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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen24
4,2 von 5 Sternen
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am 29. September 2001
Lange musste es in meinem Bücherregal vegetieren, lange sich dem Vorwurf aussetzten nur eine weitere Tirade über NS-Verbrechen zu sein, aber als ich beim 5 Anlauf endlich über die ersten 30 Seiten herausgekommen war, war die sich allmählich entwickelnde Beziehung zwischen Jakob und seinem griechischem Ziehvater eine der feinfühligsten Schilderungen, die ich je gelesen habe. Und wer ist nicht mit seinem ureigensten Erbe in irgendeiner Art und Weise belastet?! "Mein ganzes Leben lang habe ich mir eine Frage gestellt: Wie kann man seine Herkunft hassen und sich selbst nicht?" Jakob schafft es. Spät, aber dafür umso überzeugender! Ein wunderbares Buch! Berührend wurde schon oft gesagt und trifft auch uneingeschränkt zu.
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am 6. Oktober 2000
"Fluchtstücke" gibt Grausamkeiten, die an Juden im Dritten Reich begangen wurden, sparsam aber sprachlich so einzigartig und gewaltig wieder, dass sie tief unter die Haut gehen. Mit erstaunlich wenigen Sätzen werden unfassbare Ereignisse im Holocaust fast unerträglich genau beschrieben.
Das Besondere an diesem Buch ist nicht nur sein außergewöhnlicher Stil, der konsequent durchgehalten aus jeder Seite wunderbare Bilder aufsteigen lässt. Das Besondere ist auch die Beantwortung der Frage, wie lebt ein Mensch wie Jakob mit seiner grauenhaften Geschichte NACH der Geschichte? Im Holocaust musste er im Alter von sieben Jahren die brutale Ermordung seiner Eltern anhören und ansehen. Am selben Tag verlor er seine Schwester, irrte tage- und nächtelang allein durch den Wald, bis er schließlich von dem Griechen Athos gefunden, aufgenommen und aufgezogen wurde. Doch das ist nur der Anfang der Geschichte. Die eigentliche Geschichte handelt von Jakobs Scheitern an verschiedenen Stellen seines Erwachsenenlebens. Über lange Strecken fühlt er sich leer und liebesunfähig und hört niemals auf, sich nach seiner Schwester zu sehnen, deren Verbleib immer unklar geblieben ist.
Immer wieder wird die jüngere Zeitgeschichte in Parallelität zur Entstehungsgeschichte der Erde und der gesamten Geschichte der Menschheit gesetzt: Grausamkeit als Wiederholungstat, Gewalt als Naturkatastrophe.
Das Buch macht nachdenklich und erzeugt beim Lesen eine angenehme Melancholie. Wunderschön und in dieser Form wohl selten beschrieben sind die Liebesszenen. Sehr gelungen ist die Schilderung der Ereignisse aus der Perspektive des Ich-Erzählers. Etwas unglaubwürdig, aber zu verzeihen, die Anwendung des blumigen Stils auch in der wörtlichen Rede. Schade nur der Wechsel des Erzählers gegen Ende des Buches. Der Sinn dieses neuen, bislang unbekannten Erzählers, ist schwer nachvollziehbar.
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am 28. November 2007
Ein kleiner Junge ist der einzige Überlebende in seiner Familie. Die Nazis haben seine Eltern getötet, seine Schwester ist verschwunden. Jakob hat sich tagelang im Wald versteckt gehalten, völlig verängstigt, den Kopf voller bedrängender und bedrückender Gedanken. Der Archäologe Athos liest ihn durch einen glücklichen Zufall auf, versteckt ihn unter seinem Mantel und nimmt ihn mit in seine Heimat, auf die griechische Insel Zakynthos.

Allmählich lernen die beiden voneinander die jeweiligen Sprache und wachsen zu einer Schicksalsgemeinschaft zusammen. Athos und seine Freunde sind Jakobs neue Familie, doch seine Eltern und vor allem Bella, seine verschollene Schwester, kann er nie vergessen. Auch als sein Weg in die USA führt, er erwachsen wird, ist Bella immer wieder da...

Nach den ersten Seiten war ich ein wenig ratlos und verstört, rätselhafte Bruchstücke hatte ich da vor mir, kurze Absätzchen, die von Grauen und Angst zeugten. Man muss sich in den Stil ein bisschen einlesen, denn sprunghaft bleibt die Handlung das ganze Buch über. Gedankengänge vermischen sich mit dem Geschehen in der Gegenwart und mit den Erinnerungen an die Vergangenheit und ihren "Geistern", die Jakob sein Leben lang immer wieder heimsuchen.

Lakonisch und unsentimental entsteht ein Bild der furchtbaren Geschehnisse, die Jakob durchmachen musste, aber auch von den schrecklichen Kriegsereignissen in Griechenland, die selten thematisiert werden. Hier wird nicht auf die Tränendrüse gedrückt, und trotzdem musste ich öfter schlucken.

Die bereits erwähnte Sprunghaftigkeit passt zum Buch und zum Titel. Fluchtstücke, Bruchstücke von Jakobs Erinnerung an Nazigewalt und Flucht, aus seiner Gefühlswelt, seinem Erwachsenenleben. Obwohl nicht linear erzählt wird, zieht sich Jakobs persönliche Geschichte, aber auch die generelle Thematik der Juden, die den Holocaust überlebten, wie ein roter Faden durch das Buch.

Es erfordert Konzentration beim Lesen, aber es lohnt sich unbedingt, und ich weiß jetzt schon, dass ich es noch einmal lesen möchte, um noch mehr zu verstehen und im Gedächtnis zu behalten.
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am 21. März 2010
Ein schönes Buch, wunderbar geschrieben! Aber leider habe ich dann irgendwann den Faden verloren. Wer war der Mann um den es nachher ging? Habe ich irgendwas überlesen? Wer war Naomi und die andere Frau?

Was ich sehr erschreckend fand, war das es sehr viel um Kz ging...! Ich habe viele Jahre solche Bücher gelesen. Und hatte damit eigentlich Abschied nehmen wollen. Und nun schmiss er, auch wenn nur, einige Brocken in dieses Buch hinein. Aber solche Wörter und Beschreibungen, über die ich sehr, sehr lange nachdenken musste. Diese Bruchstücke haben mich sehr belastet. Ob sie die Kinder in die Luft warfen und dann mit Messern auffingen, oder Kinder in den Gaskammern entbunden (sie steckten noch halb in den Laibern der Mütter)!

Ich fand es sehr traurig, den Faden verloren zu haben! Aber dennoch ist dieses Buch wunderschön geschrieben, die Auswahl der Wörter!

Man kann dieses Buch einem Menschen empfehlen, der vielleicht nicht so nah am Wasser gebaut ist, und nicht so sehr darüber nachdenkt!
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am 19. März 2008
Ein interessantes Buch. Traurige Wahrheiten und doch eine interessante Lebens- und Liebesgeschichte. Mitten drin wird es jedoch etwas langweilig und kompliziert.
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am 19. Januar 2002
Seit langem die schönste Sprache, die ich gelesen habe - für mich Ungeübte im Original kaum zu verfolgen. Eben eine Lyrikerin.
Inhaltlich werdens am Schluß zimlich viele Menschen und der faden löst sich ein bißchen auf - macht aber nix. Grandios
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