Kundenrezensionen


11 Rezensionen
5 Sterne:    (0)
4 Sterne:
 (3)
3 Sterne:
 (2)
2 Sterne:
 (1)
1 Sterne:
 (5)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein leiser Wunsch
Vera sollte eigentlich ihren 46. Geburtstag feiern. Feiern wie jedes Jahr im Kreis ihrer Familie und ihrer Freunde. Immer dieselben Leute, immer derselbe Film, der zu Beginn der Feier angesehen wird. Vera geht schwimmen und Vera kehrt nicht nach Hause zurück zu ihrer Feier. Vera hat Wünsche und Vera lässt sich im Schwimmbad den Schrank einer anderen Frau...
Vor 11 Monaten von Monika Schulte veröffentlicht

versus
15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Ein Grund hat viele Gründe."
Die Presse äußert sich anerkennend über den neusten Roman von Judith Kuckart. Ich teile das Lob; doch nur bis zur Mitte des Buches. Genau bis zu dem Zeitpunkt, als Vera ihr altes Leben hinter sich lässt. Ab dann wird die Erzählung langatmig, langwierig und ein wenig langweilig.

Aber von Anfang an. Die Mittvierzigerin Vera, die erst...
Vor 12 Monaten von Regina Berger veröffentlicht


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Ein Grund hat viele Gründe.", 16. April 2013
Von 
Regina Berger "Gina" (Rottach-Egern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Wünsche (Gebundene Ausgabe)
Die Presse äußert sich anerkennend über den neusten Roman von Judith Kuckart. Ich teile das Lob; doch nur bis zur Mitte des Buches. Genau bis zu dem Zeitpunkt, als Vera ihr altes Leben hinter sich lässt. Ab dann wird die Erzählung langatmig, langwierig und ein wenig langweilig.

Aber von Anfang an. Die Mittvierzigerin Vera, die erst Adoptivtochter, dann Ehefrau des deutlich älteren Karatsch ist, bricht am Silvestertag aus ihrem Leben aus. Die Sporttasche einer Fremden nebst den darin befindlichen Ausweispapieren, die sie im Schwimmbad an sich nimmt, fungiert als Eintrittskarte für Ihren Neuanfang. So führt der Weg aus dem kleinstädtischen Mikrokosmos am Rande des Ruhrgebiets in die britische Metropole London.

Wie viele Wünsche nach einem anderen Leben wir in uns tragen und welche Folgen die Realisierung dieser Sehnsüchte haben kann, darüber sinniert die Autorin. Dabei macht sie deutlich, dass oft Kleinigkeiten über die Lebensführung entscheiden. Die Neuorientierung in der Mitte des Lebens und die unterschwellige Furcht vor dem Älterwerden werden thematisiert.

Judith Kuckart stellt ihre Hauptperson Vera ernsthaft dar (wie passend, dass "Vera" soviel bedeutet wie "die Glaubwürdige"), doch durch die nüchterne Sachlichkeit im Ton bleibt die Sympathie auf der Strecke.
Über allem lastet eine bleierne Atmosphäre, die auf das Gemüt des Lesers drückt.

Der Roman ist in drei Überkapitel eingeteilt: in den (nach Tageszeiten unterteilten) Silvestertag, in die Monate Januar bis September und in das vage "Eines Tages".

Schwer zu fassen war für mich der konturenlose Sohn Jo. "Karatsch" hat mich bis auf Seite 193 (von 300) an eine Stadt in Pakistan erinnert, ehe aufgeklärt wurde, dass Karatsch eigentlich Franz-Josef Kreitel heißt.

Der Leitgedanke des Romans hat zweifellos Eindruck auf mich gemacht. Da der Sprachstil aber unterkühlt bleibt, und die Handlung im Fortgang schleppend wird, mindert das meine Sternevergabe.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Öde und langweilige Lektüre, die es nicht wert ist, zu lesen, 21. August 2013
Von 
A. Zanker (CH) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Wünsche (Gebundene Ausgabe)
Würde dieser Band nicht schon seit der Lesung von der Autorin bei mir schon seit April liegen, und wäre er dazu nicht jetzt sogar noch auf der Longlist zum deutschen Buchpreis zu finden, hätte ich vermutlich, dieses Buch nicht mehr gelesen. Ich habe selten ein dermassen, ödes, langweiliges, fades, und zähes Werk gelesen, wie dieses Buch. Zwar versteht es Judith Kuckart einzelnen Sätzen ein eigenes Leben einzuhauchen, so ist doch der ganze Schreibstil, die Atmosphäre in diesem Buch, mit seinem äusserst uninteressanten Plot, wirklich zum Davonlaufen. Ich habe schon lange nicht mehr so ein schlecht geschriebenes Buch gelesen, dieses Buch gar noch zu nominieren, schlägt dem Fass denn nun völlig dem Boden aus...

Das Buch kreist um die 46-jährige Vera, die eines Tages nach London verreist, ohne sich gross abzumelden. Zurück bleiben ihr Mann Karatsch, ursprünglich Adoptivvater, dann Ehemann, und dann gibt es da noch ein Paar Freunde, es geht um die Geschwister "Wünsche" die ein Geschäft übernehmen und rein "zufällig" Wünsche heissen. Nur bruchstückhaft erfahren wir etwas aus dem Londoner Leben, wo Vera bei Kennedy lebte, der einst im Irak kämpfte. Als nach längerer Zeit (9 Monate) Vera ihre Reise wieder zurück antritt, machen sie Sohn, Ehemann und Friedrich Wünsche auf nach London, und verfehlen sich. Dieser Roman kommt mir vor wie eine stille Midlife-Krises-Verarbeitung, jedoch ohne Ziel und Ausrichtung. Mir wurde nie wirklich klar, um was es eigentlich Judith Kuckart geht, spürbare Orientierungslosigkeit verdirbt einem dem Lesespass, da retten auch Wortverspieltheiten und einzelne kunstvolle Sätze nicht mehr, mir scheint, die Autorin hat es hier wirklich definitiv versiebt. Mein Interesse an dieser Autorin ist mit diesem Roman, zum Stillstand gekommen, ich werde auch nichts mehr von ihr lesen. Selbst wenn es um das Ausbrechen aus einem angestammten Leben gehen sollte, macht für mich Vera keine wirkliche Entwicklung durch, sie geht einfach und kommt einfach wieder, aber sie zeichnet nichts wirklich aus, was diesen Roman nur in irgendeinerweise lesbar machen würde.

Warum solche Bücher, dann auch noch für Nominierungen herhalten müssen, kann ich dann gar nicht mehr verstehen. Leider kann ich dieses Buch nicht empfehlen..

Zum Schluss wenigstens ein paar Sätze, um dem Buch ein Minimum an Positivem abzugewinnen, aber auch von dem, was etwas von der Atmosphäre wiedergeben soll:

"Ist Heimat eigentlich dort, wo man herkommt, oder dort, wo man hinwill? (..) Die Luft hatte wie eine aufgeschnittene Wassermelone geschmeckt. (..) Katzen würden Whisky saufen. (..) Leute verschwinden, wenn sie nicht wissen, wohin sie gehören. (..) Wie sie ihn stutenhaft anschaute. (..) Ich bin nicht unbewohnt, sagte das Fenster im ersten Stock. (..) Wünsche. Ein Film über geglücktes Scheitern. (..) Dass die Welt und die Zeit und die Ewigkeit aus Blei waren und damit eigentlich alles gesagt war, was es an diesem Tag zu sagen gab. (..) Habt ihr eigentlich auch manchmal das Gefühl, dass euch beim On*nieren die Toten zuschauen? (..) An seinen Ohren heult sich der Wind warm. (..) Sie wollen ihre Gefühle auf jeden Fall für sich behalten. Woran sehen Sie das? An der Art, wie sie die Hände in die Tasche stecken, sagt sie. (..) Das Leben ist doch viel anstrengender als das Totsein. (..) Ab wann ist man eigentlich alt genug, um endlich erwachsen zu werden?
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein leiser Wunsch, 5. Mai 2013
Von 
Monika Schulte "Leseratte" (Hagen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Wünsche (Gebundene Ausgabe)
Vera sollte eigentlich ihren 46. Geburtstag feiern. Feiern wie jedes Jahr im Kreis ihrer Familie und ihrer Freunde. Immer dieselben Leute, immer derselbe Film, der zu Beginn der Feier angesehen wird. Vera geht schwimmen und Vera kehrt nicht nach Hause zurück zu ihrer Feier. Vera hat Wünsche und Vera lässt sich im Schwimmbad den Schrank einer anderen Frau aufschliessen, einer Frau, die ihr sehr ähnlich sieht. Sie nimmt deren Ausweis an sich und fährt nach London. London, Veras grosser Wunsch. Schon einmal war war sie dort vor vielen, vielen Jahren und immer war es ihr Wunsch, noch einmal zurückzukommen. Vera hat schnell kein Geld mehr, nimmt einen schlecht bezahlten Job an. Ob sie in London ihr Glück findet? Ob sie hier ihre geheimen Wünsche verwirklichen kann?
Zeitgleich eröffnet Friedrich Wünsche Zuhause sein Kaufhaus Wünsche. Er möchte die Wünsche seiner Kunden verwirklichen. Die Kunden sollen wieder König sein. Herr Wünsche hat geerbt und erfüllt sich mit der Wiedereröffnung des Kaufhauses einen Wunsch.

Ist ein anderes, ein besseres Leben möglich? Veras Sehnsucht ist spürbar. Sie möchte, nein, sie muss dem Einerlei ihres Alltags Zuhause entfliehen. Ihr Sohn ist gross, er wird es verstehen. Ihr Mann, ja, ihr Mann führt irgendwie auch sein eigenes Leben.

Ein leiser Roman. Ein Roman über Träume, über Wünsche, über Sehnsüchte, aber auch ein Roman über das Älterwerden und die Frage, ob man noch einmal neu beginnen kann, neu beginnen sollte. Ein Roman, der nachdenklich stimmt und doch leicht daher kommt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Bitte nicht lesen! Furchtbar!, 25. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Wünsche (Gebundene Ausgabe)
Ich habe mir viel von diesem Buch versprochen. Die Geschichte hörte sich interessant an, aber bis zum Schluß bleiben einem als Leser die Motive der Figuren, inklusive der Hauptfigur Vera, unklar.

Durch dieses Buch habe ich mich gequält und mich im Nachhinein regelrecht darüber geärgert. Da es für den Buchpreis nominiert war, ist es vielleicht auch einfach "höhere Literatur", die meinen Intellekt übersteigt.

Bitte nicht lesen bzw. nur mit ausreichend literarischem Interesse!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Provinzionelle Midlife Crisis Geschichte, 9. August 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Wünsche (Gebundene Ausgabe)
Nach hervorragenden Kritiken griff ich kurzentschlossen und voller Vorfreude zum Buch (Hardcover). Die Zusammenfassung auf der Rückseite hat sich vielversprechend angehört. Das sollte aber auch der beste Auszug aus dem ganzen Roman sein. Ich frage mich wie solch ein Buch jemals soviel Beachtung kriegen könnte? Die Handlung zusammengefasst: Vera ist 46, lebt mit ihrem Adoptivvater (Karatsch) und jetztigen Mann in der Provinz und steckt mitten in der Midlife-Crisis. Ihr Ehemann ist ein alter schmieriger Ex-Musiker, der sich jedes Jahr den einzigen Film von seiner Ehefrau reinzieht nur um sich an ihren jugendlichen Anblick zu efreuen. Veras Freundin ist eine verstörte, Pseudo-Rebellin, die mal gerne Nutten für ihren Bruder als Geschenk bestellt oder sich an den Hals jüngerer Männer wirft. Etwas Provokation in der Einöde! Dann gibts noch andere gescheiterte Nebenfiguren, wie einen Freund von Karatsch namens Wünsche, der einstige tolle Hecht auf Nostalgietrip. In London trifft Vera weitere depremierende Persönlichkeiten. Das ganze Buch ist einfach nur verstörend und des Geldes nicht wert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1.0 von 5 Sternen Wird zurückgesendet! Minussterne!, 16. Februar 2014
Von 
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wünsche (Gebundene Ausgabe)
Was macht man mit einem Buch, das einen unsäglich aufregt? Das objektiv so schlecht ist, daß man sich über fast jede Seite ärgert?
Es ist so schlecht, daß ich es einfach nicht in meinem Bücherregal haben möchte, wo es die anderen Bücher beleidigt. Wegschmeissen? Verschenken? Nein, ich will ein Zeichen setzen gegen falsche Empfehlungen und miserable Qualität, deswegen werde ich es zurücksenden. Auch ein Zeichen, gegen merkwürdig motivierte mögliche Buchpreisempfehlungen, die doch nur den Verkauf ankurbeln sollen...
Hier mein liebstes Beispiel, neben den oben genannten, nach dem ich mich bis Seite 174 gequält habe und beraubt aller Illusionen aufgebe.
Seite 166, letzter Absatz:

"Das Dach des Kinos strahlte über ihr wie eine schwungvolle Ellipse aus den Fünfzigern. Kein Dach, ein Keks. Der Film hatte längst angefangen. Hannes war verschwitzt, verunsichert und zu spät. Als er sein Rad anschließen wollte, sagte sie, lass, wir gehen".

EIN DACH WIE EIN KEKS? Halleluja Frau Kuckart, sowas haben vielleicht meine Kinder im Alter von 5 herausgebracht - dadurch, daß Sie frei assoziieren, wird's doch noch kein Buch!
Nichts hängt zusammen, Kuckart spuckt laufend Gedankenschnipsel vor sich hin, erbricht sich in fürchterlichen Neukonstruktionen wie die schon vorher erwähnte "Luft, die wie eine aufgeschnittene Wassermelone schmeckte"...
WA?!

An diesem Buch kann ich leider kein gutes Haar lassen, nicht eins. Nur eines gelingt der Autorin - wenn es denn gewollt war: Sie verbreitet eine nicht endenwollende Depressionstimmung - alles ist graueste Tristesse.
Aus einer guten Idee (deswegen bestellte ich mir das Unwerk) haben Sie, Frau Kuckart leider gar nix gemacht, und dies führt dazu, daß ich mir nie wieder ein Buch von Ihnen bestellen werde, auch wenn Sie für den Nobelpreis nominiert würden. Ich glaube keiner Liste mehr auf der Sie sind.

Falls jemand das Buch gratis von mir (gegen Versandkosten) erhalten möchte reicht eine einfache Mitteilung an micha.koester@gmail.com. Antidepressiva-Kosten übernehme ich aber nicht.
Herzliche Grüsse aus Schweden!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1.0 von 5 Sternen Lässt alle Wünsche offen !, 2. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Wünsche (Gebundene Ausgabe)
"Silvester in einer kleinen Stadt: Vera geht schwimmen. Es ist ihr 46. Geburtstag, zu Hause warten wie jedes Jahr ihr Mann, ihr Sohn und ihre Freunde, um gemeinsam zu feiern. Da findet sie im Schwimmbad den Ausweis einer anderen Frau und haut ab. Nach London, wo sie sich mehr erhofft, als ihr bisheriges Leben ihr bieten konnte." (Amazon)
Triviale RTL oder ZDF-Sonntagabend-Literatur, in der es der Urheberin nicht gelingt stimmige Charaktere zu erschaffen und in der eine (ohnehin langatmige) Story umständlich und mit dem Blick für das Unwesentliche erzählt wird.
Die Grundidee nun ja... ist nett! Die Umsetzung jedoch absolut verkorkst!
(gelungene, thematisch ähnlich gelagerte "Provinzliteratur" wäre z.B. Stephan Thome "Grenzgang")
Fazit:
"Wünsche" ist die Buchdeckel nicht wert und hinterlässt beim Leser ein Gefühl der Zeitverschwendung.
Für eine neue Soap bei RTL also gerade gut genug ;-)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3.0 von 5 Sternen Ein Wechselspiel zwischen unheimlich gut und "Was bitte soll der Unfug!", 4. November 2013
Von 
Janie (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Wünsche (Gebundene Ausgabe)
Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, das es immerhin zur Buchpreisnominierung geschafft hat und zunächst war ich auch recht begeistert von dieser Frau, die aufbricht in fremde Gefilde und die einfach mal mutig ist und ihre eingefahrene Welt verläßt. Diese Begeisterung ließ aber rasch nach, kaum noch konnte ich Gedanken oder Beweggründe der Charaktere verstehen, wenig interessierten sie mich überhaupt. Hier schien mir jemand unbedingt besonders anstrengend schreiben zu wollen, denn immer wieder blitzte dann doch ein unheimliches Sprachgefühl und ein guter Blick für das Leben und griffige Gedanken auf, leider nicht oft genug, um das Buch für mich lesenswert zu machen. Die meiste Zeit bekämpft die Autorin ihren eigentlich guten Schreibstil durch Absurditäten zu Boden, macht es dem Leser schwer und anstrengend und nennt das dann vermutlich gehobene Literatur.
Nun ja, mir zu abgehoben, zu verschwurbelt und deutlich zu kompliziert, um unterhaltsam zu sein. Bis zum Schluß habe ich nicht verstanden, was hier ausgesagt werden soll, nun kann man sagen, wenn der Leser nicht versteht, ist der Leser vielleicht zu dumm, vielleicht drückt sich aber auch der Autor absichtlich konfus aus, weil das eben gerade so in ist.

Neben viel Verwirrung hat das Buch mich allerdings an manchen Stellen dann doch überraschen können, ist mir nahe gegangen oder hat mich durch die Wahl der Worte sehr berührt, daher will ich es nicht allzusehr abstrafen mit meiner Rezension, aber Neugier auf ein zweites Buch der Autorin besteht bei mir definitiv nicht.
Leider.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Langeweile gepaart mit Tristesse..., 18. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Wünsche (Gebundene Ausgabe)
Ich habe diesen Roman zu meinem 46. Geburtstag geschenkt bekommen. Als ich den Klappentext las, dachte ich "wie nett". Und ich habe das Buch voller Enthusiasmus begonnen. Die Geschichte könnte spannend sein, aber der Schreibstil des Autors macht alles kaputt. Wichtige Dinge passieren in Nebensätzen, die Szenerie ist immer irgendwie düster, hoffnungslos und die Hauptperson Vera bleibt unsympathisch. Gute, andere Menschen mögen sagen "ein stilles Buch", aber diese Stille ist einfach nur langweilig. Habe nicht zu Ende gelesen, dafür gibt es zu viele gute Bücher, die sich lohnen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie wünschen?, 18. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Wünsche (Gebundene Ausgabe)
Diese Rezension hätte ich auch genauso gut überschreiben können mit “Wenn Wünsche wahr werden” oder “Wehe, Wünsche” oder “Wünsche und andere Extreme” – denn mit all diesen Facetten spielt der Roman “Wünsche” von Judith Kuckart. Ich habe mich dann doch für einen eher kritischen Ton entschieden. Denn ich glaube, das trifft den Kern des Romanes am besten. Denn es ist ein heikles Thema, das Wünschen. Von einem Wunsch (und doch eigentlich von sooo vielen) erzählt Kuckart. Auf 300 Seiten schildert die Autorin den Versuch von Vera, 46, aus ihrem alten Leben und den damit verbundenen Sehnsüchten auszubrechen. Im Schwimmbad stiehlt die Berufsschullehrerin die Besitztümer von Salomé Schreiner und hofft, auch deren Leben stehlen zu können. Aber irgendwie klappt die Loslösung vom alten Leben nicht ganz, obwohl Vera, die sich als Salomé ausgibt, sogar Deutschland verlässt und neu anzufangen versucht in London.

WünscheDrei “Akte” hat der Roman, er gleicht also dem vereinfachten Drama. Akt 1: “Morgen, Mittag, Nachmittag, Nacht” ist die Exposition, die Veras vermeintliches Dilemma und ihr altes Leben mit dem Leser vertraut macht. “Menschen, die man liebt, muss man das Recht einräumen, zu verschwinden. Wenigstens für eine Weile”, rechtfertigt Vera sich auf Seite 60.

Akt 2 stellt den Konflikt dar: “Januar bis September” erzählt von Veras Sohn Jo, ihrem Ehemann, der Karatsch genannt wird, und allen anderen, die sie zurück gelassen hat. Von Veras Londonleben wird eher am Rande erzählt, was logisch ist, sie hat den Konflikt in Akt 1 bereits hinter sich gebracht und für Akt 2 einen neuen ausgelöst durch ihr wortloses Verschwinden in der Silvesternacht.

Letztlich findet in Akt 3 die Auflösung unter dem offenen Titel “Eines Tages” statt. Vera kehrt zurück, während sich die Anderen auf die Suche nach ihr machen. Aber auch das löst einen neuerlichen Konflikt aus, dieses Mal einzig um Karatsch. Das Ende bleibt offen, wie so viele Wünsche (nicht nur die der Protagonisten).

Einziger Wermutstropfen des Romans ist nur, dass Vera nicht die einzige Hauptfigur des Romanes bleibt.Logischerweise führt ihr Verschwinden zu Verwicklungen für ihre Mitmenschen. Verwunderlich ist aber, dass als Namensgeber für den Roman ein alter Freund Veras, Friedrich Wünsche, herhalten muss. Der nämlich erscheint eher als unscheinbare Randfigur, als tatenloser Liebender, der einfach da ist. Wohl gerade das ist es: Wünsche sind ja auch immer da. Sie kommen, bleiben und gehen verloren. ”Ein neues Leben – welche Wünsche hätten Sie?” fragt die Autorin und die ehrliche Antwort nach der Lektüre des Romans ist, dass es gut gehen möge, das Wünschen. Ich hätte das neue Leben Vera nämlich gegönnt. So bleibt die Ernüchterung, dass in sogar in den Romanwelten, die wir als heil betrachten, keiner aus seiner Haut kann und sich fügt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst
ARRAY(0xa11e618c)

Dieses Produkt

Wünsche
Wünsche von Judith Kuckart (Gebundene Ausgabe - 11. März 2013)
EUR 19,99
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen