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Kundenrezensionen

31
3,4 von 5 Sternen
Die unheimliche Bibliothek
Format: Gebundene AusgabeÄndern
Preis:14,99 €+Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
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am 22. Juni 2015
Ich denke, ich muss nicht erst noch den Inhalt wiedergeben an dieser Stelle, denn mit der Beschreibung oben ist schon alles gesagt.

Ich muss ehrlich sagen, dass mich der Preis des Buches doch etwas.. überrascht hat. Ich lege diese Preise nicht fest, aber ich muss ehrlich gestehen - und das tut mir wirklich sehr leid, es hier schreiben zu müssen - angesichts dieser nur 64 vorhandenen Seiten, welche nicht mal wirklich alle mit Sätzen, sondern auch noch mit etlichen Illustrationen gefüllt sind - hätte ich mir diese Paperbackausgabe zu einem Preis von 9,99€ nicht gekauft.

Der Inhalt selbst war für mich - dafür, dass es eben Haruki Murakami war - und ich auch schon einige und vor allem bessere Romane von ihm kenne - schon etwas.. naja enttäuschend.

Die Charaktere blieben für mich oftmals sehr blass und ich konnte mich einzig und allein damit identifizieren, dass der Hauptcharakter, dessen Name übrigens nicht einmal erwähnt wird, ein echter Büchernarr ist.

Oftmals kam er mir von seinen Handlungen, den Gedankengängen und dergleichen einfach total .. naja, naiv. Es ist wie es ist, warum soll dann etwas daran geändert werden.

Weitere Charaktere, wie der Schafsmann oder das stumme Mädchen, waren mir einfach zu undurchsichtig, als das man sich hätte richtig auf sie einlassen können.

Im Gegensatz zu anderen Büchern des Autors konnte ich hier einfach nicht erkennen, was er dem Leser damit sagen will?

Vertraut keinem Bibliothekar?

Lasst euch in Büchereien von niemandem anquatschen oder in den Keller bringen, den ihr unheimlich findet?

Tut nichts gegen das, was euch widerfährt und nehmt es einfach so hin?

Ich habe keine Ahnung, ehrlich.

Was mir wirklich gut gefallen hat hingegen, waren die erwähnten Illustrationen. Sie haben dem Buch den düsteren Charakter gegeben, welcher mir beim Schreibstil ein wenig gefehlt hat.

Insgesamt denke ich, dass "Die unheimliche Bibliothek" ein Buch ist, aus dem man mehr hätte machen können und welches es zumindest bei mir unter dem Motto läuft: Kann man lesen, muss man aber nicht.
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am 6. Juni 2015
Dieses relativ schnell gelesene Buch (es ist wirklich kurz) vom Japaner Haruki Murakami namens ,,Die unheimliche Bibliothek“ war die Entführung in eine seltsame, trotzdem faszinierende Geschichte. Es muss gesagt werden, dass man beinahe aus dem Staunen nicht herauskommt.

Zum Inhalt fasse ich mich kurz: Eigentlich wollte ein Junge nur ein paar Bücher über Steuern im Osmanischen Reich ausleihen, die er in seiner Stadtbibliothek durch die Hilfe eines sonderbaren Alten findet – aber er darf sie nicht ausleihen, er muss sie in der Bibliothek lesen! Der Junge versteht die Sache nicht, als er in einen vermeinlichen Lesesaal geführt wird und jener sich als Kerker ausweist. Unfreiwillig, voller Verwunderung wird er zu einem Gefangenen des Alten und des gutwilligen ,,Schafmanns“. Fassungslos blickt der junge Schüler der Aussicht entgegen, dass er hier anscheinend nie rauskommen wird, da der Alte auf sein Wissen im Gehirn aus ist. Rätselhaft verworren nimmt die weitere Handlung ihren Lauf, bis sie damit endet: der dem Verrückten entflohene Junge weiß nicht, ob er wirklich alles erlebt hat, aber allemal verändert sich sein Leben.

Diese sonderbare Geschichte mit den intensiven, markanten, unheimlichen Illustrationen von Kat Menschik ist irgendwie

1. schwer zu loben
2. schwer zu kritisieren
3. schwer zu beschreiben
4. schwer zu intepretieren

Zum einen hat ,,Die unheimliche Bibliothek“ etwas, das man eher dem unrealistischen Surrealismus zuschreibt. Die Stimmung ist makaber, unheimlich und es ist schnell nach einigem Stirnesrunzeln festzustellen, dass es ein kleines Leck an logischen Zusammenhängen gibt. Aber nach anderer Ansicht ist jedes Buch in dem unendlichen Raum der vielgesichtigen Belletristik eine pure Fiktion, die nie und nimmer gänzlich realistisch ist.

Zurück zur ,,unheimlichen Bibliothek“. Der Schreibstil wirkt schlicht, als erzähle der namenlose und leicht einzuschüchternde Junge alles persönlich von seinem (alp)traumhaften Erlebnis, wo scheinbar nichts einer kleinlichen Erklärung bedarf. Trotz der Einfachheit zeugt die Wortwahl von einer kaschierten ,,Sprachmeisterschaft“, die die düstere Atmosphäre gut trifft. Somit wird jede wörtliche Langweile in die Flucht geschlagen.

Die besonderen Höhepunkte an Murakamis Buch sind ohne Widerspruch die Bilder der talentierten Dame Kat Menschik, deren Zeichnungen zur ,,Bibliothek“ man einfach höchstpersönlich mit eigenen Augen erblicken muss! Denn um diese stimmungsvollen Zeichnungen zu beschreiben fehlt es mir leider an Worten; jeder ander Leser von ,,Die unheimliche Bibliothek“ würde mir wahrscheinlich in stiller Übereinkunft zustimmen.

Nach ausführlichen Phrasen eine letzte, lakonische Marginalie meinerseits. Also, beim Beurteilen von ,,Die unheimliche Bibliothek” schlage ich zwischen zwei eigenen Meinungsfronten hin und her, her und hin. Zum Trotz ringe ich mich zwischen diesen geteilten Meinungen tapfer durch.

Letztenendes vergebe ich 4 Sterne, obwohl 3, 75 passender wäre … Damit beginne ich jedoch wieder mit genauigkeitsfanatischer Kleinkrämerei.
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am 30. Mai 2015
Ausnahmsweise spare ich mir den Klappentext und zwar aus gutem Grund. Das Buch besteht aus 64 Seiten, wovon 20 Seiten reine Illustrationen beinhalten. Vier Seiten sind Vorsatzblätter, etc. sodass die Geschichte aus 40 Seiten reinem Text besteht, wobei die Schriftgröße auch relativ groß ist. Das Büchlein ist also in ca. 30 Minuten gelesen. Der Klappentext ist relativ lang und nimmt zu viel vorweg. Ich finde es besonders bei Kurzgeschichten einfach schade, wenn die Hälfte schon im Klappentext verraten wird.

„Die unheimliche Bibliothek“ habe ich sehr gerne gelesen. Der Schreibstil von Haruki Murakami ist unglaublich. Besonders die Dialoge fand ich sehr gelungen. Auch schafft es Murakami von der ersten Seite an, eine sehr dichte Atmosphäre zu schaffen, sodass man sofort mitten im Buch ist. Für eine halbe Stunde war ich selbst in der unheimlichen Bibliothek. Die leicht skurrilen Geschehnisse und Charaktere haben mir während des Lesens wirklich Spaß gemacht und mir teilweise einen kalten Schauder über den Rücken gejagt. Die Geschichte wird durch die tollen Illustrationen wunderbar ergänzt. Etwas schade fand ich die Platzierung der Illustrationen. Diese sind so groß und gewaltig, dass sie kaum zu übersehen sind. War auf der linken Seite Text und der rechten Seite eine Illustration, wurde hin und wieder etwas vorweg genommen. Hier hätte man mehr auf die Platzierung achten sollen.

Natürlich lässt sich darüber streiten, ob 14,99 € für dieses kurzweilige Lesevergnügen angemessen sind. Man zahlt hier ganz klar für den Namen „Murakami“ sowie die Illustrationen. Ein Buch aber aufgrund des Preises schlechter zu bewerten, würde mir im Traum nicht einfallen. Man muss einfach vorher wissen, was einen erwartet. Außerdem kann man das Buch gebraucht kaufen (oder broschiert für 9,99€) oder aus der Bibliothek ausleihen, wobei man sich nach der Geschichte um „Die unheimliche Bibliothek“ zwei Mal überlegen wird, ob man es wieder zurück bringt ;)

Fazit: Mir hat diese Kurzgeschichte unglaublich gut gefallen. Wer noch nichts von Murakami gelesen hat, wird durch dieses kleine Büchlein definitiv Lust auf seine anderen Werke bekommen. Ich bin fasziniert, wie Murakami es schaffte mich auf diesen wenigen Seiten, vollkommen in den Bann dieses Buches zu ziehen!
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"Die unheimliche Bibliothek" von Haruki Murakami hat mich sehr zum Lachen gebracht.
Waren Sie schon einmal vollkommen gefesselt vom Inhalt eines Buches und hatten Schwierigkeiten zurück ins reale Leben zu finden?
Werden Sie auch von Bibliotheken und Buchgeschäften magisch angezogen und finden nur schwer den Ausgang?
Ich hatte den Eindruck, ich lese hier eine ad absurdum gezogene Variante, denn der Junge, der die Bibliothek besucht, wird tatsächlich inhaftiert und im Keller eingekerkert.
Wunderbar phantasievoll und spannend, nur wenige Seiten umfassend, allerdings mit der Erkenntnis, dass der Junge niemals wieder eine Bibliothek betreten wird, eine Auffassung, die mich schwer ins Grübeln brachte.
Allerdings zum Zweiten, das muss ich leider zugeben, wären unzählige Menschen in meinem Leben weniger genervt, wenn ich das Lesen und Schreiben endlich unterlassen würde.
Vielen Dank dem Verlag Dumont für die wunderbare, phantasievolle Gestaltung!
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am 11. Mai 2014
~Erster Satz~

Wie immer war es sehr still in der Bibliothek.

~Meine Meinung~

Ohh ha! Alsooo, erstmal habe ich schon viel von Murakamis seltsamer Schreibweise gehört, weswegen ich sehr gespannt war, was mich hier erwartet. Ich habe das Buch also aufgeklappt, um vorm Schlafengehen noch einen kurzen Blick reinzuwerfen und musste mich zwingen es wieder zuzuklappen, um es am nächsten Tag erst weiterzulesen. Natürlich war ich am nächsten Tag ruck zuck damit durch, da von den 64 angegebenen Seiten jede zweite bis dritte Seite eine zu der Story passende Zeichnung zeigt. Die Illustrationen sind sehr schön, wenn auch ziemlich düster. Von der Story bin ich deswegen geflasht, weil sie ein riesiges Fragezeichen über meinem Kopf kreisen lässt. Ich hab die Hälfte nicht kapiert und es wird auch nichts aufgelöst. Aber das ist ok, mit sowas hatte ich irgendwie gerechnet. :D Ich probier auf jeden Fall bei der nächsten Gelegenheit einen weiteren Murakami aus.
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am 11. Februar 2014
Haruki Murakami schafft es, auf knapp 40 (Text-)Seiten die unheimlichen Seiten dieser speziellen Bibliothek und des Lesens allgemein klar vor Augen zu führen. Je tiefer der Junge ins Labyrinth des Gebäudes abtaucht desto weiter öffnet sich der Blick des Lesers. Man begegnet einem alten Mann (dem lange Haare aus den Ohren wachsen) dem Schafsmann, einem hübschen Mädchen (wie natürlich so oft bei Murakami) und einem wilden Hund mit fletschenden Zähnen. Der Horror spielt sich aber vor allem im Kopf ab - wie in einem Film. Dazu liest man interessante Aussagen wie "Der Schafsmann hat seine Schafmannswelt. Ich habe meine Welt. Und du hast deine. Nicht wahr? (...) Man kann also sagen, dass die verschiedenen Welten sich hier treffen. (...) Es gibt Orte, an denen sie sich überschneiden". Autor, Leser, Buch, Bibliothek: alles zusammen ergibt eine grossartige Schnittmenge. Packende Lektüre!
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am 14. August 2015
Märchen, Horror, kafkaeske Absurdität, Fantasy aber auch ein wunderbares Buch über die Entwicklung eines Kindes ist zum Jugendlichen.
Diese Geschichte erzeugt auf wenigen Seiten mehr Wirkung und Zauber als ein 900-seitiges Epos aus der Fantasy Welt eines Hamilton oder George R.R.Martin.
Mancher Leser wird sich darüber beklagen, dass das Buch so kurz ist. Das ist nur dann berechtigt,wenn man meint, als Leser das Recht zu erwerben, möglichst viel Lebenszeit auf dem Weg zum beglückenden oder erschütternden Leseerlebnis zu verbrauchen.
Haruki Murakami ist dagegen das Kunststück gelungen diesen langen Leseweg enorm abzukürzen, also ein literarisches Wurmloch zu benutzen.
Dafür gebührt ihm Dank und Ehre.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. September 2013
Schade... ich habe die gebundene "Kurzgeschichte" innerhalb von 15 !!! Minuten durchgelesen (viele Bilder, wenig Text, Großdruck) ... der Sprachstil erinnert mich an ... und ich habe vielleicht den voreingenommen Eindruck, weil ich die anderen Bücher von Haruki Murakami kenne und schätze.... erinnert mich an wirklich schlechte... Kinderbuchformulierungen.
Ich bin sehr enttäuscht fast 15 Euro für 15 Minuten Lesezeit ausgegeben zu haben. Dabei habe ich das Buch von Anfang bis Ende gelesen !!!! Ein Eintauchen in eine andere Welt... funktionierte bei mir dieses Mal nicht.
Was hat Murakami sich dabei gedacht ????
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Oktober 2013
Haruki Murakami hat mich schon lange Zeit gereizt und endlich konnte mich dazu aufraffen, tatsächlich ein Buch von ihm zu lesen. Nachträglich wünschte ich jedoch, ich hätte die Finger von "Die unheimliche Bibliothek" gelassen, denn das Buch entpuppte sich leider als absolute Enttäuschung und Fehlkauf.

Es fängt ja schon beim Preis an: Das Buch hat gerade einmal 64 Seiten, diese sind stellenweise nur zum Teil bedruckt und einige Seiten bilden lediglich Illustrationen ab. Diese sind zwar schön, aber ob dies ausreicht, um den stolzen Preis von 14,99 EUR zu rechtfertigen? Eher nicht, zumal ich das Buch nach gerade einmal 20 Seiten beenden konnte.

Von Haruki Murakami kannte ich bislang nur einige Leseproben, von daher war mir sein Schreibstil zumindest ein bisschen bekannt, von daher hatte ich relativ hohe Erwartungen an die Geschichte. Der Schreibstil ist hierbei jedoch nicht alles andere als ansehnlich. Es liest sich fast schon so, als hätte tatsächlich ein Kind die Geschichte geschrieben. Die Dialoge wirken zum Teil recht lieblos und auch die Gedankengänge sind sehr einfach gehalten. Sicherlich, man kann sowas mögen, aber mir war es dann doch alles zu einfach gehalten. Dazu gibt es immer wieder die gleichen Wiederholungen, die sich durch das gesamte Buch wie ein roter Faden ziehen. Der Junge redet immer wieder davon, dass sich seine Mutter Sorgen mache und sie wohl vergessen würde, seinen Star - einen Vogel - zu füttern. Wenn so eine Aussage fast 8-10 Mal auf gerade einmal 64 Seiten erscheint, dann kann dies im Laufe der Zeit doch extrem nervig sein.

Dazu ist die Geschichte oftmals skurril und viel zu sehr an den Haaren herbeigezogen. Die Geschichte hat sicherlich eine Aussage, allerdings konnte ich diese leider nur sehr schwer entdecken, da mich die unsympathischen Figuren zu sehr vom Rest abgelenkt haben.

Mit dem Schafsmann, dem stummen Mädchen und dem Jungen lernt man Figuren kennen, die mich leider nicht überzeugen konnten. Besonders der Junge handelt oftmals so derartig merkwürdig, dass ich mir nicht sicher bin, ob dieser sogar tatsächlich sich allem bewusst ist, was um ihn herum geschieht. Er nimmt sämtliche Situationen mit einer derartigen Gelassenheit hin, dass es schon fast weh tut. Man spricht über einen Ort, bei dem es um Leben oder Tod geht und der Junge denkt lediglich an seinen Wellensittich oder sogar auch an seine Lederschuhe.

Wirklich schön und auch sehr passend sind dagegen die vielen Illustrationen von Kat Menschik. Diese passen tatsächlich zu jeder Situation und sind nahezu so abgebildet, wie ich es mir auch zuvor bildlich vorgestellt habe. Eine tolle Arbeit und sehr sehenswert!

Neben den schönen Illustrationen gibt es noch einen weiteren Pluspunkt: Die Stimmung ist sehr düster und mysteriös aufgebaut. Auch wenn sich der Junge sehr naiv und fast schon devot verhält, trübt dies aber nichts an der düsteren Stimmung, die fast schon perfekt eingefangen wurde. Wäre die Geschichte ein wenig länger gewesen und die Figuren authentischer und sympathischer, hätte ich an diesem Werk sicherlich mehr Spaß gehabt.

Die Covergestaltung ist sehr hübsch anzusehen und passt auch relativ gut zur Geschichte. Die Kurzbeschreibung ist nett, verrät aber meiner Meinung nach bereits zu viel. Dies hätte man deutlich kürzer und eventuell auch geheimnisvoller präsentieren können.

Insgesamt bin ich von "Die unheimliche Bibliothek" sehr enttäuscht. Schwache Figuren, ein fast schon zu einfacher und kindlicher Schreibstil und eine zu skurrile Handlung haben mir den Lesespaß leider ordentlich verdorben. Dazu ist die stolze Summe von 15 EUR viel zu teuer für gerade einmal 64 Seiten. Dieses Buch würde ich allerhöchstens Lesern empfehlen, die bereits im Vorfeld sämtliche Werke von Haruki Murakami gelesen haben.
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am 24. Januar 2014
... schreibt Murakami von je her. Diese Erzählung lässt nicht wieder los. Und das wird von den Illustrationen noch unterstrichen. Für alle, die Bibliothken fürchten lernen wollen und Murakamis BIldsprache lieben - lesen.
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