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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen48
4,4 von 5 Sternen
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Zu Beginn der Handlung lesen wir über Frankas Ankunft im Haus Eulenruh. Die Handlung ist in der 1.Person, also aus Frankas Sicht in der Ich-Perspektive geschrieben. Das Haus Eulenruh ist ein Wohnprojekt des Familienwerkes, Andreas und Vera Kämpf sind Frankas Betreuer. Wenn man bedenkt, dass Franka erst 14 Jahre alt ist und da ziemlich allein gelassen ankommt, wie bestellt und nicht abgeholt, tat sie mir echt leid.

Dann trifft sie im Haus Eulenruh ein. Ihre Betreuer sind irgendwie spooky. Wir lernen ihre Mitbewohner kennen, u.a. Alex, Denise, Matthias, Ricardo und die Zwillinge Lizzie und Ann, die ganz nett zu sein scheinen. Nur Ricardo ist etwas machohaft. Das Dorf um das Haus ist getrennt von einer Burgruine, welche mit einem elektrischen Zaun gesichert ist. Schnell erwacht in Franka die Neugierde? Was verbrigt sich hinter den Mauern? Wieso reagieren die Dorfbewohner allesamt so seltsam? Was bedeuten die nächtlichen Stromausfälle? Franka macht sie auf Spurensuche und stößt dabei auf etwas so Unglaubliches, das es einem fast den Atem verschlägt ...

Die Sprache ist leicht und verständlich geschrieben, man ist gleich in der Geschichte drin, die Kapitel sind angenehm von der Länge her. Es handelt sich um ein Jugendroman - ein Mix aus Thriller uns Mystik, ein mystischer Jugendthriller sozusagen. Dennoch hat dieses Buch mir als Erwachsener sehr viel unterhaltsame Lesestunden bereitet. Die Handlung ist packend, das Ende voller Spannung!
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am 18. November 2013
Die verschiedensten Charaktere treffen im Haus Eulenruh (eine Art "Erziehungsheim" für junge Leute), wie es sich gehört, aufeinander. 2 verstörte nicht sprechen wollende kleine Kinder, 2 Zwillingsschwestern und 2 Jungs. Ein Nerd und Kellerkind wie er im Buche steht und ein aufmüpfiger „cooler“ Typ. Dazu ein Hund und 2 Pflegeeltern. Fertig ist das Grundgerüst.
Nachdem man kurz etwas über die Anreise erfährt – auch dass Franka ständig für einen Typ gehalten wird – geht es auch ruckzuck zur Sache. Erstaunlich wie schnell sich die Hauptdarstellerin einleb der t (abgesehen von den Problemen in der Schule) und die ganze Story im Grunde innerhalb der ersten 4 Wochen ihrer Ankunft stattfindet.
Das es mit „Unland“ etwas unheimliches auf sich hat ist dem Leser natürlich von Anfang an klar, auch dass die Nachbarn mit dem Mega-Rasentraktor damit etwas zu tun haben. Auch die immer wieder nächtlich auftretenden Stromausfälle scheinen nicht zufällig zu sein. Auch wenn man schon weit vor dem Ende erfährt was „Unland“ ist bleibt das Buch spannend und man möchte wissen wie es weiter geht und endet. Ohne zuviel verraten zu wollen hat mich das Ende verblüfft und ich habe immer wieder nach einer versteckten letzten Seite gesucht.

Auch den Schreibstil von Antje Wagner finde ich hier gut, das Buch lässt sich flüssig lesen und wird einem nie zu viel oder langweilig.
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am 17. Februar 2014
Die 14-jährige Franka erzählt uns die Geschichte von „Unland“. Haus Eulenruh, ein Wohnprojekt, wird nach dem Tod ihrer Pflegemutter ihr neue Zuhause. Sie lebt dort mit 6 weiteren Kinder und den Pflegeeltern Vera und Andreas. Jedes der Kinder hat seine eigene schlimme Vorgeschichte, die meiner Meinung nach ausführlicherer Erzählung wert wäre. Die Bewohner des Dorfes machen es der Wohngemeinschaft nicht leicht. Franka schaut von ihrem Zimmer direkt auf Unland. Unland ist ein verbranntes Gebiet, dass mit einem Elektrozaun gesichert ist. Mit der Zeit geschehen Mysteriöse Dinge und ganz offensichtlich hängt das mit Unland zusammen . Franka möchte herausfinden was diese Ruinen auf sich haben. Franka und die Kinder von Eulenruh gehen der Sache nach und geraten dadurch in ein großes Abenteuer, dass kein Ende nimmt.

Antje Wagner schafft es mit ihrem fließendem Schreibstil einen sofort in die Geschichte eintauchen zu lassen. Durch ihre Art und Weise lässt sie die Motoren des Kopfkinos laufen. Man kann nicht anders, dieses Buch lässt einen nicht mehr los. Auch die Gefühle werden bei diesem Buch sehr in Anspruch genommen. Dieses Buch ist Empfehlenswert.
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Haus Eulenruh ist ein Erziehungsprojekt für Kinder. Hier erwartet sie kein Heim und keine richtige Pflegefamilie, sonder ein Haus, ein Garten, ein kleines Dorf und ein Hund. Auch Franka aus Berlin soll nun dort wohnen. Dass, die Pflegekinder erst komisch gucken, weil Franka wie ein Junge aussieht, war eh klar. Und dass, sie erst nicht schlafen kann, weil alles viel stiller ist als ich Berlin auch. Nur warum sind die Leute in diesem Dörfchen so komisch? Franka kann auf die Ruine von Unland aus ihrem Fenster gucken. Aber was hat es damit auf sich? Düster und bedrohlich kommen sie ihr vor, aber niemand will ihr Auskunft geben'. Bis eines Tages, ein Drohbild im Briefkasten auftaucht und Franka anfängt nachzuforschen'

Lies nie zwei Bücher einer Autorin hintereinander. Ich weiß es doch, warum also habe ich es getan? Nach 'Schattengesicht', diesem Buch, dass mich umgehauen hat, ( s. Videorezi), hatte es 'Unland' schon etwas schwerer und konnte mich auch nicht ganz überzeugen. Aber lest gerne mehr!

Wie jedes Buch, läuft auch diese Geschichte darauf hinaus, dass man ein Geheimnis aufdecken möchte, dass etwas unerwartetes passiert und man am Ende weiß, warum man das Buch gelesen hat. Am Anfang war ich bereit mich auf die Geschichte rund um Franka einzulassen. Die Figur war mir sofort sympathisch, weil sie etwas spröde ist und viel mehr Ecken und Kanten als gewöhnlich hat. Auch die anderen Kinder im Haus Eulenruh sind alle besonders. Einige reden nicht, einige sind abweisend und andere scheinbar völlig normal. Die bunte Mischung hat mir, bis auf einen Charakter super gefallen. Daran lag es also nicht.

Vielmehr fesselte mich die Geschichte nicht richtig. Das Geheimnis ist zwar gut versteckt / verpackt, aber ich habe es nicht lüften wollen. All das, was mir in anderen Antje Wagner Bücher gefiel und anregte zum Weiterlesen, fehlt hier völlig und ist ersetzt worden, durch stereotype Handlungen für ein Jugendbuch. Schade, denn auch die perfiden Dinge aus 'Schattengesicht', die ich geliebt habe, oder der dort flüssigere Schreibstil, hätte mir in 'Unland' gut gefallen.

Nun darf ich nicht ungerecht sein und zwei Bücher miteinander vergleichen, nur weil sie von der selben Autorin sind. Aber 'meine' Antje Wagner habe ich nicht gefunden. Als Jugendbuch ist es eine runde Geschichte, die mich nur am Ende etwas stört, da ich mich allein gelassen fühlte. Aufgelöst wird vieles, aber wie geht es weiter? Am Ende war der Abschluss für mich nicht passend.

Ich glaube trotzdem, dass Kinder/ Jugendliche von 12 ' 15 ihren Spaß und ihren Nervenkitzel an diesem Buch haben bzw. erleben werden.

Ich vergebe drei Sterne für gute Charaktere und eine runde Teenagergeschichte, die mich nicht so sehr mitgerissen hat.
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am 15. Januar 2012
Das beste ist immer, wenn man ein Buch aufschlägt, weil man es zugeschickt bekommen hat, und einem der Klappentext nicht soooooo zusagt, und man am Ende das Buch zuschlägt und komplett begeistert ist! Das Jahr fängt gut an, mit einem tollen Buch!

Ich hatte ja gerade erst ein Buch von Antje Wagner gelesen und war überrascht, dass das nächste Buch in der Reihe auch wieder von ihr ist, und war sehr skeptisch. Der Klappentext verriet auch eher einen Jugendroman und ich war mich nicht so sicher, ob das Buch mich fesseln könnte. Fakt ist, ich habe zwei Nächte durchgelesen und wenig schlaf bekommen, weil ich ab einem gewissen Punkt das Buch nicht mehr zur Seite legen wollte.

Die Konstellation der Figuren ist ein bisschen merkwürdig: Ein Paar entschließt sich vom Jugenamt Kinder aufzunehmen, damit sie aus dem Heim herauskommen, und starten ein Wohnprojekt für sie. Mit Franke, der Protagonistin ist die "Familie" komplett und auf den ersten Blick scheint das Chaos vorher bestimmt. Jedes dieser Kinder hat eine schlimme Vergangenheit und jedes davon geht anders damit um: Franka rasiert sich die Haare auf 3 mm, läuft rum wie ein Junge und schraubt gerne an Fahrrädern. Die Zwillinge können nach einer schlimmen Traumatisierung nicht mehr mit der Umwelt kommunizieren und verfallen in einen Schock, wenn man sie von hinten anfässt. Matthias kompensiert seinen Frust mit Internetspielen. Ricardo zieht sich komplett zurück und ist heimlich ein Sprayer. Lizza und Ann versuchen zu verheimlichen, dass ihr Vater ein Mörder ist, und spielen nur so mit den Jungs. Ja, und die wohnen alle bei Vera und Andreas, die verzweifelt versuchen, alles richtig zu machen.

Diese Truppe in einem kleinen Dorf, mit einer Handvoll Einwohner - das schreit gerade zu nach anecken. Schnell merkt man aber, dass die Autorin nur mit vorurteilen spielt und das Kinder aus dem Heim auch nur ganz normale Menschen sind. Durch die Geschichte lernen wir sie alle kennen und merken, dass sie es viel schwerer haben im Leben und das sie nur versuchen dabei zu sein. Diese fünf Kinder sind vielleicht viel mehr eine Familie, sogar eine normale Familie, als der Nachbar nebenan oder wir selbst. Sie haben niemanden sonst und auf irgendeineweise, kommen sie miteinander aus und sind viel sensibler als die Menschen in ihrem Umfeld.

Hauptteil des Buches ist das, was der Titel verspricht: "Unland". Darunter kann man sich so nichts vorstellen, und der Titel ist auch vielleicht nicht passend, aber "Schattenland" wäre sicherlich auch nicht die optimale Lösung. Aber, egal! "Unland" = ein Haufen Ruinen wird von einem Zaun geschützt, der unter Strom steht. Sehr merkwürdig, aber umso spannender für Jugendliche. Irgendwann packt sie der der Ehrgeiz, herauszufinden was sich dahinter verbirgt, warum alle so ein Geheimnis darum machen, und warum auf einmal merkwürdige Dinge passieren.

Es gibt unerklärliche Stromausfälle, eine Person- die bei diesen Stromausfällen böse Dinge tut, ein Nachbar der Essen für Obdachlose sammelt und es dann zu dem Elektro-Zaun fährt, verschwundene Dinge, die auf einmal wieder auftauchen, und Zettel mit Botschaften, die sagen: "Hört auf weiter nachzuforschen!"

Alle diese Kinder und Jugendlichen versuchen herauszufinden, warum sich auf einmal alle gegen sie verschwören und warum es für nichts eine Erklärung gibt. Die Verbindung zwischen diesen unterschiedlichen Kindern wird immer stärker, und der Wille hinter das Geheimnis zu kommen. Der Mut der Kinder ist unglaublich und macht soviel von diesem Buch aus.

Die Autorin schafft es, die Geschichte am Laufen zu halten. Erst war ich überfordert mit sovielen Personen, aber sie schafft es sehr gut, die Handlungsstränge miteinander zu verbinden und verliert den Leser an keiner Stelle. Sie baut eine Spannung auf, die nicht zu Enden scheint und dann endet sie in einer Situation, die nicht von dieser Welt ist. Das Geheimnis ist unvorstellbar und auch bis jetzt, wo das Buch zu Ende ist, noch sehr verwirrend. Wie sie auf diese Idee gekommen ist - ich hab keine Ahnung. Entweder eine blühende Fantasy, oder die Autorin ist einfach verrückt. Ich hoffe, es ist ersteres.

Unland - das Un kann ich gar nicht genau definieren, und die Zustände dort, sind auch sehr fragwürdig. Aber das Geheimnis darum ist atemberaubend. Ich werde das Geheimnis hier nicht lüften, denn man muss es Lesen, um es wirklich zu verstehen. Es ist etwas, das im wirklichen Leben nicht stattfinden kann, und es ist unglaublich spannend.

Die Wut, die Verzweiflung, die Hoffnung, die Spannung, der Ehrgeiz - das ganze springt förmlich aus dem Buch und von Seite zu Seite entwickelt sich eine Geschichte, die gleichzeitig wie ein Film for Augen abläuft. Ich konnte mir das alles sehr gut vorstellen und alle Personen hat ein bestimmtes Aussehen und wurden mit immer sympatischer. Die Umgebung wurde genauestens beschrieben, so dass man, wenn man wollte, selbst dort in der Geschichte war. Und das alle führt zu einem Punkt: Franke landet in Unland.

Sie schaffen es tatsächlich, dass Gehemnis zu lüften und wünschen sich dann, niemals nach einer Antwort gesucht zu haben. Schließlich haben sie nur noch eine Möglichkeit, das Ganze rückgängig zu machen und in ihr altes Leben zurückzukehren und ewig gegen dieses Geheimnis anzukämpfen.

Das Buch endet abrupt, kurz bevor sie ihre letzte Chance nutzen, um in ihr Leben zurückzukehren. Wir wissen am Ende nicht, ob sie es schaffen, ob sie ihren tollkühnen Plan wirklich umsetzen, und was noch so passiert. Die Geschichte hat kein Happy End. Der Leser wird an dieser Stelle allein gelassen und muss darauf hoffen, dass es klappt, oder pessimisstisch anerkennen, dass es nix bringt.

Die Autorin spielt mit dem Leser und seiner Psyche. Sie lässt ihn zwischen den Gefühlen hin und her springen, schickt ihn auf die Suche nach der Lösung und lässt ihn das Rätsel mit lösen. Wir fühlen mit den Kindern und versuchen an ihrer Seite zu kämpfen. Der Leser muss herausfinden, was echt ist und was Fantasy. Was ist wirklich passiert, was wird inszeniert, und wer hat was wirklich gemacht.

Das Cover passt in meinen Augen wirklich gut zu der Stimmung im Buch. Ziemlich Düster und Unland mitten drin. Auf der Taschenbuch Version ist ein Zitat aus dem Buch, dass das Gefühl des Leser beschreibt, wenn er das Geheimnis lüftet. Auf der Hardcover Version findet man ein paar Jugendliche am oberen rechten Rand, und auc dieses Bild hat mir gut gefallen.

Mein Fazit:

Das Buch hat mich wirklich gefesselt und begeistert. Ich kann es jedem ans Herz legen, der eine spannende Geschichte ohne Blut und ekliges Zeug lesen will. Das Buch bietet Gefühl, jugendliche Neugier und eine Menge Spannung! Absolut gutes Buch und ich bin gespannt, auf mehr von der Autorin!
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am 30. März 2011
"Siemann saß wie zuvor,starrte vor sich hin. Dann ging ein Ruck durch seinen Körper, und er startete den Motor. Er fuhr nicht rückwärts am haus vorbei und auf den Dreieulenweg rauf, der ins Dorf führte. Er fuhr einfach geradeaus aufs Feld. Siemanns hatten keinen Zaun vorm Feld. Kurz dachte ich, er hätte den ersten Gang mit dem Rückwärtsgang verwechselt, aber er hielt nicht an, er fuhr immer weiter, mitten rein ins Feld, immer geradeaus, und mit dem Fernglas folgte ich atemlos seiner Spur durchs Getreide. Er hielt auf die Ruinen von Unland zu!"
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Franka kommt aus Berlin nach Waldburgen. Dort lebt sie nun im Haus Eulenruh, einer Erziehungsstelle, mit den Betreuern Vera und Andreas Kämpf, sowie den anderen Kindern: Ricardo, Matthias, Lizzy und Ann, Axel und Denise. Nach einigen Startschwierigkeiten lebt sie sich in ihre neue Familie ein, doch dann geschehen merkwürdige Ereignisse. Ricardo und Matthias werden des Diebstahls beschuldigt und die "Eulen" machen sich auf die Suche nach dem wahren Schuldigen. Doch dabei entdecken sie ein grauenvolles und gut gehütetes Geheimnis....
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Antje Wagner hat mit "Unland" ein ganz besonderes Buch geschrieben. Es wirkt auf den Leser wie eine Mischung aus Entwicklungsroman und Mystery-Thriller, gespickt mit jeder Menge Sozialkritik!
Ihr Schreibstil ist angenehm zu lesen und reißt einen in die Geschichte um das Haus Eulenruh und Waldburgen hinein. Man will und kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen, bis alle Geheimnisse gelüftet sind.
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Sie beschreibt das ruhige und ländliche Waldburgen so, dass der Leser sich das kleine Städtchen mit den umliegenden Feldern und Wäldern geistig vor Augen führen kann.
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Aber das Highlight dieses Buches sind ganz klar seine Protagonisten. War ich am Anfang am meisten daran interessiert das Geheimnis von Unland zu lüften, dauerte es nicht lange bis ich mich ganz den Hauptcharakteren verschrieben hatte.
Die "Eulen" faszinierten mich immer mehr, ihre Charaktereigenschaften, ihre Geschichten, ihre früheren Leben zogen mich in ihren Bann. Denn natürlich gibt es Gründe dafür, dass man in einer Erziehungsstelle lebt. Ich war beeindruckt von der Stärke der Bewohner des Eulenhauses, wie sie füreinander einstehen und zusammenhalten. Die Entwicklungen, die sie in diesem Buch machen, vor allem Franka, haben mich beeindruckt und berührt.
Franka lebt sich ein, findet Freunde, lernt anderen Menschen zu vertrauen und nimmt am sozialen Leben teil.
daher ist es auch klar, dass sie Ricardo und Matthias helfen wollen, als sie des Diebstahl verdächtigt werden. Die "Eulen" finden auch des Rätsels Lösung, doch ist es ein ungeheurer Preis den sie für die Wahrheit zahlen müssen...
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Dieses Buch hat mich so sehr berührt, dass es eigentlich 5 Herzchen verdient hätte, nun muss ich leider ein Herz für das Ende abziehen, mit dem ich leider überhaupt nicht klar gekommen bin und auch nie gerechnet hätte.
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Das Cover zeigt uns die Felder und den elektrischen Zaun vor Unland. Es ist Nacht und wir sehen vier schwarze Gestalten, die "Eulen" dort stehen. Der Titel prangt in pinken Buchstaben auf dem dunklen Feld.
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Ich empfehle dieses Buch uneingeschränkt allen jungen und auch älteren Leseratten, die Spaß an Geheimnissen haben, und Bücher über Freundschaft lieben!
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am 1. Februar 2011
Mir war schlecht" - die Worte, mit denen ihr Roman beginnt, entsprechen in etwa den Gefühlen des Lesers, wenn dieser das Buch nach 379 Seiten zuschlägt. Nicht weil das Buch schlecht ist - das Gegenteil ist der Fall, es ist Antje Wagners bisher stärkster und dichtester Roman -,sondern weil es endet wie es endet. Düster und hoffnungslos.

Wie ein Sog zieht es den Leser durch die Geschichte der vierzehnjährigen Franka, dem Neuzugang" im Haus Eulenruh, einem Wohnprojekt für sieben Kinder und Jugendliche, in dem kleinen piefigen Elbdorf Waldburgen. Franka wiegt nicht nur zu viel, sie will auch zu viel wissen. Zum Beispiel, was es mit dem benachbarten verlassenen Dorf Unland auf sich hat: Warum ist die düstere Ruinenlandschaft mit einem Elektrozaun gesichert? Was hat es mit den sonntäglichen Stromausfällen auf sich? Was ist in den blauen Kühlboxen, die Nachbar Siemann regelmäßig nach Unland fährt? Wer schickte ihr den hochauflösenden Feldstecher? Und warum fühlt sie sich ständig beobachtet?

Freundschaft und Liebe, Misstrauen und Vorurteile - Antje Wagner bringt Licht in das Leben von Franka, lässt sie sich öffnen, aufblühen und erstmals als akzeptierten Teil eines Ganzen fühlen. Doch das Leben verläuft selten nach Plan und kennt oft kein Happy End. Darum wäre Unland auch kein Buch von Antje Wagner, würde sie eines dazudichten. Stattdessen lässt sie die Schatten frei.
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TOP 100 REZENSENTam 19. November 2011
Inhalt:
Die 14-jährige Franka, die erst im Heim und dann bei einer Pflegefamilie aufgewachsen ist, muss nach dem plötzlichen Tod der Pflegemutter Berlin verlassen und bezieht ihr neues Zuhause im Haus Eulenruh in Waldburgen/Sachen-Anhalt. Im Haus Eulenruh findet sie schnell Freunde - und genauso schnell stößt sie auf Ablehnung, Intoleranz und Hass in der Schule. Neben all den zwischenmenschlichen Problemen geschieht Sonderbares in dem kleinen Dorf, und alle Dorfbewohner schweigen beharrlich, wenn das Gespräch auf Unland kommt, eine unheimliche Ruinenstadt, die sich in unmittelbarer Nähe von Waldburgen befindet.

Mein Eindruck:
Meiner Meinung nach ist 'Unland' tatsächlich nur für Jugendliche geeignet und für erwachsene Leser sprachlich oft zu flapsig und inhaltlich bisweilen zu simpel. Ich habe mich insgesamt gut unterhalten gefühlt, obwohl das Buch einige Längen aufweist und die Protagonisten eher hölzern und wenig lebendig beschrieben werden. Alles in allem finde ich, dass die Autorin zu wenig aus ihrer Idee gemacht und die Stimmung nicht gut eingefangen hat. So empfand ich die Geschichte als wenig unheimlich und wenig atmosphärisch.

Mein Resümee:
Muss nicht sein, kann man aber lesen. 'Ein Thriller der Extraklasse', wie der Deutschlandfunk behauptet, ist es aber ganz sicher nicht.
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am 10. Dezember 2010
Mit Unland hat Antje Wagner ein sehr berührendes und gleichzeitig spannendes Jugendbuch geschrieben, das sich vor allem auch durch seine zeitgemäße Sprache auszeichnet. Mir persönlich ist sie ein wenig zu sehr mit Kraftausdrücken durchsetzt, wobei mir bewusst ist, dass viele Jugendliche sich gerne so ausdrücken.

Wirklich nahe gegangen sind mir die oft nur angedeuteten Schicksale der einzelnen Kinder, die bei dem Ehepaar Kämpf ein neues Zuhause gefunden haben und dort so akzeptiert werden, wie sie sind, mit all ihren Narben und Macken. Franka selbst ist eine starke Persönlichkeit, sie kämpft sich durch, lässt sich nicht unterkriegen, auch wenn es in ihrem Inneren oft ganz anders aussieht. Und so wird ihr ihre unbeugsame Neugier letztendlich auch zum Verhängnis...

Wirklich überraschend ist die Wendung der Geschichte kurz vor dem Schluss, wo das geheimnisvolle "Unland" ins Spiel kommt, das die Kids immer nur aus der Ferne mit dem Feldstecher beobachten konnten. Und am Buchende hatte ich nur mehr Gänsehaut!

Eine Empfehlung für Teenager ab 14, die gerne einmal ein Buch jenseits des Mainstreams lesen, das viele ihrer eigenen Probleme auffasst und ihre eigene Sprache spricht.
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am 7. Februar 2016
Als Franka Berlin verlässt und ins „Haus Eulenruh“, einem Wohnprojekt für Jugendliche, nach Waldburgen zieht, spürt sie schnell, dass irgendetwas nicht stimmt. Nicht nur, dass die Bewohner des Dorfes die Jugendlichen meiden und für jegliche Scherereien verantwortlich machen, es ist als würde sie ständig beobachtet, doch es ist niemand auszumachen. Und was hat es mit der Ruinenlandschaft „Unland“ auf sich, die mit einem Elektrozaun gesichert ist und über die man nicht spricht?

Nicht nur Franka kommt der Ort Waldburgen, ca. 100km von Berlin entfernt, seltsam vor. Der Leser spürt die Distanz, die die Menschen zu den Bewohnern im „Haus Eulenruh“ wahren, ebenso wie eine reichlich angespannte Atmosphäre, vor allem wenn es um „Unland“ geht. Klar, dass man das Geheimnis der mysteriösen Ruinenlandschaft aufdecken will. Umso besser, dass Franka dasselbe Ziel verfolgt, so kann man zumindest hoffen, dass man auch tatsächlich erfährt was es mit dem komischen Verhalten der Menschen auf sich hat.

Zunächst aber muss Franka sich erst einmal einleben, was leichter gesagt als getan ist. Von diversen Seiten werden ihr Steine in den Weg gelegt, ein ums andere Mal tritt sie in gewaltige Fettnäpfchen, kein Wunder also, dass sie sich nicht nur einmal wünscht nie dort gelandet zu sein. Gemeinsam mit ihr lernt der Leser die anderen Bewohner des Projekts kennen, so dass man sich schon bald ein gutes Bild machen kann. Im Grunde finden einsame und verletzte Seelen im „Haus Eulenruh“ ein Zuhause. Jeder einzelne hat schreckliche Dinge erlebt, wodurch hauptsächlich das Vertrauen anderen gegenüber nachhaltig beschädigt wurde. Dennoch geben sie sich gegenseitig Halt und stehen füreinander ein.

Gebannt verfolgt man das Geschehen, das mit immer mysteriöseren Vorfällen Aufsehen erregt. Nicht nur Franka ist plötzlich ganz wild darauf zu ergründen was in Waldburgen vor sich geht. Die Spannung nimmt im weiteren Verlauf stetig zu und hält den Leser gefesselt, denn auch dieser versucht sich schon seit geraumer Zeit an der Lösung des Rätsels, kommt aber zu keinem adäquaten Schluss. Mit zunehmendem Fortschritt erhellt plötzlich eine ganz bestimmte Idee das Gedankenkarussell, die man so schnell auch nicht bereit ist aufzugeben, obwohl sie ausschließlich auf Annahmen und Bauchgefühl beruht. Dennoch ist man gespannt, ob es zum Schluss noch eine ganz verzwickte Überraschung geben oder die eigene Vorstellung verifiziert werden wird.

Ein ungewöhnliches Buch legt Antje Wagner hier vor. Doch gerade auf Grund der Andersartigkeit ein Kunstwerk für sich, das nicht einfach eines von vielen ist, sondern gekonnt aus der Masse heraussticht.
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