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111 Rezensionen
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178 von 192 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
sehr empfehlenswert!,
Von claudia1999 (Groß-Gerau) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Peace Food: Wie der Verzicht auf Fleisch und Milch Körper und Seele heilt (Gebundene Ausgabe)
Ich habe das Buch 'Peace Food' innerhalb kürzester Zeit verschlungen. Es ist ein Mix aus wissenschaftlichen Erkenntnissen, erschreckenden Fakten und guten Tipps.Ich habe zuvor schon die 'China Study' gelesen und finde, dass Rüdiger Dahlke die Erkenntnisse daraus sehr einfach und konkret beschreibt. Des Weiteren geht er darauf ein wie furchtbar die heutige Massentierhaltung in Tierfabriken aussieht und auf welche grausame Art der Mensch mit anderen Lebewesen umgehen kann. Dass die Tiere solch entsetzliche Qualen erleiden müssen sprengt wirklich meine Vorstellungskraft und kann an niemandem spurlos vorbeigehen!! Ich bin kein Vegetarier, doch nach dieser Lektüre möchte ich einer sein! Möglichst sogar ein Veganer! Dass wir als einziges Säugetier Milch (eines anderen Säugetiers) trinken kann nicht gesund sein. Die steigende Zahl der Allergiker spricht dabei auch Bände, wie ich finde. Dazu kommt auch noch, dass die armen Tiere gequält werden, dass sie ständig künstlich schwanger gehalten werden und als Milchmaschinen dahinvegetieren, bis sie schließlich zum Schlachter gebracht werden.... das darf einfach nicht sein! Vom Medizin-Cocktail für die Kühe und dadurch die Verunreinigung der Milch möchte ich jetzt gar nicht erst anfangen... Rüdiger Dahlke ist ein sehr spiritueller Mensch. Dies kann ich von mir nicht behaupten und deshalb bin ich über so manche Ausführungen gestolpert, die etwas befremdlich für mich waren. Da die Ansätze aber auch immer wissenschaftlich belegt wurden kann ich das Buch nur weiterempfehlen. Vor allem für diejenigen, die sich allgemein mit Ernährung und Gesundheit auseinandersetzen und die die Industrie, so wie sie sich in den westlichen Ländern hervorhebt, nicht gutheißen können! Es könnte so einfach sein den Hunger auf der Welt zu stillen und dabei sein eigenes Körpergefühl auch noch zu verbessern (und vor allem auch den Diätenwahn zu stoppen!)! Der menschliche Körper ist einfach nicht für tierische Eiweiße gemacht - und ein Großteil derjenigen, die dies nicht glauben werden es mit Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Alzheimer, Arthrose etc leider wahrscheinlich erst zu spät verstehen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
230 von 250 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Wichtige Message - peinliche Werbebotschaft,
Von Biene Maya 2013 (Yucatán) - Alle meine Rezensionen ansehen (HALL OF FAME REZENSENT) (VINE®-PRODUKTTESTER) (TOP 50 REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Peace Food: Wie der Verzicht auf Fleisch und Milch Körper und Seele heilt (Gebundene Ausgabe)
Nachdem Jonathan Safran Foer und Karen Duve zwei populäre Bücher zur Notwendigkeit einer veganen Ernährung in unserer Zeit geschrieben haben, legt Ruediger Dahlke nun Peace Food vor. Wie der Verzicht auf Fleisch und Milch Körper und Seele heilt vor. Seine primäre Botschaft ist wichtig und sollte möglichst viele Menschen die Augen öffnen - Fleisch und Milche (und auch Eier) sind heutzutage Produkte, die auf eine abscheuliche und völlig unhaltbare Weise produziert werden. Mit der Bauernhofidylle, die uns in der Werbung vorgegaukelt wird, haben die Zustände in Tierhaltungsbetrieben und auf Schlachthöfen rein gar nichts mehr zu tun.Dahlke geht daneben ausführlich auf den gesundheitlichen Aspekt einer veganen Ernährung ein - dabei zitiert er zahlreiche Studien, u.a. die bekannte und aktuelle China Study. Gegliedert ist das Buch in einen ersten Abschnitt, in dem es um die krankmachende Wirkung von Fleisch und Milchprodukten geht und einen weiteren Abschnitt, in dem die Tiere im Mittelpunkt stehen und das unsägliche Leid, das ihnen Tag für Tag widerfährt, nur damit in den reichen Regionen dieser Welt tierische Produkte im Übermaß essen können. Soweit so gut! Dahlke sensibilisiert hier für ein Thema, das alle angeht. Natürlich vergisst er auch nicht die ökologischen Aspekte, wie etwa die Abholzung der Regenwälder, um Anbauflächen für die Futterpflanzen von Schlachttieren zu schaffen, den Klimawandel und das enorme Gülleproblem. Das kann man sehr gut auch bei Foer nachlesen. Wer Dahlke kennt, weiß, dass er sich stark mit dem Unbewussten beschäftigt und dieser Aspekt des Themas spielt auch eine zentrale Rolle - immerhin ist die Duldung und Befürwortunge der Massentierhaltung, denn nichts anderes tut man, wenn man tierische Nahrungsmittel konsumiert, ein kaum zu überbietendes Verdrängungsphänomen. Folgerichtig hat unser Verhalten auch seelische Konsequenzen. Zur Kritik: Leider hat der Autor einen (teilweise) überflüssigen 3. Abschnitt verfasst, der meiner Meinung nach vieles verdirbt. Es ist interessant zu lesen, dass die Sonne eine wichtige Heilquelle sein kann. Hierzu existieren auch zahlreiche Studien. Auch der (Mittags)Schlaf als Quelle der Energie ist vielleicht zwar keine neue, aber immer wieder eine wichtige Entdeckung. Gerne kann man auch das Fasten noch in die Kategorie "Das Beste für Körper und Seele" einordnen. Aber was hat bitte ein Nahrungsergänzungsmittel, das so penetrant beworben wird, dass ich das Buch tatsächlich zur Seite legen musste weil ich peinlich berührt war von der Plumpheit des gebetsmühlenartig wiederholten Anpreisens eines Wundermittels - mit "Peace Food" zu tun? Hier sollte man tunlichst zwischen einer so grundlegend wichtigen Botschaft (weg von Fleisch, Milch und Eiern, die unsägliches Leid hervorrufen) und einer mehr oder weniger schäbigen Werbemessage à la "kauft diese Supernahrung, denn sie macht euch glücklich!" zu trennen wissen. Für mich hat dieser Abschnitt das Ganze schon ziemlich getrübt! Auch das kurze Kapitel über die "Unterstützung durch die Weltreligionen" ist (leider!) etwas zu beschönigend. Mit einzelnen Zitaten kann man fast alles "nachweisen", wenn man das möchte. In puncto Vitamin B 12-Versorgung hat mir zudem die Erwähnung von milchsaurem Gemüse gefehlt. Der Rezeptteil, mit 30 veganen Rezepten von der Haubenköchin Dorothea Neumayr ist wiederum sehr gelungen! Fazit: Ruediger Dahlke hat mit "Peace Food" ein wichtiges Buch geschrieben, das die Botschaft vieler anderer Autoren unterstreicht, auf Fleisch, Milch und Eier zu verzichten um unzähligen Tieren und sich selbst viel Leid zu ersparen. Leider fand ich die penetranten Werbebotschaften im 3. Abschnitt völlig überflüssig. Diese wären an anderer Stelle (gerne in einem Titel über "Glücksfood" o.ä.) vielleicht noch akzeptabel gewesen. Hier nicht!- Ein Schelm, wer böses dabei denkt... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
35 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Hoffnungsträger,
Rezension bezieht sich auf: Peace Food: Wie der Verzicht auf Fleisch und Milch Körper und Seele heilt (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist sehr gut für alle Menschen zu empfehlen, die tierische Produkte verzehren. Ich selbst bin Vegetarier und nehme keine Milch zu mir.....möchte aber meine Ernährung zunehmend vegan gestalten!Es ist einfach nur grauenvoll, wie unsere Gesellschaft im 21. Jahrhundert Tiere so unbeschreiblich quält und wie unbewusst die meisten Menschen sind. Fast schäme ich mich, ein Mensch zu sein..... Aber wie Herr Dahlke richtig schreibt, geht das nicht spurlos an uns vorüber. Jeder Einzelne muss für sein Handeln und Nichthandeln Verantwortung tragen- ob man nun den Zusammenhang sieht oder nicht - früher oder später! Die Gesellschaft ist so krank, aber kaum einer versteht, dass wir uns das selbst zufügen.....Wenn der Herzinfarkt "plötzlich" kommt, der Diabetes, die Gicht, das Rheuma.....ist der Jammer groß, aber die meisten produzieren sich Ihre Krankenheiten eben selbst. All diese sogenannten Zivilisationserkrankungen sind selbst produziert und können bei einer gesunden Lebensweise - und dazu gehört eine gesunde Ernährung - zum großen Teil vermieden werden. Es ist erschreckend, dass die Regierung kein Interesse daran hat, an diesem kranken System etwas zu ändern. Und ebenfalls erschreckend, was uns der normale Supermarkt an "Lebensmittel" anbietet....sollten Sie doch vielleicht eher "Todesmittel" heißen, denn das Leben wird von den meisten Produkte nicht gefördert, sondern zerstört.. Wie viele Kinder plagen sich heute schon mit Allergien, ADS, etc..und ernähren sich von Cola, Süßigkeiten und Fertigfutter? Die einzige Erklärung, die dich dafür habe, ist Unbewusstheit....was in unserer heutigen Mediengesellschaft bestimmt keine Entschuldigung ist. So vieles ist vermeidbar....und doch interessiert sich leider nur ein kleiner Teil für Prävention. Wer bereit ist, den Wahrheiten ins Auge zu schauen, und lange gesund bleiben will, der sollte dieses Buch auf alle Fälle lesen. Es öffnet die Augen! Ich für mich werde die richtigen Entscheidungen treffen und ein Beispiel für mein Umfeld sein - in der Hoffnung, dass auch andere Menschen darüber nachdenken, was sie tun! Herzlichen Dank für dieses Buch! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Ein Buch das jeder lesen sollte!,
Von Veggie "Veggie" (Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Peace Food: Wie der Verzicht auf Fleisch und Milch Körper und Seele heilt (Gebundene Ausgabe)
Ich kann das Buch nur empfehlen. Ich war erst sehr skeptisch, weil ich nicht glauben konnte, das Dahlke Veganer ist.Aber dieses Buch hat mich überzeugt! Es ist mir aus dem Herzen geschrieben. Und es ist sehr informativ. Ich hatte zuvor "China Study" gelesen..sehr gut,aber trocken und wissenschaftlich geschrieben, nichts über Tierschutz. Peace Food füllt nun die Lücke.Ich bin mein halbes Leben schon Vegetarierin (aus Tierliebe), seit 17 Wo. Veganerin, also schon vor diesen Büchern. Aber sie haben mich noch einmal in meiner Meinung bestärkt und unterstützt, dass Vegan leben der richtige Weg ist!Nun bin ich aber auch gespannt, ob mein Hashimoto verschwindet....denn laut Dalke sind Milchprodukte Schuld an Autoimmunerkrankungen. Ich kann aber jetzt schon sagen, mir ging es nie besser als jetzt. Ich habe schon ganz locker 8,5 Kg abgenommen und meine Cellulite ist fast ganz verschwunden und das nur weil ich Vegan und gesund lebe. Die Rezepte in dem Buch finde ich persönlich nicht so ansprechend, da gibt es viel bessere vegane Kochbücher!! Aber der kauf des Buches lohnt sich allemal! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
377 von 430 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Dahlke und die Ideologie,
Rezension bezieht sich auf: Peace Food: Wie der Verzicht auf Fleisch und Milch Körper und Seele heilt (Gebundene Ausgabe)
"Peace Food" wird wie immer die Ja-Sager aus Dahlkes Umfeld dazu animieren, haltlos positive Kritiken zu verfassen. Seltsam darf es erscheinen, dass er in Rundbriefen mittlerweile dazu aufruft, unter dem Vorwand der Erstellung eines "positiven morphogenetischen Feldes", möglichst vorteilhafte Bewertungen für seine Bücher abzugeben.Zweifellos hat Dahlke in den vergangenen drei Jahrzehnten, wie kein anderer im deutschsprachigen Raum zu einem breiteren Verständnis der ganzheitlichen Sichtweise beigetragen. Sein Ideenkosmos ist geboren aus der Esoterikwelle der 80er Jahre. Seine Leserschaft besteht bis heute vornehmlich aus der sich weiter etablierenden spirituellen Szene, Vertretern der Naturheilkunde, einigen wenigen um Weitblick bemühten Ärzten, sowie den in der Krankenpflege Tätigen. "Peace Food" strotzt vor Konstrukten. Wenn Dahlke 10 Bücher liest, um ein eigenes zu schreiben ist das hoch angesetzt. Die mutmaßliche Notwendigkeit einer veganen Ernährung ist durch die Bücher von Karen Duve und Jonathan Foer meisterhaft abgedeckt. Lesen sie lieber diese authentischen Werke. Dahlke ist lediglich thematischer Trittbrettfahrer. Mittlerweile hat er über 40 Titel aus den verschiedensten Themengebieten und noch mehr CDs mit geführten Meditationen zu jeder Lebenslage veröffentlicht. Für (leicht)gläubige Menschen mag das erscheinen, als habe er eine große Gesamtschau über die Dinge des Lebens. Das übt eine gewaltige Anziehungskraft auf die im Leben und in Gesundheitsfragen unsicheren Menschen aus - und das wird hier mit einem weiteren Titel bedient. Die Inhalte des Buches basieren auf den (Zwischen)Ergebnissen der "China Study", einer beeindruckend groß angelegten epidemiologischen Studie durch Colin T. Campbell, einen Biochemie-Professor der Cornell University, New York, USA. Zusätzlich finden Sie viele Geschichten der Begegnungen des Autors mit industrieller Tierverarbeitung, allerlei gesammelte Ernährungsweisheiten, weitere Ausführungen über die von ihm ausgerufene spirituelle Philosophie, 30 vegane Rezepte und natürlich massenhaft Verweise auf die Literatur des Autors. Und: den Hinweis auf ein durch Dahlke ins Leben gerufenes Nahrungsergänzungmittel "Take Me". Eine Protein-Pulvernahrung aus vakuumgetrockneten feinvermalenen Pflanzenbestandteilen. Hier einige Aussagen im Buch und aus Interviews zu "Peace Food": "- Ich habe seit dem Abstillen keine Milch mehr zu mir genommen. - Wo ich auch hinkomme, macht das Buch gewaltig Furore. - Wenn Sie Fleisch essen, essen Sie Aas. - Natalie Portman, Gwyneth Paltrow, Richard Gere, Nena, Thomas D., sind langjährige Veganer - Die Menschheit hätte auch nicht überlebt, wir konnten ja am Anfang letztlich nur vegan leben. - Wenn ein Kind nach der Muttermilch gar keine Milchprodukte bekommen würde, wäre dem Diabetes Typ I die Grundlage entzogen. - Milch macht Osteoporose, sie entzieht dem Körper mehr Kalzium als sie zusetzt. - Milch ist krebsfördernd, weil sie den Wachstumsfaktor IGF1 enthält. - Wenn man Osteoporose und Prostatakarzinome haben will ist es ganz ideal, viele Milchprodukte zu essen. - Wir würden an den Stresshormonen der Fische nicht so leiden, wie an denen der Säugetiere. - Heute werden Fische aus 2000m Meerestiefe geholt. Die sind in der Regel über 100 Jahre alt. Wollen Sie einen Methusalem essen? - Ärzte, die diesen Ausdruck verdienen, müssten jetzt abraten von Tierprodukten. Es ist eine ärztliche Pflicht den Leuten vom Essen von Tiereiweiss abzuraten. - Panikattacken haben mit dem erhöhten Konsum von Fleisch zu tun. - Es kommt jetzt eine Art Revolution in der Ernährung. Die Milch- und Fleischindustrie wird noch ein bisschen dagegen rummosern. - Das bisschen Fotovoltaik ist ökologisch ein verschwindend kleiner Schritt im Vergleich dazu, dass wir die Leichenteile aus der Küche verbannen. - Wenn sie die Feldfrüchte von den Biofeldern nicht waschen, haben sie genug Vitamin B12, weil das ja von Bakterien gebildet wird. - Wir müssen uns nicht um die Vegetarier sorgen, sondern um die Allesesser. Denen steht ein mieses Ende bevor. - Vegetarier sind bewusstere Menschen, Veganer sind noch einmal sehr viel bewusster. - Mit veganem Essen sind Ihre Ausdünstungen geringer, sie stinken nicht mehr so. - Die Ausstrahlung wird auch anders. Ich kann es einem Schweinefleischesser im Gesicht ansehen. - Veganer sind schlanke, lebenslustige, humorvolle Menschen. - Unser Darm ist 10m lang, Raubtiere haben einen kurzen Darm. Unser Gebiss ist nicht für das Schlingen geeignet. - Wir finden keine Hinweise beim Menschen, dass er ein Fleischfresser ist. - Es ist ein medizinischer Erfolg, dass wir jetzt die Zivilisationskrankheiten durch Vermeidung von Tierprotein verringern können. - Der Verzicht ist der geringste Teil beim veganen Essen. - Bis vor ein paar Jahren habe ich noch Käse gegessen, heute würde ich den gar nicht mehr mögen. - Manchmal fehlt mir ein Stück Butter auf dem Brot." Bilden Sie sich ihre eigene Meinung oder besser: recherchieren Sie diese Aussagen. Ich ernähre mich seit einem Jahrzehnt vegetarisch. Grundsätzlich spricht nichts gegen vegane Ernährung bei Erwachsenen. Insbesondere die Aspekte des Verzehrs von industriellen Tierprodukten sind in "Peace Food" in geeigneter Tiefe dargestellt, ebenso die Absurditäten der Massentierhaltung. Dass das fleischlose Essen Frieden bringt, für sich selbst, für andere und für die gequälten Kreaturen, leuchtet jeder halbwegs sensiblen Seele ein. Lebensmittelskandale betreffen fast ausschließlich Tierprodukte. Parasitäre Erregerspektren finden ihre Zwischenwirte vornehmlich hier. Dass Massentierhaltung große Teile der Ackerbauflächen für Kraftfutter verbraucht und die Umwelt mit Stoffwechselprodukten unverhältnismäßig belastet, ist mittlerweile weithin bekannt. Die Idee, man sei leichter und die Seele könne sich vom "Körperhaus in Meditationen besser lösen", weil tiereiweissfrei ... naja, denken sie sich ihren Teil. Selbst wenn man die spirituelle Tiefe dieser These nicht direkt erfasst, wird man sicher nicht vom Nirwana ausgeschlossen werden. Die Aussage, der Mensch sei eher ein Pflanzen- als Fleischfresser lässt sich phylogenetisch und historisch durch nichts belegen. Informieren Sie sich in einem beliebigen paläontologischen Museum. Lesen Sie dazu das ausserordentlich sauber recherchierte Buch: Wolf Schneider, Der Mensch. Eine Karriere. Lesen sie die "China Study" und setzen Sie sich auch unbedingt mit der Kritik daran auseinander. Nach den Durchführungskautelen für international gültige Standards in wissenschaftlichen Studien enthält sie neben Fakten auch einige methodische Fehler. Nicht weil hier ein absoluter Anspruch der Wissenschaft vertreten sei und damit die Gültigkeit der Ergebnisse sofort nichtig ist. Es geht darum, sich bei grundlegenden Themen - also der Ernährung - nicht allein auf die Konstrukte einer indoktrinierenden Philosophie in der Zeitgeistliteratur zu verlassen. Es soll auch heissen, dass nur weil ein Biochemiker einer renommierten Universität - natürlich aus den USA - eine groß angelegte Studie vorantreibt, die Ergebnisse nicht automatisch hieb- und stichfest sind. Ohne vielfach nachgewiesene harte Fakten glaubt im wissenschaftlichen Umfeld heute kaum noch jemand an "bahnbrechende" Ergebnisse. Setzen Sie sich mit den Tricks und Manipulationen des Wissenschaftsbetriebs auseinander. Geeignet dazu ist z.B. Ben Goldacre: Die Wissenschaftslüge Der in "Peace Food" vertretene Anspruch Dahlkes, dass die Dinge schwarz auf weiss, also wissenschaftlich bewiesen seien, ist - wie so vieles in Dahlkes Büchern - bei genauerer Recherche nicht haltbar. Die Beweiskette entspringt gerne einmal dem Bereich des wunschvollen Denkens und dient dem Zweck, Sie zu überzeugen. Und Dahlke ist ein Meister der Polemik. Hier benutzt der Autor das wissenschaftliche Deckmäntelchen, um sich den Anstrich fundierter Seriösität in der populärwissenschaftlichen Zone zu verschaffen. In populärwissenschaftlicher Literatur muss man ja seine Quellen auch nicht so genau belegen. Die meisten Leser werden soweit aber gar nicht nachforschen und wie immer in ihren Rezensionen huldigende Lobgesänge anstimmen. Sie haben hiermit ein weiteres Buch für sich entdeckt, mit dem sie nun über den Darm heilig werden können. Übrigens war diese "Scheinheiligkeit" etwas, dass Dahlke vor nicht allzu langer Zeit den "Körnerfressern" vorwarf. In diesem Zusammenhang mag es sie interessieren, dass Dahlke bis vor zwei Jahren noch den Verzehr von Fisch für eine ausgewogene Ernährung propagierte. Natürlich wegen der wichtigen Omgea 3-Fettsäuren und weil der Fisch "evolutionär viel weiter vom Menschen entfernt" sei als die Säugetiere. Spirituell und ethisch war das bis ein Jahr nach seiner Kenntnis der China-Study also durchaus vertretbar. Es darf Anlass zu allerlei Vermutungen über Dahlkes allgemeinen wissenschaftlichen Kenntnisstand geben, dass er erst jetzt auf diese Ergebnisse stösst. Die Studie läuft seit 1987, die ersten Ergebnisse sind seit 1992 publiziert (siehe PubMed). Es geht in diesem Buch mehr um Dahlke selbst, als um den Inhalt. Das vegane Leben ist ein weiteres Mittel zu dem Zweck der Inszenierung seiner "spirituellen Philosophie". Ideologie ist eben auch die Lebensweise, die er derzeit in seinen Kreisen populär macht und - natürlich mit einem weiteren Buch - unterstreicht. Veganes Leben sei hier nicht kommentiert und nicht bewertet. Vielmehr steht es bei Dahke im Lichte der Bildung einer alternativen Lebensgemeinschaft in Gamlitz bei Graz, die sich gegenüber den 'Normalos' abgrenzt. Dahlkes Wunsch ist unübersehbar, mit Visionen von einer besseren, weil alternativen Art des Zusammenlebens doch noch den Traum seiner 68er-Kommunengeneration zu verwirklichen. Eine ökologisch, soziale Revolution aus kleiner Zelle mit Hilfe eines Dogmas. "Peace Food" ist eines der Evangelien, die er für diese Gemeinschaft und die Stammleserschaft geschrieben hat. Man kann sich nun einen weiteren Band der Enzyklopädie des Dahlke-Universums ins Regal stellen. Gerne nimmt man diese Dinge an, weil man in verwirrender Vielfalt selbst den Überblick nicht behalten kann Gerne nimmt man diese Dinge an, weil man die Führung einer rhetorisch gewandten Persönlichkeit leicht akzeptiert. Insbesondere die eines Arztes. Gerne nimmt man diese Dinge an, weil man sich dadurch als besserer Mensch fühlt und natürlich viel spiritueller als die anderen. Gerne nimmt man diese Dinge an, weil es das nächste Ding ist mit dem man sich auf seinem spirituellen "Weg" beschäftigen kann. Gerne nimmt man diese Dinge an, weil man damit scheinbar eine Identität findet. Mit dem nächsten Dahlke-Buch oder Seminar hat man wieder etwas Wertvolles (weil nicht ganz Billiges) zum Ich dazuaddiert und wird nun sicher noch schneller erleuchtet. Man hat so aber lediglich das alte lästige Selbst, gegen ein neues, spirituell gebildetes Selbst ausgetauscht. Das ist ein uraltes Guru-Strickmuster und ein allzeit boomendes Geschäft (Dahlke wurde durch seine Autorenschaft zum Multimillionär). Und man kann nun trotz aller Schattenbearbeitung nicht mehr anders, als einen Zusammenhang mit diesem Buch und dem von Dahlke angepriesenen Eigenprodukt Take-Me zu vermuten. Dahlke polarisiert bewusst mit diesem Buch in der Hoffnung, dass eingesessene Fleischesser aus Gewissensgründen ihre Ernährungsgewohnheiten ändern werden. Wer einmal ein Lehrbuch der Ernährungsmedizin zur Hand genommen hat wird leicht im Voraus wissen, dass sich diese grundlegenden Gewohnheitsmuster in der Praxis nur mit äußerstem Aufwand ändern lassen. Allen, die hier "Hurra! Ab jetzt vegan!" schreien, kann man das so leicht garnicht abnehmen. Möglicherweise ist ja bei Dahlke trotz jahrelangem eisernem Fasten und unerbittlicher Wiederholung von zusammengeklaubten Gesundheitsformeln doch ein Rest Sorge vor eigener Erkrankung geblieben. Die vegane Lebensweise ist, ähnlich wie die Krankheits-Symptomdeutung und die 'Reinkarnationstherapie', letztlich ein Vehikel zur weiteren Untermauerung der von ihm zelebrierten Ideologie, ein weiteres Mittel zur gut gemeinten Machtausübung. Sozialismus, Konservativismus, Spiritualismus .... Veganismius, jede Art von "-ismus" ist Ausdruck einer ideologischen Grundhaltung, die sich aus vermeintlich höheren Gründen gegen das Andere abgrenzt. Das Theoriengebäude von Dahlkes "Spiritueller Philosophie" ist durch allerlei Dogmen abgesichert. Lesen Sie dazu auch: Hubert Schleichert, Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren. Fazit: Seien Sie mit ihrer Nahrung aufmerksam. Kaufen Sie Produkte, die Sie ökologisch und ethisch vertreten können. Wenn sie Fleisch essen, "nehmen sie das aus biologischer Quelle und essen Sie einfach weniger davon" (Kurt Schweisfurth, Herrmannsdorfer Höfe). Sie haben riesige Macht in den Händen: Sie kaufen Lebensmittel aus fragwürdigen Quellen einfach nicht - und der Markt regelt deren Ende. Es wird nur das produziert, was Abnehmer findet. Die Veränderung beginnt bei Ihnen, sie beginnt in Ihrem Inneren. Wenn Sie es in sich finden können auf Fleisch und Eier zu verzichten und in Maßen zu essen, tun Sie zuerst sich und dann der Umwelt einen großen Dienst. Machen sie aus dem Essen keine Ideologie, weder für andere, noch für sich selbst. Essen Sie mit Freude und wachem Bewusstsein. Das ist angewandter Frieden beim Essen. Sie sind längst das, was sie suchen, und finden es auch nicht im Veganismus. Sie brauchen keine Ergänzungsmittel und Sie brauchen auch dieses Buch nicht. Guten Appetit . Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Be-vor-MUND-ung,
Rezension bezieht sich auf: Peace Food: Wie der Verzicht auf Fleisch und Milch Körper und Seele heilt (Gebundene Ausgabe)
ich bin mit Dahlke gross geworden. Gut und gerne über 15 Werke habe ich gelesen. Mit zunehmenden Alter ver-kommt Dahlke mehr und mehr zu einem einseitig, er-starr-ten missionarischen Mann. Die Art, komplexe medizinische Sachverhalte mit Wörtern uns MUND-gerecht zu servieren, gelingt ihm köstlich bis meisterlich. Die Themen die er aufgreift treffen den Nerv der Zeit, vielseitig sind seine Recherchen und zunehmend einseitig die Erkenntnisse. Davon wird man leider in diesem Werk brutalster Zeuge. Jedes Kapitel enthält ein Fazit mit einem immer wiederkehrenden Mantra:Veganer, rettet die gesamte Menschheit vorm Aussterben und die Welt wird gesund und friedlich. Amen. Wer dem nicht folgen will-dem legt Dahlke den richtigen Lösungs-HEIL-weg in den MUND. Man möge sein Buch "Das Schattenprinzip" lesen um hier den eigenen Schatten näher zu beleuchten. Nach grauenhaften Erzählungen aus dem Reich der Schlachthöfe dann als Dessert, MUND-gerechte Häppchen aus der veganer Küche. Ein Zusatzprodukt - ohne wissenschaftliche Erkenntnisse-wird auch noch vorgestellt und im Anhang super ausführlich die eigenen Werke. Be-dauerlich-Herr Dahlke, dabei haben sie doch gerade mit den "die Lebensprinzipien" so ein tiefschürfendes & umfassendes Werk hingelegt!Was mir geblieben ist nach der Lektüre? 1. Der Wunsch das "Original" ChinaStudie zu lesen. 2. sehr viel gute Diksussionen über all die kleinen Ungereimtheiten die es in dem Buch gibt :-) danke an den Author dafür. 3. ein faden Geschmack im Mund, weil es mir stinkt, dass ich be-vor-MUNDET werde. Der Author traut seiner Leserschaft nicht zu, die für einem selber richtigen Schlüsse aus den Fakten zu ziehen und gibt NUR einen, nämlich seinen Weg vor. Den darf & geht Herr Dahlke für sich - aber der ist nicht allgemeingültig. Würde ich es empfehlen? Ja, denn jeder sollte sich seinen eigenen Reim dazu machen ;-) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Effektiv, trotzdem hält sich die Begeisterung in Grenzen,
Rezension bezieht sich auf: Peace Food: Wie der Verzicht auf Fleisch und Milch Körper und Seele heilt (Gebundene Ausgabe)
Eigentlich hätte sich dieses Buch mehr als 5 Sterne verdient, weil die Lektüre desselben mich auf einen Schlag endgültig zum Veganer machte (das ist nun schon ein paar Monate her & ich bin immer noch mit Feuereifer dabei). Gegen die langen, ausführlichen Beschreibungen des unvorstellbaren Leids bei Tierhaltung und Schlachtung hatte ich einfach keine Chance. Ich war bisher Büchern, die derlei explizite grausame Schilderungen enthalten, immer ausgewichen, weil ich mir nicht zutraute sie zu ertragen (und ja, es war sehr, sehr hart). Da ich jedoch in einem mit 'Peace Food' betitelten Buch eigentlich nicht mit solcher Radikalität rechnete, wurde ich davon regelrecht überrumpelt - mit Erfolg :o) An Effektivität ist Dahlkes Werk, soweit es mich betrifft, also nicht zu überbieten ^^Trotzdem kann ich 'Peace Food' nur drei Sterne geben. Hat man sich nämlich zuvor noch nicht aufs Ausführlichste mit veganer Ernährung beschäftigt, steht man dann ziemlich hilflos da. Kommt man denn endlich zum eigentlichen Ernährungsteil, so wirft dieser, wenn man erst am Anfang der Umstellung steht, eher mehr Fragen auf, als dass er sie beantwortet. Manche Rezepte sind ganz nett, aber eben für mein Empfinden nicht so gestaltet bzw. zur Verfügung gestellt, dass man quasi gleich von heute auf morgen problemlos vom Omni- zum Herbivoren umsteigen könnte. Mittlerweile habe ich auch meine Freude an so manchen angebotenen Rezept, mein Geschmack hat sich aber schon längst auf Pflanzen pur umgestellt. Für einen Bereits-Veganer, der sich schon einen Grundstock an Wissen und Informationen angeeignet hat, ist in diesem Buch jedoch wiederum kaum Neues zu finden. Was mich aber am allermeisten gestört hat, waren folgende Punkte: - Der lockere Umgang mit dem Thema Vitamin B12 - wie auch in anderen Rezensionen schon ausführlich beschrieben. - Der von Veganern gern gebrachte Vergleich zu unseren nahen Verwandten, den sanften Schimpansen, die sich ja nur von Pflanzen ernähren sollen, woraus sich der logische Schluss ziehen lässt, dass dies auch für den Menschen die einzig richtige Ernährungsform wäre. Leider verträgt sich dieses Bild nur ganz und gar nicht mit anderslautenden Infos, wie zum Beispiel in der Sendung 'Universum' über Schimpansen, das vor ein paar Jahren ausgestrahlt wurde, in dem sich die Primaten dann in der Horde auf die Jagd nach kleineren Affen begeben haben und sie umbrachten, um dann gar nicht einmal alle getöteten Tiere auch zum Verzehr zu verwenden. Hm. Ich wäre mit diesem Argument also vorsichtig. - Die Hinweise auf Bibel und Koran, in denen bereits die fleischlose Ernährung propagiert würde. Oh, bitte. Gerade was die Bibel betrifft, lässt sich schon allein mit den Stichwort Passahfest kontern. Dieses Kapitel fand ich nicht seriös, fast schon befremdlich. Mein Fazit: Wer unbedingt den letzten Schritt zum Veganismus schaffen möchte und nur noch den letzten Stupser braucht: Unbedingt lesen! Allen anderen sei empfohlen, besser gleich zur China Study zu greifen. PS: Am besten und hilfreichsten für den praktischen Umstieg fand ich die 'Happy Herbivore' Kochbücher von Lindsay S. Nixon. Leider gibt es diese jedoch bisher nur in englischer Sprache. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
man kann jederzeit einen neuen weg einschlagen,
Von claudia "clouds" (france) - Alle meine Rezensionen ansehen
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Peace Food: Wie der Verzicht auf Fleisch und Milch Körper und Seele heilt (Gebundene Ausgabe)
Ich bin selbst schon seit 30 Jahren Vegetarierin, aber dieses Buch macht mich meine Entscheidung überdenken. Ich werde in Zukunft auch Milchprodukte und Eier weglassen !
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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Enttäuschende Selbstvermarktung!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Peace Food: Wie der Verzicht auf Fleisch und Milch Körper und Seele heilt (Gebundene Ausgabe)
Nachdem im letzten Jahr Jonathan Safran Foer mit 'Tiere essen' in Sachen Vegetarismus gewaltig vorgelegt hatte, zieht nun Ruediger Dahlke mit 'Peace Food' nach und versucht eine Lanze für den Veganismus zu brechen.Das Buch ist in vier Teile gegliedert: Krank durch Fleisch- und Milchprodukte Das Leid der Tiere Das Beste für Körper und Seele 30 vegane Rezepte für ein glückliches Leben Anschließend folgt ein Anhang, der unter anderem weitere Bücher des Autors auflistet und ein ausführliches Register. Allem voran steht eine zehnseitige Einleitung, in der Ruediger Dahlke kurz den Inhalt des Buches und seine Beweggründe, sich mit dem Thema zu befassen, erläutert. Dieser Teil hat mir wirklich sehr gefallen und würde ' für sich stehend ' auch sicher 4 Sterne verdienen. Bis dahin war ich also noch wirklich begeistert. Die weiteren Teile allerdings haben mich (als Veganerin!) nicht überzeugen können und ich befürchte, dass 'Peace Food' bei Nicht-Veganern eher auf Ablehnung stoßen wird, als auf Zustimmung. Warum? Teil eins beleuchtet die negative Wirkung, die der Verzehr tierischer Produkte in körperlicher und seelischer Hinsicht auf den Menschen haben kann. Dort zitiert Dahlke seitenweise Studienergebnisse, packt ein paar Allgemeinplätze und ein bisschen Pathos dazu. Der Leser wird erschlagen von Zahlen und Namen, statt von der an sich so wichtigen Botschaft überzeugt zu werden. Weiter geht es in Teil zwei mit dem Leid der Tiere, wo dem Autor scheinbar auch wenig Eigenes einfiel und er stattdessen die grausamsten Szenen aus 'Tiere essen' und des erschütternden Berichts von Christiane Haupt über die Zustände in einem deutschen Schlachthof zitiert. Im dritten Teil erfährt der Leser noch etwas über Sonne und Schlaf als Heilquelle und es werden auf fünf Seiten Aussagen verschiedener Weltreligionen zum Thema abgearbeitet. Fast im gesamten Buch finden sich außerdem sehr gehäuft nicht besonders subtile Hinweise auf andere Bücher des Autors, sowie ein von ihm kreiertes Nahrungsergänzungsmittel. Insgesamt wirkte 'Peace Food' dadurch leider eher abstoßend als ansteckend. Aus dem Rezeptteil habe ich bisher nichts gekocht, einige der Rezepte von Dorothea Neumayr klingen aber wirklich gut; wie zum Beispiel: Karotten-Ingwer-Suppe mit karamellisiertem Apfel oder Pasta mit Kirschtomaten und Rucola. Fazit: Hier wurde ein extrem wichtige Botschaft für reine Selbstvermarktung missbraucht. Leider also nur 2 Sterne. Zitate: Mir scheint, nach ungezählten Fleischskandalen, nach Giftorgien im Futter und im Verbraucher, nach aus der Tierzucht stammenden Vogel- und Schweinegrippeviren ist die Zeit reif für ein Umdenken und einen Neuanfang. Letzerer aber kann nur vom Einzelnen ausgehen, von ihm aber kann er sich ausbreiten wie ein Lauffeuer, von Mund zu Mund und Herz zu Herz. (Seite 11) Es ist für die Seele wichtig, nur das zu sich zu nehmen, was wir von Anfang bis Ende problemlos und ohne Widerwillen selbst verarbeiten können. Da fallen dann für die meisten schon alle Geschöpfe weg, die ein Gesicht haben und eine Mutter, die sie geboren hat und ihr Gesicht erkennt. Für Körper und Seele einfacher wird es auch, wenn man sich auf Pflanzen beschränkt, die gewachsen sind, Wurzeln geschlagen und Blüten gebildet haben ' etwas, das für Mars, Bounty und die meisten Süßigkeiten nicht gilt. Sie werden auch weder dazu beitragen, uns zu verwurzeln, noch unser wahres Wesen zur Blüten bringen. (Seite 91) Der im Osten durchaus geläufige Gedanke, all jene Wesen, die unter uns gelitten hätten, erwarteten uns auf der anderen Seite zusammen mit denen, die wir gefördert und geliebt haben, mag erschrecken und trösten zugleich. So ernten wir spät, was wir beim Einkaufen entscheiden. (Seite 141) [Nach einem Abschnitt über die Rinderschlachtung:] Das Ganze liest sich schon zum Wände hochgehen. Stellen Sie sich vielleicht besser nicht vor, so etwas mit ansehen zu müssen. Sie müssen nicht und Sie müssen das auch nicht weiter beim einkaufen und essen unterstützen. (Seite 150) Insgesamt kann ich mich hier nur den Worten des Schweizer Arztes Dr. Ernst Walter Henrich anschließen: '(') ich möchte und kann nicht wegschauen ('). Ich verabscheue das verbrecherische Treiben, das dazu führt, dass täglich etwa 40.000 Kinder an den Folgen von Hunger und Unterernährung sterben, weil man mit der pflanzlichen Nahrung lieber die gequälten Tiere füttert, um Fleisch, Milch und Eier zu gewinnen. Mit diesen tierischen Produkten (fr)essen sich die Wohlstandsbürger ihre Wohlstandskrankheiten an, die dann als Gipfel der moralischen Verwahrlosung in der Gesundheitsindustrie zu fast immer nutzlosen Tierversuchen führen.' (Seite 154) Wir leben in einer absurden Zeit, in der es als normal gilt, Tiere wie Dinge zu behandeln, in der entsetzlichste und unmenschlichste Tierquälerei hingenommen wird, allenfalls als nicht zu ahndendes Kavaliersdelikt. Wo Konzerne, die Millionen Wesen industriell quälen lassen, von Politiker und Gesetzen geschützt und mit großzügigen Subventionen aus Steuergeldern bedacht werden. Wohingegen Tierschützer, Vegetarier und Veganer als unnormal gelten, als Verrückte und jedenfalls nicht ernstzunehmende Außenseiter oder Sektierer. Bestenfalls werden sie belächelt. Aber unsere Haltung und unser Engagement erlauben es uns, hinsichtlich dieses Themas in den Spiegel zu schauen. Und die Zeiten werden sich ändern. Als Atomkraftgegner der ersten Stunde erinnere ich mich daran, wie wenige und wie isoliert wir vor 30 Jahren waren ' inzwischen sind wir die Mehrheit und staunen, wer sich so alles zu uns gesellt. (Seite 179) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
3 x gelesen,
Von Ange 1710 "Ange" (Eltville, Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Peace Food: Wie der Verzicht auf Fleisch und Milch Körper und Seele heilt (Gebundene Ausgabe)
Auch dieses Buch von Rüdiger Dahlke hat mir besonders gut gefallen. Es gibt Passagen (die über Massentierhaltung), die mir die Tränen in die Augen getrieben haben. Letztlich hat das Buch - auch wenn erst ein Jahr später - dazu geführt, dass wir uns zu Hause zu 95% vegan ernähren. Nach diesem Buch habe ich im Sommer 2012 "Die China Study" gelesen und mir mehrere Bücher des Vegan Kochs Attila Hildmann zugelegt. Diese Kombination hat zum Umdenken geführt und wir (mein Mann und ich) ziehen das seit Ende September durch. Ergebnis = wir fühlen uns super gut, keine Müdigkeit mehr, top fit am Morgen, Gewichtsabnahme (mein Mann = 10 kg / ich 5 kg bis jetzt)...u.s.w. Bis auf soziale Unverträglichkeit ;-), gibt es nichts zu bemängeln.
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Peace Food: Wie der Verzicht auf Fleisch und Milch Körper und Seele heilt von Ruediger Dahlke (Gebundene Ausgabe - 1. September 2011)
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