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133 von 144 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mitreißend von der ersten bis zur letzten Seite
Auch Khaled Hosseinis zweiter Roman trifft mitten ins Herz und lässt den Leser nicht mehr los.

Die Geschichten über Mariam und Laila, sowie auch Tarik, werden von der frühsten Kindheit beginnend erzählt und vermitteln dem Leser das Gefühl, die Charaktere schon ein Leben lang zu kennen. Khaled Hosseini schaftt es auch hier, die Personen...
Veröffentlicht am 7. März 2008 von Colleen

versus
72 von 92 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hosseini: Afghanistan 2. Teil
Nach dem Drachenläufer erwartet man von Khaled Hosseini sehr viel. Das Schicksal der Frauen in Afghanhistan unter den verschiedensten Regimen seit der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts ist ein reiches Feld für Schauer, Spannung, aber auch für feinere psychologische Beobachtungen. Auch die Rolle der Männer kann gleichermaßen ein Buch dieser Art...
Veröffentlicht am 26. August 2008 von Dr. H. -P Bestehorn


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133 von 144 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mitreißend von der ersten bis zur letzten Seite, 7. März 2008
Von 
Colleen - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Tausend strahlende Sonnen (Gebundene Ausgabe)
Auch Khaled Hosseinis zweiter Roman trifft mitten ins Herz und lässt den Leser nicht mehr los.

Die Geschichten über Mariam und Laila, sowie auch Tarik, werden von der frühsten Kindheit beginnend erzählt und vermitteln dem Leser das Gefühl, die Charaktere schon ein Leben lang zu kennen. Khaled Hosseini schaftt es auch hier, die Personen sowie deren Gefühle und Eigenschaften auf wunderbar lebendige Weise zu beschreiben. Da war es für mich nicht weiter erstaunlich, wie sehr mir vor allem Laila, Tarik, Aziza und Mariam sofort ans Herz gewachsen sind.

Die wunderbare Freundschaft zwischen Tarik und Laila, die sich seit Kindertagen kennen und später der Zusammenhalt von Laila und Mariam gegen Raschid gingen mir unheimlich nahe. Noch nie hab ich mit den Charakteren so sehr mitgelitten wie hier. Tatsächlich konnte ich kaum mehr schlafen, bis ich das Buch zu Ende gelesen hatte und war beim Lesen vollkommen versunken in die Handlung, so dass ich mich beim Aufblicken von den Seiten oftmals versichern musste, ob ich mich überhaupt noch zu Hause befand. Es ist mir eigentlich noch nie passiert, dass mich eine Geschichte derart fesselt und überhaupt keine Ruhe mehr lässt. Das hat mich selbst ziemlich verblüfft und ich konnte kaum mehr an was anderes denken, als an Laila, Tarik und Mariam. Es war fast schon verrückt! Aber auch jetzt denke ich noch oft daran.

Der Schreibstil von Khaled Hosseini ist zudem oftmals wunderschön poetisch, was dem Buch einen besonderen Schliff verleiht und niemals langatmig oder ausschweifend. Ein fast schon unerträglicher Spannungsbogen ist von der ersten bis zur letzten Seite garantiert. Die Handlung ist realistisch, wenn auch in einem bestimmten Punkt (den ich hier aber nicht nenne werde, um niemandem die Freude am Lesen zu verderben) vorhersehbar. Doch finde ich, dass dies auch gut gewesen ist.

Die Geschichte von Afghanistan wird auch in diesem Roman wieder stark behandelt. Jedoch spielt die Geschichte im Gegensatz zu "Drachenläufer" ausschlließlich in diesem Land. Es wird deutlich, dass dies auch eine Herzensangelegenheit des Autors war. Er will damit auf das Leid, dass seinem Land und den Menschen dort in den Kriegsjahren widerfahren ist und immer noch widerfährt, aufmerksam machen und einen realistischen Eindruck von einem früheren - schöneren - Leben in Afghanistan vermitteln, den sich heute fast niemand mehr vorstellen kann.
Es ist grausam zu lesen, wie in Afghanistan nach dem Machtwechsel alles zerstört worden ist (von Kulturerben bis hin zu Museen) und grausame, menschenverachtenden Gesetze aufgestellt wurden.

Ich halte "Tausend strahlende Sonnen" für das beste Buch, dass ich jemals gelesen habe und kann mir nicht vorstellen, irgendwann einmal ein anderes Lieblingsbuch zu haben. Es ist kaum zu beschreiben, wie mitreißend, spannend, bewegend und gefühlsvoll es ist.
Kein Wunder das die Filmrechte für diesen Roman bereits verkauft sind. Da bleibt nur zu hoffen, dass die Umsetzung ähnlich gut wie bei "Drachenläufer" gelingt.

Diesem Buch weniger als fünf Sterne zu geben erscheint mir schlichtweg unangemessen.
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147 von 169 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein herausstrahlender Leuchtpunkt am Literaturhimmel, 27. August 2007
Von 
Detlef Rüsch "detlefruesch" (Landshut, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 10 REZENSENT)    (#1 HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Tausend strahlende Sonnen (Gebundene Ausgabe)
Dieser interkulturelle Bildungsroman ist ein strahlender Leuchtpunkt am Literaturhimmel.
In außergewöhnlicher Form versteht es Khaled Hosseini sich vom Vorgängerroman Drachenläufer" zu lösen und wieder eine ganz eigene Geschichte bzw. einen Geschichten-Sternenhimmel zu erzählen.
Die beiden Hauptfiguren sind die Frauen Mariam und Leila, die im Bannkreis von dem älteren Afghanen Raschid in ihrer Eigenständigkeit und Emanzipation gehindert werden und sich durch eine bezaubernde Freundschaft ihrer einzigartigen Kraft zur Veränderung versichern.

Das Verhältnis der Geschlechter zueinander im Islam bzw. einigen Auswüchsen ist das zentrale Thema von Khaled Hosseinis neuem Werk.
In gewohnter Weise vernäht er Historisches, Politisches und Geographisches zu einem bunten Erzählstoff, zu einer Patchwork-Decke, unter der sich die Zentralpersonen verstecken oder zeitweise wohl fühlen können.
Wanderbewegungen, politische Ereignisse und ganz persönliche Biographien stellt Khaled Hosseini im ausgewogenen Verhältnis zueinander und gibt somit vielfältige Informationen über Afghanistan, ohne dass aus dem in diesem Sinne Bildungsroman ein Sachbuch würde.
Zwischen den Polen Flucht und Rückkehr", Erkenntnis und Geheimnis", Gemeinschaft und Einsamkeit", Liebe und Hass", Licht und Schatten", Sorgen und Versorgt werden" werden die Leserinnen und Leser immer wieder in neue Nuancen afghanischer Geschichte und tragischer Biographien geleitet.
Zu Beginn des Romans ist es nicht ganz leicht den einzelnen Personen und Schilderungen zu folgen. Einige Dialoge wirken stark verkürzt. Die Figuren sind nicht vollends ausstaffiert und die Zeitsprünge verwirren. Man hat das Gefühl, dass Hosseini erst nach und nach so vollends in seine so wundervolle Erzählweise hineinfindet und alles wegzuräumen beginnt, was er vorher so unvollendet hat stehen lassen.
Die grandiose Ausformung der Charaktere und die so eigentümliche Ausweitung von Romanszenen zu einem wahrhaftig gefühlten Dabei- Sein - wie man sie sonst von dem großartigen Schriftstellers kennt - finden leider erst nach dem ersten Teil wieder ihre volle Blüte. Hier erfordert es einige Geduld bei der Leserschaft.
Dann aber spielt er wieder mit der Sprache und lässt den Figuren wunderschöne Zitate bringen: mit dem Schnee kamen auch die bunten Drachen, einst Beherrscher des Winterhimmels über Kabul, jetzt aber nur als schüchterne Gäste in dem von Raketen und Kampfjets eingenommenen Luftraum"; ...Mamis Herz war wie ein fahler Sandstrand, auf dem Lailas Spuren von den Wellen des Kummers, die darüber hinwegbrandeten, immer wieder weggespült würden" oder Laila kam sich vor wie eins dieser Küchenutensilien, die man je nach Laune vernachlässigen oder in Beschlag nehmen konnte".
Die Szenerien werden so glaubhaft lebendig, dass man teils fassungslos im Lesen innehalten muss.
Das anderthalb Seiten umfassende Zitat eines Taliban- Flugblattes - sauber eingebettet in den Erzählfluss - zeigt, wie unmenschlich und frauenfeindlich sich diese Herrschaft gezeigt hat.
Die Widersprüche im Leben einer Vielzahl afghanischer Männer werden vom Autor sehr treffend beschrieben, ohne aber den Respekt und die Menschenachtung zu verlieren. Besonders gelungen ist es in der Szene, wo eine Frau zum Burka- Tragen genötigt wird, um sich zu verschleiern; andererseits aber Pornohefte mit nackten Frauen in der Nachttischschublade liegen...
Die kursiv gedruckten afghanischen Ausdrücke werden zwar stellenweise erklärt, doch wäre es gut gewesen, wenn eine Liste dieser Worte am Ende des Buches noch zum Nachlesen aufgeführt worden wäre.
Was hier in aller Präzision und Auslass-Kunst vorgetragen wird, ist ein aufwühlendes, aufklärendes und nachdenklich stimmendes Meer - ein Sternenmeer, von dem immer einige Sterne besonders strahlen: die Liebe zu Afghanistan, zu den Menschen, das Mitgefühl und über allem die Liebe und Hoffnung.
Ein erschütterndes Zeugnis der jüngeren Geschichte Afghanistans, ein dringender Appell an Männer und Frauen, dafür zu sorgen, dass Menschen- und Frauenrechte unteilbar miteinander verbunden sind.
Eine sentimental-nüchterne Liebeserklärung an ein Land, wo unzählige Menschen leben wie "die tausend strahlenden Sonnen, die verborgen hinter Mauern stecken."
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76 von 88 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein wunderbar traurig-schönes Buch, 24. März 2008
Von 
J. Doenges "doejess" (Baden-Baden, BaWü) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Tausend strahlende Sonnen (Gebundene Ausgabe)
Ich kann mich nicht erinnern, wann ich beim Lesen eines Buches einmal weinen musste. Als Kind, ja, als ich von Anne Frank las, aber danach, da bin ich mir wirklich nicht sicher. In den letzten Tagen ist es mir jedoch passiert. Ich hatte das neue Buch von Khaled Hosseini geschenkt bekommen und gleich angefangen zu lesen. Es fesselte mich von der ersten Seite an. Die Geschichte Afghanistans und der Kampf der Menschen dieses Landes ist etwas, wofür weder ein einziges Buch noch unser Verstand ausreichen. Aber die Geschichte, die der Autor hier von zwei Frauen, deren Familien und den am Ende miteinander verwobenen Schicksalen erzählt, ist es wert, unbedingt von möglichst vielen Menschen gelesen zu werden. Sie sollten berührt davon sein, bei wieviel Unglück, das einem oder auch mehr Menschen widerfahren kann, ebendiese Leute noch so dankbar, glücklich und gut sein können. Nicht zu verbittern und den eigenen Kindern Liebe zu geben, auch wenn sie sie selbst nicht oder vor sehr langer Zeit erfahren haben, Beständigkeit zu leben, während das Land in unbeständigen Zeiten zerfällt - von alldem erzählt dieses Buch. Die Hoffnung kommt nicht zu kurz und fast poetisch beschreibt der Autor die Charaktere und die Schauplätze. Am Ende spricht er zu uns Lesern, beantwortet auf angenehme Art und Weise die Frage, die sich mir beim Lesen gestellt hat - wie kann man helfen? Kriege gibt es überall auf der Welt und es sollte unser aller Ziel sein, diese zu beenden und weitere zu verhindern. Ein unglaubliches Buch!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschön und traurig zugleich, 8. September 2011
Von 
Bienchen (das schönste Bundesland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Tausend strahlende Sonnen: Roman (Taschenbuch)
Nach "Drachenläufer" war es ein Muss dieses Buch zu lesen. Ich könnte gar nicht sagen, welches der beiden Bücher mir mehr gefallen hat, da es zwei sehr unterschiedliche Geschichten sind. Ich hätte nicht gedacht, dass mich Bücher über Afghanistan so faszinieren, da ich es immer bloss als Wüstenschauplatz eines Irrsinnskrieges sehe. Dass man dort auch leben konnte und das sehr gut und glücklich, wurde mir durch diese beiden Bücher von Khaled Hosseini vor Augen geführt. Auch wie sich die Lage so entwickelt hat, von einer glücklichen Nation über die Russeninvasion bis hin zu den Taliban, war äußerst interessant und informativ. Aber was natürlich sehr faszinierend war, war die Geschichte dieser beiden Frauen und was man als Frau in Afghanistan ertragen mußte und ertragen hat. Khaled Hosseini hat das Schicksal dieser beiden Frauen hervorragend gezeichnet. Wunderschönes Buch.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie ein Schlag in die Magengrube, 6. September 2011
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tausend strahlende Sonnen (Gebundene Ausgabe)
Ich habe gerade mal in die negativen Rezensionen reingeschaut, weil ich wissen wollte, wie man ein solches Buch überhaupt negativ rezensieren kann.
Interessanterweise kamen einige LeserInnen mit dem zurückgenommenen Schreibstil nicht zurecht und beschrieben ihn als "kalt" und "emotionslos". Einer behauptet sogar, der Autor fülle seine Protagonistinnen nicht mit genug "Weiblichkeit" - was immer das auch heißen mag.
Jede andere stilistische Ausarbeitung des Themas wäre schlichtweg unerträglich gewesen. Man hätte es als LeserIn nicht geschafft, die Geschichte zu verarbeiten. Es gibt Dinge, an die darf man kaum denken, dann kommen einem schon die Tränen. Schwarz auf weiß niedergeschrieben, muss dies mit einer besonderen Behutsamkeit passieren. Meiner Meinung nach fehlen den LeserInnen, die hier über eine kalte Sprache lamentieren, die feinfühligen Antennen, um zwischen den Zeilen zu lesen. Denn da steckt so viel Emotion und so viel Mitgefühl drin, dass man schon Herzschmerzen bekommt.
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25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Blick in das Leben in einer "anderen" Welt, 7. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Tausend strahlende Sonnen (Gebundene Ausgabe)
Hosseini gelingt mit seinem zweiten Roman nochmals ein Meisterwerk der Erzählkunst. Die Geschichte spielt wiederum im krisengeschüttelten Afghanistan, beginnend 1973 mit dem Fall der afghanischen Monarchie, über die Invasion der sowjetischen Armee, bis zur Diktatur der Taliban und der Zeit danach. Doch neben den geschichtspolitischen Ereignissen, ist Hosseinis Geschichte vor allen Dingen eine Erzählung über Menschen, die trotz nahezu erdrückender Schwierigkeiten ihren Weg im Leben gehen und sich ein Mindestmaß an Würde erstreiten. Die Hauptakteurin des Buches ist Mariam, die uneheliche Tochter eines reichen Mannes und seines Hausmädchens. Mariam wächst in einer ärmlichen Hütte auf, wartend auf den Vater, den sie so verehrt, der sie aber nicht in seine offizielle Familie integriert bzw. integrieren kann. Mariam fühlt sich betrogen. Letztendlich wird sie mit einem viel älteren Mann zwangsverheiratet, der sie schon sehr bald komplett unterdrückt. Zu dieser Zeit bringt Mariams Nachbarin eine Tochter namens Laila zur Welt. Eine junge Frau, deren Vater sie ermuntert zu lernen und zu lesen. Ihr Schicksal wird sie letztendlich zu Mariams Haushalt führen und zwischen den Frauen mit einem Altersunterschied von fast 20 Jahren wird sich eine tiefe Freundschaft, in Freud und Leid, entwickeln. Nachdem die Afghanen sich von der sowjetischen Besatzung befreien, ereilt sie ein nicht minderes Übel: die Festsetzung der Taliban in der afghanischen Gesellschaft. Hosseinis Schreibstil ist flüssig, die Wortwahl und der Sinn, der in ihr steckt, ist sowohl beeindruckend als auch bewegend.
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26 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Freundschaft in Zeiten des Krieges, 11. November 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Tausend strahlende Sonnen (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch erzählt die Geschichte zweier Frauen, die im kriegsgebeutelten Afghanistan ihr Schicksal gemeinsam teilen.
Mariam, unehelich geborene Tochter, wird nach dem Selbstmord ihrer Mutter von ihrem leiblichen Vater in sein Haus aufgenommen.Die drei Frauen ihres Vaters kommen aber schnell überein, dass Mariam verheiratet werden soll und so wird sie mit einem 30 Jahre älteren Schuster in Kabul verheiratet. Die Ehe bleibt kinderlos und Mariam hat sehr unter den Gewalttätigkeiten ihres Mannes zu leiden.
Als ihr Mann dann eine jüngere Frau zur Zweitfrau nimmt, reagiert Mariam mit Ablehnung auf Leila, die neue Frau ihres Mannes. Leila, ein fünfzehnjähriges Mädchen hat ihre Eltern bei einem Bombenangriff verloren und auch ihre große Liebe Tarik ist auf der Flucht nach Pakistan ums Leben gekommen, so erzählt man ihr.
Leila schenkt zwei Kindern das Leben, einem Mädchen und endlich auch dem ersehnten Jungen, doch auch sie hat unter der Gewalt ihres Mannes zu leiden.
Leila und Miriam werden zu Freundinnen , die sich gegenseitig stützen und helfen in diesen so schwierigen Zeiten.

Dieses Buch läßt glaube ich keinen Leser kalt. Die Schilderungen der beiden Frauen in ihrer teilweise ausweglosen Situation , der politische Wandel in Afghanistan, der besonders die Frauen trifft,werden in diesem Buch anschaulich und spannend erzählt.Da ich den Drachenläufer noch nicht gelesen habe, kann ich mir kein Urteil erlauben, ob dieses Buch besser oder schlechter ist. Mir hat dieses Buch außerordenlich gut gefallen und ich kann nur eine absolute Kaufempfehlung aussprechen.
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62 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 1000 strahlende Sonnen im dunklen Afghanistan....., 26. August 2008
Von 
Isabelle Klein "vintage books" (Würzburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Tausend strahlende Sonnen (Gebundene Ausgabe)
2 Frauenschicksale in Afghanistan, ich muss zugeben ich war vom Klappentext dieses Buches gefesselt, zumal einem ja Drachenläufer auch immer wärmstens empfohlen wird(bisher leider noch ungelsen in meinen Stapel), doch dieses 2. Buch sprach mich auf Anhieb mehr an als sein ERstling.

Mein Fazit: eine sehr berührende, interessante Geschichte mit sehr viel Infos über Alltag, Kultur & Geschichte Afghanistans von der Besetzung durch die Sowjetunion bis hin zu den Taliban & dem Krieg gegen die USA.
Vor allem der Anfang, der von Mariams Kindheit erzählte, war sehr traurig & hat mich berührt, gegen Ende wurde es mir aber ein bisschen zu melodramatisch, schablonenhaft & mitunter etwas zu platt. Deswegen einen Stern Abzug, genauso wie der happige Preis für das Buch.

ERGO: ein sehr lesenswertes Buch mit leichten dramaturgischen Schwächen, etwas zu viel Melodramtaik, die aber durch viele Informationen zu Land & Leuten, Kultur & Geschichte wieder wettgemacht werden.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ergreifendes Leseerlebnis!, 21. Mai 2009
Von 
Andrea Lu (Marl, NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Tausend strahlende Sonnen: Roman (Taschenbuch)
Wie im Drachenläufer wird auch in diesem Buch eine bestimmte Seite der afghanischen Gesellschaft beleuchtet. Hier geht es um die Stellung der Frau in einem von Männern dominierten Land in einem Zeitraum von Anfang der sechziger Jahre bis April 2003. Aus der Sicht zweier Frauen werden das Leben und die Veränderungen Afghanistans als Königreich, unter russischer Besatzung und unter der Herrschaft der Taliban beschrieben.

Mariam, geboren 1959, wächst als harami, als Bastard in einer ärmlichen Hütte am Rande von Herat auf. Sie wird mit 15 Jahren gegen ihren Willen von ihrem Vater verheiratet und lebt fortan mit Rashid, ihrem dreißig Jahre ältern Ehemann, in Kabul. Das Haus darf sie nur noch in Begleitung ihres Mannes verlassen und in der Öffentlichkeit hat sie die Burka zu tragen. Kinder bleiben ihnen verwehrt, jede Schwangerschaft Mariams endet in einer Fehlgeburt, was das Zusammenleben von ihr und Rashid nicht gerade erträglicher macht, wächst doch die Brutalität, die Erniedrigung und die Gleichgültigkeit Rashids Mariam gegenüber.
Die andere Protagonistin wird 1978 geboren, als drittes Kind einer weltoffeneren Familie. Der Vater, selber Lehrer, setzt auf die Ausbildung von Frauen, heiraten könnten sie dann immer noch. Leilea entwickelt sich zu einer guten Schülerin hat aber zu Hause unter dem Dschihad zu leiden. Ihr Vater, von den Kommunisten aus dem Lehramt vertrieben, arbeitet mitlerweile in einer Brotfabrik. Die Brüder sind beider in den Krieg gezogen woran Leilas Mutter zerbricht. Leila verbringt ihre Zeit mit ihren Schulfreundinnen und mit Tarik, einem Nachbarsjungen, der mit drei Jahren auf eine Mine getreten war und ein Bein verlor.
Das Schicksal der beiden Frauen verbindet sich 1992, in Kabul herrscht der Ausnahmezustand. Bomben zerstören die Stadt, viele Einwohner flüchten. Leilas Eltern werden bei ihrer Fluchtvorbereitung von einer Bombe zerfetzt. Leila bleibt schwerverletzt zurück. Allein, denn ihre Freunde haben die Stadt bereits verlassen oder sind dem Krieg zum Opfer gefallen. So kommt Leila in das Haus von Rashid und Mariam. Rashid nimmt sich die jetzt fünfzehnjährige Leila zur Zweitfrau. Tiefes Misstrauen beherrscht das Leben der beiden Frauen, welches sich im gemeinsamen Kamps gegen Rashids Brutalität in innige Freundschaft verwandelt. Die Dinge spitzen sich zu und nehmen ihren Lauf...

Das Buch ist ergreifend authentisch geschrieben, politische Details werden nebenbei wie selbstverständlich in die Geschichte mit eingeflochten. Gebannt habe ich das Leben von Mariam und Leila verfolgt, teilweise hat mich ein beklemmendes Gefühl überkommen, habe ich beim Lesen einen Kloß im Hals gehabt und musste schlucken über so viel politische und häusliche Brutalität, die wie selbstverständlich hingenommen wird. Diese Buch fesselt einen bis zum Ende!
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine bewegende Geschichte, 29. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Tausend strahlende Sonnen: Roman (Taschenbuch)
Khaled Hosseinis "Tausend strahlende Sonnen" erzählt die Geschichte zweier Leidensgenossinnen, Miriam und Laila, die zu Freundinnen werden, die Geschichte zweier Freundinnen, die ihrem gemeinsamen Leid die Stärke ihrer gemeinsamen Freundschaft entgegenstellen, die aufbegehren gegen ihren Ehemann Raschid, gegen Gewalt und Unterdrückung, und sich gemeinsam dem Leben im krisengebeutelten Kabul stellen. Die Entstehung einer tiefen Freundschaft in der Stunde der größten Not, und die Kraft und Stärke, die sich aus einer solchen Freunschaft heraus entwickeln können, sind also die eigentlichen Themen des Buches.

Die Geschichte von Miriam und Laila wird dabei verknüpft mit der Geschichte einer Stadt: Kabul, und der Geschichte eines Landes: Afghanistan. Afghanistan, der Binnenstaat an der Schnittstelle von Zentral- und Südasien, ist für uns Westeuropäer gemeinhin nichts anderes als eine fremde Welt. Hosseini poträtiert diese fremde Welt aus verschiedenen Perspektiven, er gibt uns einen Einblick in die Gesellschaft und die Kultur dieser Welt, schildert Sitten und Bräuche, den Facettenreichtum und die Vielfalt Afghanistans, verweist immer wieder aber auch auf das Leid und die Not des Landes, auf das Schicksal der Opfer und Unterdrückten, und erzählt von Grausamkeiten und Reaktionärem, kurz um: er entwirft ein ausgewogenes, polyperspektivisches, bisweilen buntes, aber auch erschütterndes Bild eines uns fremden Landes.
Dieses Land wird uns sicher fremd bleiben und vielleicht noch fremder werden, die Lektüre des Romans wird uns kaum dazu bringen, es zu verstehen - das ist auch nicht die Intention des Autors -, zumindest aber wird man verschiedene Eindrücke gewinnen und sich ein Bild davon machen können, was uns so fremd erscheint und womöglich auch, warum es uns fremd erscheint.

Vor diesem Hintergrund nun nimmt die Geschichte von Miriam und Laila und damit die Geschichte ihrer Freundschaft ihren Lauf; vor diesem Hintergrund, d.h. nicht zuletzt auch Hunger, Krieg, Angst, Unterdrückung und Gewalt. All dem müssen sich die beiden Frauen entgegenstellen, ohne dass sie dieser Aufgabe zunächst gewachsen wären. Erst ihre Freundschaft gibt ihnen die Fähigkeit, zu hoffen, und letztlich die Stärke, über sich hinauszuwachsen und an sich selbst zu glauben. Trotzdem kann und wird es natürlich nicht gelingen, kurzerhand alle Angst in Zuversicht zu verwandeln, für alle Probleme Lösungen zu finden und Widerstände problemlos nur durch guten Willen zu überwinden - dazu ist die Herangehensweise des Autors an die Thematik schlichtweg zu realistisch und seine Geschichte zu authentisch.
Doch genau dies tut der Geschichte ungemein gut und hilft dem Roman, ein eigenes Gesicht zu gewinnen und sich aus der Vielzahl ähnlich angelegter Bücher hervorzuheben. Diese Geschichte, ebenso bewegend und ergreifend wie glaubwürdig und authentisch, garniert mit der meisterhaften Erzählkunst Khaled Hosseinis, macht "Tausend strahlende Sonnen" womöglich zu etwas Einzigartigem, einem Novum, sicher aber zu etwas Besonderem, einem unbedingt lesenswerten Roman.
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Tausend strahlende Sonnen: Roman
Tausend strahlende Sonnen: Roman von Khaled Hosseini (Taschenbuch - 25. April 2009)
EUR 9,99
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