Kundenrezensionen


58 Rezensionen
5 Sterne:
 (34)
4 Sterne:
 (14)
3 Sterne:
 (7)
2 Sterne:
 (2)
1 Sterne:
 (1)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ganz klar: Kaufen!
Dieses Buch gibt einen sehr schönen Überblck darüber, was ein Gentleman alles an Kleidung und Accessoires benötigt. Wer also zu den vielen Gebieten, die vom Anspruch, zumindest äußerlich ein Gentleman zu sein, einen Zugang bekommen möchte, ist hier richtig.

Sehr sinnvoll ist in diesem Zusammenhang, dass bei Marken Roß...
Veröffentlicht am 27. Juli 2009 von Masterkey

versus
50 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Als Einstieg bedingt empfehlenswert
Nach review der begeisterten Kommentare dieses Werkes las ich meine vor etwa 2 Jahren erstandene Ausgabe genauer durch und war erstaunt ueber das Detailwissen und die persoenliche, reiche Erfahrung welche zur Erstellung eines solchen Kompendiums zweifelohne erforderlich waeren. Als Einstieg in die Welt der guten Kleidung ist das Buch bedingt empfehlenswert...
Veröffentlicht am 7. April 2009 von Englischer Kunde


‹ Zurück | 1 26 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ganz klar: Kaufen!, 27. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Gentleman: Handbuch der klassischen Herrenmode (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch gibt einen sehr schönen Überblck darüber, was ein Gentleman alles an Kleidung und Accessoires benötigt. Wer also zu den vielen Gebieten, die vom Anspruch, zumindest äußerlich ein Gentleman zu sein, einen Zugang bekommen möchte, ist hier richtig.

Sehr sinnvoll ist in diesem Zusammenhang, dass bei Marken Roß und Reiter genannt werden.

Unterschiedlichste Gelegenheiten werden abgedeckt, von festlich über businesslike bis hin zu casual, selbst bei Jagd und Fischen dürfen Sie sich wohl beraten finden.

Kombinationsmöglichkeiten werden gezeigt, geschichtliche Hintergründe teilweise ausgeleuchtet.
Sehr begrüßenswert ist auch, dass geholfen wird, qualitativ hochwertige Kleidung als solche erkennen zu lernen.

In diesem Bereich leistet das Buch gute Arbeit - in die Tiefe kann es natürlich nicht gehen, sonst wäre es ja auch kein Überblick. Ausserdem wird nicht darauf eingegangen, welche Farben zu welchem Typ passen. Daher empfiehlt es sich noch ein zweites Werk - wie z. B. "Dressing The Man" von Flusser zu erwerben.

Zusammenfassend also ein sehr empfehlenswertes Buch, das Sie sicher stets in Griffweite haben möchten.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Gentleman, Handbuch der klassischen Herrenmode, 16. April 2011
Ich besitze dieses Brevier schon etliche Jahre und konnte daraus viele nützliche Ratschläge entnehmen. Leider habe ich auch negative Rückmeldungen dazu vernommen, aber es gibt immer irgendwo ein paar Besserwisser, die sich den Kopf am Stein der Weisen stießen. Für mich und meinen Bekanntenkreis ist dieses Standardwerk ein Quell interessanter Vorschläge, wie und wann der Herr sich stilvoll seiner Garderobe bedient; strikt als eine Bekleidungsvorschrift sehe ich dieses Buch nicht gedacht. Daß die Hersteller teurer Maßgarderobe nicht gleich um die Ecke wohnen und für die meisten Leser unerschwinglich sind, tut der äußerst interessanten Beschreibung keinen Abbruch; im Gegenteil. Man will doch erfahren, wie ein handgefertigter Schuh entsteht oder der Anzug während und nach der Anprobe aussehen sollte; sich aber an namhaften Herstellern zu stören hieße ja, an den Grundfesten der Etikette zu rütteln, die eben diese Firmen generationenlang geprägt haben. Traurigerweise schlagen uns heutige Werbekampagnen statt eines Museumsbesuches lieber einen Einkaufsbummel vor; und wer in BlueJeans und Norwegerpullover ins Theater geht sollte diese Buch tunlichst nicht lesen, da es noch vor der letzten Rechtschreibverordnung aufgelegt wurde und Kultur beinhaltet.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Diese Buch hat mein Leben verändert., 14. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Gentleman: Handbuch der klassischen Herrenmode (Gebundene Ausgabe)
Will gar nicht auf den genauen Inhalt eingehen.
Wer sich auf das Buch und deren Philosophie einlässt,
der bekommt einen Geschmack für sein eigenes Äußeres.
Sein eigenes Selbstverständnis.
Bekommt Qualität und Geschmacksinn für sein Erscheinungsbild.
Wird zum Mann!
Zum Mann mit Kultur und Stil für sein Äußeres.

Nicht alles im Buch muss man ausprobieren.
Obwohl ich es versucht habe und dabei einiges an "Lehrgeld" zahlen musste, um zu erkennen,
nicht alles passt zu mir.
Habe aber erkannt, was mein Stil ist.
Das hat Jahre gedauert.
Vieles von der angeschaften Kleidung habe ich wieder "entsorgt".
Trotz der vielen Wirrungen, die das Buch bei mir ausgelöst hat,
hat es mein Leben verändert.
Zum Schöneren!
Unbedingt lesen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


50 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Als Einstieg bedingt empfehlenswert, 7. April 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Gentleman (Gebundene Ausgabe)
Nach review der begeisterten Kommentare dieses Werkes las ich meine vor etwa 2 Jahren erstandene Ausgabe genauer durch und war erstaunt ueber das Detailwissen und die persoenliche, reiche Erfahrung welche zur Erstellung eines solchen Kompendiums zweifelohne erforderlich waeren. Als Einstieg in die Welt der guten Kleidung ist das Buch bedingt empfehlenswert.

Bedenklich sind allerdings der sehr konservative Aufbau der empfohlenen Garderobe, welcher auch hier in Grossbritannien in der Geschaeftswelt nur noch sehr selten ausserhalb der City of London Anwendung findet. So sind die seitenlage Beschreibung von Masshemden, Massanzuegen und Massschuhen zwar ein nettes Kuriosum, aber selbst im U.K.-Businessalltag eher unbedeutend.

Was zudem leicht verwundert ist die ueberzeugende Selbstsicherheit mit welcher ein kaum 30 Jahre junger Autor (Jahrgang 1966; Erscheinungsjahr des Buches 1999) ueber Mode, Stilfragen und Qualitaet referiert. Hier wird oftmals der Eindruck erweckt, als reflektiere ein 60-jaehriger welterfahrener reicher Lebemann oder Diplomat ueber seine extensive Erfahrung im stilsicheren Umgang auf der internationalen Weltbuehne. Besonders die Wertung von Schuhherstellern (Seite 153) ist hier verwunderlich, kann man doch erst nach vielen Jahren genuegend eigene Erfahrung gesammelt haben um so treffend urteilen zu koennen.

Und dies fuehrt zum letzten Punkt: den Werbebloecken. Die sicherlich hochwertigen Produkte, wie bspw. der Firmen Church und Barbour, werden intensiv beworben und die Hochpreisstrategien der Marketingabteilungen sogar mit Mindest-Preisangaben untermauert (Seite 152). War das notwendig die Interessengruppen hinter dem Buch so herauszuheben?

Liest man das Werk allerdings mit kritischem Blick, eroeffnet es einen guten Einstieg in die Welt der gehobenen Mode.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die klassische Herrenmode bleibt wie sie war., 11. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Gentleman: Handbuch der klassischen Herrenmode (Gebundene Ausgabe)
Habe das informative und interessante Buch vor ca. 10 Jahren geschenkt bekommen.
Als ich die neue Auflage entdeckte, dachte ich mir diese zu beschaffen, um in der klassischen Herrenmode weiterhin auf dem Laufenden zu sein.Hätte ich mir sparen können.Im Grunde steht im neuen Buch dasselbe drinnen wie im alten. Also für alle, die das neue Buch erwerben wollen, obwohl sie das alte noch besitzen, es lohnt sich nicht.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen DAS Buch für den (betuchten) Gentleman, 29. August 2000
Von Ein Kunde
Das Buch hebt sich schon durch sein Cover von anderen Büchern derselben Art ab. Ein sehr schöner Einband, dazu viele Bilder im Innenteil, außerdem genaue Erklärungen z. B. zur Entstehung einer Krawatte oder wie man ein Hemd richtig bügelt. Dieses Buch ist wohl das umfassendste, welches es auf diesem Sektor gibt. Auch Accessoires wie Gürtel, Manschettenknöpfe oder auch Barbour-Jacken finden angemessene Berücksichtigung. Einzig und allein negativ ist die Tatsache, daß sich dieses Buch wohl nur für Männer eignet, die über ein entsprechendes Budget verfügen. Nicht jeder kann sich in der Londoner Jermyn Street einen Anzug schneidern lassen. Hier empfiehlt sich eher das Buch 'Auf den Schlips getreten' von Hal Rubinstein. Alles in allem aber ein fantastisches Buch auch für denjenigen, der das Wort 'Etikette' zu seinem Wortschatz zählen darf.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Prima Tipps und sehr viel Hintergrundinformationen, 25. Juni 2000
Von Ein Kunde
Kleider machen Leute - unbestreitbar! Doch was so einzelne Kleidungsstücke erst für eine Entwicklung durchleben mussten, bis sie so aussehen, wie wir sie heute kennen, das ahnen die wenigsten. Mittels diesen Buches wird es den Lesern nahegelegt. Daß Bärte Charaktere bilden, erfährt der Leser gleich am Anfang, wo der exzentrisch geformte Bart des Künstlers Salvador Dalí zum Beispiel mit dem Dreitagebart des italienischen Prinzen Emanuele Filiberto von Savoyen verglichen wird. Zudem kann man mit diesem Buch lernen, wie man eine vernünftige Fliege und Krawatten bindet; denn die Kenntnis des richtigen Bindens ist heutzutage keinesfalls eine Selbstverständlichkeit. Selbst Zigarren und Zigaretten werden hier thematisiert, was natürlich Faktoren wie Schleichwerbung nicht ausschließt. Selbst Aktenkoffer und Regenschirme finden ihren Platz in diesem Buch. Für alle die sich näher mit der Kleidung des Mannes und deren Vielseitigkeit und Variabilität befassen möchten, ist dieses Buch mehr als bloß empfehlenswert. Das Cover verspricht nicht zuviel, und für en Preis gibt es eine geballte Ladung an nützlichen Informationen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guter Überblick, aber keine Tips, 4. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Gentleman: Handbuch der klassischen Herrenmode (Gebundene Ausgabe)
Der Gentleman gibt eine gute Übersicht über die Welt der Herrenmode, allerdings sehr auf England bezogen. Die italienische und amerikanische Mode werden kaum erwähnt, was gar nicht so schlimm wäre, wenn das Buch wenigstens Tips geben würde, was man anzieht oder eben unterlässt.

Im Gros ist das Buch für den ersten Überblick auf dem Weg ein Gentleman zu werden ein absolutes Muss. Jedes Accessoire ist beschrieben und oft auch die Geschichte dazu. Man bekommt Tuchfühlung mit der Mode eines Herren und auch woher sie stammt und was sie aussagt.

Über Hemden, Hosen, Hosenträgern und den kleinen Flachmann für den Herren ist alles beschrieben. Hauptsache stilvoll soll es sein. Als Nachschlagwerk unentbehrlich, als Ratgeber gibt es bessere.

Ein BLick lohnt auch auf "Dressing the man" von Alan Flusser, was allerdings auf Englisch ist.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Epigonal, anachronistisch, stellenweise problematisch - aber immerhin unterhaltsam, 28. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Gentleman: Handbuch der klassischen Herrenmode (Gebundene Ausgabe)
Der "Gentleman" hinterlässt bei mir einen zwiespältigen Eindruck. Zunächst das Positive: Die Lektüre ist alles in allem ganz unterhaltsam, was nicht zuletzt an der sehr reichlichen Bebilderung liegt. Verführerisch schön, möchte ich sagen, denn ich kann mich oft des Eindrucks nicht erwehren, dass es sich dabei um Werbefotos handelt (die gleichen Fotos findet man teilweise auch auf den Websites der Anbieter).

Das Buch enthält dennoch eine ganze Menge an brauchbaren Basisinformationen für den-/ diejenige(n), welche(r) sich an den Bereich "Klassische Herrengarderobe" zum ersten Mal herantasten möchte. Allerdings beziehen sich diese Informationen zu einem großen Teil darauf, was man wo und - vor allem - beim wem kaufen kann (und sollte). Teilweise erstellt Herr Roetzel sogar Ranglisten der Hersteller, die in Sachen Qualität die Nase vorne haben (wohlgemerkt nach seiner subjektiven Einschätzung). Das tut er z. B. im Kapitel "Schuhe" - allerdings nur in der alten Ausgabe des "Gentleman" (in der Neuauflage sind diese Bewertungen interessanterweise getilgt worden). Einzelnen Marken (z. B. Church bzw. Crockett & Jones, Barbour etc.) wird große Prominenz gewährt (v.a. bei den Fotos).

Was mir zu kurz kommt, sind Basisinfos zu den m.M. nach wirklich wichtigen Dingen, z. B. Kriterien, anhand derer man den Sitz eines Anzugs, einer Hose, eines Oberhemds etc. beurteilen kann. Auch solche elementaren Dinge wie Farben und Proportionen werden nicht behandelt. Alan Flusser hat dies in "Dressing the man" hervorragend umgesetzt - er hat als Designer in dieser Hinsicht eben auch etwas mehr Hintergrundwissen zu bieten. Denn: Was nützen mir die besten Einkauftipps, wenn ich vorher nicht mein "sartoriales Auge" hinreichend geschult habe und daher auch nicht einschätzen kann, ob ein Kleidungsstück richtig sitzt oder nicht bzw. ob es überhaupt zu mir passt. In dieser Hinsicht klafft im "Gentleman" eine empfindliche Lücke. Herr Roetzel hat diese Aspekte aber in seinem "Mode-Guide für Männer" aufgegriffen und damit szsg. "nachgeholt".

Damit komme ich aber gleich zum nächsten Punkt - das Konzept des Buches ist nicht neu. Einen solchen Ansatz hat bereits in den 80er Jahren Paul Keers seinem Buch "A Gentleman's Wardrobe" zugrunde gelegt (heute noch erhältlich). Wer beide Bücher einmal vergleicht, dem wird die starke Ähnlichkeit in der Gliederung und auch bei den Texten auffallen (z.B. in den Kapiteln zur Maßschneiderei). Herr Roetzel hat sich offenbar in sehr hohem Maße von Herrn Keers' Werk inspirieren lassen. Allerdings hat der "Gentleman" aufgrund der vielen Farbfotos eher den Charakter eines "Coffee Table Books", das man so nebenbei zum Blättern in die Hand nehmen kann. Keers' Buch ist demgegenüber viel frugaler ausgestattet (S/W-Fototgrafien), muss aber, was den Informationsgehalt angeht, den Vergleich mit dem "Gentleman" nicht scheuen.

Anachronistische (und teilweise lächerliche) Züge trägt Herrn Roetzels Buch insbesondere mit Blick auf die Kapitel zum Tabak und zum Alkohol. Es ist heute nun wirklich hinlänglich bekannt, dass regelmäßiger Tabak- und Alkoholgenuss nicht unbedingt gesundheitsfördernd ist. Nun empfiehlt Herr Roetzel aber für die Überbrückung langer Wartezeiten einfach mal einen Schluck aus der Pulle und rät außerdem dazu, sich beim Gebrauch der Trinkflasche in der Öffentlichkeit nicht zu genieren. Falls das nicht ironisch gemeint sein soll, weiß ich nicht, wie ich ihn als Autor danach noch ernst nehmen kann. Und warum Rauchen und Trinken nun etwas sein soll, was einen echten "Gentleman" charakterisiert, erschließt sich mir ebenfalls nicht. Es ist auch etwas grotesk, dass Herr Roetzel - um die Freuden des Tabakgenusses anzupreisen - berühmte Persönlichkeiten wie u.a. Thomas Mann und den Duke of Windsor anführt, die beide bekanntermaßen an den Folgen von Lungen- bzw. Kehlkopfkrebs gestorben sind. Ich musste beim Lesen schmunzeln, weil mir dabei sofort der Marlboro-Mann einfiel - ein Paradebeispiel für eine negative Werbung. Herr Roetzel als ausgebildeter Werber wäre vielleicht gut beraten stattdessen lieber solche Berühmtheiten auszuwählen, denen der Qualm (bisher) noch nicht viel anhaben konnte (vielleicht Helmut Schmidt) oder diese beiden Kapitel für die nächste Auflage besser gleich zu tilgen.

Da der Name nun schon gefallen ist: Meiner Meinung nach ist es überaus problematisch, eine Figur wie Edward VIII. (der spätere Duke of Windsor) einseitig als "sartoriale Lichtgestalt" darzustellen und dabei alles andere auszublenden, was dieser Mensch in seinem Leben gesagt und getan hat. Edward VIII. trägt heute noch im britischen Volksmund den bezeichnenden Titel "Traitor king". Das bezieht sich nicht nur auf seinen Thronverzicht zugunsten der Liaison mit Wallis Simpson, sondern vor allem auf seine - milde ausgedrückt - reichlich anbiedernde Haltung den Nazis gegenüber. Hinlänglich bekannt sind ferner seine zahlreichen verbalen Entgleisungen rassistischer Art. Kann so jemand tatsächlich noch als Beispiel für einen "Gentleman" herhalten, wenn dies - wie Herr Roetzel selbst in seiner Einleitung sagt - eben nicht hauptsächlich davon abhängt, ob man gut oder schlecht gekleidet ist? An Edward VIII. könnte man vielleicht eher exemplarisch den Unterschied zwischen Gentleman und Blender erläutern. Es ist natürlich klar, dass der "Gentleman" kein Lehrbuch über englische Geschichte sein soll, dennoch hätte ich einen oder zwei Sätze erwartet, die es den (insbesondere jüngeren) Lesern gestattet hätten, den Duke of Windsor in den geschichtlichen Hintergrund richtig einzuordnen. Den gleichen Vorwurf - das sei gesagt - kann man allerdings auch Alan Flusser und vielen anderen Autoren machen.

Kurz und knapp: Der "Gentleman" ist wegen der zahlreichen Fotos sicherlich ein Augenschmaus. Allerdings einer, der in erster Linie den Konsumenten im Leser anspricht und ihm den Mund ensprechend wässerig macht. Prinzipiell ist dagegen aber nichts einzuwenden und ein unterhaltsames Buch ist Herrn Roetzel allemal gelungen.

Es ist letztendlich aber doch eher nur ein Coffee Table Book als ein Kompendium. "Novizen" in diesem Bereich sei deshalb zum Einstieg in die Materie das Buch "Dressing the man" empfohlen, weil Alan Flusser schwerpunktmäßig die Dinge behandelt, die wirklich wichtig sind.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


32 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Guter Ratgeber, allerdings sehr viel Schleichwerbung, 8. Mai 2000
Von Ein Kunde
Als Ratgeber in Stilfragen ist dieses Buch sicherlich zu empfehlen. Es wird auf alle wesentlichen Punkte eingegangen, welche Kleidung zu welchem Anlaß, Kombinationsmöglichkeiten usw., außerdem gefällt das Buch durch kleine Hintergrundinformationen, z. B. wie dieses oder jenes Kleidungsstück im Laufe der Zeit entstanden ist und wie es zu seinem Namen gekommen ist, wie etwa der Smoking. Mißfallen hat mir jedoch die permanente Schleichwerbung, der Höhepunkt derselben ist ein mehrseitiger Hochgesang auf die Wachsjacken eines bekannten englischen Herstellers. Sicherlich, dieser Hersteller ist der bekannteste und vielleicht auch beste seiner Art, allerdings ist das doch eine sehr einseitige Berichterstattung. Dieser Umstand zieht sich durch das ganze Buch: Krawattenhersteller, Schneider, Uhrmacher und Schuster werden explizit genannt, andere nicht erwähnt, auch wenn sie Waren ebensolcher Qualität anbieten. Sicher, die Wahl des Autoren ist sehr hochwertig, die von ihm empfohlenen Markennamen sind allesamt rennomierte Adressen, trotzdem hätte ich mir etwas mehr Objektivität gewünscht. Es ist ja auch klar, daß sich dieses Buch in einer derart hochwertigen Aufmachung (viele Bilder, alles hochglanz, ordentlicher Einband) bei diesem "Kampfpreis" normalerweise für keinen Verlag rechnen würde. Die Vermutung liegt also nahe, daß alle aufgeführten Firmen nicht nur eine "freundliche Unterstützung" in Form von Einsicht in Werkstätten und Hilfe bei der Recherche geleistet haben, sondern unter Umständen auch bei der Finanzierung des Buches Verlag und Autor etwas unter die Arme gegriffen haben. Ich will das Buch aufgrund der teilweise einseitigen "Berichterstattung" nicht schlecht machen, es ist mit Sicherheit ein hervorragender Ratgeber, dessen Lektüre vielen Mitbürgern und auch dem allgemeinen Strassenbild unseres Landes guttun würde. Trotzdem sollte der Leser aufpassen, daß er nicht die Objektivität verliert und sich von den vielen schönen Bildern nicht zu einem ausgesprochenen Markendenken verleiten läßt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 26 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Der Gentleman: Handbuch der klassischen Herrenmode
Der Gentleman: Handbuch der klassischen Herrenmode von Bernhard Roetzel (Gebundene Ausgabe - 20. März 2009)
Gebraucht & neu ab: EUR 19,35
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen