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4.0 von 5 Sternen Höchst anregend zum selber weiterdenken
Eine 590 Seiten lange Streitschrift: inspiriert, phasenweise genial, keineswegs aber "objektiv" - das ist Richard Sennetts "Verfall und Ende des öffentlichen Lebens".
Anfang der 70er des letzten Jahrhunderts hat Sennett offenbar die Nase gestrichen voll: von Poltikern und öffentlichen Akteuren, die sich statt über ihre Taten über ihre...
Vor 9 Monaten von M. A. Spannring veröffentlicht

versus
8 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Soziologische Studie, die man nicht unbedingt lesen muss
Was macht den Wesenszug moderner Gesellschaften aus ? Nach Sennett der Verfall der öffentlichen Lebenswelt und die Tyrannei der Intimität. Seiner Auffassung nach umfasst eine res publica "allgemein die Beziehungen und das Geflecht wechselseitiger Verpflichtungen zwischen Leuten, die nicht durch Familienbande oder andere persönliche Beziehungen miteinander...
Veröffentlicht am 31. Dezember 2010 von Ralf KvF


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Höchst anregend zum selber weiterdenken, 6. Oktober 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verfall und Ende des öffentlichen Lebens: Die Tyrannei der Intimität (Taschenbuch)
Eine 590 Seiten lange Streitschrift: inspiriert, phasenweise genial, keineswegs aber "objektiv" - das ist Richard Sennetts "Verfall und Ende des öffentlichen Lebens".
Anfang der 70er des letzten Jahrhunderts hat Sennett offenbar die Nase gestrichen voll: von Poltikern und öffentlichen Akteuren, die sich statt über ihre Taten über ihre persönlichen "Stärken" und Befindlichkeiten inszenieren. Und von Bürger/innen, die genau dabei mitspielen und genau dieses (mediale) Rad am Laufen halten. Wie er den Umbruch der öffentlichen Kultur vom "Ancien Regime" der Feudalzeit in die Moderne und dann die Postmoderne erzählt, das ist fesselnd: Wie die polizeilichen Kleidungsvorschschriften immer unverbindlicher, das Erscheinungsbild der Menschen zugleich immer uniformer, die ständische Ordnung der Gesellschaft dahinter immer rudimentärer - und der Fremde auf der Straße damit immer undurchschaubarer wird. Wie es nur eine Frage der Zeit war, bis nach der Einsetzung der Individualität im Zuge der Aufklärung die "Persönlichkeit" ins Zentrum der gesellschaftlichen Wahrnehmung rücken würde. Wie das neue Primat der Persönlichkeit die eigene Erscheinung in der Öffentlichkeit "verräterisch" und damit gefährlich macht. Wie damit das Öffentliche sukzessive zum Feind des Persönlichen, das Private zum "besseren Gegenentwurf" zum Öffentlichen wird. Wie der Bürger sich in die Rolle des passiven Voyeurs zurückzieht, der die Öffentlichkeit flanierend - und schweigend - als Stimulans nutzt. Wie die Akteure auf der modernen öffentlichen Bühne die passive Masse in brüchige "kollektive Identitäten" einlullen, die dann - wie im Faschismus oder Stalinismus - in die aggressive Zerstörung anderer explodieren.
Das alles ist höchst anregend, hat mein Verständnis von Gesellschaft vertieft. Ab dem dritten Teil erschöpft sich Sennett aber in der Abrechnung mit der damaligen 68er- und Hippie-Kultur. Rückblickend und gemessen an der heutigen Verfassung der Welt wirkt das alles recht eindimensional. Die Zeiten, in denen sich die GANZE WELT über EINE THEORIE und eine postulierte Grundströmung beschreiben ließ, sind vorbei. Eine der prägenden Politiker-Persönlichkeiten des frühen 21. Jahrhunderts - Barack Obama - gewann die Mehrheit der US-Bevölkerung nicht mit dem Slogan "Yes, I am!". Er gewann sie mit "Yes, WE CAN!" Die moderne asiatische Realität, in der Kollektivismus und Kapitalismus eine Legierung neuer Art eingehen, findet in der euro- und US-zentrischen Analyse von Sennett überhaupt keinen Ausdruck.
Fazit: Ein hervorragendes kulturwissenschaftliches Fundament aus den 1970ern, das heutige Leser/innen auffordert, es selbst weiterzudenken und auf die Welt von Heute anzuwenden.
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23 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sennet - das personifizierte soziale gewissen und genie, 28. Januar 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verfall und Ende des öffentlichen Lebens: Die Tyrannei der Intimität (Taschenbuch)
für alle die sennet nicht kennen: wenn man sich gut verständlich über die wesentlichen gesellschaftlichen fragen und entwicklungen aus erster hand informieren will ist man bei sennet bestens aufgehoben. sein scharfblick, seine umfassende bildung, sein sozialer horizont bereichern unseren blick auf uns und unsere gesellschaft jenseits aller sozialromatik. das vorliegende werk gehört zu den meilensteinen neben "der flexible mensch", "respekt im zeitalter der ungleichheit" ua. sennet führt uns über die sozialwissenschaftliche schiene zurück zu den werten.
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8 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Soziologische Studie, die man nicht unbedingt lesen muss, 31. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Verfall und Ende des öffentlichen Lebens: Die Tyrannei der Intimität (Taschenbuch)
Was macht den Wesenszug moderner Gesellschaften aus ? Nach Sennett der Verfall der öffentlichen Lebenswelt und die Tyrannei der Intimität. Seiner Auffassung nach umfasst eine res publica "allgemein die Beziehungen und das Geflecht wechselseitiger Verpflichtungen zwischen Leuten, die nicht durch Familienbande oder andere persönliche Beziehungen miteinander verknüpft sind; sie bezeichnet, das, was eine Masse, ein Volk, ein Gemeinwesen verbindet, im Unterschied zu den Familien- und Freundschaftsbanden." Sennetts These ist, dass es "die nach dem Zweiten Weltkrieg geborene Generation (war), die sich in dem Maße, wie sie sich von sexuellen Zwängen befreite, auch nach innen kehrte, und in der Epoche dieser Generation ist zur Zerstörung der öffentlichen Sphäre gekommen." Insgesamt das Ende eines lange andauernden Prozesses. Auf 590 Seiten versucht er dies sehr langatmig und geschichtsträchtig zu belegen, was den Leser voll und ganz fordert. Etwas mehr Prägnanz und Kürze hätte der Studie sehr gut getan. Bereits nach dem ersten Drittel und der vorgezogenen Lesung des Schlussteils stand mein Entschluss fest: Abbruch der Lektüre. Mag sein, dass die Fan-Gemeinde der Sennett-Anhänger und junge Studenten der Soziologie dies nicht nachvollziehen können, aber wesentliche Neuigkeiten und Gedanken konnte ich dieser Studie nicht entnehmen. Gäbe es Minus-Sterne", dieses Buch hätte einen verdient.
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Verfall und Ende des öffentlichen Lebens: Die Tyrannei der Intimität
Verfall und Ende des öffentlichen Lebens: Die Tyrannei der Intimität von Richard Sennett (Taschenbuch - 15. November 2008)
EUR 14,99
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