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4.0 von 5 Sternen Mehr als ein einfacher ChickLit-Roman
– Einen Baum pflanzen, ein Haus bauen und einen Sohn zeugen – das war gestern –

Maja ist 34, Theaterschauspielerin in Braunschweig, Single und mit ihrem Leben ganz zufrieden. Eigentlich. Der nahende Geburtstag bereitet ihr nämlich jede Menge Kopfzerbrechen. Der Grund dafür ist nicht, dass Maja ein Jahr älter wird, sondern die...
Vor 10 Monaten von Textverliebt. veröffentlicht

versus
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nette Unterhaltung, aber wohl eher für Frauen ab 35...
Cover und Titel sind definitiv ein Hit! Das "Woll-Herz" auf dem Cover ist quasi mit 3D Effekt - man könnte meinen, es wäre wirklich Wolle. Schön ist außerdem der Naturlook durch die die Bleistift-Schrift und die Mattheit des Covers. Matte Buchdeckel bei Taschenbüchern sind ja wirklich selten.
Der Titel "Radiergummitage"...
Vor 12 Monaten von booksinmyworld veröffentlicht


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nette Unterhaltung, aber wohl eher für Frauen ab 35..., 20. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Radiergummitage: Roman (Kindle Edition)
Cover und Titel sind definitiv ein Hit! Das "Woll-Herz" auf dem Cover ist quasi mit 3D Effekt - man könnte meinen, es wäre wirklich Wolle. Schön ist außerdem der Naturlook durch die die Bleistift-Schrift und die Mattheit des Covers. Matte Buchdeckel bei Taschenbüchern sind ja wirklich selten.
Der Titel "Radiergummitage" gefällt mir ausgesprochen gut: er hebt sich von den üblichen Frauenroman-Titeln ab und macht vor allem eins: neugierig! Ich wollte unbedingt wissen, was es damit auf sich hat.

Mein Eindruck

Wieder mal eine Moderatorin, die einen Roman veröffentlicht... Das war mein erster Gedanke als ich von Miriam Pielhaus Buch erfuhr. Der Klappentext hatte mich von vornherein nicht soooo angesprochen, dafür Cover und Titel umso. Die Idee der "Radiergummitage", die zugleich Namensgeber des Romans wurden, finde ich ausgesprochen originell. Schade nur, dass sie bis auf deren Erläuterung zu Beginn der Geschichte eigentlich sont keine Rolle mehr spielen. Der Titel ist demnach nicht wirklich symptomatisch für den Inhalt. Aber er macht neugierig auf das Buch und damit hat der Verlag ja schon gepunktet.
Wirklich herausragend an diesem Roman ist Miriam Pielhaus Sprache. Sie strotzt förmlich vor Kreativität, Wortwitz und Klugheit. Wow!
Nun kommt leider das große "Aber". Es gibt aus meiner Sicht zwei Kritikpunkte: Zum einen ist die Geschichte leider extrem klischeebeladen. Um nicht zu spoilern, kann ich hier leider nicht ins Detail gehen, aber es hat mich teilweise wirklich genervt wie vorhersehbar bestimmte Szenen waren (inklusive des Endes). Der zweite Kritikpunkt, der allerdings zugegebenermaßen sehr subjektiv ist, ist die Tatsache, dass ich mich leider überhaupt nicht in die Protagonistin hineinversetzen konnte und somit keinen richtigen Zugang zu der Geschichte gefunden habe. Maja Pauli war mir so fremd- ihre Probleme, ihre Gefühle, ihr Alltag - und ich bedauere das wirklich sehr. Liegt das wirklich nur am Alter (ich bin Ende 20) - ich weiß es nicht. Jedenfalls hat es dazu geführt, dass ich diesem Roman leider nur 3 Sterne geben kann, da er mich gar nicht berührt hat.

Mein Fazit: Miriam Pielhaus Roman ist ein unterhaltsamer Frauenroman, der vor allem durch seinen ausgefeilten und witzigen Sprachstil besticht, weniger durch die Handlung, die für meinen Geschmack einfach zu klischeebeladen war.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Absolut schwach, 16. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Radiergummitage (Broschiert)
Es fällt schwer, den geistigen Ergüssen der Frau Pielhau zu folgen und sie zu verstehen. Absolut undurchsichtige Story, schwach geschrieben. Es scheint, dass die Autorin auf Biegen und Brechen Niveau in ihren Roman bringen wollte, was aber durch die Gestelztheit der Worte gründlich daneben gegangen ist. Dem Verlag kann man sagen: Die Schriftgröße ist zu überdenken. "Controller-Schriftgröße" gehört nicht in einen Unterhaltungsroman, bei dem man sich entspannen möchte. Das einzig Schöne an dem Buch ist das Cover. Da haben sie sich dann doch wenigstens etwas Mühe gegeben. Leider hält das Buch keinesfalls was das Cover verspricht. Ein echter Geldrausschmiss!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Enttäuschend, 27. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Radiergummitage: Roman (Kindle Edition)
Ich habe das Buch nach knapp 100 Seiten nicht mehr weitergelesen. Schade, aber mir zu belanglos, sprachlich unspektakulär, mich hat es nicht gefesselt - obwohl ich Miriam Pielhau mag.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mehr als ein einfacher ChickLit-Roman, 15. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Radiergummitage (Broschiert)
– Einen Baum pflanzen, ein Haus bauen und einen Sohn zeugen – das war gestern –

Maja ist 34, Theaterschauspielerin in Braunschweig, Single und mit ihrem Leben ganz zufrieden. Eigentlich. Der nahende Geburtstag bereitet ihr nämlich jede Menge Kopfzerbrechen. Der Grund dafür ist nicht, dass Maja ein Jahr älter wird, sondern die für sie schreckliche Zahl 35. Um nicht ständig darüber nachdenken zu müssen, lässt sie sich etwas ganz Besonderes einfallen. Das neue Lebensjahr muss anders werden. Daher beschließt sie, sich in den kommenden zwölf Monaten regelmäßig besondere Aufgaben zu stellen, die sie mal mehr und mal weniger an ihre Grenzen bringen.

Doch schnell denkt sie sich die Aufgaben nicht mehr wie zu Beginn selbst aus, sondern findet sie ohne Absender in ihrem Briefkasten vor. Maja hat keine Ahnung, wer ihr Leben so durcheinanderbringt. Klar ist, dass sie den Absender kennen muss. Möglicherweise ist es Edu, der Casanova des Theaterensembles, bei dem Majas Herz immer einen kleinen Hüpfer macht? Oder die Briefe stammen von Paule, Majas liebster Kollegin? Vielleicht steckt aber auch jemand ganz anderes dahinter? Für Maja ist das allerdings nicht wichtig, denn die Aufgaben reizen die junge Braunschweigerin. Und außerdem hat sie dadurch beim sonntäglichen Skat mit ihrer selbst erwählten Oma Lina immer wieder neue Gesprächsthemen …

Mit 35 hatte man einen Mann, ein Haus, ein Baby oder zwei. Und im Laufe der Jahre oder mit Hilfe des Brigitte-Abos sich selbst gefunden. Man hatte Geld, einen Filmpreis oder eine Weltreise im Kalender stehen. Man hatte, wenn gar nichts mehr half, Depressionen oder wenigstens eine amtliche Krise. Maja hatte von alldem: nichts. Wobei, bei der Krise, da war sie sich mittlerweile nicht mehr so sicher. – Seite 39 –

– Eine Protagonistin, die auch eure Nachbarin sein könnte –

Ich muss gestehen, dass ich lange Zeit keinen Roman mehr so unaufgeregt fand – und das gleichzeitig so genossen habe. Wer nämlich bei Majas Challenges an die Erklimmung des Mount Everest, Tauchen mit Haien oder Tätowieren vom betrunkenen Fremden denkt, irrt sich gewaltig. Majas Aufgaben sind bunt gemischt, aber nicht abgedreht. Einige sind verrückt, andere Aufgaben sind wieder ganz bodenständig. Und genau diese Mischung macht ihre Geschichte so interessant. Maja ist die Frau von nebenan, die wir vielleicht auch selbst sein könnten.

Ebenso realistisch fand ich die anderen Charaktere des Romans. Einen Edu findet man wohl leicht in jeder Stadt. Er ist der Typ Mann, der mit seinem Alter, seinen geplatzten Träumen, ja, eigentlich mit der ganzen Welt nicht zurechtkommt – und trotzdem besitzt er zweifelsohne seine charmanten, witzigen und liebenswürdigen Seiten. Die Freundschaft mit Paule hingegen erinnert mich an die Freundschaften, zwischen die sich nicht die Zeit, sondern das Leben drängt. Manchmal entwickelt man sich in unterschiedliche Richtungen und aus dem „WIR“ wird nach und nach ein „Ich“ voller nostalgischer Erinnerungen an die gemeinsame Zeit. Und obwohl man sich noch immer mag, schätzt und respektiert, wird aus den zwei Individuen nie wieder das scheinbar unzertrennliche „WIR“. Das klingt alles ganz schön traurig, oder? Keine Sorge, der Roman ist keinesfalls schwermütig. Außerdem gibt es noch Leni, die immer wieder für Heiterkeit sorgt. Sie ist wohl der unrealistischste Charakter dieses Romans und gleichzeitig neben der Schnebel der heimliche Star der Handlung.

– Fazit –

Radiergummitage. Jeder kennt sie, keiner mag sie – und dank Miriam Pielhau und ihrer Protagonistin haben wir nun endlich eine Bezeichnung dafür. Ich muss gestehen, dass ich den Roman zunächst wegen der Autorin lesen wollte. Schließlich konnte mich der Roman allerdings wegen seines Inhalts überzeugen. Trotz vieler komischer Momente und der verspielten Sprache war ich überrascht, wie tiefgründig die Stimmung des Romans ist. Und genau dieser Aspekt gefiel mir außerordentlich gut. Für mich ist Radiergummitage von Miriam Pielhau ein schöner Roman voller Herz, Humor und Verstand.
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5.0 von 5 Sternen Das bunte Leben mit 35., 31. Mai 2015
Rezension bezieht sich auf: Radiergummitage (Broschiert)
Maja Pauly ist 34 Jahre alt, hat in Leipzig Schauspiel studiert und ist seit einigen Jahren im festen Ensemble des Braunschweiger Stadttheaters als Hauptdarstellerin auf der Bühne zu sehen. Etwas, wovon einige ihrer Kollegen bisher nur träumen. Denn, auch, wenn die großen Ziele der rote Teppich und das große Scheinwerferlicht im Fernsehen sind, gibt es leider genug Theaterschauspieler, die sich von Saison zu Saison und von Vertrag zu Vertrag spielen müssen. Maja könnte also glücklich sein, zudem sie von ihrem Arbeitgeber auch noch ihre Wohnung und letztlich auch ihre Lebenshaltung bezahlt bekommt. Doch Maja steht etwas Grausames bevor: Sie wird in ein paar Tagen 35 Jahre alt. Und mit 35 ändert sich das Leben und die Leichtigkeit nun einmal rapide. Und überhaupt ist die 35 eine furchtbare Zahl. Keiner ihrer Freundinnen darf ihr also an ihrem Ehrentag zum Geburtstag gratulieren und eigentlich würde sie sowieso den Tag auch am liebsten aus dem Kalender streichen (so wie andere doofe Tage, die Radiergummitage, auch)...
Doch so einfach ist es nicht. Aufgeschoben ist nämlich nicht aufgehoben. Ihre Freundinnen wollen trotzdem einen schönen Geburtstagsabend mit ihr verbringen (wenn auch eine Woche später), ihre Mutter hält sich natürlich nicht an Vereinbarungen und auch die abendliche Theatervorstellung hält einige Geburtstagsüberraschungen für Maja bereit.

So kommt sie also nicht darum herum, sich Gedanken zu machen. Über sich, die böse Zahl und ihr bevorstehendes, neues Lebensjahr.
Man könnte meinen, dass da die 700 Euro-Geldgeschenk von ihrer Mutter gerade richtig kommen, um mal richtig zu entspannen und es sich gut gehen zu lassen (wie im mütterlichen Brief mit vorgeschlagen).
Aber dieses wohl teuerste Geschenk legt viel mehr einen Grundstein zu einem ganz anderen Gedanken: Das 35. Lebensjahr möglichst schnell zu überstehen und das mit erfüllbaren Aufgaben (und nicht schon wieder nur Gutscheine anzunehmen, die sie dann doch nicht einlösen wird), die ein bisschen Aufwand benötigen, aber nicht so viel, dass sie länger als einen Monat dauern (von der Idee über die Vorbereitung bis hin zur Umsetzung).
„Majas Missionen" sind nun geboren und es gilt nun, Dinge und Aufgaben zu finden, die einem Spaß machen, die man vielleicht noch nie getan hat, immer mal machen wollte oder die so abstrus sind, dass erst jemand anderes diese Idee aufbringt. So wie die geheimnisvollen Briefe, die Maja ab und an bekommt. Sie weiß nicht von wem, aber fein säuberlich - mit der Schreibmaschine verfasst -, darf sie auf diesen anonymen Schreiben lesen, was sie als nächstes tun sollte. Und so sammeln sich die Aufgaben innerhalb eines Jahres zusammen: Sei es eine neue Fremdsprache lernen, einen Urlaub alleine zu bestreiten, als Mann auszugehen oder das Stricken zu erlernen. Die Aufgaben vielfältig und aufregend - wie ihr Leben selbst.
Da ist Luise, die mit ihrem Freund in Berlin zusammen ziehen will...
Da ist Edu am Theater, der jede Hauptrolle bekommt, weil keiner seinem Charme und seiner Ausstrahlung widerstehen kann - auch Maja nicht...
Da ist Paule, ihre gute Theaterfreundin, die Edu dann auch auf einmal ganz toll findet...
Da sind Greta und ihr Freund, die aufgeregt ihr erstes Baby erwarten - in Köln....
Da sind Lina und Schnebelchen, die so etwas wie eine Senioren-WG sind. Aber für Maja ist Lina auch so etwas wie eine Ersatz-Oma, mit der sie sonntags Karten spielt und über alles reden kann (ja, sogar und vor allem über ihr Liebesleben)...
Und natürlich gibt es da noch Majas Mutter Zsa Zsa, ihr Vater und ihren Bruder. Alle viel zu weit weg und manchmal doch viel zu nahe...

„Radiergummitage" erzählt also eine bunte Geschichte voller Erlebnisse und Erfahrungen aus der Sicht einer 35-Jährigen, die eigentlich gar nicht so alt werden mag. Und sie erzählen von Aufgaben, Ideen und Lebenszielen, die viel mehr sind als „1000 Places to see before you die". Denn es geht hier nicht um Lebensziele, sondern um schöne Dinge, die das Leben ein Jahr lang bereichern soll.
Das gelingt Miriam Pielhau in ihrem ersten Roman mit viel Charme, Wortwitz, Sympathie gepaart mit einer guten Dosis Tiefgang, Rührung und einigen nachdenklich stimmenden Szenen.

Vielleicht, weil ich nie Probleme und Angst hatte mit der 3 im Alter und Majas Ideensammelsurium trotzdem mag.
Vielleicht, weil ich den Wellnessurlaub der Schönheits-OP vorgezogen hätte und nicht verstehen kann, wie man sich - wenn auch nur temporär - Lachfältchen wegspritzen kann (erst recht nicht als Theaterschauspielerin) und mir das an der Stelle eine Nummer zu klischeehaft wurde mit dem Schönheitswahn.
Vielleicht aber auch, weil ich am Ende da saß mit dem Buch in der einen und mit den Taschentüchern in der anderen Hand.
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4.0 von 5 Sternen Knitterseele, 11. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Radiergummitage (Broschiert)
~*°..“Schönheitschirurgie am Leben? Eine Marktlücke.” Zitat aus dem Buch..°*~

Kopfkirmes – das ist es, was in Majas Kopf gefeiert wird. Die Panik vor dem 35. Lebensjahr lässt ihre Gedanken wirbelsturmartig durcheinandertosen und sie hinter jeder Ecke abergläubische Zeichen des Universums sehen. Dabei könnte alles so einfach sein. Doch mit keiner wirklichen Konstante in Sachen Männer und dem Leben als Theaterschauspielerin kann sie weder bei den Diskussionen mit ihrer anstrengenden Mutter punkten, noch kommt sie gegen die Angst vorm persönlichen Scheitern an. Es muss also ein Plan her. Kurzerhand beschließt Maja sich selbst Lebensaufgaben zu stellen, die es ihr erleichtern sollen, das gefürchtete 35. Lebensjahr ohne großes Disaster hinter sich zu bringen. Nach den ersten drei Missionen, findet sie plötzlich eine fremde im Briefkasten. Und ehe sie sich versieht, vergisst Maja ihre eigentliche Angst vorm Leben und steckt vielmehr mittendrin..

~*°..“Die große 35 stand seit einigen Stunden im Raum. Und Maja etwas ratlos daneben. Mit 35 hatte man einen Mann, ein Haus, ein Baby oder zwei. Und im Laufe der Jahre oder mit Hilfe des Brigitte-Abos sich selbst gefunden. Man hatte Geld, einen Filmpreis oder eine Weltreise im Kalender stehen. Man hatte, wenn gar nichts mehr half, Depressionen oder wenigstens eine amtliche Krise. Sie hatte von alldem: nichts.” Zitat aus dem Buch..°*~

Oft sind es nicht die ereignisgetränkten WOW-Momente im Leben sondern vielmehr die kleinen unscheinbaren und alltäglichen Momente an die wir mit einem Lächeln auf den Lippen zurückblicken. Es sind die Konstanten im Leben, der sogenannte Alltag, der das Leben vielleicht viel lebenswerter macht, als eine Dauerfahrt in der Gefühlsachterbahn. Wir sehnen uns nach einem Menschen an unserer Seite, mit dem wir diese Momente teilen können und verbringen oft viel mehr Zeit damit, einen ebensolchen zu finden, als ihn vielmehr uns finden zu lassen.

Auch Maja scheint von der Angst, mit 35 Jahren noch nicht die scheinbar üblichen Erfolge des Lebens vorweisen zu können, ergriffen, und sieht an jeder Ecke ein Zeichen lauern. Ein Zeichen, dass ihr das persönliche Scheitern vor Augen hält und sie beim Blick in ihr Innerstes auf eine Knitterseele stoßen lässt.

Miriam Pielhau erzählt in “Radiergummitage” die Geschichte von Majas gefürchtetem 35. Lebensjahr. Eine Geschichte, die anfangs, ähnlich wie unser aller Alltag, unspektakulär und irgendwie eben einfach alltäglich wirkt. Majas Missionen verhelfen ihr zu witzigen, fremden, ungewöhnlichen und neuen Erfahrungen, die mich zwar zum Lachen und Nachdenken angeregt haben, im Nachhinein aber eher nebensächlich erscheinen, weil sie meines Erachtens gar nicht die Hauptattraktion der Geschichte sind.
Was sich mir auf 352 Seiten offenbart hat, war vielmehr eine Geschichte, die sich wie eine Knospe, ganz unbemerkt und leise, Seite für Seite entfaltet hat. Es ist die Geschichte einer rastlosen Mittdreißigerin und einer geerdeten Mittachtzigerin, Lina – Majas Nachbarin und Wahloma. Hier treffen zwei Generationen aufeinander, die trotz oder gerade wegen des Altersunterschieds wunderbar harmonieren. Ein Ensemble, das perfekter nicht sein könnte und dass sich gegenseitig mit Rat und Tat Beiseite steht.

“Rentner-Revolte. So wirkte es zumindest, wenn graue Damen und Herren aufmüpfig wurden. Aber sie hatten nun einmal etwas mitzuteilen. Und nichts mehr zu verlieren. Sie besaßen Wissen über die Menschheit und ihre
metamorphosierende Welt, das niemanden nützte wenn man es stillschweigend mit unter die Erde nahm.”

Zitat aus dem Buch

Pielhau erzählt uns eine Geschichte von tiefer Freundschaft, von Mitgefühl und Verständnis. Und vom Suchen und Finden der Liebe. Auf liebevolle Weise lässt uns Pielhau Zuhörer von Majas Gedanken werden und sie ein Stück ihres Weges begleiten. Ihr offener und amüsanter Schreibstil hat mir wirklich gefallen. Und ja, so eine Oma wie Lina wollte auch ich immer haben.

“Sie hatte sie unterschätzt. Ihre Mutter. Ihre Eltern. Und vor allen Dingen das, was sie verband. Denn, ja, das war wohl Liebe. Eine, die klein daherkam. Und doch in den Worten ihres Vaters groß klang. Ohne eine plakativ voluminöse Romanze wie aus dem Film zu sein. Aber war das überhaupt das Ziel? Von außen betrachtet, war die Liebe ihrer Eltern nicht spektakulär. Keine Pauken, Trompeten oder andere Krachmacher. Kein Himmel voller Geigen. Leine Schicksalsmelodie. Im Gegenteil. Diese Liebe war in erster Linie ein Lob auf das Mittelmaß.”

Zitat aus dem Buch
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5.0 von 5 Sternen Die verflixte 35!, 29. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Radiergummitage (Broschiert)
Kurzer Einblick:

Maja führt eigentlich ein ganz gutes und normales Leben, jedoch liegt die Betonung auf " Eigentlich" ! Sie ist Schauspieler im Braunschweiger Theater ( Ja Braunschweig, nicht Berlin oder so...), ist sehr ungern Single und zu allem Elend kommt mit Pauken und Trompeten ihr 35 Geburtstag immer Näher, und Maja hasst die 35!
Doch ihr Sonnenschein im Lebenschaos ist ihre Adoptiv-Oma Lina. Lina und sie verbringen sehr viel Zeit miteinander und bei ihren Skat-Abenden kann sie wirklich alles um sich herum vergessen, aber auch mit guten Ratschlägen steht ihr die alte Dame immer gerne zur Seite.
Doch an der 35 kann Oma Lina leider auch nicht ändern! So beschließt Maja aus dem bevorstehenden Unglücksjahr ein " Happy Year" zu machen, in dem sie sich jeden Monat per Post eine Mission zukommen lässt, die sie zu erfüllen hat. Dies läuft die ersten Monaten wirklich sehr gut, doch dann taucht eine 4 Nachricht auf, die es wirklich in sich hat und vor allem ist sie definitiv nicht von ihr selbst! Doch wer steckt dahinter? Etwa ihr verheirateter EX oder ihr unerreichbarer Schwarm? 
Um dies herauszufinden muss Maja jedoch erst alle 12 Aufgaben erfüllen und findet zum Schluss nicht nur zu sich selbst sondern noch etwas ganz besonderes!

Meine Meinung:

Miriam Pielhau hat mit " Radiergummitage" einen Roman verfasst, der zeigt wie schnell sich unerwartet ein Leben ändern kann, mit Höhen und Tiefen, Drama und Humor, und dies meistens dann,wenn man nicht mehr damit rechnet!
Maja ist eine super sympathische und oft chaotische, aber auch mit Selbstzweifel behaftete  Hauptprotagonistin. Sie verleiht dem Roman im wahrsten Sinne des Wortes "Leben"! 
Der Schreibstil ist sehr lebendig und strahlt förmlich eine Begeisterung aus unbedingt diese Geschichte erzählen zu wollen bzw. dürfen.
Das Cover ist einfach himmlisch, aber strahlt durch seine Schlichtheit eine große Neugierde aus!

Fazit:

Ein wundervoller Roman der einem aufzeigt wie das Leben verlaufen kann, wenn man nur an das Positive darin glaubt!
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4.0 von 5 Sternen 365 Tage Selbstfindungstrip, 28. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Radiergummitage (Broschiert)
Schon, als ich zum ersten Mal über den Buchtitel "Radiergummitage" stolperte, dachte ich mir 'Perfekt! Das will ich lesen.` Denn wer kennt sie nicht; diese Tage, die so völlig falsch laufen, an denen einfach nichts funktionieren will, an denen man spätestens am Ende des Tages einen Radiergummi zur Hand nehmen möchte, um die ganzen letzten Stunden auszulöschen? Ich kenne solche Tage und ich war glücklich, als mir Miriam Pielhau endlich einen Titel für solche Tage liefern konnte.
Leider ging mir der Aufhänger der vermaledeiten Radiergummitage dann in der fortlaufenden Handlung jedoch ein wenig verloren. Erzählt wird ein Jahr aus dem Leben von Maja - noch dazu beginnend mit ihrem 35. Geburtstag, jenem Geburtstag also, auf den sie wirklich gut hätte verzichten können. Denn mit Mitte 30 ist man in dieser schwierigen Situation, sich ständig mit anderen zu vergleichen, sich rechtfertigen zu müssen, falls man noch Single und kinderlos ist, und eigentlich schon längst wissen müsste, was man vom Leben erwartet. Um sich dieses Trübsal-Blasen zum 35. zu ersparen, fasst Maja kurzerhand den Entschluss, in ihrem folgendem Lebensjahr verrückte, unerwartete und spontane Dinge zu tun, jeden Monat eine Maja-untypische Sache. Dazu gehören Meilensteine wie Stricken lernen, einen Abend als Mann verbringen, eine Frau küssen. In diesem Jahr erlebt Maja damit nicht nur jede Menge Überraschungen, sondern entdeckt auch ganz unbekannte Seiten an sich selbst.
Diese Art Selbstfindungstrip der typischen Mittdreißigerin hat mir über weite Strecken gut gefallen, auch wenn ich mich oftmals überhaupt nicht mit den Sorgen und Problemchen von Maja identifizieren konnte. (Nun ja. Bin auch noch nicht 35...) Zumindest die Ideen und das Zusammentreffen diverser erwarteter und unerwarteter Aspekte in Majas Leben haben gepasst und ergaben ein schönes Bild von einem Jahr, das mit Absicht anders wird als so viele andere Lebensjahre.
Für meinen Geschmack hätten Majas Erlebnisse von einem Geburtstag zum nächsten ein Stück weit kürzer gefasst sein können. Hier und da wird's recht ausführlich, vor allem, wenn Maja am Grübeln ist. Ansonsten muss ich ehrlich gestehen, dass mir Frau Pielhaus Schreibweise oftmals zu hochgestochen war. Sie hat eine interessante Art zu schreiben, mal leicht verträumt, mal herrlich unverblümt und direkt - und das oftmals im prompten Wechsel. Aber ich hatte vermehrt das Gefühl, als wäre lange an den Sätzen herumgebastelt worden, damit sie eben so klingen, wie sie klingen. Es ließ sich nicht leicht über die Absätze hinweg lesen, sondern ich blieb immer mal an irgendwelchen Redewendungen oder Satzteilen hängen. Schwierig zu erklären, aber mir erschien der Wortlaut manchmal einfach zu bemüht.

"Radiergummitage" hat alleine wegen seines Titels ein Sternchen verdient. Vor allem zeigt es aber 365 Tage im Leben von Maja, die sich selbst überraschen möchte, indem sie austestet, was sie kann, was sie schafft und was sie möchte. All jenen, denen es (zumindest manchmal) genauso geht im Leben, sei der Debütroman von Miriam Pielhau hiermit empfohlen.
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4.0 von 5 Sternen Sex and the City goes Braunschweig, 30. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Radiergummitage (Broschiert)
Einleitend: ich habe "Fremdkörper" gelesen, weil das Thema im engsten Umfeld plötzlich relevant wurde.
Schon damals hat mir Miriam Pielhaus unaufgeregter, persönlicher und (ungeachtet der Dramatik der geschilderten Ereignisse) sehr unterhaltsamer Schreibstil echt gefallen.

Dass sie nebenbei eine der schönsten und cleversten Frauen der deutschen TV- und Radiolandschaft ist, war sicherlich kein Hinderungsgrund für den Kauf ihres Romandebuts, kann aber hier außer acht gelasssen werden...

"Radiergummitage" ist schlicht und einfach ein glänzend erzählter, höchst kurzweiliger, oft urkomischer und doch anrührender Roman über uns Mittdreißiger und die alles entscheidende Frage, wohin man eigentlich will im Leben, und vor allem: mit wem.

Sicherlich ist die Kernzielgruppe eher weiblich, aber ich als Mann mochte das Buch ebenfalls sehr gern und habe nebenbei noch einige durchaus überraschende Einblicke in die weibliche Gedanken- und Gefühlswelt erhalten, die sich in vielen Dingen gar nicht mal so von der der Männer zwischen 30 und 40 unterscheidet, obwohl in anderen Welten dazwischen zu liegen scheinen!

Klare Kaufempfehlung!

Warum nur vier Sterne? Ich wollte eigentlich einen halben Stern abziehen, weil ich mich mit dem Herzchen-Cover in der S-Bahn doch dezent zur Feile mache! Auf dem nächsten Buch sollten dann also bitte Totenköpfe, Autos oder Bohrmaschinen drauf sein, damit auch Jungs das Buch öffentlich lesen können.
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4.0 von 5 Sternen Radiergummitage, 15. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Radiergummitage (Broschiert)
Auf den ersten Blick ist dieses Buch ein ganz typischer "frecher Frauenroman", der witzig und spritzig durch eine turbulente Geschichte auf sein Happy End zusteuert. Aber zwischen den Zeilen steckt viel mehr in dieser Geschichte, so legt das Buch gut los. Frisch, frech und frei von der Leber geschrieben und oft recht witzig. Wie man mit solcher Treffsicherheit die Tücken und Tiefen des Alltags wiedergeben kann - hervorragend!!!
Das Buch ist absolut witzig und hat einen leicht romantischen Touch. Aber von letzterem wirklich nur recht wenig. Wer gerne humorvolle Romane liest, wo vereinzelte Stellen allerdings manchmal etwas überspitzt dargestellt werden, ist hier genau richtig. Jeder Charakter in dieser Geschichte ist absolut liebenswert. Es lebt von Spannung sowie von Humor und ist einfach sehr toll geschrieben.

Der lockere Schreibstil, die sympathische Protagonistin und zahlreiche Szenen, die einfach nur als "herrlich" beschrieben werden können, sorgen für amüsante Lesestunden. Maya und ihr Umfeld haben mich gut unterhalten und es war lustig zu sehen, wie sich bei ihr eins zum anderen zusammenfügt.
Eine absolute Kaufempfehlung für alle, die humorvolle Frauenliteratur mögen. Und für alle anderen auch ...
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Radiergummitage
Radiergummitage von Miriam Pielhau (Broschiert - 21. Mai 2014)
EUR 9,99
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