Kundenrezensionen


2 Rezensionen
5 Sterne:
 (2)
4 Sterne:    (0)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alles super, 11. Juli 2013
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Silver Age of DC Comics (Gebundene Ausgabe)
Wem bei der Buchstabenfolge „DC“ nur Washington oder eine Kleidermarke in den Sinn kommt, outet sich als Comics-Muffel oder kann mit Batman und Superman einfach nichts anfangen. Denn DC Comics gehört neben Marvel Comics zu den größten amerikanischen Verlagen für Bildergeschichten. „Detective Comics“, eine der ersten erfolgreichen Serien, gab dem Verlag denn auch den heutigen Namen, wobei das bekannte Haus seit 1969 zu Warner Bros gehört.

Dieser großformatige, dicke, schwere und in China schön gedruckte Band gibt einen umfassenden Einblick in das silberne Zeitalter von DC, das die Jahre von 1956 bis 1970 umfasst. Aber es sind nicht nur die unzähligen Abbildungen, die Comics-Fans begeistern werden, sondern auch die Texte. Diese wurden für die deutsche Ausgabe von Thomas J. Kinne übersetzt, der offenbar ebenfalls ein Comics-Liebhaber ist und deshalb die Zwischentöne versteht. Englischkenntnisse sind trotzdem von Vorteil, weil die Sprechblasen und Titel der abgedruckten Beispiele natürlich nicht in andere Sprachen übertragen wurden.

Die Verantwortlichen für das Layout haben ihre Büros in L.A. und haben sich zum Glück nicht dazu hinreißen lassen, möglichst viel auf eine Seite zu quetschen. Die Mischung aus Abbildungen, die eine ganze Seite einnehmen und kleineren Bildern mit Legenden hat mich jedenfalls überzeugt. Und wenn die ganze Wucht einer Szene gezeigt werden soll, wird ihr eine ganze Doppelseite gewidmet.

Paul Levitz, Comicautor und Leiter des DC-Comics Verlages von 2002 bis 2008 verfasste das Kapitel „Der Superheld im Raumfahrtzeitalter“. Darin rollt er nicht nur die Geschichte der Superhelden auf, sondern gibt seinen Lesern auch einen spannenden Einblick in die Kunst des Geschichtenerzählens und das Handwerk der Zeichner und Texter.

Der Index umfasst nebst den üblichen Danksagungen auch einen ausführlichen Index, eine Bibliografie und die Bildnachweise. Da die Texter und Zeichner in den frühen Comics nur selten namentlich genannt wurden, muss sich der Leser mit den Namen der Schöpfer einer Reihe begnügen. Die Anmerkungen des Herausgebers machen zudem deutlich, wie aufwändig das ganze Unternehmen war. Aber viele Fans und Sammler von Comic-Heften stellten ihre Schätze für dieses Buch zur Verfügung. Ein Exemplar des ersten Heftes von „Action Comics“ wird übrigens heute für mehr als eine Million Dollar gehandelt.

Mein Fazit: Für die Anhänger von Superman und Batman ist dieses gewichtige Buch schon fast ein Muss. Aber auch Comics-Fans, die eher andere Geschichten mögen, werden ihre Freude daran haben. Denn im bekannten DC Verlag sind ja auch andere Reihen erschienen, die Teil dieser Kulturgeschichte sind.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hi Ho Silver!, 30. Oktober 2013
Von 
Highlightzone - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: The Silver Age of DC Comics (Gebundene Ausgabe)
Große Freude kam bei mir auf, als zu erfahren war, dass der Taschen Verlag seinem riesigen Prachtband “75 Jahre DC Comics: The Art of Modern Mythmaking“ nicht – wie sonst oft üblich - eine kleinformatigere preiswerte Softcover-Ausgabe folgen ließ. Mit "The Golden Age of DC Comic" wurde eine fünfbändige DC-Enzyklopädie gestartet, die sich noch ausführlicher mit jenen Comic-Verlag beschäftigt, der durch Helden wie Superman oder Batman das Comicheft salonfähig machte. Zuvor erschienen in den USA Comics fast ausschließlich in den Zeitungen, doch nach dem riesigen Erfolg von Action Comics # 1 im Juni 1938 mit dem ersten Auftritt von Superman, war klar dass Comics mehr als nur eine Zeitungs-Beigabe sind. Comichefte wurden zu einem riesigen Geschäft.

Die Superhelden zogen in ihren Abenteuern auch mit in den Zweiten Weltkrieg, oftmals noch bevor die Amerikanischen Streitkräfte in der Realität in Europa oder Asien aktiv wurden. Nach Ende des Krieges erlahmte das Interesse an den kostümierten Helden und das sogenannte “Golden Age“ ging zu Ende. Andere Comic-Genres wie die Funny Animals, hier speziell die Entengeschichten von Carls Barks, oder die auch an erwachsene Leser adressierten Kriegs- und Horror-Hefte aus dem Hause EC weckten größeres Interesse. Letztere riefen Jugendschützer auf den Plan und der Comics Code, eine Art freiwillige Selbstzensur der Verlage, sorgte dafür, dass die Comics wieder kindischer (aber gelegentlich auch – wie im Falle des Mad-Magazines – satirischer) wurden.

Mitte der Fünfziger Jahre starteten die DC-Superhelden wieder durch. In den Heften Showcase # 4 und # 22 erschienen modernisierte Version von Flash, dem schnellsten Menschen der Welt, und vom allmächtigen Helden Green Lantern, der jetzt durch eine zivile Tätigkeit als Testpilot etwas geerdet wurde. Helden-Truppen wie die Justice League of America wurden so beliebt, dass DCs Konkurrent Marvel seine Fantastic Four startete. Den größten Popularitätsschub bekam allerdings Batman. Eine in den Sechziger Jahren ungemein populäre TV-Serie mit Adam West zeigte den Fledermaus-Mann nicht als Dark Knight sondern als knallbunte Pop-Art-Figur, deren Abenteuer allenfalls sehr kleine Kinder spannend und die restlichen Zuschauer höchst amüsant fanden. Durch diese TV-Serie wurden auch viele DC-Comics knallbunt und infantil. Erst durch die realitätsnahen Geschichten von Denny O'Neil und Neal Adams, die das “Bronze Age“ einläuteten, erholten sich die DC-Helden von dieser Entwicklung.

In “The Silver Age of DC Comics” dokumentiert Paul Levitz, der von 2002 bis 2009 Chef bei DC war, auf 400 reich bebilderten Seiten dieses hochinteressante Comic-Zeitalter. Der Band ist gegenüber dem schwergewichtigen Werk “75 Jahre DC Comics“ sehr viel lesefreundlicher. Dies liegt zum einen daran, dass er komplett auf Deutsch übersetzt wurde, aber auch am etwas kleineren Format. Zudem sind zahlreiche neue Abbildungen, Texte sowie ein Interview mit Neal Adams enthalten. Es darf sich schon auf die drei weiteren DC-Bände zum Bronze-, Dark- und Modern-Age gefreut werden.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst
ARRAY(0xaa07a960)

Dieses Produkt

The Silver Age of DC Comics
The Silver Age of DC Comics von Paul Levitz (Gebundene Ausgabe - 10. Juni 2013)
EUR 39,99
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen