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4,2 von 5 Sternen
Sputnik Sweetheart: Roman
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am 22. Februar 2015
"Sputnik Sweetheart" by Haruki Murakami is book that speaks about loneliness, about the sense of inevitability when love decays and we are unable to do anything about it.

The book has three main characters - a college student, who is called K. is in love with his best friend Sumire. Sumire is an ambitious writer who sees K. as close friend, but nothing more. On the other hand, Sumire is crazy in love with Miu, who is married and can't longer love anyone due to her difficult and traumatic experience back in student time. Sumire will give up her writing to be able to work as Miu's assistant and they will depart to Greece for a business trip. When Sumire will mysteriously vanish without any trace, Miu will ask K. to help search for her...

With its theme of loneliness and isolation, this book by Haruki Murakami is similar to his some other works.
Due to that, he choose Sputnik motive for its title that is in same sense isolated from the world like this book's characters.

Additionally, through this book the author is asking questions of human identity and sexuality, conscious and unconscious world, but it's also full of mystery in the literal and figurative sense.

This book is an excellent choice for first book you'll read from Murakami, it will introduce you to his world, his beautiful literary style and for sure you'll be eager to read some other of his works (my first suggestions would be "Kafka on the Shore" and "Wind-Up Bird Chronicle").

For all his existing fans, inside you'll find his well-known simple but beautifully warm writing that awakens feelings of loneliness and makes you hug your loved one beside you, happy you're not alone as his characters are.

Due to that, I can strongly recommend you to read this as well as his other books to see that the loneliness is still one of the hardest things that a human being could suffer.
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am 7. April 2013
Sputnik Sweetheart war mein erster Murakami und ich bin mit recht hohen Erwartungen an ihn herangegangen.

Im Buch wird die unerfüllte Liebe des Ich-Erzählers zu einem Mädchen, Sumire, geschildert, deren Leidenschaft einzig und allein der Literatur gilt – eine Leidenschaft, die er teilt und die ihm den Weg zu einem immerhin freundschaftlichem Verhältnis zu seiner Angebeteten eröffnet. Als die sich eines Tages in Miu, eine etliche Jahre ältere Frau verliebt, nimmt er dies zunächst recht gelassen auf. Als Miu ihn allerdings kurz darauf aus Griechenland zu Hilfe ruft, weil Sumire spurlos verschwunden ist, gibt es kein langes Zögern – und im weiteren Verlauf lässt Murakami, so abgedroschen es klingen mag, buchstäblich die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit sich auflösen....

Ein Leitthema des gesamten Buches ist Einsamkeit – der Icherzähler liebt Sumire und damit endet seine soziale Welt. Über seinen eigenen biographischen Hintergrund erfährt man nur auf wenigen Seiten etwas – und auch er selbst schätzt den als so durchschnittlich ein, dass er kaum weiß, was er überhaupt berichten soll. Geht er nach der Arbeit einmal in ein Lokal, dann allein. Und als er Hals über Kopf für unbestimmte Zeit nach Griechenland aufbrechen muss, gibt es niemanden, von dem er sich verabschiedet – außer einer Arbeitskollegin, die vertretungsweise seinen Job übernimmt, man kennt sich schließlich, aber so gut, dass er ihr den Grund seiner Reise sagen könnte, dann doch wieder nicht. Die wenigen Affären, in die er sich gelegentlich stürzt, dienen einzig und allein dazu, Sumire vorübergehend zu vergessen – was herzlich schlecht gelingt.

Auch Sumire lebt einsam, nimmt dies sicherlich zunächst nicht so schmerzlich wahr, da ihre Leidenschaft einzig und allein der Literatur gilt: Sie arbeitet an einem Roman, wahrscheinlich nicht nur an einem, aber außer nächtlichen Anrufen beim Ich-Erzähler und gelegentlichen Treffen ist auch sie auf sich allein gestellt. Bis sie auf einer Hochzeit Miu kennenlernt und sich am selben Abend in sie verliebt. Um ihr nahe zu sein, opfert sie sogar vorübergehend ihre Leidenschaft, das Schreiben.

Mit Miu teilt sie von Anfang an die Liebe zur klassischen Musik, überhaupt sind die wenigen Charaktere die in „Sputnik Sweetheart“ auftreten, fast ausnahmslos sehr feinsinnige, das Ästhetische in den verschiedensten Ausprägungsformen liebende, Charaktere, sei es die Liebe zur Literatur beim Icherzähler und Sumire, die Begeisterung für klassische Musik bei Sumire und Miu, die Expertise für erlesene Weine und gutes Essen bei Miu – sie alle sind kultiviert, Sumire vielleicht etwas weltfremd, sogar schlampig, aber nie roh. Selbst wenn der Ich-Erzähler sich seinen erotischen Phantasien hingibt, haben die Beschreibungen eher etwas künstlerisches, als animalisches.

Neben diesen drei Handlungsträgern gibt es so gut wie keine Nebenfiguren im Buch, ein Mikrokosmos, der kammerspielartig anmuten würde, gäbe es nicht zumindest den Ortswechsel nach Griechenland. Insgesamt lässt Murakami aber doch Vieles im Dunkel: den Name des Icherzählers enthält er uns bis zum Schluss ebenso vor, wie den Namen der griechischen Insel (nicht ohne uns genüsslich mitzuteilen, dass er in großen Buchstaben auf einem Schild am Flughafen prangt).

In seinen besten Momenten, schafft es Murakami, einfach „schön“ zu schreiben, ohne kitschig zu wirken, egal ob in den kleinen Sätzen am Rande („Unverplante Zeit war ihr größtes Kapital“) oder ganzen Szenenschilderungen. Schön auch, wie man beim aufmerksamen Lesen immer wieder Querverbindungen und sogar Anflüge von Humor entdecken kann, wie zum Beispiel wenn der Icherzähler berichtet, wie eine frühere Affäre in ihm die Qualitäten eines guten Liebhabers durch einen Vergleich mit dem Autofahren weckt und er einige Zeit später in einem Brief von Sumire lesen muss, dass ihr als Beifahrer im Auto neben Miu „ganz heiß und kalt geworden ist“, ob ihrer Fahrweise.

Wie so oft bei großen Büchern ist es weniger die Originalität der Handlung selbst, als die sprachlichen Mittel, mit denen sie erzählt wird, die zu überzeugen wissen. Tatsächlich sind die Metaphern von Murakami angenehm unverbraucht, fast immer seltsam, meist seltsam schön, manchmal für mich auch nur seltsam („er war erschöpft wie eine alte Eisenbahnschwelle....“?!).

Mit der Auflösung wird Murakami seinem Ruf als Meister des Magischen Realismus gerecht – ein Ende, das nicht jeden zufrieden stellen wird und das auch mich ein wenig ratlos, aber immerhin mit einem angenehmen Gefühl, zurückließ.

Alles in allem ein sehr lesenswertes Buch, von dem ich aber zugegebenermaßen nach den vielen Vorschusslorbeeren eher mehr, als weniger erwartet hatte – sei es bei der, trotz der Konzentration auf nur 3 Hauptfiguren, für mich manchmal unbefriedigenden Ausleuchtung der Charaktere (mit nur gut 200 Seiten, nebenbei gesagt, ein leider eher kurzes Lesevergnügen) oder den eben doch auch manchmal verunglückten Metaphern (was zugegebenermaßen ein Übersetzungsproblem sein könnte). Für mich 3,5 Sterne – gemessen an meinen Erwartungen diesmal leider nur 3. Ein anderer Rezensent hat die Stimmung in Murakamis Büchern mit den Filmen von David Lynch verglichen - ein Vergleich, den ich nachvollziehen kann, wenn auch fast etwas hochgegriffen finde, aber er überzeugt mich vollends, es noch mindestens ein zweites Mal mit Murakami zu versuchen!

Zum Abschluss ein sehr schönes, längeres Zitat aus dem Buch:

„Damals begriff ich: wir waren zwei großartige Reisegefährten, aber letztlich doch nur zwei einsame Klumpen Metall auf getrennten Umlaufbahnen, die aus der Ferne wie wunderschöne Sternschnuppen aussehen, in Wirklichkeit aber nichts als Gefangene ihrer jeweiligen Umlaufbahn sind, aus der es keinen Ausweg gibt. Und wenn unsere Bahnen sich zufällig kreuzen, dann können wir vielleicht für einen kurzen Augenblick unser Herz füreinander öffnen, doch schon im nächsten Augenblick sind wir wieder zwei einsame Satelliten in der Weite des Weltalls. Bis wir irgendwann verglühen und zu Nichts werden.“
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... handelt Haruki Murakamis -Sputnik Sweetheart-. Es ist, wie ich finde, nicht Murakamis bester Roman. Da würde ich -Kafka am Strand- oder -Betörende Geliebte- ein Stück weit höher einschätzen. Aber es ist ein echter Murakami und mit Sicherheit lesenswert. Es sind die Beziehungen zwischen verschiedenen Menschen, die der Autor aus Kyoto so wunderbar filigran und geheimnissvoll beschreiben kann. Es gibt nur wenige Schriftsteller, die ihre Charaktere derart feingeschliffen in die Welt der Leser entlassen.

Sumire ist jung, unkonventionell und ziemlich ausgeflippt. Sie ist mit einem jungen Lehrer befreundet, der uns ihre Geschichte erzählt. Der Lehrer mag Sumire. Er würde gern mit ihr schlafen und sie lieben. Doch Sumire will nur Freundschaft von ihm. Sie will unbedingt Schrifstellerin werden, aber das klappt nicht. Sumire ruft den Lehrer zu den unmöglichsten Zeiten an, verbringt wunderbare Abende mit ihm, bei denen es oft um Literaturgespräche geht. Aber mehr als Freundschaft wird aus dieser Beziehung nicht. Dann lernt Sumire die erfolgreiche Geschäftsfrau Miu kennen. Die ist zwar um einiges älter als Sumire, doch die junge Frau verliebt sich Hals über Kopf in die Ältere. Miu stellt Sumire ein. Die hofft, dass aus ihrer Zuneigung zu Miu ein Liebesverhältnis wird. Doch Mius Beziehung zu Sumire ist wie Sumires Beziehung zum Lehrer. Freundschaft ja. Liebe nein. Bei einer Geschäftsreise nach Griechenland verschwindet Sumire. Miu informiert den Lehrer und der fliegt den Frauen nach...

Murakami kann es einfach. Er ist einer meiner Lieblingsautoren, weil er es schafft, dass man sich auch die alltäglichen Dinge des Lebens, die er aufs Papier schreibt, vergegenwärtigt. Es muss nicht immer die schicksalhafte große Liebe sein; auch eine ganz normale Beziehung hat ihre Reize für den Leser. Murakami befasst sich mit dem Liebesleben der Frauen und seinen eigenen Affären. Dabei macht er unverhohlen uns klar, dass unerreichbare Ziele immer die reizvollsten sind.

Mir persönlich hat Murakamis -Sputnik Sweetheart- gut gefallen. Wie gesagt, ich bin der Meinung es gibt noch besseren Lesestoff von Murakami, aber sie wissen ja: Die Geschmäcker sind verschieden. Sie müssen also wieder mal selbst entscheiden, ob nicht vielleicht doch -Sputnik Sweetheart- ihr "Lieblingsmurakami" ist.
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am 11. Januar 2011
In Murakamis Roman "Sputnik Sweetheart" geht es vordergründig um das Verschwinden einer jungen Japanerin und unerfüllte Liebe, doch das Werk ist ein Plädoyer gegen die Seelenlosigkeit des täglichen Lebens und fordert auf, die Umlaufbahn zu verlassen, seine Träume zu leben und leidenschaftlich zu lieben.

Die zweiundzwanzigjährige Sumire hat noch nie einen Menschen körperlich begehrt, doch dann begegnet sie der älteren Geschäftsfrau Miu und ihr Leben ändert sich schlagartig. "Heftig und ungezügelt, wie ein Wirbelsturm über eine weite Ebene rast, fegte diese Liebe über sie hinweg." Doch diese Liebe wird nicht in dem Maße erwidert, wie Sumire es sich wünscht. Und auch ihr bester Freund und Erzähler der Geschichte leidet unter einer unerwiderten Liebe, der Liebe zu Sumire. "Zwei einsame Klumpen auf getrennten Umlaufbahnen." Eines Tages aber verschwindet Sumire auf einer kleinen Griechischen Insel und ihr Freund macht sich auf die Suche nach ihr. Seine einzigen Anhaltspunkte sind die Erzählungen von Miu und die Notizen von Sumire.
Wie in vielen Romanen von Haruki Murakamis Roman ist auch der Erzähler in "Sputnik Sweetheart" ein durchschnittlicher Mensch, der gerne kocht und sich viele Gedanken um sich, "Wer bin ich? Was suche ich? Wohin gehe ich?", und seine Umwelt macht, dabei aber keine Denkbeschränkungen kennt und auch ungewöhnliche surreale Ereignisse akzeptiert. So nimmt der Erzähler es auch hin, dass Sumire in frühmorgens um drei Uhr anruft, um ihn nach dem Unterschied von Symbol und Zeichen zu fragen. So sehr, ihn diese Anrufe in seinem Schlaf auch stören, sind sie eine gewünschte Unterbrechung seines Lebensalltages und für ihn eine Befreiung. "...Wie wir unermüdlich und meist ohne besonderes Geschick unsere alltäglichen Verrichtungen wiederholen, überkommt mich das Gefühl einer entsetzlichen Leere."
Das Leben der drei Protagonisten gleicht dem Leben vieler Menschen. Als Kinder und noch anfänglich als Erwachsene ist das Leben ein Abenteuer und jede Begegnung eine Bereicherung. "Als ich jung war, habe ich mit vielen Menschen geredet, und sie haben mir viel erzählt....Aber auf einmal spricht niemand mehr mit mir." Es gibt keinen Unterschied zwischen dem Bewussten und dem Unbewussten oder auch dem Wissen und dem Nicht-Wissen. Fantasie ist so real, wie die Realität, manchmal gar realer. Doch dies ändert sich eines Tages. Das Neue verliert seinen Reiz und eine Wand zwischen Alltag und dem was dahinter liegt entsteht. "...in die Wildnis gestoßen worden, die man Realität nennt und in der Humor Mangelware ist."
Fortan kreisen die Menschen auf verschiedenen Umlaufbahnen. Manche kreuzen sich und für Augenblicke werde es Reisegefährten - Sputnik auf Russisch -, Freundschaften, Affären, Abenteuer, doch die Traurigkeit will nicht schwinden, "Stets sind wir auf der Suche nach der Nähe der anderen, und dennoch sind wir so allein." Es ist nur noch ein reines seelenloses funktionieren der mechanischen Satelliten. "Ohne diesen Trott konnte ich nicht leben."
Deshalb flüchten sich manche Menschen zeitweise in eine Traumwelt. In dieser Welt sind sie all das, was sie im wirklichen Leben nicht sind, nicht sein können, nicht sein wollen. Doch diese Dualität führt irgendwann zwangsläufig zu einer Zerrissenheit. Was ist Traum, was ist Realität? Welches ich, entspricht mir? Es gibt nur eine Hoffnung. Die Wand einreißen, die Umlaufbahn verlassen, miteinander verschmelzen. "Sich zu verlieben, ist ja auch eine ganz schön unvernünftige Angelegenheit."
Murakamis Geschichte regt durch seine fesselnde und emotionale, aber niemals seichte Sprache zum Nachdenken an, wenn der Leser es wagt, seinen Gedanken freien lauf zu lassen, "...wirst du vielleicht auch mit in diese Geschichte hineingezogen." Sie kann das Bewusstsein entschweben lassen und die kalte Welt in der wir leben und kämpfen, vergessen machen. "Wir brauchen nur zu Träumen."
Haruki Murakami wurde 1949 in Kyoto geboren und verbrachte mehrere Jahre in den USA, Italien und Griechenland. Seit 2001 lebt er mit seiner Frau in Japan. Er hat die Werke von Raymond Chandler, John Irving, Truman Capote und Raymond Carver ins Japanische übersetzt. Seine eigenen Werke, zu denen mehrere Roman und Kurzgeschichtenbände zählen wurden vielfach mit Literaturpreisen ausgezeichnet.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. September 2010
Nachdem ich von einer Freundin einen Murakamiroman empfohlen bekommen hatte wußte ich, ich brauche mehr von dem Autor. Seitdem lese ich mich durch sein Werk und muss dabei feststellen, dass der Stil des Autors bei seiner literarischen Entiwcklung stetig verbessert hat. Bei dem vorliegenden Buch ist sein Stil noch nicht ganz so flüssig, wie bei seinen späteren Werken. Außerdem kommt nur stellenweise das typische Murakamifeeling auf, in dem man die (oftmals banale, oftmals skurrile) Handlung einfach nur noch köstlich findet. Der Autro hatte in dem vorliegenden Buch seinen endgütligen Stil wohl noch nicht zur gänze gefunden. Dementsprechend hat man beim lesen zwar seinen Spaß, denkt aber die ganze Zeit, dass man es besser von ihm kennt. Grade die Nebenfiguren, welchen er in anderen Büchern mehr Raum einräumt bleiben zum Teil ein wenig farblos, was der Erzählung an tiefe nimmt.

Alles in allem also lesenswert für Fans des Autors, aber nicht als Einstieg in die Reihe geeignet, da der Leser ansonsten Gefahr läuft von dem Autor zwar berüht zu werden, aber auch das Gefühl zrückzubehalten, dass irgendetwas fehlte. Dieses etwas findet man aber in den späteren besseren Romanen des Autors
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am 2. Juli 2015
Es ist eine Anmassung, wenn früher alle Bücher irgendwie endeten. Das ist fast wie ein Western, an dem am Ende nur noch ein Gaul lebt. Das moderne Erzählen sollte in Episoden stattfinden und das ist die Kunst Murakamis, er findet in einem Glas Wein, das die beiden Verliebten zusammen trinken und der Erzähler und seine Angehimmelte eben nicht trinken, Stoff für 100 Seiten und dann geht es munter weiter. Alle Dinge spiegeln sich in allem, alles ist irgendwie miteinander verbunden - und deshalb nie endlich. Zum Teil werden Motive und Szenen in anderen Romanen Murakamis aufgegriffen: In Sputnik beherrscht sich der Held, in den Wanderjahren des farblosen Herrn Tazaki, wird der Held mit dem Vorwurf sich im identischen Setting nicht beherrscht zu haben, sein Leben lang zu Unrecht konfrontiert. Der urbane Mensch hat nicht so viele Möglichkeiten, - meist nur ja oder nein - ist aber geprägt von allem und jedem - das ist das Schöne an Murakamis Literatur, sie hat Bestand im Alltag, sie erzählt keine Heldensagen, bei denen am Ende alle zur Hölle fahren müssen. Eine moderne Liebesgeschichte, auch im Dreieck, ist vielleicht hier sehr kopflastig - aber so sind die Zeiten. Wer es einfach haben will, muss Filme mit Bruce Willis schauen. Der Roman erinnert mich auch stark an Malornys Turin-Roman, den ich zuletzt gelesen habe - ich finde beide Bücher excellent, weil sie nicht wichtig, aber unterhaltsam und mehrschichtig sind.
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am 16. Februar 2014
...das erwartet den Murakami-Leser eigentlich immer und somit auch in diesem Roman, gegen so monumentale Werke wie "Mister Aufziehvogel" oder die 1q84-Trilogie eher ein Werk der leisen Töne, aber keineswegs weniger zu beachten.

Die 22-jährige Sumire verliebt sich zum ersten Mal, und zwar in eine ältere Frau, von der sie regelrecht besessen ist. Sie wiederum wird vom Erzähler geliebt, für den sie jedoch nur freundschaftliche Gefühle aufbringt. Seiner Begierde zum Trotz steht er der chaotischen und eigenwilligen jungen Frau stets zur Seite, auch als ihre Liebe zur älteren Miu immer obsessiver wird. Als sie mit ihr geschäftlich verreist und spurlos verschwindet, begibt sich der Erzähler auf eine kleine griechische Insel, um herauszufinden, was mit ihr passiert ist...

Die erste Liebe, traumatische Erlebnisse und was sie mit uns anrichten, komplizierte zwischenmenschliche Beziehungen und Unerklärliches sind wie so oft bei Murakami zu einem poetischen Gewebe verflochten, das sich jeder endgültigen Interpretierbarkeit entzieht. Man muss sich seinen eigenen Reim darauf machen - und bleibt stets mit offenen Fragen zurück, was neben seiner wunderbaren, klaren Prosa den Reiz der Werke des japanischen Autors ausmacht. Murakami muss man lesen. Punkt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Oktober 2012
Dies ist das erste Buch von Murakami, das ich gelesen habe. Mir gefällt sein Stil und seine Ausdrucksweise sehr gut und ich mag die Mischung aus Roman und eingeflochtenen Kurzgeschichten. Und es ist einfach eine sehr schöne Geschichte, die hier erzählt wird.
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In “Sputnik Sweetheart” geht es um eine ungewöhnliche Dreiecksbeziehung zwischen einem Lehrer, einer Lebenskünstlerin und einer Unternehmerin. Dabei spielt der Autor Haruki Murakami mit Elementen aus Krimi, Fantasy und einer realistischen Beschreibung des modernen Japan. Er erzählt eine Story, die mit surrealistischen Ereignissen und unwahrscheinlichen Begebenheiten gespikt ist, aber dennoch wirklichkeitsnah wirkt. Dabei geht es ihm auch um Sehnsüchte, Frustationen und die Suche nach dem eigenen Weg, der seinen Protagonisten im Labyrinth der strengen gesellschaftlichen Konventionen Japans nur zu leicht aus den Händen gleitet. Mit seinem eigenwilligen Schreibstil zwischen Traum und Lebenswirklichkeit glänzt Haruki Murakamis Roman auch 16 Jahre nach dessen japanischer Erstveröffentlichung, nicht zuletzt aufgrund der gelungenen Übersetzung durch Ursula Gräfe.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. März 2007
Von der Liebe, der sexuellen Anziehung, dem Verlust eines anderen und dem des eigenen ICHs, von Eltern und Familie, von Träumen, Griechischen Inseln, von Literatur und klassischer Musik, von der Einsamkeit, vom "Auflösen in Rauch" und der Rückkehr erzählt der Lehrer, Ich-Erzähler, stille Berater und beste Freund der Hauptdarstellerin Sumire.

Stufenlos gleitet die Erzählung vom jugendlichen Leben in Japan und der neue Bekanntschaft zur bezaubernden Miu über Frankreich und Italien hin zum Verschwinden Sumires auf einer kleinen Griechischen Insel nahe der Türkischen Grenze und darüber hinaus in eine Darstellung mystischer, unbegreifbarer Ereignisse und Geheimnisse.

Der Fluss der Erzählung entspringt sehr leise aber unscheinbar stetig, nimmt uns mit auf seine Reise, lässt uns treiben hinein in den Strom einer surrealen Welt, der uns nicht mehr los lässt. Wir folgen ihm widerstandslos, unterbrechen nicht mit Fragen und bohren nicht nach Antworten. Wir lassen uns tragen und werden staunen!

Zumal empfinde ich Ähnlichkeit mit Javier Marias, weniger der Sprache, des Stiles oder der Geschichte wegen, sonder erinnert durch den Erzähler selbst!
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