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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen teures Stammtischgespräch, 30. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Denker des Abendlandes. Staffel I und II (Audio CD)
Üblicherweise schreibe ich keine Rezensionen. Über den Inhalt dieser CDs (1.Teil) habe ich mich jedoch so geärgert, dass ich eine Ausnahme mache. Ich habe mir den ersten Teil dieser Reihe für meinen Schulunterricht zur Unterrichtssequenz über die Vorsokratiker gekauft. Obwohl ich mir das "Zugeproste" vor dem Unterricht schon angehört hatte, habe ich beschlossen, die CDs einzusetzen. Erwartungsgemäß ließen sich meine intelligenten Schüler auch nicht von den akademischen Graden und den Berufsbezeichnungen der Verfasser blenden. Es entbrannte ein reges Gespräch über die Qualität des Gehörten. Dies führte allerdings weg von den Vorsokratikern, da ja die CDs auch nicht viel zu diesen beitragen konnten. Ich meine sogar, es wurde von den Verfassern behauptet, dass die Atome bei Demokrit (lebte etwa zur gleichen Zeit wie Sokrates, zählt aber inhaltlich zu den Vorsokratikern) alle die gleiche Gestalt hätten, was nach meiner Kenntnis nicht die Auffassung der Atomisten Demokrit und Leukipp ist [vgl. hierzu auch: Jaap, Mansfeld (1985): Die Vorsokratiker II - Griechisch/Deutsch. Reclam. Stuttgart 2007. S. 234 f.]. Zur Bewertung: Den zweiten Stern gibt es deshalb, weil ich nur die erste Staffel kenne und nicht unfair sein möchte.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Harry&Willi alias Ernie&Bert, 25. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Denker des Abendlandes. Staffel I und II (Audio CD)
Die Vorgänger und Vorbilder sind wenigstens für kindliche Gemüter noch lustig, das prätentiöse Geplauder dieser beiden Herren Professoren fand ich – angesichts des Berufsstandes den sie vertreten - vor allem peinlich. Verhängnisvoll und schlimm sind die Auftritte m. E. insbesondere dann, wenn Abiturienten dadurch den Eindruck bekommen, das Niveau dieser Auslassungen sei typisch für Seminare an deutschen Universitäten. Zwar gibt es wie in jeder Berufsgruppe gute und weniger gute Vertreter, nur entsteht auch nach der rezenten Affäre um die lebenslängliche(?) Professorin und langjährige Bildungsministerin der Eindruck , der vorgeführte, schavanierende Umgang in Forschung und Bildung sei für deutsche Universitäten typisch.
Es soll hier nicht die berechtigte Kritik anderer Rezensenten an der Seichtigkeit der Plauderer erweitert werden. Ergänzt wird nur: Anstatt Denken und Gedanken hervorragender Denker konzentriert darzustellen, verlieren sich die Autoren immer wieder in weinseligen Exkursionen ihrer eigenen Gedanken und dem Ausfluß von entsprechenden Belehrungen. Z. B. soll hier auf die für mich unfaßliche, sachliche Unkenntnis und daraus fließende, ideologischen Borniertheit, die ich sonst nur aus dem politischen und journalistischen Milieu erwarte, hingewiesen werden:
Als ich die Meinung der Herren hörte, daß das griechische/abendländische Denken „auf der türkischen Seite begonnen“ habe und daß es mithin doch völlig absurd sei, über die Mitgliedschaft der Türkei in der Europäischen Union zu diskutieren, stockte mir mir der Atem: Die oftmals des Lesens und Schreibens kaum kundigen Mullahs könnten kaum unsinnigere, propagandistische Predigten halten.
Die Türken sind eine Population, die zur fraglichen Zeit weit weg im tiefen Zentralasien lebten und mehr als 1700 Jahre nach Thales, Pythagoras, etc. los zogen, um ab dem 12. Jahrhundert nach Chr. in das Gebiet des heutigen Anatolien einzufallen. Dieses Gebiet war seit Jahrtausenden von einer hoch kultivierten Population besiedelt, von der ein Teil – insbesondere ab ca. 6000 vor Chr. über das Gebiet des heutigen Griechenland nach Mitteleuropa und Westeuropa auswanderte und die Kultur des Ackerbaus und indoeuropäische Sprache mitbrachte. Der in „Anatolien“ zurückgebliebene Teil dieser kultivierten Population wurde von den später einrückenden Türken samt ihrer indoeuropäischen Sprache vernichtet, wie man auch genetischen Untersuchungen weiß. Assimilation oder Lernen von der Hochkultur war nicht die Sache der gewalttätig einrückenden, türkischen Eroberer.
Da die Autoren Lesch und Vossenkuhl sich bemüßigt fühlten, die Hörer über ihr Geschichtsverständnis und den Bezug auf die heutige Zeit zu belehren, wäre vielmehr der Hinweis angezeigt gewesen, daß die Türken 400 Jahre lang Griechenland in totalitärer Weise besetzt und unterdrückt, die schöne griechische Sprache verhunzt und die Entwicklung einer Clique von griechischen, betrügerischen Kollaborateuren befördert haben, deren für Griechenland verhängnisvolles Agieren gerade jetzt besonders deutlich wird.
Die von den beiden Plauderern gepredigte, hohe Wertschätzung der türkischen Kultur und Politik hätten sie auch vor der Tatsache prüfen sollen, daß vor ca. 100 Jahren auf dem Gebiet der heutigen Türkei ca. 25% der Bevölkerung Christen waren und es heute weniger als 1% sind. Ausgerottet.Was eine solche Population zur abendländischen Kultur beitragen kann, sollte mal vorgetragen werden.
Die mangelnde Bildung, die man aus dem Politikermilieu erfährt, ist für mich immer wieder erstaunlich und für die Entwicklung Deutschlands - jeden Tag erfahrbar - verhängnisvoll. Was ich aus dem akademischen Milieu von diesen Professoren nun höre, ist einfach nur bestürzend und beschämend.
Auf die daher geplapperte Meinung, die Folgen des Todes von Alexander wären mit denen zum Ende des 2. Weltkrieges vergleichbar, will ich nicht eingehen. Seriöse Auseinandersetzung verlangte u.a. Bezug auf das Werk von A. Toynbee, eines der m. E. ganz großen Denker des 20. Jahrhunderts. Das Studium seines Werks von 24 dicken Bänden bedarf allerdings einer etwas größeren Konzentration, als es den Plauderern offenbar liegt.
Der inhaltlichen Qualität des Geplauders entspricht weitgehend der Stil der Unterhaltung: Die völlig überflüssige, wiederholte Verwendung von Anglizismen durch Harald Lesch mag als Imponiergehabe gescheiterter Realschüler erträglich sein, im akademischen Bereich wirkt sie auf mich albern bzw. entlarvend.

Die Auswahl der „Denker des Abendlandes“ ist zweifellos nicht zwangsläufig. Ich halte es allerdings für völlig unentschuldbar, daß ein Genie wie Kurt Gödel nicht behandelt wird. Gödel ist zweifellos als der größte Logiker seit Aristoteles anzusehen. (Seine ingeniösen Beiträge zur Allgemeinen Relativitätstheorie verdienen mindestens der Erwähnung. In Princeton galt er als der einzige, der Einstein in seinen Gedanken folgen konnte). Von einem Philosophen wie Vossenkuhl kann zwar nicht erwartet werden, daß er einen mathematischen Beweis wie den zum Unvollständigkeitssatz von Gödel nachvollziehen oder gar beurteilen und bewerten kann, man sollte allerdings von dem Prof. Dr. H. Lesch, der nicht müde wird, immer wieder mit seinen Kenntnissen der Physik und Mathematik zu kokettieren, erwarten können, daß er wenigstens die Schlußfolgerungen von Gödels Beitrag zur mathematischen Logik und damit natürlich auch zur theoretischen Physik erkennen und bewerten kann. Aber Gödel ist zweifellos nicht so telegen wie z. B. der von den Autoren erwähnte Wittgenstein mit seinen witzigen Aphorismen.
Es gab vor Jahren im Hörfunk eine Reihe "Funkkolleg". Die Beiträge waren m.E. im Allgemeinen "um Lichtjahre" besser als die hier besprochenen.
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Denker des Abendlandes. Staffel I und II
Denker des Abendlandes. Staffel I und II von Wilhelm Vossenkuhl (Audio CD - September 2007)
EUR 69,95
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