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Kundenrezensionen

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am 31. Juli 2008
Dieses Buch handelt von den Erlebnissen des Schriftstellers Murakami mit dem Laufen. Es ist weder eine Autobiografie, noch ein Sach-Buch über das Laufen; es versammelt tagebuchartige Gedanken, Erinnerungen und Beschreibungen rund um den Marathon- und Triathlon-Sport. Es ist schwierig einzuordnen, es ist unvollkommen, zwiespältig, und für mich äußerst spannend, weil mich interessiert, was im Schriftsteller Murakami vorgeht, wenn er nicht schreibt.

Dass er ein gewöhnliches, ja langweiliges Leben führt, hat Murakami in Interviews schon öfter erzählt. Nun lässt er zum ersten Mal etwas intimere und zugleich unspektakuläre Einblicke in dieses Leben zu.

Das Buch beschreibt Laufstationen in Japan, Griechenland (von Athen nach Marathon lief Murakami seinen ersten Marathon), in Cambridge und auf Hawaii. Es erzählt vom Alltag des Läufers und der engen Verbindung zwischen Laufen und Schreiben. Wahrscheinlich würde es den erfolgreichen Autor Murakami ohne sein Laufen nicht geben. Wer sich für diesen Zusammenhang, die Grundlage seines künstlerischen Schaffens, interessiert, erhält mit dem Buch viel Stoff für weitere, eigene Gedanken. Man darf sich auch nicht wundern, wenn man nach der Lektüre das eigene Schreiben an den Nagel hängt und zu laufen beginnt.

Es ist auf eine Art beruhigend, wie harmlos und wenig tiefsinnig der populäre Schriftsteller manchmal schreibt. Er läuft und denkt eben wie ein gewöhnlicher Mensch. Er trainiert, er schwitzt, er leidet an Knieproblemen, er denkt über die richtige Ausrüstung und seine Trainingszeiten nach und freut sich auf den New York City Marathon, als wäre es eine heilige Messe. Nur gelegentlich dünstet der Trainingsschweiß erhellende Gedanken aus. Zum Beispiel über die Notwendigkeit des Künstlers, sich zu entgiften. Denn "wie man es auch dreht und wendet: Eine gesunde Tätigkeit ist schreiben jedenfalls nicht." (S.96) Eben deshalb läuft und läuft und läuft Murakami. Mit der Zeit entfaltet das Buch eine ähnlich hypnotische Wirkung wie die besten seiner Romane und Erzählungen. Ein gewöhnliches, beinahe trostloses Leben beginnt zu funkeln wie ein nasses Blatt in der Abendsonne nach einem langen Regentag.
Murakami erzählt, dass er sich erst während des Schreibens darüber klar wird, was er sagen will. Auch bei diesem Buch weiß er zu Beginn nicht, worum es ihm geht. Ich habe den Eindruck, er weiß es auch am Ende nicht. Wenn es nicht so abgegriffen klingen würde, könnte man sagen: Der Weg ist das Ziel. Am Ende ist am Anfang. Unermüdlich, manchmal gar trotzig, läuft Murakami auf seinem Weg, und erschreibt seine Welt. "Auch wenn man über mich sagt: "Der Mann ist kein Künstler", laufe ich weiter."
Unentwirrbar sind Schreiben und Laufen bei Murakami miteinander verknüpft.
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VINE-PRODUKTTESTERam 29. März 2009
Murakami schreibt hier über das Laufen und wie es ihn beim Schreiben beeinflusst.
Beides erfordert jede Menge Disziplin, Durchhaltevermögen und bringt ihn oft an seine Grenzen.
Beschrieben werden verschiedene Laufstationen in Japan, Hawaii und Griechenland (hier wird er erstmals von einem Fernsehteam begleitet).
Das Buch ist weder eine Autobiografie, noch ein Sachbuch über das Schreiben oder Laufen.
Wer hier also über das reine Schreiben oder Laufen etwas lernen und lesen will sollte sich lieber ein Fachbuch holen.
Vielmehr erfahren wir hier etwas über den Menschen Haruki Murakmi.

Er schreibt über absolvierte Triathlons, Marathons und 100 Kilometer Läufe. Man bekommt Einblicke wie schwer der Einstieg in die Schriftstellerei war und das noch kein Künstler vom Himmel gefallen ist.
Ein Sachbuch also über Disziplin, Durchhaltevermögen und das Austesten der eigenen Grenzen.
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am 25. Juni 2016
Das Buch hält nur zusammen, dass es Texte zum Laufen und manchmal über das Schreiben sind. Es doppelt sich dadurch vieles. Da in dem einen Text was steht, was in einem anderen auch wieder auftaucht.
Ich habe es mir gekauft, weil ich das Laufen gerade erst anfange und gehofft habe mehr über emotionale Zustände beim Laufen zu erfahren. Doch es sind auch einfach Laufstrecken und das Wetter beschrieben. Für einen Schriftsteller eher banale Sätze. Wenn nicht Haruki Murakmi draufstehen würde, hätte das Buch niemand verlegt / interessiert.
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am 18. Juni 2008
... so lautet eine Feststellung von Haruki Murakami. Da ich selber laufe und die meisten Bücher Murakamis mit Begeisterung gelesen habe, habe ich mich sehr auf das Buch gefreut. Doch leider hält es nicht, was es verspricht. Am Anfang habe ich noch einige interessante Tipps bekommen, und auch die Beschreibung des einen oder anderen Laufes war kurzweilig und informativ. Allerdings auch nur, weil ich selber laufe - ich kann mir nicht vorstellen, dass sich Nicht-Läufer oder Nicht-Thriathleten dafür interessieren.

Das Buch hat keinen chronologischen Ablauf, die verschiedenen Events purzeln ohne Reihenfolge durcheinander. Mich zumindest stört das, ich hätte eine chronologische Beschreibung sinnvoller gefunden.

So begeistert ich am Anfang war, so enttäuscht bin ich am Ende des Buches. Sicher, ich kenne Haruki Murakami jetzt besser, aber ich wollte mehr und andere Dinge wissen. Allerdings weiß ich jetzt, dass er mit seiner Feststellung "vermutlich ein nicht sehr interessanter und beliebter Mann zu sein" hundertprozentig Recht hat.

Fazit: Kann man lesen, muss man aber wirklich nicht unbedingt!
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am 6. März 2008
Da ich mich gerade selber auf einen Marathon vorbereite und früher einige Bücher von Murakami gerne gelesen habe, habe ich mich sehr auf die Veröffentlichung gefreut und das Buch sogar bei amazon vorbestellt.

Leider habe ich mich bei der Lektüre überwiegend gelangweilt. Es fällt Murakami schwer, über sich selbst zu schreiben, das erwähnt er im Nachwort selber. Vielleicht hätte er es besser gelassen. Denn herausgekommen ist ein zusammengeschriebenes Büchlein, in dem verschiedene Aufzeichnungen, die über einen Zeitraum von vielen Jahren hinweg entstanden sind, nicht besonders geschickt arrangiert werden. Es gibt nervig viele Wiederholungen; der Leser wird von Wettkampf zu Wettkampf mitgeschleppt. Um ihn vermeindlich bei Laune zu halten, streut der Autor regelmäßig ein paar routinierte lakonisch-witzige Statements ein. Man glaubt kaum, dass Murakami so gründlich an dem Text gearbeitet hat, wie er im Nachwort angibt. Eher hat man das Gefühl, seine Schlamperei hat sich auf die Übersetzerin übertragen, die kurzerhand aus der Dämpfung der Laufschuhe ein Polster macht (S. 122), die Becken eines Schlagzeugs zu Zimbeln verklärt (S. 150) und den Schnulzensänger Mel Tormé als Mel Tormes wieder aufleben lässt (S. 135).

Der Verlag wirbt in Ermangelung eines überzeugenden Textes damit, dass dieses wenigstens Murakamis persönlichstes Buch sei. Genau das ist jedoch nicht der Fall. Es ist dabei interessant, dass man Murakamis Romanfiguren in der Selbtsbeschreibung des Autors wiederbegegnet. Bei Lektüre des neuen Buches wird sehr deutlich (bzw. bestätigt sich), wie viel Autobiographisches und Persönliches in Murakamis Romanhelden steckt. In seinen Romanen schreibt er unvergleichlich persönlicher, auch über sich. Wenn es dem Autor so schwer fällt, explizit über sich selbst zu schreiben, warum quält er sich und seine Leser (und seine japanische Lektorin, die 10 Jahre auf das Buch warten musste) damit? Vielleicht wäre ein schöner und persönlicher Roman aus dem Stoff entstanden. So ist daraus nicht mehr geworden, als ein banales Sammelsurium sportlicher Höhe- und Tiefpunkte und belangloser Einsichten.
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am 2. März 2008
Zunächst ein Buch über seine Beziehung zum Laufen: Noch wegen mangelnder Routine peinlich berührt, bemerkt er schnell die Veränderungen seines Körpers und Geistes. Durch erste Erfolge wird sein Laufen zunehmend von Ehrgeiz bestimmt.
Er beschreibt die Einsamkeit und andere Übereinstimmungen des Laufens mit dem Schreiben, öffnet sich in charakterlichen Selbstreflexionen und sucht nach Zusammenhängen: Also ein Buch über seine Lebenserfahrungen. Und das in Murakamis unübertroffener sachlicher, ruhiger Erzählweise.
So schrullig auch sein Charakter in einigen Passagen erscheinen mag: Man empfindet ihn als ausgeglichenen sympathischen Mister Aufziehvogel.
Zu Beginn fühlte ich mich an Kundera erinnert. Auch er widmete sich bei zunehmendem Erfolg und abnehmender spontaner Kreativität mehr dem Vorgang des Schreibens selbst. Der drohenden, wie ich finde bereits bei Kafka am Strand eingetretenen literarischen Ermüdung, versucht Murakami durch körperliches Training und dem vordergründigen Schreiben über das Laufen entgegenzuwirken. Mindestens ebenso wichtig ist jedoch das Schreiben über das Schreiben.
Es sind die Parallelen, Wechselwirkungen, Ergänzungen und Gegensätze des Laufens und des Schreibens, die dieses Buch und seine Idee so interessant machen. Es ist ein fast vollwertiger Ersatz für einen seiner Romane. Zu meinem Bedauern kann ich mir jedoch keine gleichwertige oder sogar übertreffende Fortsetzung in Form einer Reportage, eines Rückblickes oder gar eines Romans vorstellen, wünsche mir aber, vom Gegenteil überzeugt zu werden.
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am 23. Juni 2016
Mal kein Roman von Murakami, vielmehr eine Beschreibung der Läuferkarriere dises tollen Autors. Beruhigend zu lesen, daß auch Ultramarathonläufer mit dem Schweinehund zu kämpfen haben Tag für Tag
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am 6. April 2008
... aber ich bin absolut keiner. Wer sich - wie ich - nur ungerne vom Schreibtisch wegbewegt und lieber noch den Gefrierschrank abtaut, die Fenster putzt, den Küchenfußboden wischt und die Toilette säubert, als freiwillig beim Laufen aus der Puste zu kommen, dem entgeht wohl fast zwangsläufig der echte Lesegenuss und das tiefe Verständis für dieses Buch.

Mit leichtem Kopfschütteln und angenehmem Gruseln verfolgte ich zunächst Haruki Murakamis Bekenntnisse und seine Erfahrungen als Langstreckenläufer und zuletzt Triathlet. Dass einem nach einem Ultramarathon von 100 Kilometern irgendwann alles weh tut und man danach wochenlang vom Laufen die Nase voll hat, hatte ich mir allerdings auch so schon gedacht. Amüsiert konstatierte ich auch Murakamis Erkenntnis, nicht bis ins Alter hinein sportliche Spitzenleistungen erbringen zu können. Letztlich erlahmte mein Interesse an dem Buch spätestens bei der Beschreibung der richtigen Sportausrüstung beim Laufen und Triathlon und den Schilderungen von Schmerzen und Beschwerden, die den strapazierten Körper des Sportlers irgendwann ereilen.

Von ein paar witzigen Beobachtungen abgesehen, die der Autor während der Wettkämpfe macht, fand ich das Buch leider verhältnismäßig langweilig. Dabei kenne ich durchaus interessante Bücher über Sport: beispielsweise "Die Baskenmütze" - einen packenden Radsportroman.

Ich tue dem Buch aber durch mein Desinteresse an Sport vielleicht unrecht und denke, es könnte noch ein nettes Geschenk für einen passionierten Langstreckenläufer sein.
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am 18. März 2009
Es hat mir grosse Freude bereitet, diese Buch zu lesen und in vielerlei Hinsicht Bestätigung zu erfahren und mich verstanden zu fühlen. Dieses Buch lässt die Grenzen zwischen Körper und Geist verschmelzen, setzt Kreativität frei und ehrt das Laufen auf besondere Art. "Das meiste über mich selbst und über das Schreiben von Romanen habe ich durch mein tägliches Lauftraining gelernt..."

Es ist keines dieser rhythmisch geschriebenen Laufreportagen, sondern eine ganz besondere und eigene Wiedergabe dessen was diese beiden Künste vereint.

"Es kommt mir darauf an, das Wohlbefinden, das ich am Ende jedes Laufes empfinde, auf den nächsten Tag zu übertragen. Den gleichen Trick wende ich an, wenn ich an einem Roman schreibe. Ich höre stets an dem Punkt auf, an dem ich das Gefühl habe, ich könnte eigentlich noch weiterschreiben."

Es stört nicht, ist eher eine Bereicherung tiefe Gedankengänge des Schriftstellers aus der Gegenwart zu erfahren, der vorwiegend im Genre moderen Märchen erzählt.
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am 14. Januar 2009
Das Buch möchte, wie Murakami selbst, bescheiden und belanglos erscheinen. Jedoch ist es das keinesfalls. Wenn jemand ein persönliches Buch zum Thema Laufen verfasst, dann erwarte ich keinerlei Anleitung oder diverse Motivationstechniken. Murakami schreibt, was ihn antreibt, was er fühlt und was er denkt. Dass er damit indirekt motiviert und begeistert, war sicher nicht seine Absicht, dafür ist er - wie schon gesagt - zu bescheiden! Jedenfalls meint man jetzt, ihn persönlich zu kennen und wenn man ihm beim Laufen begegnet möchte man Murakami fragen: Na, ist das rechte Knie OK?
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