Fashion Sale Hier klicken Jetzt informieren calendarGirl Cloud Drive Photos Philips Multiroom Learn More madamet fissler Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego NYNY

Kundenrezensionen

4,9 von 5 Sternen7
4,9 von 5 Sternen
5 Sterne
6
4 Sterne
1
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:24,90 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 2. Mai 2007
Dieses Buch zeichnet ein unzensiertes, klares Bild der politischen Verhältnisse Russlands von Ende 2003 bis Ende 2005 nach, das erschütternd ist. Die Tagebucheintragungen von Anna Politkovskaja - die im Oktober 2006 ermordete Journalistin - sind nicht nur nüchterne Aufzeichnungen, sondern sie beschreiben auch ihre Erfahrungen, Recherchen und Gespräche mit Betroffenen, Opfern und Diskriminierten in sämtlichen Teilen Russlands.
Dieses Land, scheint es, ist voll von Kriegsveteranen, Soldatenwitwen und -müttern und leider auch voll von Putin-Befürwortern und Überläufern. Die Autorin schildert grauenhafte Schicksale von Soldaten, die man erfrieren lässt, von misshandelten und deportierten Tschetschenen und von Gourverneuren, die nur Willkür, Geld und Waffen im Kopf haben. Der Vergleich mit Zuständen wie im Dritten Reich kommt unwillkürlich auf - und ist m.E. nicht unangebracht.

Wer es bisher nicht begriffen hat, dem ist spätenstens nach dieser Lektüre klar, dass Putin nichts anderes ist als ein totalitärer Herrscher, der sich Gesetze zu seinen Gunsten zimmert und dabei jegliche Menschenrechte oder demokratische Prinzipien missachtet.

Anna Politkovskaja prangert jedoch ebenso unermüdlich die Trägheit ihrer Landsleute an, die Oppositionsparteien, die sich nicht einigen können und die Zivilgesellschaft, welche sich nicht regt. Man kommt als Leser zu dem Schluss, dass diesem Land eigentlich nur noch eine Revolution helfen kann.

Mein Fazit:
Jeder, der wissen will was in Russland los ist, muss dieses Buch lesen. Politkovskaja legt den Finger in die Wunden und glänzt durch stichhaltige Recherchen und Authentizität. Wer dieses Buch gelesen hat, wird danach Russland garantiert mit anderen Augen sehen. Die Autorin bringt ans Licht, was sich keine westliche Medienanstalt traut und erzählt im Stile eines Politthrillers was traurige Wahrheit in unserer europäischen Nachbarschaft ist.
1010 Kommentare|41 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. Dezember 2007
Als die engagierte russische Journalistin Anna Politkovskaja am 7. Oktober 2006 in Moskau erschossen wurde, da wurde ihr Name plötzlich rund um den Globus bekannt. Man hat ihren Tod immer wieder in Zusammenhang gebracht mit dem russischen Geheimdienst, und obwohl man in einer "Halbdiktatur", wie Politkovskaja Putins Russland nennt, einen Mord nicht wirklich aufklären kann, dürfte ziemlich klar sein, dass vielleicht sogar Putin selbst, in der Art, wie Despoten das tun, den direkten oder indirekten Auftrag zu diesem Mord erteilt hat. Die Aufregung in der westlichen Öffentlichkeit war heftig, aber kurz. Zu sehr ist leider die herrschende Politik den wirtschaftlichen Interessen verfallen, als dass sie Kraft gehabt hätte, hier wirklich auch nachdrücklich zu protestieren. Die Art und Weise, wie sich ein deutscher Exkanzler, Gerhard Schröder, hier hat "einkaufen" lassen mit seinen millionenschweren Beraterverträgen für Gasprom, ist beschämend. Wohltuend dagegen, wie Angela Merkel immer wieder sich eines kritischen Tons gegenüber Wladimir Putin bedient, der in diesen Wochen sich zu einem wirklichen Despoten echt russischer Provenienz zu entwickeln scheint.

Einer kleinen, kritischen Öffentlichkeit in Deutschland war Anna Politkovskaja schon seit Jahren bekannt. Ebenfalls im Dumont-Verlag erschien schon 2003 ihre Dokumentation "Tschetschenien. Die Wahrheit über den Krieg" und dann 2005 das Buch "Putins Russland", in dem sie genau beschrieb, wie Putin seine Macht ausgebaut hat und dass er vor nichts zurückschreckt, um sie zu sichern.

Ihr jetzt mit einem berührenden Vorwort der ehemaligen ARD-Korrespondentin in Moskau und jetzigen Leiterin der Monitor"-Redaktion des WDR, Sonja Mikich eingeleitetes Tagebuch umfasst den Zeitraum von Dezember 2003 bis zum Herbst 2005. Lückenlos wird hier eine innenpolitische Situation dokumentiert, die in den westlichen Medien nie so kritisch und nüchtern beschrieben wurde. Deutlich wird die Art und Weise, wie das "System Putin" funktioniert und mit welchem dramatischen Verlust von Grund- und Menschenrechten es bezahlt wird. Eine Presse, die immer stärker scharfen Restriktionen unterworfen und wenn diese nicht zur Disziplinierung helfen, auch kurzerhand gleichgeschaltet oder verboten wird, ist nicht mehr fähig, größeren Widerstand entgegenzusetzen. Tut sie es doch, müssen ihre Vertreter damit rechnen, es mit dem Leben zu bezahlen.

Das Buch ist ein bewegendes Dokument einer engagierten und furchtlosen Frau. Nach seiner Lektüre und auch nach der Bewertung der jüngsten Nachrichten aus Russland fragt man sich, ob dieses Volk und Land überhaupt fähig ist zu einem demokratischen Gemeinwesen, oder ob es, wie es Rudi Dutschke in einen Aufsatz 1977 einmal formuliert hat, so stark seiner halbasiatischen Produktionsweise verhaftet ist, geschuldet seiner schier unvorstellbaren Flächen und Dimensionen auf der Landkarte, dass es immer anfällig ist für zaristische und despotische Entwicklungen, die nur noch Einzelpersonen das ausrücken lassen, was in einem demokratischen Land Parteien, eine unabhängige Presse und andere kulturelle und religiöse Organisationen und Bewegungen tun.

Sonja Mikich scheint das ähnlich zu sehen, wenn sie am Ende ihres Vorwortes schreibt:
"Mich berührte der Mord an Anna Politkovskaja besonders, weil sie unerschrocken und uneitel vorlebte, dass Journalismus und humanistische Werte sehr wohl etwas miteinander zu tun haben. Ein Vorbild, vor dem ich mich gern verneige. Ich muss nur ihr Gesicht erinnern, scharfsinnig, klar, schön, bewusst. Sie lehrt bis weit in die Zukunft hinein: Russland ist nicht nur Beute der zynischen Elite. Nicht nur eine von 'Plünderern und Invaliden' bevölkerte Gesellschaft. Russland ist auch eine Frau, die die Kommandozentralen herausforderte - so gut wie im Alleingang."
11 Kommentar|15 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. August 2015
Politikowskaja hat mit Ihrem Leben dafür bezahlt, auf die Genese und Existenz eines protofaschistischen Sytems in Russland aufmerksam zu machen - hier kann man in beklemmender Deutlichkeit nachlesen, wie sie zu ihrer Diagnose kam. Wer dieses Buch heute liest, der liest es von ihrem Ende aus und das macht es noch beklemmender. Wenn man ihre Schilderungen der Anfänge der Repression liest und aus heutiger Perspektive schon weiß, wie es weitergeht, dann schnürt einem das die Luft ab. Wer Russland heute verstehen will, muß Politkowskaja von damals lesen und ihr Opfer würdigen! Absolute Kaufempfehlung!
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Mai 2015
Wenn man das System und die unglaubliche Gewalt in Putinland verstehen will, dann kann ich nur zu diesem Buch raten.
Eine der wenigen Aufrechten, die das dokumentiert hat was in Russland, Tschetschenien und anderen Provinzen durch Putin zugrunde gerichtet wird. Zu allererst die Menschen. Putin und seine Schergen dulden keinen Widerspruch. Das musste diese mutige Frau mit Ihrem Leben bezahlen.
Man kann Ihr nur allen Respekt zollen.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. Juli 2015
Sehr interessantes aufschlussreiches Buch, in welchem für Europäer unserer Gegend unvorstellbares politishes Vorgehen geschildert wird. Fragen wie es mit unserer Welt wohl weitergehen kann.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. August 2009
Der Inhalt dieses "Russischen Tagebuchs" von Anna Politkowskaja ist höchst ineressant - und unglaublich aus der Sicht von Nachkriegs-Mitteleuropäern! Die russisch-staatliche Administration unter Leitung von Präsident Putin geht mit den Bürgern gnadenlos um. Und wer sich nicht regierungskonform äussert, wird "kalt" gestellt. Unglaublich!!!
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. September 2013
Ich bin mit dem Verkäfer sehr zufrieden, alles wurde innerhalb der kürzesten Zeit abgewickelt, der Artikel ist in einem sehr guten Zstand.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

9,99 €