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Horror Cinema
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. August 2012
Dabei geht es nicht um den maximalen Blut- und Ekelfaktor, sondern um eine breit angelegte zeit- und gesellschaftliche Einordnung des Horrorfilms. Das Buch: Schön gemacht, gedruckt durchgehend in low-key-Manier mit vielen brillanten, großformatigen SW- und Farbbildern. Auch die Abbildungen widmen sich überwiegend alten cineastischen Schätzchen, psychologischen Momenten sowie Drehszenen. Klar, es kommt Blut vor - im Idealfall jedoch mit einer konkreten Aussage verbunden (Carrie wehrt sich gegen ihre Peiniger).

Mit den Ausführungen: Was ist Horror? Warum braucht die Gesellschaft den Tod im Film? stimme ich nicht überein, aber ein wissenschaftlicheres Werk hierzu hätte sicher ein anderes Format und wäre vielleicht auch optisch nicht so schmackhaft.

Aber der Mann kennt sich im Genre bestens aus. Wir erfahren Hintergründe vom Phantom der Oper 1925, welche Faszination von Frankenstein 1930 ausging und lebendige Informationen zu Filmproduktionen und Rezeption des Publikums.

Die Geschichte setzt an wo alles begann: Im englischen Schauerroman des 19. Jahrhunderts. Die Kapitel sind sehr informativ und filmisch auf eine breite Basis gestellt. Es begeistert, dass er frühe Jahrzehnte ebenso liebevoll und ausführlich schildert wie aktuellere. Die alten Filme belegen, dass wahre Leidenschaft nicht zwingend durch neue Technik verbessert wird und zum Teil Originale unerreicht bleiben.

Der Autor schildert, welche Elemente sich dabei weiterentwickelt haben, welche Themen die Gesellschaft der jeweiligen Zeit beschäftigt hat (Rückkehr von Untoten durch technischen Fortschritt, die Bedrohung durch Außerirdische, sich verändernde Profile von Täter und Opfer). Durch die Fülle von Hintergründen erschließen sich interessante Kontexte. Dabei lässt er auch unbequeme Themen nicht aus, wie die Diskussionen über die mögliche Verrohung Jugendlicher.

Manche Abhandlungen hätte ich ausführlicher erwartet (B-Movies, Exploitation, E. A. Poe Verfilmungen) aber das ist vielleicht auch immer persönliches Empfinden.

Wir erfahren Infos über Filme, welche ihrer Zeit voraus waren und erst nachträglich gewürdigt wurden (z.B. Freaks) und über Filme, die nicht ankommen weil sie eher Betroffenheit auslösen (Filme mit Behinderten).

Wenn man nicht zur härtesten Fraktion gehört wird man sicher auf seine ganz persönliche Grenze Dessen stoßen, was nicht mehr dargestellt werden sollte - auch dann nicht wenn ein gesellschaftskritischer Film produziert wurde - und das ist schließlich auch gut so. Dabei überzeugt die These des Autors, wenn Zombies, Blut und Gewalt massiv auftreten, blicken wir in die dunkelsten Abgründe unserer Gesellschaft (bzw. des Betrachters).

Das Buch punktet durch die ausführlichen Schilderungen psychologischer Strukturen und skuriler, bisweilen slapstikartiger Details. Und - jawoll - endlich eine Abhandlung über böse Frauen! Sie sind seltener gewalttätig als Männer. Daher müssen die Motive stärker herausgearbeitet werden um glaubwürdig zu sein. Nur die unerreichte Kathy Bates darf ohne Grund abartig sein.

Last but not least steht die kritische Selbstreflektion und mein Gewissen, warum muss ich sowas ab und zu haben? Für mich kann ich dies nun besser beantworten. Bei Medien und Tagesschau wurde mir diesen Sommer mehr übel als sonst. Ich habe zwischenmenschlich viel Gutes erlebt, kenne aber auch (wer kennt das nicht?) Ausgrenzung, die Abgründe und das Schweigen, Tod. Es ist eine Gnade, den inneren Film in andere Kanäle umzuleiten und so schöne Bilder wie Alien oder den Schrecken des Amazonas dafür zu bekommen. Dazu mag natürlich jeder seine persönliche Antwort finden.
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am 29. Januar 2015
Ich habe länger nach einem Buch wie diesem gesucht, das dieses Genre einigermaßen Ausführlich bearbeitet. Und bei diesen Preis kann man nicht viel falsch machen. Sicherlich hätte das eine oder andere Untergenre gerne noch ausführlicher beleuchtet werden können, aber für einen groben Überblick reicht es allemal. Leider aber gibt es hier und da den einen oder anderen Fehler zu entdecken. So ist z.B. unter den Bildern des ersten Teils der Halloween-Serie zu lesen, dass dieser von 1971 sei, was sachlich falsch ist, da es hier 1978 hätte heißen müssen. Wie aber schon gesagt; der Preis stimmt und das sollte zählen.
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
...Beinhart und blitzschnell - ganz so, wie es Ihnen gefällt. Das IST doch der Grund, weshalb Sie dieses Buch lesen, oder?" (S. 17)

Einmal mehr ein Taschen-Buch in gewohnter Qualität und Aufmachung (zum 25-jährigen Jubiläum einmal mehr in Hardcover-Ausgabe), inzwischen leider vergriffen. Eine Neuauflage war für Januar 2013 geplant, bislang aber nicht realisiert. Jede Menge Bilder von Meilensteilen aus den verschieden Horror-Richtungen, knackig kurz und informativ.

So wird der interessierte Leser zunächst an das Genre herangeführt, mit der Rezeptionsgeschichte und den Ursprüngen vertraut gemacht. Die Wurzeln liegen im Schauerroman des 19. Jahrhunderts begründet. Gothic novels wie "Die Geheimnisse von Udolpho" von Ann Radcliffe, oder aber Lewis' "Der Mönch" kreierten beim Leser ein wohliges Schauern, das durch Klassiker (Mary Wollstonecraft Shelleys "Frankenstein" und Bram Stokers "Dracula") den Sprung auf die Leinwand schaffte.
Frühe Werke sind u.a.: Wienes "Das Cabinet des Dr. Caligari" und Murnaus "Nosferatu". Universal nutzte die Nische, um in den 30er Jahren mit dem Horrortonfilm finanziell zu gesund en. Vor allem durch die Weltwirtschaftskrise erlebte das Genre einen Boom, lenkte es doch von den alltäglichen Sorgen ab. Zudem hatten die Filme ein hoffnungsvolles Ende - das Monster wurde vernichtet.

Bevor ich aber ausufere, kurz und knapp:
Über Klassiker des Stummfilms, hin zu Werken, die das Genre aufs Korn nehmen wie "Scream", über "Peeping Tom" und Psycho" (mit beiden Filmen wurde der psychisch gestörte Mörder wirkungsvoll und stimmig etabliert), über Langs "M" und Val-Lewtons-Klassiker (allem voran "Ich folgte einem Zombie"), über "Rosmaries Baby" hin zum "Schweigen der Lämmer" ... bis hin zu Hitchcock, Lewton, Robert Wise ...: Das Buch ist eine Fundgrube an Filmen und wunderbaren Filmbildern (wenn auch teils mit Ekelfaktor)!

Kurze Übersicht: Neben den Ursprüngen werden die verschiedenen Subgenres/Arten des Horrorfilmes betrachtet.
Besonders interessant und lesenswert fand ich: Slasher und Serienmörder; Kannibalen, Freaks und Hinterwäldler; Geister und Spukhäuser; Besessene, Dämonen und teuflische Bösewichte; Vodoo, Satanisten, Sekten und Hexen.
Darüber hinaus finden sich Kapitel über die Rache der Natur, Science-Fiction-Horror, Vampire und Ungeheuer in Frauengestalt.

Ob man nun dem Erklärungsansatz des Autoren zustimmt oder nicht - Motivation des Genres sei es, den Tod zu verhöhnen, denn durch die Moderne lebt der Mensch länger und so entfernte sich die Realität des Todes aus unserem Alltag - Eines ist sicher: Taschen hat zum kleinen Preis eine wunderbare Einführung in das Genre veröffentlicht. Wer zum Einstieg in den Horror eine Lektüre sucht, wird sicherlich nicht enttäuscht sein. Kurzweilig und sehr informativ.
Doch seien Sie gewarnt: Am Ende werden sicherlich einige Filme mehr auf dem Merkzettel stehen.
Ich schaue nun erst mal wieder Scream und den ein oder anderen Lewton-Klassiker!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. Juli 2013
Für den Preis ein super Buch mit vielen Bildern und auch wirklichen Klassikern wie ich finde, als Geschenk oder für die eigene Sammlung sehr zu empfehlen
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