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76 von 79 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Verlangen
“Ich komme zu dir, oder ich komme nicht. Wenn ich komme, bin ich hier. Wenn ich nicht komme, bin ich woanders.”
“Gibt es da keinen Mittelweg?”
“Nein”, sagte sie.
“Denn dort existieren keine mittleren Dinge. Und wo nichts Mittleres existiert, gibt es auch keinen Mittelweg”, sage ich...
Vor 13 Monaten von capkirki veröffentlicht

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hysteria sibiriana
«Zweimal jährlich kommt ein Liebesroman und Sie sagen empört, das gehört gar nicht hierher. Ich weiß gar nicht, Sie halten die Liebe für etwas anstößig Unanständiges, aber die Weltliteratur befasst sich nun mal mit diesem Thema.» Sigrid Löffler hatte im Jahre 2000 in der populären Sendereihe «Literarisches Quartett»...
Vor 4 Monaten von Borux veröffentlicht


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76 von 79 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Verlangen, 22. Mai 2013
Von 
capkirki (Espa) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Südlich der Grenze, westlich der Sonne (Gebundene Ausgabe)
“Ich komme zu dir, oder ich komme nicht. Wenn ich komme, bin ich hier. Wenn ich nicht komme, bin ich woanders.”
“Gibt es da keinen Mittelweg?”
“Nein”, sagte sie.
“Denn dort existieren keine mittleren Dinge. Und wo nichts Mittleres existiert, gibt es auch keinen Mittelweg”, sage ich.
“Genau.”

Murakamis “Südlich der Grenze, westlich der Sonne” erschien Anfang der 90er Jahre schon einmal, allerdings unter einem anderen Titel: “Gefährliche Geliebte”. Damals wurde es aus dem Japanischen ins Englische und aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt. Diese Ausgabe jetzt ist direkt aus dem Japanischen übersetzt worden und ich habe das Gefühl, es ist ein ganz anderes Buch geworden, vielschichtiger und tiefer gehend.

Wer früher gern das “Literarische Quartett” gesehen hat, wird sich vielleicht an den großen Krach zwischen Marcel Reich-Ranicki und Sigrid Löffler erinnern, der Streit, an dem das Quartett letztendlich zerbrochen ist. Der Grund war nichts anderes als die “Gefährliche Geliebte” – für Löffler, “literarisches Fastfood”, für das sie am liebsten einen “Platzverweis” aussprechen wollte, ein sprachloses Buch, das es nicht wert sei, gelesen zu werden. Vor allem die erotischen Szenen fand sie indiskutabel. Reich-Ranicki hielt ihr die Zartheit des Buches entgegen und beschuldigte sie, generell ein Problem mit Erotik und Liebe in Bücher zu haben. Das war das Ende dieser großartigen Sendung, denn Löffler schmiss hin. Reich-Ranicki hätten mit seinen Äußerungen und seinen Interviews danach, den Bogen “überspannt und zerbrochen.”

Was steckt nun hinter diesem “Skandalbuch”, das für so viel Wirbel gesorgt hat?

Hajime ist ein Einzelkind, Außenseiter, keiner ist so wie er. Andere haben Bruder und Schwester, er aber ist immer allein. Als eines Tages eine neue Schülerin in seine Klasse kommt, ändert sich sein Leben, denn auch Shimamoto ist Einzelkind. In ganz jungen Jahren hatte sie Polio und zieht jetzt ein Bein hinter sich her. Die beiden werden Freunde und in Hajime erwachen Gefühle, die er noch nicht kennt, die er aber auch noch nicht einordnen kann. Durch einen Umzug verlieren sich die beiden Kinder nach Jahren aus den Augen. Hajime hat viele kurze Beziehungen, aber etwas fehlt immer, das Leben scheint ihm das Glück zu verwehren und auch er selbst bringt anderen Unglück. Hajime ist auf der Suche, aber er weiß nicht, wonach. Mit Anfang 30 heiratet er, bekommt zwei Kinder, macht mit dem Geld seines Schwiegervaters zwei Jazz Clubs auf und wird erfolgreich. Doch dann taucht eines Tages Shimamoto in seiner Bar auf, geheimnisvoll und verschlossen. Sie kommt wieder, immer, wenn es regnet und Hajime verfällt ihrem Bann. Bereit, die Gegenwart für die Vergangenheit aufzugeben, macht er sich auf den Weg, südlich der Grenze, westlich der Sonne.

Vieles an dem Buch hat mich an Casablanca erinnert, der Film selbst wird auch im Buch zitiert, allerdings ist es hier die japanische Form der Liebesgeschichte. Es geht um Leben, Liebe, Zerrissenheit, Treue, Unglück, verpasste Chancen, den Wunsch, das Gestern ändern zu können und zum Schluss um nichts anderes als um den Tod. Wie Hajime bleibt auch der Leser im Dunkeln, was es mit Shimamoto tatsächlich auf sich hat. Sie verschwindet immer wieder, ohne Begründung, taucht dann wieder auf und beherrscht und verzaubert. Ist sie real oder nur eine Vision, ein Wunsch eines frustrierten, älter werdenden Mannes, der etwas begehrt, was es in seinem Leben nicht gibt?

“In meinem Leben fehlt etwas. Ich habe etwas verloren. Und danach hunger und dürste ich die ganze Zeit. Meine Frau kann dieses Verlangen nicht stillen und meine Kinder auch nicht.”

Öfters habe ich die Kritik gehört, dass es ein zu männliches Buch sei, auch Löffler warf Murakami vor, nur Männerfantasien zu bedienen. Dem kann ich überhaupt nicht zustimmen. Für mich hält die Frau jederzeit die Zügel in der Hand, führt den Mann, lenkt ihn. Hajime erscheint dagegen als der Mann in der Midlife-Crisis, ratlos, richtungslos. Die Sexszenen sind zwar in aller Klarheit beschrieben, aber trotzdem finde ich Murakamis Stil eher poetisch, tiefgehend und auch menschlich, ja, man könnte sagen sehr japanisch, denn japanische Liebesgeschichten (zumindest die, die ich gelesen habe) haben immer eine Art Zartheit an sich.

Der Originaltitel, der jetzt auch die deutsche Ausgabe ziert “Südlich der Grenze, westlich der Sonne” passt wesentlich besser zu dieser Geschichte als “Gefährliche Geliebte”, denn der führt eigentlich auf eine falsche Spur. Es geht in dem Buch um die innere Reise Hajimes, seine Suche nach der Erfüllung und nicht in erster Linie um die Geliebte. Die jetzt vorliegende Übersetzung bringt ganz andere Seiten des Werkes zum Vorschein, es erscheint liebevoller als die Erstausgabe. Wahrscheinlich würde diese Übersetzung auch Frau Löffler gefallen, ich hoffe, sie liest sie.

Mich hat die Geschichte bewegt und nachdenklich gemacht.
Das Ende ließ mich etwas ratlos zurück, aber genau das passt zur Handlung. Murakami ist hier eine ganz eindrückliche Geschichte eines Mannes gelungen, mit dessen Lebenswanderung sich wahrscheinlich viele Leser identifizieren können.

Von mir gibt es fünf Sterne für Hajime und seine Suche nach dem Sinn und sich selbst.

“Du bist doch glücklich?”
“Ich weiß es nicht genau. Zumindest bin ich nicht unglücklich und auch nicht einsam.”
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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von Sinnsuche und einer verstörenden Liebesgeschichte..., 28. Juli 2013
Von 
A. Zanker (CH) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Südlich der Grenze, westlich der Sonne (Gebundene Ausgabe)
Gleich vorneweg: Dieses Buch ist eine Neuübersetzung von Murakami, das ursprünglich als Gefährliche Geliebte: Roman erschien vor einigen Jahren das "Literarische Quartett" aufgrund heftiger Kontroversen den Dolchstoss versetzte. Man kann diese Diskussion immer noch auf youtube ansehen, wen das noch wirklich interessiert, doch mich interessiert es nicht wirklich, genauso wenig, wie Leser sich jetzt über Geldmacherei aufregen, weil sie erst nach dem Kauf entdeckten, dass es sich um eine Neuübersetzung vom Japanischen handelt, während das ursprüngliche Buch vom Englischen übersetzt wurde. Natürlich bietet das keinerlei Grundlage das Buch schlecht zu bewerten und hat im Grunde auch nichts mit einer Rezension zu tun, ausserdem bin ich der Meinung, dass man sich über so ein wunderbar geschriebenes Buch, eine eigene Meinung bilden sollte, schon mal soviel zum Anfang..

Hajime ist der Hauptprotagonist in diesem Roman, sowie die Geliebte Shimamoto, die sehr mysteriös und nicht wirklich greifbar geschildert wird. Hajime der Ich-Erzähler, schildert seinen Beziehungslebenslauf, seine verschiedenen Begegnungen und Erfahrungen mit Frauen und der Liebe, auch der Se*uellen. Schon mit zwölf Jahren begegnen sich die beiden, verlieren sich aus den Augen, begegnen sich wieder bis irgendwann eine richtige Leidenschaft mit angedeuteten Abgründen entsteht. Parallel dazu entwirft Murakami das geregelte Leben seines Protagonisten. Schildert seine Unzufriedenheit im Verlagswesen, bis er irgendwann als Besitzer zweier Jazz-Bars glücklicher ist. Er gründet eine Ehe mit Yukiko, hat zwei Töchter und geht einem geregeltem Leben nach. Doch die geheime Leidenschaft, die in grösseren Zeitabständen und Unterbrüchen immer wieder aufflammt, gefährdet immer wieder das Leben von Hajime und stellt immer wieder in Frage, wie für ihn ein richtig gelebtes Leben aussehen soll. Ein Leben eben, das auch von Wahrhaftigkeit durchdrungen ist und gelebt wird. Über gut 25 Jahre nimmt uns der Autor mit, etwas von diesem Leben, mit all seinem Ringen und inneren Fragen auszusetzen.

Dieses Buch erzählt was es bedeutet ein Einzelkind zu sein, erzählt von Sinnsuche, erzählt von dem was uns glücklich machen könnte, dem Ringen das zu tun, was einen zufrieden macht, und vor allem mit dem Menschen zu sein, den man wirklich liebt. Das Problem von Hajime hat, dass er zwei Frauen liebt. Mit der einen mehr das geregelte Leben, mit der anderen das tiefe Leidenschaftliche, der man eine gewisse Abhängigkeit unterstellen kann. Hajime leidet unter dieser "Doppelliebe", denn schläft er mit mit Yukiko, denkt er an Shimamoto. Natürlich sind wir Menschen anfällig für Leidenschaft, die oft unausgesprochen abgründig daherkommt und oftmals nicht wirklich lebbar ist, genau diesen Themenkomplex hat Murakami wunderbar herausgearbeitet. Das so ein Buch Frauen anders lesen als Männer ist auch klar, und natürlich wird hier eher eine männliche innere Erfahrungswelt mit all' ihrer Zerrissenheit geschildert, wunderbar einfühlsam, manchmal leise und poetisch, manchmal der Abgründe ahnend, den Leser zum Nachdenken und Reflektieren anregt. Mich begeistert dieses Buch, sowohl von seinem Plot her, als auch von seinem wunderbaren Schreibstil her. Eine Liebesgeschichte die im stillen vor sich hinschwehlt, immer wieder kurz aufflammt und dann wieder in sich versinkt. Erst als Hajime sich für Shimamoto entscheidet, verschwindet sie...alle Indizien für diese Liebe, zerfliessen ihm unter den Fingern. Die Lebensrealität von Hajime gerät hier spätestens in Wanken, auch der Leser ist dieser Zerrissenheit ausgesetzt und gerade bewusst vom Autor so gemacht. Ein klasse gemachte Story, wunderbar geschrieben.

Was mir besonders an diesem Buch gefallen hat, sind die inneren Beschreibungen, was innerlich in Hajime abläuft, und wie er mit sich ringt, wie er zu seiner Entscheidung kommt, die ihm ja letztendlich nichts bringt, denn Shimamoto bleibt verschwunden, auch wenn sie fesselt und Hajime in seiner Innenwelt beherrscht. Auch die Frage, inwiefern ev. hier nur etwas in der Vorstellung ist, bleibt letztendlich offen, nachdem sich reale Indizien, wie etwas das nicht vorhandene Geldkuvert in seinem Schreibtisch nicht mehr findet. Genauso die Frage, nach der inneren Abhängigkeit, die an Leidenschaft gekoppelt ist und letztendlich für beide nicht lebbar ist. Für mich ein vielschichtiges Buch, das einen umtreibt, zum Nachdenken antreibt und nicht mehr so schnell los lässt. Volle Punktzahl für einen Autor, den ich bis dato noch nicht gelesen habe und er neugierig macht, weitere Werke von ihm zu lesen.

Da ich ganz viele Sätze wunderbar geschrieben finde, soll einer von diesen hier noch am Schluss zitiert werden:
"Etwas in meinem Leben löste sich und verschwand. Lautlos und endgültig."

Klare Leseempfehlung.

Nachbemerkung:

Da im Zusammenhang mit der Neuübersetzung immer wieder Anstoss zur Diskussion gegeben ist, möchte ich hier drei Sätze im Vergleich wiedergeben:

Aus der Übersetzung vom Japanischen / Südlich der Grenze, westlich der Sonne (Ursula Gräfe / Und: Gefährliche Geliebte / aus dem Englischen / Gefährliche Geliebte (Giovanni + Ditte Bandini)

1. Etwas im Inneren löste sich und verschwand. Lautlos und endgültig. / Etwas in mir wurde gekappt und verschwand. Lautlos. Für immer.
2. In der weichen Dunkelheit fiel noch immer lautlos der Regen. / In diese milde Dunkelheit fiel weiter lautlos der Regen.
3. Ich hatte nicht die leiseste Ahnung, was ich im Leben wollte. / Ich hatte nicht die leiseste Ahnung, was ich mir vom Leben erhoffe.

*****

Nachtrag: (12.1.2014) Der Satz der Sätze und bekanntlich im Jahre 2000 das literarische Quartett sprengte und Murakami noch bekannter machte:

S. 50 / Gefährliche Geliebte: "ich wollte sie bis zur Hirnerweichung v*geln" / S.50 / Südlich der Grenze: "S*x haben, bis mir das Hirn schmilzt."
und..
S. 46 / Gefährliche Geliebte: "es war eine Naturgewalt, es hat uns umgehauen." / S. 50 / Südlich der Grenze: "Dass es sich um eine rein physische Anziehung gehandelt habe.."

Beide Zitate wurden damals von Sigrid Löffler zitiert und ist heute noch unter youtube zu sehen. (Das literarische Quartett - der Krach)

Das zeigt doch zum Einen wie Übersetzungen variieren können und lässt gleichzeitig natürlich die Frage offen, ob sich das damalige Quartett mit der heutigen Übersetzung aus dem Jahre 2013 ebenfalls zum Verwürfnis geführt hätte...
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sehr bewegender Text..., 26. Mai 2013
Von 
Janie (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Vorab, ich kenne "Gefährliche Geliebte" nicht, da ich Murakami erst vor einigen Monaten für mich entdeckt habe. Dennoch war ich gerade auf diese Neuübersetzung unheimlich gespannt.
In der Regel ist es allerdings so, daß ich, wenn ich mich auf ein Buch unwahrscheinlich freue, letztlich eine große Enttäuschung erfahre. Hier war das allerdings nicht so.
Dieses Buch ist wirklich sehr berührend und bewegend. Es gab so viele Szenen, die ich, da aus der Sicht eines Mannes erzählt, zwar schlecht nachfühlen, aber doch verstehen konnte. Die Sprache ist typisch für Murakmi sehr klar und relativ einfach gehalten. Obwohl das Buch seinem Leser einiges abverlangt, verstrickt man sich nicht in langen Schachtelsätzen oder verkopften Ideen.
Murakami berichtet mit viel Gefühl und Einfühlsamkeit von diesen beiden Menschen, die sich verloren, wiederfinden und erleben. Es ist kein Buch, das einen zu Tränen rührt, oder Denkweisen verändert, aber es ist ein Buch, das mir sicherlich noch lange im Kopf bleiben wird. Eben gerade wegen der klaren und deutlichen, aber nie banalen Sprache und der tiefen Eindrücke und Gedanken, die es auslöst.

Ich persönlich habe jede einzelne Seite genossen und würde sagen, hier ein Buch gelesen zu haben, das zu den wenigen gehört, die ich sicher noch einmal später im Leben zur Hand nehmen werde, einfach weil es mich interessiert, wie ich es empfinde, wenn mein persönlicher Erfahrungsschatz ein größerer geworden ist.

Ich habe mir mittlerweile auch den "Streit" des literarischen Quartetts zu dem Buch angesehen und muß gestehen, daß diese Diskussion mich nach der Lektüre des Buches etwas erheitert hat, da ich ihn nicht mehr gänzlich nachvollziehen konnte, da auf die Neuausgabe die Argumente nicht gänzlich passen.

Kleines Manko ist das fehlende Lesebändchen, bei der sonst so schönen Ausstattung des Buches hätte ich, als Liebhaberin der Lesebändchen, mir das einfach noch gewünscht.

Fazit: Ein sehr bewegendes, einfühlsames und anregendes Buch, das sich durch seine klare Sprache von allem anderen abhebt und Einblicke in die Gedanken und Gefühle eines Mannes gibt, die mich als Leserin faszinieren konnten.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mit Freude (wieder)gelesen, 22. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Südlich der Grenze, westlich der Sonne (Gebundene Ausgabe)
Ich habe Gefährliche Geliebte vor Jahren gelesen und fand es super. Jetzt in der neuen Übersetzung nochmal gelesen. Ich finde es immer noch super, wie viele andere Murakamibücher auch. Ob die Übersetzung jetzt wirklich besser ist, kann nur jemand beurteilen, der ganz hervorragend Japanisch und Deutsch spricht. Teilweise habe ich die beiden Versionen verglichen und nur minimale Änderungen gefunden. (Ob da jetzt z.B. die Rede von einen Sparschwein oder einer Sparbüchse ist, ist eigentlich egal!) Dass in der neuen Version aus einem Alfa Romeo plötzlich ein ALPHA Romeo wird, stört mich allerdings. Gerade weil Murakami in allen Büchern genau Automarken oder Modemarken usw. benennt. Oder der schlampig gesetzte Satz: »Ich las nicht mehr so viel früher.«, wo ein ganzes Wort fehlt (wie früher). Dafür gibt es ein Lektorat - oder nicht? Dafür kann Murakami nichts, er schreibt genial und sehr weise. Klare Leseempfehlung, egal ob alte oder neue Übersetzung!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hysteria sibiriana, 10. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Südlich der Grenze, westlich der Sonne (Gebundene Ausgabe)
«Zweimal jährlich kommt ein Liebesroman und Sie sagen empört, das gehört gar nicht hierher. Ich weiß gar nicht, Sie halten die Liebe für etwas anstößig Unanständiges, aber die Weltliteratur befasst sich nun mal mit diesem Thema.» Sigrid Löffler hatte im Jahre 2000 in der populären Sendereihe «Literarisches Quartett» diese harsche Replik Marcel Reich-Ranickis ausgelöst mit ihrem Vorwurf, der Roman «Gefährliche Geliebte» von Haruki Murakami wäre «keine Literatur, das ist bestenfalls literarisches Fastfood». Der Roman lag damals nur in einer Übersetzung aus der amerikanischen Fassung vor, in der erregten Diskussion mutmaßte Reich-Ranicki denn auch: «Ich wette, im Original ist es viel besser»!

Womit er, wie man heute nachvollziehen kann, wohl auch Recht hatte. Denn die neue Auflage von 2013 wurde unter dem originalen Titel «Südlich der Grenze, westlich der Sonne» nun direkt aus dem Japanischen übersetzt. Ich habe beide Versionen gelesen, und in der Tat ist die Neuübersetzung sprachlich deutlich seriöser, weniger flapsig und salopp, und damit ist sie, so die Übersetzerin, wesentlich näher am Original. Wären da nicht die Namen und Orte, man würde dem Roman übrigens kaum anmerken, dass er von einem japanischen Romancier geschrieben wurde, was Murakami prompt den Vorwurf einer zu stark westlichen Orientierung eingetragen hat. Ist nach alledem Löfflers vernichtende Kritik berechtigt?

Trivial, um das vorweg zu sagen, ist die Geschichte des Ich-Erzählers Hajime und seiner großen Liebe Shimamoto jedenfalls nicht. Die beiden sind als Kinder zusammen, hören gemeinsam Schallplatten, fühlen sich geradezu magisch zueinander hingezogen. Als seine Eltern wegziehen, verlieren die Beiden sich allmählich aus den Augen. Nach seinem Literaturstudium und einigen, für ihn sterbenslangweiligen Jahren als Angestellter eines Schulbuchverlages ermöglicht ihm sein Schwiegervater den Sprung in die Selbstständigkeit. Er eröffnet einen Jazzclub und ist so erfolgreich damit, dass schon bald ein zweiter folgt. Nach gängigen Maßstäben könnte er jetzt glücklich sein, er liebt seine Frau und die beiden Töchter und ist aller finanziellen Sorgen enthoben. Aber irgendetwas fehlt ihm doch, er spürt eine innere Leere. Als eine Zeitschrift einen Bericht über seine Jazzclubs veröffentlicht, taucht irgendwann Shimamoto als Gast dort auf, sie hatte den Artikel gelesen. Die alte Zuneigung keimt wieder auf zwischen den Beiden, aber sie bleiben auf Distanz, Shimamoto verschwindet oft für längere Zeit ohne jede Erklärung. Sie gibt auch kaum etwas von sich preis, er kennt ihre Adresse nicht, weiß nicht mal, ob sie verheiratet ist. Irgendwann wird die Situation für Hajime unerträglich, er ist bereit, sein geordnetes Leben aufzugeben, Frau und Kinder zu verlassen, auch beruflich einen Neuanfang zu wagen, um künftig mit ihr zusammen zu sein. In ihrer ersten Liebesnacht erleben sie rauschhaft die immer erträumte sexuelle Erfüllung miteinander. Am nächsten Morgen aber ist Shimamoto verschwunden, und sie bleibt es wohl auch für immer, wie Hajime ahnt. Er beichtet alles seiner Frau und verfällt in tiefste Melancholie.

Das Motiv der geheimnisvollen Schönen wird in Murakamis plausibel konstruiertem Plot in einer kühlen, sachlichen, wunderbar klaren Sprache umgesetzt, es gelingt ihm auch ohne üppige Metaphern eindrucksvoll, Hajimis innere Zerrissenheit glaubhaft darzustellen. Shimamoto bleibt ein Mysterium für ihn, sie ist «westlich der Sonne», also unerreichbar dort, wohin manchmal die Bauern aufbrechen, wenn sie in der Unendlichkeit der sibirischen Landschaft den Hysteria sibiriana genannten Koller bekommen und wie magisch angezogen der untergehenden Sonne hinterherlaufen. Sigrid Löffler jedenfalls war damals ohne Zweifel auf dem Holzweg!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine faszinierende japanische Liebesgeschichte - schlicht und begeisternd! Murakami eben ..., 16. Oktober 2013
Meine Gedanken zu dem Buch:

1999 erschien der Roman von Hakuri Murakami in englischer Sprache, wurde aus dem Englischen ein Jahr später ins Deutsche übersetzt und wurde hierzulande unter dem Titel "Gefährliche Geliebte" bekannt. Nun - 13 Jahre später - bekommt dieser Roman des Japaners Murakami ein neues Gewand. Statt "Gefährliche Geliebte" heißt er nun "Südlich der Grenze, westlich der Sonne" - und zeigt nun auf, wieviel eine gute Übersetzung wert ist. Bei einer Übersetzung vom Japanischen ins Englische und von da ins Deutsche, da sind sprachliche Dispute ja schon beinahe vorprogrammiert, da leidet die Eleganz des geschriebenen Wortes. Und so löste "Gefährliche Geliebte" große Spannungen in der Literaturwelt aus und nicht zuletzt führte ein Streit über die Sprache und seine Darstellung der Sexualität sogar zur Auflösung des "Literarischen Quartetts".
Nun legt die Übersetzerin Ursula Gräfe, die schon viele Werke japanischer Schriftsteller übersetzte, eine vollkommen neue Übersetzung direkt aus dem Japanischen vor und Haruki Murakamis großer Roman erwacht durch diese facettenreichere Übersetzung nun zu neuem Leben.
Wer schon Romane von Murakami gelesen hat, der weiß um seinen leicht kühlen und eher etwas sachlichen Schreibstil - und genau dieser macht nun auch diesen Roman aus.
Ich persönlich habe die erste Übersetzung damals nicht gelesen, aber die Kritiken beschimpften die alte Übersetzung als "flapsig" über "lapidar" bis hin zu "banal". Davon ist hier nichts zu merken. Murakamis Handschrift ist eindeutig erkennbar und der Stil zeigt Tiefe und Charakter.
Erzählt wird diese Liebesgeschichte aus Sicht von Hajime in der ich-Perspektive. Er erzählt rückblickend und arbeitet sich langsam in die Gegenwart vor.
Hajime wuchs in den Fünfziger Jahren als Einzelkind in der Nähe von Tokio auf, was zu dieser Zeit eher ungewöhnlich war. Ein Kind ohne Geschwister galt quasi als Rarität. Dies spiegelte sich auch auf sein Verhalten wider. Verwöhnt, etwas egoistisch und eher der schwächliche Typ - Eigenschaften, die sein Leben prägten. Freundschaften schloss er nur schwer, verbrachte seine Zeit lieber mit Lesen und Musik hören. Bis er Shimamoto begegnete. Shimamoto war ebenfalls ein Einzelkind und bald darauf auch seine beste Freundin. Nach der Schule lauschten sie gemeinsam der Musik und Hajime hegte unbekannte Gefühle für sie.
Aber er verlor sie nach einem Umzug jedoch aus den Augen, woran er nicht unschuldig war. Nur vergessen konnte er sie nicht. Hajime hatte natürlich Freundinnen, trottete auf seine Eingangs genannte egoistische Weise durch das Leben, er heiratete sogar und bekam Kinder - und er erfüllte sich den großen Traum eines eigenen Jazzclubs, der sehr erfolgreich wurde. Er war glücklich. Fast. Etwas fehlte. Shimamoto.

"Keine messbare äussere Schönheit war es also, die mich anzog, sondern etwas Absolutes, Verborgenes. Ebenso wie manche Menschen insgeheim Wolkenbrüche, Erdbeben oder Stromausfälle liebten, liebte ich diese verborgene Anziehungskraft, die das andere Geschlecht auf mich ausübte."
Seite 45

Und dann - viele, viele Jahre später - steht sie plötzlich in seinem Club, taucht auf wie aus dem Nichts. Und seither steht Hajimes Leben auf Kopf. Shimamoto kommt und geht, wie es ihr gefällt, sie bestimmt die Regeln und sie ist sehr geheimnisumwoben, teilt nichts über sich mit und verschwindet auch mal plötzlich auf unbestimmte Zeit. Doch immer wieder taucht sie genauso plötzlich wieder im Club auf, immer an regnerischen Abenden ...
Als Leser fragt man sich unwillkürlich, was es mit dieser unnahbaren Shimamoto auf sich hat. Was hat sie zu verbergen, wer ist sie wirklich?
Mich faszinierte dieser eher nüchterne Schreibstil ungemein. Es passt so hervorragend zu Hajimes Charakter, zu seiner ganzen Art, seinem Auftreten und seinem durch-das-Leben-schlittern. Hajime nimmt in seiner Erzählung kein Blatt vor den Mund, steht zu seinen Makeln und Fehlern und sieht in seinem Rückblick sein Leben selbst nüchtern an sich vorüberziehen. Nur seine Liebe zu Shimamoto zieht sich beständig durch sein Leben, scheint unendlich zu sein.
Hajime scheint ihr verfallen.
Und zum Schluss bleibt eine Frage: was ist Realität, was ist Fiktion und wo verschwimmt die Grenze? Vielleicht westlich der Sonne?

Kurz & gut - mein persönliches Fazit

Murakamis Roman begeisterte mich von den ersten Seiten an und gehört für mich definitiv zu den diesjährigen Lese-Highlights.
Ein unvergleichlicher Schreibstil, der durch seine Schlichtheit und seine Kühle trumpft - und doch dieser faszinierenden japanischen Liebesgeschichte das i-Tüpfelchen aufsetzt. Ein Roman über die unendliche Liebe, das Leben selbst, das Vergängliche und das, was bestehen bleibt - und sei es nur in unseren Gedanken.
Eine ganz klare Leseempfehlung!

© Rezension: 2013, Alexandra
buecherkaffee.blogspot.de
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Männliche Gefühle, 23. Juli 2013
Von 
Gabriele Steininger (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Südlich der Grenze, westlich der Sonne (Gebundene Ausgabe)
Noch nie habe ich ein Buch wie dieses gelesen, in dem ein Mann sehr sensibel seine Gefühle dem weiblichen Geschlecht gegenüber beschreibt.

Aufgewachsen als Einzelkind, was in seiner Generation (*1951) in Japan nur selten vorkam, verliebte sich Hajime bereits in der Grundschule zum ersten Mal. Shimamoto war auch Einzelkind, ein Grund für die beiden, sich von Anfang an zu verstehen. Wegen einer in jungen Jahren erlittenen Kinderlähmung hinkte sie, was ihn jedoch nicht störte. Ganz im Gegenteil, so zog sich der gemeinsame Schulweg länger hin, sie hatten mehr Zeit zusammen. Durch Shimamoto lernte Hajime Musik kennen und lieben. Nach und nach entdeckte er bisher unbekannte Gefühle – doch ehe er sie ausleben konnte, zogen seine Eltern mit ihm in einen anderen Ort. Die neue Umgebung bescherte ihm neue Menschen und eine neue Freundin, mit der er sich langsam an seine Sexualität herantastete. Zum Tragen kam sie dann mit Izumis Cousine – was Izumi in ein tiefes Loch stieß. Hajime verbrachte danach einige sehr bindungsscheue Jahre, ehe er mit dreißig heiratete, zweifacher Vater wurde und eine Bar eröffnete. Er war glücklich, bis eines Abends Shimamoto in seiner Bar auftauchte und sein Leben durcheinanderwirbelte …

In Wikipedia kann man nachlesen: „Ein übergreifendes Thema in Murakamis Werk ist der Verlust geliebter Menschen und die oft vergebliche Suche nach ihnen.“ Dieses Buch passt genau ins Schema. Denn die Sehnsucht spielt in fast allen 15 Kapiteln eine große Rolle. Und die ist in einer so poetischen Sprache geschrieben, dass sie sich tief in mein Herz gegraben hat.

Für mich ist Haruki Murakami eine Neuentdeckung. Gerne wäre ich allerdings noch tiefer in die japanische Kultur eingestiegen. Der ihm von Seiten traditioneller japanischer Kritiker gemachte Vorwurf zu viele „westliche Einflüsse“ in seine Werke einfließen zu lassen (siehe Wikipedia), ist also nicht ganz von der Hand zu weisen. Aber vielleicht machen gerade diese Einflüsse seine Werke für uns Westeuropäer so gut lesbar.

Eines ist sicher: Das wird nicht mein letzter Roman von Haruki Murakami sein. Ich kann ihn nur uneingeschränkt weiterempfehlen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen SdG,wdS, 2. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Südlich der Grenze, westlich der Sonne (Gebundene Ausgabe)
So viel wurde schon zu diesem Buch geschrieben, da will ich es kurz machen. Bisher meine Lieblingsbuch, vielleicht tatsächlich eher für Männer geschrieben und für Frauen nicht so nachvollziehbar. Bezüglich der Sexszenen, diese sind kurz und äußerst selten, es handelt sich nicht mal anatzweise um einen erotischen Roman im eigentlichen Sinne.
Die Neuübersetzung ist um den Faktor 100 der alten vorzuziehen, eventuelles Neulesen würde sich lohnen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein klassischer Murakami, 9. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Südlich der Grenze, westlich der Sonne (Gebundene Ausgabe)
Das Buch hatte ich bereits in der ersten Übersetzung gelesen, aber alles wieder vergessen. Und nun das. Wirklich tolles wErk.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Immer noch ein tolles Buch!, 6. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
In Zeiten von Feuchtgebieten und anderem ist es kaum zu glauben, dass dieses Buch wegen seiner erotischen Inhalte einst Schlagzeilen machte.
Vor allem ist der Roman die Geschichte einer Sehnsucht, wie so viele Romane Murakamis. Der Autor, der selbst übrigens nicht sehr an das Phantastische glaubt und weit weg von aller Esoterik ist, schafft sich in seinen Romanen Sehnsuchtsräume, Sehnsucht einerseits nach Welten, wo anderes möglich ist als in der Realität und nach Gefühlen, die vollkommenere Verwirklichung finden, als dies im wahren Leben möglich scheint.
Besonders deutlich wird dies bei diesem Buch, vor allem am Schluss, der mir beim zweiten Lesen diesmal recht eindeutig erscheint. Ob das an der Übersetzung liegt, kann ich nicht beurteilen, dazu müsste man die beiden Bücher in kurzem Abstand nach. oder nebeneinander lesen.
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Südlich der Grenze, westlich der Sonne
Südlich der Grenze, westlich der Sonne von Haruki Murakami (Gebundene Ausgabe - 21. Mai 2013)
EUR 16,99
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