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5.0 von 5 Sternen Von der Ungleichverteilung und armen Narren
Morgan Leavy sitzt fest. Er ist zwar erster, aber dennoch nur Botschaftssekretär in einem westafrikanischen Staat (Kinjanja), wo er doch eigentlich zum Diplomaten wurde um aller Herren Länder zu erkunden. Alle Gelegenheiten sich zu profilieren und dem britischen Außenministerium ein Gesicht mit Erfolgsstory zu seinem Namen zu bieten, scheitern...
Veröffentlicht am 24. Mai 2009 von Esther

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3.0 von 5 Sternen Starker Start - gezogene Länge - starker Schluss
William Boyd hat einen netten Roman abgeliefert. Morgan Leafy ist der Erste Konsulatssekretär in einem hinterwäldlerischen Staat - ehemalige britische Kolonie - irgendwo in Afrika (wahrscheinlich ist Ghana gemeint)
Und Morgan ist nicht das was man einen Helden oder einen tollen Hecht nennt. Ein bißchen übergewichtig, ein bißchen versoffen,...
Veröffentlicht am 31. Juli 2012 von A. Bothe


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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von der Ungleichverteilung und armen Narren, 24. Mai 2009
Von 
Esther (Graz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Unser Mann in Afrika: Roman (Taschenbuch)
Morgan Leavy sitzt fest. Er ist zwar erster, aber dennoch nur Botschaftssekretär in einem westafrikanischen Staat (Kinjanja), wo er doch eigentlich zum Diplomaten wurde um aller Herren Länder zu erkunden. Alle Gelegenheiten sich zu profilieren und dem britischen Außenministerium ein Gesicht mit Erfolgsstory zu seinem Namen zu bieten, scheitern kläglich. Nicht allein seine träge berufliche Karriere verursacht ihm Kopfzerbrechen, auch das Privatleben und seine Heiratspolitik vermissen Strategie. Schließlich bleibt ihm die Frage wie er so geworden war, wie er war - egoistisch, dick und menschenfeindlich.

In seinem frühen Roman beschreibt William Boyd einen vermeintlichen Versager, der genug hat vom Versagen und bereit ist mit seiner Umwelt auf Konfrontation zu gehen. Parallel zu seinem eigenen unsympathischen Universum begegnen wir auch seinem Boss, einem ebenso unzufriedenen, noch viel überheblicheren Diplomaten auf der Abschussliste, dessen Ehefrau und Tochter (der unerreichbaren), einer afrikanischen Geliebten, die Morgen an der Angel hält, ohne die anderen Fische im Teich ziehen zu lassen, einem schottischen Arzt, einem korrupten afrikanischen Politiker, dessen Ehefrau, die jede ihrer Handlungen wohl bedenkt und einer Vielzahl afrikanischer Angestellter.

Und überwiegt auch der satirische Aspekt und die humorvolle Erzählung in diesem Roman, tritt unmissverständlich Korruption in Politik und Ungleichverteilung der Weißen gegenüber den Schwarzen ans Licht. Selbstsüchtige Politiker und ignorantes Diplomatenpack stehen afrikanischen Familien und deren ganz persönlichen Tragödien gegenüber - das Unverständnis für afrikanische Kultur und Zeremonien, die Gier, wenn nur wenige Pfunde fehlen für eine gerechtere Welt ... Allein der schottische Arzt bleibt von Stolz und Hochmut verschont und bleibt Mensch unter Menschen.

Unverkennbar William Boyd's gerissene Feder, geteilt in drei Teile, wobei der zweite zeitlich vorangeht. Am Ende wird dann alles irgendwie doch noch gut - da kann man Kritik anbringen (ich tu's nicht!).
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kolonialismus am Rande des Wahnsinns, 16. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Unser Mann in Afrika: Roman (Taschenbuch)
Boyd's Roman "Unser Mann in Afrika" ist eine Satire, in deren Mittelpunkt der zweitklassige Botschaftsangestellte Morgan Leafy steht. Die Handlung ist in einem afrikanischen Staat angesiedelt, der das fragwuerdige Vergnuegen auf sich eint, zum kolonialen Besitzstand Grossbritanniens gehoert zu haben. Leafy's Karriere hat an irgendeiner Stelle einen Knick erfahren und nun sitzt er in Afrika fest, ohne Aussicht auf Besserung der Situation. In gewisser Weise hat sich sein Verhalten den bestehenden Verhaeltnissen angepasst, ohne, dass er es wahrgenommen hat. Er haelt sich, wie alle Nichtafrikaner, immer noch fuer etwas besseres, ohne zu erkennen, dass er bereits auf der dunklen Seite des Lebens angekommen ist, auf der Korruption und Ungleichheit zugunsten der Weissen an der Tagesordnung sind. Satire auf das Leben, auf das Leben des Einzelnen, der den eigenen Anspruechen nicht genuegt und dennoch Mechanismen entwickelt, um sich damit zu arrangieren. Satire auf das Leben, auf das Leben im Kolonialismus, dessen menschenverachtende Haltung Grenzen zementiert und Unrecht legitimiert. Gelungen.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unser Mann in Afrika, 17. August 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Unser Mann in Afrika (Broschiert)
William Boyd, bekannt als einer der grössten Erzähler von fiktiven Geschichten ist bereits 1981 mit diesem Roman ein Volltreffen gelungen. Bekannt sind seine Romane EINES MENSCHEN HERZ oder RUHELOS, die auch in deutscher Sprache wegen ihrer bildhaften Sprache den Leser verzaubern. Der vorliegende Roman unterscheidet sich völlig von den vorher genannten, auch wenn seine geniale Fabulierungskunst wieder beeindruckt. Dieser Roman hat noch etwas anderes und das ist seine urkomische Situationkomik wie sie nur ein Angelsachse fähig ist zu beschreiben. Teilweise in der Manier von "running gags" beschreibt Boyd die Geschichte dieses Vice Konsuls, der ein ziemlich armes Würstchen ist. Mit der Begabung der Selbstironie versteht der Autor dem Leser die Kolonale Mentalität der Briten zu vermitteln.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hohe Zeit der niederen Gelüste, 22. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Unser Mann in Afrika: Roman (Taschenbuch)
Zeitweise war ich mir nicht sicher: ist der Autor so pubertär, oder nur seine Hauptfigur? Die niederen Gelüste des Morgan Leafy bekommen viele Zeilen in diesem Westafrika-Roman, unangenehm viele, und gelegentlich geht es sogar saftig ins Urologische - kein guter Lesestoff beim Frühstück, aber ein Anlass, bestimmte venerische Komplikationen nachzuschlagen. Dann noch einige derbe, schnell ausgestoßene Flüche. Und bald wieder: Weibliche Oberweiten, Hinterteile, Schürzenjagd in Afrika.

Boyd schreibt in seiner Artikelsammlung Bamboo, wie sexbesessen die Insassen in seinem schottischem Jungsinternat waren und dass er damals enorme fünf Pfund für das Foto einer aufregenden Frau im T-Shirt bezahlte; hier gründet offenbar Morgan Leafys unermüdliche Triebsamkeit.

Fast hätte ich A Good Man in Africa nach 50 Seiten weggelegt, weil ich eine erhitzte Tour de Testosteron über 250 weitere Seiten nicht brauchte. Doch die Geschichte nahm Fahrt auf, und Boyd erzeugt mit einem schlichten Trick Spannung: schon bald hören wir von einem wesentlichen, unglücklichen Ereignis in der Vergangenheit, das entscheidend in die erzählte Gegenwart hineinwirkt; doch was da passierte, bleibt lange schleierhaft.

Dabei schreibt Boyd nicht chronologisch, sondern wechselt mehrfach die Zeitebene; dies immerhin so gewandt, dass der Überblick stets erhalten bleibt, und die Zahl der Akteure ist überschaubar. Gelegentlich wirken die Zeitsprünge jedoch auch abrupt - wie nachträgliches Umschichten der Buchteile ohne sorgfältige Anpassung. Auch in einzelnen Kapiteln baut Boyd immer wieder geschickt Spannung auf, vor allem rund um die Versuche und Versuchungen des Morgan Leafy. Mir hat auch gefallen, wie die wichtigsten Figuren jeweils mit klar erkennbaren Stimmlagen reden. Boyd selbst scheint ab der Buchmitte weniger wortreich und etwas ökonomischer zu schreiben.

Veröffentlicht 1981, angesiedelt irgendwo in den späten 1960ern oder frühen 70ern, spielt A Good Man in Africa in einer Provinzhauptstadt des fiktiven westafrikanischen Staates Kinjanja; der erinnert deutlich an Nigeria; dort wuchs der englische Autor Boyd zeitweise auf. Sein Vater war Uni-Arzt in Nigeria - direktes Vorbild für Dr. Murray im Roman, eine der wenigen eher sympathischen Figuren. Tatsächlich ist Murray sogar Teil des Boydschen Familiennamens.

Das Gewese im englischen Konsulat in Afrika weckt Erinnerungen an Graham Greenes Heart of the Matter. Dieser Roman (angesiedelt in Freetown, Sierra Leone) wird in A Good Man in Africa sogar einmal kurz erwähnt. Doch A Good Man in Africa ist eine krasse Satire ohne Ernst, und meine Lieblingsromane über Konsulate in den Tropen bleiben Paul Theroux' The Consul's File und Aldous Huxleys Burmese Days.

Ebenfalls in Good Man in Africa erscheint die Phrase "at ease", die mich an den lesenswerten Achebe-Roman No Longer at Ease erinnerte; der spielt im Lagos der späten 50er und handelt - wie Boyds Good Man - von Korruption und moralischem Verfall. Natürlich erinnern der englische und mehr noch der deutsche Titel auch an Our Man in Havana.

Kurz nach A Good Man in Africa veröffentlichte Boyd den Roman Ice-Cream War, der ebenfalls meist in Afrika spielt - im ersten Weltkrieg, im Gebiet des heutigen Kenia und Tansania. Doch während diese beiden frühen Boyd-Romane zwar in Afrika siedeln, handeln sie vor allem von Engländern und ihren Tics und Obsessionen. Ice-Cream War hat überhaupt keine wichtigen afrikanischen Akteure; A Good Man in Africa bietet schon mehr afrikanische Beteiligung, auch Wetter, Natur und Lebensbedingungen werden plastischer. In Ice-Cream War klingt Boyd dann deutlich ernster und erwachsener.

A Good Man in Africa entwickelt sich an mehreren Stellen sehr unrealistisch. Speziell im letzten Drittel zerrt Boyd seine Hauptfigur lustvoll von einem Desaster zum nächsten, und das Buch wird zunehmend zum erzählten Comic, fast schon an Tom Sharpe erinnernd - aber Good Man klingt damit definitiv auch wie der Stoff für eine knackige Verfilmung. Das gilt erst recht für die zwei letzten, dramatischen Kapitel. Und tatsächlich lieferte Boyd auch das Drehbuch für die Verfilmung von 1994 - die noch derber und platter wirkt als das Original.

Schade, dass zum Ende ein paar Nebenhandlungen offen bleiben.

Boyds Geschichtensammlung On the Yankee Station enthält zwei Kurzgeschichten um Morgan Leafy, die vielleicht einmal Teil des Romans Good Man in Africa waren, aber zurecht nicht darin erscheinen. Es gibt mehr Probleme und mehr Frauen und mehr Testosteron und mehr venerische Maleste. Beide Geschichten liefern keine neuen Hintergründe oder Erkenntnisse. Eine der zwei Morgan-Leafy-Episoden ist ganz unterhaltsam, die andere wirkt wie zu früh ausgemustert und nie verfeinert (und der Inhalt wurde im Buch mit anderem Personal neu untergebracht).
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3.0 von 5 Sternen Starker Start - gezogene Länge - starker Schluss, 31. Juli 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Unser Mann in Afrika: Roman (Taschenbuch)
William Boyd hat einen netten Roman abgeliefert. Morgan Leafy ist der Erste Konsulatssekretär in einem hinterwäldlerischen Staat - ehemalige britische Kolonie - irgendwo in Afrika (wahrscheinlich ist Ghana gemeint)
Und Morgan ist nicht das was man einen Helden oder einen tollen Hecht nennt. Ein bißchen übergewichtig, ein bißchen versoffen, ein bißchen neben der Spur und auch immer nicht die erste Wahl. Er hält siche eine schwarze Geliebte und muss dummerweise deswegen einen Arzt aufsuchen, denn er hat sich was eingefangen.

Dieser Arzt ist kein Geringerer als der Schotte Alexander Murray, Leiter der Ademola-Klinik. Er behandelt auch Weiße, in der dafür vorgesehenen Sprechstunde und mag Weiße nicht, die sich darüber selbstgefällig hinwegsetzen, so wie Morgan.

Morgan macht Fehler über Fehler und kämpft wahlweise mit seinem Zorn auf sich und den Rest der Welt, seinem Selbstzweifel, seiner Angst zu Versagen und nach Hause nach England zu müssen und so weiter.....

William Boyd hat einen Roman abgeliefert, der das Lebensgefühl einer ganzen Generation beschreibt. Ein wenig abgehalftert, ein wenig verwirrt, ein wenig beschränkt, zwar ambitioniert, aber auch ständig sanktioniert. Das er dabei eine Romanfigur irgendwo nach Afrika projeziert hat, stört nicht weiter. Denn ich glaube, das im Buch dargestellte Lebensgefühl in Afrika und der Afrikaner hat sich bis heute leider nicht substantiell geändert. Auch die Weißen mit ihren Empfindungen werden allesamt authentisch eingefangen. Alles in Allem ein nettes Buch das in der Mitte etwas an Spannung nachläßt, aber gegen Ende wieder sehr rasant wird. Ich habe diesen Roman gern gelesen und habe mir danach gleich noch einen gekauft. William Boyd ist mit Sicherheit nicht Jedermanns Geschmack, aber er ist mit Sicherheit für viele Leser/Innen unterhaltsam.
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5.0 von 5 Sternen was alles schiefgehen kann, 9. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Unser Mann in Afrika: Roman (Taschenbuch)
so jung und schon gewusst, was alles daneben gehen kann, herrlich skurril und zum glück endet nicht alles, was anstrengt im burnout-den gabs damals ja noch nicht, wer hat den eigentlich erfunden?
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4.0 von 5 Sternen Ein wenig repetetiv, aber guter Schluss, 3. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Unser Mann in Afrika: Roman (Taschenbuch)
Habe das Buch gerade zu Ende gelesen und wie bei so einigen Büchern von William Boyd dachte ich mir bei manchen Stellen, dass die Geschehnisse doch ab und an vorhersehbar sind und doch konnte ich das Buch nicht weglegen, musste immer wissen wie es weitergeht. Eine wunderbare Sprache mit viel Melancholie und Selbstironie (vor allem auf die Körperfülle des Protagonisten), herrlich mit ihm in seinen Selbstzweifeln zu schwelgen..und doch so viel Sex zu haben :-)
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3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hanswurst in Afrika, 9. September 2008
Von 
Tom Kadi (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Unser Mann in Afrika: Roman (Taschenbuch)
"hinreißend komisch" - wie die Times im Klappentext verspricht, ist dieser Roman nicht, aber etliche Stellen lassen einen doch schmunzeln - in dieser Geschichte über einen fetten, egoistischen englischen Botschaftssekretär in einem Phantasieland irgendwo in Westafrika, der sich immer mehr in selbst gelegten Fallstricken verheddert und schließlich doch eine gewisse Läuterung durchmacht. Das Problem mit diesen satirischen Romanen ist, dass alle Personen überzeichnet werden und man sich mit niemandem identifizieren kann - dies führt zu einem eher akademisch-abgehobenen Lesevergnügen. Dennoch liest sich dieser Roman ganz kurzweilig weg. Man merkt ihm allerdings an, dass er vor mehr als 25 Jahren geschrieben wurde - wer zuvor neuere Sachen von Boyd - wie z.B. Ruhelos - kennengelernt hatte, wird ein wenig enttäuscht sein.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen amüsante satire, 15. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Unser Mann in Afrika: Roman (Taschenbuch)
Unser Mann in Afrika.

mich hat die geschichte um den - irgendwie erbärmlichen - botschaftsbediensteten morgan leafy sehr amüsiert. sie liest sich leicht und wer schon mal was mit bürokratischen, hierarchischen strukturen des staatsdienstes und der afrikanischen kultur andererseits zu tun hatte, wird mit morgan mitfühlen und -leiden...
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3 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Kollision der Kulturen nicht gelungen, 21. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Unser Mann in Afrika (Broschiert)
Morgan Leafy hat als Botschaftssekretär keine leichte Aufgabe. Der Konsul Fanshawe behandelt ihn wie einen Bediensteten, seine einheimische Geliebte Hazel lässt die erwünschte Monogamie vermissen und der einheimische Politiker Adekunle spannt ihn mit einer Erpessung für seine Zwecke ein: Ausgerechnet den ihm so unsympatischen schottischen Arzt Dr. Murray soll er bestechen.
Die Idee, die vermeintlich steifen Engländer gegen vermeintlich unkonventionelle lokale Gepflogeneheiten antreten zu lassen, gefiel mir auf Anhieb. In dem Aufeinandertreffen der Kulturen hätte genug Witz gesteckt, um einzelne Protagonisten unbekümmert auflaufen zu lassen. Irgendwie ist der Kniff aber nicht gelungen. Ich habe mich selten so durch ein Buch gequält. "Hinreißend komisch" (The Times) fand ich es nicht.
Im Buch jedoch dominiert ein missmutiger Leafy, der kein bisschen aufrechter Brite ist, wie der Klappentext schreibt. Er kommt als selbstgefälliger und kurzsichtiger Mensch rüber, der seine persönlichen Angelegenheiten immer nur zu seiner Unzufriedenheit regelt. Seine Affären geschehen aus unendlicher Langeweile und der Unfähigkeit, sich auch anderweitig zu beschäftigen und so bleiben sie entsprechend farblos. Adekunle erpresst ihn mit der Affäre mit seiner Ehefrau und Leafy windet sich bloß ein weiteres Mal in Umwohlsein.
Leafy ist keinen Deut besser als der Konsul selbst, der sich spätestens beim Unfalltod seiner einheimischen Angestellten Innocence als unsympathischer Ignorant entpuppt.
Einzig Dr. Murray, der zwei Drittel des Buches als sturer und verständnisloser Esel dargestellt wird, ist in Wirklichkeit ein Mensch, der sich mit seinem Lebensraum wesentlich gelassener arrangiert hat als der gesamte Rest der Protagonisten. Dabei bleibt Murray aufrecht und gnadenlos ehrlich, viel europäischer als die Figuren, die uns der Verlag als solche verkaufen will. Vielleicht ist das das Problem des Buchs: Der Klischee-Schotte kommt im Land besser zurecht als das mit sich unzufriedene und selbstverliebte Konsulatspersonal, das bei der erstbesten Gelegenheit in sich selbst zusammen fällt und außerstande ist, im fremden Land zurecht zu kommen. Humorig fand ich das Buch leider nicht, auf mich wirkte es frustriert und frustrierend. Sollte es eine stumpfe Abrechnung mit unflexiblen Menschen sein, so ist es auch stumpfsinnig geschrieben.
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Unser Mann in Afrika: Roman
Unser Mann in Afrika: Roman von William Boyd (Taschenbuch - 26. April 2008)
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