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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen48
4,4 von 5 Sternen
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am 26. Februar 2014
Äußeres Erscheinungsbild:
Ich mag die schlichte Aufmachung des Covers in Schwarz/Weiß und den Farbtupfer den das Pinke mit sich bringt.
Ich hätte den Textauszug nicht wirklich gebraucht, das wirkt ein bisschen überladen.
Der Titel ist knackig und trifft es auf den Punkt.

Eigene Meinung:
Die Idee fand ich schon mit dem Lesen des Klappentextes sehr ansprechend und ich habe mich sofort gefragt, was das wohl so vor sich geht. Bis zum letzten Abschnitt tappte ich zwar im Dunklen bezüglich des Unlandes, doch die ganze Zeit wurde die Idee von Spannung und Vorfreude umgeben.

Die Handlung geht bis zu den letzten 100 Seiten sehr ruhig vonstatten und Eulenruh wird sehr schön ausführlich beschrieben. Es kommt so etwas wie Heimatgefühlt rüber und ich habe mich dort bei dem bunten Haufen gleich wohl gefühlt. Zwischendrin passiert dann kurzzeitig immer mal etwas, dass ein bisschen kryptisch und merkwürdig und auch spannend ist, aber die meiste Zeit ist ein ruhigeres Buch, dass aber dennoch vor einem recht dunklen Rahmen stattfindet und teilweise recht ernste Hintergründe hat.
Es dauert eine ganze Weil bis zur Auflösung des großen Fragezeichens und bis dahin sind Fragen über Fragen bei mir aufgekommen. Die Autorin verknüpft gekonnt Geschehnisse und Vorkomnisse und lässt den Leser in einem dauerhaften Zustand der Ratlosigkeit.

In den Schreibstil musste ich erstmal reinkommen, denn er ist doch sehr ausführlich und Gebenheiten und Orte werden sehr detailreich geschildert. Dennoch hat mir bereits der erste Abschnitt viel Freude bereitet und erste Spannungsaufwallungen sind aufgekommen. Die Schreibe passt einfach sehr gut in den Rahmen der Geschichte.

Die Charaktere sind alle sehr verschieden, aber jedes Eulenruhmitglied ist auf seine eigene Art sehr liebenswert. Franka ist doch recht anders als die meisten Protagonistinnen, aber ihre jugenhafte Tomboy Art fand ich sehr erfrischend in dem Pool an ähnlichen Hauptfiguren.
Die Geschichten der Eulenkinder sind natürlich alle sehr schrecklich und traurig und so sehr ich mit den Kleinen leide, so sehr habe ich auch die Großen ins Herz geschlossen. Sie sind alle einfach sehr liebenswert und ich denke, sie fühlen sich alle sehr wohl.

Wow was für ein Ende. Bis zum Ende hatte ich keine Ahnung, womit wir es eigentlich zu tun haben und umso erstaunter war ich dann als doch noch Mysteryelemente hinzukamen. Die Verknüpfung von so vielen kleinen Elementen ist ziemlich genial gemacht. Man lernt immer ein bisschen Mehr, bis es dann zum großen Knall am Ende kommt.
Es ist auf alle Fälle ein Buch, das zum Nachdenken und Überlegen und Reflektieren anregt. Jedoch war mit persönlich das Ende ein bisschen zu offen. Ich kann verstehen warum dieses Ende so gewäht wurden ist, ich hätte jedoch noch gerne ein paar Fitzelchen mehr erfahren. Ich bin einfach der Typ Leser, der alles erfahren möchte. Ich spinne mir nicht gerne selbst was zusammen, sondern lasse mich von vorne bis hinten entführen.

Fazit:
Alles in allem ein kleines verwirrendes Psychospiel, das mir doch ziemlich gut gefallen hat.
Der Schreibstil passt einfach wunderbar zu der düsteren Stimmung und ich wurde einfach nur in das Buch eingesaugt.
Einziges Manko: Das Ende. das hat mir nicht ganz so gefallen.
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am 26. Februar 2014
Als Franka Berlin hinter sich lässt, um in ein kleines Dorf in Sachsen-Anhalt zu ziehen, verspricht sie sich davon nicht allzu viel. Ihr Ziel ist Haus Eulenruh, eine Einrichtung, die sich um Kinder und Jugendliche kümmert, die kein zu Hause mehr haben. Alle sieben Kinder haben Schlimmes in ihrer Vergangenheit erlebt und so treffen verschiedene Eigenarten und Charaktere aufeinander. Doch das ist nicht Frankas einziges Problem. Die Verschwiegenheit ihrer Pflegeeltern, wenn es um die verlassenen Ruinen am Rande des Dorfes geht, scheint mehr als auffällig. Was es wohl damit auf sich hat…?

Unland ist eine Geschichte, die langsam anfängt und doch nicht langweilig ist. Ohne es zu merken taucht man immer mehr in eine Realität ein, die authentische Charaktere bereithält. Trotz der vielen Schicksale, die hier zusammen treffen, wirken die Personen nie überzeichnet. Im Gegenteil, man fühlt mit ihnen und schüttelt den Kopf, wenn man bedenkt, dass diese fiktive Geschichte auch viel Wahrheit enthält.

Der Spannungsaufbau wird begleitet von einer dichter werdenden Atmosphäre, die ganz subtil die Geschichte begleitet. Ich muss zugeben, dass ich am Anfang gerade eine gewisse Spannung vermisst habe, aber der Rest des Buches hat mich dafür entschädigt.

Durch die Vielzahl der Nebencharaktere wirkt die Geschichte lebendig ohne überladen zu sein. Alle spielen irgendwie eine Rolle und da stört es nicht, dass man vielleicht nicht alles über sie erfährt. Wenngleich doch die Vergangenheit jedes Einzelnen Beachtung findet. Dabei gefiel mir die Einarbeitung der Schicksale in die Geschichte besonders gut. Es ging nämlich nie darum alles bis ins Detail zu erzählen, sondern man bekommt meist nur einen kurzen Eindruck vermittelt, was eigentlich passiert ist.

Das Ende ist so ganz anders als man denkt und mutig obendrein. Es lässt mich nachdenklich zurück und ist einen Extrastern wert :)

Fazit:
Bemerkenswert gut geschriebenes Jugendbuch, welches sich definitiv lohnt zu lesen.

(Das Cover ist übrigens auch wunderbar gelungen…)
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"Unland" ist ein Buch, das die Leser spalten wird, genauer, das Ende wird die Leser spalten. Wie meine Tochter (13) es formulierte: " "Die Schreibweise ist großartig, die Grundidee ist einfach toll, aber das Ende...."

Mit dem Ende hat sie sehr gehadert und genauso ging es mir auch. Stilistisch und als kleinen fiesen Haken, der einen an das Buch bindet und nicht loslässt, ist das Ende sehr gelungen, weil es einen umtreibt und nicht in Ruhe lässt, aber für mich und halt auch meine Tochter, war das Ende dennoch unbefriedigend und nicht so, wie ich es eigentlich bei einem Jugendbuch der angepeilten Altersklasse erwartet hätte.

Franka, die Protagonistin, kommt neu in das "Haus Eulenruh", ein Wohnprojekt für Kinder und Jugendliche ohne Eltern oder aus schwierigen Verhältnissen. Franka selbst ist elternlos und wird seit Jahren immer weitergereicht. Auch in "Haus Eulenruh" ist sie erst einmal außen vor, weil sie nicht dem gängigen Mädchenbild entspricht. Überhaupt, diese Bilder, das, was als "normal" angesehen wird und wie mit Menschen umgegangen wird, die anders sind, ist immer wieder auch Thema in dem Buch.

Franka und die anderen Jugendlichen aus "Haus Eulenruh" werden durch einige ungewöhnliche Vorgänge aufgeschreckt, offensichtlich will jemand die Bewohner des Hauses im Ort schlecht machen. Welche Rolle spielen die merkwürdigen Ruinen am Waldrand dabei und was hat es mit den regelmäßigen Stromausfällen auf sich? Als auch noch Menschen verletzt werden und einige Freunde von Franka völlig verändert scheinen, fassen Franka und ihre verbliebenen Freunde einen folgenschweren Entschluss....

Die Personen sind gut charakterisiert, wobei ich gerade auch die kurzen Andeutungen auf das, was die Kinder von "Haus Eulenruh" erlebt haben, was dazu geführt hat, dass sie nicht mehr in ihren Familien leben, sondern im Wohnprojekt, als sehr beeindruckend empfand. Die Kinder haben furchtbare Dinge erlebt, aber es ist auf eine Weise geschildert, die viel der Fantasie überlässt und zwar alles andeutet, aber nichts so darstellt, dass es für einen jungen Leser zu viel wäre.

Uns hat das Buch sehr gut gefallen, auch wenn das Ende uns etwas frustriert hat!
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am 17. Februar 2014
Die 14-jährige Franka kommt von einer Berliner Pflegefamilie in das verschlafene Dorf Waldburgen, wo sie fortan im “Haus Eulenruh”, einer alternativen Erziehungsstelle, leben wird.

Von Anfang an hat Franka Schwierigkeiten, als “Heimkind” Anschluss in ihrer neuen Klasse zu finden. Zum Glück freundet sie sich nach und nach mit den sechs anderen Pflegekindern in Haus Eulenruh an. Gemeinsam trotzen sie den Anfeindungen der Klassenkameraden und der engstirnigen Dorfbewohner – bis es immer häufiger zu beunruhigenden Vorfällen kommt, deren Spuren zu Franka und den anderen Jugendlichen aus Eulenruh führen. Als sich die Lage dramatisch zuspitzt, entschließt sich die Gruppe, gemeinsam gegen ihren Feind vorzugehen, denn die Jugendlichen haben längst erkannt, dass man es gezielt auf sie abgesehen hat – und dass die nahe gelegene Dorfruine “Unland” mit der ganzen Sache in irgendeinem Zusammenhang stehen muss …

Meine Meinung:

Mit “Unland” habe ich meinen ersten Roman der Autorin Antje Wagner gelesen. Gleich zu Beginn überrascht sie mit Franka als einer besonders für Jugendbücher sehr ungewöhnlichen Protagonistin, was sofort einen ganz eigenen Reiz entfaltet. Abenso erschafft sie mit den Bewohnern von “Haus Eulenruh” eine äußerst dynamische Gruppe eigenwilliger Charaktere voller Ecken und Kanten, von denen jeder eine düstere Vergangenheit und das ein oder andere Geheimnis mit sich herumzuschleppen hat.

Mit Spannung wird man sofort in die Handlung hineingezogen. Obwohl es relativ ruhig losgeht, entfaltet sich eine Geschichte, die so dicht und lebensecht erzählt wird, dass man sich ihrem Sog kaum entziehen kann. Als das Geschehen allmählich immer rätselhafter wird und die mysteriösen Vorkommnissen immer bedrohlicher werden, ist der Leser endgültig an die Seiten gefesselt. Kapitel für Kapitel rätselt man mit Franka und den anderen, entwirft Theorien, verdächtigt eine Person, nur um wenig später wieder in eine völlig andere Richtung gelenkt zu werden. Mit zunehmender Seitenzahl wird es immer schwieriger, das Buch aus der Hand zu legen, man steckt so sehr in Frankas Haut und fühlt sich ihren Freunden so vertraut, dass man mit ihnen bangt und leidet und händeringend hofft, dass die Geschichte für alle gut ausgeht.

Eine Geschichte um Ausgrenzung, um Zusammenhalt, darum, sich selbst zu finden und bestimmte Entscheidungen zu treffen. Jeder Jugendliche wird sich, auf die ein oder andere Weise, in Franka oder einem ihrer Freunde wiederfinden – und gezwungen sein, sich mit den sehr realen Schicksalen der Heimkinder auseinanderzusetzen. Das ist teilweise sehr harter Tobak, um so wichtiger, dass Antje Wagner dieses Thema in einer Geschichte um Heimkinder zur Sprache bringt und dabei geschickt und schlüssig in einem atmosphärisch dichten Thriller verpackt.

Antje Wagner erzählt glaubhaft und mitreißend. Besonders mochte ich ihre vielschichtigen Charaktere und die flotten, authentischen Dialoge. Die Geschichte ist durchweg spannend, beginnt leise und flirrend, um allmählich zu einem tosenden Orkan anzuschwellen und unerwartet in einem infernalen Gewitter zu münden.

Das Ende der Geschichte ist unverhofft, genial überlegt, mit einem Twist, der einem die Ohren schlackern lässt. Aber es spaltet auch die Gemüter. Ohne etwas zu verraten, will ich an dieser Stelle sagen, dass ich überrascht, aber am Ende im Großen und Ganzen zufrieden mit der Auflösung war – aber der ein oder andere sorgsam aufgebaute Handlungsstrang und manche Hintergrundgeschichte hätte für mich noch ein wenig vertieft und zu einem besseren Abschluss gebracht werden können. Das Finale war stimmig, aber ein paar lose Enden waren nur scheinbar oder einfach nicht zu meiner Zufriedenheit verknüpft. Das gibt von mir eine halbe Kaffeetasse Abzug.

Fazit:

“Unland” ist ein Jugendthriller der Extraklasse – tiefgründig, voller Spannung und gleichzeitig zum Nachdenken anregend. Eine große Empfehlung!
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am 12. Februar 2014
Franka ist 14 und zieht nach dem Tod ihrer Pflegemutter von Berlin nach Waldburgen, einem kleinen, beschaulichen aber auch ziemlich trist anmutenden Ort. In „HAUS EULENRUH“ einem Wohnprojekt für Kinder und Jugendliche mit traumatischer Vergangenheit fühlt Franka sich nach kurzer Eingewöhnungsphase sehr wohl. Sie mag die anderen Mitbewohner und fühlt sich dort angenommen.

Nicht so von den Waldburgenern selbst, die das Wohnprojekt und deren Bewohner am liebsten aus dem Dorf vertreiben würden. Sie sehen in den Kindern/Jugendlichen von EULENRUH nur Störenfriede die nicht gut erzogen sind. Nur wenige Bewohner des Dörfchens blicken hinter die Fassade und akzeptieren die Bewohner. In der Schule erfährt Franka, dass kaum ein Mitschüler die „EULEN“ auch nur akzeptiert oder sich mit den Jugendlichen anfreundet. Doch was ist der Grund für diese ganze Feindseligkeit, was hat es mit dem Elektrozaun auf sich, der Waldburgen und UNLAND trennt und warum hat Franka ständig das Gefühl beobachtet zu werden.
Als plötzlich unerklärliche Vorgänge und Ereignisse geschehen, die von den Dorfmenschen sofort mit den Jugendlichen aus EULENRUH in Verbindung gebracht werden. Doch Franka ahnt, dass es mit den nicht unweit gelegenen Ruinen von UNLAND zu tun haben muss und beschließt, dem Ganzen auf den Grund zu gehen, ohne zu ahnen, dass alles noch viel schrecklicher ist, als sie es auch nur ahnt.

Bereits die Buchbeschreibung als auch der doch recht ungewöhnliche Coverstil hat mich neugierig gemacht und so wollte ich das Buch unbedingt lesen. Das Cover ist relativ mystisch und düster gehalten. Nur der Titel sticht in knalligem Pink hervor. Der Hintergrund ist in fleckigem Schwarz gehalten, welches den unsauberen, mystischen Eindruck gut wiederspiegelt gehalten. Davon sticht das weiße Gras ab, während der Buchauszug selbst am oberen Drittel durch sein gedecktes Grau eher weniger hervorsticht.
Was es mit dem gewählten Buchauszug auf sich hat, erschließt sich dem Leser erst im letzten Drittel des Buches, wenn man versteht, was es mit dem Schatten auf sich hat. Von daher finde ich diesen sehr gut gewählt.

Ich kannte die Autorin Antje Wagner vor dem Lesen dieses Buches nicht und war gespannt auf den Schreibstil. Dieser gefiel mir bereits nach den ersten Seiten des Buches dermaßen gut, dass ich das Buch kaum zur Seite legen konnte. Die Geschichte rund um Franka, dem Haus Eulenruh und UNLAND beginnt klassisch. Franka kommt als die Neue in das von zwei ausgebildeten Erziehern betreute Wohnprojekt in dem bereits zwei Kleinkinder und vier Jugendliche wohnen. Sie fühlt sich nach kurzer Eingewöhnungsphase wohl. Auch dass die Dorfbewohner eher feindselig sind, empfand ich als nichts Neues und dennoch hatte ich das Bedürfnis ständig weiterlesen zu müssen und konnte das Buch nur schwer weglegen. Vor allem, weil ich den Schreibstil als sehr mitreißend und außergewöhnlich empfunden habe.

Als Leser fällt es einem nicht schwer sich in die Personen hineinzuversetzen und mit den Protagonisten mitzufühlen. Man freundet sich schnell mit den einzelnen Charakteren an und versteht durch deren gut beschriebenen Vergangenheiten und Erlebnissen auch deren Handlungsweisen recht gut. Zumindest erging es mir so, dass gerade durch die Ecken und Kanten der einzelnen Personen mir diese besonders an Herz gewachsen sind. Sei es der Computernerd Matthias, der mit seiner doch recht ekeligen Essensweise aneckt oder Franka, die mit ihrer Art und Weise so gar keinem Mädchenklischee entspricht. Alle Charaktere sind einzigartig und gut durchdacht. Man merkt die Autorin hat sich Mühe gegeben, die Personen und die Geschehnisse so bildhaft rüberzubringen, dass man das Gefühl hat beim Lesen mitten in der Eulen-Gruppe zu sein.

Das letzte Drittel ist es, was das Buch so andersartig spannend macht, denn hier verändert sich alles! Die Geschichte nimmt einen unerwarteten Verlauf und der Leser merkt, nichts ist wie es zu sein schien. Die Wendung oder besser die „Augenöffnung“ geschieht in rasantem Tempo und sehr direkt. Das Ende bleibt im Großen und Ganzen offen und man muss sich als Leser selbst Gedanken machen, wie des Rätsels Lösung aussehen könnte. Aber gerade das ist es was zum Nachdenken anregt, was das Buch auch lange nach man es ausgelesen hat nachwirken lässt. UNLAND lässt einen nicht los, es nimmt einen mit auf die dunkle Seite und man fragt sich zwangsläufig, wie ist die Autorin nur auf so eine unglaublich spannende und andersartige Geschichte gekommen.

Ich würde jedem der gern spannende, mystische und überraschende Jugendbuchthriller liest, das Buch wärmstens ans Herz legen. Allerdings muss man sich darauf gefasst machen, dass das Ende offen ist und das Buch lange nachwirkt.
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am 11. Februar 2014
Franka ist vierzehn und wechselt von einer Pflegefamilie in Berlin, in ein Wohnprojekt mit zwei Betreuern und anderen Pflegekindern in ein kleines Dorf. Dort ist einfach nichts los und jeder kennt jeden. Die Kinder aus dem Haus Eulenruh werden misstrauisch beäugt, gehören einfach nicht zur Gemeinschaft dazu und bekommen dies deutlich zu spüren. Vorurteile und Vorverurteilungen machen ihnen das Ankommen in diesem Ort nicht leicht. Untereinander jedoch halten alle zusammen. Jedes der Kinder trägt eine eigene, schlimme Geschichte in sich. Als Franka auf eine Ruine aufmerksam wird, nicht verstehen kann das diese mit einem Elektrozaun gesichert ist, ist ihre Neugierde geweckt, zudem wird sie das Gefühl nicht los, immer wieder beobachtet zu werden. Auch wenn sie nie entdeckt von wem, dann geschehen seltsame Dinge im Ort und den Dorfmenschen ist klar, dass können nur die Heimkinder gewesen sein. Diese wollen jedoch herausfinden was wirklich passiert ist und bringen sich selber in Gefahr...

Antje Wagner hat einen unglaublich fließenden Schreibstil, man kann in die Geschichte eintauchen und mitfühlen. Bildliche Beschreibungen lassen vor dem inneren Auge ein tolles Kopfkino entstehen. Franka ist keine Schönheit und die Andersartigkeit wird hier sehr gut beschrieben, genauso wie die Gefühle die sie durchlebt, wenn sie zum ersten mal in die neue Schule geht und alles andere als herzlich aufgenommen wird, wenn sie in Eulenruh ihren Platz sucht. Im letzten dritten verändert sich die Geschichte deutlich, doch genau dieser Bereich macht dieses Buch besonders, regt zum Nachdenken an und wirkt noch lange in einem nach.

Es ist keine einfache Lektüre aber eine, die man so schnell nicht vergisst und die ich nur wärmstens empfehlen kann. Denn: sind wir nicht alle ein bisschen anders?"
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am 9. Februar 2014
Schon das Cover von "Unland" wirkt düster und geheimnisvoll, wie das Negativ eines Fotos. Optisch passt es genau zu "Schattengesicht", einem weiteren Jugendthriller aus der Feder von Antje Wagner.

Die Geschichte von "Unland" erzählt uns die 14-jährige Franka. Nach dem plötzlichen Tod ihrer Pflegemutter darf sie in das "Haus Eulenruh" einziehen, das von zwei ausgebildeten Pädagogen betreut wird.
Insgesamt sieben Kinder bzw. Jugendliche mit den unterschiedlichsten Schicksalen leben hier nun zusammen in der sog. "Erziehungsstelle".
Die meisten der knapp 800 Bewohner des kleinen Waldburgen behandeln sie wie Exoten, manche eher wie Aussätzige. Der erste Schultag wird für Franka zum Spießrutenlauf und auch sonst muss sie erst wieder ihren Platz finden in dieser neuen Umgebung.
Beim Blick aus ihrem Zimmerfenster fallen Franka seltsame brandgeschwärzte Ruinen auf, die im nahen Wald versteckt liegen. Angeblich aus Gründen der Einsturzgefahr ist das sog. "Unland" durch einen Elektrozaun gesichert. Mehr erfährt sie leider nicht über diese geheimnisvollen Gebäude, denn alle Dorfbewohner und auch ihre Betreuer schweigen beharrlich.
Leider gibt es in Waldburgen häufig Stromausfälle mitten in der Nacht, auf die die Einwohner ungewöhnlich panisch reagieren. Franka wundert sich zunächst noch über die extremen Reaktionen, doch dann geschehen seltsame Dinge und die Kinder des Hauses Eulenruh geraten unter Verdacht. Zusammen beschließen sie, die wahren Täter zu finden. Doch was sie schließlich finden, übersteigt ihre Vorstellungskraft und stellt alles in Frage.

"Unland" war das erste Buch, das ich von Antje Wagner gelesen habe. Der lockere Schreibstil mit viel Wortwitz und lebendigen Beschreibungen der Charaktere und Umgebung hat mich sofort überzeugt. Ich habe das Buch schließlich in einem Rutsch durchgelesen, weil ich nicht mehr aufhören konnte.
Es ist eine spannende, stellenweise lustige und zugleich berührende Geschichte über Kinderschicksale, Ausgrenzung, Freundschaft, Liebe, Fürsorge - und ein großes Geheimnis.
Zunächst liest sich "Unland" wie ein ganz normaler spannender Thriller, doch auf den letzten Seiten des Buches ist plötzlich nichts mehr, wie es zunächst schien. Antje Wagner lässt die Handlung kippen und wechselt ins Mystische. Obwohl es sich schon etwas angedeutet hatte, kam dieser Umsturz für mich trotzdem sehr überraschend und es fiel mir zunächst etwas schwer, mich darauf einzustellen und die Logik außen vor zu lassen.
Das Ende wurde bewusst offen gestaltet, so dass sich der Leser seine eigenen Gedanken über den Ausgang der Geschichte machen kann. Normalerweise mag ich das eher nicht, aber in diesem Fall war es durchaus sinnvoll, denn man kann dieses Buch nicht so einfach weglegen, ohne dass es einem noch lange im Kopf herumspukt.

Fazit: Ein wunderbar spannendes Buch, das ich nur empfehlen kann. Man muss allerdings offen für das Mystische und Hintergründige sein, sonst könnte man am Ende etwas enttäuscht werden!
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am 23. Februar 2014
Die vierzehnjährige Franka hat es nicht leicht. Sie wandert von einer Pflegefamilie zur nächsten. Nun hat es sie nach Waldburgen verschlagen in das Wohnprojekt „Haus Eulenruh“. Zusammen mit sechs anderen Kindern und Jugendlichen soll sie dort wohnen und ein zu Hause finden.

Doch irgendetwas stimmt an dem Ort nicht. Nicht nur, dass die Eulenkinder in der Schule nicht willkommen sind, sie sind auch im kompletten Dorf Außenseiter. Ebenso gibt es keine Antworten darauf, warum ein Elektrozaun den Ort „Unland“ von allem abschneidet und man auf keinen Fall dorthin gehen darf. Dann passieren auf einmal Dinge, die nicht erklärbar sind und selbst die Eulenkinder können sich nicht mehr auf sich verlassen.

Nach Beendigung des Buches, musste ich das Gelesene erst einmal sich setzten lassen. Zunächst ist mir bisher kaum ein Buch unter die Finger gekommen, bei dem mir alle Protagonisten so sympathisch waren. Franka ist ein Mädchen, dass nicht in die Norm der normalen Protagonistinnen passt. Sie ist taff, hat Hirn und lässt sich nicht in eine Schublade stecken. Sie ist keine dieser dümmlichen Schönheiten, und gerade deswegen mag ich sie auch so. Was auch den Rest der zusammengewürfelten Familie betrifft.

Durch die Andeutungen der Inhaltsangabe liest man das Buch immer sehr angespannt. Ich war vor allem und jedem auf der Hut. Aber was mich am Ende dann doch erwartete, traf mich echt wie ein Hammerschlag. Ich möchte dem Leser nichts vorweg nehmen, daher erzähle ich nicht viel davon. Dieses Buch muss man einfach selbst lesen. Für mich ist es eines der besten Bücher, die ich in der letzten Zeit gelesen habe. Auch wenn es vom Cover her eher unscheinbar ist, ist der Inhalt jeden Cent wert.
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am 13. März 2014
Zunächst einmal muss ich sagen, dass mich schon das Cover neugierig gemacht hatte. Dieses grelle Pink auf diesem schwarzen Hintergrund und diese weißen Grashalme, die doch eher von einer düsteren Landschaft sprechen, hatte es mir angetan.

Ich persönlich fand es toll, so viele unterschiedliche Persönlichkeiten kennenzulernen. Die Kinder im Haus Eulenruh haben jeder ihre eigenen Geschichten, auf die zwar nicht ausführlich eingegangen wird, aber sie machen neugierig. Man versteht sie besser und kann mitfühlen. Sie werden in der Schule größtenteils als Außenseiter behandelt. Die Protagonistin Franka ist so anders als andere Mädchen und das ist das Besondere an ihr. Mir gefällt ihr Charakter sehr. Das Buch ließ sich schnell lesen und warf zeitweise sehr viele Geheimnisse auf. Man wollte sie unbedingt gelöst wissen. So blieb es spannend. Wenn man bedenkt, dass es eigentlich ein Jugendbuch ist, finde ich, dass es auch sehr viele Lernaspekte hat. Ich finde, dass die Jugendlichen durch dieses Buch erkennen, dass man total unterschiedlich sein kann und trotzdem befreundet sein kann. Dass man Menschen, die “anders” sind, egal wie man das anders definiert, nicht ausschließen darf und sich vielleicht bemühen sollte, sie erst einmal kennenzulernen bevor man sie wie einen Außenseiter behandelt. Und dann noch: Neugier führt nicht immer zu einem guten Ergebnis ;-)

Etwas schade fand ich, dass das Eigentliche des Buches, nämlich Unland, recht weit am Schluss erst seinen Auftritt hatte. Aber mit diesem Ende habe ich auf keinen Fall gerechnet.
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am 25. Februar 2014
Unland ist ein spannendes Buch. Eines, das einen nicht mehr so leicht loslässt. Dabei beginnt alles ganz harmlos: Die 14-jährige Franka kommt von Berlin in eine Wohngemeinschaft in dem kleinen Dorf Waldburgen. Sieben Kinder leben mit den Heimeltern in dem Haus, jedes mit einem eigenen Packen, das es zu tragen hat. Nach und nach kommen ihre traurigen Geschichten zum Vorschein.

In der Wohngemeinschaft lebt sich Franka schnell ein. Da sie wie ein Junge aussieht, wird sie zunächst von den Dorfbewohnern misstrauisch beäugt und in der Schule gehänselt. Das Mädchen lässt sich davon aber nicht unterkriegen – und ist dem Leser von Anfang an sympathisch. Doch bald schon geschehen ungewöhnliche Dinge und die Bewohner der Wohngemeinschaft geraten unter Verdacht. Aber auch die Bewohner von Waldburgen, so scheint es, haben etwas zu verbergen. Ein geheimnisvolles Gebiet befindet sich hinter Waldburgen, Ruinen hinter einem Elektrozaun. Etwas, worüber man lieber nicht spricht. Das müssen Franka und ihre Freunde untersuchen! Doch wer hier einen Krimi erwartet, wird am Schluss des Buches ordentlich überrascht. Nichts ist, wie es aussieht. Mehr sei an dieser Stelle aber nicht verraten! Nur eins vorweg: Man hat das Bedürfnis, über diesen Schluss mit jemand anderem zu reden, er lässt einen nicht so schnell los.

Fazit: Antje Wagner gelingt es in ihrem Jugendbuch, das auch für Erwachsene absolut lesenswert ist, die Personen mit ihren kleinen Macken lebendig werden zu lassen und ordentlich Spannung zu erzeugen.
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