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39 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch fürs Gemüt
Es ist eine hübsche Sammlung von Geschichten und Eindrücken, die der amtierende Georg-Büchner-Preisträger Martin Mosebach, der der breiteren Öffentlichkeit durch seinen jüngsten Roman "Der Mond und das Mädchen" sowie seine Verteidigung des klassischen Römischen Ritus' in seinem Essay-Band "Die Häresie der Formlosigkeit" bekannt...
Veröffentlicht am 13. Juni 2008 von Patrick Peters

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24 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein phantasieloses und abwertendes Aneinanderreihen von Klischees und Schablonen, mit nichts als Unwissen über Italien!
Der Autor versucht in elf Prosastücken Impressionen aus ganz Italien wiederzugeben, um so das "italienische Lebensgefühl" zu beschreiben. Im Buch findet man aber allein die Wiedergabe brav gelernter Zitate und Abhandlungen, viel Belehrendes und Wertendes, eine Vielzahl von schablonenhaften abgegriffenen Klischees einer heute nicht existenten und niemals...
Veröffentlicht am 26. Oktober 2010 von Bibliofilo


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39 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch fürs Gemüt, 13. Juni 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die schöne Gewohnheit zu leben: Eine italienische Reise (Taschenbuch)
Es ist eine hübsche Sammlung von Geschichten und Eindrücken, die der amtierende Georg-Büchner-Preisträger Martin Mosebach, der der breiteren Öffentlichkeit durch seinen jüngsten Roman "Der Mond und das Mädchen" sowie seine Verteidigung des klassischen Römischen Ritus' in seinem Essay-Band "Die Häresie der Formlosigkeit" bekannt ist, vor gut einem Jahrzehnt von einem längeren Italienaufenthalt mitgebracht hat. Mosebach schildert etwa das Leben einer im Laufe vieler Jahre zu Wohlstand gekommenen süditalienischen Familie, lässt in einem anderen Kapitel zwei fiktive und fundamental unterschiedliche Gestalten sprachlich und literaturwissenschaftlich durchaus gekonnt über die Commedia dell'Arte disktuieren und erzählt von seiner Begegnung mit Ciro Paone, der mit seinem Unternehmen "Kiton" zu den Granden der neapolitischen Schneiderzunft gehört.
Mosebachs "Die schöne Gewohnheit zu leben: Eine italienische Reise" gehört zu den Büchern, die man immer wieder gerne liest und einem ein gutes Gefühl geben. Wenn man es aufschlägt, weht dem Leser ein Hauch warmer italienischer Abendluft entgegen und der heimische Sessel wird zum Korbstuhl eines Straßencafés auf einer Piazza vor der rot am Horizont verschwindenden Sonne...
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24 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein phantasieloses und abwertendes Aneinanderreihen von Klischees und Schablonen, mit nichts als Unwissen über Italien!, 26. Oktober 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die schöne Gewohnheit zu leben: Eine italienische Reise (Taschenbuch)
Der Autor versucht in elf Prosastücken Impressionen aus ganz Italien wiederzugeben, um so das "italienische Lebensgefühl" zu beschreiben. Im Buch findet man aber allein die Wiedergabe brav gelernter Zitate und Abhandlungen, viel Belehrendes und Wertendes, eine Vielzahl von schablonenhaften abgegriffenen Klischees einer heute nicht existenten und niemals dagewesenen Realität. Der Autor eckt mit seinen von einem herblassenden Belächeln geprägten "Eindrücken" ununterbrochen beim Lesen an und scheint sich mit seinen Betrachtungen eher an dubiosen Reiseberichten von Kolonialherren zu "rückständigen" und "primitiven" Völkern anderer Kontinente zu orientieren, als an wirklich gelebten Eindrücke. Vom wirklichen Italien findet man im Buch reichlich wenig!
Man wird den Eindruck nicht los, der Autor habe sich nicht die geringste Mühe gemacht, Italien zu erleben, sonder sich auf ein misanthropisches Abkanzeln aus einer verstaubten Bibliothek anderer Jahrhunderte beschränkt.
In allem was wiedergegeben wird findet sich eine ermüdende Wertung und man fragt sich beim Lesen immer wieder, was der Autor mit Italien am Hut hatte, wenn ihm schon gar nichts am Land und an dessen Kultur zuzusagen vermag. Die mit historischen und kulturellen Verweisen geradezu gespickten "Beobachtungen", wirken als wertende Plattitüden, einem Konzentrat aus ebenso abgegriffenen wie auch unwahren Klischees.
Der Text "Die schöne Gewohnheit zu leben" ist ein Spiegel dieses altklugen und wertenden Belächelns der Hauptfigur, einer schrulligen alten Frau auf Capri. Die Figuren sind ebenso überzeichnet wie unglaubwürdig und der Autor wird immer wieder ausfallend und unnötig vulgär.
Gleichzeitig zeugt die Erzählung vom Unwissen des Autors über Italien. Zum Beispiel würde ein Italiener nie die Haut eines Engländers mit Buttermilch vergleichen, da Buttermilch in Italien nicht verkauft wird und als Konsumgut so gut wie unbekannt ist. Die in italienischer Sprache wiedergegebenen Sprichworte sind oft fehlerhaft geschrieben und zum Teil schlicht falsch übersetzt: "il pelo tira più di cento paie di buoi" sollte erstens "paia" und nicht "paie" heißen und hat zweitens das Haar hier nichts mit dem Kopfhaar, sondern vielmehr mit dem Schamhaar zu tun. Spaghetti "alla puttanesca" bedeutet nicht "Schnell wie die Huren", sondern der Name "nach Prostituiertenart" ist vielmehr ein Verweis auf die sehr kräftig und etwas fischig schmeckende Soße aus Tomaten, Kapern, Oliven und Sardellen. "Che figura" bedeutet soviel wie "da habe ich mich aber blamiert!", hat aber weniger mit dem Ausdruck "welchen Eindruck haben wir gemacht" zu tun. "Algallo" sind zwei Worte, Präposition und Substantiv, die getrennt "al gallo" und nicht zusammen geschrieben werden.
Von Tarantellatänzern, Essensgelagen Lärm, Geschrei und Stumpfheit zurückgebliebener kulturloser Banausen, die die gesamte Erzählung durchsetzen, wird einem nichts erspart.
In "Commedia dell'arte", dem Text über das italienische Improvisationstheater des XVI Jahrhunderts, findet man effektiv etwas über Italien. Dies ist aber auf die brav wiedergegebenen Informationen über Gesten und Figuren dieser Theatertradition zurückzuführen als auf die Beobachtungsgabe des Autors selbst. Auch diese Wiedergabe eines Lehrbuchs über Theatergeschichte entbehrt allerdings nicht der klischeehaften Sprüche wo die neapolitanischen Volkswaisen als von Mandolinenklängen untermalener "organisierter Lärm einer diabolisch entfesselten Volksmusik" beschrieben werden und die Gesangsweise als "Sarazenen-Fado mit Muezzin-Gregorianik, dieser Kamikaze-Tango, dies Heulen aus den Flammen des Fegefeuers" beschrieben werden.
Die Betrachtung der berühmten Fresken in Pompei in "Pompejanische Gegenwart", geben dem Autor den Anlass zu Parallelen mit Figuren aus der Realität Neapels, welche er beschreibt als "dubiose Typen, zum dick werden zu nervös, immer auf der Flucht, manchmal etwas Gestohlenes in sich hineinschlingend, meistens hungrig ... mit Frisiercreme und braunen Zähnen und krokodilshafter Konzentration, fleckigern Hose und tiefen Schatten unter den Augen", um den positiven Gegenpart schlussendlich wiederum mit der Mandoline im Restaurant auftreten zu lassen.
Den Römern wird in "Römische Tageszeiten", vorgeworfen, sie hätten keinen Sinn für den Fortbestand römischer Größe und die Gräber, Pushern und Prostituierten, welche auf verwitterten Steinhaufen antiker Ruinen sitzen, sollten jeden dazu veranlassen aus der Stadt zu fliehen "Wer hier etwas zu verlieren hat, ist längst geflohen". In "Der Tod in Neapel" wird ein etwas makabrer und morbid anmutender Totenkult beschrieben (in ganz Mitteleuropa vergleichbare Gebeinshäuser gibt) und mit Haitianischen Voodoo-Riten verglichen.
Weitere Klischees (über italienisches Design und italienische Mode) folgen mit "Das Design ist das Schicksal" und im Text über den neapolitanischen Edelschneider Ciro Paone. Dem Lobgesang über Design wird aber prompt wieder im letzten Prosatext widersprochen, in welchem die Vespa (die genauso im MoMa steht, wie der Ferrari der soeben noch hoch gepriesenen Designer) als "dumm und hässlich" bezeichnet wird. Einzig den philosophischen Überlegungen über die Metaphorik von Plätzen in "Italiens Plätze bei Nacht" kann etwas positives abgewonnen werden.
Die erklärte Absicht, die "italienische Essenz" ist dem Autor mit diesem Buch aber absolut nicht gelungen.
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2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Abfallprodukt, 11. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Die schöne Gewohnheit zu Leben (Taschenbuch)
Habe von M.Mosebach schon gute Bücher gelesen. Dies können nur Reste aus dem Zettelkasten sein.
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1 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen ein etwas anderer Reisebericht, 17. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Die schöne Gewohnheit zu leben: Eine italienische Reise (Taschenbuch)
Es handelt sich um ein Buch, in dem verschiedene, völlig von einander unabhängige Geschichten aus Italien vorgestellt werden. Ich persönlich war ein wenig enttäuscht, da ich etwas völlig anderes erwartet hatte, nämlich einen "klassischen" Roman, bzw. eine Erzählung, einen Erfahrungsbericht eines Italien-Reisenden - und das ist das Buch nun so gar nicht.
Dennoch geben die einzelnen Abhandlungen Einblick in die italienische Lebensart, nur eben nicht in Form einer unterhaltsamen, leichten Lektüre für die Ferien.
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Die schöne Gewohnheit zu leben: Eine italienische Reise
Die schöne Gewohnheit zu leben: Eine italienische Reise von Martin Mosebach (Taschenbuch - 6. Juni 2007)
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