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26 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaubliche Geschichte, unglaublich spannendes Buch
Während man dieses Buch liest, mag man es kaum glauben. Wie konnte es möglich sein und werden, dass nur ein Mann allein ein ganzes Land seinem Willen und seiner Macht unterordnen konnte? Warum hat kein Verantwortlicher den steilen Aufstieg vom kleinen Gangster zum mächtigsten Drogenboss der Welt erkannt und gestoppt? Und wie hat man es dann geschafft,...
Veröffentlicht am 16. Januar 2005 von Thomas Kerstens

versus
17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen etwas zu einseitig
Killing Pablo liest sich sehr spannend, kein Zweifel. Bowden hat auch mit Sicherheit viel recherchiert und ein sehr detailliertes, kenntnisreiches Buch abgeliefert. Es ist schon spannend mitzuverfolgen, wie schwierig es in einem so korrupten und gewalttätigen Land wie Kolumbien war, eine Person wie Escobar zu fassen zu bekommen, man staunt immer wieder...
Veröffentlicht am 23. Januar 2009 von Dr. Werner Stangl


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26 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaubliche Geschichte, unglaublich spannendes Buch, 16. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Killing Pablo: Die Jagd auf Pablo Escobar, Kolumbiens Drogenbaron (Taschenbuch)
Während man dieses Buch liest, mag man es kaum glauben. Wie konnte es möglich sein und werden, dass nur ein Mann allein ein ganzes Land seinem Willen und seiner Macht unterordnen konnte? Warum hat kein Verantwortlicher den steilen Aufstieg vom kleinen Gangster zum mächtigsten Drogenboss der Welt erkannt und gestoppt? Und wie hat man es dann geschafft, diesem Mann das Handwerk zu legen?
Dieser und vielen weiteren Fragen geht Mark Bowden in seinem unglaublich spannendem Tatsachenbericht Killing Pablo auf die Spur. Von Pablos Jugend, über den Anfang seiner kriminellen Laufbahn bis zu seinem Aufstieg zum Drogenkönig und einem der reichsten Männer der Welt. Dabei wird deutlich, das Pablo keinem gängigen Klischee entsprach: Weder war er aus armen oder gewalttätigem Elternhaus, noch verfügte er über herausragende Attribute die ihn zum geborenen Gangster und Anführer prädestinierten. Dennoch besaß er scheinbar einen besonderen Instinkt für Situationen und Möglichkeiten und das nutzte er gnadenlos aus. Nichtsdestotrotz vergaß er nie seine Landsleute, von denen er selbst heute noch teilweise als Held verehrt wird. Fast noch spannender als die beispiellose Laufbahn Pablos ist die Beschreibung der Jagd auf ihn. Als der Zeitpunkt gekommen war, da Kolumbien zugeben musste, nicht mehr Herr der Lage zu sein, schaltete sich der mächtigste Militärapparat der Welt in das Geschehen mit ein. Wer nun glaubte, dass damit das Problem bereits gelöst war, sah sich bitter getäuscht. Zum einen war Pablos Einfluss weit größer wie vermutet, zum anderen setzten Kompetenzgerangel und Korruption einen Großteil der verfügbaren Kräfte matt. So sollte es mehrere Jahre dauern, bis der entscheidende Hinweis zum Erfolg führen sollte.
Killing Pablo ist fantastisch recherchiert und packend geschrieben. Dieses Buch hält ohne weiteres Vergleichen mit Hochspannungsthrillern stand. Dabei muss man sich immer wieder vor Augen halten, dass diese Geschichte keine Fiktion ist sondern Historisch belegte Zeitgeschichte, die wir teilweise noch in den Nachrichten miterlebt haben dürften. Sehr interessant sind dabei vor allem die Einblicke in die amerikanische Geheimdienstarbeit. Unter anderem wird auch über eine aufschlussreiche Episode in Mogadischu berichtet, deren Details Mark Bowden zu einem weiteren Werk verarbeitet hat: Black Hawk Down; später grandios verfilmt von Ridley Scott.
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30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen PEG ist tot !, 18. September 2005
Rezension bezieht sich auf: Killing Pablo: Die Jagd auf Pablo Escobar, Kolumbiens Drogenbaron (Taschenbuch)
Pablo Escobar Gaviria - PEG - wurde am 2. Dezember 1993 in seiner Heimatstadt Medellin von einer kolumbianischen Armee-Spezialeinheit in seinem Versteck aufgespürt und getötet. Dieser entschlossenen und erfolgreichen Aktion ging eine 15-monatige Suche und eine jahrelange Fehde zwischen Escobar und dem kolumbianischen Staat voraus.
Vor seiner 15-monatigen Flucht saß Escobar im Gefängnis. Doch dieses konnte man nicht wirklich als solches bezeichnen. Escobar hatte sich mit seinen Männern gestellt und sich ein Gefängnis nach seinen Bedürfnissen errichten lassen. Es war vielmehr eine luxuriöse Form des Hausarrests als ein Gefängnisaufenthalt. Als aber bekannt wurde, dass Escobar in diesem Haus ehemalige Geschäftspartner ermorden ließ, sah sich der Staat gezwungen einzugreifen. Daraufhin floh Escobar mit seinen Männern von dort, vielmehr spazierte er aber heraus, ohne dass die Wärter und Soldaten, die zur Stelle waren Anstalten machten ihn aufzuhalten.
Letztendlich wurde Escobar durch die Hilfe der kolumbianischen Polizei und Armee sowie einer Spezialeinheit, zahlreicher amerikanischer Spezialeinheiten (CentraSpkie, DEA, DeltaForce etc.) und der unschätzbaren Hilfe der Untergrundorganisation mit dem Namen "Los Pepes" beseitigt.
Mark Bowdens Buch ist eine hervorragend recherchierter und sehr flüssig zu lesender informativer Stoff. Bowden zeichnet den Aufstieg Escobars, den Beginn des Krieges gegen den Staatsapparat, seine Gefangenschaft und seine Flucht sowie letztendlich seinen "Abschuss" nach.
Viele Hintergrundinformationen, geheime Berichte und persönlich geführte Interviews mit den Beteiligten sind verknüpft zu einer einzigartigen Story. Einige Bilder, die die Hauptakteure zeigen, ausführliche Anmerkungen sowie Quellenangaben und eine Nachlese runden das Buch zusätzlich ab.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Aufsteig, die Jagd, der Abschuss, 16. April 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Killing Pablo: Die Jagd auf Pablo Escobar, Kolumbiens Drogenbaron (Taschenbuch)
Mark Bowdens Buch liest sich spannend wie ein Thriller, mit einem entscheidenden Unterschied: Wäre es ein Roman, so würde man dem Autor eine blühende Fantasie unterstellen...

Die Geschichte des Aufstieges von Pablo Escobar, sein Krieg mit dem Staat, die Gefangennahme und Flucht sowie sein Tod nach einer spektakulären Jagd - all das hat Bowden hervorragend recherchiert und so spannend niedergeschrieben, dass man förmlich durch die Seiten des Buches fliegt: Ganz grosses Kino, unbedingt lesenswert!

Quellenangaben, Fotos und eine Nachbetrachtung runden die Geschichte ab und machen sie nochmals verständlicher.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ein schurke wie aus einem hollywood-film!, 7. August 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Killing Pablo: Die Jagd auf Pablo Escobar, Kolumbiens Drogenbaron (Taschenbuch)
Pablo Escobar fing in kolumbien der sechziger als kleiner gauner an. Später entdeckte er die unglaublichen gewinne die der kokainschmuggel in die USA brachte. Er verdiente milliarden dollar und baute einen staat im staate auf. Konkurrenten und unbestechliche beamte ließ er dutzendfach ermorden, sogar auf präsidentschaftskanditaten verübte er erfolgreiche anschläge.
Schließlich fand er in Oberst Martinez einen unbestechlichen gegenspieler. Mit hilfe amerikanischer militärexperten kommt man dem drogenbaron näher. Doch immer wieder entkommt escobar seinen häschern. Da tauchen todesschwadronen auf, die mit escobars helfern kurzen prozess machen...
Die rolle der USA an dieser jagd ist nach wie vor nicht ganz aufgeklärt. Manche kritiker behaupten, die amerikanische regierung hätte in kolumbien einen illegalen krieg geführt, sogar mit kämpfenden truppen (scharfschützen).
Mark bowden beschreibt mit präzision und verblüffenden details die jagd auf den gefährlichsten drogendealer aller zeiten.
kolumbien war und ist ein land der gewalt mit bürgerkrieg, linken guerillias, rechten privatarmeen und dem traurigen weltrekord an entführungen.
TIPP: das buch und der film "das kartell" von tom clancy baut auf dieser story auf!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Blick hinter die Kulissen, 25. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Killing Pablo (Taschenbuch)
Mit diesem Buch hat Mark Bowden ein Lehrwerk für investigativen Journalismus geschaffen und in keinster Weise versucht, sich mit fremden Federn zu schmücken. Denn allein ein Blick ins Quellenverzeichnis zeigt, wieviel Arbeit in den Recherchen zu diesem Buch steckt. Ohne die endlosen Interviews von an der Jagd auf Pablo Escobar beteiligten Personen und deren Bereitschaft zur Mitarbeit wäre dieses Buch nie entstanden und dies bringt Mark Bowden ganz klar zum Ausdurck. Aber gerade weil der Autor deutlich machen will, wie schwer es war, Licht in diese Menschenjagd zu bringen, wird das Buch nicht zur "Gute-Nacht-Literatur". Wenn man immer nur kurze Passagen des Buches lesen kann, verliert man zuweilen leicht den Überblick - die vollgepackte und recht eng geschriebene Taschenbuchvariante ist recht anstrengend. Allerdings lohnt es sich, dran zu bleiben. Denn Mark Bowden führt den Leser in eine Welt, in der der Umgang mit Menschen und deren Leben unfassbare Dimensionen annimmt. Es wird vor allem deutlich, dass Pablo Escobar alles andere als ein moderner Robin Hood war - er war ein Mörder von Jugend an, der in seinem weiteren Leben das Morden perfektionierte und dadurch zum größten Drogendealer der Menschheit wurde. Es wird aber auch klar, dass der Staat Kolumbien ihn viel zu lange gewähren ließ und dadurch eine Hydra ins Leben rief, der man mit rechtstaatlichen Mitteln die vielen Arme nicht mehr abschlagen konnte.....ist dies jedoch eine Rechtfertigung für die menschenverachtende Jagd, die daraufhin mit amerikanischer Hilfe - und mit Hilfe der Todesschwadron LOS PEPES - eingeleitet wurde......? Mark Bowden liefert keine vorgefertigten und festgelegten Antworten auf diese Fragen - er überlässt dies dem Leser. Respekt für ein hoch interessantes und fesselndes Buch.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein teuflisch gutes Buch!, 3. April 2002
Von 
Harald Wagner (Gols, Burgenland Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
Es ist das erste Buch das ich von dem Autor Mark Bowden gelesen habe. Wenn ich ehrlich bin,lese ich höchstens 2-3 Bücher im Jahr - mehr gestattet mir meine Feizeit nicht - aber wenn ich lese, dann muß es ein Buch sein, dass mich richtig mitreißt, mich fessetl und nicht mehr los läßt. Bei diesem Buch ist das der Fall! Man liest und liest - kann nicht aufhören um eine Pause zu machen - jede Seite, jeder Satz eine Neuigkeit.
Man kann dem Autor nur ein ganz ein großes Lob aussprechen - denn ich hätte nicht gedacht, dass er so gute Recherchen über Pablo angestellt hat. Dieses Buch ist auch einen Lesemuffel zu empfehlen
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannende Beschreibung der Jagd auf Pablo Escobar, 20. August 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Killing Pablo: Die Jagd auf Pablo Escobar, Kolumbiens Drogenbaron (Taschenbuch)
Pablo Escobar Gaviria war einer der größten Drogenbosse aller Zeiten. Er war der Kopf des kolumbianischen Medellín Kartells, mit dem er rund 80 % des weltweiten Kokainhandels kontrollierte. Gleichzeitig war er einer der brutalsten und rücksichtslosesten Kriminellen aller Zeiten, der für mehr als 4000 Tode verantwortlich ist.

In seinem Buch "Killing Pablo" erzählt Mark Bowden die Geschichte der Jagd auf Pablo Escobar. Dabei stützt er sich auf Gespräche mit den Beteiligten, darunter auch der damalige kolumbianische Präsident César Gaviria, sowie zahllose verfügbare Quellen aus den kolumbianischen und amerikanischen Staatsarchiven, als auch Quellen aus der DEA (Drug Enforcement Agency, die amerikanische Drogenbekämpfungsbehörde).
Wie der Untertitel des Buches, "Die Jagd auf Pablo Escobar, Kolumbiens Drogenbaron", schon andeutet, handelt es sich bei "Killing Pablo" nicht um eine Biografie des Drogenhändlers - das Buch fokussiert auf Pablos Jahre auf der Flucht. Dementsprechend werden Kindheit, Jugend und Aufstieg zum Boss des Kartells in nicht einmal einem Viertel des Buches abgehandelt. Die Zeit des ersten großen Krieges zwischen dem Kartell und der kolumbianischen Regierung, und Pablos anschließende Aufgabe (1989-1992) füllen den Rest der ersten Hälfte des Buches. In der zweiten Hälfte des Buches wird schließlich die Zeit von Pablos Flucht aus dem Gefängnis bis zu seinem Ende im Jahr 1993 detailliert nacherzählt. In diesem Zeitraum ist Pablo Escobar Kolumbiens Staatsfeind Nr. 1, und steht auch an der Spitze der amerikanischen Fahndungsliste. So wird er von der kolumbianischen Polizei und Armee gejagt, von der kolumbianischen Todesschwadron "Los Pepes", sowie von den amerikanischen DEA, CIA, Delta Force und Centra Spike. Dass es bei der Beteiligung so vieler unterschiedlicher Behörden und Einheiten, die noch dazu für verschiedene Länder arbeiten, zu Komplikationen kommen muss, versteht sich von selbst.

Mark Bowden gelingt es, die Geschichte dieser komplizierten Jagd detailreich und tiefgehend zu erzählen, ohne dass sie dabei an Spannung verliert, oder gar langweilig wird. So ließt sich "Killing Pablo" wie ein spannender fiktiver Krimi, bloß eben, dass es sich um eine wahre Geschichte handelt. Wer eine ausführliche Biografie Pablo Escobars erwartet, oder Erzählungen aus der Welt des Drogenhandels, wird allerdings enttäuscht werden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessantes Thema interessant verfasst, 8. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Killing Pablo: Die Jagd auf Pablo Escobar, Kolumbiens Drogenbaron (Taschenbuch)
Pablo Escobar war zwar vor Jahren als ein in den Medien präsenter Superschurke Thema. Jedoch haben die Zeit und die Einstellung der Berichterstattung nach seinem Ableben vergessen machen, welch enorme Energie, Macht und Grausamkeit die Person Escobar besaß.
Er war zu einem Staat im Staate geworden, hatte Familie, Feinde und unterwarf solche, die er mittels Drohung und Geld gefügig machte. Diese Geschichte um "Pablo" präsentiert Mark Bowden in faszinierender Weise. Ihm gelingt der Spagat zwischen der Sachebene und der Ebene, in welcher er den Menschen Pablo Escobar vorstellt, seine Intentionen an den Leser bringt und damit einen ganz persönlichen Spotlight auf den Drogenboss wirft.
Dabei wirkt das Buch gut recherchiert, interessant und nie langatmig. Sämtliche Informationen, so auch der notwendige Abriß der kolumbianischen Historie vor dem Hintergrund des Waltens Escobars, sind so "verpackt" worden, dass dieses Sachbuch nicht selten wie ein Thriller wirkte. Man weiß zwar um den Ausgang, reibt sich angesichts der Ohnmacht des kolumbianischen Staates und der operativen Einheiten aus den USA jedoch des öfteren die Augen.
Bowden präsentiert intime Fakten des Machtmenschen Pablo und ergeht sich in geschickter Weise in einer Wertung, die er den Handlungen der kolumbianischen und amerikanischen Verantwortlichen überstülpt. Will heißen: das Buch ist mitnichten neutral, sondern beinhaltet eine versteckte Wertung insbesondere in jenen Kapiteln, in welchen Pablo Escobar eben nicht Hauptperson ist.

Fazit: Es bleibt festzustellen, dass Bowden hier ein kurzweiliges, interessantes Buch kreiert hat. Interessantes Faktenwissen, vernünftige Recherche, flüssige Schreibart, diverse Quellenangaben und einige Photos schaffen eine vernünftige Atmosphäre, in welcher der Leser den kolumbianischen Superschurken genießen, hassen und auf seiner Flucht hautnah verfolgen kann. Gelungen !
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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen etwas zu einseitig, 23. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Killing Pablo: Die Jagd auf Pablo Escobar, Kolumbiens Drogenbaron (Taschenbuch)
Killing Pablo liest sich sehr spannend, kein Zweifel. Bowden hat auch mit Sicherheit viel recherchiert und ein sehr detailliertes, kenntnisreiches Buch abgeliefert. Es ist schon spannend mitzuverfolgen, wie schwierig es in einem so korrupten und gewalttätigen Land wie Kolumbien war, eine Person wie Escobar zu fassen zu bekommen, man staunt immer wieder.

Allerdings hat das Buch auch 2-3 ernste Schwächen, die zu erwähnen sind:

Es ist erstens recht einseitig, weil es hauptsächlich auf Interviews mit beteiligten Personen beruht. Bowden neigt viel zu sehr dazu, die Perspektive der Interviewten einzunehmen und ihre Darstellung zu übernehmen. Nicht interviewte Personen (Staatsanwalt de Greiff) kommen hingegen schlechter weg. In diesem Sumpf von Drogen, Bomben, Todesschwadronen, verdeckten US-Missionen, etc., wo jeder auch eigene Interessen verfolgte, macht das doch ziemlich skeptisch.
Zweitens ist mir die Identifizierung des Autors (und die ebenfalls vorausgesetzte Identifizierung der Leser) mit "unseren Jungs" von Centra Spike, Delta und DEA doch zu patriotisch US-lastig. Es ist eben ursprünglich an amerikanische Leser gerichtet.

Fazit: Möglicherweise hätte das Buch wegen seiner spannenden Erzählweise und den vielen Details doch einen Stern mehr verdient, allerdings wollte ich gegenüber den vielen sehr positiven Rezensionen die beiden Kritikpunkte verstärkt in den Vordergrund stellen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannend, aber an der Oberfläche, 31. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Killing Pablo: Die Jagd auf Pablo Escobar, Kolumbiens Drogenbaron (Taschenbuch)
Das Buch ist ein sehr gut recherchierter Bericht über die Jagd auf Pablo Escobar, den wohl reichsten und mächtigsten Verbrecher der Geschichte. Die Jagd selbst ist zwar schon sehr spannend dargestellt; ich hätte mir allerdings gewünscht, dass der Autor etwas mehr auf die "Vorgeschichte" eingeht: Wie es denn sein kann, dass ein junger Mann in nur einigen Jahren vom armen Schwein zum Milliardär wird und das Land Kolumbien de facto mitregiert. Wie genau sein Drogenimperium unter Duldung und Achselzucken seitens der Autoritäten in Kolumbien und ganz Mittelamerika funktionierte. Und was dazu führte, dass er innerhalb nur eines Jahres in Ungnade gefallen ist und zum Gejagten wurde.

Diese (auch in politischer und gesellschaftlicher Hinsicht interessante) Punkte werden in dem Buch leider nur gestreift. Der Schwerpunkt liegt (wie der Titel schon vermuten lässt) auf der Verfolgung selbst. Spannend wie es ist, ist "Killing Pablo" damit allenfalls als (gute!) Strandlektüre geeignet, nicht mehr.
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Killing Pablo: Die Jagd auf Pablo Escobar, Kolumbiens Drogenbaron
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