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am 20. November 2011
Im warsten Sinne eine Ent-Täuschung, dass dieses Buch etwas von der Dynamik oder dem Esprit hat, die der Werbebranche zu eigen sein sollten. Ständige Allgemeinplätze und Wiederholung ermüden und lassen das Lesen zur Qual werden.
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am 4. Juli 2011
Zum Inhalt:
In "Der letzte Mad Man" schildert Jerry della Femina sein Leben in der und seine Eindrücke aus der Werbebranche, die - was Dekadenz und Freiheit angeht - zweifellos im New York der 60er Jahre ihr absolutes Hoch erreicht hatte. Ständig schossen, neben etablierten Agenturen wie beispielsweise Doyle, Dane & Bernbach neue, aufstrebende, kreative Agenturen aus dem Boden, die oftmals nur ein kurzes Dasein fristeten. Denn nichts ist umtriebiger als Werbung und die Menschen, die für sie arbeiten. Von Feminas Spießrutenlauf von Daniel & Charles über Fuller & Smith & Ross, weiter zu einer Stippvisite bei Ashe & Angelmore bis hin zu seiner Tätigkeit bei Delehanty, Kurnit & Geller (DDB), einer der renommiertesten Agenturen der damaligen Zeit, berichtet dieses Buch und lässt Femina all die kleinen Anekdoten, die skurrilen Geschichten, die Grabenkämpfe um die Etatvergabe wichtiger Großkunden und die kleinen Kriegsspielereien unter den Kreativen, den Textern und den Kontaktern Revue passieren, bis hin zur Gründung seiner eigenen Agentur Della Femina Rothschild Jeary & Partners, die bis zum heutigen Tage fortbesteht.

Rezension:
Es fällt nicht schwer zu glauben, dass dieses Buch die bekannte und mehrfach preisgekrönte Serie Mad Men inspiriert hat, wie bereits das Cover von "Der letzte Mad Man: Bekenntnisse eines Werbers" verlauten lässt, da einerseits der Autor Jerry della Femina als Berater der Serienproduzenten fungiert und er sich andererseits angesichts seiner Schilderungen wahrhaftig als einen der letzten "Mad Men" bezeichnen kann.

Auch wenn er sich nicht so sehr in der Schilderung sexueller Eskapaden und dekadenter Ausschweifungen ergeht wie sich das manche wünschen würden, so zeichnet er doch ein durchweg unterhaltsames und nicht zuletzt glaubwürdiges Bild der jungen Wilden und verrückten Kreativen während der damaligen Blüte der Werbeagenturen. "Der letzte Mad Man" ist hierbei weder Roman noch Autobiografie, denn die einzelnen Anekdoten, Episoden und Stationen auf Feminas Reise durch das damalige New York sind nur lose miteinander verknüpft und weisen nicht unbedingt einen roten Faden auf, von stringenter Erzählweise ganz zu schweigen.

Dieses Unstete indes steht den versammelten Schilderungen in diesem Fall ganz ungemein, da so beinahe der Eindruck entsteht, man würde mit Jerry Femina persönlich in einer verrauchten Bar sitzen bei ein paar Martinis oder einem guten Old Fashioned, während einem dieser Insider der Werbebranche seine Geschichten und Geheimnisse preisgibt. Die Stories sind bis auf wenige Ausnahmen dabei überraschend unverbraucht und modern, obwohl die Erstauflage dieses Buches bereits 1971 unter dem provokanten Titel "From Those Wonderful Folks Who Gave You Pearl Harbor: Front-Line Dispatches from the Advertising War" veröffentlicht worden ist und sich auch damals schon gut verkaufte. Anlässlich des enormen Erfolges von "Mad Men" lässt sich leicht erklären, wieso hier a) eine Neuauflage in Betracht gezogen worden ist und b) der Titel zugunsten einer besseren Erkennbarkeit für die Serienanhänger abgewandelt worden ist.

Obwohl sich "Der letzte Mad Man" keiner Schublade zuordnen lässt, weder Fisch noch Fleisch zu sein scheint, nicht chronologisch ist, nicht tiefenpsychologisch das Terrain der Werbung unter die Lupe nimmt, sich kaum merklich mit soziokulturellen Umwälzungen im Laufe der Jahre beschäftigt, auch nicht mit der übertriebenen Dekadenz der Serie dienen kann, keinen Romanhelden, keinen Anfang und kein wirkliches Ende besitzt, kann ich dieses Buch trotzdem jedem ans Herz legen, der entweder dem Charme der Serie "Mad Men" erlegen ist oder sich für die damalige Zeit zu interessieren scheint, denn es ist so, wie Jerry della Femina selbst schreibt, "dass die Werbung großen Spaß macht, und zwar die Sorte Spaß, für die man sich sonst ausziehen muss. " Und eben das merkt man dem Buch an!
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am 6. April 2014
... diese Staffel ist jedoch nicht mehr so toll wie die ersten drei Staffeln. Jede Staffel wird ausgelutschter, was ich schade finde.
Man merkt, die Macher geben sich Mühe, aber die Luft ist raus.
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