, in welchen Länder die neuen Verfahren angewendet wurden und mit welchen Schwierigkeiten die Fotografen von damals zu kämpfen hatten.

Auch wenn es primär die farbigen Abbildungen sind, die das Buch zum Ereignis machen, lohnt sich auch die Lektüre der verschiedenen Textformen. Denn außer den prägnanten und informativen Einleitungen zu den fünf Kapiteln, sind auch viele Zitate von bekannten Schriftstellern und Künstlern abgedruckt. Zudem finden sich im Anhang auch die Biografien der Fotografen. Die Bildlegenden beschränken sich auf das Wesentliche und verzichten deshalb auf Interpretationen.

Was jeder in einem der über 320 Farbaufnahmen sehen will, wird ihm überlassen. Allerdings wird bereits in der Einleitung darauf hingewiesen, dass es mit den damaligen Techniken äußerst schwierig war, sich bewegende Motive in Farbe festzuhalten. Daher sind und wirken viele Fotografien gestellt. Und da die Fotografie seit ihren Anfängen auch Propagandazwecken dienten, wird nur selten gezeigt, was den Widerstand gegen die Kriegsmaschinerie fördern könnte. Farbige Aufnahmen von dem grauenhaften Gemetzel und von verstümmelten Menschenkörpern gibt es deshalb nur ein paar wenige.

Die über 320 Farbaufnahmen sind von erstaunlicher Qualität. Unter den wenigen Tausend Aufnahmen, die in den Archiven überliefert sind, wählte man offenbar auch nach dem Kriterium aus, wie ein Bild im Druck wirkt. Repräsentativ ist das Bildmaterial sicher für das Ausmaß der Zerstörung. Aber da die Farbfotografie nicht in allen am Ersten Weltkrieg beteiligen Ländern gleich verbreitet war, sind Aufnahmen vom Geschehen an der Westfront in der Überzahl.

Mein Fazit: Farbe verändert bekanntlich auch die Wahrnehmung und schafft eine Realität, die sich von Schwarz-Weiss-Fotografie unterscheidet. Ich finde es deshalb gut, dass nur wenige Bilder aus Lazaretten aufgenommen wurden. Das Unvorstellbare muss ja nicht unbedingt so vermittelt werden, dass man es gar nicht zur Kenntnis nehmen will. Und wer die farbigen Aufnahmen verwüsteter Städte und Landschaften sieht, generiert automatisch Bilder von Menschen, die in irgendeiner Form in das verheerende Geschehen vor hundert Jahren verwickelt waren.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Der Erste Weltkrieg in Farbe
Der Erste Weltkrieg in Farbe von Peter Walther (Gebundene Ausgabe - 30. Juli 2014)
EUR 39,99
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen