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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beachtliches Erstlingswerk, 5. Juni 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: seelengruende: Gedichte (1999-2004) (Taschenbuch)
seelengruende ist das lyrische Erstlingswerk des in Berlin lebenden jungen Autoren Arne-Wigand Baganz. Es macht uns mit einer dunklen, vom Nihilismus geprägten Gedankenwelt bekannt, der trotz allem nie die lichten Momente fehlen. seelengruende lotet die Tiefen der menschlichen Existenz aus und scheut dabei nicht, bis weit in das eigene Fleisch zu schneiden. Es ist der Versuch einer Selbstüberwindung, die Suche nach neuen Werten und zugleich ihre Verneinung, es ist ein massiver und unvoreingenommener Angriff auf unsere angestaubte und als so selbstverständlich erachtete Wirklichkeit. So setzt sich Arne-Wigand Baganz in seinem Werk auch mit Ereignissen aus der jüngeren Vergangenheit wie dem Schulmassaker von Littleton und den Anschlägen auf den Madrider Hauptbahnhof Atocha auseinander.
seelengruende ist eine Lyrik, die an der Zeit und doch zeitlos ist. Während sich ein Gros der heutigen Lyrik in munterer Belanglosigkeit übt, werden hier neue Maßstäbe gesetzt. Ich möchte keinen Kaufbefehl aussprechen. Das wäre vollkommen unangemessen. seelengruende muss man niemandem anbefehlen, damit es sich durchsetzen wird.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lyrik als Herausforderung, 29. August 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: seelengruende: Gedichte (1999-2004) (Taschenbuch)
seelengruende ist gewiss keine Lektüre für leichte und helle Gemüter, der Lyrikband eignet sich eher für die schweren und dunklen Stunden des Lebens, man kann in ihm einen Verwandten, einen Freund, ein wenig Trost finden. Sprachgewaltig ringt der Dichter mit der Welt, herausfordernd schleudert er seine Worte gegen sie, oft muss er ihr unterliegen, manchmal aber trotzt er ihr einen bescheidenen Sieg ab. Neben aller Melancholie und ja, Verzweiflung, stehen jedoch auch positive bis humoristische Momente, die den Band nicht zu einem Triumph der Trübseligkeit werden lassen; manchmal leuchtet in der Baganzschen Lyrik die Liebe als ferner Stern aus dem düsteren Himmel des Lebens...
Die Gedichte in dem Band sind selten gereimt, arbeiten mit freien Formen und vielschichtigen Bildern, die sich einer eindeutigen Interpretation oft sperren. Man muss sich auf diese Texte einlassen, einen persönlichen Zugang zu ihnen finden - auch wenn man als Leser vielleicht vor manchem Gedicht zuerst erschrocken zurückweicht, denn einiges in dem Lyrikband ist offene, schwerverdauliche Provokation an der Grenze des Tragbaren. Das Buch eignet sich daher nicht, um es in einem Zug von vorn bis hinten durchzulesen, aber dafür ist es sicherlich nicht gedacht.
Auch wenn seelengruende oft hoffnunglos bis niederschmetternd erscheint: Gerade das Hoffnungslose, das Abgründige bietet immer auch die Möglichkeit eines neuen Anfangs, muss als Herausforderung des Lebens betrachtet werden, dieses selbst zum besseren zu wenden. Deswegen bin ich gespannt auf die weitere Entwicklung des Autoren, erwarte von ihm noch ausgereiftere Folgewerke und gebe für dieses Mal "nur" 4 Punkte.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aus den (Ab)gruenden der Seele ?, 22. Mai 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: seelengruende: Gedichte (1999-2004) (Taschenbuch)
Ein Werk, welches zum Nachdenken über Sinn und Unsinn des uns alltäglich, ja immerfort umgebenden Wahnsinns anregt und manchmal recht humorvolle, teils auch radikale Lösungsvorschläge offeriert, ein Schuß (Selbst)ironie fehlt jedenfalls nie. Absolut lesenswert - Kaufbefehl!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Heilsame Dunkelheit, 20. April 2007
Rezension bezieht sich auf: seelengruende: Gedichte (1999-2004) (Taschenbuch)
Der Gedichtband entspricht seinem Titel Seelengründe und verdeckt diese ebenso, wie er ein kurzes Licht in diese fallen lässt. Das Buch gleicht einem Tagebuch in Stimmungsbildern, deren Gnadenlosigkeit einen zuweilen sehr nachdenklich zurücklassen.

Gerade aufgrund der offenen Gedichtstruktur ist man im Lesen und Verstehen der Gedichte aber nicht festgelegt und entdeckt die kleinen Bilder immer wieder neu.
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seelengruende: Gedichte (1999-2004)
seelengruende: Gedichte (1999-2004) von Arne-Wigand Baganz (Taschenbuch - Mai 2004)
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