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am 9. Oktober 2014
Man hat mir beigebracht, dass man bei Beurteilungen immer mit dem Positiven anfangen soll.

Also: Das Buch ist ein einem lockeren und geschliffenem Stil verfasst. Der Autor beschreibt bildhaft (wie es für Drehbücher nötig ist) und hat manchen lustigen Einfall bei Situation und Dialogen. Endlich die begehrte Frau im Bett zu haben und mit ihr zu schlafen (mit ihr zu schlafen!) - das hat was, und wird (wie es sich für britischen Humor gehört) völlig unspektakulär, aber gekonnt serviert.

Zum Schreibstil ein Detail:
Da sind zwei Frauen, in jeder Beziehung sehr unterschiedlich, die den Helden zeitgleich begleiten. Der Autor schafft es, allein durch die wörtliche Rede klarzustellen, ob Beverly oder Lesley etwas gesagt hat, die eine formuliert Sätze so, die andere anders. Perfekt!

Ich lese immer 20 min, zweimal am Tag, dann steige ich aus der S-Bahn aus. Die ersten Tage habe ich mich auf die Fortsetzung gefreut. Einige Tage habe ich aus Gewohnheit weitergelesen, dann das Buch zurückgegeben ohne das Ende abzuwarten.

Die Geschichte wird, vielleicht durch unendlich viele Nebengeschichten, irgendwann so unspannend und langweilig, dass ich nicht mehr weiterlesen wollte.

Schade. Der Einstieg gefiel mir.
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am 20. Juni 2014
Die Geschichte dreht sich hier um Constabler Peter Grant, bei dem sich nicht nur der Leser wunder, wie er Polizist werden konnte, weshalb man ihn am liebsten auch hinter einen Schreibtisch arbeiten lassen würde. Er ist ein naiver Tollpatsch, was ihm seine Arbeit erschwert, aber ihn vor allem sympathisch macht. Welcher andere würde auch einfach mal so einen Geist als Zeugen befragen, als wäre es das normalste der Welt. So geschieht es auch, dass er doch nicht hinter einem Schreibtisch, sondern als Zauberlehrling endet, bei dem einzigen anderen Magier in London. Thomas Nightingale bietet einen angenehmen Kontrast zu Peter und ist deshalb ebenso liebenswert wie er. Er ist ein älterer Mann mit Stock und Anzug, also genau so, wie man sich einen englischen Gentleman vorstellt. Er ist sehr weise und wird zu einer Art Vaterfigur für Peter. Aber natürlich birgt auch er ein Geheimnis, das aber wenig überraschend ist. Die Kombination aus diesen passt einfach, was diesem Buch auch einen gewissen Reiz verleiht. Man kann sich die beiden richtig gut in einem Film oder einer Serie vorstellen.
Der Rahmen der alle Handlung bildet hier die Enthauptung eines Mannes, doch werden hier noch viel mehr Geschichten in eineinader verflochten. So muss Peter nicht nur den Umgang mit Magie lernen, was den einen oder anderen Lacher bereithält, sondern muss sich auch noch mit den beiden rivalisierenden Familien der Themsegottheiten herumschlagen, die schon sehr nervig sein können. Leider verliert sich die Geschichte zeitweise in der Vielzahl von Handlungen und wirkt dadurch manchmal wirklich langatmig. Besonders die Geschichte um die Themsegötter hemmt die Spannung des eigentlichen Mordes, der viel zu lange nur im Hintergrund dahinplätschert. Zum Ende hin wird dies wieder besser und auch der Lesefluss steigt deutlich an.
Besonders gut gefallen hat mir aber dennoch die Mischung aus Fantasy und Krimi, da es sich hier nicht um die üblichen Fantasyfiguren handelt, die man so schon tausendmal erlebt hat. (Nagut so neue sind Geister jetzt nun auch nicht) Es wirkt erfrischend anders. Außerdem ist London genau die richtige Stadt für eine solche Geschichte, da man ihr diese mystische zweite Welt absolut abkauft.
Der Schreibstil ist wirklich angenehm und vor allem sehr lustig. Der Autor schafft es den Leser zu begeistern und in diese bunte, magische Welt hineinzuziehen.

Fazit:
Ich bin ein großer Fan von Urban-Fantasy, Krimis und alles Britische, weshalb ich dieses Buch einfach lesen musste. Leider muss ich vielen Kritikern des Buches in einem Punkt zustimmen, da es sich zur Mitte hin leider tatsächlich selbst in der Geschichte verliert. Zum Ende wird dies aber besser, weshalb man das Buch auf keinen Fall in der Mitte abbrechen sollte, Meine Hoffnungen liegen in den folgenden Bänden, die ich definitiv auch lesen werde, da Ben Aaronovitch einen angenehmen Schreibstil und wirklich gute Ideen hat.
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TOP 1000 REZENSENTam 23. Januar 2014
Peter Grants Anwärterzeit bei der Metropolitan Police in London steht kurz vor ihrem Ende, da trifft er am Schauplatz eines Mordes auf einen Geist, der die Tat beobachtet haben will. Peter kann kaum glauben, was er da sieht. Am nächsten Tag erfährt er, dass er seine weitere Laufbahn mit einem Schreibtischjob bestreiten soll. Das ist so gar nicht die Zukunft, die Peter sich erhofft hat. Bei seinen Versuchen, den Geist wiederzufinden, begegnet er jedoch Chief Inspektor Thomas Nightingale – und wird kurz darauf zu dessen neuem Mitarbeiter im Feldeinsatz. Nightingale beschäftigt sich als Polizist mit übernatürlichen Angelegenheiten, und so wird Peter zum Zauberlehrling. Er lernt Magie zu wirken, muss eine Mordserie aufklären und Nebenher auch noch den Streit zwischen Flussgöttern schlichten…

Das Cover des Buches ist mit einem Stadtplan von London, durch den eine blutrote Themse fließt, ansprechend gestaltet. Die Lupe deutet auf im Buch stattfindende Ermittlungen hin und vom Klappentext versprach ich mir eine Mischung aus Fantasy und Krimi. Diese Mischung wird bereits auf den ersten Seiten gelungen umgesetzt. Während Peter ganz normale, ordentliche Polizeiarbeit ausführen will, trifft er auf einen Geist und kann selbst gar nicht glauben, dass es so etwas geben soll. Ich wurde als Leserin in der Realität abgeholt und lernte gemeinsam mit Peter schrittweise mehr über all das Übernatürliche, das im London dieses Buches gibt.

Das Buch hält auch im weiteren Verlauf die Balance zwischen der Spannung eines Krimis und skurriler Fantasy. Durch die ganze Handlung zieht sich eine Mordserie, bei der es auch häufiger brutal und blutig zugeht, sodass das Buch trotz eventuell in die Irre führender Zauberlehrling-Thematik klar für Erwachsene gedacht ist. Durch die Zusammenarbeit mit der „normalen“ Mordkommission wird hier auch durchaus einiges an gewohnter Ermittlungsarbeit geleistet. Die Fantasyelemente sind gleichzeitig aber stark ausgeprägt – bei der Mordserie hat etwas Übernatürliches seine Hände im Spiel, außerdem wird Peters Magietraining beschrieben sowie diverse rein Übernatürliche Angelegenheiten, die er regeln muss und bei denen es auch häufiger humorvoll zugeht. Mich konnte diese Mischung voll überzeugen.

Mit dem Protagonisten Peter Grant hat Ben Aaronovitch einen zugänglichen, sympathischen Charakter geschaffen, in den man sich gut hineinversetzen kann. Sein Vorgesetzter Nightingale wirkt mysteriös und lässt mich noch mit einigen Fragen bezüglich seiner Vergangenheit zurück. Mit Lesley und Beverley hat der eher schüchterne Peter außerdem gleich zwei hübsche Damen, die ihn bei seinen Ermittlungen unterstützen und durch eigene Verstrickungen dafür sorgen, dass die Handlung abwechslungsreich bleibt.

Die Ermittlungen bezüglich der Mordserie ziehen sich durch das ganze Buch, werden aber immer wieder durch andere Thematiken unterbrochen. So ließ die Spannung durch längere Abschweifungen immer wieder etwas nach und wich skurrilen oder humorvollen Szenen. Zum Ende hin spitzt sich die Situation immer weiter zu und führt zu einem relativ frühen Höhepunkt, zu dem die eigentliche Auflösung etwas blasser erscheint. Diese war außerdem nicht intuitiv verständlich und ich musste nochmal zurückblättern, um alles verstehen zu können. Der Genremix und die Charaktere haben mir insgesamt aber sehr gefallen, sodass ich die Serie gerne weiterlese.

„Die Flüsse von London“ bietet einen Genremix der eher ungewohnten Art: Eine Kriminalhandlung für Erwachsene wird mit Fantasy-Elementen verknüpft. Wer diese Idee interessant findet, sollte das Buch unbedingt ausprobieren, denn tolle Charaktere und eine Mischung aus spannenden, skurrilen und humorvollen Szenen sorgte bei mir für großes Lesevergnügen. Auch London-Fans kommen auf ihre Kosten. Ich werde die Serie ganz sicher weiterverfolgen und bald den zweiten Teil, „Schwarzer Mond über Soho“, lesen.
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Eines Abends wird Constabler Peter Grant und seine Kollegin Lesley zu einem Tatort gerufen, ein Mann wurde am Covent Garden enthauptet. Zur Sicherung des Tatorts abgestellt, entdeckt Peter durch Zufall einen Mann, der sich als Zeuge entpuppt. Allerdings hat dies Ganze ein Problem: Der Zeuge ist ein Geist. Doch wie hat Peter in der Ausbildung gelernt: Erst einmal den Namen des Zeugen und seinen Bericht notieren, dann sich darüber Gedanken machen, ob es jetzt wirklich Geister gibt. Schon ein paar Tage später entscheidet sich Peters weiterer Berufsweg bei der Metropoliten Police und er sieht sich schon hinter einem Schreibtisch einen Berg Papierkram bewältigen als Inspector Nightingale Interesse an ihm zeigt und ehe es sich Peter versieht, ist der er der erste Zauberlehrling der Londoner Polizei seit 50 Jahren.

Der eigentliche Fall des enthaupteten Mannes rückt erst einmal ein wenig in den Hintergrund, wobei dieser Fall die eigentliche Geschichte des Fantasykrimis ist und sich noch äußerst komplex entwickelt. Zuerst jedoch lernt Peter, wie man in London Vampire beseitigt, ein Wehrlicht zaubert, explodierenden Äpfeln ausweicht und durchleidet so manche Lateinstunde. Und dann ist da ja noch der Revierstreit zwischen Mama Themse und Vater Themse, bei dem Peter vermitteln soll. Ja, richtig gelesen, Wassergötter gibt es wirklich und diese Gottheiten haben auch noch Töchter und Söhne. Und an einer Tochter hat Peter bald mehr Interesse als es Mama Themse lieb ist und Ärger ist hier vorprogrammiert.

Zauberlehrling Peter erzählt seine Geschichte selbst und so ist auch der Sprachstil modern, manchmal etwas flapsig und durchsetzt mit einem herrlich schrägen und oft auch bissigen Humor. Peter hat sich zwischenzeitlich auch damit abgefunden, dass er von seinem Meister Nightingale nicht alle Fragen sofort beantwortet bekommt und so nimmt er es einfach hin, dass Gottheiten, Vampire, Wiedergänger und Geister in London leben. Zumal es auch für die Führungsriege bei der Metropoliten Police dies etwas völlig normales zu sein scheint. Und so ist man als Leser bald gar nicht mehr verwundert, als man feststellt, dass das Hausmädchen Molly eine Vorliebe für rohes Fleisch hat und auch sonst ziemlich skurril in ihrem Auftreten ist.

Ben Aaronovitch hat mit seinem Debütroman einen zumeist spannenden, herrlich skurrilen, fantasievollen und fesselnden Fantasykrimi geschrieben, der einfach von der ersten Seite an bestens unterhält. Absolut gelungen finde ich auch die Ortswahl für diesen Krimi, den wo passen Geister und Gespenster besser hin als in das geschichtsträchtige Flair von London mit seinen nebligen und verregneten Wetter. Dies alles verleiht dem Krimi eine atmosphärische Dichte, die perfekt zur Stimmung des Buches passt.

Die Charaktere sind bis in die kleinste Nebenrolle facettenreich beschrieben und überraschen oftmals in ihrem Verhalten. Irgendwie hat jeder so seine kleinen bis großen Macken und wirkt nur auf den ersten Blick normal. Gerade der nüchtern denkende, manchmal etwas in Gedanken versunkene und mit einem guten Schuss herrlich trockenem Humor ausgestattete Peter ist einem sofort sympathisch. Seine Mutter ist eine Afrikanerin aus Sierra Leona und sein Vater ein drogenabhängiger Jazzmusiker. Mit diesen Voraussetzungen konnte Peter ja nur Polizist werden. Besonders gefallen hat mir allerdings das Hausmädchen Molly. Sie wirkt äußerst geheimnisvoll, verschroben und da im Juli 2012 bereits der nächste Band Schwarzer Mond über Soho: Roman veröffentlicht wird, hoffe ich sehr, dass ihre Rolle noch ein wenig ausgebaut wird.

Fazit: Ein komplex angelegter und voll Fantasie versehener spannender Krimi, der durch seinen überaus sympathischen Protagonisten und einem wunderbaren Humor überzeugt.
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am 17. Oktober 2013
Es war für mich das 1. Mal, daß ich einen britischen Fantasie-Krimi gelesen habe.
Er hat mir gefallen. Manchmal musste ich sehr aufmerksam lesen, weil die komplizierten
Erklärungen in verschiedenen Situationen mit Themse Vater und Themse Mutter und deren
Flüsse-Kinder etwas anstrengend sind. Die Figur der Molly mit ihrer mystischen Art hat mir sehr gut gefallen
Für mich hätte es noch etwas spannender sein dürfen. Viele Rezensenten fanden den Humor gut.
Da muss ich leider passen. Ich lache zwar gern und leicht, hier jedoch fand ich nichts Lustiges.
Nach ein paar Büchern dazwischen werde ich sicher die Fortsetzung lesen.
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am 14. August 2015
Zuerst zum Buch: "Die Geschichte an sich ist sehr vielversprechend, aber ich muss zugeben, auf den ersten Seiten hat es mich eine Menge Kraft gekostet mal aus meinen Bahnen auszubrechen und daran zu glauben das es außer Mensch und Tier noch andere Wesen auf dieser Welt gibt. Wenn man sich darauf einlassen kann, erhält man tatsächlich eine Art Harry Potter für Erwachsene mit einer guten Portion britischem Humor. Der Kriminalfall mit dem die "ganze Sache" beginnt, rückt Zeitweise sehr in den Hintergrund und die kleinen Geschichten darum herum sind leider kaum damit verknüpft."

Nun das Hörbuch: Das wunderbar magische Hörbuch von "Die Flüsse von London" wird im deutschen von Dietmar Wunder gelesen. Eine sehr gute Wahl wie ich finde, er bringt mit seiner ruhigen, klaren Stimme eine gewisse Ruhe in das sehr ungewöhnliche und abwechslungsreiche Hörbuch. Außerdem lässt sich ein leicht flappsig-ironischer Unterton der toll zu Peter passt nicht überhören. Obwohl es kein Hörspiel ist, sind es vor allem die kleinen, feinen Unterschiede in der Stimme auf die es hier ankommt. Dadurch wirkt jeder Charakter sehr gelungen, wirklich authentisch und so vielfältig wie die Bevölkerung des Handlungortes London. Leider ist dieses Hörbuch gekürzt was ich umso mehr merken musste, da ich den Rest der Geschichte ja auch schon kannte. Das finde ich schade, die Geschichte hätte noch einiges an Potential.
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TOP 100 REZENSENTam 2. Januar 2012
Inhalt:
Peter Grant ist Police Constable in London und wird in einen sonderbaren Fall involviert. Ein Toter wurde vor der Säulenhalle von St. Paul's am Covent Garden gefunden: enthauptet. Bald gibt es weitere bizarre Fälle, und Peter beginnt zudem seine zehnjährige Ausbildung als Zauberlehrling. Neben dem Üben von Magie trifft er auf eine Reihe komischer Gestalten, unter anderem auf den Themsegott und die Themsegöttin, die miteinander im Clinch liegen.

Mein Eindruck:
Ich hatte recht große Erwartungen an das Buch, schließlich erntete es fast durchgängig sehr positive Kritiken. Der Anfang liest sich zugegebenermaßen sehr flüssig und ist amüsant. Sehr bald war mit das Buch jedoch zu flapsig, zu sehr um Lacher bemüht und viel zu langatmig. Mein größter Kritikpunkt ist allerdings, dass ich Aaronovitchs Geschichte nicht geglaubt habe, was ich mir auch bei fiktiven und phantastischen Romanen immer wünsche. Die Protagonisten empfand ich als wenig lebendig und viel zu bizarr, die Geschichte selbst als abwegig.

Mein Resümee:
Keine Geschichte, die mich fesseln konnte. Ich möchte nicht wissen, wie die Geschichte weitergeht und werde die nachfolgenden Bände sehr sicher nicht lesen. Schade.
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"Ein bisschen Harry Potter, ein bisschen Diana Gabaldon und ein bisschen Charles Dickens, Magie, Zeitreise und Londoner Stadtgeschichte sind die Zutaten, die diesen Roman zu einem besonderen Leseerlebnis machen."
Westfälische Nachrichten über "Die Flüsse von London"

Wenn einen die Kurzbeschreibung nicht neugierig machen kann, dann tut es gewiss dieses tolle Zitat.
Magie, Zeitreise und Londoner Stadtgeschichte - alles drei finden wir in Ben Aaronovitchs "Die Flüsse von London", von Harry Potter oder gar Jamie fehlt aber jede Spur, denn der Autor schafft mit seinem Roman eine komplett neue Welt, die weder ein Abklatsch von Hogwarts noch von Mrs. Gabaldons Highland-Saga ist. Wir haben es hier mit einem Krimi zu tun, der mit einer Prise Fantasy und einer Messerspitze Humor garniert wurde!
Peter Grant ist Police Constable in London und macht von Anfang an mit seiner sympathischen, gewissenhaften Art einen tollen Eindruck. Er wird zu einem Tatort gerufen, an dem ein Mord begangen wurde. Während seine Kollegen im Dunkeln tappen, begegnet er einem ganz besonderen Zeugen. Mr. Wallpenny hat den Mord beobachtet und kann den Täter beschreiben - das einzige Problem: er ist ein Geist!
Doch das ist nicht alles, denn kurz darauf trifft Peter auf Inspector Nightingale, den letzten Zauberer Englands. An seiner Seite versucht Peter das Verbrechen aufzuklären, wird zu seinem Zauberlehrling und merkt schnell, dass Vampire, Geister und andere paranormale Wesen nicht länger seiner Fantasie angehören.

Mich hat dieses (doch recht kurze) Hörbuch bestens unterhalten! Es war lustig, spannend und kurzweilig. Mir hat es Spaß gemacht, ein anderes, magisches London kennen zu lernen, das aber dem gewöhnlichen Auge verborgen bleibt. Nightingale führt seinen neuen, wssbegierigen Zauberlehrling Schritt für Schritt in "seine Welt" ein, macht ihn mit den "Flusswesen" Mutter und Vater Themse bekannt und nimmt ihn auf Außeneinsätze mit, wenn es z.B. darum geht, ein Vampirpärchen auszuräuchern.

Dieser Roman besticht eindeutig mit seiner skurrilen Story und seinem "british" angehauchten Humor.
Dietmar Wunder verleiht jeder Person eine eigene, einzigartige Stimme, sodass es mir schwer fiel zu glauben, dass dieses Hörbuch durchgehend von ein und derselben Person gesprochen wird. Ein unglaublich toller Hörschmaus! Er ist es auch, der vereinzelte Längen erträglich gemacht hat. Sind meine Gedanken zwischenzeitlich mal abgeschweift, waren sie promt zurück, wenn Dietmar Wunder einen neuen Charakter sprechen ließ. (Hört euch unbedingt die Hörprobe an - ist er nicht großartig?)

Komplett fesseln konnte mich die Geschichte nicht. Stellenweise war sie mir zu verwirrend oder zu skurril. Trotzdem bin ich sehr neugierig auf Peters nächsten Fall und freue mich darauf, seine Magierausbildung weiter zu verfolgen. Band 2 "Schwarzer Mond über Soho" ist bereits als Buch erschienen. Ich werde jedoch wieder auf das Hörbuch warten (erscheint voraussichtlich Anfang Oktober 2012), denn auch wenn Peter es nicht ganz geschafft hat, mich in seine magische Welt zu entführen, so ist es Dietmar Wunder voll und ganz gelungen, mich zu verzaubern!
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VINE-PRODUKTTESTERam 25. Januar 2012
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Peter Grant hat gerade seine Ausbildung zum Police Constabler durchlaufen, nun hofft er in eine interessante Abteilung zu kommen. Insgeheim befürchtet er aber, dass er auf einen langweiligen Schreibtisch-Job abgeschoben wird. Lesley, seine Kollegin hatte da inzwischen schon mehr Glück, sie konnte ihren Traumjob schon ergattern, was Peter neidisch zur Kenntnis nimmt.

Es ändert sich alles, als Peter Grant zu einem Tatort in Covent Garden gerufen wird, einem unbescholtenen Bürger wurde einfach so der Kopf abgeschlagen. Peter trifft sogar auf einen Zeugen, der nähere Angaben zum Verbrechen machen kann. Aber bald dämmert ihn, dass dieser Zeuge wohl ein Geist sein muss, den nur er allein zu sehen bekommt.
So wird Peter dem Polizeiinspektor Thomas Nightingale, einen der letzten Zauberer von England zugeteilt. Bei ihm soll er in die Lehre gehen und die Grundlagen der Magie lernen.

Eigentlich werden in diesem Buch zwei Geschichten erzählt, einmal dreht sich alles um die Aufklärung der rätselhaften Morde. Der andere Teil dreht sich um die Befriedung und Waffenstillstand von Themsegott- und Göttin. Flussgötter ins Spiel zu bringen, ist zwar ein interessanter Einfall, hat aber mit dem anderen Handlungsstrang rein gar nichts zu tun und ist somit für mich ziemlich überflüssig, da der Autor die Teile nicht miteinander verflechten konnte. Es sind äußerst zivilisierte Flussgötter und tragen somit auch wenig für die Spannung der Geschichte bei.

Die (magische) Krimigeschichte konnte mich auch nur teilweise überzeugen. Der Autor hat zwar einen humorvollen, flüssigen Schreibstil, aber durchgehende Spannung konnte er nicht bieten. So steuerte der Krimiteil in der Oper zu einem vorgezogenen Höhepunkt, um dann beim eigentlichen Finale den Leser enttäuscht zurückzulassen. Ein banales Finale, da hat es sich der Autor doch recht leicht gemacht.
Insgesamt gesehen eine nette Unterhaltung, aber sicherlich noch steigerungsfähig.
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am 5. Februar 2015
1. Die Flüsse von London
2. Schwarzer Mond über Soho
3. Ein Wispern unter Baker Street

Peter Grant soll nach seiner zweijährigen Ausbildung zum Constable zur Datenerfassung abgeschoben werden. Nochmals zu einem Tatort gerufen trifft er jedoch auf einen Zeugen, der den Mordfall beobachtet haben will. Ungewöhnlich ist, dass dieser Zeuge ein Geist ist. Und schon nimmt Peters Leben rasant Fahrt auf, er wird als Zauberlehrling rekrutiert und versucht an der Seite seines Meisters seltsame Mordfälle magischer Art aufzuklären, von denen London plötzlich heimgesucht wird.

Die Geschichte ist gespickt mit Wortwitz und humorvollen Seitenhieben und erinnert ein wenig an Neil Gaimans „Neverwhere“, auch wenn der Plot ein völlig anderer ist. Leider schafft es der Autor nicht, der Geschichte Dreidimensionalität zu verleihen, Charaktere und Schauplätze bleiben farblos. Das Buch ist eigentlich ein Krimi mit typischer Polizeiarbeit, nur eben mit magischen Elementen wie Geistern, Vampiren, Flussgöttern und ein bisschen Zauberei gewürzt.

In allen großen Büchern findet man eine „Moral“, eine Lehre, die man daraus ziehen kann. Dieses Buch scheint nur geschrieben worden zu sein, um geschrieben worden zu sein. Deshalb bleibt es leider blass und ein wenig enttäuschend. Wer aber gerne mal etwas anderes als den Standardkrimi lesen möchte und trockenen Humor zu schätzen weiß, wird mit diesem Buch nicht allzu falsch liegen, denn auch wenn Mr. Aaronovitch kein großer Geschichtenerzähler ist, Humor hat er.
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