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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie kam der weltbekannte Kastrat zu einem Sohn?
Der Klappentext ist meiner Meinung nach etwas unglücklich. Wie kam der weltbekannte Kastrat zu einem Sohn? Dieser Frage wird nachgegangen, aber der Roman endet mit dem Beginn von Moses "Karriere". Und Moses feiert Erfolge auf Europas Bühnen - dieser Teil wird nicht weiter ausgeführt.

Es wird kurz geschildert, wo und unter welchen Umständen...
Veröffentlicht am 8. März 2011 von maimonides

versus
1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zieht sich wie Kaugummi.
Man möchte den Kastraten teilweise gern übers Knie legen für soviel Idiotie. Außerdem scheint der Autor mit Vorliebe "Penis" zu schreiben, weshalb das auf beinahe jeder Seite mindestens ein mal zu lesen ist. Der Kastrat fällt also quasi vom Kirchturm, wird aufgelesen, kommt in ein Kloster, trällert da vor sich hin, entdeckt dann dass...
Vor 9 Monaten von Anke F. veröffentlicht


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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie kam der weltbekannte Kastrat zu einem Sohn?, 8. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Kastrat (Broschiert)
Der Klappentext ist meiner Meinung nach etwas unglücklich. Wie kam der weltbekannte Kastrat zu einem Sohn? Dieser Frage wird nachgegangen, aber der Roman endet mit dem Beginn von Moses "Karriere". Und Moses feiert Erfolge auf Europas Bühnen - dieser Teil wird nicht weiter ausgeführt.

Es wird kurz geschildert, wo und unter welchen Umständen Moses geboren wurden. Durch seine ersten Lebensjahre mehr oder weniger gezwungen hat er sein Gehör sensibilisiert. Sein Vater merkt irgendwann, daß Moses nicht so dumm ist wie es scheint und will ihn umbringen. Zum Glück ohne Erfolg - Moses wird gerettet und kommt durch seinen Retter in ein Kloster. Dort entdeckt der Chorleiter sein wunderbares Gehör und bildet seine Stimme aus. Damit seine Stimme erhalten bleibt wird er zum "Engel" gemacht. Aber bis zum Erfolg auf Europas Bühnen ist es ein weiter und auch beschwerlicher Weg.

Herr Harvell schafft es einen durchgehenden Spannungsbogen aufzubauen. Moses wird als ein sehr sensibler kleiner Junge dargestellt, der unbedingt Freunde haben möchte und mit der Bösartigkeit der "Welt" erstmal überfordert ist. Dem Autor gelingt es sehr gut das Klosterleben des kleinen Moses darzustellen. Er übertreibt meiner Meinung nach nicht, sondern stellt glaubhaft die Schwierigkeiten eines "Andersartigen" dar.
Und Moses ist ganz anders als alle anderen: er ist arm, schüchtern und er hat eine begnadete Stimme. Das perfekte Opfer für Raufbolde.

Für Moses besteht die Welt aus lauter unterschiedlichen Klängen. Er braucht keine Wegbeschreibungen, sondern orientiert sich an Geräuschen. Der Autor beschreibt die Klänge teilweise so gut, daß man die Glocken und andere Geräusche richtig hören kann. Harvell bringt die Musik zum Vibrieren - die Musik wird hörbar, nicht nur durch die Ohren, sondern auch durch den ganzen Körper. Man kann sich bildhaft vorstellen, wie Moses die Zuhörer zu Tränen rührt.

Der Autor greift auf viele historische Fakten zurück und schildert diese sehr gut. Erst der Bau der Abtei in St. Gallen (der etwas vordatiert wird) und dann die Uraufführung von Glucks Oper. Der Mythos von Orpheus und Eurydike wird hier zum tragenden Element des zweiten Teils, der in Wien spielt. Es gibt auch einen Blick hinter die Kulissen des Operhauses und auch hier hat der Autor meiner Meinung nach sehr gut recherchiert.

Eines der Bücher für die man die Nachtruhe gerne verkürzt. Ein Buch das Emotionen weckt und die Sinne schärft. Ein Buch das man auch irgendwie traurig zur Seite legt. Es hätte weitergehen können - Moses Aufstieg fehlt.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Höchst spannend!, 28. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Kastrat (Broschiert)
Das Erstlingswerk des Amerikaners Richard Harvell ist die Geschichte eines Kindes, das wegen seiner unglaublich schönen Sopranstimme im Kloster St. Gallen gegen seinen Willen kastriert wird und damit den Rest seines Lebens wie ein Aussätziger verbringt. Von Geburt an behindert, scheinbar stumm, hat er ein überentwickeltes Gehör und kompensiert damit seine Mängel. Was im "Das Parfüm" der Geruchssinn, ist im "Der Kastrat" der Gehörsinn. Was im "Schlafes Bruder" die Musikalität und das geniale Orgelspiel, ist im Kastrat der unglaublich schöne Kastraten-Sopran. Das Buch liegt auf der gleichen Ebene von Patrick Süskinds "Das Parfüm" und Robert Schneiders "Schlafes Bruder",spielt ebenfalls zu Anfang des 19. Jahrhunderts und ist so spannend zu lesen wie ein Dan Brown.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toll erzählt, zu Herzen gehend, 26. März 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Kastrat (Broschiert)
Nachdem mich die Geschichte der Kastraten interessiert, durfte dieses Buch in meiner Sammlung nicht fehlen.

Anfänglich war ich etwas skeptisch, erzählte doch der Sohn des Protagonisten. Doch dann wechselte die Erzählung zur Ich-Form aus der Sicht des Titelhelden. Das Buch beginnt mit dessen Kindheit und "den Glocken seiner Mutter". Erst im Laufe der Geschichte wird die Wichtigkeit dieser Glocken durchsichtiger.

Bei dem Roman handelt es sich um die schmerzhafte Lebensgeschichte eines kastrierten Jungen, der eine engelsgleiche Stimme besitzt. Leider hört die Geschichte gerade da auf, wo es wirklich interessant werden könnte. Sie erzählt von seiner Kindheit, seiner Kastration, seiner Liebe zu einem Mädchen, schweigt sich aber über dessen späterer Sängerkarriere aus. Immerhin wird er einmal der berühmteste Kastratensänger Europas werden. Diese Karriere wird nur am Rande angerissen.

Wer eine herzzerreißende Liebesgeschichte sucht, ist bei diesem Buch genau richtig. Wer über den Kastratengesang lesen will, findet hier nur einige nebensächliche Ansätze.

Auch störte mich der Erzählwechsel in der Zeit, wurden doch alle eindringlichen Szenen in der Gegenwart und der Rest in der Vergangenheit geschrieben. Ein sicher brilliantes, jedoch auch verwirrendes künstlerisches Mittel.

Alles in allem hat mich das Buch tief berührt, aber meine Ansprüche, weshalb ich es gekauft hatte, nicht befriedigt.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sympathischer Held in anrührender Geschichte, 3. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Kastrat (Broschiert)
Ein kleines Bergdorf in den Schweizer Alpen zur Mitte des 18. Jahrhunderts: Kein guter Ort, um mit einer taubstummen Mutter und einem absoluten Gehör aufzuwachsen. Moses gilt als Sonderling, und das ändert sich auch nicht, als er in der Obhut zweier Mönche in die Abtei St. Gallen kommt. Dort entdeckt der Chormeister sein Gesangstalent - und Moses entdeckt die Liebe. Für beides muss er einen unendlich hohen Preis bezahlen.

Der Klappentext, wonach es sich bei dem Roman um eine "hinreißende Lebensbeichte" handelt, ist knapp am Thema vorbei. Letztendlich behandelt das Buch nur die ersten zwanzig Lebensjahre von Moses. Die haben es allerdings in sich und schicken den Leser immer wieder auf eine emotionale Achterbahn, bis die Handlung im letzen Viertel ihrem irgendwann absehbaren Ende entgegen plätschert.

Moses, ein manchmal naiver, oft schweigsamer, immer sympathischer Held, erzählt seine Geschichte selbst: Mit schönen Sprachbildern, stellenweise sehr leisem Humor und dem Mut, nicht alles auszusprechen, um auch dem Leser ein paar Schlussfolgerungen zu überlassen. In seiner Erzählung werden nächtliche Städte lebendig, während Alltagsgeräusche eine ganz neue Bedeutung gewinnen und Kirchenglocken immer wieder so schrill läuten, dass man sich irgendwann nach einer Packung Ohropax sehnt.

Kleines Manko: Stellenweise wirkt die Ausdrucksweise zu modern ("Das ist nicht fair!"), man hat nicht immer den Eindruck, sich im 18. Jahrhundert zu befinden. Dazu mag allerdings auch die Übersetzung beigetragen haben. Trotzdem ein anrührender, nachdenklich stimmender Roman, der Unterhaltung und ernste Thematik perfekt miteinander verbindet.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Kleinod, 30. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Kastrat (Broschiert)
Wahrlich ein Kleinod!!!!
Es gibt Bücher,die einem wie durch einen Zufall in die Hände fallen. Ein Buch , dass sich durchaus auch kritisch mit der Kirche auseinandersetzt und dennoch das Individuum Mensch nicht vergisst.Hier wird einem wehrlosen Jungen Leid angetan und er versucht, damit zu leben. Und dennoch wird er immer wieder von seiner Umwelt zurückgestossen.Bis ihn seine wunderbare Gabe des Singens die Welt öffnet.Man leidet einfach mit und hofft mit ihm.

Auf jeden Fall!!!! Lesen!!!!!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie schreibt man Klang?, 26. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Kastrat: Roman (Kindle Edition)
Das Buch erzählt die ungewöhnliche Lebensgeschichte eines Kastraten. Als Bastard der tauben Glöcknerin eines kleinen Schweizer Bergdorfs geboren, lebt er lange mit Seiner Mutter im Glockenturm. Jeder Ortsbewohner nimmt an, er sei ebenso wie seine Mutter taub von den Glocken. Doch stattdessen haben ihm die Glocken ein einzigartig genaues, vielschichtiges Gehör gegeben und zudem eine sehr schöne Stimme. Als das entdeckt wird, muss er fliehen und überlebt nur durch einen glücklichen Zufall. Zwei Mönche fischen ihn aus reißenden Wassern und nehmen ihn mit in ihr Kloster, wo er eine Gesangsausbildung erhält. Leider wird imh dort auch seine Männlichkeit genommen, in dem (damals anerkannten) Glauben, dass damit seine Stimme quasi konserviert werden könnte. Nach einigen Verwicklungen verlässt er das Kloster und wendet sich schließlich nach Wien, wo er eine fantastische Karriere als Kastrat startet.
Was mich an diesem Buch ungewöhnlich fasziniert hat, war die Beschreibung all der Klänge, Töne, Stimmen und Geräusche. Die Arien hab ich z.T. selbst schon gesungen, und so konnte ich sie natürlich vor meinem inneren Ohr hören. Aber auch die Klangwelt jenseit der Musik ist so meisterlich beschrieben, dass sie das Buch förmlich zu einem Hörspiel machten.
Also ich geb dafür 5 Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial, 18. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Kastrat: Roman (Kindle Edition)
Ein Roman, wie man ihn selten findet. Vom ersten Moment an zieht uns Harvells Sprache in ihren Bann. Ein Buch, das atemlos und glücklich zurücklässt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eine spannende Geschichte und gut erzählt.., 13. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Kastrat: Roman (Kindle Edition)
Wenn ich beim Lesen mit den Gedanken niemals beim Verfasser bin sondern ausschließlich in der Geschichte selbst, dann ist das ein gutes Buch. Hier war es so. Toll.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Hochgenuß, 12. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Kastrat (Broschiert)
Phantastisch! In 2 Tagen durchgelesen...mit der Oper von Gluck auf CD im Hintergrund.
Der Inhalt wurde von meinem "Vorredner" bereits wunderbar beschrieben, ich denke jedoch, daß das Buch durchaus hier enden kann. Ein zweiter Teil der Geschichte kann nur ein Abklatsch werden.
Wer die "Melodien" von Helmut Krausser kennt und schätzt, wird auch dieses Buch lieben.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen obere historienromanliga, 1. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Kastrat (Broschiert)
nachdem das buch jahrelang ungelesen bei mir lag und ich es schon aussortiert hatte, habe ich es doch gelesen und bin angenehm ueberrascht: sprachlich sehr gut und auch gut uebersetzt, relativ wenig sex and crime und stattdessen eine schoene beschreibung eines wundersamen gehoers. am schluss sehr unwahrscheinlich und insgesamt vielleicht etwas zu deutlich am "parfuem" oder an "schlafes bruder" orientiert, aber in der qualitaet diesen ebenbuertig und auf alle faelle viel schoener als z.b. kraussers "melodien".
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Der Kastrat
Der Kastrat von Richard Harvell (Broschiert - 17. Februar 2011)
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