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Kundenrezensionen

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am 17. März 2009
Die Autorin Margo Jefferson hat ihre Jackson-Betrachtung in ihrem Essay Über Michael Jackson" einmal ganz anders aufgezogen, als die Autoren, die ich bisher gelesen hatte.

Im ersten Kapitel Freaks" geht sie detailliert auf Jackson und die Personen ein, die ihn und seine Darstellung in der Öffentlichkeit entscheidend geprägt haben, ein. Interessant sind ihre Verweise auf das Vaudeville-Theater im 19. Jahrhundert und die Rolle, die schwarze Darsteller dabei spielten. Ihre Beschreibungen sind intelligent und vielschichtig, da sie zudem die Interaktion von Freaks", Schaustellern und den jeweiligen Reaktionen und Erwartungen der normalen" Gesellschaft mit einbezieht.

Im zweiten Kapitel Zuhause" erklärt sie familiäre Zusammenhänge der Jacksons sowie Zusammenhänge zur späteren Entwicklung der Familie. Was die Jackson-Kinder selbst schon mehrfach angedeutet haben, wie z.B. Gewalt und hierarchische Strukturen, wird hier noch einmal genauer unter die Lupe genommen, die Rollenverteilung der einzelnen Familienmitglieder wird psychologisch ausgeleuchtet.

Im dritten Kapitel Kinderstar" stellt Jefferson verschiedene Bezüge zu schwarzen und weißen Kinderstars verschiedener Jahrzehnte her, deckt Parallelen auf, erläutert den Erwartungs- und Erfolgsdruck auf diese Kinder und beschreibt die möglichen psychologischen Auswirkungen, die ein solches Leben auf Kinderstars haben kann, bzw. im Falle viele ehemaliger Kinderstars, wie natürlich auch der Jacksons, sind diese Auswirkungen z.T. ja ganz deutlich zu erkennen.

Im darauf folgenden Kapitel Jenseits von Hautfarbe und Geschlecht" lässt sich Jefferson ausgiebig über Michael Jacksons optische Veränderungen aus und beschreibt dabei auch soziale Zusammenhänge, wie z.B. die Tatsache, dass Schwarze z.T. bis heute in den USA mit ihrer Hautfarbe zu kämpfen haben. In ihre teilweise soziologischen und psychologischen Ausführungen streut sie ab und zu eigene Beobachtungen und Erklärungen ein, wie sie sich selbst mit Michael Jackson in dessen jeweiligen Phasen auseinander gesetzt hat. Wie in den anderen Kapiteln auch, hier jedoch ganz besonders, geht sie dabei explizit auf einige von Jacksons wichtigsten Videos und Auftritten ein, auf seine Art, sich zu kleiden und sich zu geben. Sie lässt sich über die widersprüchlichen Geschlechtsmerkmale und -signale aus, die von Jacksons Äußerem ausgehen, z.B. weibliches Gesicht vs. In-den-Schritt-fassen, und stellt die These auf, dass Michael Jackson sich angesichts dieser bunten Mischung wohl selbst nicht mehr so bewusst sei, welche Signale er in den jeweiligen Auftritten aussendet.

Das Buch endet mit einer, meiner Meinung nach sehr gelungenen Darstellung des Prozesses gegen Jackson wegen obszöner Handlungen an einem Minderjährigen unter 14". Sie stellt die einzelnen Prozessakteure vor und beschreibt deren Auftreten vor Gericht, ihre Fehler oder Erfolge und erklärt, warum der Prozess sich so entwickelte, wie er es letztendlich getan hat. Dabei gelingt es ihr, keine Partei zu ergreifen, Verständnis für beide Parteien zu erwecken und gleichzeitig jeden Beteiligten als fehlbar und menschlich erscheinen zu lassen.

Alles in allem also ein sehr gelungener Essay, der einem neue Denkanstöße über diesen rätselhaften Sänger liefert. Dennoch möchte ich abschließend zur Vorsicht aufrufen, denn dieser Essay ist, trotz aller soziologischen und psychologischen Einschläge meiner Meinung nach eine eher subjektive Darstellung Michael Jacksons, der sicher auch darauf basiert, was sich die Autorin im Laufe der Zeit über Michael Jackson gedacht und worüber sie sich vielleicht selbst gewundert hat. Gerade bei dem Kapitel Jenseits von Hautfarbe und Geschlecht" musste ich oft den Kopf schütteln, weil mir einfiel, dass ich MJ oft ganz anders gesehen habe als die Autorin ihn beschreibt. Zugegeben, als ich auf Michael Jackson aufmerksam wurde, war ich acht und er war gerade dabei, seine Dangerous-Tour zu starten. Michael begleitete mich bis hinein in meine tiefste Pubertät und er war für mich auch der erste Mann, der mich als solcher interessierte. Folglich gab es für mich als Fan nichts Weibliches an ihm. Im Gegenteil, seine Art, lasziv beim Tanz seinen Körper einzusetzen war für mich überaus männlich. Für mich war Jacko immer ein Mann, ob nun ein kindlicher, den ich mütterlich beschützen wollte oder ein aufreizender Performer, der mein Herz höher schlagen ließ. Damit will ich sagen, die Wahrnehmung von Michael Jackson variiert vermutlich in einem ganz breiten Spektrum, je nach eigener Geschichte und Erfahrungen derjenigen, die sich mit ihm beschäftigen. Deshalb würde ich Margo Jeffersons Beschreibung nicht als Nonplusultra-Darstellung ansehen. MJ selbst sieht sich vermutlich auch wieder ganz anders und vielleicht wollte er auch ganz andere Dinge vermitteln, als in der Öffentlichkeit letztendlich ankam.

Zudem finde ich, dass die Autorin viel zu wenig auf die musikalische Entwicklung Michael Jacksons eingeht. In einem vollständigem Portrait sollte jedoch gerade dies auf keinen Fall fehlen, da man an der Musik meiner Meinung nach fast am besten Jackos Entwicklung, den Reifeprozess und vielleicht auch sein Selbstbild nachvollziehen kann. Von der Qualität seiner Musik mal ganz abgesehen :)

Deshalb gibt es von mir vier Sterne, denn ein Portrait eines Musikers, dem ein expliziter Nachvollzug von dessen Musik fehlt, kann, denke ich, keine fünf Sterne bekommen.
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am 5. Oktober 2009
Ich setze mich seit langer Zeit mit Michael Jackson auseinander, jetzt "natürlich" (...) um so mehr. Das Buch von M. Jefferson zu MJ habe ich mit größtem Interesse zu lesen begonnen - irgendwann wurde ich immer empörter.
Jetzt las ich ein Interview mit der Autorin in der ZEIT von August 2008 - die Frau macht sich m.E. zur unverschämten Übermutter und rühmt sich auch noch mit der typischen "professionellen" Distanz... Keine Empathie, hauptsächlich pseudopsychologische Phrasen, die ihre Textunkenntnis bezüglich MJs Songs (und SEINEM Geschriebenem wie MOONWALK oder DANCING THE DREAM) übertünchen sollen. Aber: Jackson hätte sie vermutlich angerufen und sich verstanden gefühlt. Wahrscheinlich hätte er sich umgehend Karottentabletten und andere Melaninankurbler verschreiben lassen und hätte sich ein Dauerabo für's Solarium besorgt. Und danach wären sie auf ein Versöhnungs-Schlückchen mit Vater Joe und Gavin Arvizos Mom gewatschelt... Und Miss Jefferson bekommt einen Friedensorden für Farbige Übermütter.

Bedenklich, die Dame... Ich hasse schlechte Recherchen gekoppelt mit Überheblichkeit und dem Anstrich von Seriösität. Zumal Jacksons Song "Childhood" in ihrem Buch falsch zitiert wird! MJ schreibt: "Before you judge me, try hard to love me....", sie zitiert (S. 163): " Please don't judge me, Just try to love me"... Ein immenser Unterschied in der Aussage, oder? Und darauf auch noch wild (aber "distanziert"...) herum zu interpretieren, ist m.E. arrogant, selbstherrlich bis unverantwortlich. Wenn ich ein bisschen böse wäre, würde ich Miss Jefferson in die Liga von Joseph Jackson einreihen, und mit dem hatte Michael Jackson einige Probleme... Ihre "Analyse" von Michael Jacksons Song "Black or White" läßt m.E. tief in die Psyche der Autorin blicken - politisch-feministisch festgelegt IHR Statement: Schwarz-Weiß-Stammtisch-Gefasel, natürlich der "gehobenen Art"...
Schade, dass sich so wenige Menschen wirklich mit Jacksons Texten auseinander gesetzt haben - in meinem Englischunterricht sind sie ein Hauptbestandteil, die Jugendlichen sind 'intuitiv' begeistert.
Es gilt weiterhin: Hört die Musik, schaut Euch die Konzerte und Videos von Michael an , tanzt, tanzt und fühlt! No further comment...
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am 16. Oktober 2009
Bücher - bzw Biografien über Prominente zu schreiben, sollte man - denke ich - den Menschen überlassen, die die Prominente auch persönlich gekannt haben. Ich war leider etwas enttäuscht von diesem Buch, denn man hat dadurch auch nichts Neues erfahren - was man doch irgendwie immer etwas erhofft - es wurde über vieles berichtet, was für mich leider gar nicht in ein Buch gehört, dass sich "Über Michael Jackson" handeln soll, tut mir leid. Für mich als absoluter Michael Fan war das ein trauriges Buch, dass viel mehr (von der Aufmachung, Cover etc.) versprochen hat, als es gehalten hat.
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am 26. Juni 2009
Die teilweise schlechten Bewertungen für dieses wunderbare Buch kann ich mir nur dadurch erklären, dass die betreffenden Rezensenten lieber eine gewöhnliche Popstar-Biographie gelesen hätten. Wer auf eine übersichtliche Sammlung biographischer Daten aus ist, oder nach dem Lesen gerne das Gefühl hätte, mit Michael Jackson einen Nachmittag verbracht oder gar einen Seelenverwandten gefunden zu haben, der ist mit einer der unzähligen Biographien tatsächlich besser bedient.

Margo Jeffersons "Über Michael Jackson" ist ein außerordentlich luzider kulturwissenschaftlicher Essay, der einem mit seinen originellen Assoziationen fortwährend neue Perspektiven eröffnet und Denkanstöße liefert. Dabei ist es weniger der Mensch Michael Jackson, der bei ihr im Zentrum des Interesses steht, sondern sein magnum opus: das Gesamtkunstwerk Michael Jackson.

Diese Betrachtungen sind für den durchschnittlich popkulturell interessierten Leser ebenso spannend und unterhaltsam wie für eingefleischte Fans, was nicht zuletzt an der Intelligenz und dem packenden Stil der Autorin liegt. Sie nähert sich dem Phänomen Michael Jackson als Kulturwissenschaftlerin, als Intellektuelle, als Schwarze, als Frau, als Fan, und vermag es durch die Vielzahl ihrer Blickwinkel, den schillernden, raetselhaften Gegenstand ihrer Untersuchung besser einzufangen und zu beleuchten als jedes andere Buch über Michael Jackson, das ich kenne.
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am 16. Oktober 2009
Es ist ein Buch für Leute, die sich wirklich für Michael Jackson interessieren, die ihn nicht nur anbeten oder verherrlichen wollen. Margo Jefferson's Buch ist intelligent, witzig, klar-sehend und wird ihm gerecht - gerade, weil sie kritisch ist, weil sie nichts schön redet. Sie schreibt über seine Kindheit, seine Familie, das Leben als Kinderstar mit Licht- und Schattenseiten, beleuchtet die Musikszene, in der Michael Jackson groß geworden ist, bietet viel Hintergrundinformationen dazu (auch politsch, u.a. die Rolle der schwarzen Bevölkerung bzw. Künstler in den USA), setzt sich kritisch mit seinem oft exzentrischen Verhalten auseinander und auch mit den Missbrauchsvorwürfen gegen ihn. Ich fand insbesondere erhellend den Hinweis auf die Figur des Peter Pan, von der Michael Jackson erwiesenermaßen fasziniert war - mit all ihren positiven wie negativen Implikationen.

Was ich wichtig, aber nicht ganz zutreffend finde, sind Margo Jeffersons Anmerkungen bzgl. der zunehmenden Weißhäutigkeit Michael Jacksons - da hätte sie stärker seine Hautkrankheiten (wie z.B. Vitiligo) beachten müssen. M.E. sind deren Auswirkungen für sein Leben und seine Psyche bislang nie wirklich in den Blick genommen worden. Wenn jemand von schwarz zu weiß wird durch eine Erkrankung, bringt das sicherlich Identitätsprobleme mit sich - die dürften um so schwerwiegender für Michael Jackson gewesen sein, weil er permanent in der Öffentlichkeit präsent war, man ihm nicht geglaubt und sich hämisch über dieses "Weißwerden" geäußert hat. Er hat sich nicht ganz freiwillig "neu" erfunden und definiert und über seine Hautfarbe hinweg gesetzt, wie Jefferson schreibt, sondern das war auch seine Reaktion auf die Erkrankung. Trotzdem sind ihre Gedanken dazu lesens- und nachdenkenswert.

Margo Jefferson hat mehr Verständnis für den Menschen und Künstler Michael Jackson als so viele seiner Fans, die sich in Anbetung erschöpfen und von ihm Erlösung ihrer seelischen und sonstigen Gebrechen erhoffen. Viele Vorzüge dieses Buch haben meine Vorredner schon beschrieben - da kann ich mich nur anschließen.

Wer noch mehr Gehaltvolles zu Michael Jackson lesen will, dem sei Jochen Ebmeiers Buch empfohlen: Michael Jackson - Das Phänomen. Das Buch ist zwar schon 1999 erschienen und leider vergriffen (vielleicht gibt es ja doch einige Bibliotheken, die es damals angeschafft haben). Er ist ein bekennender Fan, was ihn aber nicht gehindert hat, dieses Buch zu schreiben, klug, sachlich, feinfühlig und sehr kenntnisreich.
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am 15. Mai 2010
man hat es in 2 stunden gelesen, ist danach nicht schlauer als zuvor und ärgert sich über das geld, das man ausgegeben hat.

im prinzip besteht es aus oberflächlichkeiten, längst bekannten fakten und gegen ende drängen sich die persönlichen kommentare der autorin dermaßen in den vordergrund, dass das lesen einfach keinen spaß mehr macht - und von objektivität und guter recherche ist das ganze weit entfernt.

wer dieses buch also für ein "essay der modernen pop kultur etc." hält, hat wohl derartiges noch nicht gelesen. :-)

wenn man wirklich etwas über michael jackson erfahren möchte und dazu noch gerne musikwissenschaftliche erklärungen hätte, würde ich jochen ebmeier empfehlen...
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am 20. Juli 2009
Ich habe das Buch in einem Zug durchgelesen. Ich finde es irritierend, dass die Autorin, die Michael Jackson nie kennen gelernt hat, eine Art psychologische Studio anstellt. Dazu nimmt sie durchaus nützliche Hintergrundinformationen aus den 1970er/1980er und 1990er Jahren über die Welt der Künstler allgemein sowie viele Informationen aus Jacksons persönlichem Leben und seiner Kindheit. Diese beruhen auf Jacksons eigener Biographie und der seiner Schwester Latoya.
Neues über Michael Jackson erfährt man nicht.

Allerdings "versteigt" sie sich meiner Meinung nach zu sehr in Mutmaßungen, was Michael Jackson wohl gedacht haben muss, um sich so und so zu kleiden, zu schminken, die Haare zu tragen oder Freunde zu wählen.
Zu sehr wird analysiert, was er wohl mit seinen Performances, z.B. zu "Billy Jean" ausdrücken wollte, mit wieviel Männlichkeit und überzogener Darstellung des Phallus er wirken wollte, warum sich sein Gesicht mit den Jahren so verändert hat und zur Maske wurde.

Ich finde es kühn, dass jemand, der diese Behauptungen aufstellt, sich erst ab dem Jahr 2003 mit dem Phänomen Michael Jackson beschäftigt hat, zu einer Zeit, als die Blütezeit des "King of Pop" lange vorbei war. Ebenfalls kühn finde ich, dass sie als Grundlage für ihre Recherche das nutzt, was jeder im Fernsehen und/oder im Internet nachlesen kann.
Genauso wird mit dem Bericht über den Prozess umgegangen, den ja nun die Menschen weltweit verfolgen konnten. Und ob und was sich Ankläger, Anwalt, Beschuldigter oder Zeugen gedacht habe, dürfte sich wohl außerhalb des Wissens der Autorin befinden.

Das Buch ist 2006 erstmalig erschienen und wurde in der jetzigen Ausgabe mit einem Nachruf ergänzt.
Allerdings kann ich diesem Nachruf wenig positives über Michael Jackson entnehmen. Die Formulierung zu seinen geplanten Konzerten in London 2009 lautet "er muss gewußt haben, dass dies seine letzte Chance war, dem Ghetto von Skandal und Verachtung zu entrinnen, in dem er seit dem Prozess um sexuellen Missbrauch gefangen war. Der Tod bietet ihm diese Gelegenheit."
Vielleicht hätte die Autorin lieber ein Essay über Gedankenlesen schreiben sollen, denn das scheint sie eher zu beherrschen als einem Menschen wie Michael Jackson gerecht zu werden.

Ich würde das Buch nicht weiter empfehlen.
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am 22. Oktober 2008
Margo Jefferson durchleuchtet das Medienphänomen "Michael Jackson" aus einer ungewohnten Perspektive. Ich hatte über Jahre den Eindruck, dass "Michael Jackson" als Medienphänomen unabhängig von seiner eigenen Inszenierung Thema und Objekt der Unterhaltungsindustrie und der Klatschpresse war. Umso überraschter war ich, als ich über Margo Jeffersons Veröffentlichung las...
Eine Intellektuelle, die den Versuch unternimmt, Michael Jackson auf ihre Art darzustellen. Ihre Mittel setzen sich unter Anderem aus Versatzstücken und Erklärungsmodellen aus dem psychoanalytischen Spektrum zusammen. Und an dieser Stelle sehe ich den Schwachpunkt ihres Aufsatzes. Sie schliesst aus dem Medienphänomen auf den Menschen/Privatperson Michael Jackson. Für mich stellt sich die Frage, inwiefern dies legitim und vor allen Dingen methodisch sinnvoll ist. Eine Abhandlung über ihn als Medienphänomen erscheint mir angebrachter. Dennoch hatte das Buch für mich auch eine gewisse intellektuelle Anziehung. Sie stellt interessante innerfamiliäre Aspekte dar, z.B. seine Position in der Familie (er hatte vier ältere Brüder, die aber viel weniger begabt waren), die Anstoß für mich waren, über Konsequenzen dieser Konstellation nachzudenken.
Gleichermaßen interessant ist Jeffersons Erarbeitung des Täter-Opfer-Schemas. Sie spekuliert zwar, aber auf hohem geistigem Niveau.
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am 11. September 2009
dass so viele Leute über Michael Jackson schreiben ohne ihn überhaupt gekannt ,geschweige denn gesprochen, oder sich zumindest ernsthafte Gedanken über diesen Menschen gemacht zu haben. Dieses Buch stellt auch keine Ausnahme dar! Alles nur wilde,sehr skurile und total weit hergeholte Theorien und Spekulationen. Warum um alles in der Welt nur muß man auch jede Geste, jedes Wort, jede Regung einfach alles von MJ analysieren?
Wer wirklich etwas über die Gedankenwelt und Lebensweise von MJ erfahren möchte sollte "MOONWALK" oder "Dancing the Dream" lesen und sich dann selbst ein Bild machen. Damals schon haben ihn genau solche Spekulationen tief verletzt, die dann mit den Jahren nur umso schlimmer geworden sind. Lasst ihn doch wirklich einfach mal nur MENSCH sein!!
Und glaubt ihm zur Abwechslung mal,was er selbst über sich gesagt und geschrieben hat, ich denke KEINER kennt ihn besser.
Schon gar keine Autorin die sich in haarsträubenden und peinlichen Absurditäten ergeht, und damit ja selbst tief blicken lässt...
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am 3. August 2008
Das klügste Porträt über Michael Jackson - aufschlussreich und wunderbar zu lesen. Viel Spaß mit dem Buch.
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