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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Nomadengott kommt selten allein.
GON ist aber noch dazu ein absichtlich unbedeutender Gott.
Allmächtig sollen ruhig andere sein.
Er dagegen ist ungefähr 30x30x30cm klein und kurzsichtig.
Auch sein auserwählter Prophet und Held Seshmosis ähnelt eher einem ängstlichen und schmächtigen Bürokraten. Nagut, als anfangs angestellter ägyptischer Schreiber...
Veröffentlicht am 28. Oktober 2009 von M. Witzgall

versus
9 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schleppend
Ich habe das Buch ohne Erwartungen gekauft (bin durch Zufall draufgestoßen), später aber Kritiken gelesen, in denen Gerd Scherm mit Pratchett und Adams verglichen wurde. Ich weiß auch nicht, aber ich glaube diese Kritiker haben ein anderes Buch gelesen als ich. Möglicherweise habe ich ja nur versehentlich einen Abdruck der ersten unbearbeiteten...
Veröffentlicht am 23. März 2007 von Silberfisch


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Nomadengott kommt selten allein., 28. Oktober 2009
Von 
M. Witzgall (Gilching) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Nomadengott. (Taschenbuch)
GON ist aber noch dazu ein absichtlich unbedeutender Gott.
Allmächtig sollen ruhig andere sein.
Er dagegen ist ungefähr 30x30x30cm klein und kurzsichtig.
Auch sein auserwählter Prophet und Held Seshmosis ähnelt eher einem ängstlichen und schmächtigen Bürokraten. Nagut, als anfangs angestellter ägyptischer Schreiber bzw. späterer pilgernder Tourist würde er sich ja auch eigentlich liebendgern aus den Problemen anderer heraushalten.
Doch zusammen mischen sie Menschen- und Götterwelten der Antike auf.
Mit Witz und Tücke füllen die Geschehnisse um Seshmosis dabei die plötzlich unvermuteten Lücken, welche in den Überlieferungen der alten Schriften noch unentdeckt schlummern.
Denn GON lenkt das Schicksal auf seine ganz spezielle leise Weise.
Je unbedeutender und unaufälliger desto effektiver das Ergebnis.
Und altbekannte Sagen und Überlieferungen bekommen plötzlich eine völlig neue Färbung.
--
Ich finde das Nomadengottkonzept einfach genial! Viel bekannter (historischer/mystischer) Hintergrund mit Neuem verwoben, lustig aber auch philosophisch dargereicht.
Gekonnt hat Gerd Scherm eigentlich nicht vorhandene Lücken alter historischer Werke genutzt und für Deine Zwecke gebraucht, ohne die ursprünglichen Überlieferungen unpassend zu verändern.
Götter und Helden erhalten interessante "neue" Charakterzüge und manch eine Wendung der "Geschichte" einen neuen direkt glaubwürdigen Hintergrund.
Super! Mir gefallen die Bücher sehr gut.
Einzig die vielen Götter- und Heldennamen haben mich manchmal etwas straucheln lassen. Trotzdem finde ich die Nomadengott Reihe einfach spitze.

Terry Pratchett und Douglas Adams lassen grüßen!
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26 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer sehen kann wird sehen - und köstlich amüsiert, 26. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Nomadengott. (Taschenbuch)
Ich gestehe, wenn ein Buch so gehypt wird und mit so vielen Preisen übersät wird, bin ich skeptisch, auch wenn Gerd Scherm immer für intelligente, tiefsinnige Unterhaltung steht. Das Buch setzte sich auf der Leipziger Buchmesse unter 1500 Einsendungen als bestes Buch freier Autoren durch und gewann den mächtigen Autoren Award der Leipziger Messe. Nominiert für wichtige Fantastik-Preise, ein Loblied nach dem anderen in Internet-Foren - au weia, hier trete ich immer einen Schritt zurück.

Nun also in einem großen Verlag erschienen, musste ich es erst einmal selbst lesen, zweimal ehrlich gesagt, um die Zwiebelschalen des Sinns nach und nach gänzlich zu entblättern.

Zunächst kann man das Buch als hübsche Paraphrase vom Auszug aus Ägypten lesen, das kann man auch mit in den Urlaub lesen und wird vergnügliche Stunden mit dem Schreiber Seshmosis (allein dieses Wortspiel ist wunderbar!) erleben, wie er zum Führer und Propheten wider Willen mutiert. Gerds Gäule galoppieren gern und wild mit ihm durch und verteilen Wortwitz in wahren Massen.

Auf der zweiten Ebene sollte man vielleicht ein kleines Lexikon der ägyptischen Kultur bereitlegen. Wie in einem genial programmierten Computerspiel gibt es so viele Eastereggs zu entdecken, wenn man um die Ecke der Wörter und Gedanken herumlugt und die Anspielungen entschlüsselt.

Auf der dritten Ebene bleibt schließlich eine bitter ernste Wahrheit: Eine Geschichte über die Toleranz, über das Aufeinander-Zugehen und -Hören, eine anspruchvolle Allegorie zur Religions- und Kulturborniertheit und wie man sie human hin zur Toleranz auflösen kann. Plötzlich springt man vom alten Ägypten hinein in die Welt der Gegenwart, in eine Welt der Vertreibung und des Fremdenhasses und zwischen den humorvollen Zeilen steht eine denkbare Lösung.

Leider wird dieses Buch, das Anspruch und Anstand, Witz und Wärme verbindet, wahrscheinlich von viel zu wenigen gelesen werden. Jetzt verstehe ich die vielen Lobeshymnen in den Foren und füge diese als Amazon-Renzion hinzu. Selten ein so unbanales Buch gelesen!!! Kauft es, lest es, empfehlt es, verschenkt es!

***** Witz

***** Leichtigkeit

***** Unterhaltung

***** Anspruch

***** Anregung
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das haben die Götter so herausgefordert ;-), 25. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Nomadengott. (Taschenbuch)
Gesagt wurde das Wichtigste bereits, also halte ich mich etwas knapper ;-)

Erwartungen konnten bei mir keine enttäuscht werden, da ich aus reinem Zufall auf das Buch stieß und daher gänzlich unbefangen herangehen konnte.

Die negativen Bewertungen kann ich absolut nicht nachvollziehen, da ich die Geschichte sehr kurzweilig und ausgesprochen amüsant fand. Verwirrt werden konnte ich auch weniger, da ich mich als Altertumswissenschaftler natürlich auf bekanntem Terrain bewegte, aber auch ein Laie kann sich da leicht reinlesen, zumal ja nicht alle Namen so wirklich ägyptisch sind ;-) Gerade diese Wortspiele und der geniale Wortwitz machen einen unglaublichen Spaß, dazu die sympathischen Charaktere und die wohl liebenswerteste Gottheit der Religionsgeschichte - ich habe das Buch in einem Tag verschlungen!
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein UNBEDINGT - für alle Humorvollen..., 30. Mai 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Nomadengott. (Taschenbuch)
... denn das ist dieses Buch - einfach fantastisch humorvoll!

Immer wieder bin ich laut in Gelächter ausgebrochen, weil die Geschichte einen wunderbaren Humor aufweist. Der Vergleich mit Prattchet hält er allemal stand!

Ich bin schon sehr gespannt auf das "Nachfolgebuch" was ich mir unbedingt als nächstes kaufen werde!

Ich bin bereits nach diesem ersten (von mir gelesenen) Buch von Scherm ein Fan geworden...

Solchen Humor und solche Autoren sollte es öfters geben!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die 6 Gebote von GON, 13. Mai 2009
Von 
Ulrike Ergenzinger "ue84" (Waiblingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Nomadengott. (Taschenbuch)
1500 v. Chr. gärt es gewaltig im antiken Ägypten. Die Gastarbeiter "Hyksos" sollen mit allen Mitteln vetrieben werden. Deshalb beschließen die in Theben lebenden Hyksos diesen Methoden zuvorzukommen indem sie auswandern. Immerhin gibt es ja noch eine alte Heimat, in die man eventuell zurückgehen könnte. Doch zuerst einmal braucht man einen neuen Namen, da es im Nildelta unter einem gewissen Moses zu etlichen Scherereien mit der Obrigkeit gekommen ist.
So beschließen sie sich von nun an Tajamarin - Touristen zu nennen. Aber ihre Abreise verläuft nicht ganz so glatt wie sie es sich vorgestellt hatten. Zum einem kommt Raffim mit dem Ankh des Gottes Sobek in Berührung und wird es nicht wieder los. Und zum anderen wollen die neuen Tajamarin noch mal etwas von Ägypten sehen, bevor sie es endgültig hinter sich lassen.
Während ihrer "Auswanderung" erscheint dem Schreiber Seshmosis der Gott GON, der stark kurzsichtig ist, weshalb er nur 100 m weit wirken kann, und gerade mal knapp 30 cm groß ist.
Dieser erarbeitet mit Seshmosis 6 Gebote, die äußerst "tolerant" sind und seinen Anhänger immer ein Schlupfloch offen lassen, ohne dass sie damit gegen die Gebote verstoßen.
So heißt es zwar in einem Gebot, dass man zwar nicht stehlen soll, außer man befände sich in einer Notlage oder es seien Souveniers oder ähnliches.
Mehr verrate ich euch nicht. Den Rest müsst ihr selber lesen!
Mir persönlich hat das Buch sehr gefallen, aber einiges über die ägyptische Götterwelt sollte man schon wissen, da man sonst etliche Anspielungen nicht versteht. Besonders die Gebote haben einige meiner Freunde zum Lachen gebracht.
Viel Vergnügen beim Lesen! ;-)
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Luftig-flockige Unterhaltung aus dem alten Ägypten, 17. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Nomadengott. (Taschenbuch)
"Bibliothomas" weiter unten hat eigentlich schon alles gesagt. Dem kann ich nicht viel hinzufügen, möchte nur sagen, dass das Buch schön zu lesen ist, mit einem pfiffigen Humor und vielen (vielleicht nicht immer sofort für jeden erkennbaren) schönen Andeutungen. Wer sich etwas mit dem alten Ägypten auskennt, hat hier klar Heimvorteil. Doch auch ansonsten vertreibt einem das Buch die Zeit auf angenehme Art und Weise, ist flüssig zu lesen und hat trotz des offenen Humors auch einen ernsten Kern.

Leider wurde es so in den Himmel gelobt von meinen Bekannten, dass meine Erwartungen nicht vollständig erfüllt werden konnten. Was allerdings nicht an dem Autor sondern an meinen Bekannten lag, weshalb mir Herr Scherm hoffentlich den 1 Stern Abzug verzeihen möge, da ich nicht so oft lachen musste wie prophezeit.

Zu den beiden Rezensionen (Günter Fürst & Torsten Krause), bei denen ich irgendwie das Gefühl habe, es handelt sich um ein und dieselbe Person:

1. Herr Scherm hat für solche Fälle ein Personen-/Götterverzeichnis angebracht, zumindest in dem Buch, das ich gelesen habe.

2. Es gibt bei Weitem viiiel kompliziertere Bücher, und so kompliziert wie in diesen Rezensionen beschrieben waren die Personen-/Götterverhältnisse nun wirklich nicht! Hier handelt es sich immerhin in 1. Linie um Unterhaltungsliteratur, die meines Erachtens wirklich nicht zu schwer zu verstehen ist. Vielleicht sollten manche Leute lieber auf Bilderbücher umsteigen...
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich habe teilweise schallend gelacht, 16. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Nomadengott. (Taschenbuch)
Wenn der Sänger El Vis aus Memphis (am Nil!) mit den Tajarim aus Ägypten auswandert (und dabei "Pharao Kreole" singt), wenn die Tajarim als Fremde an allem Schuld sind (von der Dürre bis zur Regenflut, von den sinkenden Umsätzen in den Geschäften bis zum verdorbenen Fleisch), dann hat Gerd Scherm die Hand im Spiel. Zuerst erklärt er dem staunenden Leser, dass das Volk auf der Flucht sich erst neulich "Tajarim" genannt hat, damit sie nicht auffallen. Denn Tajarim bedeutet nichts Anderes als Touristen.
Wenn dann aber noch ein kleiner, nameloser Gott namens GoN ("Gott ohne Namen") eingreift, der kaum hundert Meter weit sehen (und wirken) kann, dann ist beim Lesen alles dabei: vom leisen Gluckser, über einen Pruster bis hin zum Schenkelklopfer.
Jetzt endlich wird so manches Rätsel der Antike gelöst.
Ich freue mich schon darauf, wenn die Reise weiter geht.

Carsten Zehm
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Nomadengott, 22. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Nomadengott. Fantastischer Roman (Taschenbuch)
Eines Tages in grauer Vorzeit: In Teben bebt es! Und wem gibt man Schuld daran? Na klar, den„Fremden", wenngleich diese - längst nicht mehr so fremd - seit Generationen unter den Tebenern leben. Die Menschen früher waren auch nicht klüger als heute.
Diesmal war es allerdings wirklich die Schuld eines derjenigen, denen man sie ohnehin in die Schuhe schieben wird: Ein Devotionalienhändler und Abkömmling „Fremder" ist durch Zufall in den Besitz des Ankh-Schlüssels des Krokodilsgottes gekommen und erfreut sich seitdem ausgezeichneter Gesundheit, sowie einiger übermenschlicher Fähigkeiten. Die Ordnung ist empfindlich gestört - die Erde hat gebebt und der Götterhimmel ist in Aufruhr. Was tun? Während die Fremden sich auf die Socken machen - fort aus Theben und ab ins Land ihrer Väter, um dem Volkszorn der Tebener zu entgehen, müssen die Götter zusehen, daß das Ankh wieder zurück in göttlichen Besitz gerät, wo es hingehört. Hieraus entspinnt sich nicht nur die Haupt- sondern auch ein paar schöne Nebengeschichten, wie z.B. die zwischen dem Stiergott, der den „Fremden" als göttlicher Spion mitgegeben wurde und einer Kuhgöttin, die beide die Gewalt der Triebe überkommt, woraus ein göttliches goldenes Kalb entspringt, daß im weiteren Verlauf die Aufgabe erhält, eine andere Gruppe von Fremden auf der Flucht - einen kriegerischen Stamm unter der Führung eines gewissen Moses - vom weg „unserer" Fremden abzulenken und für rund 40 Jahre in die Wüste zu führen. Der Rest soll dem Buch vorbehalten bleiben, das ausgesprochen flott und witzig geschrieben ist und uns mit vielen Bekannten (auch aus unserer Zeit) und ihren Geschichten und Problemen zusammenführt, nachdem Motto „gestern wie heute - alles beim Alten und 1000 Jahre sind nur ein Tag vor Gott...".
Apropos Götter: Gerd Scherm hat offenbar sehr gründlich und mit viel Liebe zum Detail im ägyptischen Pantheon recherchiert, was seine Kenntnis im Buch offenbart, und sich auch ein paar grundlegende Gedanken zu den Menschen und ihren Göttern zu allen Zeiten und in allen Teilen dieser Welt gemacht, die er im Vorwort darlegt. Nachdem ich das gelesen hatte, wußte ich, daß ich weiter lesen wollte, und auch im weiteren Verlauf habe ich das Buch, wenn überhaupt, dann nur sehr ungern aus der Hand gelegt. Ich hatte ein paar sehr unterhaltsame Tage damit, die ich jedem anderen potentiellen Leser auch wünsche.
Wer bei dieser Lektüre nicht ins Lachen kommt, der ist schon tot.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Nomadengott, 22. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Nomadengott. Fantastischer Roman (Taschenbuch)
Eines Tages in grauer Vorzeit: In Teben bebt es! Und wem gibt man Schuld daran? Na klar, den„Fremden", wenngleich diese - längst nicht mehr so fremd - seit Generationen unter den Tebenern leben. Die Menschen früher waren auch nicht klüger als heute.
Diesmal war es allerdings wirklich die Schuld eines derjenigen, denen man sie ohnehin in die Schuhe schieben wird: Ein Devotionalienhändler und Abkömmling „Fremder" ist durch Zufall in den Besitz des Ankh-Schlüssels des Krokodilsgottes gekommen und erfreut sich seitdem ausgezeichneter Gesundheit, sowie einiger übermenschlicher Fähigkeiten. Die Ordnung ist empfindlich gestört - die Erde hat gebebt und der Götterhimmel ist in Aufruhr. Was tun? Während die Fremden sich auf die Socken machen - fort aus Theben und ab ins Land ihrer Väter, um dem Volkszorn der Tebener zu entgehen, müssen die Götter zusehen, daß das Ankh wieder zurück in göttlichen Besitz gerät, wo es hingehört. Hieraus entspinnt sich nicht nur die Haupt- sondern auch ein paar schöne Nebengeschichten, wie z.B. die zwischen dem Stiergott, der den „Fremden" als göttlicher Spion mitgegeben wurde und einer Kuhgöttin, die beide die Gewalt der Triebe überkommt, woraus ein göttliches goldenes Kalb entspringt, daß im weiteren Verlauf die Aufgabe erhält, eine andere Gruppe von Fremden auf der Flucht - einen kriegerischen Stamm unter der Führung eines gewissen Moses - vom weg „unserer" Fremden abzulenken und für rund 40 Jahre in die Wüste zu führen. Der Rest soll dem Buch vorbehalten bleiben, das ausgesprochen flott und witzig geschrieben ist und uns mit vielen Bekannten (auch aus unserer Zeit) und ihren Geschichten und Problemen zusammenführt, nachdem Motto „gestern wie heute - alles beim Alten und 1000 Jahre sind nur ein Tag vor Gott...".
Apropos Götter: Gerd Scherm hat offenbar sehr gründlich und mit viel Liebe zum Detail im ägyptischen Pantheon recherchiert, was seine Kenntnis im Buch offenbart, und sich auch ein paar grundlegende Gedanken zu den Menschen und ihren Göttern zu allen Zeiten und in allen Teilen dieser Welt gemacht, die er im Vorwort darlegt. Nachdem ich das gelesen hatte, wußte ich, daß ich weiter lesen wollte, und auch im weiteren Verlauf habe ich das Buch, wenn überhaupt, dann nur sehr ungern aus der Hand gelegt. Ich hatte ein paar sehr unterhaltsame Tage damit, die ich jedem anderen potentiellen Leser auch wünsche.
Wer bei dieser Lektüre nicht ins Lachen kommt, der ist schon tot.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein herrlich erfrischendes Lesevergnügen!, 3. Dezember 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Nomadengott. Fantastischer Roman (Taschenbuch)
Lustig, heiter, wunderbar flüssig geschrieben, nicht einen Moment langweilig! Satirisch, phantasievoll, flott und gnadenlos humoristisch erzäht Scherm die Geschichte eines Nomadenvolkes, das aus der ägyptischen Knechtschaft in ein gelobtes Land ziehen will. Ähnlichkeiten mit bekannten historischen Tatsachen sind gewollt. Mit einem Augenzwinkern beleuchtet Gerd Scherm den Auszug der Fremden aus dem alten Ägypten um 1500 v. Chr ins gelobte Land. Sorgfältig führt er sein Grüppchen Auserwählter, die er liebenswert ironisch Tajarim = Touristen nennt, durch das Land am Nil, läßt sie u. a. die Pyramiden besichtigen, eine Nilkreuzfahrt und eine Pilgerreise machen. Herrlich auch die Person des Devotionalienhändlers Raffim, der eine besondere Methode besitzt, um den heiligen Krokodilen ihre Tränen abzuluchsen. Super fand ich die in den Text eingeknüpften Erklärungen zu manch "Unverständlichem" in den ägyptischen Mythologien. Da konnte man sogar noch dazugelernen. Auch die kleinen Hieroglyphen am Ende jedes Kapitels sind liebevoll eingearbeitet und passend. Ägyptenliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten. Außerdem sind die alten Mythologien und Bibelgeschichten sehr schön miteinander verknüpft. Gerd Scherms Nomadengott bekommt von mir die volle Punktzahl, dieses Buch zu lesen ist ein Genuß!
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Der Nomadengott. Fantastischer Roman
Der Nomadengott. Fantastischer Roman von Gerd Scherm (Taschenbuch - Juni 2003)
Gebraucht & neu ab: EUR 1,63
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