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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Den Restaurantführer „Osterie d’Italia“ gibt es schon seit 22 Jahren, die Ausgabe 2013/2014 enthält auf 928 Seiten über 1700 empfehlenswerte Adressen. Die redaktionelle Qualität ist anderen Büchern wie dem Michelin und dem Gault Millau klar überlegen. Die zahlreichen Mitarbeiter vergeben ihre Schnecken-Auszeichnungen nach drei Kriterien: der Qualität von Empfang und Gastlichkeit, der Pflege lokaler Produkte und Traditionen sowie dem Preis-Leistungs-Verhältnis. Dabei setzen sie auf den verantwortungsbewussten Konsumenten.
Den ausführlichen Restaurant-Empfehlungen vorangestellt sind ein Kurzporträt der jeweiligen Region sowie die kleine Rubrik „Für Sie entdeckt“, die die wichtigen Spezialitäten und die Osterien auflistet, in denen man diese probieren sollte. Kurzkommentare machen Lust aufs Entdecken: „Ein Ort, wo man nicht nur göttlich isst, sondern auch lernt, mit der gebotenen Achtung vor der Bedeutung der Zutaten und ihrer Beschaffung zu essen.“ Als Fußnoten gibt es zahlreiche Einkaufstipps. Aber das Buch ist mehr als ein Restaurantführer: In kleinen Streiflichtern werden besondere regionale Traditionen beleuchtet, so etwa die „Ombre“ in Venedig, Lokale, auf die man nur auf einen Sprung geht, ein Glas Wein am Tresen trinkt und dazu ein paar Cicheti (Appetithäppchen) isst.
Dabei sparen die Autoren nicht mit Kritik. So heißt es zu Venedig und dem dortigen Schwund an echten Osterien: „Das Skandalöse ist nicht, dass hier eine Mahlzeit oder ein Imbiss mehr kostet als anderswo: Es liegt vielmehr darin, dass der Preis nicht Qualität und Tradition prämiiert, sondern dem großen Touristen-Neppzirkus der Modelokale zugute kommt.“
Der Schriftsteller John Dickie hat die 1986 von Carlo Petrini gegründete Slow Food-Bewegung so umschrieben: „Wir müssen den Spaß am Essen mit der Freude würzen, die Welt zu interpretieren und zu verbessern. Die neue Gastronomie hat einen globalen Ehrgeiz, aber sie beginnt mit den einfachen Gesten, die uns beim Essen immer verbunden haben: Gastfreundschaft, ganzheitliche Lebensmittel, gute Manieren und vor allem Zeit. Slow Food bedeutet, dass wir uns die Zeit nehmen, den biologischen Akt der Nahrungsaufnahme und das kapitalistische Geschäft des Konsums zu etwas langsamerem, Menschlicherem zu machen.“
Auch wenn im neuen Führer einige Osterien gestrichen werden mussten, weil sie wegen der Wirtschaftskrise ihre Pforten schlossen: Mit diesem Buch hat man wichtige „Schnecken“ im Reisegepäck. Das 40seitige kulinarische Lexikon Italienisch-Deutsch, von Abbacchio (Milchlamm) bis Zuppa valdese (Suppe aus dem Piemont), dürfte ebenso hilfreich sein. Unverzichtbare Ergänzung ist der Führer „Slow Wine 2013“, der zum dritten Mal erscheint.
Wünschenswert bleibt, dass bald auch ein Slow Food-Führer für Deutschland erscheint, die Österreicher sind da schon weiter. Hoffentlich gewinnt die Schnecke den Wettlauf gegen Schweinepest, Hühnergrippe und dioxinverseuchtes Futter. Sie sollte besser von der Kriech- auf die Überholspur wechseln.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Wo findet man noch eine Osteria (Gasthaus) in Italien, wo die "Mamamia" die Pasta selbst macht und mit ganz großer Liebe in der Küche steht? Wo findet man auch in Tourimuszentren wie Venedig, Rom, Florenz, Mailand, Piemont, etc. ein gutes Gasthaus, wo Preis/Leistung zusammenpassen? Ich habe aus diesem Buch sicherlich schon an die 40 Lokale besucht und kann sagen, mit einer einzigen Ausnahme waren alle TOP!!
Auch tolle Einkaufsmöglichkeiten sind angeführt.
Übrigens: Das gleiche Buch gibt es seit Kurzem auch von Österreich mit weiteren Tipps für Slowenien und Südtirol.
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am 23. November 2014
Ich habe das Buch für den kommenden Italien-Auftenthalt bestellt und kannte eine viel frühere Version. Auch diese Ausgabe beschreibt wieder übersichtlich wo man hingehen könnte. Allerdings stört die teilweise unzureichende Lokalbeschreibung. Öffnungszeiten und ob überhaupt Sitzplätze vorhanden sind könnten besser beschrieben werden.
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am 2. Oktober 2014
Bester Restaurantführer für Italien.
Die Trefferquote liegt bei 95%.
Kann ich nur jedem Menschen, der in Italien geht ans Herz legen.
Gute, kurze und präzise Beschreibungen.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. November 2013
Wir fahren häufig ins Piemonte. Der 1996/97 lieferte uns viele Jahre wertvolle Hinweise. Im 2013/14 Führer sind die wirklich guten (nicht notwendigerweise teuren) Adressen nicht mehr aufgeführt, Restaurants mit einem schlechten Preis-Leistungsverhältnis (weiterhin) vorhanden und einige neue, deutlich schlechtere Restaurants aufgenommen.

Wir werden den neuen Führer verbrennen, damit er wenigstens zu etwas zu gebrauchen ist und uns weiterhin an den alten 1996/97 Ratgeber orientieren.
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