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Kundenrezensionen

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am 9. Mai 2008
Als Musiker, namentlich als Cellist, geht man mit sehr grossen Erwartungen an die Lektüre dieses Erstlingsromans von Andromeda Romano Lax heran. Hat es doch den Anspruch in Anlehnung an das Leben und Wirken des legendären Cellisten Pablo Casals enstanden zu sein. Andere Roman-Werke wie zum Beispiel "Vindings Spiel" von Ketil Bjoernstad oder das Franco-Themenverwandte Werk mit dem Titel "Die Stimmen des Flusses" von Jaume Cabré steigern diese Erwartung wegen ihrer Meisterschaft umso mehr.
Aber wie jäh wird man von Romano-Lax enttäuscht ! Die Spache ist weit davon entfernt, literarisch geannt zu werden. Sie plätschert eher in reinem chonologischen Erzählstil kunstlos dahin - brav reiht sich eine Episode an die andere.
An der Bearbeitung eines der beiden Hauptthemen, die Musik und insbesondere das Cellospiel versagt die Autorin vollständig. Sie hat wohl sicher schon mal etwas vom Cellospiel gehört, aber die gesamte Terminologie, die mit der Musik und dem Cellospiel verbunden ist hat sie einfach nicht drauf (Beispiel: die Partitur der Solo Suiten von Bach: contradictio in objecto!) Auch kann sie nie dem Leser den Eindruck vermitteln, warum und mit welcher Leidenschaft die Roman Hauptfigur sich dem Instrument widmet - nur der vom Vater vermachte Cello-Bogen aus der Nachlass-Holzkiste - zunächst noch ohne Bezug kanns eigentlich nicht gewesen sein.
Mit ausreichendem Nichtwissen auch über die Lernvorgänge kommt es zu schmerzhaft laienartigen Formulierungen über Musik, Komposition, Instrumente und zum Musikerleben - Es ist als schriebe eine Schlange ein Buch übers Fliegen...
Halbherzig auch die Schilderungen der politischen Grundhaltung der Protagonisten des Buches. Daß Feliu unter Franco aufhört mit dem Cellospielen erfährt man zwar, eine plastische Schilderung zum Verständnis dieser Tatsache bekommt man nicht. Literarisch bewegt sich das Erstlingswerk auf dem Niveau der Historienschmöker von Astrid Fritz. Die Qualität eines Björnstedt oder Cabré wird nie auch nur annähernd erreicht. Die zudem schlechte Übersetzung trifft sicherlich eine Teilschuld. Nein - das Buch kann man nicht loben oder empfehlen. Es gehört leider zu den überflüssigen Elaboraten, mit denen man ohne Gewinn seine Zeit vertut.
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Feliz, der Glückliche, soll das Neugeborene heißen, das die Mutter unter so unsäglichen Schmerzen geboren hat und das schon fast tot ist. Doch ein Bürokrat macht daraus Feliu und diesen Namen behält er, der Junge aus einer katalanischen Kleinstadt.

Sein Vater ist in Cuba und alles, was der Junge von ihm erbt ist ein Cellobogen. In einem Konzert erlebt er den berühmten Musiker Al-Cerraz, doch noch mehr fasziniert ihn seine erste Begegnung mit einem Cello. Fortan will er Cello spielen und setzt das gegen alle Widerstände durch. Sogar an den spanischen Königshof führt ihn sein Spiel.

Doch die Zeiten in Spanien sind Königen nicht wohlgesonnen. Der König ist ein Dandy, der vor allem durch einsame Entscheidungen mit furchtbaren Folgen glänzt, eine Diktatur steht vor der Tür, dann eine Republik und schließlich versinkt Spanien im Horror des Bürgerkriegs.

Feliu fragt sich, welche Bedeutung die Musik überhaupt hat. Dient sie nur dazu, Menschen einzulullen? Al-Cerraz, mit dem er bald in einer Haßliebe ein Trio führt, spielt für Franco auf und wird beinahe eine Ikone der Faschisten. Celiu will für die Republik spielen, er mischt sich in die Politik ein und doch kann er nichts bewirken. Die Zuhörer lieben seine Musik, die Mächtigen der Welt laden ihn zu Konzerten ein, aber seine Briefe, in denen er vor dem Faschismus warnt, werden nicht gelesen.

Romano Lax kann uns in die Stimmung der Zeit versetzen, beginnend beim alten Spanien, das seine letzte amerikanische Kolonie, Cuba, verliert; über die Unruhen Anfang des Jahrhunderts, den Schock des ersten Weltkriegs, an dem Spanien zwar nicht teilnimmt, dessen Auswirkungen vor allem auf die Künstler die Autorin gut beschreibt bis hin zu den Gräuel des spanischen Bürgerkriegs.

Das Buch ist kein Geschichtsbuch, auch wenn es meisterhaft versteht, die politischen Ereignisse mit den privaten zu verbinden. Es ist ein Roman über die Musik und die Zeit der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts in Spanien. Feliu trägt einige Züge von Pablo Casal, ist aber eine eigene Figur und das Buch keine Biografie Casals, der eigentlich Pau Casal hieß, in Deutschland aber überall als "Pablo" bezeichnet wird - selbst seine Autobiografie im Fischerverlag heißt "Pablo Casal".

Wer ein historisch-wissenschaftliches Werk oder ein musiktheoretisches erwartet, wird enttäuscht werden. Alle anderen erwartet eine gut erzählte Geschichte, die dem Leser nebenbei spanische Geschichte und Musik nahebringt - und die alte Frage, welche Bedeutung Musik und Kunst eigentlich haben.

Hans Peter Roentgen
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am 10. Februar 2008
Der Bogen des Cellisten liest sich wie eine Symphonie aus Worten.
Die Autorin fesselt einen bereits mit dem ersten Satz und entführt den Leser in ein Spanien des vorigen Jahrhunderts. Dort erlebt man sowohl die Höhen und Tiefen im Leben des Cellisten Feliu, als auch die des politisch geschüttelten Landes.
Ein sehr emotionaler Roman, bei dem man so ganz nebenbei Historisches erfährt, fast so, als würde man es selbst erleben.
Auch wenn Feliu seinen Bogen auf die Saiten seines Cellos setzt, spürt man das Vibrieren der Melodie.
Gerade als Musiker sollte man diesen Roman lesen. Aber auch, wenn man einfach nur sehr schön in eine klangvolle Geschichte eintauchen möchte.
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am 3. Februar 2008
Andromeda Romano-Lax Der Bogen des Cellisten

Bloomsbury Berlin ISBN 3827006732

Im Jahr 1892 wird in dem kleinen Ort Campo Seco in Katalonien ein Junge geboren. Seine Geburt verlief nicht ohne Komplikationen. Zwei seiner Geschwister helfen der Mutter, das Kind zur Welt zu bringen, denn die Amme erweist sich als unfähig bei der Geburtshilfe.

Wie sich herausstellt, ist sein Vater im Unabhängigkeitskrieg der spanischen Kolonie Kuba gegen die Spanier ums Leben gekommen, und die Mutter schlägt sich fortan mit Näharbeiten durch. Vom gefallenen Vater kommt ein Paket mit Habseligkeiten, u.a. ein Bogen, den sich Feliu als Andenken erbittet. Feliu heißt er irrtümlich, weil bei der Eintragung seines Namens ein Fehler unterlaufen ist; die Mutter wollte ihn Feliz nennen, der Glückliche.

Früh schon spielte die Musik in Felius’ Leben eine Rolle. Der Vater war Musiklehrer, die Mutter hatte eine schöne Stimme, und unser Held interessiert sich für das Klavier und die Geige. Als er eines Tages ein Konzert hört, in dem ein Cellist auftritt, ist es für ihn ausgemacht: dem Cello gilt seine ganze Liebe.
Jetzt kommt der vom Vater vererbte Bogen zu voller Geltung!

Felius Weg führt zunächst nach Barçelona.

Bei einem originellen aber recht runtergekommenen Cellolehrer findet er mit seiner Mutter Unterkunft.
Alberto ist Anarchist, und Feliu nimmt bei ihm Geigenunterricht.

Eine Erzählung nimmt ihren Lauf, die Feliu auf den seltsamsten Spuren und Wegen folgt. Sie stecken voller Abenteuer und führen ihn zunächst in tiefe Armut und zuletzt zu großem Ruhm.

Feliu verdingt sich als Straßenmusiker, ihm fällt ein Buch über Musikgenies in die Hände, und als Krönung gelangt er an die Partitur der Cellosuiten von Johann Sebastian Bach, damals noch ein unentdecktes Werk. Ihm gelingt der Eintritt ins Liceo, das Opernhaus der Stadt, und an der Decke des Saals entdeckt er den Satz: <Musik ist das einzige sinnliche Vergnügen, dem das Laster nichts anhaben kann>.

Die Vorzeichen für seine Karriere als großer Musiker sind gesetzt!

Er lernt den berühmten Pianisten El-Cerraz kennen.
Sie konzertieren zusammen, lieben die gleiche Frau und leben in steter Konkurrenz zueinander.

Der Held durchläuft ein Leben, das ihn weit entfernt aus dem Dorf seiner Geburt. Es führt zu Weltsicht, Ruhm und politischem Engagement. Sein virtuoses Spiel macht das Cello als Soloinstrument einer breiten Öffentlichkeit bekannt.

Diese Passagen kann man als Hommage an den Cellisten Pablo Casals ansehen. Andere Teile gestalten mit Phantasie eine Handlung aus, deren Faden nie reißt.

Andromeda Ramono-Lax, selber Cellistin, hat ihren Roman in Anlehnung an das Leben von Pablo Casals entworfen.

In ihrem opulenten Werk wird die spanische Geschichte seit dem Ende des 19. Jahrhunderts lebendig.
Das reicht von der ersten zur zweiten Republik bis hin zur Diktatur des Franco Regimes.

Die Autorin fängt die düsteren Zeiten der spanischen Kolonialkriege originalgetreu ein. Dazu schildert sie Charaktere von außergewöhnlicher Natur.
Das spanische Königshaus ist mit allen höfischen Finessen vertreten.
In psychologisch ausgefeilten Passagen findet man eine Parallelität zwischen Machtgehabe in der Liebe und in der Politik.

Man konnte über A. Romano-Lax lesen, dass sie sich auf Reisen zu den geschichtlichen Orten ein Bild gemacht hat von Spanien und den wechselnden Zeiten, die das Land durchlebt hat. Sie hat die kürzlich erst erfolgten Terroranschläge in Spanien mit den Anschlägen von Terror und Tod in ihrer Erzählung nachempfunden.
Atmosphärisch kompetent erzählt sie ihre Geschichte.
Die beschriebene Künstlerkarriere ist untrennbar mit der politischen Entwicklung des Jahrhunderts verbunden und spart auch die vielen Namen von Künstlern nicht aus, die sich auf der Flucht vor den Nazis in Südfrankreich wiederfanden.

Andromeda Romano - Lax hat sich viel vorgenommen, indem sie fast ein ganzes Jahrhundert um das Porträt des Künstlers politisch mit erstehen ließ. Es ist ihr gelungen!
44 Kommentare|13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Februar 2013
Die Handlung im „Bogen des Cellisten“ umfasst im Wesentlichen die Jahre 1892 bis 1940
(von 1977 aus folgt lediglich ein Rückblick auf die Geschehnisse von 1940).
Die Stationen sind:
"Campo Seco" ab 1892 (Kindheit, Geigenunterricht)
"Barcelona" ab 1907 (erster Cello-Unterricht)
"Madrid" ab 1909 (Königshof, weiterer Unterricht, erste Auftritte)
- - [bis hierher knapp die Hälfte des Buches]
"Der Weg nach Annual" ab 1914 (Tournee mit Al-Cerraz; Spanien, Europa)
"La Niña Bonita" ab 1929 (Feliu Delargo weltberühmt; Wiedersehen mit Al-Cerraz, Einführung Aviva; Deutschland)
"Stierkampfsaison" 1936 (Flucht aus Spanien, Paris, Marseille, Hendaye 1940)
"Kuba" 1977: Rückblick Hendaye 1940

Wie auch andere Rezensenten hat dieser Roman mich etwas ratlos zurückgelassen. Er scheint das Ergebnis eines sehr ambitionierten Projektes der Autorin zu sein (vgl. Epilog des Buchs); fast tut es mir Leid nur drei Sterne zu vergeben. Doch für meinen Geschmack wäre etwas Weniger hier wirklich Mehr gewesen.
Nachdem ich das Buch durchgelesen habe, kommt es mir vor, als handle es ich eigentlich um zwei verschiedene Romane:
Etwa im ersten Drittel (Campo Seco und Barcelona) wird die Innensicht eines jungen Menschen geschildert, der seine Liebe zu Musik und Instrument entdeckt, der jedoch aufgrund wirtschaftlicher Zwänge (Tod des Vaters) diese Leidenschaft zunächst nur sehr begrenzt ausleben kann und trotz seines großen Talents keine institutionelle Förderung erfährt. Diesen Teil habe ich „verschlungen“. Der Leser ist sehr nah an Delargos Sicht der Welt, an seinen Gefühlen, seiner Wahrnehmung – geschildert in einem warmen, manchmal wundervollen sprachlichen Ausdruck.
Dies bleibt beim Wechsel nach Madrid zunächst erhalten, doch folgt hier langsam eine Wendung: Politische Aspekte und äußere Geschehnisse rücken mehr und mehr in den Vordergrund, ebenso wie die zentrale Frage des Romans nach der politischen Verantwortung eines bekannten Künstlers und dem Einfluss, oder besser: der Macht von Musik. Mit diesem Wechsel des Fokus vom „Innen“ ins „Außen“ vollzieht sich auch eine Veränderung im Stil, und spätestens hier begann mir das Weiterlesen zunehmend schwerer zu fallen, weil mir die Hauptfigur (und somit Bezugsperson), wenn auch weiterhin die Geschichte aus seiner Sicht geschildert wird, schlichtweg verloren ging.
Mühsam wird es, als Aviva auftaucht und sie ins Zentrum der Schilderungen rückt, noch mühsamer durch den starken Bezug zu den politischen Umbrüchen und Grausamkeiten jener wechselvollen Zeit in Europa. Denn in all dem Chaos werden reale Personen der politischen und künstlerischen Geschichte einbezogen - nach dem Königshaus in Madrid sind dies vor allem Franco, Adolf Hitler, Bertolt Brecht, Kurt Weill, Edward Elgar, Pablo Picasso einschließlich der Entstehung von ‚Guernica’. Was als Kunstgriff angelegt ist, führt nach meinem Empfinden eher zu einem störenden Eklektizismus; die zahlreichen historischen Bezüge wirken auf mich häufig bemüht und gehen zu Lasten einer glaubwürdigen Ausarbeitung der beteiligten Charaktere, die so nun leider nicht selten klischeehaft wirken, ihre Konflikte werden kaum befriedigend zu Ende geführt.

Fazit: Zwei Romane in einem, die man besser hätte voneinander trennen sollen, um sie, jeden für sich, schlüssiger auszuarbeiten.
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Feliz, der Glückliche, soll das Neugeborene heißen, das die Mutter unter so unsäglichen Schmerzen geboren hat und das schon fast tot ist. Doch ein Bürokrat macht daraus Feliu und diesen Namen behält er, der Junge aus einer katalanischen Kleinstadt.

Sein Vater ist in Cuba und alles, was der Junge von ihm erbt ist ein Cellobogen. In einem Konzert erlebt er den berühmten Musiker Al-Cerraz, doch noch mehr fasziniert ihn seine erste Begegnung mit einem Cello. Fortan will er Cello spielen und setzt das gegen alle Widerstände durch. Sogar an den spanischen Königshof führt ihn sein Spiel.

Doch die Zeiten in Spanien sind Königen nicht wohlgesonnen. Der König ist ein Dandy, der vor allem durch einsame Entscheidungen mit furchtbaren Folgen glänzt, eine Diktatur steht vor der Tür, dann eine Republik und schließlich versinkt Spanien im Horror des Bürgerkriegs.

Feliu fragt sich, welche Bedeutung die Musik überhaupt hat. Dient sie nur dazu, Menschen einzulullen? Al-Cerraz, mit dem er bald in einer Haßliebe ein Trio führt, spielt für Franco auf und wird beinahe eine Ikone der Faschisten. Celiu will für die Republik spielen, er mischt sich in die Politik ein und doch kann er nichts bewirken. Die Zuhörer lieben seine Musik, die Mächtigen der Welt laden ihn zu Konzerten ein, aber seine Briefe, in denen er vor dem Faschismus warnt, werden nicht gelesen.

Romano Lax kann uns in die Stimmung der Zeit versetzen, beginnend beim alten Spanien, das seine letzte amerikanische Kolonie, Cuba, verliert; über die Unruhen Anfang des Jahrhunderts, den Schock des ersten Weltkriegs, an dem Spanien zwar nicht teilnimmt, dessen Auswirkungen vor allem auf die Künstler die Autorin gut beschreibt bis hin zu den Gräuel des spanischen Bürgerkriegs.

Das Buch ist kein Geschichtsbuch, auch wenn es meisterhaft versteht, die politischen Ereignisse mit den privaten zu verbinden. Es ist ein Roman über die Musik und die Zeit der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts in Spanien. Feliu trägt einige Züge von Pablo Casal, ist aber eine eigene Figur und das Buch keine Biografie Casals, der eigentlich Pau Casal hieß, in Deutschland aber überall als "Pablo" bezeichnet wird - selbst seine Autobiografie im Fischerverlag heißt "Pablo Casal".

Wer ein historisch-wissenschaftliches Werk oder ein musiktheoretisches erwartet, wird enttäuscht werden. Alle anderen erwartet eine gut erzählte Geschichte, die dem Leser nebenbei spanische Geschichte und Musik nahebringt - und die alte Frage, welche Bedeutung Musik und Kunst eigentlich haben.

Hans Peter Roentgen
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am 13. Februar 2014
Diesem Roman wird nachgesagt, dass es den Werken von Carlos Ruiz Zafóns gleicht. Ich habe das Buch vor Carlos Ruiz Zafóns gelesen und sehe eher im Schreibstil eine Ähnlichkeit, aber nicht in der Geschichte.

In dem Buch geht es um den kleinen Feliu, der seinen Vater im Krieg verliert. Der Vater hinterlässt einen Cellobogen, mit dem Feliu seine Liebe zur Musik entdeckt und pflegt. Sein Wege führen in nach Barcelona und Madrid, wo er das Cello spielen lernt. Begleitet werden wir von eindrucksstarken Menschen und von der Geschichte Spaniens.

Mit den ersten Seiten baute sich eine Welt auf, die trotz der Schmerzen sehr lebensfreudig und voller Klang ist. Mir hat das Buch sehr gefallen, da auch der Sprachstil vom Autor leicht romantisch angehaucht ist und die Geschichte lebendig aufsteigen lies.

Wer nicht nur eine Lebensgeschichte lesen möchte sondern auch Spanien kennen lernen möchte, ist mit diesem Buch genau an der richtigen Stelle.
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am 30. September 2013
Eher zufaellig als absichtlich stiess ich auf diesen Roman, der gewisse Realbezuege zum Leben Pablo Casals benuetzt. Die Geschichte des Cellisten wird schluessig und ohne Rueckblenden erzaehlt, leicht zu lesen und durchaus abwechsungsreich. Stilistische Vergleiche mit Zafron sind m.E. nach ueberzogen, die Authorin reicht an dessen Niveau nicht heran.
Wen Pau Casals mehr interessiert, der sollte sich Joys and Sorrows; Reflections by Pablo Casals as Told to Albert E. Kahn, Pablo Casals, Simon and Schuster, New York (1973) ISBN 0-671-20485-8 kaufen, um authentische Einblicke in das Denken, Wirken und Leben dieses grossen Cellisten zu gewinnen.
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am 1. April 2009
Die Lektüre hat mich ziemlich ratlos zurück gelassen: was war das jetzt eigentlich? Als Musikerportrait misslungen, denn zu keiner Zeit gelingt es der Autorin, nachvollziehbar zu machen, was für Feliu die Faszination Cello ausmacht, was ihm Musik bedeutet.Und auch in der Beschreibung der politischen Verhältnisse bleibt die Autorin an der Oberfläche. Alles plätschert so vor sich hin, nichts wird tiefer oder von verschiedenen Seiten beleuchtet. Leider passt sich das sprachliche Niveau der flachen Geschichte an.
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am 4. Februar 2012
Dieses Buch habe ich sehr schnell gelesen, man taucht in eine ganz andere und doch irgendwie realistische Welt ein (auch wenn der Roman an sich Fiktion ist). Insbesondere Musiker/innen sollten an diesem Buch viel Spaß haben, aber auch alle anderen! Es ist eine sehr emotionale und persönliche Geschichte eines Cellisten, eingebettet in die Historie Spaniens der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ein sehr gutes Buch.
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