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am 22. Juli 2015
In diesem, zugegebenermaßen veralteten, Werk beschäftigen sich die Autoren mit den Fähigkeiten des SAP Solution Manager. Veraltet bezieht sich schlicht und ergreifend auf die Tatsache, dass es sich hierbei zwar um eine aktualisierte, aber dennoch aus dem Jahr 2011 stammende Fassung handelt. Eine schnelle Kontrolle bei Amazon zeigt, dass es derzeit auch keine neuere Version zu erstehen gibt. Gut, dass an IT-Fachliteratur schon kurz nach dem Erscheinen der Zahn der Zeit nagt ist nichts Erstaunliches. Und so stellt diese Rezension zusätzlich noch die Frage: Kann ich einem IT-Fachbuch aus dem Jahr 2011 heute noch etwas abgewinnen?

Mir blieb beim Lesen leider verborgen (oder ich übersah es), welcher Support Package Stand beschrieben wird. Einen Anhaltspunkt fand ich auf S. 47, der auf SP 2 verwies. Vergleicht man mit dem aktuellen Release SP 13 und den dazugehörigen Änderungen, so hat sich an diesem Stück komplexer Software schon sehr viel weiterentwickelt.

Glücklicherweise nimmt sich dieses Buch vor, zuerst einmal allgemeine Fragen wie „Was ist der SAP Solution Manager?“ oder „Wofür kann ich den SAP Solution Manager einsetzen?“ zu beantworten. Meiner Ansicht nach sind diese Grundsätzlichkeiten auch mit einem 2011er Aufschrieb erfüllbar.

Ein geschickter Schachzug gelang den Autoren mit der Splittung in zwei Teile. Diese dienen unterschiedlicher Ausrichtung und damit der Adressierung von verschiedenen Interessenten.

Kapitel 1-3 durchlaufen in einem Rundumschlag „Konzepte und das gesamte Spektrum des Solution Manager… im Überblick“. Hier sollten sich Entscheider und Menschen aufgehoben fühlen, die einfach mal erfahren wollen, was die „Kiste“ kann. Viel gibt’s da anscheinend nicht zu sagen, denn diese Kapitel umfassen gerade mal die ersten 100 Seiten und mach damit seiner Beschreibung als „Executive Summary“ alle Ehre und übertreibt es gleichzeitig auch nicht. Gut platziert an den Anfang von „SAP Solution Manager“ gepackt werden so erste Konzepte und die Sinnhaftigkeit dieser zentralen SAP Lösung (Solution) besprochen. SAP legt bei der fortwährenden Entwicklung des Solution Manager Wert darauf, dass dieser den gesamten Application Lifetime Cycle umfasst und stützt sich dabei auf die bewährte ITIL Version 3. Man wird noch einmal kurz und übersichtlich abgeholt, in dem der Lebenszyklus kurz aufgezeigt und auf den Solution Manager abgebildet wird. Die Autoren stellen das Lösungskonzept des Solution Manager dar und beschreiben dessen Vorteile. So werden in einer Lösung „alle in einem Projekt gesammelten Informationen“ dorthin übertragen, damit diese letztlich auch „verfügbar bleiben und konsolidiert werden können.“ Interessant zu lesen waren auch die Ausführungen zu den 12 Prozessen, die Verwendung finden, um den gesamten Lebenszyklus einer Lösung zu organisieren.

Im weiteren Verlauf stellt sich auch heraus, dass SAP den Solution Manager nicht nur für hauseigene Software bereitstellt. Die Offenheit für Nicht-SAP-Software wird einleuchtend erklärt und anhand einiger Implementierungsvorschläge vertieft. Spannend empfinde ich nach wie vor den Bereich des technischen Monitorings, der sich mit dem Betrieb und der Überwachung von Lösungen befasst. Passt an dieser Stelle auch gut, denn Version 7.1 führte die Monitoring and Alerting Infrastructure (MAI) ein.

Äußerst interessant und neu war für mich die Erwähnung der erweiterten Nutzungsrechte. Bedeutet im Klartext, dass diese insofern aufgebohrt wurden, als dass nun auch „alle Bestandteile einer Kundenlösung“ durch den Solution Manager supported werden können. Sehr hübsch aufbereitet werden auch immer wieder greifbare Beispiele eingestreut. Hier beschreiben die Autoren z. B. den Ausfall eines Druckers. Diese Störung kann kostenfrei über den Solution Manager bearbeitet werden, denn das Gerät wird in diesem Fall „mit dem SAP-System betrieben“ – dies ist übrigens auch die einzige Voraussetzung für entsprechendes Nutzungsrecht.

Eine weitere Aufgabe des Solution Manager ist die Überwachung von Geschäftsprozessen. Auch hier zeigt ein Beispiel anschaulich, was man sich darunter vorstellen kann und worin die Notwendigkeit, diese zu überwachen begründet liegt.

Die restlichen Kapitel 4-15 verlassen die Ebene des Executive Summary und brechen nun detailliert das Leistungsspektrum des Solution Manager auf. Im Folgenden möchte ich einige (für mich interessante und auch neue) Punkte daraus beleuchten.

Für die zentrale Verwaltung und Übersicht von Komponenten führte SAP das System Landscape Directory (SLD) ein, welche sich im Solution Manager mit der LMDB synchronisiert. Damit soll sichergestellt werden, dass alle Lösungen im Solution Manager bekannt und wenn notwendig verknüpft sind. Dass mit diesem Ansatz negative Auswirkungen auf bestehende Landschaften, bspw. beim Upgrade, möglichst gering gehalten werden sollen wird feingliedrig dargestellt.

Ein nächster interessanter Punkt stellt die Reverse Business Process Documenation dar. Sie soll dabei helfen aus komplexen SAP-Systemen Geschäftsprozesse zu ermitteln und herauszustellen. Dabei wird auf 14.000(!) Standardprozesse geprüft. Selbst entwickelte Objekte kennzeichnet die RBPD angeblich separat, damit diese später ergänzt werden können – klingt ja zumindest einmal spannend!

In Kapitel 5 „Implementierung von Lösungen“ gehen die Autoren auf die ASAP-Methode ein. Dass der Solution Manager auch für die Projektverwaltung genutzt werden kann wird an dieser Stelle z. B. konkret mit einer Art hands on Demo gezeigt, die erste Schritte beim Anlegen und Verwalten beinhaltet.

Das Werk beschreibt fortlaufend und Kapitelweise noch

- „Vorlagenmanagement“ (Geschäftsprozesse und die Prozessbibliothek),
- „Testmanagement“ (Beschreibung von Testabläufen und Werkzeugen, damit Neuheiten möglichst schonend in die bestehende Struktur eingebracht werden)und
- „Verwaltung der Änderungskontrolle“ (Planung und Übersicht bei Veränderungen an bestehenden Systemen)

Kapitel 10 beschreibt auf über 100 Seiten (fast schon ein wenig ausführlich für einen Überblick) die Finessen und Möglichkeiten des technischen Betriebs. Dazu führen die Autoren das Monitoring in unterschiedlichen Facetten und mitgelieferte Werkzeuge an. Überaus lesenswert war hier wiederum „Datenvolumenmanagement“. Hier wird erläutert, warum es in Zeiten enorm wachsender Datenmengen sinnvoll ist, bestehende Daten zu analysieren und nach unterschiedlichen Aspekten zu priorisieren. Angeführt werden hier z. B. Level 1, also die Ablage von Daten in einer Online Datenbank, was sich als kostenintensiv herausstellt oder das Archivieren von Daten in einem Level 3 Speicher, der wiederum geringere Kosten mit sich bringt. Aktuelle Themen wie BI und Analyse von Big Data (HANA,…) lässt hier erahnen, welches Potential im eben beschriebenen Ansatz steckt – fand ich gut gemacht, Danke!

Komplexität zeigt sich auch in SAP-Systemen, die regelmäßig Wartungen unterzogen werden müssen. Sei es durch gesetzliche vorgeschriebene Änderungen oder aber durch notwendige Upgrades oder die Integration von Fremdsoftware (weiter oben beschrieben). Erfreulicherweise spendierten die Autoren dem dafür notwendigen Maintenance Optimizer (MOpz) ein eigenes Minikapitel 12.

Direkt und sinnvoll daran angehängt wurde Kapitel 13 „Unterstützung von Upgrade-Projekten“. Dabei stellt man zuerst heraus, worauf man sich bei einem Upgrade ggf. einlässt (mehrere Wochen Durchführungszeit!) und wie der Solution Manager dabei unterstützt. Konkret wird auch der Upgrade Dependency Analyzer umrissen und wieder mit Beispielen unterstrichen. Der DA wird genutzt, um bei einem Upgrade Abhängigkeiten zwischen Systemen und Komponenten zu berücksichtigen, damit auch hier wiederum möglichst schonend Änderungen durchgeführt werden können. An dieser Stelle möchte ich auch einfach erwähnen, dass ein solches Werkzeug absolut notwendig ist. Die rasant wachsende Komplexität von SAP-Systemen kann wohl kaum ein Normalsterblicher beherrschen – und die Folgen aus einem gescheiterten Upgrade wohl auch nicht ;-)

Das vorletzte Kapitel 14 befasst sich mit der Landscape Transformation und den möglichen Ansätzen, die bei einer Neustrukturierung einer IT-Landschaft unterstützen können.

Das abschließende Kapitel 15 umfasst das „Custom Code Management“. Beschrieben wird hier, dass Eigenentwicklungen relevant und in einer komplexen Systemlandschaft nicht wegzudenken sind. Die Pflege von Custom Code und dessen Verwaltung (Versionierung,…) stellt einen wichtigen Bestandteil der letzten Seiten im Buch dar. Falls dem einen oder anderen das Interesse für dieses Kapitel fehlt, empfehle ich zumindest den Teil 15.3 „Custom Development Management Cockpit“ zu lesen. Dabei wird ein Tool aufgezeigt, mit dem ermittelt werden kann, wie kundeneigene Entwicklungen genutzt werden können und ob diese bereits veraltet sind.

Ich kann an dieser Stelle nicht sagen, ob die seit mehreren Jahren fehlende Aktualisierung dieses Werks absichtlich hinausgezögert wird oder aus guten Gründen nicht vorhanden ist. Ich für meinen Teil habe mich während der Lektüre der einzelnen Kapitel immer recht gut aufgehoben gefühlt. Sicherlich mag an der einen oder anderen Stelle ein Feature des aktuellen SP13 fehlen, aber die einleitende Frage „Kann ich einem IT-Fachbuch aus dem Jahr 2011 heute noch etwas abgewinnen?“ werde ich an dieser Stelle und auf dieses Buch bezogen mit einem „Ja.“ Beantworten. Meine Erwartung, einen Überblick zum Solution Manager 7.1 zu erhalten, wurde erfüllt. An so einigen Stellen (das stellt diese Rezension hoffentlich auch heraus) ließ ich durchscheinen, dass im Solution Manager noch viele Neuerungen verborgen sind, die man nicht unbedingt erwartete. Interessant war es in jedem Fall!
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am 4. Juli 2013
Für meine Bachelor Thesis und meinen zukünftigen Job, habe ich mal für studentische Verhältnisse ordentlich investiert und mir dieses Buch gekauft. Es ist sehr gut strukturiert und die Sprache (von der manchmal offensichtlich-zwanghaften Suche nach deutschen Begriffen für die in der IT-Beratung sehr üblichen Anglizismen abgesehen) ist sehr verständlich. Verbesserung sehe ich subjektiv in folgendem Aspekt:

- Da der Solution Manager sich sehr stark an der ASAP Methodik orientiert ist der Bezug dazu meiner Meinung nach in dem Buch zu kurz gekommen. Die sehr technische Ausrichtung des Buches kommt eher denen entgegen die die SAP Systemlandschaft betreuen, bzw. konzepieren. Aus Projektmanagement oder prozessualer Sicht ist das eher dünn. Wichtige Bereiche, wie das Testmanagement, werden nur angeschnitten... Leider werden von SAP so häufig Updates für den Solution Manager rausgegeben, dass das Buch im Detail auch schon wieder nicht mehr ganz stimmig ist.

Trotzdem bleibt das Buch eine lohnende Investion, besonders als Berufseinsteiger.
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am 11. April 2007
Die dritte Auflage des Standardwerks zum SAP Solution Manager bietet umfangreiche, tiefgehende Einblicke in alle Aspekte des Tools. Der Solution Manager ist inzwischen für den Betrieb von SAP- (und auch Nicht-SAP!)-Landschaften unverzichtbar geworden, hat aus diesem Grund aber auch massiv an Funktionsumfang zugelegt. Das vorliegende Buch versucht, diesen Umfang - geordnet nach den Phasen des ALM-Lebenszyklus (Application Lifecylce Management) zu erklären und zu beschreiben, wie man den Solution Manager sinnvoll für das Lebenszyklus-Management einsetzt. Besonderer Fokus wird hierbei auf das Reduzieren von Kosten durch Automatisierung und das Senken von Risiken (z.B. durch Testfunktionalitäten, Change Management und Geschäftsprozess-Monitoring) mit dem Solution Manager gelegt. Ein weiterer großer Abschnitt erläutert die in Release 7.1 komplett neuen IT Service Management (ITSM) - Funktionen

Wer detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum Customizing bestimmter SolMan-Funktionen erwartet, wird enttäuscht werden - diese finden sich nicht im Buch. Dafür ist das Buch aber meiner Ansicht nach auch gar nicht gedacht, denn für solche Fälle gibt es bessere Informationsquellen (Whitepaper, SAP Service Marketplace, Blogs im SDN, sowie diverse Service- und Schulungsangebote von SAP und Partnern). Das Buch versucht, einen Rundumschlag über alle Funktionen des Solution Managers zu geben, beschreibt den Einsatzzweck und die grobe Nutzung dieser Funktionen und ordnet diese in den Gesamtkontext des Application Lifecycle Managements ein. Man erhält so eine gut zu lesende (wenn auch manchmal etwas langatmige) Übersicht über den GESAMTEN Funktionsumfang des Solution Managers und kann daraufhin z.B. entscheiden, ob die Nutzung bestimmter Funktionen tiefer evaluieren will.

Das Buch ist gut lesbar geschrieben und hat (trotz der großen Anzahl an einzelnen Fachautoren) einen durchgängigen Stil.

Fazit: Wer einen tiefgehenden "Rundumschlag" an Informationen zum SAP Solution Manager 7.1 benötigt, der nicht aus "Marketing-Geblubber" besteht, kommt hier voll auf seine Kosten.
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