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5.0 von 5 Sternen Meisterhaftes psychologisches Tiefenportrait einer Epoche
Margret Atwoods Buch "alias Grace" bezieht sich die Kinnock-Montgommery Morde in einem Vorort von Toronto des jahres 1843, die damals internationales Aufsehen erregten, weil in diesem Verbrechen soziale Gegensätze, Schönheit und Sexualität eine Mischung eingingen, die das Publikum faszinierte. Am Schicksal der blutjungen und bildschönen Grace Marks,...
Veröffentlicht am 6. August 2006 von euripides50

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schön geschrieben, aber nicht das faszinierendste Margaret Atwood Buch
Das Buch handelt von Grace Marks, einer jungen Frau die im Jahr 1843 mit 16jahren wegen Mordes zum Tode verurteilt wird. Das Urteil wurde in letzter Minute auf lebenslängliche Haft abgeändert, da Ihre Schuld nicht 100% nachgewiesen werden konnte. Nach 29 Jahren wird Grace Marks begnadigt. Das Buch befaßt sich mit der Frage nach Graces Schuld. Die Authorin...
Veröffentlicht am 13. September 2008 von margarita


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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterhaftes psychologisches Tiefenportrait einer Epoche, 6. August 2006
Von 
euripides50 (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: alias Grace: Roman (Taschenbuch)
Margret Atwoods Buch "alias Grace" bezieht sich die Kinnock-Montgommery Morde in einem Vorort von Toronto des jahres 1843, die damals internationales Aufsehen erregten, weil in diesem Verbrechen soziale Gegensätze, Schönheit und Sexualität eine Mischung eingingen, die das Publikum faszinierte. Am Schicksal der blutjungen und bildschönen Grace Marks, die als Mörderin zum Tode verurteilt und erst im letzten Augenblick zur lebenslanger Haftstraffe begnadigt wurde, schieden sich in Kanada jahrzehntelang die Geister, ehe Grade Marks nach 28jähriger Gefängnisstrafe 1872 begnadigt wurde und ihren Lebensabend in den vereinigten Staaten verleben konnte. Sie ist die Hauptfigur des Buches, und wie es der der Autorin gelingt, ihre Persönlichkeit, ihre Herkunft und ihre ganze Epoche zum Leben zu erwecken, ist ein Leseerlebnis. Im Zuge einer raffiniert komponierten Erzählstruktur werden immer neuen Teile des Mordfalles zusammengefügt, ohne dass bis zum Ende ersichtlich würde, ob Grace Marks nun eine Mörderin war oder nicht. Der weiblichen Hauptperson steht der ehrgeizige, aber recht wirre Wissenschaftlers Dr. Jordan gegenüber, der die inzwischen einsitzende Grace untersuchen und beurteilen soll, wobei er sich in sie verliebt und die Behandlung abbricht. In seiner Figur, der unverkennbar Züge des jungen Freud beigemischt sind, wird die ganze Unschärfe und Vagheit der psychologischen Diagnostik bis auf den heutigen Tag deutlich, deren einzige Basis und Leitlinie nur das ist, was man ohnehin glaubt. Doch ganz gleich, ob die Autorin Grace Marks oder Dr. Jordan, einen gutgläubigen Geistlichen, dem trinksüchtigen Vater der Verdächtigen, einem Jahrmarktgaukler, der alle zum Narren hält, die böse Nancy Montgomery, den libertären Kinnock oder wen auch immer porträtiert, immer halten sich Anschaulichkeit und Präzision in der Beschreibung der Figuren mit einer vornehmen Zurückhaltung in der Bewertung die Waage. Alles in allem ein packendes Leseerlebnis von der ersten bis zur letzten Seite. Meine Lieblingsstelle: Die Stellungnahme des Gefängnisdirektors Dr. Bannerling zu Charakter und Person der Tatverdächtigen, die man allen allzugutgläubigen Gutachtern in das Stammbuch schreiben sollte ( S. 576-578 )
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sensationeller Historienkrimi nach wahrer Begebenheit, 23. August 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: alias Grace: Roman (Taschenbuch)
Margaret Atwood ist einfach großartig. Mir hat noch jedes Buch von ihr gefallen, und ganz besonders gelungen finde ich "alias Grace". Dieser Roman ist alles zugleich: spannender Krimi, Historienroman, Biografie ... Die Geschichte der Grace Marks, die 1843 zusammen mit ihrem angeblichen Liebhaber ihre Arbeitgeber ermordet haben soll, ist seit langem ein Mythos in der Geschichte Kanadas. Erst 16jährig wird Grace zuerst zum Tode verurteilt, dann begnadigt und muß die nächsten 30 Jahren hinter Gittern und in Nervenanstalten verbringen. 16 Jahre nach dem Doppelmord untersucht sie ein junger ambitionierter Nervenarzt und kommt zu dem Schluß, daß Grace unschuldig ist. Aus wenigen Fakten und widersprüchlichen Zeugenaussagen hat Atwood der historischen Figur Leben eingehaucht. Hervorragend recherchiert ist der zeitgeschlichtliche Hinergrund, das Quilten, die Rolle der Frau, und die Anfänge einer Psychologie wie wir sie heute kennen. Wie Atwood diese Informationen in einen spannenden Roman einbaut ist meisterlich. Hier wird das Kanada Mitte des vorigen Jahrhunderts lebendig. Und die Charakterzeichung ist einmalig. Mit wenigen Eigenschaften versteht es die Autorin, komplexe und glaubhafte Figuren zu schaffen. Trotz seiner 632 Seiten wagte ich mich an das Buch heran und wurde reich belohnt! Ich habe es an einem Wochenende durchgelesen! 200% empfehlenswert! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schön geschrieben, aber nicht das faszinierendste Margaret Atwood Buch, 13. September 2008
Von 
margarita - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: alias Grace: Roman (Taschenbuch)
Das Buch handelt von Grace Marks, einer jungen Frau die im Jahr 1843 mit 16jahren wegen Mordes zum Tode verurteilt wird. Das Urteil wurde in letzter Minute auf lebenslängliche Haft abgeändert, da Ihre Schuld nicht 100% nachgewiesen werden konnte. Nach 29 Jahren wird Grace Marks begnadigt. Das Buch befaßt sich mit der Frage nach Graces Schuld. Die Authorin wählt dabei verschiedene Erzählperspektiven, die wichtigsten sind die Erinnerungen der Grace Marks, die Aufzeichnungen und Briefe des jungen Psychologen Simon Jorden sowie Auszüge aus den historischen Beobachtungen der Journalistin Susanna Moodie.

Deutlich wird, daß Grace Marks ein faszinierender Character gewesen sein muß, der die Menschen in jeder Lebenssituation in ihren Bann zog. Ganz typisch für Margaret Atwood lauert dabei überall ein starker sexueller Hintergrund, der die Personen in ihrer Beziehung zueinander charakterisiert.

Was mir in diesem Buch leider fehlt sind Überraschungsmomente, die in den anderen Atwood Büchern sehr gekonnt eingesetzt werden. Die Geschichte ist von Anfang an sehr gradlinig und vorhersehbar. Die Episode mit der Hypnose, in der der Leser Erkenntnisse erwartet, ist zwar sehr spannend geschrieben, im weiteren aber unglaubwürdig.

Auch wenn es nicht überraschend ist bekommt der Leser zum Schluß keine Antwort auf die Schuldfrage von Grace Marks; es gibt aber auch keinen anderen literarischen Höhepunkt, der das wettmachen würde.

Das Buch ist eine schön geschrieben Lektüre, die Sprache macht Spaß. Der Inhalt fesselt leider kaum. Wer Margaret Atwood noch nicht kennt und ihre faszinierenden Beobachtungen von Frauen, die in ihren Freundschaften zwischen Liebe und Boshaftigkeit alles verkörpern, kennenlernen möchte, dem empfehle ich "Cat's Eye" oder "Robber Bride".

Anmerkung: ich habe das Buch im englischen Original gelesen, aber die Kritiken der anderen Leser sprechen dafür, daß die Übersetzung die Geschichte sehr gut transportiert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum nicht der Nobelpreis für Margaret Atwood?, 8. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Alias Grace: Roman (Taschenbuch)
Die verstörende und in den Bann ziehende Vermischung von historischer Realität, innerer Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonistin, zweifelhafter Psychologie ( Subjektivität in forensischer Begutachtung! ) und die ständig sich verknüpfenden, aber auch lösenden Handlungsstränge, kurz der raffinierten Erzählstruktur der Autorin machen diesen Roman zu ihrem Meisterwerk! Zum Nobelpreis ein kurzes Wort: so wie Philip Roth schon lange dran gewesen wäre, gilt dies in ähnlicher Form auch für Margaret Atwood!...............wer anspruchsvolle und gesellschaftskritische
" Kriminalliteratur" liebt, sollte nicht zögern, hier zuzugreifen. Er wird belohnt werden mit Finesse und einer sugesstiven Lesefaszination.
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5.0 von 5 Sternen Ein geniales Buch, von der ersten Zeile bis zur letzten..., 4. Januar 2013
Von 
Beatrice Berger (Oberfranken) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Alias Grace: Roman (Taschenbuch)
...und das sind bei einem Buch von 625 Seiten Umfang (das Nachwort nicht eingerechnet) große Töne. Dabei ist die äußere Handlung schnell erzählt: Im Jahre 1843 werden die Haushälterin Nancy Montgomery (24 Jahre alt und schwanger) und ihr Arbeitgeber Thomas Kinnear (der eine gewisse Neigung hat, mit seiner jeweiligen Haushälterin auch anderweitig zusammenzuleben) ermordet. Verdächtig und wegen Mordes verurteilt werden der 21-jährige Knecht McDermott (der kurz darauf hingerichtet wird) und die gerade mal 16-jährige Dienerin Grace Marks (die, unter anderem wegen ihrer Jugend begnadigt wird). Was an jenem Julitag wer in welcher Reihenfolge und mit welchem Motiv wirklich getan hat, bleibt – auch aufgrund divergierender Aussagen der Beteiligten – letztlich ungeklärt. Im Jahre 1859 interessiert sich der Arzt und Psychiater Simon Jordan für die Geschichte und die Motivationen der einigen Überlebenden Grace Marks, die zu diesem Zeitpunkt im Gefängnis von Kingston einsitzt, und beginnt, nach der Wahrheit (weniger im juristischen, als vielmehr im psychologischen Sinn) zu suchen:

Aber was ist diese Wahrheit? In einem Vexierbild zwischen redigierten Quellen (redigierte Aussagen und Protokolle, sensationslüsterne Zeitungsberichte, eine reißerische Ballade) Erinnerungsunvermögen (oder – unwille, oder –verlust?), Selbst- und Fremdtäuschung bekommt jedes Statement, jeder Erinnerungsfetzen mindestens eine dreifache Bedeutung - die Interpretation überlässt die Autorin vollständig dem Leser (der damit neben der Autorin als viertem Filter als die fünfte Ebene von Wahrnehmung und damit die fünfte Gefahrenquelle für die Verfälschung von Wahrheit bewußt eingesetzt wird.)

Sämtliche Wahrnehmenden unter den Protagonisten (also alle außer Grace Marks und Jeremiah dem Hausierer) werden – auch – Opfer der eigenen Selbstgefälligkeit. Sie wollen ihre Vor-Urteile bestätigt sehen und bekommen meist genau die bestellte Wahrheit geliefert. Wo das – in der Schlüsselszene, die die Ereignisse kippen lässt und bei der vollkommen unklar ist, welche Rolle ein aktiver Betrug dabei spielt - nicht der Fall ist, und ein Weltbild Gefahr läuft, ins Wanken zu geraten, bleibt Ratlosigkeit, nicht aber das Bedürfnis, nun eine vorurteilsfreie Wahrheit zu suchen.

Diese zugegeben etwas philosophischen Ausführungen sind mit Sicherheit nur ein denkbares Lesemodell und können nur einen Teilaspekt des Buches abdecken. Ein anderer mag – wie das bei genialen Büchern vorkommt – etwas völlig anderes darin sehen. Aber auch ich als Leser (und damit 5. Wahrnehmungsebene) kann vielleicht nur vorfinden, wozu das Vor-Urteil bereits bei mir angelegt ist: während mir Dr. Jordans und Dr. DuPonts Ausführungen über Hypnose, Mesmerismus etc. nichts sagen, finde ich mich wieder in dieser Schilderung der "Variabilität von Wahrheit“: die Anpassung des subjektiv als wahr empfundenen an die äußere Weiterentwicklung der Ereignisse, die Veränderung innerer Dispositionen und deutlich gemachte Erwartungshaltungen Dritter. Und davon gibt’s in diesem Buch reichlich.
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5.0 von 5 Sternen Neubearbeitung von "The Servant Girl" - eine quasi-historische Würdigung, 15. Juli 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Alias Grace: Roman (Taschenbuch)
Der Fall der Grace Marks hat im 19. Jahrhundert die Presse in Kanada, den USA und Großbritanniens sehr beschäftigt und die Frage, ob die damals sechszehnjährige Hausangestellte Mitschuldige am Tod ihres Arbeitgebers und dessen Lebensgefährtin gewesen ist und die Geliebte des dafür gehenkten James McDermott hat die Menschen lange bewegt.

Aus ihrer Sicht und aus der Sicht des jungen Nervenarztes Simon Jordan, der plant eine moderne Nervenheilanstalt einzurichten und zunächst hofft, dass die Beschäftigung mit dem Fall Marks ihm dafür notwendige Populariät geben wird, wird die Geschichte von Graces Leben - und auch die des guten Doktors - bis zu ihrer gemeinsamen Begegnung, ihre gemeinsame Zeit und auch die Zeit danach erzählt. Dabei werden die einzelnen Erzählelemente durch Auszüge aus Gerichtsakten, Zeitungsartikel, Bücher und andere Quellen ergänzt, so dass ein erzählerischer Quilt entsteht, wie er auch durch Einzelquadrate am Anfang der Kapitel dargestellt wird und wie er im Hintergrund von Graces Leben immer eine Rolle spielt.

Neben der Geschichte um Graces Mittäterschaft, die auch Margaret Atwood bewusst nicht auflöst, gibt der Roman ein umfassendes Bild der Situation der Frauen, der Armen und Reichen und den Stand der psychologischen Forschung und ihrer Entwicklung im Verlaufe des 19. Jahrhunderts und das in überaus überzeugender Form. Wie immer ist die Sprache sehr dicht - vielleicht zu dicht für die Erzählungen einer eher ungebildeten jungen Frau wie Grace - und transportiert so wieder einmal viel mehr Informationen und Überlegungen an die Leserschaft, als es Bücher vergleichbarer Länge sonst tun ohne Sachbücher zu sein. Sehr zu empfehlen.
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5.0 von 5 Sternen faszinierende Charakterstudie, 31. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Alias Grace (Gebundene Ausgabe)
Margaret Atwood, eine äußerst vielseitige Schriftstellerin, begibt sich diesmal auf ein schwieriges Terrain: Ausgangspunkt der Geschichte ist ein tatsächlicher historischer Vorfall. Ein Grundbesitzer und seine Haushälterin werden ermordet. Der Stalljunge, den man schuldig spricht, wird gehängt. Ebenfalls das Dienstmädchen Grace Marks gilt als schuldig, entgeht jedoch der Todesstrafe und verbüßt statt dessen eine 28jährige Gefängnishaft.
Dieser Doppelmord hat im 19. Jahrhundert in Kanada großes Aufsehen erregt. Die Inhaftierte Grace Marks ist Objekt zahlreicher Studien von sozial und psychologisch orientierten Wissenschaftlern. M. Atwood hat daher eine enorme Anzahl von Dokumenten zur Hand, die oftmals sogar im Widerspruch zueinander stehen und die von der Schriftstellerin vereinzelt in den Roman eingestreut werden. Dies hat zur Folge, dass ebenfalls der Leser beginnt, über den wahren Vorgang des Mordes zu spekulieren, und er womoeglich die Version des Romans in Frage stellt.
M. Atwood zeigt dem Leser in diesem Buch, welche Voraussetzungen ihrer Ansicht nach zu dem Mord geführt haben, und in welchen Schritten er ausgeführt wurde. Dazu erstellt sie eine detailgenaue Charakterstudie der Hauptfigur Grace Marks und schildert mit großem Feingefühl ihre Kindheit und Familiengeschichte, ihre kurze Jugend und die langjährige Gefängnishaft.
Mein Gesamturteil: ein äußerst interessanter und wertvoller Roman, der dem Leser lange im Gedächtnis bleiben wird.
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5.0 von 5 Sternen unglaublich und unvergesslich, 26. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Alias Grace: Roman (Taschenbuch)
Ich möchte mich den 5-Sterne-Rezensionen anschließen. Keine Seite aus diesem Buch will ich missen! Bitte verzeiht, wenn ich jetzt nichts mehr über den Inhalt schreibe. Es wurde vor mir schon so viel geschrieben, und ich könnte es nicht in bessere Worte fassen.

Außerdem ist es nun schon einige Zeit her, dass ich es gelesen habe, aber es wirkt immer noch nach, und ich möchte einfach nur kurz beschreiben, warum.

Weil das Thema an sich schon wahnsinnig spannend ist (gesteigert noch dadurch, dass es sich um eine wahre Begebenheit handelt), weil Margaret Atwood ihren Personen Leben eingehaucht hat, weil ihre Beschreibungen einen glauben lassen, man säße mit Grace un Dr. Jordan im Zimmer, weil es unmöglich ist, sich aus dem Bann dieses Buches zu befreien, weil Margaret Atwood eine Sprache benutzt, die einfach nur fesselt, weil es voller Dramatik, Spannung, Liebe und Realität ist.

Für mich las es sich spannend wie ein Krimi, und doch ist es so viel mehr..., Geschichte, Biographie, Sozialstudie, Psychoanalyse, Drama und und und ...
Wirklich sehr zu empfehlen!
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5.0 von 5 Sternen Faszinierend, mitreißend, 10. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Alias Grace: Roman (Taschenbuch)
Die Bücher von Atwood sind wirklich alle lesenswert, und immer wieder ist es erstaunlich, mit welch einer Souveränität die Autorin in den unterschiedlichsten Genres unterwegs ist.
„Alias Grace“ ist im Grunde ein historischer Roman, der auf wahren Begebenheiten beruht. Es ist zugleich eine Kriminalgeschichte, ein Sittenbild und ein Drama. Wie immer reißt die Geschichte – wie für Atwood typisch zumeist düster – von Anfang an mit. Trotz aller Morbidität gleitet die Story nie ins Voyeuristische ab, da Atwood wie stets sehr behutsam ihre Protagonisten von allen Seiten beleuchtet.
Ebenso faszinierend an dem über 600 Seiten dicken Buch ist der Einblick in die Vorstellung der Psychoanalyse der Menschen um 1860 – also vor Freud etc. Wirre Glaubensrichtungen vermischen sich mit ersten Ansätzen tatsächlicher Psychologie, um wieder ins Esoterische (Stichwort: Mesmerismus) abzudriften.
Eine großartige Lektüre von einer der besten lebenden Autorinnen.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannung, Authentizität und schriftstellerisches Können, 23. August 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: alias Grace: Roman (Taschenbuch)
Margaret Atwood ist eine große Schriftstellerin - was sich auch in "alias Grace" wieder zeigt. Krimi, Historie, Psychologie und die Frauenthematik sind hier zu einem wunderbaren Kunstwerk verwoben, das die Leserin (oder den Leser?) unweigerlich in seinen Bann zieht. Hervorragend recherchiert und spannend bis zum Schluß.
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Alias Grace: Roman
Alias Grace: Roman von Margaret Atwood (Taschenbuch - 9. Januar 2009)
EUR 12,99
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