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am 7. Februar 2014
Auch nach über zwei Jahrzehnten hat dieser Slow Food-Führer nichts an Kompetenz und Glaubwürdigkeit eingebüßt. Erneut gibt es auf gut 900 Seiten 1700 empfehlenswerte Adressen, eingestreut sind wieder Streiflichter zu regionalen Besonderheiten wie eine Schinkentour in San Daniele oder Anmerkungen zu den Kuttelverkäufern in Florenz.
Im Vorwort konstatieren die Herausgeber nachvollziehbar, dass „Entscheidungen beim Essen zu Entscheidungen für einen Lebensstil geworden sind“. Bei der Auswahl der Adressen herrsche jetzt „größere Strenge“, wobei es vor allem um die verwendeten Grundzutaten gehe. Erstmals bedient sich der Führer zweier neuer Symbole: für Osterien mit eigenem Gemüsegarten und für solche, die ein vegetarisches Menü anbieten. Jedes Lokal wird in maximal einer Spalte sehr kurzweilig vorgestellt, wobei die Texte schnell verraten, dass ihre Autoren Land, Leute und gastronomische Akteure kennen – da kommt alles auf den Tisch, nichts fällt runter.
Weil das alles sehr authentisch ist, seien hier einige wenige Beispiele aus unseren jüngsten Italien-Aufenthalten erwähnt: Unvergesslich bleibt ein Abend bei Mauro Lorenzon in seiner „Enoiteca La Mascareta“ in Venedig. Hier inszeniert sich der Chef selbst. „Slow Food“: „Tatsächlich ist das Mascareta eines der wenigen venezianischen Lokale, in denen man auch spätabends noch etwas zu essen bekommt. Die Gaststätte ist weithin bekannt für erstklassigen Wein, ausgezeichnete Küche und eine außergewöhnliche Persönlichkeit, nämlich den Wirt selbst.“ Besonders wohl fühlten wir uns auch in der Osteria Boccondivino im piemontesischen Bra. In der ersten Hälfte der 1980er Jahre setzte hier Slow Food-Gründer Carlo Petrini mit Freunden seine Vorstellungen einer modernen Osteria um. Das Tatar (carne cruda), das Distelgemüse „Cari Gobbi di Nizza Montferrato“, die Tajarin aus 40 Eigelb pro Kilo Mehl, der Klassiker Gunncia di vitello Brasate und das legendäre Panna cotta sorgten für Hochgenuss. Was vor einem Jahr geschrieben wurde, gilt unverändert: „Die Jahre vergehen, das Personal in Küche und Service wechselt, aber nichts kann die Gewissheit erschüttern, im Boccondivino auf gute Küche zählen zu können.“ Jetzt heißt es etwas gastrosophisch: „Für Gäste, die ihre Kenntnisse des Universums und der Philosophie von Slow Food vertiefen und den traditionellen Gerichten aus exzellent verarbeiteten Zutaten näher kommen wollen.“ Das alles ließe sich fortsetzen, zum Beispiel beim Bacaro All’Arco nahe der Rialto-Brücke in Venedig, wo mittags mitten auf der Straße Crostini mit phantastischen kleinen Delikatessen serviert werden.
Der italienische Journalist Beppe Severgnini schrieb: „Wir reden über das, was wir essen, bevor wir es essen, während wir es essen und nachdem wir es gegessen haben. Solche Verdauungsdiskussionen beruhigen den Magen und bereiten uns mental vor: auf die nächste Mahlzeit und eine neue Debatte.“ Dieser Slow Food-Führer leistet einmal mehr einen wertvollen Beitrag zur gastronomischen (Streit-) Kultur. Wegen seines 30-seitigen kulinarischen Lexikons Italienisch-Deutsch wird er erst recht zu einem guten Reisebegleiter.
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am 4. Dezember 2014
Italien bedeuted für uns auch immer kulinarischer Genuß. Deshalb ist für uns ist ein Italienurlaub ohne dieses Buch von Slow Food nicht mehr denkbar. Egal in welcher Region wir waren, ob auf dem Festland oder den Inseln, ob in ländlichen Gebieten oder in den Städten, wir haben immer bestens gespeist und teilweise wahre Perlen entdeckt, zu denen wir nie und nimmer ohne das Osterie-Buch gefunden hätten. Einzige Einschränkung: Ein paar Brocken Italienisch zu sprechen ist, vor allem bei den eher kleinen, oftmals familiengeführten Betrieben, hilfreich.
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Was Carlin Petrini 1986 ins Leben rief, hat inzwischen Anhänger in über 15 Ländern gefunden. Um kurz zu umreißen, worum des der Slow Food-Bewegung geht, zitiere ich einige Sätze aus dem Vorwort der neusten Ausgabe dieses Gastroführers: „Die drei Pfeiler unserer Auswahlkriterien sind aktueller denn je: das Verhältnis zwischen Preis und Qualität (die Rechnung soll unter 35 Euro bleiben), eine mit Tradition und Umgebung verbundene Küche sowie Qualität der Gastlichkeit.“

Wie ernst die unzähligen Mitarbeiter von Slow Food diese Kriterien nehmen, zeigt auch die neue Ausgabe. Denn zwei meiner Lieblingsrestaurants in Rom sind nicht mehr vertreten. Und das liegt nicht an der Küche, sondern an den stark gestiegenen Preisen. Damit bestätigt sich die Kehrseite solcher „alternativen“ Führer. Sie locken oft so viele neue Gäste an, dass etliche Restaurantbesitzer allzu marktwirtschaftlich denken und ihre moderaten Preise der hohen Nachfrage anpassen. Bei den meisten Sachbüchern, finde ich es nicht zwingend, sich jede Neuauflage anzuschaffen. Aber dieser Restaurantführer wird jeweils so umfassend und geradezu liebevoll aktualisiert, dass ich Besitzern älterer Ausgabe empfehle, diese durch die neuste zu ersetzen.

Die Neueinträge sind speziell gekennzeichnet, was Entdeckungsreisen natürlich erleichtert. Überarbeitet wurden auch die Benutzerhinweise. Obwohl ich allzu viele Wegweiser und Symbole eigentlich nicht mag, finde ich die neu aufgenommenen Zeichen sinnvoll und vor allem für Allergiker eine echte Hilfe. Denn sie erkennen nun sofort, ob ein Lokal an dem Projekt „Alimentazione Fuori Casa“ der italienischen Zöliakie-Vereinigung teilnimmt. Andere Piktogramme weisen darauf hin, ob ein Restaurant an Menschen mit Bewegungseinschränkungen denkt, einen eigenen Gemüsegarten hat oder vegetarische Menüs anbietet. Und für die Liebhaber italienischer Barkultur gibt es ebenfalls ein entsprechendes Orientierungszeichen.

Die ständigen Verbesserungen haben auch dazu geführt, dass selbst Gastrofreunde ohne Navigationsgerät ihr ausgesuchtes Lokal finden werden. Zudem können sie sich auf den Kartenausschnitten einen ersten Überblick verschaffen, wie viele Osterien dieser Gegend in dieses Buch aufgenommen wurden. Auf lange Erläuterungen zu den einzelnen Regionen wurde zum Glück verzichtet. Denn schließlich handelt es sich um einen Gastro- und nicht um einen Reiseführer.

Zu jedem der aufgeführten Lokale gibt es die üblichen Angaben wie Adresse, Telefonnummer, Ruhetage und Ferien, Öffnungszeiten, Anzahl Plätze und Preisspanne der Menüs. Lediglich nach den Internetadressen sucht man vergebens, wobei zu sagen ist, dass viele italienische Lokale keine Werbung im Netz machen. Trotzdem könnte man in der nächsten Ausgabe die Webseiten aufführen, wo vorhanden.

Bei dem meisten Restaurant- oder Hotelführern dieses Umfangs muss der Leser leider davon ausgehen, dass viele Informationen aus zweiter Hand sind. Aber genau das ist bei „Osterie d’Italia“ anders. Denn die vielen Mitarbeiter der Slow Food Bewegung machen es möglich, die 1'700 Lokale auch tatsächlich zu besuchen, mit den Besitzern zu sprechen, die Speisekarten aufmerksam zu studieren und einige der Spezialitäten zu verkosten.

Schön und außergewöhnlich finde ich, dass auch Adressen von Imbissbuden oder kleinen Pizzerien mit wenigen Plätzen aufgenommen wurden. Die romagnolische Piadina als Sandwich zu bezeichnen wäre allerdings eine deftige Beleidigung. Aber um solche Fehler zu verhindern, gibt es am Schluss des Buches ein kulinarisches Lexikon, das auf über vierzig Seiten alle wesentlichen Begriffe der italienischen Küche erklärt.

Die Erfinder dieses Gastroführers leisten einen ungemein wichtigen Beitrag zur Rettung einer bedrohten Kultur. Sie sind aber auch selbstkritisch genug, um zu erkennen, dass der Erfolg des Buches bestimmte Trends beschleunigte, die ihnen eigentlich nicht behagen. Denn ein Modell-Ambiente kann so stark zum Zwangsvorbild werden, dass Geselligkeit und Einfachheit zu kurz kommen. Sie wünschen sich deshalb für das 21. Jahrhundert die Wiederbelebung eines Stils, der soziale Netzwerke fördert und eine Trattoria zum zweiten Zuhause macht. Statt nur auf Speisen, Weine, Öle und Mineralwasser zu schauen, sollte wieder mehr berücksichtigt werden, ob jemand zur Gitarre greift oder Geschichten über die Pokale und Wimpel in der Vitrine erzählt. Oder vielleicht sollten in künftigen Ausgaben wieder ehemalige Rubriken auftauchen wie: "Ich habe Lust auf..." oder "Zu finden bei..." Und junge Köche dürfen getrost dazu ermuntert werden, nebst Traditionsgerichten vermehrt Experimentelles anzubieten.

Mein Fazit: Dieser über 900 Seiten dicke Führer enthält so viele empfehlenswerte Adressen, dass seine Besitzer mit großer Wahrscheinlichkeit in jeder Region eine Osteria finden, die ihnen in guter Erinnerung bleibt. Und wer trotz sorgfältiger Recherchen der vielen Mitarbeiter auf eine Niete stoßen sollte, macht einfach die Erfahrung, dass in einer Küche dieser Art noch immer Menschen stehen, deren Tagesform sich nicht voraussagen lässt. Da die Neuauflagen jeweils umfassend aktualisiert werden, empfehle ich die Ausgabe 2014/15 auch den Besitzern älterer Editionen.
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am 24. April 2014
Super viele Osteria Vorschläge und dies nicht nur in der Grossstadt sondern auch ausserhalb in den Provinzen! Sehr gut bedchrieben und inkl. Preisangaben! So ein Buch hab ich schon immer gesucht!
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am 5. November 2015
gute Empfehlungen nicht nur von osterie, auch Tips für Bäcker, Ölmühlen, Eisdielen, Käseerzeuger, Metzger, Gemüsebauern, Eisdielen etc,.
Lesens-und besuchenswert die ombre in Udine, goti in Verona und so weiter. Meine bisher 3. Ausgabe und sicher nicht die letzte.
Wenn man ein oder zweimal essen geht, hat sich sich die Investition schon amortisiert, will sagen: die Tips sind zuverlässig gut und man bekommt sicher kein Sonderangebot, aber ein gutes Essen für angemessenes Geld und meist eine lokaltypische Atmosphäre und italienische Gastlichkeit geboten.
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am 12. April 2016
Wer sich abseits der üblichen Restaurant-Pfade auf Entdeckungstour gehen möchte, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen.

Wir haben es bei unser Italien-Tour jeden Tag in der Hand gehabt und wurden von den von uns ausgewählten Restaurants nicht enttäuscht.

Die Texte sind schön zu lesen und verschaffen einen ersten Eindruck der Restaurants. Das Finden geht ebenfalls durch die klare Strukturierung gut von der Hand.
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am 30. Oktober 2014
Ich kaufte diesen Führer für unseren Toscana-Kurztrip im Sommer. Wir probierten verschiedene Adressen im Umkreis von Greve in Chianti sowie in Genua. Hervorragende Tips! Besonders gut: man wird auch mit interessanten Hintergrund-Informationen versorgt.
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am 15. April 2015
Durch das Buch haben wir in unseren letzten Italien-Urlaub tolle Tipps bekommen und jeden Tag hervorragend gegessen. So etwas müsste es wirklich auch über andere Regionen geben!
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am 2. Oktober 2014
Habe bereits das 6ste Exemplar in Folge gekauft.
Führer Italienliebhaber ein absolutes MUSS!
Dieses hilfreiche Buch muss man einfach haben.
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am 13. August 2014
Das Bich an sich ist gut. Leider kam es in schlechtem Zustand an. Viele Seiten waren kaputt. Und das war für ein Geschenk peinlich
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