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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ford kann mehr
"Unabhängigkeitstag" erschien 1995 und behandelt das Leben der Hauptfigur Frank Bascombe um den vierten Juli 1988 herum. Die zweite Amtszeit Reagans war gerade zu Ende und Bush senior stand zur Wahl bereit.
Frank Bascombe ist Immobilienmakler, geschieden, zwei Kinder. Er meint, seine Frau (die wieder verheiratet ist) immer noch zu lieben. Am vierten Juli, dem...
Am 11. April 2005 veröffentlicht

versus
3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kein Vergleich mit "Die Lage des Landes"
Ich habe Richard Ford durch den Roman "Die Lage des Landes" kennen gelernt und war (als treuer Leser von z.B. John Updike und Philip Roth u.a.) begeistert. Da "die Lage des Landes" ja den dritten Teil einer Trilogie bildet, wollte ich danach den Mittelteil "Unabhängigkeitstag" lesen.
Ich kann nur sagen - ich war enttäuscht und kann einigen anderen...
Veröffentlicht am 23. Juli 2009 von possaci


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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ford kann mehr, 11. April 2005
Von Ein Kunde
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Unabhängigkeitstag (Gebundene Ausgabe)
"Unabhängigkeitstag" erschien 1995 und behandelt das Leben der Hauptfigur Frank Bascombe um den vierten Juli 1988 herum. Die zweite Amtszeit Reagans war gerade zu Ende und Bush senior stand zur Wahl bereit.
Frank Bascombe ist Immobilienmakler, geschieden, zwei Kinder. Er meint, seine Frau (die wieder verheiratet ist) immer noch zu lieben. Am vierten Juli, dem amerikanischen Unabhängigkeitstag, macht er einen Ausflug mit seinem schwierigen Sohn (der tötet Vögel aus Spaß, zumindest vermutet das Frank). Ihr Hauptreiseziel ist die Basketball "Hall of Fame". Zwischendurch telefoniert Frank ausgiebig mit seiner Freundin, wobei diese Gespräche sich immer um Fragen drehen wie: Liebst du mich? - Ich weiß nicht - Könntest du dir vorstellen, dass es möglich ist - du fehlst mir - Ja du mir auch.
Das ist die Haupthandlung. Sie plätschert über die sechshundert Seiten dahin wie ein Tag, den man auf dem Sofa verbringt. Ohne große Höhepunkte, auch nicht unangenehm.
Es ist nichts Verwerfliches daran, eine solche Geschichte zu erzählen, vermutlich ist es sogar das, was Richard Ford zum Ausdruck bringen wollte. Der Unabhängigkeitstag garantiert einem die Freiheit, die Dinge zu tun, die einem wichtig erscheinen, und gerade die Tatsache, dass es normale, alltägliche Dinge sind, zeigt, dass die Freiheit funktioniert.
Dennoch wird die Sache ab Seite vierhundert langweilig. Dies liegt vor allem daran, dass die Haupthandlung (Reise mit dem Sohn) sehr schwach ist. Sie hat kein Spannungspotential. Gleiches gilt für die Beziehung Franks zu seiner Freundin.
Die starken Szenen liegen am Anfang: im Bemühen Franks, dem Ehepaar Markham ein Haus zu verkaufen, die Markhams sich aber unseins sind, ob sie denn ein Haus kaufen wollen und überhaupt, wie ihr weiteres Leben aussehen soll. Oder die Szene mit dem mysteriösen Mr. Tanks, den Frank in einem Motel trifft, in dem zuvor ein Verbrechen stattfand. In diesen Erzähleinheiten zeigt Ford seine schriftstellerische Klasse.
Ford gewann für "Unabhängigkeitstag" 1996 den Pulitzer-Preis. Ein eher mäßiges Jahr für die amerikanische Literatur.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr angenehmes Buch, 14. Juli 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Unabhängigkeitstag (Gebundene Ausgabe)
Richard Ford erzählt die "Unabhängigkeitstag" die Geschichte eines Vaters, der mit seinem Problemkind das Wochenende um den 4. Juli, den Unabhängigkeitstag der Vereinigten Staaten, verbringt. Das alles geschieht in sehr unspektakulärer Art und Weise, vielmehr beschreibt Ford auf eine sanfte, sympathische Art. Er nimmt sich genügend Zeit, auf die Charaktere und ihr oftmals sehr alltägliche Leben einzugehen und sie werden einem sympathisch: der Vater Frank Bascomb, der nicht weiß, wie er mit den Problemen seines Sohnes zurechtkommen soll und deshalb dieses Wochenende plant, um ihrer Beziehung eine Chance zu geben; der Sohn und seine Nullbock-Einstellung mit der er es Frank schwer macht; die Sehnsucht nach Liebe; das Leben Franks; all das wird vor dem Leser ausgebreitet und man verfolgt die Leben der Akteure. Allzuviel Handlung entspinnt sich nicht, viel hängt von den geschilderten Gedanken und Dialogen ab. Der Autor geht einfach sehr sensibel mit dem Älterwerden des Vaters um und das macht ihn dem Leser sehr sympathisch und man kann mit Frank fühlen, der nicht weiß, ob er sein Leben gemeistert hat und eigentlich noch seiner Exfrau hinterhertrauert. Die Geschichte rührt an und gerade die Sorgfalt, mit der Ford schildert und beschreibt macht das Buch lesenswert. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "So say good-bye, it's Independence Day", 23. Februar 2008
Manchmal liest man Bücher mit dem Gefühl, ihnen nicht gerecht zu werden. Man fühlt sich gelangweilt, die Sätze erreichen einen nicht, man verliert dauernd den Faden. Und das, obwohl ein verlässlicher Freund einem in den Ohren liegt, wie großartig das nicht alles ist. "Independence Day" von Richard Ford ist so ein Buch für mich. Erzählt werden drei oder so Tage aus dem Leben des Frank Bascombe, ehemaliger Sportreporter, nun Immobilienmakler. Es ist der ganz normale, schreckliche Alltag, der geschildert wird, mit allen seinen Verkehrsstaus, kleinen Missgeschicken und mittelgroßen Katastrophen. All der Ärger und die Frustrationen, die einen an manchen Tagen begleiten, erhalten hier ihr Wort. Und alles wird durchlebt und reflektiert von Frank. Es ist ein Reflexionsroman. Sehr viel Zeitgeschichtliches. Auch das legt sich wie ein undurchdringlicher Schleier über das Lesevergnügen. Oder interessiert sich heute etwa noch jemand für eine Präsidentschaftsvorwahl aus den 80er Jahren.
Freilich gibt es bei soviel Reflexion viele tiefe Gedanken und außerordentliche Beschreibungen. Da hat Richard Ford schon mächtig was zu bieten. Aber diese Brillianten werden mitgeschleppt in einer großen Moräne aus Geröll und Alltagsschutt. Da kann man es dem artigen Leser nicht verdenken, wenn ihm der eigene tägliche Verkehrsstau reicht.
Aber wie gesagt - manchmal beschleicht einen das Gefühl, einem Buch nicht gerecht geworden zu sein. Man weiß nicht woher es kommt, aber es ist da. Dann gibt es nur eins: Beherzt zu einem neuen Buch greifen. Man wird's überleben.

Thomas Reuter
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk der Gegenwartsliteratur, 8. Januar 2007
Von 
euripides50 (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Unabhängigkeitstag (Gebundene Ausgabe)
Frank Bascombe, Richard Fords Mister Amerika", den wir schon aus Der Sportreporter" kennen, ist inzwischen Mitte Vierzig geworden und befindet sich seit seiner Scheidung noch immer in der "Existenzperiode", d.h. einer Phase, in der er erst einmal versuchen muss, nach dem Bankrott seines bisherigen Lebens wieder festen Boden unter den Füßen zu bekommen. Seine Frau Ann hat ihn nicht nur mit den beiden gemeinsamen Kindern verlassen sondern zu allem Unglück auch noch einen steinreichen älteren Architekten geheiratet. Frank selbst arbeitet mittlerweile in Haddam/ New Jersey als Grundstücksmakler, ist (obwohl er seine Ex Frau noch immer liebt) mit der langbeinigen und schwierigen Sally zusammen und von Sorgen über seinen Sohn Paul zerfressen, der immer öfter mit seiner Umwelt in Konflikt gerät.

Wir schreiben den 1. Juli und befinden uns im Vorfeld des amerikanischen Unabhängigkeitstages, dem höchsten weltlichen Feiertag der USA, an dem alle Welt aufbricht, sich zu amüsieren und zu entspannen. Nur Frank nicht - seine Bemühungen um einen Hausverkauf scheitern an den Launen der unmöglichen Markhams aus Vermont, und als er abends zu Sally fährt, um wenigstens dort ein wenig abzuhängen, erhält er von der ungemein launischen und kapriziösen Dame den Fangschuss. Dass er in der Nacht, in der er durch unendliche Verkehrsstaus noch heimfahren muss, auch noch Zeuge eines Mordes in einem Motel wird, gehört offenbar zur gewalttätigen amerikanischen Alltagswelt, denn auch Frank Bascombe selbst war kurz vorher von Jugendlichen niedergeschlagen worden, eine Ex Geliebte wurde Opfer eines bestialischen Raubmordes, und rund um das Geschäft seines Kompagnons Carl schleichen schräge Gestalten mit eindeutigen Absichten herum.

Unausgeschlafen erreicht Frank am nächsten Morgen den Nobelort Deep River wo seine Ex-Frau mit den gemeinsamen Kindern in dem prachtvollen Haus ihres Ehemannes residiert. Was sich die beiden Ex-Partner dabei erzählen, ist schon traurig genug, aber was dann folgt, ist an Tristesse kaum zu überbieten: Franks Sohn Paul ist ein kleiner Mistkerl, fett, unsportlich und aggressiv, ein sozial auffälliger und müffelnder Problemjugendlicher, der die Bemühungen des Vaters, ihm auf einer zweitägigen Reise durch die Höhepunkte der Ostküsten Sportgeschichte ein wenig näher zu kommen, wie eine Pflichtübung mürrisch hinnimmt. Als er sich nolens volens ein wenig sportlich betätigen will, wird er von einer Baseballwurfmaschine schachmatt gesetzt, so dass er zu einer Notoperation ins Krankenhaus muss. Noch einmal kommt es zu einem Zusammentreffen mit der Ex-Frau, als Ann an der Seite einer Augenarztkoryphäe den Sohn per Hubschrauber zur besseren Versorgung nach Yale verlegen lässt. Inzwischen hat sich aber - wenn auch nur telefonisch - das Verhältnis zur problematischen Sally wieder eingerenkt, und man beschließt, wenigstens den Abend des 4. Julis gemeinsam zu verbringen.

All das mag sich banal anhören wie eine Allerweltsgeschichte, doch in der Art, wie Ford diese Handlung und die darin involvierten Personen präsentiert, wird diese Allerweltgeschichte zu großer Literatur. Erzählt wird konsequent aus der Sichtweise von Frank Bascombe, wobei Innen- und Außenperspektiven und die Zeitebenen so gekonnt, ineinander verflochten sind, dass man sich schon nach kurzer Zeit die Welt mit Bascombes Augen sehen lernt.

Aber des ist nur das eine: das andere ist, dass Richard Ford mit Frank Bascombe eine repräsentative Figur unserer Zeit geschaffen hat, einen komplexen Charakter, der vor den Augen des Lesers nach allen literarischen und psychologischen Regeln der Kunst durchleuchtet wird. Jeder Leser, der das vorliegen das auch mit der ihm zustehenden Ernsthaftigkeit liest, wird nicht umhin können, sich bei den verschiedensten Gelegenheiten in diesem monumentalen literarischen Spiegel zu erkennen. Mir ist es jedenfalls auf von Kapitel zu Kapitel so gegangen. Etwas Besseres kann man über einen großen Roman nicht sagen.
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13 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sehr schönes Buch, 12. Juli 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Unabhängigkeitstag (Gebundene Ausgabe)
Ich bin gerade noch am Lesen und bin sehr glücklich mit dem Buch, es passiert zwar nicht viel, aber es ist wegen seiner wirklich ungewöhnlichen sprachlichen und psychologischen Präzision dennoch sehr spannend. Auf jeder zweiten Seite wirklich tiefe Erkenntnisse, Einblicke in die menschliche Psyche - und das alles sehr ruhig und unspektakulär dargeboten...Beeindruckend auch die gewaltige Fülle an Details, alles wird sehr genau beschrieben und dadurch hervorragend vorstellbar. Inhaltlich ein sehr menschliches, sympathisches Buch, Bascomb wächst einem so richtig ans Herz... gut, daß das Buch so dick ist, kann ich noch ein bißchen hinlesen!
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5.0 von 5 Sternen Vater und Sohn und Amerika, 23. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Unabhängigkeitstag: Roman (Taschenbuch)
In diesem zweiten Buch, der bislang auf drei umfangreiche Romane angewachsenen Reihe über das Leben Frank Bascombes ist aus dem Sportjournalisten ein Immobilienmakler geworden. Immer noch lebt er in seiner Heimat, immer noch weiß er um seine Wurzeln und zerbricht sich den Kopf über sein Land. Die Geschichte spielt an einem Wochenende, in das der amerikanische Nationalfeiertag fällt. Zeit mit Freunden etwas zu unternehmen, sich der Familie zu widmen. Doch Bascombe ist wie im ersten Band aus dem Leben gefallen. Scheinbar hält er die bürgerliche Fassade aufrecht, doch Richard Ford widmet sich ihm mit einer Akribie, die nichts undurchleuchtet lässt, und zeigt ihn als einen Helden, den eines ausmacht: Er ist da und unterscheidet sich kaum von anderen. Ford zeichnet in ihm das Bild, das wir von uns allen haben, wir sind was Besonderes. Glauben wir zumeist. Von der ersten Frau geschieden, die er noch liebt, obwohl sie längst woanders verheiratet ist, neu liiert mit all den Fragen nach mehr Gemeinsamkeit behaftet, erhofft er sich, von einem Ausflug zur Hall of Fame des Baseballs seinen Sohn für sich zurückzugewinnen, den er nur noch selten sieht, er will ihn zumindest besser verstehen. Bascombe jedoch ist unfähig, Brücken einzureißen. Nicht umsonst wohnt er noch im alten Haus seiner Frau. Er überschätzt sich, denkt, dass ein gutes Gespräch die Dinge schon richten wird. Er begibt sich zusammen mit seinem Sohn Paul auf eine Odyssee, über den Highway, entlang der Diner, der endlosen Weite Amerikas, kämpft gegen die Verschlossenheit Pauls an und wirkt selber verloren. Da tasten sich zwei Menschen aneinander heran, die nicht imstande sind, dem anderen das mitzuteilen, was sie selber ausmacht. Bei einem Sohn spricht mal schnell von der Pubertät, aber wie bezeichnet man das bei einem Vater? Ford sagt Existenzperiode dazu. Und wenn es etwas an diesem Roman aussetzen gibt, dann sicher, dass er überhaupt ein Etikett hervorzaubert. Je weiter die Fahrt geht, desto mehr gleichen Frank und Paul schwer beweglichen Tankern. Sie haben eine Richtung eingeschlagen, die behalten sie bei. Bascombe der große Grübler der amerikanischen Gegenwartsliteratur kennt auf all die Fragen, die sich ihm auftun die Antworten nicht mehr, hat womöglich nie welche besessen. Das macht ihn so sympathisch und den Roman zu einem Genuss. Der Unabhängigkeitstag ist sicher der beste bislang von Richard Ford veröffentlichte Roman, in dem der Schluss versöhnt und zugleich überrascht.
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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Blick in das Innenleben der amerikanischen Mittelschicht, 8. April 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Unabhängigkeitstag. Roman (Taschenbuch)
Sozusagen die Fortsetzung von "Der Sportreporter". Sicherlich kein Buch für Anhänger temporeich erzählter Thriller, verwickelter Erzählstränge oder schnell nebenbei zu lesender Bücher. Der äußere zeitliche Rahmen der Geschichte handelt von wenigen Tagen im Leben von Frank Bascombe (Ende Juni bis 4. Juli). Ford schafft dabei eine authentische Atmosphäre und läßt den Leser tief in das Leben des amerikanischen Mittelstandes blicken. Das Buch besticht durch eine hervorragende Selbstreflexion und Beobachtungsgabe. Die Suche nach der richtigen Entscheidung für das eigene Leben wird wunderbar in der Suche eines Paares nach der idealen Behausung gespiegelt, die hierfür Bascombe, seines Zeichens Immobilienmakler, beauftragt haben. Sehr empfehlenswert.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kein Vergleich mit "Die Lage des Landes", 23. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Unabhängigkeitstag: Roman (Taschenbuch)
Ich habe Richard Ford durch den Roman "Die Lage des Landes" kennen gelernt und war (als treuer Leser von z.B. John Updike und Philip Roth u.a.) begeistert. Da "die Lage des Landes" ja den dritten Teil einer Trilogie bildet, wollte ich danach den Mittelteil "Unabhängigkeitstag" lesen.
Ich kann nur sagen - ich war enttäuscht und kann einigen anderen Rezensenten nur im Nachhinein zustimmen. Leider hatte ich diese Kritiken vorher nicht gelesen. Andererseits urteile ich nun unbeeinflusst.
Nach einem in meinen Augen starken ersten Drittel zieht sich der Roman anschliessend über weit mehr als 200 Seiten mit der Beschreibung einer verkorksten Geschiedener-Vater-gestörter-Sohn-Beziehung hin. Der Protagonist Frank Bascombe kommt in diesem Roman auch 7 Jahre (!) nach der Scheidung offenbar noch immer nicht über das Ende der gescheiterten Ehe hinweg.
Für meinen Geschmack war das grauenhaft langweilig (Pulitzer Preis hin oder her). Ich habe mich durch die letzten knapp 300 Seiten gequält, weil ich nach dem starken Roman "Die Lage des Landes" immer noch gehofft hatte, dass zum Ende hin noch etwas wirklich Interessantes passiert - leider vergebens.
Meine Empfehlung: Wer an einem Romanzyklus über die Entwicklung eines Durchschnittsamerikaners über Jahrzehnte interessiert ist, lese die Rabbit-Romane von John Updike!
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4.0 von 5 Sternen Ein ganz schön dicker Wälzer, aber gut, 2. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Unabhängigkeitstag: Roman (Taschenbuch)
Ein ganz schön dicker Wälzer, manchmal etwas zäh (z. B. wenn es um Infos zum Immobiliengeschäft geht), aber meistens gut zu lesen, weil flüssiger Erzählstil, witzig und unterhaltsam. Vieles wird nur angedeutet, der Leser muss/kann manches weiterdenken, mitdenken.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vier Tage im Leben des Frank Bascombe, 13. März 2011
Von 
Jens Neumann (Stadthagen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Unabhängigkeitstag: Roman (Taschenbuch)
Der Leser begleitet den 44jährigen geschiedenen und vom Leben ernüchterten Immobilienmakler Frank Bascombe vier Tage lang im Juli 1988, dessen Höhepunkt ein Ausflug mit seinen Sohn darstellen soll. Frank ist geschieden, die Beziehung zu seinem Sohn ist eher instabil. Der sorgsam geplante Ausflug, der für Frank voller Erinnerungen, Einschätzungen und Sehnsüchten steckt, wird zu einen Aufbruch in die Selbstfindung.

Richard Ford erzählt wieder einmal auf menschliche und ironische Weise - sehr zu empfehlen!
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Unabhängigkeitstag: Roman
Unabhängigkeitstag: Roman von Richard Ford (Taschenbuch - 8. Januar 2006)
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