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5.0 von 5 Sternen ....eine Bereicherung
Der erste Gedanke ist ja nun : weshalb verlässt ein Reiseschriftsteller sein angestammtes Ressort und widmet sich einem scheinbar völlig anderen Thema ?
Doch bei genauerer Betrachtung wird schnell klar, es handelt sich, genau genommen, doch wieder um eine Reise. Eine Reise zu sich selbst, ins Innerste. Und das ist sicher die beschwerlichste Reise, die man...
Veröffentlicht am 26. Februar 2010 von Yvonne Köpfer

versus
19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Scharfsinnig, intelligent, ehrlich- und leider voller Selbstherrlichkeit
Zu Anfang des Buches war ich angetan; von dem nicht ausdrücklichen Versprechen, dass wir Kitsch und Getue, Weltumarmungen und Esospinnereien überspringen und der Autor und ich (als imaginäre und NEUgierige Begleiterin seiner Reise) gleich mit fast brutaler Ehrlichkeit voll einsteigen.
Altmann beobachtet, sinniert, urteilt nicht innerhalb des westlichen...
Vor 18 Monaten von linneker veröffentlicht


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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Scharfsinnig, intelligent, ehrlich- und leider voller Selbstherrlichkeit, 24. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zu Anfang des Buches war ich angetan; von dem nicht ausdrücklichen Versprechen, dass wir Kitsch und Getue, Weltumarmungen und Esospinnereien überspringen und der Autor und ich (als imaginäre und NEUgierige Begleiterin seiner Reise) gleich mit fast brutaler Ehrlichkeit voll einsteigen.
Altmann beobachtet, sinniert, urteilt nicht innerhalb des westlichen Tellerrandes und seine Ausführungen wirken erfrischend, laut, ehrlich und impulsiv.

Und dann geht seine Vipassa-Reise-ins-Ich los und erst unmerklich und dann immer massiver muss ich fremdeln und zögerlicher seinen Gedankengängen folgen und spätestens ab dem Teil, in dem er beschreibt, wie ein ehemaliger Freund von ihm am Leben strauchelt und zum finanziell ruinierten Alkoholiker wird, möchte ich Altmann schütteln ob seiner Selbstgerechtigkeit.
Es wird klar, dass der Autor immer und immer alles abgewertet, was mit seinem Lebenswandel und eigenen Einstellungen nicht deckungsgleich ist. Jeder, der nicht genauso wild und impulsiv wie er durchs Leben geht, ist ein armes Würstchen. Alle mit Bürojob sind bemitleidenswert und im Grunde lebendig tot. Jeder, der nicht täglich mindestens ausgiebig über Sex nachdenkt oder ihn einfach hat, steht auf der Schwelle zur Geisteskrankheit.
Altmann reflektiert zwar zwischendurch immer wieder - auch sich selbst -, und als offensichtlicher Meister der Sprache verwendet er diese perfekt, um seine Gedanken greifbar zu machen.
Aber seine angebliche Bescheidenheit wirkt wie ein Stilmittel der Selbstbeweihräucherung, seine angebliche Zuneigung zu Mitmenschen endet immer ganz brachial da, wo diese nicht seine Weltanschauung teilen. Er zieht Bilanz über Abschnitte seines Lebens, sieht aber nie das Ganze, bemüht sich nicht, andere Charaktere zu tolerieren, sondern urteilt schonungslos und immer innerhalb seines selbstliebenden Kosmos.
Das alles stört extrem den eigentlichen Erfahrungsbericht seines Vipassanakurses.
Es bleibt zwar meist kurzweilig, weil seine Formulierungen immer knackig und intelligent sind.
Aber der Ärger überwiegt deutlich und nachhaltig, daher nur 2 Sterne.

Wenn jemand Sprache und Intelligenz so gut einsetzt, dass sie verschleiert, wiewiel Abwertung, Gönnerhaftigkeit und Respektlosigkeit- schlicht Intoleranz - dahintersteht und dies scheinbar so gut macht, dass es hier überwiegend sehr gute Bewertungen gibt, dann muss man allerdings schon den Hut ziehen.
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153 von 161 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ....eine Bereicherung, 26. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Triffst du Buddha, töte ihn!: Ein Selbstversuch (Gebundene Ausgabe)
Der erste Gedanke ist ja nun : weshalb verlässt ein Reiseschriftsteller sein angestammtes Ressort und widmet sich einem scheinbar völlig anderen Thema ?
Doch bei genauerer Betrachtung wird schnell klar, es handelt sich, genau genommen, doch wieder um eine Reise. Eine Reise zu sich selbst, ins Innerste. Und das ist sicher die beschwerlichste Reise, die man antreten kann.
Andreas Altmann schildert seine persönlichen Erfahrungen unbeschönigt und gnadenlos ehrlich : Glücksmomente, verstörendes Hirnkino, die Härten eines 10-Tages-Retreats und wie schwer es ist, durchzuhalten.
Wieder als Meister der deutschen Sprache. Nicht umsonst hat er all die Preise erhalten und lässt nicht nach, ihnen gerecht zu werden.
Was er nicht will, ist Leser zum Buddhismus bekehren, nicht einmal sich selbst. Immer schaut er genau hin, ist niemals bereit einfach nur zu glauben. Und genau das wird vom Buddhismus auch gefordert : genau zu prüfen, selbst auszuprobieren. Manches ist für ihn eben nicht wahr, aber er versucht es stehen zu lassen (manchmal, nicht immer).
Nicht 1000 Bücher über Meditation helfen auch nur ein Schrittchen weiter, niemandem.
Und hier ist eines, das wahrheitsgemäß, ohne heiliges Gesabbel, den harten aber auch beglückenden Weg beschreibt und das animiert, es selbst zu tun. Derer gibt es nicht viele.
Reisen bildet ja bekanntlich, und mehr (Herzens)Bildung werden andere Reisen wahrscheinlich nicht bieten können.
Zu befürchten ist nur, dass der, meiner Meinung nach, provokativ gewählte Titel ( auch wenn es tatsächlich eine Aussage des Buddhismus ist ) den Einen oder Anderen von der Lektüre abschrecken könnte. Möge dies keinesfalls passieren, das Buch auf den Bestsellerlisten landen und so möglichst viele erreichen und anschubsen genauer hinzuschauen, bei sich, auf die Welt.
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114 von 123 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieses Buch muss man lobhudeln, auch als Nicht-Buddhist!, 3. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Triffst du Buddha, töte ihn!: Ein Selbstversuch (Gebundene Ausgabe)
Eigentlich interessiert mich der Buddhismus ungefähr so sehr wie ein Fußballspiel zwischen Rot-Weiß-Essen und Preußen Münster. Deshalb hatte ich dieses Buch auch nur als Geschenk gekauft. Habe dann kurz im Vorwort geblättert, konnte nicht mehr aufhören zu lesen - und nun steht das Teil bei mir im Regal.

Altmann beschreibt zunächst eine Reise durch Indien auf den Spuren Buddhas und schildert im Anschluss seine Erfahrungen in einem zehntägigen Meditationscamp, einem "Krafttraining" für den "Herzmuskel", wie er im Vorwort sagt. Was mich beeindruckt hat: Ganz egal, ob er den Menschen auf seiner Reise 'in echt' begegnet oder sie beim Meditieren nur 'in Gedanken' vor sich sieht - immer findet er punktgenau ihre Schwächen, Stärken oder schlicht skurillen Züge und Geschichten. An der Art, wie er diese dem Leser erzählt, wird klar, dass Altmann keine Grenzen anerkennt, nicht im Denken, nicht im Schreiben. Statt objektiv Bericht zu erstatten, reflektiert er immer auch, urteilt. Pöbelt über die Dummheit der einen, schwärmt von der Leichtigkeitwas der anderen, tiradiert über den religiösen Kinderglauben so vieler - seien sie nun Christen, Moslems, oder echte und damit zwangsweise keusche Buddhisten.

Zynismus und Herabsetzung, was andere dem Autor hier vorwerfen, kann ich darin nicht finden. Zumal Altmann sich selbst aus der Riege der Dummköpfe doch nie ausnimmt. Statt zu loben, wie er über dem Meditieren schlauer, gelassener und was sonst noch Tolles wird, legt er seine Schwächen offen. Etwa, dass es ihm aller Friedensucherei zum Trotz nicht gelingt, jedem Menschen wenigstens gleichgültig zu begegnen, niemanden zu hassen. Oder, amüsanter, dass er von Sex träumt, während ihn der (natürlich libido-unabhängige) Lehrmeister anspricht.

Was mir aber vor allem gefallen hat, ist Altmanns Sprache. Wer Sprache mag, wird viele Sätze finden, die man zweimal liest. Weil sie einfach schön klingen. Oder drastisch-ehrlich. Oder ungewohnt, mit treffend zusammengebastelten Wörtern, nicht man nicht kennt oder lange nicht mehr gelesen hat. Dazu kommt die angenehme Beschränkung in Sachen Detailbeschreibungen: Wie jeder Reiseautor sieht auch er Kleinigkeiten. Aber er notiert sie nur dann, wenn sie ihm Anlass geben für einen eigenen Gedanken oder mindestens für eine Assoziation. Rote und gelbe Kabel besingen, weil eben gerade rote und gelbe Kabel am Straßenrand liegen? Dafür verschwendet Altmann keine Zeile. Er macht es lieber so (mit einem Schuss Selbstironie, wie oft): "Vor Tagen in Neu Delhi erlebt, mitten in der Hauptstadt. Ich trug ein halbes Kilo Müll mit mir herum, Obstschalen, Papier, etc., und suchte einen Abfalleimer. Ich kann nicht sagen, wie viele Kilometer ich in diesem Land schon zurück gelegt habe, um als öko-vorbildlicher Reisender mein Scherflein gegen den Untergang der Welt beizutragen. Und irgendwann, ja irgendwann, fand ich einen Abfalleimer. Aber ohne Boden. Sinnige Metapher. Indien als Fass ohne Boden."

Als ich das Buch zugeschlagen habe, hat es mich gedrängt, fünf Minuten lang Meditieren im Selbstversuch zu proben. Dass das nicht funktioniert hat, war vorhersehbar. So vorhersehbar wie die Tatsache, dass ich das nächste Buch von Andreas Altmann sicher kaufen werde. Ganz egal, worüber er diesmal schreibt. Denn wer sich so ungewöhnlich tief um Geschichten und Sprache bemüht, könnte wohl selbst in einem Regionalliga-Spiel etwas Berichtenswertes finden - und es faszinierend erzählen.
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100 von 108 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen bezaubernd und ärgerlich, 17. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Triffst du Buddha, töte ihn!: Ein Selbstversuch (Gebundene Ausgabe)
so, fertig. Selten hat mich ein Buch so hin- und hergerissen. Anfangs eher hin, zum Ende zu immer stärker her.

So schön die Reiseerzählung war, der Weg zur Meditation, die Sprache, mich widerten diese ständigen Herabsetzung anderer an: Dumme, Schwachköpfe, zerebral Minderbemittelte....Mir machte das Buch stellenweise das Herz richtig eng. Vieles im Buddhismus z.B. hat er unzulässig verkürzt, was nicht schlimm wäre, wenn nicht gleich wieder die Wertung schwachsinnig oder lächerlich käme. Ein persönlicher Rachefeldzug mit sehr guten Beobachtungen, Momente voller eigener Wärme, auch Aufarbeiten persönlicher Defizite, die mit einem gewissen Stolz zelebriert werden, das Ego als zentrales Thema und offenbar hat Andreas Altmann große Resonanzflächen dafür, die er auch ausgiebig kultiviert. Ich habe das Gefühl eines sehr sensiblen Menschen, der heftig austeilen kann, der alles will und vermutlich deswegen immer noch so auf der Suche ist. Mir hat sehr gut gefallen, wie der Menschen auf der Reise beschrieben hat, seine eigenen Unzulänglichkeiten manchmal, aber auch das Erlebnis der Meditation. Ich finde immer interessant, wie andere das zu erklären versuchen. Leider hab ich mich dennoch durch das Buch gequält, weil die für mich wirklich außergewöhnlichen Teile des Buches ständig unterbrochen wurden und ich mich immer darüber geärgert habe, schade.

Obwohl: sich ein Buch zu kaufen und sich beim Lesen zu ärgern, entbehrt aber auch nicht einer gewissen Komik. ;-)
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61 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbar!!!, 24. Februar 2010
Von 
Melitta Schueler (Potsdam) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Triffst du Buddha, töte ihn!: Ein Selbstversuch (Gebundene Ausgabe)
Was macht ein umtriebiger, lebenshungriger und erfolgreicher Reiseschrifsteller, um zur Ruhe zu kommen? Er zieht sich auf sein Meditationskissen zurück und entdeckt, daß auf einem Meter die ganze Welt liegt. Kein esoterisches Geschwätz, sondern der Versuch, die unmittelbare Erfahrung in Worte zu fassen. Wer sich wie ich seit 22 Jahren den Hintern platt sitzt in einem zenbuddhistischen Tempel, kann nur sagen: Das ist einer ehrlich; Keine sofortige Erleuchtung, der Geist wird nicht auf Befehl ruhig, sondern macht Ausflüge in die Phantasie, in alte Wunden und Schmerzen, die Knie und der Rücken tun weh und trotzdem: Einfach weitersitzen, ohne etwas zu erwarten. Die kleinen Momente, die so wunderschön sind, daß wir nicht zurückkehren möchten, können nicht beschrieben, sondern nur erfahren werden.
Ein aufrichtiges Buch, dem ich viele Leser wünsche
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ist das ein gutes Buch? Ja und Nein, 24. Oktober 2011
Was den Autoren auszeichnet, ist sein Bemühen um Ehrlichkeit, und dass er manche Dinge und Situationen sprachlich durchaus interessant gestaltet. Und das Thema Vipassana-Meditation ist wahrlich ein Buch wert. Altmann versteht es gut, zu vermitteln, was das Wesentliche an dieser "Lebensübung" ist und macht durchaus Lust darauf, sich weiter mit der Thematik zu beschäftigen. Was ich jedoch absolut unerträglich finde und was mir zutiefst unsympathisch ist, ist seine himmelschreiende Arroganz allen "Nicht-Denkenden" gegenüber: da wird ständig gegen hirnlose Religionsjünger gewettert, die natürlich samt und sonders am Meditieren genesen könnten. Leider ist die Welt- und Menschensicht von Herrn Altmann doch etwas sehr rustikal und eben auch sehr egozentrisch. Alle Religionen, jedes Suchen nach Transzendentem so in Bausch und Bogen zu verdammen und die eigene religionsfreie Lebenssicht derart zu idealisieren - da fehlt nicht nur Verständnis und Langmut, da wird auch das Phänomen Religion journalistisch-krass auf die negativen Auswüchse derselben reduziert und alles andere einfach weggelassen. Altmann ist schon ein arger Schwarz-Weiß-Zeichner - wer das mag oder seine Meinungen teilt, findet diese Tiraden sicherlich ergötzlich. Interessant, dass er Paulo Coelho so ablehnt. Altmann hat meines Erachtens durchaus recht, wenn er Coelho als eine Art spirituellen Schwätzer bezeichnet. Nur - das Geschwätzige haftet Altmann eben genauso an, darum nervt es ihn ja so an anderen. Und tatsächlich hätte sein Buch um vieles kürzer und dabei genauso aussagekräftig sein können. Und nochmals zu den ach so blöden (religiösen oder nichtreligiösen) und geistig unterentwickelten Menschen überall auf der Welt, die Herrn Altmann so aufregen, und die er so anhaltend und unerträglich selbstgerecht geißelt. Dass er als Kind schreckliche Erfahrungen mit Bigotterie gemacht hat, rechtfertigt noch lange nicht, hinter jedem religiösen Menschen Dummheit, Bosheit oder eben Bigotterie zu wittern und ihn wenn nicht zu verurteilen, so doch bitter anzuklagen oder lächerlich zu machen. Diese von Altmann offenbar wenig reflektierte intellektuelle Hybris wiederum mit den von ihm schön dargestellten Meditationsübungen ein wenig abzubauen täte sowohl Herrn Altmann als auch seinem bisweilen recht plakativen Stil wahrscheinlich sehr gut.
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial, 23. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Triffst du Buddha, töte ihn!: Ein Selbstversuch (Gebundene Ausgabe)
Um es vorweg zu nehmen, ich liebe dieses Buch. In den vergangenen Jahren habe ich mich immer wieder mit den Themen Buddhismus, Spiritualität, Atheismus beschäftigt, 'Triffst du Buddha, töte ihn!' ist das beste Buch, was ich dazu je gelesen habe. Es trifft nicht nur meine Erwartungen, es übertrifft sie.
Das Buch ist weise, sehr klug geschrieben, reflektiert und lebensnah. Es ist das erste Buch, das ich von Andreas Altmann las; inzwischen sind es noch 5 weitere und ich kann nur sagen; jedes AA Buch hat mich gleichermaßen fasziniert, gefesselt, beansprucht (zu recht), klüger, nachdenklicher gemacht und mich hervorragend unterhalten, dank auch der hohen Sprachbegabung, über die Herr Altmann mit Mühelosigkeit verfügt. - Er zitiert den schönen Satz: 'Jeder Mensch ist mein Niveau' und so schreibt er, auf Augenhöhe, das macht ihn so besonders, sympathisch und anziehend. Er ist der authentischste Schreiber, den ich kenne. In dem Buch 'Triffst du Buddha..' nimmt er uns mit auf eine ganz besondere Reise, auf eine Suche und lässt uns teilhaben an seinen äußeren und inneren Welten und diese sind verdammt spannend, verletztlich und zutiefst menschlich. Normalerweise male ich nicht gerne in Büchern herum, aber bei all seinen Büchern muss ich es machen; muss so manch genialen Satz, pointierte Wortwahl, so trefflich Gesagtes markieren, um es mit Genuss wiederzulesen. Großes Kompliment!
Andreas Altmann wird nie müde, uns wachzurütteln, uns an unsere Träume und verborgenen Intuitionen zu erinnern. Denn die Wahrheit ist so simpel: Wir haben nur dieses eine Leben!
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Buddha- Buch Gebrauchsanweisung, 12. August 2010
Von 
Ihlau, Martina (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Triffst du Buddha, töte ihn!: Ein Selbstversuch (Gebundene Ausgabe)
Zunächst einmal sollte man das Buch kaufen ( ausleihen reicht nicht, nur wenn man es besitzt, kann man es mehrfach lesen und seinem besten Freund verborgen).
Wichtig wäre nun, zur Lektüre des Buches einen gemütlichen ,bequemen Platz zu wählen. Dieser ermöglicht einem während des Lesens eine gewisse Schadenfreude gegenüber dem Autor, der stunden-, ja Tage lang fast bewegungslos mit schmerzenden Gliedern zwischen anderen Meditierenden hockt.
Bevor man sich in das Buch vertieft ist es sinnvoll, Störfaktoren wie Telefone und Türklingeln auszuschließen sowie sich wirkungsvoll gegen Besuch zu schützen. Nur so kann man ungestört lesen.
Vorsicht! Niemals das Buch einfach so herumliegen lassen! Unerwünschte Entdecker desselben könnten aus Einband und Titel schnell schlussfolgern, man lese irgendwelchen Mist...
Und nun - kann der Genuss beginnen, hinein in ein Buch von brillianter Sprache, sensibler Selbst- und Fremdbeobachtung, gespickt mit viel Hintergrundwissen für alle, die unter die Oberfläche wollen. Unverklärt und pragmatisch , herrlich selbstironisch und ehrlich, aber gleichwohl immer mit einem sanften, fast liebevollen Blick auf alle seinen Weg Kreuzenden erzählt A.A. von seinem Selbsterfahrungstrip in einem Meditationscamp in Indien.
Am Ende der Lektüre ( man fühlt sich neugierig, bereichert, belustigt und vielleicht etwas klüger) ist es angebracht, sich auf den Boden zu hocken und wenigstens zehn Minuten lang zu testen, wie er sich anfühlt, so ein Meditationsversuch. Aber nein, es geht nicht - die Gedanken sind ja noch beim Buch! Und das ist gut so.
Nun hat man mehrere Möglichkeiten: Entweder bucht man schnell eine Indienreise, um das Ganze auszuprobieren ( oder wenigstens Land und Leute kennenzulernen) oder man begnügt sich einstweilen mit dem Kauf eines weiteren Buches von Andreas Altmann, um mit ihm die Vielschichtigkeit unseres Lebens zu erfahren, voller Neugier, Offenheit und Faszination, abseits von Vorurteilen, Klischees und Mainstream.
Danke, Andreas!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen selbstherrlich, menschlich, persönlich - wirkt nachhaltig, 6. Oktober 2012
Von 
Im Bücherhimmel (Lübeck Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe das Buch vor etwa einem Jahr gelesen und schreibe nun etwas dazu: das bringt es auf vier Sterne, weil es ja doch irgendwie nachhaltig wirkte. Hier in Kürze mein Eindruck.

Negativ: mir gefiel seine selbstherrliche und polemische Art nicht. Insgesamt wirkte es zu begeistert, nicht wirklich informierend und in vielen Dingen bewertend. Dies ist ja nun auch sein gutes Recht, denn er hat hier seine Erlebnisse notiert, aber seine Art Menschen einzuteilen, hat mich abgeschreckt. Einiges war durcheinander und verwirrend erzählt, seine Meinung schwankte ab und zu. Einiges hat der Autor sicher auch provozierend gemeint. Da hat er mich "gekriegt", denn ich habe mich an einigen Stellen jedenfalls über ihn geärgert.

Positiv: es ist soweit ich weiß, eines der wenigen Bücher, indem eine Person wirklich so genau sein Innenleben erzählt, bzw. was bei der Meditation wirklich bei ihm ablief. In vielen anderen Büchern schildern die Autoren ihre Erlebnisse vage, fassen zusammen, etc., so dass nicht wirklich die möglichen wahnwitzigen Gedanken und Gefühle geschildert werden. Andreas Altmanns Schilderungen wirken authentisch. Und er ist dabei mutig, soviel von sich zu offenbaren. Er ist sehr begeisterungsfähig, schwärmt seitenlang über die Vipassana Meditation (wirkt wie plakative Reklame). Wenn die Schilderungen und Bewertungen von ihm als einen (verwirrenden) Prozess gesehen werden können (in dem er sich gerade befand), kann dies durchaus auch als positiv gelten. Auf jeden Fall wirkt es menschlich. Beruhigend vielleicht für einen Meditationsanfänger zu lesen und zu wissen, Meditation ist ein Prozess und ein langer (lohnender) Weg, um sich selbst besser kennen zu lernen. Manchmal holt einen die Vergangenheit ein, manchmal die Gedanken an die Zukunft, oft ist es verwirrend, es zeigen sich Sorgen, viele viele Gedanken, und Körperempfindungen, etc. tauchen auf. Gut zu wissen, Mann oder Frau ist nicht allein - es geht allen Menschen so.

Fazit (da es mich heute noch beschäftigt): interessant, irgendwie sperrig, z.T. arrogant, persönlich, menschlich, mutig, macht auf jeden Falls Lust auf einen eigenen Selbstversuch.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Reiseautor mit gesundem Menschenverstand..., 4. März 2010
Von 
Verena Lüthje "Autorin" (Kiel, Schleswig-Holstein) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Triffst du Buddha, töte ihn!: Ein Selbstversuch (Gebundene Ausgabe)
... der auf der Reise zu sich selbst sich nicht verklären lässt, der wach bleibt, Kritik fähig, aber auch fühlend sich einlässt auf das, was ihm zumindest ersteinmal etwas dichter zu sich selbst führen soll, ohne gleich den Gau zu erleben, der oft lockend versprochen wird. Er lässt den Leser hautnah an seinen Meditationen teilnehmen und ist dabei sehr authentisch. In seiner unnachahmlichen, offenen und klugen Sprache lässt Andreas Altmann wieder einmal mehr seinen herrlich gesunden Menschenverstand raus, der sich nicht allein auf das Erleben von Meditation bezieht, sondern den Mumpiz der Menschheit beleuchtet, ohne Schnörkel, dabei fast verzweifelnd Kopf schüttelnd. Und wer ihm nicht wenigstens etwas zustimmt, sollte gleich im Anschluss seine anderen Bücher lesen, damit er gar nicht wieder auf den Weg der Verklärung zurück kommen kann. Altmann zu lesen, mit ihm zu lachen, zu weinen, mit ihm zu reisen, und ganz besonders in diesem Buch, bedeutet, zu heilen von den Zumutungen der Welt, die uns ungefragt ans Herz gelegt werden.
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Triffst du Buddha, töte ihn!: Ein Selbstversuch
Triffst du Buddha, töte ihn!: Ein Selbstversuch von Andreas Altmann (Gebundene Ausgabe - 18. Februar 2010)
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