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Kundenrezensionen

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am 19. Mai 2011
Hilal Sezgins Landleben ist ein herzerwärmendes Buch mit vielen liebenswerten Geschichten, die einen gleichermaßen berühren, zum Nachdenken anregen, aber auch zum Lachen bringen. Landleben ist die autobiografische Geschichte einer Frau, die beschließt, ihr "altes Leben" in der Großstadt hinter sich zu lassen und künftig ihr Dasein zwischen Tieren in der Natur zu verbringen, um so ihren Lebenstraum zu verwirklichen. Es ist ein interessantes Buch über einen Lebensplan, der eine Alternative zu herkömmlichen Lebensstrukturen vieler Menschen in Großstädten mit Konsumverhalten darstellt. Dabei beschreibt die Autoren auf erfrischend ehrliche Weise, dass sie alles andere als ein mutiger Mensch ist, der sich waghalsig in Abenteuer stürzt. Es ist eher die Sehnsucht, zurück zur Natur zu finden und zu erforschen, inwieweit sie als Individuum aus der Konsummaschinerie entfliehen kann. Dabei ist ihr geheimer Antrieb inspiriert von Kinderträumen aus Büchern von Astrid Lindgren.

Bei ihren Beschreibungen über das alternative Leben auf dem Land zwischen Tieren und selbst hergestellten bzw. eingekochten Lebensmitteln könnte man sich eine himmlische Idylle vorstellen. Dabei verklärt die Autorin ihren Alltag zwischen Hof und Tier keinesfalls, sondern beschreibt ihn realistisch und auf unterhaltende Art und Weise: Alles Erträumte ist anders, und meist schöner und glatter als die Realität. Etwas in die Realität umsetzen heißt auch das Traumbild verlieren.
Hilal Sezgin nimmt uns mit auf eine Reise, die gepflastert ist von Erkenntnissen und Überraschungen. Ich freute mich auf ein Leben mit Tieren, wobei ich irrigerweise vornehmlich an die Tiere anderer Leute dachte, an deren Gehege ich auf einem Spaziergang vorbeikommen und die ich im Vorübergehen streicheln würde. Diese Idee verläuft schnell im Sande, als klar wird, dass sich Schafe auf dem Hof befinden, die von einer Klauenkrankheit befallen und auf Hilfe von außen angewiesen sind. Außerdem kümmert sie sich um ausgemergelte Hühner aus Legebatterien, die eigentlich schon aussortiert waren und entfliehen konnten. Auch tummeln sich bald pflegebedürftige Lämmer in ihrem Wohnzimmer, und Gänse und Ziegen gesellen sich zu ihrem Hof.

Die Arche Noah wider Willen wird zunehmend zu einer Lebensaufgabe, die die Autorin mit ihrer eigentlichen Arbeit als Journalistin verbindet. Neben der heiteren Schilderung ihrer sich plötzlich verändernden Lebenswelt lässt die Autorin uns auch teilhaben an ihren Gedanken in Bezug auf Tierethik, Philosophie und ethische Werte, jedoch ohne bevormundend zu werden. Die Entwicklung Sezgins von der Vegetarierin zur Veganerin leuchtet beim Lesen ihrer Zeilen ein und erschließt sich dem Leser auf eine unaufgeregte und geradezu logische Art und Weise.

Selbst Menschen, denen die Thematik dieses Buches fremd erscheint und die mit solch einem Lebenskonzept nichts gemein haben, werden dieses Buch lieben, da es unterhaltend, einfühlsam und informativ zugleich ist. Es ist ein Buch, das einerseits mit Leichtigkeit zu lesen ist und dessen Inhalt noch lange im Gedächtnis bleibt und beschäftigt.

Ein wunderbares Buch, das es verdient hat, gelesen zu werden!
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Hilal Sezgin, die türkisch-deutsche Schriftstellerin, Publizistin und Journalistin zog es im Jahre 2006 von der Großstadt Frankfurt in die dörfliche Einsamkeit eines 500-Seelen-Dorfes in der Lüneburger Heide. Danach war ihr Leben geprägt vom Einkauf güllerestistenter Gummistiefel, dem Einfangen ausgebüchster Schafe und der Klauenpflege derselben. Sezgin berichtet über die anfänglichen Schwierigkeiten, ein passendes Haus zu finden und es nahezu blind einzurichten und sie erzählt liebevoll von ihren neuen Nachbarn und Freunden, die sie nach ihrem Umzug ins Ungewisse gefunden hat.

Bevorzugte Themen der freien Autorin sind Feminismus, Islam und Islamophobie in Europa, Tierrechte und Tierethik. Sie verfasst Feuilletonbeiträge und andere für ZEIT sowie Essays und anderes für Kursbuch, Literaturen und „Times mager“-Kolumnen der Frankfurter Rundschau. Sezgin ist auch eine der Schlagloch-Kolumnistinnen auf der taz-Meinungsseite und gehörte zu den vier regelmäßigen Autoren des Islamischen Worts beim SWR. (Quelle: Wikipedia)

In verschiedenen Rezensionen wird ihr vorgeworfen, dass sie "Landleben" zu sehr ihren Stempel aufdrückt. Nun handelt es sich hier aber um ein autobiografisches Buch - was anderes, als ein sehr persönliches Werk sollte dabei denn herauskommen, frage ich mich? Ich mag authentische Menschen und in Hilal Sezgin konnte ich mich fast auf Anhieb wiederfinden. Bereits mit den ersten Sätzen hatte sie mich eingefangen:

"Am häufigsten fiel das Stichwort Mut. Was ich da vorhätte, sei aber sehr mutig, kommentierten Freunde. Den Mut hätten sie nicht, erklärten Bekannte, als wir einander auf einer Silvesterparty von unseren Plänen fürs nächste Jahr erzählten. So oft war von meinem angeblichen Mut die Rede, dass das bisschen Mut, das ich tatsächlich besaß, immer weiter schwand."

Besonders oft erzählt Hilal über ihre Schafherde und da ich selbst seit einigen Wochen zwei Schafe zu meiner Familie zählen kann, war auch hier der Identifikationsfaktor sehr hoch. Früher dachte ich, Schafe seien eher langweilig und dumm. Doch auch dieses Mal trifft die Autorin wieder den Punkt: "Als ich in meinen ersten Wochen hin und wieder vor dem Zaun in die Knie ging und diese halb vorsichtigen, halb neugierigen Tiere sich entschieden, nicht davonzulaufen, sondern mit anzuschauen, mit einem scheuen Blinzeln im Blick, merkte ich, dass ich bisher etwas übersehen hatte, wenn ich das Schaf nur mit Wolle und teddybärmäßiger Behäbigkeit verband. Die Blicke aus diesen schönen Augen sind seelenvoll."

Dass eine Frau, die Philosophie unter anderem mit dem Schwerpunkt Moralphilosophie studiert hat auch auf Tierethik zu sprechen kommt, liegt auf der Hand und sie konnte mir mit ihren Zeilen sanft über gewisse Dinge die Augen öffnen, ohne missionarisch zu wirken. Natürlich beschreibt sie auch ein paar Schattenseiten des Landlebens auf einem so kleinen Dorf: Man könne nicht einfach mal so beim Bäcker am Sonntagmorgen Brötchen und drei verschiedene Zeitungen holen. Café-Besuche am Nachmittag? Fehlanzeige (von abendlichen Unternehmungen ganz zu schweigen).

Und dennoch ... "Landleben" ist eines der besten Bücher, die ich in der letzten Zeit gelesen habe. Sezgin schreibt so leicht und einnehmend, mit so großer Wärme in jedem Satz, dass ich mich am liebsten für immer bei ihr in ihrem Haus mit den Schafen auf der Weide einnisten würde. Zum Schluss noch ein Zitat, das mich ganz besonders überwältigt und tief in meinem Innersten berührt hat:

"Viele Menschen, deren Wege sich mit unserem kreuzen, werden nicht dauerhaft bleiben - und dennoch haben sie etwas zu geben, in der kurzen Zeit, in der wir mit ihnen zusammen sind. Auch wenn es einem aus vielfältigen Gründen vielleicht nicht vergönnt ist, den einen Menschen zu haben, mit dem man seine Geschichte teilt, kann man sich aus den Begegnungen mit vielen Menschen eine Geschichte aufbauen, die nicht einsam ist."

Unbedingte Kauf- und Leseempfehlung! Mir wurde es mit keinem Satz langweilig.
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am 15. Mai 2012
Ich habe mir das Buch gekauft, weil ich durch Facebook auf Hilal Sezgin - als Tierschützerin - aufmerksam geworden war. Das Buch habe ich mit großem Vergügen gelesen. Die Geschichte ihrer "Landnahme" wird locker und humorvoll beschrieben. Dabei gelingt es ihr oft, einen Bogen zu schlagen von kleinen Ereignissen in ihrer Umgebung zu politischen oder philosophischen Überlegungen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 28. März 2011
Mein Gott ist dieses Buch schön. Man sieht das Wollschaf Jana vor sich, das im letzten Jahr nicht geschoren wurde
und umgeben war "...von einer riesigen Wolke aus herrlich dichter, cremeweißer Wolle". Es wurde von der Nichte das
"Sofaschaf" genannt. Hühner kucken beruhigt und Lämmchen können Pirouetten. Man sieht die Tiere auf Hilal Sezgins
Hof alle vor sich und vergißt darüber aber auch nicht die leisen Töne. Kritische Ausführungen zur Schafzucht
in Australien, Hühnerhaltung und Milchproduktion machen dieses Buch so wertvoll. Hübsch verpackt öffnet
H. Sezgin uns heimlich die Augen, wie elendiglich wir mit Tieren umgehen und dass es auch ganz ganz anders geht.
Kaufen!
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am 24. August 2015
Dieses Buch ist eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe (und ich habe schon tausende gelesen). Ich finde mich in vielem selbst wieder. Ich habe einen sehr ähnlichen Weg hinter mir und vieles selbst erlebt, als ich aufs Land gezogen bin. Und die Frau kann schreiben !!! Sehr viele Infos über Biohaltung und was wirklich dahinter steckt, über Ethik, über Leben auf dem Land, über Tiere und deren Empfindungen und Rechte, über die eigenen Talente, Träume und Grenzen, über Respekt und Achtsamkeit, auch der Natur und v.a. unseren tierischen Brüdern gegenüber, über Mut und Entdecken der eigenen Wünsche und Bedürfnisse und das praktische Umsetzen dieser Wünsche und Träume. Über Ängste, über das Leben selbst mit all seinen schönen und auch schrecklichen Seiten und wie man damit umgeht und über so vieles mehr. Es regt an, nachzudenken, was wir wirklich brauchen und ob wir in unserer heutigen Welt nicht alle irgendetwas suchen, etwas, das wir durch Konsum zu ersetzen versuchen. Es regt an zu erkennen, dass wir alle Verantwortung haben, die wir heutzutage nicht mehr gern übernehmen, sondern lieber wegschauen, weil es leichter ist - und es zeigt, dass man diese Verantwortung übernehmen und gerade deshalb glücklich werden kann! Zugleich ist dieses Buch aber auch ein schönes Lesebuch zur Unterhaltung - ich habe viel gelacht und viel gelernt. Ich ziehe den Hut vor dieser Frau! In vielerlei Hinsicht!!
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am 27. Juli 2012
Eines muss man Hilal Sezgin lassen. Ihr Buch ist nicht eines dieser Friede-Freude-Eierkuchen-Landlust-Büchern, die Lust aufs Landleben machen sollen, eine gehörige Portion Naivität beim Leser voraus gesetzt. Ihren Wunsch, auf dem Land zu leben, stellt sie sehr nachvollziehbar dar. Langatmig, und da verstehe ich auch, wenn der eine oder andere Rezensent dies als geradezu langweilig empfindet, wird es nur, wenn die Autorin über weite Strecken des Buches immer wieder zu schäfchenlastig wird. Hier hat die vegan lebende Tierschützerin ihren beim Leben auf dem Lande gewonnenen Erfahrungen einen etwas zu dominanten Stempel aufgedrückt. Ansonsten: Durchaus lesenswert und darüber hinaus geeignet, für die aufopfernd tierliebende Autorin sehr viel Zuneigung und Verständnis zu empfinden
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am 7. November 2012
Ich gebe zu, auch ich träume ab und zu vom Aussteigen aus der alltäglichen Hektik der Großstadt und vom Rückzug aufs Land und einem Leben mit Tieren und ökologischer Landwirtschaft. Diesen Schritt zu wagen und damit auch gleichzeitig meinen jetzigen Beruf und damit meinen Lebensunterhalt aufzugeben, fällt mir allerdings mehr als schwer. Deshalb war ich gespannt, wie die Autorin dies bewerkstelligt hat. Nun ja, die Buchautorin ist freiberuflich tätig und schreibt Artikel für Zeitungen, also stellt sich ihr das Problem nicht wirklich. Ich konnte damit keine Beantwortung meiner dringensten Frage erwarten. Ich habe das Buch dafür aber nicht weniger geliebt. Eine wirklich tolle, realistische und eindrucksvolle Beschreibung von der Umstellung vom Leben in der Großstadt auf das Landleben. Sie bestärkt mich einmal mehr, meinen Wunsch weiter zu verfolgen. Ein sehr zu empfehlendes Buch für alle, die heimlich vom Landleben träumen.
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am 2. November 2012
Die Autorin schildert konsequent, inwiefern es bei ihrem Leben auf dem Land nicht um ein Leben ohne Kino und Kneipen, sondern vielmehr um ein Leben MIT Tieren geht. Die Tiere werden stellenweise in ihren einzelnen Charaktereigenschaften und ihrem gemeinsamen Zusammenleben vorgestellt. Wie wunderbar, dass es Menschen gibt, die so auf die Welt blicken und dies zu vermitteln verstehen. Für Städter, die sich überlegen aufs Land zu ziehen (oder nur mit dem Gedanken spielen) ist es ein großartiges Buch, und auch für solche, die Tiere gerne haben, aber selbst nicht viel Zeit mit ihnen verbringen. Der teilweise nüchterne und ehrliche Erzählstil ist erfrischend im Meer all dieser krampfhaft-komödiantischen Neuerscheinungen. Nein, zum Lachen ist das Buch nicht, und auch Landidylle steht nicht im Vordergrund. Das Titelbild ist Programm. Das Buch ist ein super Geschenk für den Städterfreundeskreis der vom grünen fantasiert.
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am 3. Januar 2013
In diesem autobiografischen Roman schildert Hilal Sezgin, wie sie ihren Lebenstraum vom Leben auf dem Lande verwirklicht. Dabei geht natürlich nicht alles so einfach und glatt, wie sie es vielleicht gehofft hat. Es fängt an bei der Suche eines Hauses, die sich nicht gerade einfach gestaltet. Ihr Leben auf dem Land gestaltet sich dann als eine Serie von Überraschungen und kleinen täglichen Abenteuern, die sich oftmals auch aus ihrer Unerfahrenheit in denen des Landlebens ergeben. Dies ist alles recht kurzweilig zu lesen. Zwischendurch gibt es kleinere Exkursionen zum Thema Tierethik, also dem Umgang des Menschen mit den Tieren. Das Buch spricht sicherlich vor allem Frauen an, doch auch ich als Mann habe es gerne gelesen.
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am 6. Oktober 2015
Ich lebe "Landleben", von daher erinnerten mich die meisten Ausfuehrungen in dem Buch sehr an meinen eigenen Alltag. Das Landleben von Hilal ist vielleicht etwas untypisch, weil sie sich nicht ernaehrt von dem, was sie produziert. Auch das Tierfutter wird anscheinend gekauft und so fuehrt daher so manche ihrer "Gut"menschargumentation irgendwie ins Nichts. Ich gebe 4 Sterne, weil das Buch dennoch vergnueglich zu lesen ist. Es beschreibt meinen Alltag, wenn der auch etwas weniger priviligiert ist. In diesem Land, in dem ich lebe, ist Selbstschlachtung erlaubt. Konsequenterweise toete ich meine Rinder und Huehner selbst und verarbeite sie auch. 4 Sterne hier, da Hilal hat sehr richtig die Probleme und Inkonsequenzen beschrieben, die durch Tierhaltung entstehen. Man merkt, dass sie Philosophie studiert hat, weil die unaufgeregten Argumentationsketten hinsichtlich der Nutztierhaltung schluessig und umfassend sind. Obwohl ich dachte, alle Argumente in der Auseinandersetzung ueber Nutztierhaltung zu kennen, fand ich die fluessige und logische Ausarbeitung der Einwaende und Sichtweisen hilfreich.
Es hat mich noch nachdenklicher gemacht, und mich noch mehr mit der Frage konfrontiert, was ich da eigentlich treibe. Ich wuerde das Buch sogar ein zweitesmal lesen - also die Teile, die sich mit dem Tierschutz befassen - um mir ueber meine Haltung etwas klarer zu werden.
Gerne haette ich mehr dazu gelesen, als sie andeutete nach einiger Zeit in ein depressives Loch gefallen zu sein. Ich kenne solche Stimmungen auch und habe das Gefuehl, dass es sehr viel mit dem Abrackern bei diesem "Landleben" zu tun hat, leider bin ich aber da nie gedanklich weiter gekommen. Gerne haette ich da von ihrer Seite mehr gehoert, deswegen der eine Stern Abzug.
Was hier die etwas negativeren Kritiken hier angeht, die ich natuerlich gelesen habe. "Langweilig?": Landleben ist genauso wie beschrieben. Wer das Buch langweilig findet, wird im Alltag wahrscheinlich auch eher ein Typ sein, der weniger aus sich selbst schoepft, als einfach nur abgelenkt und unterhalten sein will. Das Buch ist bestimmt kein spannender Krimi, bei dem der Atem aussetzt. Er ist auch kein Ratgeber, dazu hat Hilal tatsaechlich (Zt.) "zu wenig hingekriegt". "Fremdenfeindlich" - das steht fuer mich nur als Synonym fuer die Frage, wie kann ich mich sozial einbetten. Der eine reagiert empfindlich auf diese oder jene politische Einstellung oder irgendeine andere Art wie Menschen sich austauschen. Ich kann da nur bestaetigen, dass die Frage, wo man sich niederlaesst, an einem nagen kann, und dass sich richtig sozial einbetten, kein einfaches Unterfangen ist.
Ich empfand das Buch als einen angenehmen Besuch bei jemandem auf dem Land, der mir von seinem Leben, Schwierigkeiten und Gefuehlen erzaehlt - ein wunderbarer Austausch am hoelzernen Kuechentisch bei einer leckeren Tasse Tee.
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