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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nostalgische Gefühle erlaubt
Klar, dass schon jeder Gedanke an Benzinverbrauch und Parkplatzsuche die Sehnsucht nach den meisten Autos in diesem Buch arg vermindert. Und trotzdem gibt es wohl kaum einen Betrachter, bei dem amerikanisches Car Design vergangener Jahr keinen nostalgischen Gefühle auslöst. Man kann gegen diese Karossen haben, was man will, schön sind sie. Und das belegt...
Veröffentlicht am 10. Juni 2012 von Fuchs Werner Dr

versus
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein brauchbares "Coffee-Table Book"
Zunächst zu den positiven Eigenschaften, die diesem Buch meine Drei-Sternewertung einbringen:
Der Einband sieht toll aus und fühlt sich auch sehr gut an, das Papier ist hochwertig und die Fotos sind wirklich klasse - was allerdings auch zu erwarten war, da sie ausnahmslos aus den Archiven der Autohersteller stammen.
Diese Eigenschaften ergeben...
Veröffentlicht am 1. Juni 2012 von drfishra


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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein brauchbares "Coffee-Table Book", 1. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Car Design America: Myths, Brands, People (Gebundene Ausgabe)
Zunächst zu den positiven Eigenschaften, die diesem Buch meine Drei-Sternewertung einbringen:
Der Einband sieht toll aus und fühlt sich auch sehr gut an, das Papier ist hochwertig und die Fotos sind wirklich klasse - was allerdings auch zu erwarten war, da sie ausnahmslos aus den Archiven der Autohersteller stammen.
Diese Eigenschaften ergeben zusammengenommen ein nettes Coffee-Table Book.

Wer das Buch auch lesen möchte, wird allerdings aus folgenden Gründen enttäuscht werden:
1) Ein Bezug zwischen Text und Abbildungen ist nicht vorhanden. Es ist sicherlich nicht immer möglich, die Fotos der im Text erwähnten Autos auf derselben Seite abzubilden, deswegen hätte ich mir entsprechende Seitenangaben im Text gewünscht. Diese fehlen größtenteils, von den wenigen Ausnahmen sind auch noch einige falsch (z.B. auf Seite 63). Man kann nicht einmal damit rechnen, die Bilder dann auf den Folgeseiten zu finden - teilweise stehen sie seitenweise vor dem Text, teilweise ebenso weit dahinter. Einige Abbildungen werden im Text zudem gar nicht erwähnt - andererseits fehlen Bilder von Modellen, die im Text auftauchen. Für den Leser heißt das: Wir müssen ständig hin- und herblättern (ohne Garantie, das Gesuchte auch zu finden), was den Lesefluß unnötig stört - die Motivation, die Aussagen des Textes anhand der Bilder nachzuvollziehen, ist schnell dahin.
2) Das Buch ist zweisprachig gehalten. Ich habe vor allem den deutschen Text gelesen - der teilweise so gravierende Schnitzer aufweist, dass man nicht umhin kommt, auf der englischen Seite nachzusehen, was der Autor eigentlich sagen möchte. Der englische Text scheint besser zu sein, zumindest habe ich in oben erwähnten Fällen immer herausbekommen, worum es eigentlich geht.
Ich finde das doppelt schade, weil der Text wirklich interessant und auch flüssig geschrieben ist.

Beide Schwächen zusammengenommen bewirken, dass das Buch fast unlesbar wird.
Zusammenfassung: eine gute Basis (Materialqualität, Bilder), aber lieblos zusammengeschustert und (zumindest im deutschen Teil) schlecht getextet.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Alles und Nichts, 29. November 2012
Von 
Dr. Priesnitz - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Car Design America: Myths, Brands, People (Gebundene Ausgabe)
Bei diesem Buch handelt es sich sogar um eine Fortsetzung und zwar zum Band "Car Design Europe." Demnach muss der erste Titel wohlmöglich ein Verkaufserfolg gewesen sein. Der Autor Paolo Tumminelli informiert in diesem Buch allenfalls den interessierten Laien auf rund 400 Seiten mittels eines kurzen Überblicks über die wichtigsten Hersteller und Persönlichkeiten (z.B. Raymond Loewy, Bill Mitchell, Harley Earl,...) des amerikanischen Automobilbaus. Das Buch startet sozusagen in den späten 1940er Jahren, also der Zeit, in der Design erstmals bewusst von der Gesellschaft wahrgenommen wurde und reicht bis zum Opel Ableger Chevrolet Volt. In deutscher Sprache ist mir leider kein umfangreicheres Werk bekannt und dennoch wirken neben den spärlichen Informationen dieses Bilderbuchs auch die fachlichen Fehler abschreckend. Darüber hinaus fehlt ein Textbezug zum Bild, was allerdings auch für amerikanische Bücher dieser Art typisch ist.

Designelemente, wie Heckflossen, Chrom und Panoramascheiben sind vordergründig. Leider wird der Begriff Design heute eher inflationär verwendet, ähnlich wie bei diesem Buchtitel. Design ist eben mehr als nur Gestaltung, weil es auch ein Resultat von Funktion, Technik, Anforderungen und gesellschaftlichen Begehrlichkeiten ist. Eine brauchbare Evolutionsgeschichte des amerikanischen Automobildesigns ist in diesem Buch trotz chronologischer Anordnung nicht erkennbar. Das verwendete Bildmaterial ist überwiegend ansprechend ausgewählt worden, stammt aber vorwiegend aus der Zeit der Fahrzeuge, sprich aus allgemein bekannten Werbeannoncen und Prospekten. Warum wagt der Verlag nicht etwas Neues entsprechend seines Namens? Profifotografen, wie Michael Furman oder René Staud, hätten die Autos beispielsweise in neuem Glanz erscheinen lassen können. So ist das Buch letztendlich ALLES und Nichts. Es gibt also weder neuartiges Bildmaterial noch interessante Informationen. Allerdings mag die Ursache für das Schwappen an der Oberfläche auch im breit angelegten Thema gemäß dem Titel liegen.

Aus meiner Sicht ist das im Layout weniger gelungene Buch "Encyclopedia Of American Cars: Over 65 Years of Automotive History, Publications International Ltd" interessanter geraten. Allerdings sind die Informationen auch hier nicht immer direkt dem Bild zugeordnet, dafür ist der verbale Umgangston mit dem Leser recht freundschaftlich gelungen. Außerdem erhalten Sie dort fast 900 Seiten im Sinne eines Katalogs zur amerikanischen Automobilgeschichte mit Ausnahme der SUVs von 1930 bis 1995. Wer nach Spezialwissen sucht, muss letztendlich weiterhin auf modell- oder markenbezogene Automobilbücher zurückgreifen und ist im Segment der amerikanischen Autos auch besser bei englischsprachigen Büchern aufgehoben. Das hier besprochene Buch zum US Autodesign hinterlässt zwar in der Verarbeitung und hinsichtlich der Druckqualität einen guten Eindruck, entspricht aber am Ende mehr dem Preisniveau von Ramschbüchern aus dem Naumann & Göbel Verlag mit Titeln wie 1000 Automobile, die man dann aber auch für noch akzeptable 9 Kröten 95 erhält. Dafür ist das Buch aber zweisprachig, Deutsch und Englisch, was der inhaltlichen Qualität letztendlich ebenso wenig dienlich ist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Erfüllt den eigenen Anspruch nicht, 1. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Car Design America: Myths, Brands, People (Gebundene Ausgabe)
Von diesem Buch - bei dem Autor - hatte ich mir einiges mehr erwartet. Insofern empfinde ich das Gebotene bei dem Preis doch etwas dürftig.

Ja, Paolo Tumminellis Vorlieben beim Design kommen gut rüber - der Galopp, mit dem das Buch am Ende durch die 1990er bis jetzt zu Ende hechelt (im Sinne: es lohnt nicht näher darauf einzugehen), ist schon bemerkenswert. Der Schwerpunkt liegt wie zu erwarten (und richtigerweise) auf den Nachkriegszeiten bis zu den frühen 1970ern, und hier werden viele Archivbilder verwendet, um seine Thesen zu präzisieren. Wahrlich eine groß(artig)e Zeit - Autos, so ausladend, dass heutige Kleinwagen vermutlich in den Kofferaum passen...

Allein: er verzettelt sich zwischen dem Anspruch, Designer zu würdigen und diese in den Kontext der Produkte (vulgo: Autos) zu stellen. Das Hin- und Herblättern wurde hier bereits erwähnt (manchmal habe ich zu den erwähnten Designikonen auch Tante Google bemühen müssen, um den Text zu verstehen - schade).

So wirkt das Buch auf mich, als wäre ein (Vorlesungs-?)Konzept hastig in Buchform gepresst worden. Mir ist bewusst, dass ein so umfangreiches Thema immer nur einzelne Schwerpunkte setzen kann, aber wäre es nicht sinnvoller gewesen, wenigstens einige der wesentlichen Designkonzepte nicht nur auf einer Seite abzuhandeln, sondern etwas detaillierter darauf einzugehen - insbesondere bei einem "Designprofessor"? Aus meiner Sicht: ja. Die Designer zu nennen (durchaus launig, was mir vom Stil durchaus gefällt) ist das Eine - aber ich als Designlaie weiß jetzt leider immer noch nicht so recht, die Leistung einzschätzen.

So wirkt das Buch, wie dass auf zu vielen Hochzeiten getanzt wurde. Und das geht selten gut. Ach ja: und die Grafik zur Designentwicklung am Anfang ist gut, aber das hätte sich auch besser durchs Buch ziehen können.

Zuletzt: das Buch wirkt wertig (Druck, Papier, Einband), das Layout wirkt aber etwas altbacken - da hätte ich mir beim Text (deutsch/englisch) ein paar schönere Lösungen gewünscht. Und zum Text: das Englische ist präziser, die Deutsche Version hinterlässt manchmal ein leichtes Stirnrunzeln. Bis der Blick zum Englischen den Sachverhalt aufklärt. Was sich wieder mit dem Hastigen weiter oben in Deckung bringen lässt...

Also: ein in den Grundansätzen lobenswertes Buch (auch dass endlich US-Design gewürdigt wird und gleichberechtigt mit dem europäischen gewürdigt wird, halte ich für sehr positiv), das durch einige Schnitzer doch viel von seiner Wirkung verliert. Naja, vielleicht gibt es ja eine verbesserte Neuauflage. Wollen wir es hoffen, das Thema hätte es verdient.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nostalgische Gefühle erlaubt, 10. Juni 2012
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Car Design America: Myths, Brands, People (Gebundene Ausgabe)
Klar, dass schon jeder Gedanke an Benzinverbrauch und Parkplatzsuche die Sehnsucht nach den meisten Autos in diesem Buch arg vermindert. Und trotzdem gibt es wohl kaum einen Betrachter, bei dem amerikanisches Car Design vergangener Jahr keinen nostalgischen Gefühle auslöst. Man kann gegen diese Karossen haben, was man will, schön sind sie. Und das belegt Paolo Tumminelli eindrücklich.

So bewegt wir die Geschichte des amerikanischen Automobilbaus ist auch der berufliche Lebensweg des Autors. Architekturstudium in Mailand, Design, Marketing, Publizist, Autor, Kurator, Moderator, Direktor des Goodbrands Institute und Professor an der Fakultät für Kulturwissenschaften der Fachhochschule Köln. Einige dieser Stationen finde ich doch erstaunlich, wenn ich an Gestaltung und Sprache dieses Buches denke. Denn da ist doch einiges Verbesserungspotential auszumachen. Und weil das nicht genutzt wird, gibt es einen Stern Abzug.

Im Vorwort, das wie alle Texte in Englisch und Deutsch verfasst ist, entschuldigt sich Paolo Tumminelli für seinen Status als Europäer. Denn die Existenz eines amerikanischen Automobildesigns sei in unseren Breitengraden lange verneint worden. Das hängt, wie Tumminelli richtig bemerkt, auch mit unserem gespaltenen Verhältnis zu Kitsch zusammen. Und damit mit der Perspektive, das Automobil vorwiegend als technisches Gesamtkunstwerk zu sehen. Doch sobald wir das Automobil auch als Kulturgut betrachten, ändern sich die Bewertungsmassstäbe. Auch darauf weist diese schöne Sammlung amerikanischer Autos hin.

Von einer chronologischen Struktur des Inhalts zu sprechen, stimmt nur bedingt. Denn Paolo Tumminelli wählt ein Ordnungsmuster, das Zeitsprünge notwendig macht. Vor allem wenn von stilistischen Eigenheiten und bekannten Automobilbauern die Rede ist. Dass der Leser auch auf zeitliche Überschneidungen stoßen wird, kündigt sich in einer Grafik zu Beginn des Buches an, die auf interessante Zusammenhänge hinweist.

Die Bilder sind sowohl schwarz-weiß als auch farbig und von erstaunlicher Qualität, wenn man bedenkt, in welch schlechten Zustand viele Originale sind. Wenig Verständnis habe ich allerdings noch immer für das Konzept, die Modellbezeichnungen des abgebildeten Autos in der Fotografie zu platzieren.

Mein Fazit: Dieser beinahe 400 Seiten umfassende Band beschreibt und zeigt die Geschichte des amerikanischen Automobildesigns. Die interessante Zeitreise beginnt früher als in Europa und führt den Betrachter bis in die heutigen Tage. Im letzten Kapitel 'Drive out' wird nochmals klar, worin die Stärke des Autors liegt. Er versteht es, in wenigen Sätzen auf die zahlreichen externen Faktoren aufmerksam zu machen, die das Design eines Autos oft ebenso stark beeinflussen wie technische und aerodynamische Rahmenbedingungen. Design eben immer auch mit Geschichten verbunden, die von Politik, Mode, Gesellschaft und Wirtschaft erzählen. Für fünf Bewertungssterne konnte ich mich deshalb nicht entschließen, weil man an einem Gestaltungskonzept festhielt, das mich schon beim Band 'Car Design Europa' wenig überzeugte.
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4.0 von 5 Sternen Nachschlagewerk, 12. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Car Design America: Myths, Brands, People (Gebundene Ausgabe)
Hatte schon "Car Design Europe". Jetzt ist daraus ein gutes 2-bändiges Nachschlagewerk entstanden, auf das ich oft zurückgreife. Punktabzug für den hohen Preis.
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4.0 von 5 Sternen Ein tolles Werk!, 24. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Car Design America: Myths, Brands, People (Gebundene Ausgabe)
Auch wenn man den einen oder anderen kleinen Kritikpunkt finden mag, dieses Buch ist hinsichtlich Druckqualität, Bildmaterial und Text erste Sahne. Die Empfehlung kann deshalb nur lauten: Kaufen! Lediglich der Preis scheint etwas hoch angesetzt, was einer weiteren Verbreitung sicher im Wege steht.
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Indiskutabel, 3. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Car Design America: Myths, Brands, People (Gebundene Ausgabe)
Ein hoher Anspruch auf ein grundlegendes Werk, entsprechend auch in der Fachpresse beworben. Doch das Werk ist in jeder Hinsicht enttäuschend.

Keine Fachkompetenz: Der Autor verwechselt Portholes mit Opera Windows, ein 81er Caprice wird zu einem 77er, der Retro-Trend wird in die 90er Jahre versetzt obwohl er 1980 mit Cadillacs Seville begonnen hatte, die SUV-Welle wird als eine Reaktion auf Nine-Eleven dargestellt obwohl schon in fast allen Jahrzehnten vorher die SUVs die meistverkauften Autos Amerikas waren. Und die verwendeten Bezeichnungen wie "Mod Baroque" oder "Kandy Cars" sind Eigenerfindungen des Autors aus anderen Designbereichen, die in der automobilen Fachliteratur bislang nicht verwendet wurden und auch nicht substantiell erklärt werden.

Bebilderung wertlos: Es werden nahezu ausschließlich Werksfotos verwendet die aus Prospekten und Anzeigen der Hersteller hinlänglich bekannt sind und damit keinerlei Neuigkeitswert haben. Die Reihenfolge ist willkürlich und steht weder mit dem jeweiligen Kapitel noch zeitlich in irgendeinem logischen Zusammenhang. Ein Gutteil der Bilder ist in Briefmarkengröße gehalten. Für diejenigen welche wirklich Neues suchen, eine Enttäuschung. Für diejenigen welche wenigstens einen thematischen Zusammenhang der Darstellung erwarten, Fehlanzeige.

Keine Beispiele: Es ist im ganzen Buch niemals konkret erläutert was der Autor eigentlich exemplarisch meint. Im Text fehlen oft konkrete Modelle oder Merkmale, welche mit einer bestimmten Aussage gemeint sind. Zudem wurde die große Chance verpaßt, anhand von zugeordneten Bildern zu erklären, was gerade mit den jeweils beschriebenen Stylingmerkmalen oder -trends überhaupt gemeint ist. Wer Fachwissen hat, weiß es. Wem solches Wissen fehlt, der wird durch dieses Buch keinen Deut schlauer.

Keine globalen Linien: Es wird vollkommen versäumt, übergreifende und damit die Entwicklung des Autodesigns erklärende inhaltliche Linien darzustellen. Feststellungen wie diejenige daß die flower power-Ära zu handgemalten eigenen Lackierungen führte sind trivial und geben keine Erklärung dafür ab warum gerade in dieser Zeit Muscle Cars populär waren. Die Beeinflussung des Designs in den 90er und 00er Jahren durch die Notwendigkeit, billiger zu produzieren, oder die Versuche, aktuelles Design durch Stilzitate wertvoller zu machen (auch das hätte wunderbar anhand von vielen Bildbeispielen erläutert werden können) oder die Bedeutung des aktuellen Designs für die nächste Zukunft kommen - mit Ausnahme eines kurzen Hinweises auf den aktuellen Camaro und Challenger - nicht vor.

Wesentliche Inhalte vergessen: Es findet sich im gesamten Buch auf 391 Seiten kein einziger Satz zum Innenraumdesign! Dieses ist ein zentraler Bestandteil des amerikanischen Stils von Autos. Auch die Beeinflussung des Designs durch das US-Tempolimit - welches gar nicht die Notwendigkeit erzeugte, die Karosserie für Geschwindigkeiten über 88 km/h zu konstruieren und damit mehr Freiheiten für die ästhetische Gestaltung und weniger technische Zwänge schaffte - werden an keiner Stelle angesprochen obwohl sie das Aussehen der Fahrzeuge entscheidend prägten.

Fazit: Wild zusammenkopierte bekannte Bilder, ein unstrukturierter und ohne klare Linien versehener Text. Für 10 EUR vielleicht ein Buch das man vom Ramschtisch kaufen würde, aber keinesfalls ein grundlegendes Werk zum Thema, das gründlich verfehlt wurde.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von Aufstieg und Fall einer Industrie, 27. Mai 2012
Von 
Niclas Grabowski "niclas grabowski" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Car Design America: Myths, Brands, People (Gebundene Ausgabe)
Wenig hat die Kultur Amerikas in der Nachkriegszeit mehr geprägt als ausgerechnet die Autos, die in dieser Zeit geschaffen wurden, um die angestellten Mitglieder einer neu entstehende Mittelklasse von ihren Arbeitsplätzen in den Metropolen zu ihren Familien in die Vorstädte zu bringen. Groß waren diese Autos, und opulent ausgestattet mit Verzierungen, Chrom, Flossen und all dem, was sonst noch Luxus und Fortschritt symbolisierte. Etwa zwei Jahrzehnte lang schien "Form Follows Function" seine Gültigkeit verloren zu haben. Und so entstand ein Stück Kulturgeschichte, hier in diesem Buch erzählt durch die Geschichte der Automarken und ihrer Macher, die immer versucht haben, Kunden zu gewinnen, indem man auf den Zeitgeist regierte. Autos, die aussehen wir Raketen oder Flugzeuge, die schwimmen konnten oder auch mal wie überdimensionierte Leichenwagen wirkten, waren die Folge.

Das Buch beschreibt diese Zeit mit vielen schönen Bildern aus den damaligen Werbekampagnen, und man sieht darauf auch, wie sich die Automobilkonzerne den idealen Kunden vorstellten. Jung, gut aussehend, als mondäne Frau oder als glückliches Paar. Oft mit sichtbar zur Größe des Autos passender Oberweite, aber niemals wirklich sexy. Und da ahnt man denn auch das Problem hinter dem Konzept der großen amerikanischen Autokonzerne: Es waren Spießer am Werk, die Produkte für Spießer schufen. Die Designs waren dann am stärksten, wenn sie ihre Ausrichtung auf die angepasste Mittelschicht nicht versteckten, sondern zelebrierten. Nur leider, leider ging es dieser Mittelschicht in den kommenden Jahrzehnten dann nicht mehr so gut. Und so mussten die Konzepte der Straßenkreuzer mit riesiger Rückbank anderen Ideen von Autos weichen, oft solchen, die aus Europa oder Asien importiert waren. Traute man sich dagegen selbst etwas, so muss man heute das Ergebnis fast schon witzig nennen. Der Studebaker Avanti von 1962 und der Cadillac Voyage von 1988 sind vielleicht die schrägsten Beispiele für diese Versuche.

Von den dreißiger Jahren bis in die Gegenwart kann man mit diesem Buch diese Geschichte verfolgen, von dem Aufbruch zu Beginn bis zur Irrelevanz in der Gegenwart. Dabei helfen einem nicht nur die vielen Abbildungen; auch die vielen gut lesbaren Texte über die Epochen des Autodesigns, verschiedene Baureihen und auch Persönlichkeiten aus der Industrie sorgen für ein lebendiges Bild der automobilen Vergangenheit. Und da kann man fast schon sagen, dass das Buch zwischen den Zeilen über das in seinem Titel genannte Thema hinausgeht.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwischen *Too much* und *Kulturgut*, 13. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Car Design America: Myths, Brands, People (Gebundene Ausgabe)
Der Designbegriff löste im europäischen Sprachraum noch vor wenigen Jahrzehnten eine durchaus unterschiedliche Vorstellung aus, setzte sich die englische Begriffsform *Design* als *Gestaltung* doch erst in den 1960er Jahren gegen das ursprünglich deutsche Verständnis, entlehnt dem französischen *Dessin* durch (Dessinateur = Mustermacher). Design ist heute der Sammelbegriff für die bewusst gestalteten *Eigenschaften* eines realen oder virtuellen Objektes, einer Dienstleistung oder Marke.
Der Leser und hauptsächlich auch der Betrachter dieses umfassenden Fotobandes darf gespannt sein, was ihm hier geboten wird, warnt Paolo Tumminelli (Design-Professor. Autovision: selbstfahrende Elektrofahrzeuge und Joysticks statt Lenkrad) doch in seiner launigen Einleitung zu seinem beachtlichen Werk: *Grundsätzlich wurde in Europa die Existenz eines `amerikanischen Automobildesigns` verneint*, denn die dort durchaus vorhandenen Vorstellungen (*ein Stilist kann Schönheit materialisieren*) hinkten gewaltig den Realitäten hinterher: kitschige Straßenkreuzer mit minimalem Innenraum und *der Straßenlage eines Schneeschlittens*.
Alles war *too much* und doch kann der Visionär Tumminelli der frühen Zeit des amerikanischen Autobaus einiges abgewinnen, indem er das *Automobil nicht als technisches Gesamtkunstwerk, sondern als Kulturgut* betrachtet.
Ein versöhnender Ansatzpunkt und die grandiose Auswahl zeitgenössischer Fotos, die zwangsweise auch den *Zeitgeist* widerspiegeln, gewähren neben der Masse an Werkfotografien, dem Interessierten einen umfassenden Überblick der *amerikanischen Designmaschinerie*, die sich seit der Jahrtausendwende - sicher nicht nur nach meiner Auffassung - den europäischen Einflüssen erkennbar NICHT mehr entzieht, was ein texanischer Ölmillionär vielleicht bedauern mag.
Die zweisprachige textliche Begleitung der Bilderflut in diesem kompakten Bildband ist umfassend, immer hoch informativ und gibt zwangsläufig Einblick in und somit auch ein gewisses Maß an Verständnis des *American Way of Life*.
In jedem Fall ein Bildband, der alle Freunde des Automobils begeistern wird und den ich sehr gerne empfehle. HMcM
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Born in the U.S.A." . . ., 12. Mai 2012
Von 
Thomas Nehlert "thomasnehlert" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Car Design America: Myths, Brands, People (Gebundene Ausgabe)
Mit diesem Song von Bruce Springsteen oder der Musik von Bryan Adams oder Albert Hammond im Ohr, in einem Chevrolet oder Cadillac, einem Ford Taurus oder Lincoln über den Pacific Coast Highway oder die Route 66, den Komfort und die Gelassenheit derartiger Fahrzeuge genießend, unter der Sonne des Südwestens der USA - welcher USA-Tourist schwelgt nicht in solchen Erinnerungen an seinen Urlaub in dieser Region? Doch was wissen wir eigentlich über die Geschichte und Entwicklung des Automobils in den Vereinigten Staaten? Zumeist sehr wenig.

Das kompakte und doch gewichtige Buch von Paolo Tumminelli kann hier auf beeindruckende Weise Abhilfe schaffen. Von den 1930er Jahren bis zum Modelljahr 2013 spannt der Autor den Bogen und geht dabei noch weit über den Bereich des puren Automobil-Designs in Amerika hinaus. Wie schon im ersten Band "Car Design Europe" setzt Tumminelli die Entwicklung des Car Designs nicht nur in die Gesamtheit der Automobil-Historie, sondern in die zeitgeschichtlichen und politischen Abläufe der jeweiligen Epoche und macht so deutlich, wie auch äußere Geschehnisse die Design-Entwicklung maßgeblich beeinflussen. Dabei kommt es dem Buch zugute, dass es lediglich zweisprachig in Englisch und Deutsch verlegt ist, so dass mehr inhaltlicher Raum zur Verfügung steht als beim dreisprachigen Band über das europäische Auto-Design. Tumminelli geht chronologisch vor und macht den Leser wieder mit zunächst vielleicht etwas rätselhaften Kapitel-Titeln neugierig, wie z.B. "Populook", "Rocket Rolls", "Body Building", "Mod Baroque" oder "Kandy Cars". Man erfährt auf kurzweilige und spannende Weise unglaublich viel über amerikanisches Design, amerikanische Autos und zudem eine Menge über die Geschichte der USA.

Die Design-Entwicklung - so vielschichtig und teilweise mit Brüchen in ihrem Ablauf sie auch ist - verlief in den USA doch sehr viel kontinuierlicher und überschaubarer als in Europa. Das ist auch kein Wunder, ist es doch die Historie des Auto-Designs in nur einem einzigen Land, während sich in Europa die Einflüsse von Italien, Deutschland, Frankreich und England sowie Skandinavien sehr viel differenzierter vermischten. Es ist erstaunlich, dass in den USA im Jahre 1908 noch 253 Fahrzeughersteller existierten, die sich nach und nach auf die drei großen Konzerne General Motors, Ford und Chrysler reduzierten. Wir erfahren von den legendären Marken Cord, Duesenberg und Packard, von Studebaker und Kaiser oder von den schließlich in American Motors (AMC) vereinigten Firmen Hudson, Nash und Rambler. Die nur vorübergehenden Produkte von DeSoto bei Chryler, Edsel bei Ford und Saturn sowie Geo bei GM finden ebenso Erwähnung wie die erst in jüngerer Zeit aufgegebenen Marken Oldsmobile, Pontiac, Hummer oder Mercury. Und natürlich werden wir über die namhaften Design-Größen der amerikanischen Autoindustrie informiert: Raymond Loewy, Gordon Buehrig, Eugene "Bob" Gregoire, Harley Earl, Bill Mitchell, Irv Rybicki und Chuck Jordan. Vor unserem Auge leben die gigantischen Straßenkreuzer der 1950er und 1960er Jahre wieder auf genau wie die Styling-Ikonen Ford Mustang, Chevrolet Corvette, Ford Thunderbird. Tumminelli informiert über den Einfluss der über den Verriss des Chevrolet Corvair weit hinausgehenden Kritik George Naders mit seinem Buch "Unsafe at any Speed" und über die nachfolgende Entstehung kleinerer Fahrzeuge, die sich an den Entwicklungen in Europa und vor allem in Asien orientierte.

Es ist klar, dass bei einem so großen Themenkreis Schwerpunkte gesetzt werden mussten und dass manche Themen nur kursorisch behandelt werden konnten. Das schadet dem Buch aber in keiner Weise. Im Gegenteil: So bleibt auch ein derartiges Kompendium - als das man "Car Design America" ohne Übertreibung bezeichnen kann - übersichtlich und gut lesbar. Der einzige kleine Kritikpunkt, den man zum Text anbringen kann, ist die an vereinzelten Stellen etwas holprige Übersetzung in die deutsche Sprache.

Ein echtes Highlight des auf wertigem Mattglanzpapier produzierten Buchs ist die prachtvolle Illustration. Es handelt sich überwiegend um zeitgenössische Aufnahmen aus den Archiven der Hersteller. Diese Bilder sind einfach ausnahmslos begeisternd und teilweise durch ihren einst werbenden Charakter sogar unterhaltend. Es ginge zu weit, hier einzelne Fotos zu beschreiben, da muss der interessierte Leser sich schon selbst einen Einblick verschaffen. Aber beispielhaft seien nur drei Ablichtungen erwähnt, die mir ganz besonders ins Auge gefallen sind: ein Chevrolet Bel Air 1956 unter der Golden Gate Bridge, ein Ford Fairlane am Airport von Los Angeles und ein Chevrolet Impala 1964 am Twin Peaks mit dem traumhaften Ausblick auf San Francisco!

Wer auch nur ein klein wenig für amerikanische Autos und den "American Way of Life" übrig hat, kommt an diesem schönen und empfehlenswerten Buch nicht vorbei. Und vielleicht wird diese Reihe noch mit einem Band "Car Design Asia" fortgeführt.
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Car Design America: Myths, Brands, People
Car Design America: Myths, Brands, People von Paolo Tumminelli (Gebundene Ausgabe - 11. Mai 2012)
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