Kundenrezensionen

258
4,3 von 5 Sternen
Zeitenzauber: Die magische Gondel
Format: Gebundene AusgabeÄndern
Preis:14,99 €+Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

174 von 187 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Vorab möchte ich sagen: Ich LIEBE Zeitreisegeschichten! Bevor ich allerdings mit dem Lesen dieses Buches begann, wusste ich nicht, dass es darin auch um Zeitreisen geht, denn ausschlaggebend für mein 'Will ich unbedingt lesen'-Gefühl war eher das wunderschöne Cover, das dem Leser nicht nur einen Augenschmaus ob der Gestaltung und Farben bietet, sondern auch einem 'Buch-Streichel-Fetischisten' wie mir einen Höchstgenuss der Extraklasse bietet. Denn der Schutzumschlag fühlt sich so wunderbar weich an, wie ich es bisher von keinem Buch kannte. Ich kann es leider auch nicht beschreiben, aber es fühlt sich nicht an, wie einfaches Papier, sondern eher leicht 'gummiert'.

Schon nach ein paar Seiten war mir dann klar, dass ich es schwer haben würde, aus diesem Buch wieder hinauszukrabbeln. Denn es gibt Bücher, bei denen man direkt am Anfang das Gefühl bekommt 'Hey, das Buch ist nur für mich geschrieben!' und genau dieses Gefühl hatte ich.

Anna ist eine 17jährige Schülerin, die mit ihren Eltern die Sommerferien in Venedig verbringt. Eines Tages besucht die Familie dort eine Bootsausstellung, bei der sie einem kleinen Unfall unterliegt und in den Kanal stürzt. Als sie wieder zu sich kommt, stellt sie fest, dass sie erstens nackt ist und zweitens die Stadt nicht mehr ausschaut, wie sie sie kannte.

Als man ihr kurze Zeit später eröffnet, dass sie sich im Jahre 1499 befindet, glaubt sie zunächst an einen Scherz, doch als sie versucht, den Leuten, die sie dort kennenlernt beispielsweise von ihrem iPod zu berichten, merkt sie, dass sie moderne Wörter wie dieses gar nicht aussprechen kann. Sie verwandeln sich automatisch. Als Beispiel sei hier erwähnt, dass aus "Klo" der "Abtritt" wird. Eben das Wort, das es zu der damaligen Zeit gab.

Schnell lernt Anna andere Menschen kennen und findet heraus, dass sie nicht die einzige Zeitreisende zu sein scheint. Und obwohl alle aus unterschiedlichen Ländern zu kommen scheinen, können sie doch alle miteinander kommunizieren, was wohl an einem 'intergalaktischen Translator' liegen muss, der anscheinend ebenfalls in ihren Sprachgebrauch eingearbeitet wurde.

Und so interessant das Venedig im Jahre 1499 auch sein mag, so versucht Anna natürlich schnell wieder in ihre Jetztzeit zurück zu kommen. Doch werden ihr bis dahin viele viele Steine in den Weg gelegt. Denn Anna ist nicht ohne Grund in die Vergangenheit gereist. Es gibt eine Aufgabe, die sie erfüllen muss ...

Ich kannte bereits zwei historische Romane von Eva Völler, die sie unter dem Pseudonym 'Charlotte Thomas' geschrieben hat und an vielen vielen Stellen hatte ich das Gefühl, als sei der 'Zeitenzauber' ein kleines Kind der Großen. Denn ich konnte mir wunderbar vorstellen, dass die Geschichte um Anna eine kleine Randgeschichte der anderen ist. 'Zeitenzauber' ist aber kein wirklich historischer Roman, denn es spielen ja sehr viele Dinge und Faktoren (und auch sehr moderne Dinge wie Facebook, Greys Anatomy usw.) eine Rolle, aber meiner Meinung nach führt dieser Roman den jungen Leser an historische Bücher heran. Denn (zumindest bei mir war es so) es entwickelt sich die Lust auf 'mehr' aus dieser Zeit.

Was mir außerdem sehr gut gefallen hat, ist der Wortwitz, der immer wieder auftaucht. Gerade am Anfang gab es mehrere Stellen, an denen man in sich hineinkichert. Später wird aus der lustigen Geschichte eine sehr sehr spannende und am Ende hatte ich eine Gänsehaut am Körper. Für mich eine sehr gelungene Mischung aus mehreren Aspekten, die ein Buch lesenswert machen.

Erwähnenswert finde ich auch noch, dass es unter anderem auch ein paar typisch alte italienische Begriffe gibt, die jeweils als Fußnote erläutert werden und so kommt auch der Lerneffekt in diesem Buch nicht zu kurz.

Ich bin froh, dass dieser Roman nicht der Auftakt einer Trilogie ist, denn sonst müsste ich nun mindestens ein Jahr auf die Fortsetzung warten. Vielmehr ist die Geschichte in sich abgeschlossen, schürt aber am Ende die Hoffnung darauf, dass es sich lediglich um den Auftakt einer Serie handelt. Sollte dies der Fall sein, werde ich liebend gerne auch bei einem zweiten Teil wieder dabei sein!

2009 meets 1499 und das in einer Form, die Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen begeistern wird!
77 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
37 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Februar 2012
Zum Inhalt:
Die 17jährige Anna begleitet ihre Eltern, als diese beruflich in Venedig zu tun haben. Ihr Vater ist Archäologe, aber dummerweise hört Anna nicht richtig zu, als er von merkwürdigen Fundstücken erzählt. Denn kurz darauf fällt sie bei einer historischen Bootsparade in einen der Kanäle - und wacht in der Vergangenheit wieder auf, genauer gesagt im Jahr 1499!

Meine Meinung:
Das Buch liest sich schnell und ist eine wirklich nette Unterhaltung. Zeitreise-Romane sind eigentlich nicht so meine Leserichtung, aber dieser hier hat mir gut gefallen. Allerdings bin ich mit der Protagonistin Anna nicht so recht warm geworden. In der Gegenwart kam sie mir deutlich jünger vor als 17. Als sie dann in die Vergangenheit gereist war, hat sie sich doch als ziemlich schlaues und mutiges Mädchen entpuppt, aber gefühlsmäßig ist sie mir eher fremd geblieben.

Etwas mehr Tiefe hätte den Charakteren nicht geschadet, trotzdem habe ich Annas Suche nach dem Weg zurück in ihre eigene Zeit als kurzweiliges Lesevergnügen empfunden

Zeitenzauber ist als Trilogie gedacht, die Bände sollen aber unabhängig voneinander gelesen werden können, was aus meiner Sicht bei diesem ersten Band auch gut gelungen ist.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. März 2014
Da ich so gern Zeitreiseromane lese, bin ich vor ungefähr einem Jahr auf dieses tolle Buch gestoßen und hatte es nachdem ich es endlich erhalten habe, auch sofort verschlungen.

Worum gehts?
Als Anna mit ihren Eltern im Urlaub in Venedig ist und bei einem Gondelausflug ins Wasser fällt, traut sie ihren Augen kaum. Sie wurde in die "Rote Gondel" gezogen und befindet sich in der Vergangenheit. Im 18. Jahrhundert. Dort ist alles anders. Die Sprache wird automatisch angepasst und Worte wie "ipod" oder "Toilette" gibt es dort nicht. Doch wie ist Anna dorthin gelangt? Und wie kommt sie wieder zurück? Und was hat es mit dem geheimnisvollen, hübschen Sebastiano auf sich, den Anna kennelernt? Schon bald wird bekannt, Anna und auch Sebastiano sind Zeitreisende und verfügen über besondere Gaben und Anna muss eine bestimmte Aufgabe erfüllen...

Meinung:
Passend zu der bevorstehenden Blogtour, habe ich dieses Buch ein zweites Mal gelesen und schon war ich wieder in der Geschichte drin, die mich gut vor einem Jahr so verzaubert hatte.
Am Anfang lernten wir Anna genau kennen. Sie war eigentlich ein ganz normaler Teenager doch es gab eine Gabe an ihr. Immer, wenn Gefahr lauerte, auf irgendeine Art und Weise, juckte ihr Nacken. Dies war schon mal eine sehr originelle Idee von der Autorin. Als ich dann weiterlaß, bemerkte ich, dass es mit Anna noch mehr auf sich hatte, vorallem, als sie dann in die Vergangenheit reiste und auf Sebastiano traf. Ab da gab es dann kein Halten mehr. Ich sog das Buch nur so in mich hinein. Der wunderbare flüssige Schreibstil unterstrich das Ganze und schon bald war ich am Ende des ersten Bandes angelangt.
Ebenso positiv fand ich auch die verschiedenen Orte, welche die Autorin hier sehr deutlich beschrieben hatte. Man konnte sich ein perfektes Bild vor Augen dazu machen und fühlte sich teilweise sogar selbst in der Geschichte drin. Zum Thema Orte findet ihr dann meinen Beitrag zur bevorstehenden Blogtour zum dritten Band "Das verborgene Tor".
Womit ich auch sehr zufrieden war, war das wunderbare Ende des Buches. Die Geschichte geht zwar weiter, aber in sich war diese abgeschlossen und das fand ich äußerst positiv!
Da Cover passt ganz wundervoll zur Geschichte. Es zeigt Venedig und die besagte rote Gondel.

Die Charaktere waren mir wirklich sehr sympathisch. Die Dialoge zwischen Anna und den Charakteren im 18. Jahrhundert brachten mich das ein oder andere Mal gewaltig zum Lachen. Es ist schon komisch, dass so einfache Worte, wie wir sie heutzutage benutzen dort noch nicht bekannt waren und einfach ausradiert werden, so, dass Anna diese gar nicht aussprechen konnte. Anna selbst konnte ich mir sehr gut vorstellen und ich mochte ihre Art, wie sie mit den Dingen um ging.
Auch Sebastiano konnte mich von sich überzeugen. Er war vorsichtig, anfangs sehr geheimnisvoll und schweigsam und doch konnte er Annas Herz gewinnen. Vor meinen Augen entstand ein hübscher, intelligenter junger Zeitreisender. Aber auch die anderen Charaktere, wie der Fiesling Alvise gefielen mir gut. Man konnte sich ein genaues Bild dessen machen und auch er wurden von der Autorin sehr tiefgründig dargestellt. Für einen Bösewicht hatte er genau das richtige Potential.

Fazit:
Für mich war Band 1 ein gelungener Zeitreisestart, mit tollen Charakteren, wunderbaren Orten und einer Geschichte, die einen vom 18. Jahrhundert verzaubern ließ. In den nächsten Tagen könnt ihr auch die Rezension zum zweiten Band lesen.

- Cover: 5/5

- Story: 5/5

- Schreibstil: 5/5

- Charaktere: 5/5

- Emotionen: 5/5

Gesamt: 5/5

Copyright Sharons Bücherparadies
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
28 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Oktober 2011
Gerade habe ich sie beendet, die Geschichte um die rote Gondel und ich bin froh, dass ich meiner Büchersucht nachgegeben und das Buch gekauft habe. Und zwar nicht nur, weil das Cover so traumhaft schön ist.

Kurz zum Inhalt:
Anna, 17 Jahre alt, ist mit ihren Eltern - der Vater ist Archäologe - in Venedig bei einer seiner Ausgrabungen. Bei einem Bummel durch die Stadt kauft sie eine venezianische Maske. Kurz darauf fällt ihr eine rote Gondel auf,sie beobachtet einen Messerkampf, fällt ins Wasser und schwupps - ist sie im Jahre 1499 gelandet. Was sie in Venedig in einer Zeit - 510 Jahre vor ihrer eigenen - soll, wird wunderschön und mit einer großen Liebe zum Detail von Eva Völler erzählt. Und zwar alles andere als langweilig!
Allerdings spare ich mir eine Wiedergabe des Inhaltes - es ist viel schöner nicht zuviel zu wissen, wenn man es liest :-)

Als Leser kann man wunderschön dem Leben im 15. Jahrhundet folgen. Bunt und genau wird der Alltag mit seinen Widrigkeiten und schlechten Gerüchen geschildert und schnell ist man mittendrinn in diesem spannenden Plot. Und spannend ist er!

Die Protagonisten sowie die Nebenfiguren sind wunderschön und klar gezeichnet, ich hatte keine Probleme mich mit ihnen anzufreunden und empfand sie weder platt noch langweilig, wie das hier an anderer Stelle schon geschildert wurde. Der Aufbau mit den Zeitsprüngen ist logisch und nachvollziehbar, die zarte Liebesgeschichte zauberhaft - mir hätte sie ein bißchen länger sein können :-)

Fazit:
Volle Leseempfehlung!
Eva Völler hat mit ihrem Buch einen echten Leckerbissen geschaffen, für interessierte Jugendliche und Leser der 'All-Age-Sparte'. Wer die Edelsteintrilogie von Kersin Gier mag, wird hier auch voll auf seine Kosten kommen!
Herrlich geschrieben, mal ganz ohne Vampire, mit einer Protagonistin, die einen Wortwitz aufweist, der mich ein wenig an Rosa aus der 'Arkadien-Reihe' erinnert. Ja nicht unterkriegen lassen Mädels!

Für mich ein Buch, welches ich gerne noch einmal lesen werde und einen Platz im 'Lieblingsbuchregal' bekommt.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Juli 2013
Als ich von diesem Buch hörte, dachte ich es wäre etwas ähnliches wie die Edelstein-Trilogie. Ist es aber definitiv nicht. Anna gelangt durch einen Zufall in die Vergangenheit und bleibt auch dort. Sie sitzt quasi im 15. Jahrhundert fest und muss sich da irgendwie zurechtfinden. Ich fand das Leben in der Vergangenheit total interessant. Anna hatte da an manchen Stellen etwas Probleme und nörgelte für mich zu oft an der Hygiene etc. herum. Schon klar, ein Leben ohne eine normale Toilette, ohne Deo, etc. ist nicht toll, aber dass sie gerade die Vergangenheit hautnah miterlebt, hat sie kein bisschen interessiert.

Anna scheint auf den ersten Blick total sympathisch. An gewissen Stellen störte mich dann aber ihre unreife Art. Manchmal denkt sie zu wenig nach, und macht stattdessen einfach mal. Aber im Bezug auf Sebastiano hat sie mir mit ihrer mutigen und beschützerischen Art gut gefallen. Sebastiano hat mir unheimlich gut gefallen. Er ist zwar am Anfang extrem wortkarg, aber genau das gefiel mir irgendwie. Sein Charakter fand ich sehr interessant, vor allem da er nicht so stereotyp war.

Auch wenn Anna nur durch einen Zufall in die Vergangenheit gelangte, handelt es sich trotzdem um einen Zeitreiseroman, denn gewisse Personen können hin und her reisen. Genau bei diesem Punkt handelt es sich um mein Hauptproblem mit dem Buch, denn es werden zwar viele Sachen angetönt, aber was wirklich dahintersteckt wird nicht erklärt. Es gab so viele offene Fragen. Wenn diese nicht spätestens im zweiten Band aufgelöst werden, bin ich erst recht enttäuscht.

Einen Pluspunkt hat das Zeitreisethema aber. Um das Zeit-Raum-Kontuinum (?)-Problem zu umgehen, hat sich die Autorin etwas gutes Einfallen lassen: Auf allen Charakteren aus der Zukunft haftet eine Sperre, wenn sie mit jemandem aus der Vergangenheit sprechen, d.h. sie können keine zukünftigen Geschehnisse ausplaudern. Ausserdem werden nichtzeitgerechte Wörter übersetzt, was manchmal ziemlich amüsant war.

Fazit:
Mit der Protagonistin hatte ich an manchen Stellen so meine Probleme, dafür gefiel mir der Protagonist sehr gut. Venedig im 15. Jahrhundert war für mich richtig interessant, das Zeitreisethema ist aber, meiner Meinung nach, zu wenig gut ausgearbeitet.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. Mai 2013
*ÜBER DIE AUTORIN*

Geboren und aufgewachsen im Bergischen Land nahe Wuppertal
Abitur 1975
Studium der Philosophie und Rechtswissenschaften bis 1982
Rechtsreferendariat in Frankfurt am Main
Zweites juristisches Staatsexamen 1986
Richteramt bis 1992, danach selbstständige Rechtsanwältin bis 2005
Seither freiberufliche Schriftstellerin
(Quelle:[...]

*COVER*

Das Cover ist in blau gehalten, Abbildung einer Gondel mit einem Pärchen im Mondschein. Alleine dieses ist schon Garantie für etwas Mystisches. Dann noch der Untertitel: Die magische Gondel.

Hier ist einfach alles stimmig. Und voller Magie wird der Leser in des Buches Bann gezogen.

*STORY*

Anna, 17 Jahre, fährt mit ihren Eltern in den Sommerferien nach Venedig. Ihr Vater ist einer der führenden Archäologen auf dem Gebiet der spätmittelalterlichen Kirchen- und Palastkultur. Und ihre Mutter ist Physikdozentin und nimmt an einem internationalen Kongress in Venedig teil.

Bevor Anna die Zeit über bei ihrer Oma verbringen sollte, hatte sie eingewilligt mit nach Venedig zu fahren.

Beim Frühstück im Hotel lernt sie Matthias kennen, der seine Ferien ebenfalls in Venedig verbringt und desssen Eltern auch beruflich dort zu tun haben. Die beiden verabreden sich zu einem Stadtbummel. Plötzlich sehen sie eine rote Gondel. Die beiden sind darüber sehr irritiert, da es seit 1633 in Venedig ein Gesetz gibt, nachdem es nur noch schwarzen Gondeln geben darf. Und nun plötzlich eine rote Gondel auf dem Canal Grande? Auch die Kleidung des Gondoliere war seltsam. Er trug nicht die Einheitstracht sondern eine Art Turban, weißes Hemd, Weste mit Goldlitzen und eine Kniebundhose. Außerdem hatte er noch eine Augenklappe, die ihn piratenähnlich erscheinen ließ. Anna hatte jedoch das Gefühl, diesen Gondoliere zu kennen. Aber woher? Und dann ist da auch noch dieses Jucken am Hals, dass sie immer dann bekam, wenn sie in Gefahr war. Was hatte das alles zu bedeuten?

Bei einem Ausflug beider Familien geschieht das Unfassbare: Anna fällt in den Canal Grande und erlebt eine Zeitreise. Eine Zeitreise in die Vergangenheit. Eine Vergangenheit von mehr als 500 Jahren.

*FAZIT*

Seufz, einfach nur schön. Ich habe selten so ein schönes und gefühlvolles Buch gelesen. Es bezaubert von der ersten bis zur letzten Seite und ist voller Spannung. Die Magie des Covers setzt sich in der Geschichte fort. Man kann das Buch kaum aus der Hand legen.

Ich kann dieses Buch sehr empfehlen. EIn Genuss für Jung und Alt.

Von mir erhält dieses Buch die volle Punktzahl.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Januar 2012
Inhalt: Eigentlich sollte die 17-jährige Anna unbeschwerte, aber langweilige, Sommerferien mit ihren Eltern in Venedig verbringen, doch die Langweile wandelt sich schnell in eine Katastrophe: Bei einer historischen Bootsparade verliert Anna das Gleichgewicht und stürzt mit geliebten I-Pod ins Wasser. Ein Glück, dass sie der unverschämt gutaussehende Sebastiano rettet - nur dass sie sich im nächsten Moment in Venedig befindet... Venedig im Jahre 1499!

Eigene Meinung: Eigentlich ist es unfair ein Buch mit einem anderen zu vergleichen, aber hier drängt sich einfach der Vergleich mit der Edelstein-Trilogie von Kerstin Gier auf.
Anna wird wie Gwendolyn unvorbereitet in die Vergangenheit geschickt. Kaum hat sich die Protagonistin von diesem Schock erholt, erwartet sie schon der nächste: Vielleicht kann sie nie wieder in ihr Jahr zurück!
Für mich waren Annas Gefühle immer nachvollziehbar, ich habe ihre Ängste und Sehnsüchte verstanden und geteilt. Ihren Mut fand ich teilweise sehr bewundersnwert, ich glaube, ich wäre nicht soo selbstbewusst wie sie durch Venedig im 15 Jahrhundert geschritten.
Der Humor kommt in diesen Buch auch nicht zu kurz :) Ich liebe Annas Sarkasmus und ihre spitzen Wortgefechte mit dem Zeitreisenden Sebastiano. Ja, die Beiden haben mich sehr oft an das Rubinrot-Pärchen Gwendolyn und Gideon erinnert ;) Natürlich entspinnt sich zwischen ihnen auch eine Liebesgeschichte die mich sofort mit einem Grinsen bezaubert hat. Ich bin eben eine hoffnungslose Romantikerin, die Liebe in einem Buch braucht.
Was noch zu erwähnen ist, dass man sogar mit dem Buch etwas lernt. Nicht nur etwas über das Leben im 15 Jahrhundert, sondern auch ein paar italienische Begriffe, die mit Sternchen am Ende der Seite erklärt werden (Zum Glück! Ich kann kein italienisch und wollte nicht immer einen Translator verwenden xD)
Ein paar Minuspunkte muss ich leider auch vermerken: Die "Sperre", die Leute aus der Zukunft daran hindert, anderen etwas über ihr Jahr zu erzählen fand ich ein wenig nervig... Und auch die anderen Regeln des Zeitreisen ließen mich anfangs mit einem Häää?! zurück. Aber das kommt mir auch von einem anderen Buch her bekannt vor ;)

Cover und Gestaltung: In letzter Zeit gibt es anscheinend nur noch umwerfende Cover :) Auch hier passt das Mädchen auf der roten Gondel perfekt zum Inhalt des Buches. Das stimmige blau verleiht dem ganzen Cover einen magischen Touch. Außerdem ist der Schutzumschlag irgendwie gummiert, dass dem Buch ein Weiches Äußeres gibt - perfekt zum Streicheln! ^^
Im Buch selbst beginnt jeder neue Teil mit einer kleinen Illustration, die ich sehr gelungen finde.

Empfehlung: Fans von historischen Romanen, besonders um diese Zeit, dürfen ruhig ein Blick auf dieses Buch werfen ;) Ansonsten ist es natürlich für Rubinrot-Liebhaber wie gemacht ^^
Bewertung: Ich vergebe 4, 5 Sterne, die ich wieder einmal auf 5 aufrunde. Ich bin gespannt, ob es einen 2. Teil gibt, denn der Epilog deutet daraufhin. Ich sage gleich: Als Geschichtsfreak werde ich mir den 2. Band von Frau Völler auf jeden Fall holen ;)
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. März 2012
'Du kannst gleich gehen, aber deinen Namen muss ich wissen, und auch den Ort, wo du wohnst.'
'Ich heiße Hannah Montana.'
'Und wo wohnst du?'
'Am Disney Kanal.'
(Zeitenzauber, Seite 40)

Hannah Montana meets 1499, als es noch Nachttöpfe gab! Spannend? Auf jeden Fall. Fragt sich nur, ob die Idee auch gut umgesetzt wurde, nachdem Kristin Gier mit der Edelstein ' Trilogie so erfolgreich war. Aber eben diese Frau Gier lobt das Buch selber in den höchsten Tönen ('Unbedingt lesen!'). Hat sie recht? Meiner Meinung nach hat sie das, allerdings nur bedingt. ;)
Wie immer ist meine Rezension in 'STORY', 'STIL', 'AUTHENTIZITÄT (der Charaktere, Handlung und der Liebesgeschichte)' und 'FAZIT' unterteilt, wer sich also nicht durch alles quälen möchte, kann schnell zu einem Kriterium springen. ;)
Eine 'Miniversion' meiner Rezension aber gleich am Anfang:

STORY: Frisch, witzig, recht spannend, zum Ende hin sehr kitschig
STIL: Angenehm, witzig
AUTHENTIZITÄT: Tolle Ideen wie eine Sprachblockade in der Vergangenheit, sodass Anna keine 'neuen' Worte wie Ipod sagen kann, jedoch unausgearbeitete Charaktere und Handlungen, eine aufgesetzte Liebesgeschichte
FAZIT: Erste Hälfte 5 Sterne, danach teilweise nur 3.. Man hätte mehr daraus machen können!

-> Story: Wer jetzt erwartet, hier genau das aufgetischt zu bekommen, was man schon aus der Edelstein - Trilogie kennt, wird eines besseren belehrt, denn schnell wird einem klar, alles ist ganz anders.. Anna hat immer ein merkwürdiges Jucken in ihrem Nacken, wenn Gefahr droht. Eben dieses Jucken wird unerträglich, als sie mit ihren Eltern in Venedig ist.. Und soll sich auch als berechtigt erweisen! Denn schneller als sie selber gucken kann, liegt sie vollkommen nackt in irgendeiner Gasse und ist im Jahr 1499 gelandet.
Mehr will ich nicht verraten, aber es ist wirklich nicht wie in der Edelstein - Trilogie, angefangen dabei, dass Anna nicht von sich aus zeitreisen kann, sondern sozusagen unfreiwillig in eine involviert wurde. Natürlich gibt es zu dieser Storyline viele liebenswürdige Charaktere und einen männlichen Akteur, der nebenbei bemerkt aussieht wie Orlando Bloom und für all den Mist mit verantwortlich ist. ;)
Zum Ende hin wird sie jedoch unübertrefflich kitschig, was ich nicht für nötig gehalten hätte, aber das ist Geschmackssache..
Die Story ist also was neues, spannendes und auch gut durchdachtes, aber dazu mehr unter Authentizität!

-> Stil: Schreiben kann die Autorin auf jeden Fall, keine Frage. Sie hat eine lockere Art zu schreiben und man ist gleich mitten im Geschehen, ohne sich lange reinlesen zu müssen. Einen tollen Humor hat sie ebenfalls, ich musste einige Male laut auflachen (bestes Beispiel das Zitat vom Anfang). ;)
Die Umgebung wird gut, aber nicht zu ausführlich beschrieben, man gerät nie in langweilige Passagen. Es ist gerade so geschrieben, dass man ein Bild von Venedig in der Vergangenheit bekommt, ohne jeden Pflasterstein in den Gassen ausführlich beschrieben zu bekommen.
Denn genau das es so kommen würde hatte ich befürchtet, da besonders bei Zeitreisegeschichten Autoren gerne jedes Haus und jede Person der Vergangenheit so ausführlich beschreiben, dass man sich schnell langweilig. Hier? Fehlanzeige!
Allerdings arbeitet sie ihre Hauptcharaktere zu wenig aus, was mich echt gestört hat (dazu auch mehr unter Authentizität).

-> Authentizität: Bingo, auch das dritte Kriterium erfüllt die Autorin teilweise spielend. Anna ist (mir) sowohl in der Gegenwart, wo sie sich am liebsten mit ihrem neuen Ipod beschäftigt, als auch in der Gegenwart, wo sie das Wort Ipod nicht mal aussprechen kann, recht sympathisch gewesen. :)
Richtig gehört, 'moderne' Worte wie Ipod, Toilette, Lady Gaga oder sonst was lassen sich nicht aussprechen, schließlich soll die Vergangenheit ja nicht durch die Zukunft beeinflusst werden. So kommt es dann, dass aus dem Wort 'Film' 'Kostümspiel' wird und Anna die eigentlichen Worte nicht sagen kann. :)
Auch sonst hat sich die Autorin auf jede Frage eine schlaue Antwort überlegt. So ist Zeitreisen schon fast logisch, wenn ich das mal so ausdrücken darf. ;)
Was mir allerdings weniger gefallen hat, war die eindeutig sehr schwache zweite Hälfte des Buches. Ich denke ich verrate hier keinem ein Staatsgeheimnis, wenn ich schreibe, dass sich zwischen Anna und Sebastiano, dem gutaussehenden Zeitreisenden, eine Romanze anbahnt. Dagegen ist natürlich nichts einzuwenden, aber wenn diese Romanze komplett aufgesetzt und unnachvollziehbar daherkommt, ist das leider alles andere als gut. Am Anfang wechseln die beiden kaum irgendwelche Worte miteinander, und wenn, dann sagt er ständig nur 'Das kann ich dir nicht sagen', die restliche Zeit ist er unterwegs. Als sie sich dann wieder treffen, gestehen sie sich sofort ihre Liebe und alles ist in der Hinsicht geklärt. Da habe ich mich nur gefragt, ob ich den Teil, in dem sich die beiden ineinander verlieben konnten, übersehen habe, aber nichts da, den gibt es einfach nicht.
Das hat mich immens gestört, denn nicht nur das die Romanze so aufgesetzt wirkte, der Leser selber hatte auch gar keine Möglichkeit Sebastiano kennenzulernen, da er so wenig auftaucht. Da hilft es auch nichts, wenn er nach Annas Beschreibung aussieht wie Orlando Bloom. Es fehlt einfach ein Einblick in seine Persönlichkeit, ich konnte keinen Zugang zu ihm finden. Erst ist er abweisend bzw. kühl, in der nächsten Szene, in der sie aufeinander treffen, gesteht er ihr seine Liebe. Das passt einfach nicht!
Auch andere Handlungen sind, naja, etwas unglaubwürdig. Anna ist so schwer in Sebastiano verknallt, dass sie nach seinem Liebesgeständnis nicht mal mehr darüber nachdenkt! Da habe ich mich auch wieder gefragt, was das soll.. Schwärmt sie doch erst so von ihm, scheint sie das wiederum erst mal herzlich wenig interessieren.
Außerdem verschwimmen die Grenzen zwischen Gut und Böse ziemlich. Ist ansichts nicht schlechtes, aber während dem Lesen war mir manchmal nicht klar, ob der Charakter jetzt gut oder schlecht ist, warum er so handelt und wie ich dies & das jetzt verstehen soll.. Eben genau aus dem oben genannten Grund: Es fehlen einfach erläuternde Seiten, es wirkt so als hätte man manche notwendigen Stellen einfach ausradiert.
Genauso wenig hat mir das kitschige Ende gefallen.. Weniger ist manchmal mehr, aber ich will nichts zu viel verraten..

Fazit: Ein Buch, aus dem man mehr hätte machen können! Während die erste Hälfte einen noch voll einnimmt und ich dem Buch locker 5 Sterne gegeben hätte, lässt es in der zweiten stark nach.
Potential wäre auf jeden Fall da! Die Geschichte ist neu, gut geschrieben, allerdings wirken sowohl die Romanze als auch das Ende aufgesetzt.
Ich bin mir sicher, dass es nichts geschadet hätte, wenn die Autorin sich einfach etwas mehr Zeit gelassen hätte und das Buch dann um ein paar Seiten länger geworden wäre, auf denen die Charaktere weiter ausgebaut und manche Handlungen ersichtlich geworden wären.
Da es eine Fortsetzung geben wird, hoffe ich, sie lässt sich mit der mit Zeit und verleiht ihrer guten Idee den nötigen Schliff. Mit ein bisschen mehr Zeit und mehr Seiten, auf denen man die Möglichkeit hat, alles nachvollziehen zu können, wird der nächste Teil sicher besser. Hoffentlich!

-> 1 Stern für die Idee und ihre Umsetzung, 1 Stern für den Schreibstil und einen für die tolle erste Hälfte.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Oktober 2013
Inhalt:
Anna verbringt die Sommerferien zusammen mit ihren Eltern in Venedig. Was wie ein langweiliger Urlaub beginnt, wird schnell zum Abenteuer. Bei einem Gondelausflug geschieht etwas seltsames: nicht nur eine rote Gondel taucht auf, sie wird auch noch von einem gutaussehenden jungen Mann nach einem Sturz ins Wasser gerettet. Doch die vermeintliche Rettung bringt Anna nicht zurück ins Boot, sondern in eine andere Zeit.

Wie hat's mir gefallen :
Anna führt ein stinknormales Leben. Ihre Eltern interessieren sich sehrfür Archälogie, Geschichte und Physik - sie hingegen für iPods, Tratsch und anderen Mädchenkram. Manchmal hat Anna das Gefühl, sie wäre adoptiert und passt so gar nicht in ihre Familie. Trotz aller Unterschiede macht die Familie einen gemeinsamen Venedigurlaub, der eher fade und ruhig beginnt. Doch plötzlich sieht Anna eine rote Gondel. Wie kann das sein? Alle Gondeln sind in Venedig schwarz! Mysteriös wird es vor allem, als Anna nach einem Sturz in das Wasser in der Vergangenheit gelandet ist. Erst will die 17-Jährige gar nicht glauben, was ihr passiert sein soll, doch nach und nach merkt sie, dass nichts mehr so ist, wie es war. Die Straßen sind verdreckt und ungeteert, die Kleidung der Ortsansässigen ist geradezu mittelalterlich und sie kann keine modernen Worte mehr aussprechen. Die Sperre verbietet es Zeitreisenden Worte wie "iPod" auszusprechen und verwandelt diese in "Spiegel" oder andere wortverwandte Begriffe. Sobald Anna begriffen hat wo und vor allem wann sie gelandet ist, will sie schleunigst zurück in ihre Zeit: 2009. Doch bevor sie nicht eine bestimmte Aufgabe erfüllt hat, kann sie nicht zurück...

Wer Zeitreiseromane mag, wird dieses Buch lieben. Die Geschichte von Anna ist wirklich liebevoll erzählt. Ganz besonders gefiel mir die Erklärung des Zeitparadoxon. So kann Anna in der Vergangenheit nicht über ihre Zukunft sprechen, wenn jemand zuhört, der nicht selbst dieser Zeit (oder der Zukunft) entsprungen ist. Zudem verstehen automatisch alle Zeitreisenden die vor Ort gesprochene Sprache. Da hat sich die Autorin wirklich etwas Schönes einfallen lassen.

Schön sind auch die Charaktere. Ich denke, die meisten Leser können sich schnell mit der Protagonistin identifizieren. Sie wehrt sich dagegen, dass sie in der Vergangenheit festsitzt, ist mutig und hat dabei Angst und vor allem hat sie einen vorzüglichen Humor. Ich konnte wirklich viel bei dem Buch lachen. Außerdem mag Anna, wie jeder weibliche Leser, Sebastiano, den geheimnisvollen hübschen jungen Mann, der sie aus dem Wasser rettete. Sebastiano hält sich sehr verdeckt und gibt nur widerwillig Geheimnisse preis. Schnell wird Anna klar, dass er nicht nur ein Zeitreisender ist, sondern mehr weiß, als er anfangs zugeben will. Trotz seinem zuerst abweisenden Verhalten sucht Anna seine Nähe, schließlich will sie Nachhause kehren oder ist da vielleicht noch mehr?
Was wäre eine gute Zeitreisegeschichte ohne eine kleine Lovestory. Auch wenn ich mir an manchen Stellen ein bisschen mehr Details und ein bisschen mehr "Stellen wir den Leser auf die Folter und lassen wir ihn weiter zappelm" - gewünscht hätte, fand ich die Entwicklung zwischen Anna und Sebastiano doch sehr niedlich.

Wer jetzt denkt, er hat hier ein rosarotes Mädchenbuch vor sich, der hat sich getäuscht, denn das Buch strotzt vor Spannung, Angriffen und politischen Machtkämpfen. Nebst den großen Kämpfen hat Anna auch ihre kleine Schlachten mit vermeintlichen neuen Freunden und Feinden zu schlagen. Die Handlung wird niemals langweilig und bleibt immer auf einem hohen Spannungsniveau, sodass man eigentlich an keiner Stelle das Buch aus der Hand legen will.

Was mir wirklich gut gefallen hat, ist das abgeschlossene Ende. Die Geschichte ist soweit abgeschlossen, dass man nach einem Buch aufhören könnte zu lesen, aber sie macht auch soweit neugierig, dass man sofort den nächsten Band lesen möchte. So ein abgeschlossenes und schlüssiges Ende, das Lust auf Mehr macht, findet man bei Trilogien eher selten.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig, leicht und schnell zu lesen. Ich mochte die Erzählperspektive aus Annas Sicht. Auch wenn hier die Ich-Perspektive gewählt wurde, ist der Erzähler nicht aufdringlich und man fühlt sich sofort und schier nahtlos in die Handlung ein. Das Buch hat einen unglaublich hohen Pageturnereffekt!

Alles in allem ist es ein wunderschöner Auftakt einer Zeitreisereihe, der nicht nur für Teenager ein tolles Lesevergnügen bringt. Das Buch überzeugt durch viel Spannung und gut eingesetzte emotionale Passagen. Dadurch schafft die Autorin einen Zwispalt beim Leser: einerseits wünscht man Anna, dass sie bestenfalls sofort in ihre Zeit zurückkehren kann, andererseits will man nicht, dass sie sich von Sebastiano trennt.
Gutes Buch, nehmt es zur Hand und lasst euch verzaubern!

Fazit:
Dieser All-Age Zeitreiseroman zieht den Leser nicht nur durch seine spannende Handlung in seinen Bann, sondern überzeugt durch authentische und liebenswürdige Charaktere. Vor allem der jugendliche und witzige Schreibstil bereiten ein schönes Lesevergnügen, sodass es einem wirklich schwer fällt, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Vorsicht, Pageturnergefahr!!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Die 17jährige Schülerin Anna macht mit ihren Eltern Ferien in Venedig. Im Hotel lernt sie Matthias kennen, der ebenfalls mit seinen Eltern dort Urlaub macht. Ungefragt schließt Matthias mit Anna Freundschaft und begleite sie auf ihren Streifzügen durch Venedig, während die Eltern ihren eigenen Interessen nachgehen. Dabei stoßen sie auf eine merkwürdige rote Gondel, beachten sie aber nicht näher.

Zusammen mit Matthias findet Anna einen kleinen Maskenladen und ehe sie es sich versieht, ist sie im Besitz einer wunderschönen und passgenauen Katzenmaske. Abends berichtet ihr Vater von aktuellen Ausgrabungen. Als Archäologe hat er natürlich ein Interesse daran, vor allem an dem geheimnisvollen Brief, dessen Echtheit geprüft werden soll. Anna nimmt das alles nur am Rande wahr.
Tags drauf gehen alle gemeinsam zu einer Bootsaustellung. Mitten im Gedränge fällt Anna Sebastiano auf. Auch die rote Gondel ist wieder da und ehe Anna diese Information verarbeiten kann, fliegt sie schon im hohen Bogen in den Kanal.

Als sie wieder zu sich kommt, muss sie zwei Dinge feststellen. Erstens, sie ist nackt und zweitens, sie ist nicht mehr im 21. Jahrhundert.
Anna ist total verwirrt, war sie eben noch von iPod, Autos und Facebook umgeben, so kann sie diese Worte dank einer Sperre nicht einmal mehr aussprechen. Das Venedig im Jahre 1499 kennt diese Dinge schlichtweg nicht. Andere Wörter werden automatisch umgewandelt.

Anna wird von einem Mann zu einer Familie gebracht, bei der schon ein weiteres Mädchen lebt, das einen unfreiwilligen Zeitsprung hinter sich hat. Dort erfährt sie, dass sie nur wieder zurück kann, wenn sie ihre Aufgabe erfüllt hat. Doch was ist ihre Aufgabe? Und wie kann sie diese erfüllen? Schnell erkennt Anna, dass nicht nur ihr Leben in Gefahr ist...

Eva Völler schreibt unter vielen Pseudonymen, doch mir am bekanntesten sind ihre historischen Romane unter Charlotte Thomas. Auch hier spielt sehr oft Venedig eine große Rolle.

In diesem Buch entführt die Autorin den Leser nach Venedig des 15. Jahrhunderts. Die Geschichte ist aus der Sicht von Anna geschrieben. Ihre Gedanken, Gefühle und Überlegungen sind dem Leser daher nicht fremd, sondern machen ihm die Verwirrung und den Willen zurück ins 21. Jahrhundert zu kommen, sehr schnell deutlich.
Anna kämpft um eine Möglichkeit, wieder nach Hause zu kommen, doch dafür muss sie ihre Aufgabe erfüllen, wie auch immer diese lauten mag. Und während sie auf diese Erkenntnis wartet, hat sie genug Gelegenheit, die Zeit in der sie gelandet ist, kennen zu lernen. Auch der Leser kommt in den Genuss und lernt nicht nur alte italienische Begriffe kennen, die in einer Fußnote erklärt werden, sondern auch, wie man damals z.B. zu einer Toilette (Abtritt) gesagt hat. Der intergalaktische Translator" macht es möglich. Fallen die Begriffe, die Anna verwendet, nicht der Sperre zum Opfer (z.B. Facebook), so werden sie zeitgemäß angepasst. Als Leser sieht man dabei, was Anna eigentlich sagen wollte und danach, was sie tatsächlich sagt.

Annas Wortwitz und ihre Schlagfertigkeit ist davon unberührt und so musste ich, trotz der Spannung der Geschichte, immer wieder schmunzeln oder kurz auflachen.
Annas Reise nach Venedig im 15. Jahrhundert scheint wie der kleine Ableger der großen Romane zu sein. Denn auch in diesem Buch merkt man an, dass die Autorin viel zu Venedig und dem 15. Jahrhundert recherchiert hat. Ihre Liebe zu Venedig kommt deutlich beim Leser an und reißt ihn förmlich mit.

Die Hauptprotagonisten sind sehr farblich. Anna ist eine typische 17jährige, leicht naiv noch, aber durch ihren Wortwitz einfach nur liebenswert. Auch Sebastiano wird immer farblicher und gegen Ende hat man gleich zwei neue Freunde gefunden.
Die Geschichte spielt ausschließlich in Venedig, wenn auch zu verschiedenen Zeiten. Die Schauplätze, die Umgebung und auch das Leben der Menschen, sei es nun das Leben einer kleinen Familie oder eines Politikers werden so anschaulich beschrieben, dass man es sich als Leser sehr gut vorstellen und hineinversetzen kann.

Das Buch beginnt mit dem geheimnisvollen Brief und weckt beim Leser die Neugierde, wie es zu diesem Brief wohl kam und was dahinter steckt.
Beginnt die Geschichte zunächst ruhig, steigt der Spannungsbogen spätestens ab dem unfreiwilligen Bad von Anna im Kanal spürbar an.

Der Roman ist in sich abgeschlossen, die Aufgabe gelöst. Jedoch gibt es gerade im Epilog einen kleinen Hinweis, dass es noch mehr Abenteuer mit Anna und Sebastiano geben könnte. Ein zweiter Teil ist übrigens am 14.03.2013 erschienen.

Fazit:
Eine spannende Zeitreise, die sowohl Jugendliche wie Erwachsene in ihren Bann ziehen wird.

Reihe:
Zeitenzauber: Die magische Gondel
Zeitenzauber - Die goldene Brücke: Band 2
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen
Silber - Das erste Buch der Träume: Roman
Silber - Das erste Buch der Träume: Roman von Kerstin Gier (Gebundene Ausgabe - 18. Juni 2013)
EUR 18,99

Zeitenzauber - Die goldene Brücke: Band 2
Zeitenzauber - Die goldene Brücke: Band 2 von Eva Völler (Taschenbuch - 15. Mai 2015)
EUR 7,99

MondSilberLicht: MondLichtSaga
MondSilberLicht: MondLichtSaga von Marah Woolf (Taschenbuch - 12. Juni 2012)
EUR 9,50