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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erspart das Playboy-Abo und sieht deutlich edler aus!
38,1 x 29,1 x 3 cm. Das steht ja bereits in der Produktbeschreibung. Gross ist dieser Bildband also. Grösser als ein Herrenmagazin und das in jeder Hinsicht! Schwer ebenfalls. Ich habe gerade keine Wage zur Hand, aber ich tippe auf 3 kg.
Weniger als die Höchstwertung zu vergeben kommt nicht in Frage, dafür sind die erotischen Frauenbilder einfach viel...
Veröffentlicht am 2. Oktober 2010 von junior-soprano

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wunderbare Bilder...
Die Bilder sind wirklich sehr gut. Man sieht, da ist jemand am Werk, der die Technik der Kamera beherrscht.

leider ist dieser Bildband für den ausgerufenen Preis allerdings etwas dünn geraten......118 Bilder ist jetzt nicht soooo viel. für den Preis Edward ich mehr. daher gibt es nur drei Sterne.
Vor 20 Monaten von Gunter Schmid veröffentlicht


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erspart das Playboy-Abo und sieht deutlich edler aus!, 2. Oktober 2010
Von 
junior-soprano "Powderfinger" (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Pure (Gebundene Ausgabe)
38,1 x 29,1 x 3 cm. Das steht ja bereits in der Produktbeschreibung. Gross ist dieser Bildband also. Grösser als ein Herrenmagazin und das in jeder Hinsicht! Schwer ebenfalls. Ich habe gerade keine Wage zur Hand, aber ich tippe auf 3 kg.
Weniger als die Höchstwertung zu vergeben kommt nicht in Frage, dafür sind die erotischen Frauenbilder einfach viel zu umwerfend!
Frank de Mulders Pure hat mir wieder mal klar gemacht, dass ich als Modell-Scout nichts taugen würde, denn für mich sind die Frauen in diesem Buch ebenso schön und reizvoll wie die aktuellen oder die kommenden Supermodells. Deshalb finde ich die (zumindest mir) unbekannten Damen in diesem Bildband genau so beachtenswert wie die Frauen in V2. V2
Mehr als die Hälfte der Fotos sind in schwarz-weiß. Bilder die sich über eine Doppelseite erstrecken sind die absolute Seltenheit in Pure. Somit entfällt auch die Enttäuschung über den Knick in der Buchmitte - hier werden keine wichtigen Details "geknickt".

Die Fotos entstanden in:

Amsterdam
Ghent
Poperinge
Antwerpen
Brüssel
Gümbet
Namibia
Nevada

Von den Models werden lediglich die Vornamen genannt, die Mädchen heissen:

Elena
Anastasiia
Joyce
Alizee
Neilla
Jess
Kim
Gaelle
Barbara
Kami
Bianca
Jana
Zoe
Claudia

Am Ende des Buches findet sich eine Übersicht mit allen Fotos aus dem Buch, auf dem Entstehungsort und Name der Abgebildeten finden. Die europäischen Fotos entstanden in Innenräumen, die amerikanischen und afrikanischen Fotos in freier Natur.
Warum eigentlich nur die Vornamen? Sicherlich wegen des anrüchigen Rufs von Erotik-Aufnahmen. Pure bedeutet im Fall dieses Buches nicht zwingend, dass die Frauen komplett nackt sind (oft allerdings schon), meist tragen sie Reizwäsche, ab und an auch Lack-Leder-Handschellen-Peitschen Fetisch und auch das Lesben-Phantasie-Klischee wird bedient. Der belgische Fotograf de Mulder zitiert im Vorwort das schönste Lob, das er bislang für seine Fotos erhalten hat: ein Mädchen, das die Aufnahmen erst geheimgehalten hatte, zeigte ihre Aktfotos dann doch ihrer Mutter und erntete dafür Anerkennung, dank der sehr ästhetischen Bilder von de Mulder.
Zum Alter der Damen werden keine Angaben gemacht, offensichtlich sind sie aber zwischen 20 und 25. Blond, schwarz, braun - aber ausschliesslich Frauen vom europäischen Typus.
Alles weitere sagen die Bilder selbst aus. Beschreibungen und Bildinterpretationen will ich den Lesern meiner Rezension ersparen. Wer die Fotos des Playboy-Magazins kennt, weiss was ihn in Pure erwartet. Zwar stammen sie nicht aus dem Playboy, sind aber genau so geschmackvoll. Vulgär wird es, zumindest für meinen Geschmack, nicht. Ein freches Grinsen und der gestreckte Mittelfinger von Anastasiia sowie ein offensives SM-Outfit von Elena sind wahrscheinlich die provokantesten Bilder in diesem prachtvollen Bildband. Für Freunde von sinnlichen und verspielten Aufnahmen ist etwas dabei, für Freunde von Frauen mit Stetson, Colt und hoch zu Pferd ebenfalls. Militante Nichtraucher werden sich vielleicht noch an zwei Fotos auf denen geraucht wird reiben. Kritiker des Product-Placements können bemängeln, dass hier eine Marlboro geraucht wird.
Definitiv ein Buch, das den Puls höher schlagen und ein Lächeln ins Gesicht zaubert! Was für wunderschöne Frauen!

168 Seiten, Hardcover, farbe & s/w, Vorworte von Frank de Mulder und Günther van Hassel auf Englisch, Deutsch, Holländisch und Französisch
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zwischen Männerträumen und künstlerischer Aktfotografie, 27. Oktober 2010
Von 
Dr. R. Manthey - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Pure (Gebundene Ausgabe)
Wenn eine wirklich aufreizend schöne Frau nur mit High Heels bekleidet eine Wüstenpiste entlangschlendert, dann breitbeinig stehen bleibt, lässig den Daumen hoch hält und im Hintergrund die begeisterte Männerwelt in ihren coolen Transportmitteln angebraust kommt, dann kann ich mir ein Grinsen nicht verkneifen. Ich habe schon immer geahnt, dass es mir an Phantasie mangelt.

Doch dieses wirklich blöde Foto ist ein heftiger Ausreißer in Frank de Mulders eigentlich schönem Bildband. Obwohl noch einige andere Bilder ähnlich, aber bei weitem nicht so schrill komponiert sind und wahrscheinlich alle angeblich erotischen Posen und Klischees abgearbeitet werden, enthält dieses großformatige und edel aufgemachte Werk auch viele wirklich hervorragende Aktfotografien. Immer wenn die Mädels in ihrem Naturel bleiben konnten, wurden auch die Fotos wunderbar.

Der Autor konnte sich irgendwie nicht entscheiden, ob er Männerphantasien befriedigen oder wunderschöne Frauen in ihrer ganzen Natürlichkeit ins Bild setzen will. Dass er ein hervorragender Fotograf ist, der die künstlerische Aktfotografie wirklich meisterhaft beherrscht, darüber kann es in der Tat keinen Zweifel geben. An Beweisen dafür mangelt es in diesem Buch jedenfalls nicht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wunderbare Bilder..., 24. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Pure (Gebundene Ausgabe)
Die Bilder sind wirklich sehr gut. Man sieht, da ist jemand am Werk, der die Technik der Kamera beherrscht.

leider ist dieser Bildband für den ausgerufenen Preis allerdings etwas dünn geraten......118 Bilder ist jetzt nicht soooo viel. für den Preis Edward ich mehr. daher gibt es nur drei Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hocherotik braucht Hochspannung, 25. Oktober 2010
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Pure (Gebundene Ausgabe)
Der belgische Mode- und Glamourfotograf Frank de Mulder ist in der Werbebranche ein gefeierter Star. Das hat unter anderem den Vorteil, dass er sich die Models aussuchen kann. Aber um erotische Kunstwerke zu schaffen, braucht es mehr als schöne Frauen und fotografisches Knowhow. Das zeigt meiner Ansicht auch dieser neue Bildband von Frank de Mulder. Was der Klappentexter unter Verfälschungen und speziellen Kameraeffekten versteht, weiß ich nicht. Aber bei vielen Bildern kann ich mir schlecht vorstellen, dass sie nicht nachbearbeitet wurden.

Kein Zweifel, die meisten Fotografien in diesem gewichtigen und großformatigen Bildband sind schön. Aber erotische Kunstwerke habe ich nur wenige entdeckt. Da mich diese Wahrnehmung erstaunte, suchte ich in meiner Bibliothek nach Beispielen erotischer Aktfotos, die meinen Geschmack besser treffen. Ob Zufall oder nicht, standen meist Frauen hinter den Kameras. Zum Beispiel Roswitha Hecke, die einige ihrer Bilder mit Zitaten von Baudelaire kommentiert, Männer mit ins Bild nimmt und mit ihren Kompositionen eine Spannung aufbaut, dass es geradezu hörbar knistert. Warum ich solche Geräusche in beim Betrachten von Frank de Mulders Bildern nur selten vernahm, liegt wohl an einer anderen Auffassung von Erotik.

Vielleicht müsste der belgische Starfotograf wieder einmal Filme oder Aktfotos ansehen, die vor der Pornografisierung unserer Gesellschaft und dem Wegfall prüder Zensurbehörden entstanden. Der Zwang, Nacktheit zu verhüllen, förderte das Handwerk, beim Betrachter die Bilder im Kopf entstehen zu lassen, mit Andeutungen zu arbeiten und mit unscheinbaren Details eine Geschichte zu Leben zu erwecken. Eine Frau mit perfekten Brüsten, Modellmassen und Highheels auf einer Wüstenpiste zu fotografieren weckt bei mir auch dann keine erotischen Gefühle, wenn über ihr ein Hubschrauber fliegt und ein Pilotensonnenbrillenträgermann in einem Defender heranbraust. Ihn mit dem Zeichen einer Autostopperin auch noch zum Anhalten aufzufordern, finde ich sogar eher peinlich.

Natürlich hat es unter den 118 Aufnahmen auch Bilder, die dem nahe kommen, was der Klappentexter "erotische Kunstwerke" nennt. Aber letztlich sind es doch zu wenige, um mich zu einer Fünfsternebewertung zu verführen. Schon deren vier zu verteilen, kostete etwas Überwindung. Aber da meine Auffassung von Erotik selbstverständlich nicht allgemeingültig ist, wäre ein stärkerer Abzug allzu subjektiv.

Mein Fazit: Frank de Mulder beherrscht sein Handwerk ganz ohne Zweifel. Aber um Kunstwerke zu erschaffen, braucht es noch Eigenschaften, die sich schlecht in Worte fassen lassen. Das ist auch bei der Aktfotografie so. Helmut Newton in seinen besten Zeiten hat jedenfalls verstanden, was es braucht, um Bilder mit Klängen zu verbinden. Und Fotografinnen wie Roswitha Hecke ebenfalls.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Frauen sind Gemälde, Männer sind Probleme."(Oscar Wilde),, 4. Oktober 2010
Von 
Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Pure (Gebundene Ausgabe)
Obschon ich alles andere als lesbisch bin, liebe ich Fotografien, auf denen schöne Frauen halbnackt oder nackt abgelichtet sind, sofern die Aufnahmen nicht obszön, sondern stattdessen ästhetisch und hocherotisch sind. Leider schrecken viele Frauen vor Bildbänden wie "Pure" zurück. Nicht selten warten sie mit fadenscheinigen Begründungen auf, doch in Wahrheit ist zumeist ein abgründiges Konkurrenzdenken die Ursache für ihr schroffes "Nein". Wenn ich Bücher wie "Pure" rezensiere, hoffe ich stets, dass die ein oder andere heterosexuelle Frau aufgrund meiner Rezension zum Kauf motiviert wird und sich positiv sowie neidlos mit den Bildern auseinandersetzt. Aktaufnahmen müssen nicht zwingend sexistisch sein. Sie können auch erotische Kunstwerke zeigen. Dies ist bei den meisten Fotos von "Pure" der Fall.

Der Fotograf Frank de Mulder hat die Schwarz-Weiß- und Farbfotos "ohne jegliche Verfälschung durch spezielle Kameraeffekte oder komplexe Techniken" erstellt. Mulder hat auf den letzten Seiten die insgesamt 118 Bilder nochmals in kleinem Format aufgelistet und jeweils den Vornamen des Modells, sowie den Ort, wo das jeweilige Foto realisiert wurde, genannt.

Zu den Fotos:

Es ist natürlich unmöglich alle 118 Fotos im Rahmen der Rezension zu thematisieren, von daher werde ich die Bilder hervorheben, die mich am meisten ansprechen.

Eines der Bilder zeigt die blonde Neilla in Namibia. Die Gegend, in der das Foto aufgenommen worden ist, wirkt ziemlich leblos. Die Gräser sind vertrocknet und die flirrende Sonne verdeutlicht, dass es sehr heiß ist. Inmitten dieser Szenerie nimmt man die nackte Neilla wahr. Ihre blonden, langen Haare fließen über ihren formvollendeten Rücken. Man meint, ihre samtweiche Haut fühlen zu können. Diese Frau ist so schön wie Aphrodite. Das beweist auch das Bild, auf dem sie ein Seidentuch in der Luft flattern lässt (das mit Abstand schönste Foto im Buch) und ihre hübschen Apfelbrüste erahnt werden können.

Auf einem anderen Bild liegt die Nackte auf Steinen. Man hat die Möglichkeit ihr Gesicht genauer in Augenschein zu nehmen. Sie hat katzengrüne Augen, schöne, volle Lippen und einige Sommersproßen auf der Nase. Ihr Blick ist der einer Göttin. Sie wirkt unnahbar. Vor solchen Frauen haben Männer zumeist Angst.

Wunderschön sind die beiden Bilder von Neilla, die man von ihr im Himmelbett aufgenommen hat. Sie trägt einen weißen, sehr duftigen Slip. Ihre Körper entspricht dem einer antiken Statue. Von solchen Frauen träumen Männer. Übrigens sehen Neillas Beine überirdisch schön aus. Neilla ist mein Lieblingsmodell. Sie hat das gewisse Etwas, das außer ihr nur Melisa aus Amsterdam und Veronika aus Ghent hat.

Völlig anders ist Elena. Sie ist ein typisches Bettkätzchen. Wirklich süß, mit fabelhaft prallen Brüsten, einem schönen Gesicht, das jedoch kein tieferes Geheimnis birgt. Elena ist anschmiegsam, leistet keinen Widerstand. Mit Frauen wie Elena gehen viele Männer zumeist respektlos um.

Eine tolle Aufnahme ist jene, die Bianca zeigt. Sie steht auf einem kleinen Balkon. Man sieht sie von hinten. Sie trägt weiße Strümpfe, die an Strapsen befestigt sind. An den Füßen trägt sie weiße Highheels, die ihre Beine perfekt formen. Bianca hat einen sehr anmutigen Hintern. Ein Blickfang, ganz klar.

Auf einigen Fotos sind Frauen in schwarzen Korsagen abgelichtet, auf einem anderen trägt eine Frau pinkfarbene, äußerst abtörnende Unterwäsche. Wem soll das gefallen? Eine Augenweide ist Claudia, die man von hinten abgelichtet hat, obschon der Popo nicht so optimal ausschaut, wie jener von Bianca.

Gelungen ist auch das Foto von Gaelle in Merelbeke. Gerel ist nackt. Sie hat eine sehr mädchenhaft, zarte Figur und ein hübsches Gesicht. Auf dem Bild schickt sie sich an, eine Leiter hochzuklettern, die an einem Kirschbaum steht. Paradiesisch.

Empfehlenswert.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Farbenlehre, 9. Oktober 2010
Von 
Niclas Grabowski "niclas grabowski" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Pure (Gebundene Ausgabe)
Was macht eigentlich diese nackte Frau da mitten in der Wüste? Echt, ich meine, was macht sie da? Ich war schließlich auch mal in der Wüste, wenn auch nicht in der von Namibia, und was soll ich sagen, weit und breit waren da keine nackten Frauen, und schon gar keine so hübschen. So hat dieses Photo auf dem Titelbild schon etwas Übernatürliches, etwas Surreales. Und diesen Eindruck teilt das Photo dann auch mit der ganzen Serie von Bildern, die im Buch dasselbe Modell vor derselben eindrucksvollen Landschaft abbilden.

Aber keine Angst, ich werde jetzt nicht den Photographen gleich zum Nachfolger der berühmten surrealistischen Maler vom Anfang des 20. Jahrhunderts erklären. Nicht einmal das sehr witzige Bild einer halbnackten Malerin mit dem Namen eines berühmten Schriftstellers auf Seite 88 kann mich dazu bringen. Ein nettes Farbenspiel ist es, was das ganze hier so gelungen erscheinen lässt. Brillante Brauntöne, die auch eine echt stylische Inneneinrichtung ausmachen könnten, die findet man auf diesen Bildern. Und so künstlich die Frau mit ihren blondierten Haaren und den stark geschminkten Augen auch erscheinen mag, so gut passt das merkwürdigerweise dann doch in die Wildnis. Und ja, ich weiß, viele der Betrachter dieses Buches werden auf alles andere achten, als auf die Farbtöne, weil sie es statt auf Farben auf Formen abgesehen haben.

Die anderen Bilder im Buch sind nämlich eher schwarzweiß. Und statt Landschaften bekommt man hier eher Schlafzimmerszenen zu sehen. Und diese gestaltet der Photograph durchaus aufregend, man könnte auch sagen gewagt. So ganz nebenbei demonstriert der Künstler dann auch, wie sehr die Wirkung einer Frau von der Inszenierung abhängt. Kleine Schwächen fallen dem männlichen Betrachter eben nicht mehr auf, wenn nur der Gesamteindruck eines Bildes aufregend ist. Allerdings folgen diese Photos auch oft den bekannten Klischees, die man meint, ein klein wenig zu oft gesehen zu haben. Dann reizt mich Namibia mit Blondine doch ein klein wenig mehr.
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1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie versunken im Urlaub ..., 1. Oktober 2010
Von 
FrizzText "frizz" (Wuppertal) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Pure (Gebundene Ausgabe)
Frei vom Glamour-Kitsch der Gegenwart, meist zurück-besonnen auf die Lichtmalerei der traditionellen Schwarz-weiss-Fotografie - so hat Frank de Mulder zum Beispiel seine sehr kreative Session mit Elena in Antwerpen komponiert. Die Fotostrecke lässt Erinnerungen aufkommnen an den großen erotischen Schriftsteller Henry Miller und das Fragment "Stille Tage in Clichy". Wenn man aber den Sprung in die Literatur nicht mag und lieber in der Geschichte der Fotografie Beispiele sucht: Frank de Mulders Reise in die Sierra Nevada lässt "Cowboy Kate" von Sam Haskins aus den Sixties wieder wach werden. Dass man aber so weit zurückgreifen kann, liegt daran, dass dieses Foto-Buch (dem Titel PURE entsprechend) auf eine gewisse Zeitlosigkeit baut - wie jede Kunst. Die alberne Jagd nach Effekten im hoch-modernen Blitzlicht-Studio wird gänzlich vermieden. Der banale Lächel-Schmalz einer Heidi Klum baut sich also nicht auf - aber auch nicht die teilweise pathologische Atmosphäre eines Helmut Newton, der Frauen eher als Ungeheuer der Macht vorführte, denn als liebenswerte Wesen. Wenn man also weder in die Keller sado-masochistischer Männer-Phantasien abrutscht noch in der manipulierenden Mutti-Flachheit der Promi-Fotografie sich verheddert, dann hat man die Chance, Frauen zu begegnen, wie sie wirklich sind. Mit rund 20 Modellen an 10 verschiedenen Orten, von Namibia bis in die Sierra Nevada, ist dies de Mulder immer wieder gelungen: dadurch, dass er darauf zu hören in der Lage war, was die Fotografierten selbst ausdrücken wollten, spielerisch, manchmal flirtend, manchmal in die Möglichkeiten ihres eigenen Körpers wie in einen Strudel der Entdeckung hineingezogen. Zufrieden zitiert de Mulder in seinem Vorwort ein Modell: "Ich hab es endlich meiner Mutter erzählt. Sie ist in die Fotos völlig verknallt." Der Chefredakteur des Ché Magazines schreibt im Geleitwort, dass der zuweilen sehr redselige de Mulder völlig verstummte, wenn er sich in die Planung der Sessions vertiefte. Wenn irgendetwas heutzutage Verstummen erreicht, dann ist es in dieser überlauten Welt als dringend notwendige Kunst einzuordnen.
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Pure
Pure von Frank de Mulder (Gebundene Ausgabe - 25. September 2010)
EUR 59,90
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