Kundenrezensionen


211 Rezensionen
5 Sterne:
 (136)
4 Sterne:
 (30)
3 Sterne:
 (15)
2 Sterne:
 (17)
1 Sterne:
 (13)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


78 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hilft zu verstehen, ist aber stark kategorisierend
Ich schließe mich der Rezension von Schelm zu 99% an.

Über ein Jahr ist es her, dass ich das erste mal in das unterhaltsam geschriebene Buch, welches mich viele neue Umgangsformen mit dem anderen Geschlecht gelehrt hat, reingeschaut habe. Ich habe es seitdem immer wieder in die Hand genommen, um mir das Verhalten einer Frau zu erklären. Oft...
Veröffentlicht am 16. Februar 2010 von tk

versus
1.003 von 1.049 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwiegespalten
Mein Verhältnis zu Lob des Sexismus ist äußert zwiegespalten. Es ist nun bereits eineinhalb Jahre her, dass ich das Buch gelesen habe und damals war es ein wahrer Augenöffner für mich. Ich erkannte plötzlich Zusammenhänge in der Interaktion zwischen Mann und Frau, die ich vorher nie beachtet hatte. Es war der erste Schritt in ein...
Veröffentlicht am 18. Juli 2009 von Schelm


‹ Zurück | 1 222 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

1.003 von 1.049 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwiegespalten, 18. Juli 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lob des Sexismus: Frauen verstehen, verführen und behalten (Taschenbuch)
Mein Verhältnis zu Lob des Sexismus ist äußert zwiegespalten. Es ist nun bereits eineinhalb Jahre her, dass ich das Buch gelesen habe und damals war es ein wahrer Augenöffner für mich. Ich erkannte plötzlich Zusammenhänge in der Interaktion zwischen Mann und Frau, die ich vorher nie beachtet hatte. Es war der erste Schritt in ein bewussteres Leben und in bewussteren Umgang mit Frauen. Geschichten von Beziehungen im Endstadium konnte ich völlig anders bewerten und ich war erstaunt, wie zutreffend die Erklärungen für das Scheitern einer Beziehung aus Lob des Sexismus waren. Kurz erläutert: Viele Beziehungen scheitern daran, dass sich der Mann völlig unterbuttern ("betaisieren" - im Fachjargon) lässt und damit sukzessive uninteressant für die Frau wird. Dies geschieht durch verschiedene Manipulationstechniken und Testereien durch die Frau.

Nach rund zwei oder drei Monaten des Ausprobierens und Verarbeitens stellte ich fest, dass die ganzen Lehren einen entscheidenden Nachteil mit sich bringen: Die Angst vor "Betaisierung" und Manipulation. Man fragt sich immer wieder mal:"Testet sie mich gerade? Bin ich dabei betaisiert zu werden?", was schlicht und ergreifend Gift sowohl für eine Beziehung, als auch das eigene Leben ist. Wenn man sich in einschlägigen Foren der Pickup-Community einliest, wird man auch genau das feststellen: Eine unwahrscheinlich große Angst vor Testerei, Manipulation und schlussendlich der gefürchteten Betaisierung.

Lob des Sexismus beginnt mit der Erklärung der Eigenschaften eines "Alphas", denn die Alphatiere sind nunmal die, die alle Frauen abbekommen (so jedenfalls in der Theorie). Warum das so ist, wird mit pseudowissenschaftlicher Evolutionspsychologie erklärt. Es ist ein Denkmodell, was beschreiben kann, wie Anziehungskraft zwischen Männlein und Weiblein funktioniert. Lob des Sexismus verfolgt den Ansatz dieses Alphaverhalten nachzuahmen, um sexuelle Spannung aufrecht zu erhalten. Das Problem an der Sache: Die "Regeln", nach denen sich ein Alpha verhalten "sollte", können sehr leicht fehlinterpretiert werden und ein Blick in die Community zeigt, wieviele junge Verführer völlig falsche Vorstellungen vom Konzept des Alphas haben und eher wie aufgeblasene Möchtegerns herumlaufen und meinen, sie können nun alles und jedem (insbesondere Frauen) befehlen was zu tun sei. Das ist nicht nur peinlich, sondern reiflich unreflektiert und am Ziel vorbeigeschossen. Dann wundern sie sich, warum ihnen die Frau letztendlich doch abhaut.

Zufrieden war ich nicht, weder mit dem Alphakonzept, noch mit der Angst vor Manipulation und Betaisierung. Ich stieß ein halbes Jahr später auf das Buch "Der Weg des wahren Mannes" von David Deida, was meinen Umgang mit Frauen nachhaltig verändern sollte. Während Deidas Buch relativ abstrakt auf einem spirituellen Level gehalten ist, lieferten mir die Ansätze dort ein wesentlich besseres Erklärungsmodell. Es ist nicht das Alphaverhalten, was Männer unwiderstehlich macht, sondern Authentizität und Integrität. Die ewige Testerei einer Frau hat auch weniger damit zu tun den Mann zu einem Beta zu machen (Warum sollte sie das auch wollen? Warum sollte eine selbstbewusste Frau einen Mann in einen Waschlappen verwandeln wollen?), sondern um dessen Integrität zu überprüfen und zwar immer wieder aufs Neue, damit sie ihm vertrauen kann. Ein Mann mit Integrität erkennt die meisten Tests nicht einmal mehr als solche, sondern handelt nach seiner tiefsten inneren Überzeugung und besteht damit automatisch.

Leider ist es nicht so einfach sich bewusst zu machen, was Integrität bedeutet. Lob des Sexismus kann dabei helfen. Es hilft dabei sich Referenzerfahrungen zu schaffen und in manchen Situationen, in denen man normalerweise den Waschlappen-Autopilot angeschaltet hat zu überlegen:"Was will ich eigentlich? Will ich wirklich, was SIE gerade will?". Die ganzen Beispiele des Autors zu Verführungssituationen sind amüsant zu lesen, letztendlich bin ich aber der Überzeugung, dass der Erfolg des Autors bei Frauen nicht durch antrainiertes Alphaverhalten kommt oder die ganzen Techniken im speziellen, sondern dadurch, dass der Autor es versteht sich in die Lage der Frau zu versetzen und dabei seine Integrität zu wahren. Er kann sehr schnell erfassen, wie die Frau behandelt werden will (oder muss), um sich ihm zu öffnen - eine sehr wichtige Eigenschaft in der Verführungskunst ("wie wirke ich auf diese spezielle Frau?"). Dazu kommt noch Humor und eine verspielte Art und Weise mit der Welt und seinen Mitmenschen umzugehen.

Womit ich mich gar nicht anfreunden kann, ist die unterschwellige Vermittlung, dass das Ziel immer ist mit einer Frau ins Bett zu gehen. Das kann aufregend sein, keine Frage, aber ich muss auch fragen: Was soll das Ganze? Warum soll ich meine Zeit damit verschwenden eine Frau rumzukriegen, nur um mit ihr im Bett zu landen? Frauen können einem Mann weitaus mehr bieten, als bloße Bettgefährtinnen zu sein und das kommt in Lob des Sexismus eindeutig zu kurz. Aus diesem Grund eignet sich Lob des Sexismus maximal als Werkzeugkasten oder Einstiegslektüre, um überhaupt einmal zu erkennen, was möglich ist und was Authentizität bedeuten kann. Wahrhaftig selbstbewusste Frauen beeindruckt man mit antrainierten Verhalten jedenfalls nicht. Wenn man schlussendlich nie über Lob des Sexismus herauswächst, bleibt das eigene Leben ohne Tiefe und das wunderbare Potenzial, was eine Frau einem Mann bieten kann bleibt unentdeckt.

Fazit: Lob des Sexismus ist ein netter Einstieg in ein selbstbestimmtes und authentisches Leben. Es hilft dabei die ersten Schritte in einem neuen Umgang mit Frauen zu machen und um sich entsprechende Referenzerfahrungen zu schaffen, allerdings bleibt es bei den ersten Schritten. Ich erwähne an dieser Stelle nochmal Deidas "Der Weg des wahren Mannes", was in meinen Augen eine perfekte Ergänzung darstellt. Lob des Sexismus ist konkreter in seiner Anwendung, Deidas Buch zeigt die "wahren" Hintergründe und das große Potenzial, fernab von aufgesetztem Alphaverhalten oder pseudowissenschaftlicher Evolutionspsychologie.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


78 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hilft zu verstehen, ist aber stark kategorisierend, 16. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Lob des Sexismus: Frauen verstehen, verführen und behalten (Taschenbuch)
Ich schließe mich der Rezension von Schelm zu 99% an.

Über ein Jahr ist es her, dass ich das erste mal in das unterhaltsam geschriebene Buch, welches mich viele neue Umgangsformen mit dem anderen Geschlecht gelehrt hat, reingeschaut habe. Ich habe es seitdem immer wieder in die Hand genommen, um mir das Verhalten einer Frau zu erklären. Oft konnte es mir dabei helfen.

In manchen Situationen halte ich die Ratschläge aber für hinderlich.
Es macht sich bei mir Angst und Schrecken breit, davor, dass die Frau mich manipulieren will, nur zu ihren Zwecken benutzen möchte und mich ständig testet und wenn ich einmal nicht aufpasse, lässt sie mich fallen.
Meine Erfahrung lehrt mich, dass das nicht so ist. Im Grunde hat der Autor Recht, dass dies vorkommen kann - insbesondere wenn man sich grundlegend bzw auf Dauer "falsch" verhält - und ich halte es für sinnvoll, die Augen offen zu halten. Viel wichtiger halte ich es aber, integer und ehrlich zu kommunizieren. So ist man auch gewappnet für etwaige Tests und manipulative Verhaltensweisen der Frau und wird aus sich heraus, schon richtig reagieren. Dann spürt man nämlich, dass diese Frau einem schadet und nicht aus Liebe und Zuneigung, sondern aus Angst handelt (LSE-HD).
Der Autor rät davon ab, sich auf solche Menschen einzulassen. Er rät auch auf die "Operation Öffne-Dich-Mir" hin, sehr hart zu reagieren.

Außer Acht gelassen wird, dass der Großteil der Bevölkerung - männlich wie weiblich - nicht dem Ideal der HSE-HD-Frau, bzw des HSE-HD-Mannes entspricht und dass der angehende Verführer, der ein solches Buch zur Hand nimmt, nicht von jetzt auf gleich einfach ein Alpha-Verhalten kopieren kann, sondern es deutlich mehr Zeit und Entwicklung braucht.
Ich denke, dass dem angehenden Mann gerade auch mit einer Frau, die ein ähnliches Selsbtwertgefühl hat, die Türen zu einer nachhaltigen Entwicklung geöffnet werden und dass er sich dazu in jedem Fall öffnen sollte. Genau diese Entwicklung, die alle Menschen brauchen, kann eine Beziehung nämlich leisten, wenn sie auf Ehrlichkeit basiert. Dafür braucht es keine HSE-HD-Frau, sondern eine echte Frau, die man dann auch so akzeptiert, wie sie ist, mit ihren Fehlern, Ängsten und Verhaltensweisen. Das was man wirklich braucht, ist Selbsterkenntnis und den Mut, zu den eigenen Gefühlen zu stehen und dann auch konsequent zu handeln.
Das Buch hat mir geholfen, Handlungen zu finden, die meine Konsequenz verstärken und mir ermöglichen, mich besser auszudrücken. Aber es lehrt nicht, wie man sich selbst erstmal besser wahrnimmt und zu dem steht, wie man ist. Meines Erachtens, ist nämlich genau das, das aller wichtigste im Umgang mit Frauen.

Der krampfhafte suchende Blick, nach Tests und Manipulationen der Frau, schaden mir selbst, weil sie mich vor ihr und vor mir selbst verschließen und das Drama und die Manipulation der Frau sind oft einfach Schreie der Frauen, ausgelöst durch Schmerzen, die sie noch nicht verarbeitet haben. Durch ein Zuhören, da sein und mitfühlen meinerseits, unterstütze ich die Frau und es geht mir selbst danach und dabei sehr gut. Meine Erfahrung lehrt mich, dass die Frau anschließend von sich aus viel mehr schenkt, dass sie von sich aus gebend handelt und darum bemüht ist, mein Leben zu versüßen. Deutlich mehr als wenn ich sie in dem Moment wo sie jemanden braucht, der da ist, sie NUR sexuell befriedige.

Der LSE-HD Mann (vermutlich greifen grade solche zu diesem Buch) bekommt durch das Buch vielleicht noch mehr Angst, fühlt sich vielleicht falsch in dem was er fühlt und bisher getan hat und zieht sich durch die Lektüre eventuell eine Alpha-Maske an, die ihn daran hindert, sich wirklich und wahrhaftig weiter zu entwickeln und so völlig natürlich zu den beschriebenen Verhaltensmustern zu gelangen.
Dennoch öffnet das Buch die Augen und gibt Einblicke und schafft Referenzerfahrungen, die im Umgang mit Frauen von klarem Vorteil sind. Mir hat es auch dabei geholfen meine bisherigen Beziehungen im Nachhinein verstehen zu können, zu sehen, woran sie teilweise gescheitert sind und sie so aufzuarbeiten.
Wichtig ist bei der Lektüre zu unterscheiden, was Maske und was an einem echt ist. Man kann bewusst eine Maske anziehen, um eben solche Erfahrungen zu sammeln und diese Verhaltensweisen in seine eigene Persönlichkeit auf Dauer zu integrieren, aber der Weg dahin, ist etwas komplexer, als es in einem Buch zusammengefasst werden kann.

Die Behandlung von Drama, so wie sie im Buch beschrieben wird, funktioniert meiner Erfahrung nach. Aber wenn man nur C&F+"sie nehmen" anwendet, baut man damit meiner Erfahrung nach auf Dauer Mauern und Barrikaden zwischen sich und die Frau und auf Dauer wird man sich so distanzieren oder sie wird einen verlassen und aufgeben und sich das was sie wirklich braucht, wo anders holen.
Hin und wieder ist es genau das richtige und genau das was die Frau auch braucht, aber viel öfter reicht es, einfach mal richtig zu zuhören, sich selbst bewusst auszudrücken und klar zu kommunizieren, um sich dann anschließend glücklich zu vereinen anstatt nur mit Humor zu reagieren und ihre Stimmung auszunutzen, um mit ihr zu schlafen. Man kann das Gefühl auch intensivieren und Teilen, indem man hin statt weg schaut und so der Frau helfen ein stärkeres Selbst zu entwickeln.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass genau das, den Sex mit dieser Frau dramatisch verbessert, ich mich integerer fühle und mich selbst besser fallen lassen kann, weil ich weiß, dass es echt ist.

Herausheben möchte ich, dass dieses Buch eines der wenigen Pick-Up-Bücher ist, die sich nicht nur mit der Kennlern-Phase bis zum ersten Sex beschäftigen, sondern auch das Verhalten in der Beziehung aus Pick-Up-Sicht behandeln.
Ich kann das amüsant geschriebene Buch uneingeschränkt empfehlen. Insbesondere an Männer, die einfach nicht verstehen, warum sie keine Frau abbekommen. Es fasst gut zusammen, was ein Großteil der deutschen PickUp-Community versucht zu vermitteln und ich werde auch in Zukunft in dieses Buch schauen. Der Kauf hat sich für mich gelohnt und an dieser Stelle möchte ich dem Autor für das tolle Buch danken!
4 Sterne, weil die oben genannten Gefahren für den normal-sterblichen-nicht-ober-alpha-Mann nicht behandelt werden.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


219 von 263 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bestes Buch auf Deutsch der PUA community, 18. Juli 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Lob des Sexismus: Frauen verstehen, verführen und behalten (Taschenbuch)
Es gibt leider Gottes immer noch Männer, die mit sehr abgedroschenen Sichtweisen durch ihr Liebesleben tapern und regelmäßig auf die Nase fliegen. Warum ? Weil sie einige "Wahrheiten" (relativer Begriff) nicht wahrhaben wollen. Welche dies sind, das kriegt man in diesem Buch sehr gut vermitttelt. Einige Leute streuben sich jedoch dagegen diese anzuerkennen und machen dieses Buch dann nieder. Warum das ? Vielleicht weil manche der in LDS erwähnten Beispiele zu nah am eigenen erfahrenen Leid sind ?
Ludovico Satana hat mit LDS das wohl aktuellste Buch der deutschen PUA (pick up artist) community geschrieben. Man sollte mit dem Marker durch das Buch gehen, denn auf gerade mal 180 Seiten kriegt man alles das was Leute wie David DeAngelo, Neil Strauss und Mystery in ihren DVDs lange ausbreiten, auf sehr kurze kompakte Weise serviert. Nun ja, vom Preis her immer noch besser als sich alle amerikanischen Originale zuzulegen für viel Geld.
Das Buch ist vielleicht etwas direkt und bestimmt nichts für "wohlerzogene" Muttersöhnchen, aber seit wann kriegen die die "tollen und interessanten Frauen" ab ??? Wer endlich wissen will, warum viele der angebeteten Schönheiten meisten mit irgendsoeinem "Ober******och" zusammen sind, der findet hier die Antworten. Alle anderen sollten also weiterhin hoffen dass sie irgendwann Glück haben und nicht nur als "der nette Freund" abgestempelt werden und vielleicht zum Zuge kommen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


101 von 122 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Freundlicher Teufel, 11. April 2010
Von 
Dr. Peter Pommer "pp" (Oberammergau) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lob des Sexismus: Frauen verstehen, verführen und behalten (Taschenbuch)
Lob des Sexismus" von Lodovico Satana

Wenn man den Titel und den Namen des Autors liest, glaubt man unwillkürlich, mit etwas ganz Gefährlichem, abgründig Bösem zu tun haben, man vermutet das Buch auf dem vatikanischen Index und holt als Gläubiger vorsichtshalber Weihwasser, Kruzifix und Gebetbuch. In jedem Falle würde man als anständiger deutscher Mann ein solches Buch mit einem verachtenden Blick im Regal liegen lassen, denn welcher vernünftige Mensch will schon was mit Sexismus zu tun haben, mit -ismen überhaupt. Sex, nun gut, das gehört zum pc-korrekten Repertoire des Lebens, dient ja auch letztlich der Familienbildung, hilft, daß die Deutschen nicht aussterben und irgendwer noch irgendwann unsere Renten bezahlt. Aber dann bitteschön mit Rücksicht auf den anderen Teil, die Frauen, denn die sind ja schließlich schwach und können sich gegen uns Männer nicht wehren, Sex nur dann, wenn wir dafür voll und ganz im Dienst an der Frau aufgehen.
Lodovico Satana, der sich hinter einem erschreckenden Pseudonym verbirgt, weil er im Grunde ein braver, rücksichtsvoller Mensch ist und nun versucht, den bösen Buben zu spielen, stellt das, was die traditionelle Erziehung Männern seit frühester Kindheit indoktriniert, nachdrücklich und intelligent in Frage.
Er analysiert das überwiegend tief in der Urgeschichte der Menschen verwurzelte und damit triebgesteuerte Verhalten der Menschen vor allem in Hinblick auf die Interaktion der Geschlechter. Frauen teilt er psychologisch korrekt in zwei Kategorien auf, in die mit hohem=intaktem und die mit niedrigem=gestörtem Selbstbewusst. Vor der letzten Kategorie warnt er ausdrücklich und erklärt auch an Beispielen, daß solche Frauen zu einer stabilen Beziehung unfähig sind, sie zu lieben für den Mann nur Leid bedeuten kann, je mehr er liebt, um so mehr Leid. Die Erkennungsmerkmale dieses gefährlichen Frauentypus werden so klar und praxisbezogen" aufgeführt, einschließlich der Extremvariante der borderline-Störung, dass jeder Mann, der mehr als eine Frau gekannt hat, sich mit sehr gemischten Gefühlen an eigene Erfahrungen erinnern wird. Dabei erfolgt keine Verteufelung dieser Frauen, keine Schuldzuweisung, es werden im Gegenteil die Ursachen für diese Störung, die in der Kindheit liegen, aufgezeigt bis hin zu sexuellem Missbrauch.
Auf der anderen Seite gibt er sehr kluge und lebenserfahrene Tipps wie man eine gute Frau (mit intaktem Selbstbewusstsein) behalten kann, welche Fehler man nicht machen sollte. Somit ist die Hauptzielrichtung des Buches der Aufbau und Erhalt einer stabilen Mann-Frau Beziehung, was bei dem Titel wirklich niemand vermuten würde. Dass er selbst dabei kein Anhänger der absoluten Monogamie ist, mag moralisch verwerflich erscheinen, jeder der Erfahrungen im Leben gesammelt hat weiß aber, dass diese Einstellung eine wenn auch nicht zugegebene gesellschaftliche Realität ist, von der Frauen ebenso viel Gebrauch machen wie Männer - nur dies durch gezielte Schauangriffe und Schuldzuweisungen verschleiern - Abgriff ist eben die beste Verteidigung.
Die Entscheidung über die Art der -gamie überlässt der Autor dem Leser, warnt aber mit Recht vor der von ihm so genannten "Oneitis", dem sich bedingungslosen Verschreiben an eine Frau, dem Glauben, dass nur diese eine und sonst keine Frau die einzig glücklich Machende ist. Dass das zur übelsten Abhängigkeit führen kann, die auch verführt, sie auszunutzen, liegt auf der Hand. Satana, der Mitfühlende warnt mit gutem Grund, daß diese "Krankheit" schon viele Männer bis zum Suizid gebracht hat.
Im letzten Kapitel gibt er Tipps, wie man an Frauen rankommt und sie rumkriegt, diese Kapitel zeugt von profundem psychologischem Verständnis und Einblick und ist keineswegs banal. Letztlich geht es um Dinge, die viel Übung, Geschick und Intelligenz erfordern, nämlich perfekte, d.h. einfühlsame und wertschätzende Kommunikation nach allen Seiten, nicht nur zu den Frauen, weil genau das das Schlüsselmerkmal des Alpha-Mannes ist, den jede gesunde Frau haben möchte, eben nicht Angeberei, Kraftprotzerei und Drohgebärden - das haben echte Alphas überhaupt nicht nötig.
Sehr ausführlich thematisiert wird in diesem Zusammenhang, das Bestreben der Frau, jeden Mann, an den sie sich bindet, zu betaisieren um ihn damit für andere Frauen uninteressant zu machen - und die Tatsache, dass, wenn man diesem Versuch zu sehr nachgibt, man(n) für die Frau selbst uninteressant und verlassen wird, wenn man gar nicht mitspielt, möglicherweise aber auch.
Es ist nur ein wichtiger Punkt, der mir in dem Werk dieses vermutlich auch irgendwann recht leidgeprüften Geschlechtsgenossen fehlt: Mit seiner Methode, die viel Intelligenz und Charakterstärke erfordert, erreicht man Zufriedenheit und Stabilität im Leben, wehrt sich erfolgreich gegen Missbrauch durch Frauen ohne deshalb je eine Frau schlecht oder rücksichtslos zu behandeln, die eine gute Behandlung verträgt und zurückgeben kann.
Was fehlt, sind Gedanken zur leidenschaftlichen, "absoluten" Liebe, die es in der Wirklichkeit nach bei stringenter Analyse nicht geben mag, doch wie arm ist der, der nur in der Wirklichkeit lebt. Was ist ein Leben ohne Träume, ohne Höhenflüge, denen freilich immer ein Absturz folgt. Aber man kann Fallen lernen.
Dass das Phänomen der "amour fou" existiert, ist eine Tatsache, von der leider auch viele Gewalttaten aus Eifersucht und Selbstmorde zeugen. Da fast alle Menschen sich nach Romantik und großer Liebe sehnen, wäre es ein wichtiges Kapitel, das hier fehlt, diese Neigung aufzugreifen und den Menschen Hilfen zu geben, damit sie Fliegen lernen ohne abzustürzen, und beim Absturz vorher ein Band zum Weiterleben angelegt haben, das wie beim Bungee-Jumping den Absturz kurz vor dem tödlichen Zerschellen in der harten Wirklichkeit abfängt.
Trotzdem erhält dieses Buch von mir volle Punktzahl, weil es längst überfällig war um gegen die Verblödung der jungen Männer durch die traditionelle Erziehung anzukämpfen, sie vor demütigender Abhängigkeit, einem Leben in Unfrieden und Unglück zu bewahren (übrigens ebenso deren Frauen!) und nicht wenige vor einem Abgrund, der auch Herzinfarkt, Krebs oder eine andere schwere Krankheit statt Suizid sein kann.
Ich bin dafür, dass diese Buch verpflichtende Schullektüre wird, auch für Mädchen, die damit auch die Chance bekommen, über das eigene Verhalten nachzudenken, und so aus bewussterem und damit verstandesmäßig und moralisch steuerbarem Verhalten auf beiden Seiten ein verständnisvolleres und konfliktärmeres Verhältnis der Geschlechter zueinander entstehen kann.

Dr. Peter Pommer

SIN:3833469803 Lob des Sexismus: Frauen verstehen, verführen und behalten]]
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


156 von 190 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ...wunderbare Einsichten durch dieses Buch...sagt nun mal eine Frau!, 10. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Lob des Sexismus: Frauen verstehen, verführen und behalten (Taschenbuch)
...hätte ich mich nur früher besser gekannt und hätte es nur früher solch ein Buch gegeben: meine Beziehungen zu Männern wären u.U. (noch) glücklicher geworden. Satana verbindet hier viele evolutionäre Erkenntnisse (wie sie z.B. auch Autoren wie Tor Norretranders zusammenfassten, den ich hier gerne ebenfalls empfehle) mit dem mutigen Versuch, unsere Sexualbeziehungen zu revolutionieren und dabei den Anteil unseres instinktiven Unbewussten zuzulassen, statt ihn verkopft zu verdrängen. Auch für midlife-Leute lesenswert, manchmal nur ein bisschen zu plakativ und vielleicht zu "status quo"-orientiert, will heißen: einige Individuen unserer Gattung haben auch die Fähigkeit, ihre Bewusstheit zu erweitern, und instinktive Triebhaftigkeit mit ihrem Denken zu einer Persönlichkeitseinheit zu integrieren. Und: Sex spielt nur in den "Fortpflanzungsjahren" die a l l e s bestimmende Rolle, es muss aber auch Platz für Mitgefühl und Nachsicht in den Beziehungen geben (unabhängig von den "Drama" u. "shit-test" Erkenntnissen von Satana), in denen sich wirklich erwachsene Leute mit Einblick in ihre eigenen Programme und psychischen Erfordernisse spirituell darüberhinaus entwickeln. Monica B-H
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


31 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen mit Vorsicht zu verwenden, 2. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lob des Sexismus: Frauen verstehen, verführen und behalten (Taschenbuch)
Nachdem ich mich als Frau des Gefühls nicht erwehren konnte, von einem Bekannten, den ich im Grunde sehr schätze, entsprechend eines bestimmten (mir bis dato unbekannten) Schematas angeflirtet worden zu sein, was mir suspekt (da inkongruent) vorkam, habe ich aus Neugier nun dieses Buch bestellt und gelesen, um zu verstehen, wie der Fokus der Männer ausschaut (und warum sich mein Bekannter so seltsam verhalten hatte). Einige Ansätze des Buches erscheinen nicht ganz unbegründet (Frauen wollen keine Waschlappen, die sich beliebig auf der Nase herumtanzen lassen), teilweise hatte ich Aha-Erkenntnisse, was mein eigenes Verhalten in der Vergangenheit anbelangt. Nun zu meiner Kritik: Bitte nehmt nicht alles für bare Münze. Ich habe festgestellt, dass diverse Bekannte nach (vermuteter) Lektüre derartiger Bücher ihre Beziehungen verloren haben und nun extrem unglücklich sind. In diesem Sinne finde ich das Buch nicht unbedingt praxistauglich. Sicherlich eignet es sich, um unkritische Zeitgenossinnen ins Bett zu bekommen, für eine dauerhafte Beziehung ist es eher nicht angelegt (und in meinen Augen schädlich). Das Buch impliziert in überzogen arroganter Sprache, ein Großteil der Frauen seien manipulative, instinktgesteuerte, berechnende Furien, die nicht zur Selbstreflexion fähig sind, nur über ein emotionales Kurzzeitgedächtnis verfügen und durch kleine Tricks wohlwollend herablassend gelenkt werden können. Es besagt, dass Frauen Männer kontinuierlich testen und unweigerlich "betaisieren" wollen. In diesem Sinne schürt es Misstrauen in einer Beziehung. Zugegeben, ich kenne viele traurige Fälle, in welchen treusorgende Familienväter von ihren frustrierten Frauen herumkommandiert werden. Aber meiner Ansicht nach gibt es auch genügend empathische und wohlwollende Frauen mit Selbstbewusstsein, die sich dafür begeistern, ihren Männern die Rücken zu stärken, sie zu "alphaisieren". Frauen, die den Stolz in den Augen des Partners nach einem erreichten Ziel mit genießen, die geduldig und überaus loyal zu ihrem Partner stehen und wissen, dass Männer Herausforderung, Anerkennung, Spaß und eine gewisse Freiheit benötigen, um langfristig glücklich sein zu können. Anders als im Buch behauptet impliziert diese Freiheit meines Erachtens aber nicht eine sexuell offene Beziehung auf der Seite des Mannes. Ich kenne keine Frau, die etwas auf sich hält und das so dulden würde. Wären alle Männer auf Erden charakterlich derartig, wie es "Lob des Sexismus" rät, so würde ich ins Kloster gehen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


27 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Guter Ansatz, realitätsferne Umsetzung, 25. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Lob des Sexismus: Frauen verstehen, verführen und behalten (Taschenbuch)
In den Mann, den der Autor als das „Alphatier“ schildert, können sich Frauen durchaus verlieben: Er ist selbstbewusst, humorvoll, beliebt, wirkt nicht bedürftig – das sogenannte C&F-Verhalten (cocky and funny –in etwa selbstbewusst und neckisch) kann auf Frauen tatsächlich sehr anziehend wirken. Der Alpha – ein Mann, zu dem andere Männer aufschauen und den Frauen begehren. Welcher Leser möchte nicht so sein?

Durchaus beschreibt der Autor zu Beginn den Prototypen eines selbstbewussten Mannes, den nichts aus der Bahn werfen kann und der auf jede Kritik mit Witz und Charme reagiert. Es ist wahr – Frauen fühlen sich von Männern angezogen, die ihren eigenen Weg verfolgen, mit beiden Beinen im Leben stehen und wissen, wo sie hinwollen.

So weit, so gut. Problematisch wird die ganze Sache erst mit der Beschreibung des Gegenteils des Alphas: Dem Nice Guy oder Beta. Dieser zeichnet sich überspitzt gesagt dadurch aus, dass er sich Frauen unterwirft, alles tut, um ihnen zu gefallen und seine Sexualität ausblendet. Natürlich ist es nicht wünschenswert, wenn sich ein Partner, sei es Mann oder Frau, in einer Beziehung unterwirft oder sich selbst verliert. Sensible Leser, die Angst haben, den „Beta“ in sich selbst zu entdecken, könnten jedoch manche Passagen überinterpretieren. Beispielsweise wird als typisches Nice-Guy-Verhalten ein romantisches Abendessen mit einer Frau geschildert, ohne dass es danach zu Sex kommt. Sofort wird dem fiktiven Nice Guy unterstellt, er habe vergessen, dass er einen „Schwanz“ besitzt, was automatisch dazu führe, dass er von Frauen ausgenutzt und unterdrückt wird. Nett und respektvoll zu sein wird gleichgesetzt mit „vor der Frau am Boden kriechen“ und könne nur dazu führen, dass Frauen einen nicht ernst nehmen und mit einem anderen Mann durchbrennen. Auch Beziehungen, in denen für gewöhnlich Monogamie herrscht, geraten in den Verdacht, typisch „beta“ zu sein und damit schlecht für den Mann und seiner Behauptung als Alphatier entgegenstehend: Die Fixierung des Nice Guy auf eine einzige Frau wird als „Oneitis“ bezeichnet, was fast schon einen pathologischen Beigeschmack enthält.

Je weiter die Kapitel fortschreiten, desto mehr führt das Buch leider von dem eigentlich guten Ansatz des selbstbewussten Mannes weg zu einer völlig realitätsfernen Art, dieses Alphatum umzusetzen: Mehrfach wird betont, Frauen in ihren Gefühlen nicht ernst zu nehmen, sondern ihre aufgebrachte Stimmung auszunutzen, um Sex mit ihr zu haben. Monogamie ist ebenfalls nicht wünschenswert – im Gegenteil: „Kein menschliches Wesen, sei es Frau oder Mann, ist dafür geschaffen, sein Leben mit einem einzigen Partner zu verbringen. Wer es versucht, wird irgendwann leiden. Fakt. Punkt.“ Das Leiden, das beispielsweise durch ständiges Fremdgehen (welches für eine Beziehung höchst anregend sei) verursacht wird, blendet der Autor hier völlig aus. Treue und Verlässlichkeit werden nicht als menschliches Grundbedürfnis gewürdigt (nein, das ist laut dem Autor nur Sex), sondern als „riesiger Haufen doppelbödigen Bockmistes“ bezeichnet, „der sich direkt aus der lächerlichen körperverachtenden Sexualmoral des Christentums und anderer großer Religionen rekrutiert“. Es muss wirklich schön sein, wenn man einen anderen Menschen findet, der auf Dauer mit so einer Einstellung klarkommt.

Das, was der Autor in manchen Kapiteln als „Beziehung“ bezeichnet, verdient meiner Meinung nach diesen Namen nicht. Mir wurde beim Lesen jedenfalls nicht einsichtig, was diese sogenannten Beziehungen von den anderen Affären unterscheidet. Sexuelle Treue oder die Bereitschaft, Kompromisse einzugehen, ja, den anderen auch nur in seinen Gefühlen ernst zu nehmen, jedenfalls nicht.

Richtig menschenverachtend wird das Buch dann m.E. gegen Ende in der ausführlichen Kategorisierung der Frauen in HSE (high self-esteem) und LSE (low self-esteem) bzw. LD (low sex- drive) und HD (high sex-drive) und daraus resultierende „Prototypen“. Frauen werden in Kategorien mit bestimmten Merkmalslisten eingeordnet, wobei am Ende jeder Beschreibung ein Rat erfolgt, welchen Kontakt man zu diesen Frauen pflegen sollte. Beispiel: Der Opfertyp (Frauen, die von früheren Freunden schlecht behandelt wurden und deren typischer Satz u.a. lautet: „Ich weiß nicht ob das mit uns noch Sinn macht“ - wer sagt das nicht ab und zu?): „Keine wie auch immer geartete Beziehung zu dieser Frau. Sie hat in deinem Leben keinen Platz: Punkt, Ende.“ Abgesehen davon, dass die meisten Menschen irgendwelche seelischen Verletzungen mit sich herum tragen und man eine Frau nicht aufgrund dreier Zitate in eine bestimmte Kategorie einordnen kann, kommt mir die völlige Ablehnung dieser und anderer „Frauentypen“ einfach nur oberflächlich und unmenschlich vor.

Natürlich wird eine Beziehung zu unperfekten Menschen, wie wir alle sind, nicht immer leicht sein und man muss mit Schwierigkeiten kämpfen, jedoch sollte das kein Grund sein, gezielt solche „fehlerhaften“ Menschen zu identifizieren und den Kontakt zu ihnen komplett abzubrechen, wie es der Autor hier ohne mit der Wimper zu zucken empfiehlt. Auffällig ist auch, dass der Autor 6 Typen von „gestörten“ Frauen kennt, jedoch nur einen Typ Frau, der theoretisch für eine längere Beziehung in Frage kommt. Dabei handelt es sich um den „submissiven Typ“, der den Mann von hinten bis vorne bemuttert, ihn bedingungslos liebt und von Babys träumt. Was diese Frau für ihr liebevolles bis devotes Verhalten erntet? Naja, man könnte sie heiraten, aber man kann, mit ihr als Hauptfrau selbstverständlich, auch ein ausschweifendes Sexleben mit anderen Frauen führen. Denn, so schreibt der Autor leichtfüßig: „Hat sie erst erkannt, dass deine Liebschaften keine Gefahr für sie sind, wird sie darüber nicht mehr allzu unglücklich sein.“

FAZIT

Der letzte Absatz konnte hoffentlich zeigen, wie realitätsfern, ungleichberechtigt und nahezu menschenverachtend die Ratschläge sind, die der Autor gegen Ende verteilt. Meiner Meinung nach konzentriert sich der Autor insgesamt zu sehr auf den Vorrang der Sexualität vor allen anderen menschlichen Bedürfnissen. Das Motto „Nimm sie nicht ernst sondern durch“ geht m.E. komplett an einem respektvollen Umgang mit anderen Menschen vorbei. Es wird so getan, als wüsste der Mann viel besser darüber Bescheid, was eine Frau will und braucht (nämlich Sex) und deshalb müsse er es nicht ernst nehmen, falls sie mit ihm über Gefühle o.ä. reden will. Es wundert mich ehrlich gesagt nicht, dass der Autor anscheinend so vielfältige Bekanntschaft mit „Opfertypen“, „Flittchen“ und „Drama-Queens“ gemacht hat, denn würde ich von einem Mann dauerhaft so behandelt werden, wie es der Autor rät, würde ich auch durchdrehen. Von daher kann man das Buch nur als Anleitung zum Aufreißen von Frauen sehen (was sicherlich mit diesen Methoden funktionieren wird!) – darüber, wie man Frauen jedoch behält, wie es der Titel suggeriert, wird der Leser hier leider wenig lernen.

Die einzig positiven Aspekte, die ich aus diesem Buch ziehe, sind die Botschaft, dass sich Männer nicht für Frauen verstellen sollen, und die Vision von einem selbstbewussten Alpha-Mann, der über die „shit-tests“ der Frauen erhaben ist und seine Ziele verfolgt. Der Weg jedoch, wie man zum Alphatier wird, geht meiner Meinung nach komplett an der Realität vorbei.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nützliches Wissen für den Umgang mit dem anderen Geschlecht und die Suche nach der eigenen Stellung in der Gesellschaft, 4. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Lob des Sexismus: Frauen verstehen, verführen und behalten (Taschenbuch)
Das Buch liest sich sehr gut und man kann sehr viel daraus lernen, wie Frauen oder auch die Gesellschaft im allgemeinen tickt, und dass kaum Jemand Ahnung davon hat, wie es wirklich läuft.

Die Besonderheit dieses Buches ist: Nicht wissenschaftliche Studien sondern hauptsächlich die Erfahrungen des Autors (und ja, der Autor hat sehr viele Erfahrungen gemacht!) sind Quell seiner Erkenntnisse.

Einige pseudowissenschaftlichen Theorien und damit meine ich die Unterteilungen in Alpha und Beta bei Männern und deren Konterparts HSE und LSE bei Frauen wirken zwar etwas holprig dargestellt doch die Sache hat einen wahren Kern.

Man kann wirklich verdammt viel von den beschriebenen Dingen im wahren Leben wiedererkennen und kann deutlich bemerken, wie kleine Änderungen des eigenen Verhaltens große Wirkungen haben.

Auf jeden Fall vermittelt das Buch einen alternativen Blick auf die Realität, der bei genauerer Betrachtung wesentlich "richtiger" scheint als so ziemlich Alles, was man vorher über den Umgang der Geschlechter miteinander gehört hat.

Doch was mit Abstand das Beste ist, sind die tollen "Werkzeuge". Insbesondere C&F hat's mir angetan. Ich hatte früher nie so viel Spaß an Gesprächen, weil ich sie nur als Mittel zur Übermittelung von Fakten ansah.

Was dem Buch meiner Meinung nach ein wenig fehlt, ist ein Kapitel, dass der Motivation des Lesers dient, die erlernten Dinge auch wirklich in die Praxis umzusetzen.
Aber das will ich dem Autor ja nicht vorwerfen. Er liefert die Theorie, für die Praxis muss ich nun selber sorgen.

Ich kann das Buch allerdings wirklich JEDEM Mann an's Herz legen, völlig unabhängig in welcher Lebenslage er sich gerade befindet! Auch wenn einen nicht Alles Interessiert aber die Alpha-Beta-Theorie der ersten Kapitel sollte Mann wirklich Mal gelesen haben.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Buch ueber Maenner-Frauen-Verhaeltnisse, 10. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lob des Sexismus: Frauen verstehen, verführen und behalten (Taschenbuch)
Der Titel ist misslungen und kann zu Missvertaendissen fuehren. Sexismus bedeutet hier nicht etwa wie "Maenner sind besser als Frauen" (das waere auch Quatsch!) sondern nur "es gibt einen fundamentalen Unterschied zwischen Maennern und Frauen", wie sich der Autor selber ausdrueckt. Dieser fundamentale Unterschied stellt den Kern des Buches dar, er wird sorgfaeltig analysiert. Der Autor hat einen sehr humorvollen Stil, das Buch laesst sich sehr gut lesen, aber fast jeder Satz ist von grosser Bedeutung und muss mindestens zweimal gelesen werden. Das ist bei weitem das beste Buch in deutscher Sprache, das sich mit dem Thema Verfuehrung und Beziehungen beschaeftigt, ein Muss fuer alle Maenner, die ihren maennlichen Stolz nicht verloren haben und nicht verlieren wollen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


41 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch für ältere Leser sehr empfehlenswert., 14. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Lob des Sexismus: Frauen verstehen, verführen und behalten (Taschenbuch)
Zu mir: Ich bin 40+

Zuerst:
Ich bin nicht an allen Stellen mit dem Autor einer Meinung. Eine Beziehung mit mehreren Frauen gleichzeitig kommt mir zum Beispiel nicht sehr verlockend vor ;-) Das Verführen von Frauen die in einer Beziehung sind halte ich für absolut unethisch weil es Unfrieden schafft. Der Unfriede entsteht unabhängig davon ob "die Zielperson" in ihrer Beziehung nun glücklich ist oder nicht.

Meine Bewertung insgesamt: 5 Sterne. Das Buch ist absolut lesenswert.

Es ist unterhaltsam geschrieben. Die Situationsbeschreibungen sind sehr hilfreich und didaktisch sehr gelungen. Diejenigen Situationen die ich aus eigener Anschauung kenne sind hervorragend getroffen und analysiert.

Ich bin überzeugt davon dass das Lesen (und Umsetzen) der Inhalte nützlich ist - egal ob es darum geht eine neue Beziehung zu beginnen oder eine alte lebendig zu halten.

Einen jungen Mann könnte das Buch evtl. vor schwerwiegenden Fehlern bewahren. Manchem älteren Leser könnte dieses Buch dabei helfen eine gefährdete Beziehung zu retten oder Fehler aus der Vergangenheit in der nächsten Beziehung nicht zu wiederholen.

Meine eigene Erfahrung mit der Umsetzung der Lerninhalte ist sehr gut. Es lohnt sich wirklich.

Sehr gut gefallen hat mir auch, dass der Autor die Leser dazu auffordert an sich selbst und ihrer Persönlichkeit zu arbeiten um wirklich ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Bei vielen Männern mit Beziehungsproblemen sehe ich genau dort das Hauptproblem.

Sehr gefallen hat mir auch wie der Autor darauf hinweist dass man bei einer Affäre im Interesse der Frau diskret sein muss. Viele Möchtegern Machos verstehen das nicht und schaden somit dem Ruf der Frauen die ihnen ihre Aufmerksamkeit schenkten nachhaltig.

=> Sehr Empfehlenswert.

=> Nachteil: Die Art wie das Buch gebunden ist leidet arg unter wiederholtem Lesen und Nachschlagen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 222 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Lob des Sexismus: Frauen verstehen, verführen und behalten
Lob des Sexismus: Frauen verstehen, verführen und behalten von Lodovico Satana (Taschenbuch - 19. Dezember 2006)
EUR 24,90
Gewöhnlich versandfertig in 3 bis 5 Tagen.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen