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Kundenrezensionen

2,9 von 5 Sternen8
2,9 von 5 Sternen
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am 18. Oktober 2010
Hier ist also wieder so ein Buch: hochgelobt von Kritikern und Rezensenten, gefeiert im Feuilleton führender Blätter, gewissermassen gekrönt mit prestigeträchtigen Preisen. Auch auf dieser Website viel Lob. Alles in allem: gute Gründe, sich dieses Buch auf Weihnachten wünschen zu lassen. Was ich denn auch tat. Dann die Lektüre. Nun, man konzediert gerne, dass der Einstieg in ein solch literarisches Werk etwas schwieriger ist. Also durchhalten, auch wenn die ersten 50 Seiten schwierig waren. Doch je weiter man sich "vorkämpft", desto mehr beschleicht einen das ungute Gefühl: Bin ich zu dumm, um das zu begreifen? Warum geht es hier überhaupt? Alle sagen doch, was das für ein tolles Buch sei (Beitrag zur europäischen Literatur etc. etc.)....doch für mich bleibt es unergründlich. Ich finde den Text prätentiös, kapriziös, autistisch, auch chaotisch. Weder spannend noch wirkich kontemplativ.
Nun, das Buch scheint den Vorteil zu bieten, dass es in zwei Abschnitte unterteilt ist: einen ersten, die "nummerierten Sätze" der Familie Esterhazy, daherkommend als eine Art Anekdotensammlung (oder doch nicht? Ich fand's jedenfalls nicht sehr anekdotisch), und dann einen zweiten Abschnitt, der gemäss Kritik und Rezensionen den Niedergang der Familie im 19. und 20. Jahrhundert beschreibt. Nachdem ich im ersten Abschnitt nach etwa 120 Seiten aufgab, voller Rätselraten, was ich da wohl gelesen habe, wagte ich mich an den zweiten Abschnitt, in der Hoffnung, wenigstens dort leserischen Tritt zu fassen. Nun, diese Schwelle vermochte ich dann zwar zu nehmen....aber der Text zog sich zäh dahin. Es war eine Qual, die ich nach ebenfalls ca. 120 Seiten beendete.
Wie gesagt: es bleibt das Gefühl, "es" (was denn eigentlich?) nicht begriffen zu haben. Andere mögen es "verstanden" haben. Doch für meinen Teil muss ich sagen: nein, empfehlen würde ich diesen Schinken nicht.
44 Kommentare|13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. Dezember 2001
Esterhazy gelingt mit diesem Buch der Anschluß an die großen Erzähler des 20. Jahrhunderts wie Th. Mann und Grass. In einer Sammlung sich immer wieder öffnender und nur scheinbar schließender Fragmente in Form numerierter Absätze spiegelt im ersten Teil ein stilisierter "Mein Vater" die Geschichte einer Familie im Spannungsfeld von Politik, Gesellschaft und Wissenschaft wider.
Der zweite Teil gestaltet sich feiner verzahnt aber ebenso offen wie der erste und schildert eine scharfe Abrechnung mit dem Kommunismus aus der Perspektive einer zugrunde gegangenen großen Aristokratenfamilie.
Mit Witz, Ironie und augenzwinkerder Sprachkritik schreibt Esterhazy ein Buch, an dem der Leser schwer zu schlucken und zu verdauen hat aber dafür mit Sätzen belohnt wird, die mit jedem wiederholten Lesen neue Impulse geben - Döblin hätte wohl seine wahre Freude an diesem Werk gehabt...
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am 6. April 2005
Man muss sich darauf einstellen, dass man, nachdem man die Übertragung der Verleihung des Friedenspreises an Peter Esterhazy live im Fernehen gesehen hat, sich bei seiner Dankesrede vor Lachen vom Sofa warf um danach umgehend die Harmonia Cealestis zu kaufen, unmittelbar bei Beginn der Lektüre von der Komplexität und dem Anspruch des Autors an den Leser erschlagen wird.
Die Familiengeschichte Esterhazy stellt sich nicht deshalb als immens komplex dar, weil sie immens komplex wäre - zumindest nicht mehr als bei dem Stammbaum zu erwarten wäre -, sondern aus dem Grunde, dass der Autor auf einen durchgehenden Erzählfaden weitgehend, um nicht zu sagen vollkommen, verzichtet. Stattdessen dreht sich die Erzählung fortwährend um sich selbst und um die wechselnden Rahmenbedingungen der Familiengeschichte. Dabei ist die zeitliche Erzählperspektive des Romans, nämlich dass "unabhängig von den Jahrhunderten" immer von "meinem Vater" gesprochen wird, wenngleich gewöhnungsbedürftig so doch nicht ablenkend vom eigentlichen Anliegen des Werkes.
Wer jedoch glaubt, sich den Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels als intellektuelles Alibi ins Bücherregal zu stellen und dann in leichter Gesellschaft auf eloquente Art und Weise den flüssig angelesenen Esprit von Esterhazy zum Besten geben zu können, der sei ausdrücklich gewarnt: Temporale und durchnumerierte Textversatzstücke ohne durchgehenden Bezug zueinander überfordern jeden, dessen literarisches Niveau bei fairer Selbsteinschätzung nicht über gelegentliche oder auch tägliche BILD-Lektüre hinausgeht, vermutlich gewaltig. Ein gewaltiges Lob ist überdies der Übersetzung auszusprechen, da frühere Werke von Esterhazy für Nicht-Landsleute noch unverständlicher waren, als man dies - vermutlich nach lustloser Lektüre - der Harmonia Caelestis auch schon gelegentlich vorgeworfen hat. Wer sich hingegen die Mühe macht, sich dieses Werk zu erarbeiten, wird mit Textzeilen und -passagen belohnt, welche sich vollkommen problemlos neben Grass und Mann sehen lassen können.
In jeder Hinsicht ein epochales Werk, zumal in der "verbesserten Ausgabe".
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am 1. Februar 2005
Wer liest schon über Seiten hinweg die Aufstellung der Besitztümer einer Aristokratenfamilie? Vermutlich niemand. Und wer sich nicht mit der Geschichte Ungarns bzw. der Donaumonarchie beschäftigt hat (oder sich damit beschäftigen will) und wer mit der ungarischen Mentalität (dem Selbsthass und dem Weltschmerz!) ganz und gar nicht zurecht kommt, wird das Buch nicht einmal bis zu dieser Aufzählung durchstehen (aber spätestens dann weglegen). Für alle anderen mögen einige Passagen - vor allem im flüssiger geschriebenen zweiten Teil - ein Genuss sein. Man bleibt aber bis zu Letzt hin- und hergerissen zwischen Begeisterung und Ablehnung. Und man mag sich vielleicht fragen, warum so ein Buch bzw. der Autor soviele Preise und überschwängliches Lob in der Presse bekommen hat. Vielleicht weil Adel verpflichtet?
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am 20. Juli 2004
Noch lese ich es... oder viel mehr, noch lässt mich dieses Buch sich lesen. Es sperrt sich gegen jede Interpretation, wenn im ersten Teil die Geschichte von - hier sollte jetzt der Name seines Vaters stehen - erzählt wird, nur um ein paar Seiten weiter ein Versöhnungsangebot aus Witz, Ironie und Augenzwinkern in brilliante Sätze zu verpacken. Sicherlich, leicht ist es nicht, sich mit diesem Werk zu beschäftigen. Man liest es nicht so einfach nebenher - Dazu ist es zu arrogant, fast so, als käme es selber aus dem altehrwürdigen Geschlecht der Esterhazys...
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am 23. Oktober 2003
Dieses Werk ist ein Kombination an Versatzstuecken ohne erkennbaren Zusammenhang. Ich habe mir gewuenscht irgeeeendwann einmal einen rooooten Faden zufinden, der dem ganzen einen zusammenhaengenden Sinn gibt. ... gelungen ist mir das ueber 1000 Seiten nicht.
Mit jeder Seite mehr habe ich mir die Frage gestellt, wie muss der Mensch gestrickt sein, der dieses Buch lesen kann.
.... eine Antwort darauf kann ich nicht geben. Vielleicht verrueckt, wer bis zum Ende durchhaelt.
Auf jeden Fall eine echte Herausforderung.
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am 23. April 2005
kann man dieses Buch wohl schwerlich nennen - ich jedenfalls gab nach 250 Seiten den Versuch, Herrn Esterhàzy durch seine zwar zeitweise durchaus originellen oder auch ironischen Gedankensprünge quer durch die Geschichte seiner Familie zu folgen, entnervt auf.
Wer mehr Geduld hat, mag durchaus mit einer ganz neuen Form des "Familien-Epos" belohnt werden...
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am 4. Juni 2005
ich stimme den vorausgegangenen rezensionen zu.keine familiensaga,nur wenig geschichtl.hintergrund,eine aneianderreihung von "tagebucheintragungen"im gymnasiastenniveau,stöhrend die immer wieder ordinären sprachwendungen,einfach enttäuschend !!
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