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am 16. Mai 2013
Dieses Buch krankt an zwei Problemen:

a) Die Autorin studierte in den 80er Jahren in Vietnam, und daraus scheint sie den Großteil der Erkenntnisse des (immerhin laut Impressum erstmals 1997 erschienenen) Buchs zu ziehen. Das Vietnam von heute hat sich aber so radikal verändert, dass man sich auch sinngemäß über das heutige Deutschland mit einem Buch aus den 50er Jahren versuchen könnte zu informieren.

b) Die Autorin versucht Kultur und kulturelle Begebenheiten in möglichst absoluten, wissenschaftlichen Kategorien zu beschreiben ("die Vietnamesen sind so und so") - und scheitert dabei katastrophal. (Ironischerweise betont sie gleich zu Anfang, dass viele angeblich "westlich" absolute Kategorien in Vietnam gar nicht greifen.) Auch das mag zum Teil den Zeitläuften geschuldet sein, die nun mal plastisch unter Beweis stellen, dass Kultur sich wandelt. Es hat aber auch mit dem grundlegenden Problem zu tun, dass ein Volk freilich niemals "so und so" ist. Von einem Kulturführer erwarte ich aber als Leser genau diese Erkenntnis als Basis allen, was da kommt. Es gibt zahlreiche Sätze in diesem Buch, die einen halbwegs in Vietnam bewanderten Leser im besten Falle schmunzeln oder aber richtiggehend zusammenzucken lassen. Dazu mischt sich eine bisweilen erschreckend naive Weltsicht der Autorin auf bestimmte politisch-historische Zusammenhänge.

Zum Beispiel wird erklärt, der Patriotismus in Vietnam sei "keinesfalls verordnet", sondern ein "tiefes romantisches Gefühl", was jegliche soziokulturellen Hintergründe von Patriotismus allgemein verkennt. Der Satz "Es gehört zur Tradition, bescheiden und genügsam" zu leben, mit dem expliziten Verweis darauf, dass das auch für die Reichen gelte, löst angesichts der heutigen Protzerei und der Bentleys in Hanoier Straßen, ein unfreiwilliges Schmunzeln aus. Solche Fehleinschätzungen ziehen sich durch das gesamte Buch. Kindererziehung geschehe angeblich "ohne Zwang, ohne Hektik und Druck". Auch diese Erkenntnis, sollten sie jemals wahr gewesen sein, ist von der heutigen vietnamesischen Leistungsgesellschaft komplett überholt. Der Hinweis, man möge als Ausländer einem quengelnden Kind ein Bonbon geben, dann sei es auf jeden Fall sofort artig, lässt heutige Touristen hilflos zurück. Ebenso wie die Behauptung, zum Glück seien Vietnamesen keine Trinker und forderten Ausländer nicht zum trinken auf. Heutige Vietnam-Besucher suchen händeringend nach Kultur-Tipps für genau das Gegenteil: Die brennende Frage, wie man höflich ablehnt, auch den zehnten Schnaps und das zwölfte Bier noch mittrinken zu müssen.

Dazwischen sind immer wieder seltsame Sätze wie "Ihr glattes, schwarzes Haar macht es den Vietnamesen von Natur aus leicht, immer adrett auszusehen." oder auch die besonders bizarre Bemerkung, die Saigoner Gemüsefrau glaube, die "Benutzung von Tampons sei Kultur" nicht zu vergessen der krude Verweis darauf, dass Deutsche angeblich "ganz gewaltige heimliche Säufer" seien. Alles in allem kann man möglicherweise festhalten dass die Autorin, in dem fatalen Versuch möglichst viele ihrere Beobachtungen irgendwie historisch-soziologisch zu erläutern, begründen oder zu verteidigen, ein Sammelsurium an Kuriositäten geschaffen hat, das vom Lauf der Zeit überholt wurde. Dazu mischt sich ein teilweise sehr trocken-belehrender Stil, der dem deutschen Leser immer wieder klar machen will, was für ein herausragend heroisches und genügsames Volk die Vietnamesen sind. Auch die Darstellung des Vietnam-Kriegs ist heute längst von der Forschung überholt, und basiert auf einer noch sehr schablonenhaften Kalte-Weltkriegssicht, die klar in Gut/Böse einteilt und keinerlei Schattierungen auch nur ansatzweise zulässt.

Das Buch ist dort stark, wo es tatsächlich auf Ereignisse aus den 80er Jahren zurückgreift, und bestimmte kulturelle Entwicklungen durch die Armutsjahre der Nachkriegszeit erklären kann, beispielsweise in den Abschnitten über Kleidung und Mode. Auch die Abschnitte über Religion sind großteils noch heute zu gebrauchen, allerdings klafft eine bemerkenswerte Lücke dort, wo es um heutige Konflikte zwischen einzelnen Religionsgruppen und der Politik geht. Das wäre umso dringender nötig, weil dieser Konflikt tatsächlich oft von ausländischen Medien falsch dargestellt wird (nämlich als Religionskonflikt, was er nicht ist). Diese Lücke gilt in ähnlicher Weise für eine Vielzahl aktueller, jüngerer Begebenheiten des letzten Jahrzehnts aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Gesundheit, Umwelt, etc. - also genau die Zeitspanne, die einen Besucher von heute interessiert.

Wie ein anderer Rezensent sagte: Es ist im Grunde fahrlässig, dieses Buch immer wieder zu aktualisieren. Es müsste komplett neu geschrieben und strukturiert werden.
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am 19. Dezember 2011
Hi!
Resume:
Veraltet- Einseitig- Falsch
Ich habe das Buch gelesen nachdem ich seit 4 Jahren in Vietnam lebe. Die Autorin hat eine sehr eigene Sicht von Vietnam. Ein Großteil der Aussagen des Buches ist absolut veraltet. Lediglich der geschichtlich und kulturelle Teil bis Anfang des 20 Jahrhundert war interessant und meines Erachtens nach ausgewogen beschrieben. Alles was danach kommt sieht die Autorin sehr einseitig durch eine "DDR-Brille". Kein Wort zu den Massakern der Nordvietnamesen oder den Stalinistischen Anfängen in 50er Jahren. Kein Wort über den kulturellen Völkermord an den ethnischen Minderheiten. Kein Wort zu den bewaffneten Unruhen im Hochland in den frühen 2000ern (Dass es Gebiete gibt die für Ausländer gesperrt sind ist der Autorin scheinbar entgangen). Die heute noch vorhandenen Unterschiede von Nord- und Südvietnam ignoriert die Autorin weitgehend. Das der Süden Vietnams eine völlig andere Geschichte und eine sehr unterschiedliche Kultur hat ist der Autorin irgendwie auch nicht bekannt. Kein Wort davon, dass der Sozialismus zu Gunsten der schamlosen Bereicherung der politisch Mächtigen aufgegeben wurde. Immobilienblase? Verarmung der Minderheiten? Säuberung Hanois von Bettlern? Ausbeutung Laos?-Fehlanzeige Die politische Realität im heutigen Vietnam verkennt die Autorin total. Wer sich auf dieses Buch verlässt dem kann ich in Vietnam nur viel Glück wünschen.

Sehr viel interessanter ist da "Vietnam a rising Dragon" von Bill Hayton
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am 16. September 2012
Seit vielen Jahren schätze ich die Bücher der Kulturschock-Reihe. Dieses Buch war jedoch eine absolute Enttäuschung.
Die Beschreibung der Sitten und Gebräuche ist veraltet und gibt nicht mehr das Leben im heutigen Vietnam wieder.
Die Betrachtung des Vietnamkrieges ist einseitig und die Formulierungen erinnern stark an DDR-Propaganda.
Um das Buch an die aktuellen Verhältnisse anzupassen, wäre eine Bearbeitung sicherlich unzureichend. Ich hoffe, dass der Reise-Know-How-Verlag sich dazu entschließt statt einer Neuauflage ein völlig neues Buch zu erstellen.
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am 31. Oktober 2014
leider bin ich bei diesem buch sehr enttäuscht. die grundinfos sind teilweise gut durchleuchtet und erklärt. jedoch scheint mir die autorin zu oft ihre eigene meinung an unangebrachter stelle einfliesen zu lassen. der buddhismus z.b. der für einige bewohner in vietnam eine große rolle spielt, wird mit nur einem satz erklärt, was für manchen laien zu knapp beschrieben ist. man merkt, dass die weltanschauung sehr veraltet ist und ich wünsche mir an eigenen stellen im buch eine objektive (!) und keine weibliche meinung! leider nur 1 stern, es gibt bessere bücher als dieses hier!
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am 18. April 2014
Tolles Buch. Allerdings nicht ganz aktuell, weil sich Vietnam rasend schnell verändert, leider nicht immer zum Positiven. Manche Darstellungen sind verklärt, z. B. die Kindererziehung, die auch stark auf Druck, Schlägen und Zwang zur Anpassung beruht. Der gilt auch für die Gesellschaft. Vielleicht steigt deshalb die Zahl der Drogensüchtigen rasant.
Zur Politik (Diktatur, Korruption, Todesstrafe) wird fast nichts gesagt.
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am 14. August 2014
Inhaltlich sehr vielseitig, informativ und interessant, flott und gut lesbar geschrieben, allerdings kein klassicher Reiseführer, somit also parallel zu den üblichen Reisebüchern mit entsprechenden Ortshinweisen, Sehenswürdigkeiten & Co. zu lesen. In dieser Funktion aber ganz hervorragend geeignet, kenntnisreich und nah am richtigen Leben, um sich über Land und Leute zu informieren und die großen und kleinen Fettnäpfchen auszulassen.

Das trifft insbesondere für ländliche Gegenden zu, denn hier ist das Leben noch immer wie beschrieben, es gelten vielfach alte Regeln, wenngleich sich das Leben in den großen Städten wie Hanoi und Saigon natürlich rasant weiterentwickelt hat und manch vereinzelte Erklärungen im Buch wie ein Anachronismus wirken. Aber eben nur hier, was dem Buch somit insgesamt keinen Abbruch tut.

Mein Fazit: Prima in Ergänzung zu klassischen Reiseführern insbesondere für das ländliche/nicht-touristische Vietnam!

P.s.: Bei tiefgehendem Interesse an Kolonialhistorie & Vietnamkrieg muss man ohnehin andere, am besten mehrere Bücher lesen, um die Thematik/Problematik von allen Seiten zu beleuchten. Der kurze Überblick in diesem Buch ist völlig ok, erhebt auch nicht den Anspruch, eine umfangreiche polit-historische Abhandlung zu bieten.
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am 3. Februar 2014
Dank des Buches wurde alles in Vietnam Verständlich und wir konnten Ferien nicht nur aus unserer Perspektive bereisen.
Wir hatten 32 Wochen lang Vietnam mit einheimischen bereist und vieles aus dem Buch bestätigt bekommen.
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am 3. Dezember 2007
Dieses Buch bietet tiefgründige Hintergrundinformationen für jeden Vietnam-Interessierten. Die Autorin behandelt völlig vorurteilsfrei Themen wie Religion, Mentalität, Sprache und Besonderheiten, wie zB daß man Verwandte nicht mit Namen, sondern mit Nummern anspricht ('Onkel vier'). Man merkt, daß die Autorin das Land seit langem kennt und auch liebt.
Eine bessere Vorbereitung auf einen Vietnam-Aufenthalt kann man sich kaum wünschen.
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am 1. März 2009
Brauchbare Einblicke und nicht nur oberflächliche Informationen geben den Vietnamneuling Grundsätzliches und durchweg Brauchbares mit auf die erste und auch auf die zweite Reise ins unbekannte Land. Selbst für mich als absoluter Vietnam-Kultur-Neuling erklären sich etliche Verhaltensweisen mit Hilfe der gut verständlichen und gut gegliederten Beiträge. Das buch legt der Vietnamese inSpe sicherlich nicht nach demLesen ins Regal.Zumindes in meiner Hand wird es sicherlich noch eine Zeitlang präsent sein, um vietnamesische Kultur, Verhalten und menschliche Gepflogenheiten zu verstehen und "nachzuschlagen" warum etwas so ist, wie es ist !
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