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43 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Raymond Chandler der Seelenkunde
Kein opulenter Jahrhundertroman wie «Mister Aufziehvogel», sondern ein kleines Meisterwerk der leisen Töne. Der coole Ich-Erzähler ist ein Freistil-Detektiv, der sich auf die diskreten Wege der Seele versteht. Junge liebt Mädchen, Mädchen liebt ältere Freundin - alles Verhängnis beginnt mit den Mißverständnissen der ersten Liebe...
Veröffentlicht am 2. September 2002 von Dr. Frank Meyer

versus
9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Auf der Suche nach sich und einem kleinen Sinn des Lebens
"Sputnik Sweetheart" ist der siebte Roman, den ich von Haruki Murakami gelesen habe. Und es ist nicht der beste. Aber auch bei diesem Buch habe ich das Lesen nicht bereut. Murakami behält seinen Stil konsequent fort, seine Protagonisten beziehungsweise Ich-Erzähler sind sich zum Verwechseln ähnlich. Immer handelt es sich um Männer ähnlichen...
Veröffentlicht am 6. September 2004 von Th. Leibfried


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43 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Raymond Chandler der Seelenkunde, 2. September 2002
Von 
Rezension bezieht sich auf: Sputnik Sweetheart (Gebundene Ausgabe)
Kein opulenter Jahrhundertroman wie «Mister Aufziehvogel», sondern ein kleines Meisterwerk der leisen Töne. Der coole Ich-Erzähler ist ein Freistil-Detektiv, der sich auf die diskreten Wege der Seele versteht. Junge liebt Mädchen, Mädchen liebt ältere Freundin - alles Verhängnis beginnt mit den Mißverständnissen der ersten Liebe und führt in das dunkle Herz der Einsamkeit. Das Mädchen verschwindet.
Japan, Italien, Südfrankreich, eine entlegene griechische Insel, die Akropolis, eine Grenzstadt in der Schweiz, das schäbige Büro eines Tokioter Kaufhausdetektivs - diese Orte stellen nur die Oberfläche für das Labyrinth, in dem sich die Protagonisten dieser melancholischen Geschichte verlieren. Wie üblich bei Murakami, hat alles einen doppelten Boden. Und was diese untergründige Welt mit der unseren verbindet, was dort passiert, fühlt man eher, als daß man es versteht - die Prosa von Murakami kommt der Stimmung der Filme von David Lynch so nahe, wie das niemandem sonst gelingt.
Ein dezenter Thriller, der auf Seidenpfoten daherkommt und einen Seelenraum aufreißt, in dem die kostbaren, feinfühlenden, differenzierten und kultivierten Helden aus Murakamis Universum sich nur scheinbar aufeinander zu bewegen, weil ihre Unfähigkeit, sich nahe zu kommen noch stärker ist als ihre Sehnsucht nach Nähe.
Auch in diesem Roman erweist sich Murakami als Meister der bizarren Umstände und der surrealistischen Ereignisse. Zugleich läßt er uns besonders intensiv daran teilnehmen, was ihn - und uns - in der tiefsten Seele bewegt.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen mysteriös, fesselnd, genial !!!, 19. August 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Sputnik Sweetheart (Taschenbuch)
ich habe schon so manchen murakami gelesen (die wilde schafsjagd, gefährliche geliebte, naokos lächeln, etc.) und alle eigentlich verschlungen wie kaum andere werke. Bei den vorherigen Lektüren war ich allerdings nach der letzten Seite oft enttäuscht. nach einem wahnsinnig packenden lesevergnügen, fühlte ich mich mit zu vielen ungeklärten fragen allein gelassen. so aber nicht bei diesem -wie ich finde- meisterwerk. auch hier verbindet der autor jegliche genres, philosphiert über die welt, romantisiert, erotisiert, fasziniert! Er bleibt zwar im ggs. zu anderen seiner geschichten realitätsnah, gestaltet die handlung aber wie so oft höchst mysteriös und teilweise bis zum ende ohne klare erklärungen, aber hier eben so endend, dass ich beeindruckt und zufrieden das buch zuschlug und mich sofort auf die suche nach dem nächsten grandiosen murakami machte.
unbedingt lesenswert um einfach ab zu schalten und in die eigentümliche murakami-welt ein zu tauchen!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Geschichte bei der man sich das Ende selbst denken muss, 23. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Sputnik Sweetheart: Roman (Taschenbuch)
Haruki Murakamis 1999 veröffentlicher Roman "Sputnik Sweetheart" könnte auch als eine "Geschichte ohne Ende" bezeichnet werden. Sicher, das Buch endet, es gibt keine Seiten mehr zu lesen, und dennoch, es bleibt dem Leser überlassen wie er diese Geschichte beendet.

Sputnik Sweetheart ist eine mysteriöse Liebesgeschichte. Auch wenn es eigentlich ein Roman ist der dem Existenzialismus zugeordnet werden könnte, ist, und bleibt, dieses wundervolle Werk, eine Liebesgeschichte.

Haruki Murakami erzählt die Geschichte eines jungen Grundschullehrers der ziemlich heftig in Sumire verliebt ist. Er und Sumire sind ungefähr im gleichen Alter, könnten auf dem ersten Blick aber nicht unterschiedlicher sein. Sumire, Kettenraucherin, mit Schlabberklamotten ausgestattet, brach ihr Studium ab um sich dem Schreiben von Romanen zu widmen. Dies gelingt ihr mehr oder weniger erfolgreich. Als sich beide aber genauer kennenlernen bemerken sie, das sie viele Gemeinsamkeiten haben, besonders was ihr Denken angeht. Sumire lässt jede einzelne ihrer Geschichten von K. lesen und erwartet seine ehrliche Meinung. Für K. wird diese ungleiche Freundschaft jedoch bedeutender. Er verliebt sich in die junge Sumire die aber seine Gefühle nicht erwidert. Doch Sumires komplettes Leben ändert sich als sie die geheimnisvolle Miu trifft. Pech für K., Sumire verliebt sich in Miu. Miu bietet Sumire einen Job an so lange sie noch unentschlossen ist wie es mit ihrer Karriere als Autorin weitergeht. Sumire nimmt das Angebot an und ändert ihren bisher rebellischen Lebensstil komplett. Sie kleidet sich Damenhaft und findet gefallen an ihrem neuen, eleganten Stil. Dabei entfernt sie sich, ohne es wirklich zu wollen, immer mehr von K. der immer noch unsterblich in sie verliebt ist. Miu nimmt Sumire mit auf Reisen. Sie versucht weiterhin Briefkontakt mit K. zu halten. In Griechenland ereignet sich jedoch eine Tragödie, Sumire verschwindet und bleibt verschollen. Miu setzt alle Hoffnungen auf K., der sofort nach Griechenland fliegt um ihrem mysteriösen verschwinden nachzugehen. Das erste Puzzleteil ist dabei Mius rätselhafte Vergangenheit.

Murakami führt uns erstmals recht schnell in eine Geschichte ein. Wir wissen zwar am Anfang noch nicht welche Wendung die Geschichte nehmen wird, bemerken aber schnell das wir es hier nicht mit einer gewöhnlichen Liebesgeschichte dreier Menschen zu tun haben. Ständig zieht uns Murakami mit gewohnt eleganten Worten in eine Traumwelt. Von Seite zu Seite erfahren wir genauer was auf der griechischen Insel, in der Nacht bei Sumires verschwinden, tatsächlich passiert ist.

Am Ende lässt uns Murakami mit einem großen Fragezeichen zurück. Man verspürt nur viel Mitleid mit K., der sich auf eine Odyssee begeben hat die kein Ziel hat. Am Ende ist er der wahre Verlierer in dieser Geschichte und hinterfragt sogar noch die Existenz von Sumire. Murakami bekommt das sogar so gut hin das der Leser den Platz von K. einnimmt.
Die Geschichte endet mit einem seltsamen Telefonanruf der an K. gerichtet ist. Genau an dieser Stelle, die mir einen Schauder über meinen gesamten Körper jagte, beginnt es für den Leser selbst diese Geschichte zu beenden. Und wie immer hat Murakami bewiesen was für ein grandioser Erzähler er doch ist.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Auf der Suche nach sich und einem kleinen Sinn des Lebens, 6. September 2004
Von 
Th. Leibfried "TL" (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Sputnik Sweetheart (Taschenbuch)
"Sputnik Sweetheart" ist der siebte Roman, den ich von Haruki Murakami gelesen habe. Und es ist nicht der beste. Aber auch bei diesem Buch habe ich das Lesen nicht bereut. Murakami behält seinen Stil konsequent fort, seine Protagonisten beziehungsweise Ich-Erzähler sind sich zum Verwechseln ähnlich. Immer handelt es sich um Männer ähnlichen Alters, Ende zwanzig, Anfang dreißig, die identische Vorlieben haben: Musik, Literatur, Kochen, Frauen mit ähnlichem Charakter. Immer Typen liebenswürdiger Gesinnung, die in ein Abenteuer besonderer Art verstrickt werden. Alle auf der Suche nach sich selbst und auf der Suche nach einem Sinn ihres Daseins.
Murakami vermischt in allen Büchern einen überwiegenden Anteil Alltag mit einem gewissen Zuschuss Fiktion, Mythos, Surrealität. Fragen bleiben offen, Handlungsstränge werden nicht immer klassisch geschlossen. In der Regel lege ich einen Roman von Murakami zur Seite und bleibe ein bißchen ratlos zurück. Wahrscheinlich ist das aber genau die Absicht des japanischen Autors, der dieses Buch im Alter von fünfzig Jahren schrieb, allerdings weiterhin im Stile eines Endzwanzigers. Die Tatsache, dass alle Bücher vorherrschend in Japan spielen, erschwert das Lesen für einen Mitteleuropäer in keinster Weise. Abgesehen von Namen und Städten merkt man es beinahe nicht. Angemerkt sei diesbezüglich, daß Murakami längere Zeit sowohl in den USA als auch in Europa lebte.
Hier eine kurze Leseprobe aus dem Ende des Romans: „So ist das Leben. Wie schwer und tödlich unser Verlust auch sein mag, wie wichtig auch immer das, dessen wir beraubt wurden: Wir leben einfach weiter. ... So oft ich darüber nachdenke, wie wir unermüdlich und meist ohne besonderes Geschick unsere alltäglichen Verrichtungen wiederholen, überkommt mich das Gefühl einer entsetzlichen Leere." Wie wahr. Und typisch für Murakami.
Der an der einen oder anderen Stelle geäußerte Tipp, dass man ein Buch des zukünftigen Literaturnobelpreisträgers in den Händen hält, erscheint mir überzogen. Nicht solange zumindest John Updike und Philip Roth nicht damit bedacht sind.
Wer bisher noch kein Buch von Haruki Murakami gelesen hat, dem empfehle ich als Einstieg „Gefährliche Geliebte". Knapp über 200 Seiten, rund, gelungen, sprachlich ansprechend und ein guter Anhaltspunkt für sein gesamtes Werk. Wem das gefällt, der kann als nächstes seinen „Mister Aufziehvogel" lesen. Auf „Sputnik Sweetheart" stößt man dann irgendwann wieder von alleine.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein echter Murakami, 27. Oktober 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sputnik Sweetheart (Taschenbuch)
Ich habe bereits alle Romane von Haruki Murakami gelesen, daher nehme ich meine Bewertung im Vergleich vor.

Sputnik Sweetheart ist:
- besser als Wilde Schafsjagd
(- und Kurzgeschichtensammlungen)

Sputnik Sweetheart ist am ehesten zu vergleichen mit:
- Gefährliche Geliebte

Reicht nicht an meine Lieblinge Mister Aufziehvogel und Kafka am Strand ran, leider auch vom Umfang. Es ist viel zu schnell zu Ende gelesen. Auch wenn das ein positives Merkmal für ein Buch ist.

Jedoch hatte ich nach Lesen der Murakamischen Kurzgeschichtensammlungen (Der Elefant verschwindet und Blinde Weide, schlafende Frau) nach dem Zuschlagen des Buches ein beruhigendes wohliges Gefühl - denn das hier ist ein echter Murakami!

Liest sich zwischen Liebesgeschichte, fantastischer Erzählung und Krimigeschichte in seinem einzigartigen Stil Murakamis.

Habe den Kauf kein Stück bereut.
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sputnik hinter dem Spiegel, 8. September 2002
Rezension bezieht sich auf: Sputnik Sweetheart (Gebundene Ausgabe)
Ein neuer Roman von Haruki Murakami ! Und einer, der mit relativ wenig der Murakami`schen „Phantastik" auskommt. Zwar gibt es in „Sputnik Sweetheart" eine Parallelwelt, in der Menschen wie durch einen Spiegel verschwinden können, aber im Vordergrund steht eine, nein eigentlich zwei Liebesgeschichten. Da ist zum einen die Liebe von Sumire, einer jungen angehenden Schriftstellerin, zu Miu, ihrer etwas älteren Vorgesetzten, und zum zweiten die Liebe des Erzählers, eines 24jährigen Lehrers, zu Sumire. Aber BEIDE Liebesgeschichten können nicht glücklich enden. Und welche bzw. ob überhaupt eine glücklich endet, das sollte nicht verraten werden.
Die Parallelwelt, in der Menschen verschwinden und sich selber dort beobachten können, erinnert an „Mister Aufziehvogel", aber die Liebesgeschichte, das Nicht-zueinander-Kommen-können der Liebenden erinnert in ihrer Melancholie und in ihren eher zarten Tönen mehr an „Naokos Lächeln".
Ein Buch, das also die Murakami-Fans beider „Parteien" vereint: „Sputnik Sweetheart" spricht die begeisterten Leser von der „Gefährlichen Geliebten" ebenso an wie die Leser von „Wilde Schafsjagd".
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einmal...., 3. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Sputnik Sweetheart: Roman (Taschenbuch)
...möchte ich einen Murakami lesen, und mich nicht anschliessend wie ein kompletter Idiot fühlen.

Der Roman bewegt sich inhaltlich ungefähr auf einem Niveau wie Naoko's Lächeln oder Gefährliche Geliebte, greift aber verstärkter als diese auf Murakami's Surrealistik zurück, ohne aber Bücher wie Kafka oder IQ84 zu erreichen. Vom Anspruch her also ein Mittelklasse-Murakami, der am Ende keine Frage beantwortet, nach dessen Lektüre man sich aber menschlich bereichert fühlt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr schöne Geschichte, 18. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sputnik Sweetheart: Roman (Taschenbuch)
Dies ist das erste Buch von Murakami, das ich gelesen habe. Mir gefällt sein Stil und seine Ausdrucksweise sehr gut und ich mag die Mischung aus Roman und eingeflochtenen Kurzgeschichten. Und es ist einfach eine sehr schöne Geschichte, die hier erzählt wird.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Sog blieb diesmal aus, 29. April 2011
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sputnik Sweetheart: Roman (Taschenbuch)
Natürlich ist dieser Roman auch eine Liebesgeschichte. Aber keine unkomplizierte. Denn die Liebe der Liebenden wird nicht in gleichem Maße erwidert. Weder die des Ich-Erzählers zu Sumira, noch die Sumiras zu Miu, ihrer älteren Freundin. Damt ist das Unglück vorprogrammiert.

Aber Murakami wäre nicht Murakami, wenn dieses Buch nicht noch ganz viele andere skurile, geheimnisvolle, liebenswerte, lehrreiche und ungewöhnliche Geschichten erhielte, die sich zu einer großen Story vereinen.

Eine lesenswertes Buch. Aber leider bleibt der ganz große Wurf dabei aus. Den Sog, den ich in Murakamis anderen Romanen gespürt habe und der mich nachts wach hielt, habe ich bei "Sputnik Sweetheart" vermisst - die Geschichte plätschert abgesehen von einigen starken Ausnahmen (Sumiras Verschwinden, Mius Nacht im Riesenrad) ein wenig richtungslos vor sich hin.

Dennoch lässt sich auch dieser Murakami-Roman genießen: Die klare und einfache Sprache und die wunderbaren Gedankengänge der Protagonisten sind der Lohn für einige wertvolle Lesestunden.

Derjenige, der den Weg als Ziel hat und nicht auf die Auflösung am Ende des Buches schielt, wird wie üblich von Murakami nicht enttäuscht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einsamkeit, Leere und die Suche nach der eigenen Identität, 5. Februar 2010
Von 
sabatayn76 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Sputnik Sweetheart (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Die 22-jährige Sumire lebt in ihrer eigenen Welt: Sie will Schriftstellerin werden und pflegt ein chaotisches Dasein ohne jede Struktur, ohne Verpflichtung, ohne Bindung. Das weltfremde und romantisch verklärte Leben wird durch die Bekanntschaft mit der 17 Jahre älteren Geschäftsfrau Miu plötzlich beendet. Miu bietet Sumire einen Job an und Sumire entwickelt zum ersten Mal in ihrem Leben tiefe Gefühle und verliebt sich in Miu.
Der Ich-Erzähler ist seinerseits in Sumire verliebt. Eines Tages erhält er einen Anruf von Miu - Sumire ist spurlos verschwunden und Miu bitten ihn um Hilfe.

Mein Eindruck:
Murakamis Charaktere sind gut beschrieben und von gewohnter Tiefe und Glaubwürdigkeit. Sie befinden sich auf der Suche nach ihrer Identität und leben in einem Paralleluniversum - einem Leben in Einsamkeit, in emotionaler Leere und in Melancholie. Sie scheitern am Leben und in interpersonellen Beziehungen und haben ihren eigenen Weg noch nicht gefunden. Dies alles macht sie authentisch und lebensnah, obwohl Murakami immer wieder mit Realität und Fiktion spielt. Beinahe beiläufig vermischt er alltägliche Schilderungen mit fantastischen und surrealen Elementen und erzeugt so ein typisches Bild des Magischen Realismus.

Mein Resümee:
'Sputnik Sweetheart' ist zwar nicht mein Lieblings-Murakami, doch dennoch eine Lektüre, die mich mit ihren glaubwürdigen Protagonisten, den stimmig beschriebenen Emotionen und den verborgenen Geheimnissen mitreißen und begeistern konnte.
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Sputnik Sweetheart: Roman
Sputnik Sweetheart: Roman von Haruki Murakami (Taschenbuch - 18. Februar 2010)
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