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Kundenrezensionen

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am 10. April 2001
Bei dem Begriff Ökologie denkt so mancher an Muesli oder Biogemüse. Es handelt sich aber um einen Zweig der Biologie, der sich mit Lebensräumen, ihrer Flora und Fauna und deren gegenseitigen Abhängigkeiten befasst. Kegel beschreibt in seinem Buch, wie sich solche Lebensräume unter dem Einfluss des Menschen verändern. Ein Schwerpunkt ist die Ökologie von abgetrennten Systemen (Inseln im Meer), auf denen sich in vielen Jahrtausenden einzigartige Tiere und Pflanzen ungestört entwickeln konnten. Mit dem Auftauchen des Menschen und seiner Begleiter (Ratten, Katzen, Schlangen, Pflanzensamen) kommt das Gefüge durcheinander. Die eingeschleppten Arten vermehren sich ungehindert und verdrängen einheimische Arten. Solche Systeme verarmen ökologisch, ihre Vielfalt verringert sich. Kegel macht klar, warum solche Vorgänge auch ein Verlust für uns Menschen bedeuten. Er beschreibt aber auch Vorgänge, die sich in unseren Stadtbiotopen abspielen, nämlich das massenhafte, absichtliche Einführen von Pflanzen, die hier ursprünglich nicht heimisch waren. Viele Dutzend Baum- und Straucharten wurden importiert und schafften irgendwann den Sprung aus Gärten und Parks in die freie Natur, wo sie sich u. U. zu Plagen entwickeln können. Auch wenn solche "Neophyten" schön anzusehen sind (z.B. Robinie oder Forsythie), so finden sich auf diesen Pflanzen bedeutend weniger Insektenarten als bei einheimischen Pflanzen - auch hier tritt also eine ökologische Verarmung ein. Im letzten Teil des Buches geht der Autor ein auf einen wissenschaftlichen Ansatz, der zu erklären versucht, wie solche "invasiven" Vorgänge ablaufen und wie der Mensch gegensteuern kann. Dieses Buch kann dem interessierten Leser helfen zu begreifen, wie einzigartig schön unsere Welt ist und wie zerbrechlich und schützenswert gleichermaßen. Ein tolles Buch!
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am 7. April 2001
Es geht um mitreisende Reptilien und Insekten im Flugzeug, um Fischwanderungen durch den Suez-Kanal, um transkontinentale Kreuzungsexperimente anhand von afrikanischen Bienenschwärmen in Nordamerika, um die Folgen von "Turtle"-Serien im Fernsehen für die Verbreitung von Schildkröten, um die Umgestalung der Flora und Fauna Neuseelands durch europäische Arten und umgekehrt und natürlich auch immer wieder um ausgestorbene und bedrohte Tierarten. Vor allem untersucht der Autor die spannende Frage "Was ist eigentlich (noch) einheimische Flora und Fauna ?" Aufgrund der erstaunlichen Anpassungsfähigkeiten der Arten geht die Tendenz auch hier zur Globalisierung mittels Invasion. Für Biologen ist das Ganze wohl zu populärwissenschaftlich, für neugierige Leser sehr abwechslungsreich. Immer wenn man das Buch wieder zum Weiterlesen zur Hand nimmt, kann man sich darauf verlassen, wieder in ein völlig neues Gebiet eingewiesen zu werden. Zur Veranschaulichung sind an den Rand der Seiten aktuelle Zeitungsmeldungen (z.B. über Piranhas in französischen Gewässern) eingefügt. Das wirkt etwas zu überladen, stört aber auch nicht weiter.
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Haben sie sich schon einmal gefragt, warum die Marienkäfer in ihrem Garten nicht nur sieben Punkte haben? Der europäische Glücksbringer hat Konkurrenz aus Asien bekommen, die sogar zu seiner Ausrottung führen kann, da der Räuber sich beim Fraß von Eiern und Larven seines Konkurrenten mit tödlichen Sporen infiziert.

Solche biologischen Invasionen geschehen seit Hunderten, ja sogar Tausenden von Jahren, allerdings hat beabsichtigtes oder unbeabsichtigtes menschliches Wirken diesen Invasionen einen ordentlichen Schub gegeben.

Die biologischen Invasionen sind zahlreich, aber in den Medien wird i.d.R. nur über die Spitze des Eisberges berichtet, insbesondere wenn sich blutrünstige Schlagzeilen über „Killeralgen“ oder „Killerbienen“ texten lassen.

Bernhard Kegel berichtet hingegen auf einem wissenschaftlichen anspruchsvollen Niveau, bleibt aber für den Biologie-Laien absolut lesbar, ja sogar durchaus unterhaltsam.

Sehr gut gefällt mir der nüchterne Stil, der erhobene Zeigefinger wird ebenso vermieden wie rückblickende Schlaumeierei, wenn man Ereignisse von vor hundert Jahren aus heutiger Perspektive bewertet. Statt in gut und böse zu bewerten wird vielmehr auf die wirtschaftlichen Schäden und den Verlust an Lebensqualität verwiesen, die einzelne eingeschleppte Arten verursacht haben, so z.B. der nach Aussage des Umweltbundesamtes jährliche Schaden durch eingeschleppte Flora und Fauna auf rund eine viertel Milliarde Euro!

In der Neuauflage ergänzt der Autor einzelne Kapitel hinsichtlich der Entwicklung der letzten 15 Jahre.
Teilweise ist das Buch spannend wie ein Thriller. Insgesamt ist es auf jeden Fall sehr lesenswert. Einziges Manko ist die etwas kleine Schrift der eingestreuten, grau hinterlegten Geschichten, aber vielleicht gibt es das Buch ja bald auch noch als ebook (mit verstellbarer Type).
Klare Kaufempfehlung!
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am 16. Dezember 2013
ich habe "epigenetik" von Bernhard Kegel verschlungen und daher auch zu diesem Buch (Kindle Edition) gegriffen.
Leider ist hier wahrscheinlich mit heißer Feder gestrickt worden, so dass oftmals nicht klar ist, worauf der Autor eigentlich hinaus will, bzw. man erkennt den Wald (die Botschaft) vor lauter (Beispiel-)Bäumen nicht.
Zum Inhalt:
Es wird sehr deutlich gemacht, dass invasive Species oftmals unbeabsichtigt oder aus hedonistischen Motiven oder aus Unbedacht eingeführt wurden und werden. Wenn ich alles richtig verstanden habe, sorgt der unumkehrbar immere globalere Personen- und Warenverkehr dazu, dass endemische Lebensgemeinschaften höchstens hinter Stacheldraht und unter Einsatz von martialischen Methoden überleben können. Schlag auf Schlag kommen die Beispiele, in jedem neuen Kasten lauert ein weiterer Anschlag auf die geballte Ignoranz von einem naiven Naturromantiker, der ich war, bevor ich dieses Buch gelesen habe.
Es bleibt leider im Wesentlichen auch bei dieser Aufzählung. Vermisst habe ich außerdem eine vertiefende Darstellung der Vorteile der Erhaltung der endemischen Lebensgemeinschaften. Herr Kegel bleibt hier sehr unparteiisch. Da hätte ich mir gewünscht, dass das Buch etwas mehr z.B. auf den Verlust besonderer Stoffwechselleistungen eingeht und auf bereits erhaltene Einsichten in evolutionsbiologische Vorgänge anhand der Invasionshistorie.
Es mag sein, dass Lösungsvorschläge natürlich Mangelware sind, einiges Interessantes wird angesprochen. Völlig unverständlich aber: Zum Ende fällt dem Autor als Lösungsvorschlag plötzlich ein, auf der Gentechnik herumzutrommeln. Keiner der bis zu diesem Zeitpunkt beschriebenen Problematiken hatte irgendetwas mit Gentechnik zu tun. Darüber hinaus frage ich mich, ob ich in einem anderen Deutschland wie Herr Kegel lebe, da er offensichtlich findet, dass völlig kritiklos Gentechnik überall befürwortet wird. In den Zeitungen stehen täglich neue Verbote von Gentechnik. Da sehe ich leider ebenfalls einen gewissen "Fundamentalismus" (Kegel) am Werk. Zumal einem Experten wie Herrn Kegel durchaus bewusst sein müsste, was Gentechnik grundlegend von allen beschriebenen Invasionsgeschichten unterscheidet: Bei Gentechnik geht es um die Veränderung bestehender Arten und nicht um die Einführung von neuen Arten, gentechnische Veränderungen sind von Wissenschaftlern herbeigeführt und eben nicht von Jägervereinen oder Politikern usw.
Dies schadet diesem ansonsten lehrreichen Buch beträchtlich, daher nur zwei Sterne.
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am 17. Oktober 2015
Dieses Buch hat mir sehr geholfen, die komplexen Zusammenhänge des Themas zu verstehen. Die schiere Menge an eindrücklichen Beispielen zeigt, dass es keine einfachen Lösungen gibt. Der Transport von Lebewesen, ob gewollt oder nicht, birgt gewaltige Risiken. Was wir heute schon an Problemen erleben, ist bestimmt noch harmlos im Vergleich zum Zerstörungspotenzial der vielen noch schlummernden Arten, deren Invasion eines Tages mit unvorstellbarer Kraft ausbrechen wird.
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am 23. Juni 2003
So irgendwie wissen es die meisten von uns: Tiere irgendwo einzupacken und woandershin zu bringen, ist keine gute Idee. Daß sie manchmal gradezu katastrophal und vor allem in ihrer Tragweite nicht vorher zu überschauen ist, weiß man spätestens nach Lektüre dieses Buches. Wissenschaftlich fundiert, aber allgemeinverständlich und interessant geschrieben. Selbst beim Blick auf die Wegesränder mit den vielen bunten Blumen drückt die Magengrube: So viele sind nicht da heimisch, wo sie gefunden werden. Was das bedeuten kann, steht in dem Buch und soll von mir hier nicht wiederholt werden. Jeder Naturfreund sollte es zumindest mal ausgeliehen haben.
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am 15. Oktober 2015
Wer sich für das Thema interessiert, ist damit gut beraten. Gut geschrieben, gut zu verstehen.
Seitdem sehe ich unsere Natur mit anderen Augen.
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am 7. November 2003
Biologische Invasionen gefährden die Artenvielfalt, vor allem in unseren gemäßigten Zonen, die ohnehin nicht sehr artenreich sind. Erschreckend ist vor allem die Gedankenlosigkeit und Unvorsichtigkeit, mit der biologische Invasionen von Menschen erzeugt werden. Denn fast immer beginnt eine biologische Invasion mit menschlichen Fehlverhalten, so daß Tiere oder Pflanzen, die in ihrer heimatlichen Umwelt eher unauffällig sind, sich in der Fremde fast ungebremst ausbreiten und einheimische Arten verdrängen können. Ein aktuelles Beispiel ist der Ochsenfrosch. Das Buch bietet einen guten Überblick der biologischen Invasionen und regt an, sich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen.
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